Zusatzluftfeder
luftfederung

Eine Woche Schlösser und Burgen auf der schwäbischen Alb


NB69G am 10 Dez 2017 22:18:21

Eine Unzahl an Schlössern und Burgen hat der Südwesten Deutschlands zu bieten. In kaum einem anderen Teil Deutschlands liegen so viele Zeugen der vergangenen Jahrhunderte in so großer Zahl so dicht beieinander als in dem Gebiet zwischen Ulm und Biberach im Osten und dem Schwarzwald im Westen. Ein Wanderweg des Schwäbischen Alb Vereins verbindet viele dieser Burgen, Ruinen und Schlösser miteinander. Anlass genug für uns, dieses Gebiet mit dem Wohnmobil näher zu erkunden.

Wir starten am Donnerstag Abend aus dem Westen Münchens auf die A8 Richtung Stuttgart. Der 2,8 TDI unseres Wohnmobils schnurrt wie wenn er sagen wollte „endlich wieder auf Strecke“. Uns geht es genauso.

23274

Es geht zügig bis zur Ausfahrt Günzburg, denn der erste Stellplatz soll „Am Waldbad“ in Günzburg sein. Nach der Abfahrt geht es noch 6 km durch Günzburg zum gut ausgeschílderten Platz. Als wir gegen 19:15 Uhr auf dem geschotterten Platz angekommen sind, ist nur etwa die Hälfte der 25 Plätze belegt. So haben wir kein Problem unser Mobil ohne „Kuschelfaktor“ abzustellen.

23276

Der Platz verfügt über Ver- und Entsorgung, und für 50 Cent pro Kilowattstunde könnten wir Strom zapfen. Für Übernachtungsgäste ist die V+E im Übernachtungspreis eingeschlossen, Durchreisende können ein Ticket für 2 Euro ziehen und dann die Stationen nutzen. Wasser steht an mehreren Zapfsäulen am Platz zur Verfügung, zur Entsorgung ist nahe der Ausfahrt ein Platz angelegt. Wir verzichten heute auf den Stromanschluss, denn die Solarzellen haben unsere Akkus randvoll mit Strom gepumpt. Wir ziehen noch das Parkticket für 8 Euro am Automaten an der Einfahrt und legen das Ticket hinter die Frontscheibe und marschieren in die sehenswerte Altstadt von Günzburg.

23277

Durch das alte Stadttor gelangen wir auf den Marktplatz mit seinen herrlichen Fassaden und setzen uns vor den Brauereigasthof Münz rechts vom Stadttor.

23278

Die laue Abendluft tut ihr Übriges dazu, dass wir den ersten Abend unserer Reise ebenso wie das Bier in vollen Zügen genießen. Zurück am Stellplatz haben wir eine ruhige Nacht, die nur ab und an von der Eisenbahn gestört wird, die in der Nähe vorbei führt.

2. Tag
Nach dem Frühstück haben wir am Platz Ent- und Versorgung genutzt. Gegen 9 Uhr brechen wir auf in Richtung der ersten Burg, der Burgruine Reußenstein, die wir nach einer guten Stunde Fahrt über die A8, die Abfahrt Mühlhausen und den Wiesensteig erreichen. Das letzte Stück vom Wiesensteig zum Parkplatz an der Ruine ist recht eng und kurvig. Auf dem Parkplatz stehen nur wenige PKW, also kein Problem unser Mobil abzustellen. Der ausgeschilderte Fußweg zur Ruine kreuzt neben dem Parkplatz die Landstraße und führt wenige Meter durch einen lichten Wald. Dann liegt sie auch schon vor uns, die Ruine Reußenstein.

23279

Sie wurde Ende des 13. Jahrhunderts von einem Herrn von Stein erbaut und fiel dann kurz darauf in den Besitz eines Ritters Reuß, von dem sie heute noch den Namen trägt. 1411 erwarb Graf von Helfenstein die Burg der sie Mitte des 16. Jahrhunderts aufgab. Seitdem war sie dem Verfall preisgegeben. Erst 1965 hat der Landkreis Esslingen die Burg erworben und gesichert, sodass sie heute wieder besichtigt werden kann. Der Spaziergang durch die Burg lohnt, da man von fast jeder Stelle aus einen wundervollen Blick auf die umliegenden Orte und Berge hat.

Von der Ruine Reußenstein aus fahren wir eine knappe Stunde über Wiesensteig, Westerheim, Donnstetten, Lenningen nach Owen zur Burg Teck, wo wir am Parkplatz Bölle den Motor abstellen. Ein kurzer Weg über den Parkplatz und dann geht es steil und beschwerlich bergauf. Wir benötigen eine gute halbe Stunde durch den Wald auf dem gut ausgeschilderten Weg. Aber dann sehen wir die Burg vor, besser gesagt, über uns, denn der Weg endet direkt unterhalb der Burg am Eingangstor.
Die Burg Teck wurde von Konrad von Zähringen erbaut, der sich später Herzog von Teck nannte. Im Besitz der Herzöge von Teck war die Burg bis 1381, danach fiel sie in württembergischen Besitz. Graf Eberhard im Bart wurde 1495 zum ersten Herzog von Württemberg ernannt und ihm wurde die Burg danach zugesprochen. 1519 wurde die Burg Teck im „Krieg des schwäbischen Bundes“ erobert und im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt. 1738 wurden die Steine der Burg zum Teil für Bauwerke in der Umgebung abgetragen, 1889 wurden die Gebäude teilweise wieder hergestellt.

23280

Der Schwäbische Albverein hat die Burg ab 1941 an vielen Stellen aufwendig restauriert und betreibt heute auf der Burg eine Gaststätte mit regionaler Küche. Der Abstieg nach einem leckeren Cappuccino und einem Stück Zwetschgenkuchen geht deutlich flotter und ist weniger anstrengend als der Aufstieg. Zurück am Wohnmobil schauen wir noch eine Weile den Modellfliegern zu, die große Segler am Himmel Loopings und andere Manöver turnen lassen.

Dann geht es weiter nur 7 km und etwa 15 Minuten bis zur Ruine Hohenneuffen. Leider gibt es dort nur einen Parkplatz für PKW und einen für Busse. Wo sollen wir unser Mobil abstellen, so ganz legal dürfen wir das weder auf dem einen noch auf dem anderen Platz. Da der Busparkplatz aber leer ist, stellen wir uns dort ganz an die Seite und scheinen auch niemanden zu stören. Auf einem breiten Schotterweg geht es in gut 10 Minuten zur Ruine, die wir schon von der Burg Teck aus in der Ferne gesehen hatten. Durch den Eingangstunnel kommen wir in die Burganlage. Immer wieder öffnen die Mauern herrliche Ausblicke auf die umliegende Landschaft.

23281

Im Burghof finden wir ein Restaurant mit einem netten Biergarten, auf dessen Terrasse wir uns ein Bier in der Sonne genehmigen. Die Burg wurde ca. 1100 erbaut, allerdings gab es schon an dieser Stelle in spätkeltischer Zeit etwa 450 vor Christus einen Außenposten des „Heidengraben-Oppidums“. Als die Burg 1198 das erste Mal erwähnt wurde, befand sie sich im Besitz der Edelfreien von Neuffen. Über die Herren von Weinsberg kam die Burg zum Haus Württemberg. Die befestigten die Burg weiter, Rundtürme, Bastionen und Kasematten entstamden so im 16. Jahrhundert. Im dreißigjährigen Krieg fiel die Burg 1675 nach 15 Monaten Belagerung an die kaiserlichen Truppen. Ab 1795 wurde die Burg nicht mehr genutzt und 1801 zum Abbruch freigegeben. Jedoch bereits 1862 wurde eine Gaststätte im Burghof eröffnet. Erwähnenswert ist noch, dass 1948 bei der sogenannten „Dreiländerkonferenz“ der Länder Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Baden der Grundstein für das heutige Baden-Württemberg gelegt wurde.

Als wir unser Bier genossen haben, gehen wir noch ein paar Schritte auf der Burgmauer entlang. Beim Blick nach Westen sehen wir direkt auf den Stellplatz, den wir uns für heute Abend ausgesucht hatten, den Stellplatz am Schützenhaus in Neuffen. Er verfügt über 8 Stellplätze und ist gebührenfrei. Dementsprechend ist er um 15 Uhr komplett belegt, soweit wir auf die Ferne zählen können stehen dort sicher 10 Mobile. Zu unserem Mobil zurückgekehrt schauen wir in der Stellplatz-App nach und entscheiden uns für den 5 km entfernten Stellplatz an der Panorama Therme in Beuren. 6 Euro Gebühr schrecken anscheinend genug ab, sodass wir den Platz mit seinen 4 ebenen Stellflächen erst mal für uns alleine haben. Später kommen dann doch noch drei weitere Mobile dazu. Das Restaurant in der Therme hat bis 23 Uhr geöffnet und wir genießen dort unser Feierabendbier. Als wir die Stellplatzgebühr an der Thermenkasse entrichten sagt die freundliche Dame dort zu uns: „In Beuren schläft man immer gut“, und das können wir bestätigen.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

kurt2 am 11 Dez 2017 13:08:28

Hallo,
schöner Bericht. Hoffe auf eine Fortsetzung. Danke.

Beduin am 11 Dez 2017 13:21:07

Schön machst das :)
Hast es auch gewusst, gerade da unten sind viele Vulkane --> Link
Neuffen hat erweitert, da passen jetzt mehr Mobile hin. Essen dort ist seeeeeeeeeeeeehr lecker!

NB69G am 11 Dez 2017 21:34:59

Hallo Ina,
danke für den Hinweis, die Vulkane wären direkt noch eine weitere Tour wert. So viele schöne Gegenden liegen hier bei uns so nah...
Viele Grüße
Gerhard

NB69G am 11 Dez 2017 21:45:26

3. Tag
Nach einer sehr ruhigen Nacht machen wir uns ausgeruht nach dem Frühstück auf die 15 km Weg über Neuffen und Hülben nach Bad Urach. Bei einem kurzen Blick in Google Maps finden wir eine gute Parkmöglichkeit für unser Mobil am Seilerweg. Die steuern wir dann auch an und gehen die wenigen Meter am Busbahnhof vorbei und nach rechts zum Residenzschloß.

23282

Das Residenzschloß wurde ab 1400 errichtet und besteht aus Torturm, Professorengebäude, Torwartgebäude und dem eigentlichen Schloss. Beeindruckend sind die Fachwerke des Schlosses. Im Schloss kann einer der schönsten Festsäle der Renaissance in Deutschland besichtigt werden. Vom Residenzschloß aus gehen wir noch in die Altstadt in deren wunderschönen Gassen und Fachwerkhäusern man sich um Jahrhunderte zurück versetzt fühlt.

23283

Zurück am Mobil bunkern wir noch einige Lebensmittel für das kommende lange Wochenende und brechen dann auf in Richtung Schloss Lichtenstein. Das Schloss ist bekannt als das „Märchenschloss Württembergs“. Es ist erst im 19. Jahrhundert erbaut lohnt jedoch eine Besichtigung. Über St. Johann und Holzlfingen treffen wir nach etwa 25 km am Parkplatz von Schloss Lichtenstein ein. Dort angekommen sehen wir wieder nur Schilder Busse und PKW. Der Parkwächter begrüßt uns jedoch sehr freundlich. Auf unsere Frage wo wir unser Mobil parken dürfen antwortet er „des isch koi Problem, parket sie ihr Wohnmobil do unten“ und weist uns einen Platz zu, an dem wir eben und im Schatten stehen können. Ein Spaziergang durch den Schlosspark vorbei am Denkmal von Wilhelm Hauff führt uns zum Schloss, ein Werk des damalig Bauherren, Wilhelm Graf von Württemberg, des spätere Herzog von Urach.

23284

Die üppige Pracht der spätromantischen Wohnkultur, die sich in den Gebäuden des Schlosses widerspiegelt hat uns fasziniert. Der Schlosshof und der der Blick von dort auf das Schloss, das auf einer Felszinne am Albtrauf steht sind manches Selfie wert. Zwei Stunden verbringen wir am und im Schloss, dann machen wir uns auf den Weg zurück zum Mobil. Nach einem leichten Mittagessen fahren wir weiter nach Rottenburg am Neckar. Wir fahren die landschaftlich schöne Route über Genkingen, Gomaringen, Dußlingen, Ofterdingen und Dettingen auf den Stellplatz am Neckarufer. Bereits kurz vor Rottenburg fahren wir hinter einem andern Mobil her. Wir sind uns fast sicher, auch der will zum Stellplatz. Als jedoch unser Navi sagt „jetzt links abbiegen in den Ulmenweg“ fährt der dann doch gerade aus weiter. Wir zögern auch erst eine Sekunde, denn der Ulmenweg sieht sehr eng aus. Dann winkt uns aber ein Fußgänger auf der andern Seite und deutet in die Straße. Ok, tief Luft holen und wir biegen ein. Stellenweise ist nur wenig Platz neben den Spiegeln, aber dann sehen wir den Stellplatz und ergattern um 15 Uhr(!) dort den letzten Platz. Kuschelcamping ist angesagt, die Plätze lassen nur wenig Platz zu den Nachbarn. Stromanschlüsse sind ausreichend vorhanden und die Ver- und Entsorgung nahe der Platzausfahrt werden wir morgen nutzen. Als wir beim Zahlen am Automaten stehen, kommt auch das andere Mobil aus dem engen Ulmenweg und nun ist es uns ja fast peinlich, dass wir den letzten Platz erwischt haben. Aber auf dem Parkplatz neben dem Stellplatz findet sich noch eine Ecke an der der Kollege dann doch noch Platz findet. Bis zum Abend kommen neben ihm noch fünf andere Wohnmobile zum Stehen. Wir marschieren etwa 15 Minuten in die Altstadt von Rottenburg.

23285

Die Siedlung Rottenburg wurde 1274 erstmals erwähnt. 1280 wurde von Graf Albrecht II von Hohenberg die heutige Stadt Rottenburg gegründet. Der Rottenburger Dom St.Martin aus dem 15. Jahrhundert ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Nach dessen Besichtigung spazieren wir durch die engen Gassen der Altstadt und genießen unseren Tag bei einem Glas Pinot Grigio, aus dem dann noch ein zweites wird. Entsprechend beschwingt sind wir auf dem Rückweg zum Stellplatz wo wir dann in Ruhe zu Abend essen. Trotz der engen Stellplätze ist der Platz sehr ruhig und wir schlafen gut.

NB69G am 11 Dez 2017 21:46:37

Am Ende unseres Berichts werden wir die Stellplätze, die wir beschreiben mit Koordinaten nochmals aufführen.
Viele Grüße
Gerhard

Jonah am 12 Dez 2017 02:39:36

Hach, was für ein schöner Reisebericht und so schöne Fotos. :ja: Sehr gut geschrieben, hat Spaß gemacht ihn zu lesen. Wann seid ihr denn da gewesen? In diesem Jahr? Freue mich schon auf die Fortsetzung.

NB69G am 12 Dez 2017 10:10:27

Hallo Jonah,
danke!
Wir waren im September 2016 dort, hab mich bisher nur noch nicht getraut einen Bericht zu veröffentlichen :oops:
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Gerhard

iwoi am 12 Dez 2017 10:34:08

hallo Gerhard, tollter Reisebericht mit Zielen, die fast vor meiner Haustüre liegen und ich alle kenne.
Sie zeigen mir mal wieder, wie schön es hier ist.
Freue mich auf die Fortsetzung!

leoline am 12 Dez 2017 10:53:49

So ein Reisebericht tut sehr gut bei diesem Schmuddelwetter und enthält auch sehr viele interessante Infos, vielen Dank!

NB69G am 13 Dez 2017 11:07:02

4. Tag

Am nächsten Morgen regnet es in Strömen und wir beschließen noch ein paar Minuten länger im Bett zu verbringen. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir zur Ver- und Entsorgung. Mit gefülltem Wassertank geht es 24 km weiter über Ofterdingen nach Hechingen zur Burg Hohenzollern. Dort am Parkplatz werden wir weiter zum Busparkplatz geschickt, der deutlich näher an der Burg liegt als der große PKW-Parkplatz. Der Weg hinauf zur Burg führt über viele Stufen und ist schon anstrengend. Aus den Reiseführern war uns bekannt, dass die Burg Hohenzollern eine der meist besuchten Burgen in Deutschland ist. Aber das hatten wir nicht erwartet. Trotz des schlechten Wetters eine lange Schlange vor der Kasse. So etwas hatten wir bisher nur in Neuschwanstein erlebt. Jede Menge „typischer“ Touristen, die der Meinung sind es ist wichtig 3 Minuten vor den anderen in der Burg zu sein und sich gnadenlos vordrängeln. Naja, wir haben Urlaub und damit Zeit. Als wir den Weg durch das Eingangstor zur Burg hinauf gehen, sind wir überwältigt von der Schönheit dieses Bauwerks. Inzwischen hat es auch wieder aufgeklart und an jeder Ecke findet sich ein herrlicher Ausblick und immer wieder interessante Tafeln, die aus der Geschichte der Burg und der Hohenzollern erzählen.

23286

Im Inneren der Burg streifen wir durch die Privaträume der damaligen Burgherren, die einen guten Einblick in das damalige Leben geben. Auf dem Rundweg kommen wir auch durch die Schatzkammer, in der die preußische Krone ausgestellt ist. Wieder im Freien statten wir dem Biergarten noch einen Besuch ab. Nach einem Eis und einem Kaffee gehen wir 20 Minuten gemütlich zurück zum Mobil.

23287

Nach einem kurzen Blick in die Karte möchten wir Balingen einen Besuch abstatten. Der Hinweis „schöne historische Altstadt“ hat uns neugierig gemacht. Ein Klick auf die Stellplatz-App zeigt uns einen kostenlosen Stellplatz nahe dem Zentrum von Balingen. Unser Navi führt uns dann auch auf dem kürzesten Weg dorthin. Angekommen sind wir etwas ernüchtert, der Platz ist total verdreckt und sehr laut. Als dann noch einige Mobile eintreffen und dort sofort Ghettoblaster, Klappstühle und Bierkästen ausgepackt werden, beschießen wir, nach der Besichtigung der Altstadt dann doch weiter zu fahren.

Eine kurze Runde ums Zollernschloß und durch die Gassen machen uns dann doch hungrig.

23288

23289

Auf dem ganzen Weg haben wir aber bisher nur Döner, Pizza, Kebab, Frühlingsrollen und Fastfood entdeckt. Wir fragen Passanten nach einem Gasthof mit „schwäbischer Küche“ und werden enttäuscht: "Das gibt es in Balingen nicht mehr". Schade, für uns das Signal zum Aufbruch.

Als nächste Station haben wir Gammertingen gewählt, wo es einen schönen Stellplatz „An der Lauchert“ geben soll. Nach nur 16 km kommen wir jedoch durch den Ort Freudenweiler und entdecken auf der rechten Seite den Gasthof Krone. Linker Hand geht es 850 Meter zu einem Wanderparkplatz.

23290

Da unser Hunger in Balingen ja nicht gestillt wurde, parken wir kurzerhand auf dem Wanderparkplatz und gehen zum Gasthof. Belohnt werden wir mit einem hervorragenden Abendessen mit riesigen Portionen, gutem Bier, freundlichen Einheimischen, zu denen wir uns an den Tisch setzen dürfen und einer netten, freundlichen Bedienung. Spontan beschließen wir hier zu bleiben. So werden es noch ein paar Bier mehr, nach denen wir dann zurück zum Mobil spazieren. Schon auf dem Weg zurück genießen wir die absolute Ruhe, den herrlichen Sternenhimmel und die wunderbar frische Abendluft.

NB69G am 13 Dez 2017 18:44:10

5. Tag
Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht wachen wir bei strahlendem Sonnenschein auf. Bedingt durch das gute Bier und die Ruhe haben wir länger geschlafen als geplant, und so ist es kurz nach 10 Uhr als wir uns auf den Rundwanderweg Nr. 5 begeben, den wir auf der Wanderkarte am Parkplatz ausgesucht haben. Über die Albflächen und durch die Mischwälder ist es eine sehr schöne Wanderung und nicht sehr anstrengend.

23291

Gegen 14 Uhr brechen wir nach einem kleinen Imbiss im Mobil zu unserem nächsten Ziel, dem Kloster Zwiefalten auf. Über Nefra, Gammertingen, Kettenäcker, und Geisingen fahren wir schließlich hinunter ins Tal der Zwiefalter Ach, die kurz nach dem Kloster – nur wenige Schritte vor der Brauereigaststätte aus zwei Bachläufen zusammenfließt. Daher auch der Name „Zwiefalten“. Vor dem Ortsschild lohnt sich noch ein Fotostopp auf dem Parkplatz rechter Hand der Straße. Der Blick auf das Münster und das Kloster ist beeindruckend und gibt ein tolles Fotomotiv ab.

23292

Wir fahren im Ort rechts ins Döbeltal ab und wenige Meter weiter auf den großen Parkplatz bei den Sportplätzen auf der rechten Seite. Der Platz ist fast leer, so dass wir niemanden stören.

Wir spazieren zum Kloster und besichtigen dort - nach einem Kaffee auf der Terrasse beim Münsterwirt - das Münster direkt daneben. Das barocke Münster erschlägt mit der Pracht der Gemälde, der Figuren und der Stuckverzierungen. Das Münster wurde in der Zeit von 1741 bis 1753 unter dem Architekten und Baumeister Johann Michael Fischer gebaut. Es ist einer der größten Kirchenräume Deutschlands. Beim Spaziergang durch den Klostergarten finden wir auf Tafeln interessante Erläuterungen zum Kloster und dessen Vergangenheit.

Das Kloster wurde 8. September 1089 gegründet und anfangs von 12 Mönchen und 5 Brüdern bewohnt. Nachdem es 1525 geplündert und 1750 zur Reichsabtei wurde, kam das Ende im Rahmen der Säkularisation am 25. November 1802, wo es an das Königreich Württemberg fiel. Ab 1812 wurde das Gebäude zur "königlichen Irrenanstalt". Heute ist das "Zentrum für Psychiatrie" in den Gebäuden untergebracht. Sehenswert ist auch das hier untergebrachte Württembergische Psychiatriemuseum.

Auf dem Rückweg zum Mobil machen wir noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt über Zwiefalten, den wir nach 10 Minuten über Treppen und einen Waldweg erreichen. Der Weg ist etwas versteckt und startet an der Einfahrt zum Döbeltal auf der linken Seite direkt nach dem Gelände der Klosterbrauerei. Zum Abendessen gehen wir zum Brauereigasthof „Zwiefalter Klosterbräu“ und testen die verschiedenen Biere und die Speisekarte.

23293

Das Essen dort ist gut und die Preise „gehoben“. Zurück am Mobil verbringen wir auch hier eine angenehme Nacht. Am Morgen werden wir jedoch vom Schwerlastverkehr geweckt, der sich im niedrigen Gang die steile Steige im Westen von Zwiefalten hoch quält.

Beduin am 13 Dez 2017 19:29:28

So als Tip für die "Nachfahrer" wer Zeit hat, der möge sich doch eine Führung geben. Die hatten wir mal, war wirklich ooooooooooooooooober Klasse. Der die gemacht hatte früher in der Psychatrie als Aufsicht gearbeitet. Unvergessen und auch schon min 8 Jahre her
Obs den dann überhaupt noch gibt.
In Balingen gibts schon noch die eine oder andere Gaststätte mit Schwäbischer Küche, mir fallen leider die Namen nicht ein. Zum einen seeeeeeeehr vergesslich, zum anderen wohne ich noch nicht lange da

NB69G am 14 Dez 2017 17:01:29

6. Tag

Nach dem Frühstück starten wir in Richtung Burg Derneck, über Hayingen nur 12 Kilometer von Zwiefalten im schönen Lautertal. Die Burg Derneck liegt auf einem Felsen an dem das Ehesteter Tal, aus dem wir von Zwiefalten kommen, ins Lautertal mündet.

Im Jahr 1340 wurde die Burg von Degenhard I. von Degeneck erbaut. Über die Grafen von Helfenstein ging die Burg 1627 in das Eigentum derer von Fürstenberg über. Auch diese Burg wurde 1967 vom Schwäbischen Albverein übernommen und als Wanderheim ausgebaut. Der Weg vom Parkplatz an der K6550 hinauf zur Burg ist gut befestigt und, obwohl es jetzt wieder regnet, gut zu gehen. In 15 Minuten sind wir an der Burg und können im Vesperstüble unseren Kaffee genießen. Hier werden auch Brotzeiten, Kuchen und Getränke angeboten.



... juhuuu, jetzt weiß ich auch wie man die Bilder in größerem Format in den Text bringt :lach: ...

Sehenswert auf der Burg ist das Steinhaus mit der Aussichtsplattform, die Ringmauern und die Tenne. Zurück im Tal spazieren wir noch eine Weile an der Lauter entlang, die sich hier durch das seitlich immer wieder von steilen Felsen begrenzte Tal schlängelt.



Die Felsen rechts und links des Baches bergen viele Höhlen und erinnern uns sehr an die Fränkische Schweiz. Wir fahren weiter durch das Lautertal. Fast nach jeder Kurve, und davon hat es eine Menge, taucht eine neue Burg oder eine Ruine auf, die zum Teil auf spitzen Felskegeln stehen auf. Hier kann man Tage verbringen und eine Burgruine nach der anderen besichtigen.

Über Buttenhausen und Apfelstetten gelangen wir zu unserem heutigen Ziel Münsingen. Münsingen liegt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Wir besuchen das Biosphärenzentrum mit sehr interessanten und informativen Informationen zu der einzigartigen Kulturlandschaft in dieser Gegend. Den Besuch können wir nur empfehlen, wir sehen danach die schwäbische Alb mit anderen Augen. Im Norden von Münsingen, bei Trailfingen stellen wir das Mobil ab und besuchen den 1895 begründeten Truppenübungsplatz. Nicht schwer zu finden, denn überall findet man die Schilder zum „TrÜbPl“.

Hier wurde 1937 der ganze Ort Gruorn umgesiedelt, um Platz für den Truppenübungsplatz zu schaffen. Die Häuser des Ortes verfielen und wurden als Zielscheibe für die Übungen der Truppen missbraucht. In den 70er Jahren wurde die alte Schule und die Kirche wieder aufgebaut, und heute kann man an Wochenenden und unter der Woche, wenn Busse angemeldet sind, im alten Schulhaus gut essen und trinken. Die nette Bedienung dort tut ein Übriges dazu, dass der Besuch in Gruron unvergesslich bleibt.



Das Gelände kann nur auf markierten Wegen durchstreift werden, da rechts und links der Wege Gefahr durch Munition und Blindgänger droht. 2004 wurde der Truppenübungsplatz geschlossen und die Natur hat seither hier wieder Fuß gefasst. Viele seltene Vogelarten und, wenn man den Schildern glauben darf, auch Reptilien und andere Tiere haben hier ein Zuhause gefunden. So war die Natur hier vor 100 Jahren.

Zurück in Münsingen suchen wir den Stellplatz am Wiesentalstadion. Der Stellplatz liegt ruhig und wir sind das einzige Mobil. Umgeben von Sportplätzen und einer BMX Strecke können wir uns vorstellen, dass es dort nicht immer ruhig zugeht. Das Bild wird außerdem getrübt durch überquellende Abfalleimer am nahen Sportplatz und Müll, der sich dort anhäuft. Nachdem wir an der Station unser Abwasser entsorgt und Frischwasser aufgefüllt haben, stellen wir unser Mobil ab und schließen es an die Stromsäule an. Nachdem der Himmel heute wieder bedeckt ist, laden wir mal vorsorglich die Akkus. Anschließend laufen wir die wenigen 100 m in die sehenswerte Altstadt von Münsingen.

Auf dem Weg entdecken wir am Bahnhof noch ein nettes Eisenbahnmuseum, das einen Besuch lohnt. Wir kehren im Cafe Moritz ein, wo wir einen ganz leckeren Zwetschgen-Streusel-Kuchen und einen Cappuccino genießen.



Als wir zurück ans Mobil kommen hat sich noch ein weiterer Kollege zu uns gesellt und wir "ratschen" ein bisschen. Er will morgen auf den TrÜbPl. Wir trinken noch ein Bier zusammen und tauschen ein paar Erfahrungen aus. Dann essen wir gemütlich im Mobil zu Abend und haben eine angenehm ruhige Nacht. Morgen ist schon wieder der letzte Tag unserer kleinen Tour.

NB69G am 15 Dez 2017 12:30:16

7. Tag

Als wir beim Frühstück sitzen, kommt der freundliche Platzwart und kassiert die Stellplatzgebühr. Wir kommen kurz ins Gespräch und er erzählt uns noch ein paar interessante Details über den TrÜbPl. So haben wir dort nur einen winzigen Teil gesehen, insgesamt führen wohl über 30 km Wege durch dieses Gelände. Auch zur Stephanuskirche hat er noch einige Infos. Die Kirche war nach der Umsiedlung der Gruorner Einwohner fast völlig verfallen. 1968 wurde der Entschluss gefasst, die Kirche wieder aufzubauen, was auch in den Jahren 1971 bis 1973 mit sehr vielen freiwilligen Helfern sehr gut gelang.

Wir brechen dann bald auf und halten beim Supermarkt am Ortsausgang von Münsingen, um noch ein paar Lebensmittel einzukaufen. Die Burgruine Bichishausen und die Burgruine Hohengundelfingen, gegründet vor etwa 900 Jahren stehen heute auf dem Programm. Sie liegen im Süden von Münsingen, etwa 4 km abseits der B465. Als wir den Parkplatz erreichen sind wir die einzigen Besucher dort. 5 Minuten Fußweg bringen uns zur Ruine, von der aus man einen herrlichen Blick über das Tal hat.
Weder über die Geschichte der Burg Hohengundelfingen, noch über die der Burg Bischishausen liegen historisch belegte Unterlagen vor. Swigger von Gundelfingen wird 1105 als Zeuge bei einer Güterschenkung an das Kloster St. Blasien erwähnt. Der Ort Gundelfingen gehört seinem Namen nach zu den alemannischen Sippensiedlungen, die es schon lange vor dieser Zeit gab. Die Lage auf den unzugänglichen Felsspitzen und die Mühlen im Lautertal waren sicher ausschlaggebend für die Gründung der Burgen an dieser Stelle.

Nach der Besichtigung der Burgruine Hohengundelfingen laufen wir die ca. 3 km längs des kleinen Flusses nach Bichishausen und dort hinauf zur Burgruine Bichishausen. In der Gegend um Münsingen findet man etliche weitere Burgen und Ruinen, wie die Burg Buttenhausen, Burg Hohenhundersingen, Burg Hohloch, Ruine Niedergundelfingen. Aus Zeitgründen konnten wir die nicht alle aufsuchen.

Im Gasthaus Hirsch essen wir gemütlich zu Mittag und fahren, nachdem wir zurück am Mobil sind, weiter über Ehingen, Erbach, Staig und Vöhringen in knapp 2 Stunden nach Roggenburg. Dort hatten wir den neuen Stellplatz „Brauerei Biberach“ entdeckt. Als wir dort ankommen sind wir auch hier völlig alleine. Am Fuß der Zufahrt ist bei Fahrzeugen mit langem Überhang Vorsicht geboten. In der steilen Abfahrt zum Platz setzt man leicht auf. Der Platz ist gut ausgeschildert und verfügt über Strom und Ver- und Entsorgung. Nachdem wir angekommen sind, ziehen wir uns den Parkschein am Automaten und entdecken in der Hütte am Platz einen Ständer mit Broschüren über die Umgegend und einen Kühlschrank mit Bier aus der örtlichen Brauerei. Den Kaufpreis für die Getränke wirft man in eine Box an der Wand.



Nun laufen wir die 30 Minuten nach Roggenburg zum dortigen Prämonstratenserkloster und begeben uns dort auf die „Lauschtour“, eine audiogeführte Tour auf dem Smartphone um das Kloster und in die Klosterkirche mit vielen interessanten, kurzweiligen Informationen zum Weg auf dem man gerade marschiert.



Zurück von der Tour sind wir - schon wieder - ziemlich hungrig. Die Klostergaststätte ist uns zu teuer, daher setzen wir uns in das Lokal Alte Roggenschänke, nur 50 m aus dem Kloster hinaus rechter Hand auf der linken Seite der Straße. Eine große Speisenkarte mit akzeptablen Preisen macht uns die Auswahl schwer. Leider müssen wir dann feststellen, dass besondere Leckereien nur an bestimmten Tagen verfügbar sind und das Essen das wir von der Karte bestellen eher auf Fast Food Niveau ist. Dennoch verlassen wir gesättigt nach zwei Stunden das Lokal und laufen zurück nach Biberach zu unserem Mobil und starten zur Rückfahrt, die uns auf die B300 über Krumbach, Thannhausen, nach Augsburg führt wo wir wieder auf die A8 auffahren und kurz darauf zuhause ankommen.

Eine interessante Tour mit viel Abwechslung, die uns wieder vor Augen geführt hat, wie schön es doch hier ganz in unserer Nähe ist. Für Fragen zur Tour stehe ich Euch gerne auch per PM zur Verfügung.

Immer schöne Reisen und schöne Weihnachten wünschen Euch
Gerhard und Gabi

P.S.: Hier noch die versprochenen Koordinaten und Tipps zur Reise:

Stellplätze:

Stellplatz „Zum Waldbad“ N48° 27‘ 42‘‘ O010° 16‘ 8‘‘
Parkplatz Burgruine Reußenstein: N48.559613 E9.573393
Parkplatz Bölle, Burg Teck: N48.584083 E9.467001
Parkplatz Burgruine Hohenneuffen: N48.553545 E9.403552
Stellplatz Panorama Therme Beuren: N48.56614 E9.39968
Parkplatz in Bad Urach, Am Seilerweg: N48° 29' 26" E9° 23' 59"
Parkplatz Schloss Lichtenstein: N48.405233 E9.256846
Stellplatz am Neckarufer Rottenburg: N48° 28‘ 20‘‘ E8° 56‘ 59‘‘
Wanderparkplatz Freudenweiler: N48° 14' 46" E9° 07' 10"
Parkplatz vor Zwiefalten (Fotostopp): N48° 13' 54" E9° 27' 06"
Parkplatz in Zwiefalten (Übernachtung): N48° 13' 47" E9° 27' 23"
Parkplatz Burg Derneck: N48° 18' 32" E9° 29' 54"
Parkplatz Trailfingen: N48° 25' 52" E9° 30' 03"
Stellplatz Münsingen am Wiesentalstadion N48° 24‘ 34“ E9° 29‘ 8“
Parkplatz Burgruine Hohengundelfingen N48° 19' 36" E9° 30' 37"
Stellplatz Roggenburg N48° 17' 15" E10° 13' 17"

Tipps:

zum schwäbischen Biosphärengebiet: --> Link
zu Gruorn: --> Link
Lauschtour: --> Link und die App „Lauschtour“

leoline am 15 Dez 2017 15:15:32

Vielen Dank für deine Mühe, die SP Daten alle aufzuführen, das ist sehr hilfreich. Wir waren schon einige Male in der Nähe, haben aber ausßer Zwiefalten noch nicht wirklich viel gesehen. Aber bei der Fa. Kantop waren wir :mrgreen: , da werden wir sicher auch nochmal hinfahren und dann einiges von dem anschauen, was du da so geschrieben hast.
Ich bin immer wieder begeistert, was man in Deutschland alles so sehen kann.

NB69G am 16 Dez 2017 14:20:24

Hallo Maja,
gerne, es hat mir Spaß gemacht, die Tour zu fahren und den Bericht zu schreiben. Wir werden auch noch öfters in die Gegend fahren, denn wir haben noch lange nicht alles gesehen, was es dort zu sehen gibt. Und von Fa. Kantop brauche ich auch noch einen Sonnenschutz für die nächste Reise in den Süden. Der Bereicht von der letzten Reise ist in Vorbereitung und - wie man so sagt: "demnächst auf diesem Sender" :D unter dem Titel "Eine Woche Italien, von Südtirol bis zur Adria und zurück"
Viele Grüße
Gerhard

kurt2 am 16 Dez 2017 15:50:07

Danke Gerhard für deinen schönen Bericht.
Freue mich schon auf Deine "Oberitalientour".

NB69G am 16 Dez 2017 16:54:14

Hallo Kurt,
den erste Teil der Reise habe ich gerade gepostet :oops:
Viele Grüße
Gerhard

kedi3001 am 08 Apr 2018 09:17:04

Hallo Gerhard,

bin soeben auf Deinen tollen Bericht gestossen - vielen Dank dafür.
Ist eine klasse Inspiration für unsere nächste Tour.

LG
Conny

NB69G am 08 Apr 2018 10:47:34

Hallo Conny, freut mich. Wenn Ihr noch Fragen habt -> PN
Grüße und immer gute Reise
Gerhard und Gabi

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Münsterland Überblick Stellplatzliste
Kurtaxe an der Ostsee
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt