Nachdem wir uns Ende März vom Euramobil trennen mussten, weil zu teuer, sind wir mit dem Chausson C514 Flash "back to roots", wieder ein Alkoven unter 6 Meter, und das auch noch mit 2 Festbetten.
Mit der ersten 10 Tage Tour letzte Oktober/erste November Woche haben wir diesmal neben einigen geliebten bekannten Plätzen auch mehrere neue ausprobiert. Gestanden haben wir oft umsonst (aber legal) und auf Stellplätzen, zweimal auf einem CP. Zurück ging es komplett mautfrei über das Zentralmassiv.
Start im Rheinland/Eifel , nahe Bonn. Am ersten Tag haben wir es nur bis "Toul" geschafft, weil wir Freitag abends nach der Arbeit erst los sind. Wir wollten eigentlich bis Beaune, zum Samstagsmarkt, waren aber dann ganz angetan von Toul, schöne Festungsstadt, nette Geschäfte, schöner Stellplatz. Blick vom Stellplatz auf die Stadt:

Dann ging es Samstags weiter nach Coustellet, spät abends erst angekommen, dort haben wir - nach Jahren endlich wieder :D - ganz normal auf dem Dorfparkplatz für die Nacht geparkt. So konnten wir Sonntags morgen direkt vom Wohnmobil auf den Markt um uns herum, perfekt !
Nach einem Abstecher über Gordes....


ging es zum Stellplatz auf einer Olivenfarm vor Cucuron. Hier steht man umsonst mit France Passion oder kauft ansonsten eine Flasche großartiges Olivenlöl.

Wir haben eine Radtour nach Ansouis gemacht:

dort gibts es ein altes, kleines, etwas heruntergekommenes, aber feines Kloster:

In Coustellet und auf der Olivenfarm gab es keine V/E , daher war jetzt nach Toul wieder ein offizieller Stellplatz dran:
In Martigues/Carro hatten wir Glück und einen Platz in Reihe 1:



Das Städtchen selbst gibt jetzt nicht so viel her, aber morgens gibt es direkt neben dem Womo-Platz einen kleinen Fischmarkt (ganz frisch vom Kutter, toll :) ) und wir haben uns fürs Abendessen eingedeckt und es war richtig lecker :ja:

Dann ging es weiter zu unserem absoluten Mittelmeer Lieblingsplatz in La Ciotat.
Das ist ein Parkplatz über einer kleinen Bucht, über Nacht stehen anscheinend immer noch geduldet, kostet nichts, und man ist in 2 Minuten am Meer. Diesmal war außer uns kein anderes Womo da.
Man konnte sogar noch ins Meer Ende Oktober. Okay, nur kurz :lol:

Abends durch La Ciotat bummeln und sowohl die kleinen wie großen Yachten gucken macht immer noch Spaß, La Cioat ist einfach sehr lebendig und irgenwie immer noch eher ursprünglich statt touristisch, trotz der vielen Geschäfte und Lokale !

Am nächsten Morgen haben wir nicht direkt in La Ciotat sondern auf der Route des Cretes nach Cassis mit nettem Blick gefrühstückt

Und sind dann über die Route des Cretes



in die Camargue gefahren.
In Saint-Marie-de-la-mer kostet der CP nur einen Euro mehr als der Stellplatz daneben, daher haben wir diesen genommen.
In der Stadt selbst waren wir nur kurz, da war uns zu viel los. Aber sich auf die Räder setzen und einfach stundenlang um kleine Delta-Seen mit hunderten Flamingos fahren, das hat uns super gefallen.
;D

Die "halbwilden" Pferde haben wir natürlich auch gesehen

Dann ging es weiter zum Stellplatz nach Le-Grau-du-Roi, der auch ziemlich toll wirklich direkt am feinen Sandstrand liegt (aber ohne freien Blick aufs Meer/Bäume)

Es bietet sich an, mit dem Rad nach Aigues-Mortes zu fahren (mit dem Womo geht natürlich auch, dort gibt es auch Stellplätze/Parkplätze)

und die Saline zu besichtigen (Zwischen Le-Grau-du-Roi und Aigues-Mortes)

Beim "Heim"radeln in den Sonnenuntergang wird man mit einem wunderschönen Flamingo-Panorama beschenkt:

Die Heimfahrt haben wir bewusst auf drei weitere richtige Urlaubstage verteilt und sind mautfrei durchs Zentralmassiv zurück.
Der Temperaturschock ist zwar heftig, wenn man nachmittags noch bei 25 Grad im Badeanzug am Strand gelegen hat und ein paar Stunden später mehr als 1000 Meter höher und mehr als 20 Grad niedriger ist :mrgreen: aber auch das Zentralmassiv lohnt sich einfach sehr und ist wunderschön.
Die erste Station ist bei uns dann wieder altbewährt Laguiole, hier steht man umsonst an der Halle der Viehauktion, nicht besonders schön aber superpraktisch direkt im Ort, und am Ortsrand gibt es auch eine ganzjährig geöffnete V/E (Flot bleu) vor dem CP.
Natürlich muss man in Laguiole wieder mindestens ein neues Messer kaufen und vor allem den leckeren Laguiole Käse in der örtlichen Käserei. Unglaublich lecker und günstig.
(2 Pakete Aligot nicht zu vergessen).
15 km entfernt kann man den schönen Wasserfall Cascade Deroc besichtigen und 2 Gletscherseen.

Auf der Weiterfahrt über die A75 sollte man an der entsprechend ausgeschilderten Rastplatz-Ausfahrt auf jeden Fall das Viaduct Eiffel bestaunen !

Die nächste Station war Langres, ebenfalls eine schöne alte Festungsstadt. Hier steht man entweder unterhalb der Festungsmauer auf dem kostenlosen Stellplatz (mit V/E) oder mit toller Weitsicht auf dem CP innerhalb der Festungsmauern.


Man kann auf den Festungsmauern rund um die ganze Stadt gehen, mit toller Aussicht !

Die letzte Nacht haben wir dann noch in Pont-a-mousson gestanden, noch ein letztes Mal französisch eingekauft, und dann ging es endgültig heim.


Ein toller Urlaub ;D
Viele Grüße, Martina und Klaus


