Gast am 04 Nov 2017 03:01:13
Man kann an Solarladeregler durchaus unterschiedliche Solarmodule eingangsseitig anschließen, sofern die nur ein paar Volt unterschiedlich sind. Also z.B. Module mit 17V, 21V und 24V. Dem Regler macht das ohnehin nix, nur die Solarmodule arbeiten dann nicht unbedingt in ihrer maximalen Leistungskurve. Aber ich finde, das ist im Betrag zu vernachlässigen. Der Regler muss nur von der Belastbarkeit der Summe aller daran angeschlossenen Solarmodule entsprechen.
Es macht aber, wie bereits geschrieben, absolut Sinn, jeder Batterie einen eigenen MPPT-Ladezweig zu spendieren. Erstens hättest Du dann schon eine eingangsseitige Entkopplung (ausgangsseitig reicht dann ne Trenndiode), und zweitens - das ist der entscheidende Vorteil - steht den beiden Batterien viel mehr Solarstrom zur Verfügung, als wenn sie über einen einzelnen gemeinsamen Laderegler gespeist würden. Das liegt zum einen an dem bereits von mir benannten Batteriemanagement, was zumindest die Victron-MPPT-Regler eingebaut haben. Zum anderen liegt das daran, dass das MPPT-Prinzip immer wieder temporär die Solarladung von der Batterie abwirft, um die Zellen abkühlen zu lassen. In der Zeit steht dann der anderen Batterie die volle (!) Solarfläche zur Verfügung, statt nur die hälftige. Denn es ist unwahrscheinlich, dass beide Regler zur selben Zeit die Solarladung abwerfen, sondern sie werden das überwiegend zeitversetzt tun. Das macht nach meiner Beobachtung schon ne ganze Menge an Mehrladung aus.