forstpointler am 14 Dez 2017 11:18:04

Ich würde gerne einen 125ccm Roller der ca 125 kg hat auf einem Rollerträger mitnehmen.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage wie, Rollerträger oder Anhänger?
Und meine Frage ist, macht es noch Sinn den Roller auf einem Rollerträger
zu transportieren oder werden die Fahreigenschaften so schlecht, (Entlastung der
Vorderachse,....) dass es keinen Spass mehr macht.
Es gibt ja einige Hersteller die solche Rollerträger für diese Gewichtsklasse bis sogar 150 kg
anbieten.
Beim ADAC gibt es einen Beladungsrechner der nach meinen Daten (siehe unten) dies gerade
noch erlauben würde.
Die Variante Anhänger gefällt mir halt nicht wirklich.
Gibt's WOMO-Fahrer die mit ähnlicher Konstilaton Unterwegs sind und mir
ihre ehrliche Erfahrung mitteilen können?

Grüße aus
Südbayern


Mein Womo: Ford Transit 140 PS mit zul. Ges.gew. 3,5t, Frontantrieb:

Radstand 330cm
Gewicht Vorderache: 1530 kg
Gewicht Hinterachse: 1620 kg.
Leergewicht nach Hersteller: 2836 kg
Zul Achlast vorne: Ziffer. 7.1 : 1750 kg
Zul. Achlast hinten Ziffer 7.2 : 2250 kg

brauwe am 14 Dez 2017 11:35:35

Moin,

zur genauen Berechnung der sich ergebenden Lasten fehlen einige Angaben.

Wie lang ist der Überhang des WoMos ab Mitte Hinterrad bis Ende Träger?
Gewicht des Trägers?

Erst wenn du diese Angaben hast, kannst du genau für dich rechnen. Vorher kannst du natürlich (weil es so ungefähr passt) den Träger mit 40 kg und zusätzlichen 50 od. 75cm Überhang ansetzen.

Formeln:
Berechnung der maximalen Last auf Träger bezogen auf die zulässige HA-Last
G = ((VZ-VR)*A)/(A+B)-GM

zusätzlich Last auf der HA durch die Last auf dem Träger
V = ((GR + GM) * (A + B)) / A

A = Radstand
B =hinterer Überhang inkl. Träger
VZ = zulässige HA-Last
VR = gewogene HA-Last
GM = Gewicht Heckträger
GR = zusätzliches Gew. auf Heckträger (Roller)

Anhand der Angaben aus deinem Beitrag gehe ich aber davon aus, das du keine Probleme bei der Montage eines Heckträgers für einen 130kg-Roller bekommen wirst.

Gruß
Uwe

Canadier am 14 Dez 2017 11:36:55

Hallo,
ich denke mal das du sehr schnell an deiner Gewichtsgrenze bist bzw. sogar drüber.
Wenn ich lese das das Leergewicht vom Hersteller mit 2836kg angegeben wird stellt sich erstmal die Frage, wieviel wiegst du nun im "reisefertigen" Zustand?
Vermute mal bestimmt so 3,2 to. oder mehr. Dann den Roller mit 125kg plus Halterung ?
Da gibst dann aber nur noch Dosenbier als Zuladung. :lach:
Und, wie du ja selbst schon schreibst, Entlastung der Vorderachse nicht ausser Acht lassen.

mv4 am 14 Dez 2017 11:46:12

also wenn die Achslasten bei reisefertiger Beladung sind ...Insassen mit gerechnet? hättest du 3150kg ... das würde reichen...Achslast passt hinten auch.
Wenn das nicht das Reisefertige Gewicht ist solltest du nochmal wiegen und neu rechnen.

Canadier am 14 Dez 2017 12:01:23

Hallo mv4,
also bei dem Leergewicht vom Hersteller kann man erfahrungsgemäß noch einiges beirechnen.
Oft sind Markise, SAT-Antenne, Gasflasche noch nicht dabei. Dann kommt noch die min. 2 Person dabei. Ganz zu schweigen von Geschirr usw.
Deshalb , wie du ja auch schon schriebst, reisefertig machen und mal kurz über die Waage.

null550 am 14 Dez 2017 12:17:17

Also aus Erfahrung:
Ich benutze einen Alulight-Träger; der wiegt mit den Aufnahmen und Schrauben 30,7kg, also fertig montiert. Dazu kommt der E-Satz mit 2,3kg, Haltebügel und 4 Spanngurte so dass das Gesamtgewicht ziemlich genau 40kg beträgt. Der Träger darf 130kg tragen und mein Roller hat auch 130kg. (Ja ich weiss, dass ich mit den Keilen und Spanngurten damit die 130 kg reisse.) Mein Wohnmobil hat einen Radstand von 3,45m und der rechnerische Überhang bis Mitte der Rollerschiene ist 2,25m. Die Mehrbelastung der Hinterachse liegt bei 270 kg gewogen, die Vorderachse wird 105kg entlastet, ebenfalls gewogen. (Sollte eigentlich 100kg sein). Meine Achslasten gewogen waren urlaubsfertig VA = 1540kg (42,5%) und HA 2080kg. Achtung: Die Vorderachse sollte mindestens 42% haben. Das Fahrgefühl hat sich nicht wirklich verändert, ich habe allerdings das Ducato-Maxifahrgestell mit 4,25 to und eine verstärkte Feder vorne.

null550 am 14 Dez 2017 12:41:40

Hier noch 2 Bilder, allerdings ohne Fahrer und Beifahrer und mit viel Wein in der Garage.


null550 am 14 Dez 2017 13:08:54

Ich habe auch die Werte für eine Anhängerkupplung.
Gewicht AHK montiert = 31kg (ohne E-Satz = +2,3kg). Mit Stützlast 50 kg gibt das eine Mehrbelastung HA = 135 kg, und eine Minderbelastung VA = -50kg. Fahrverhalten mit leichtem Anhänger (Gesamtgewicht ca. 300kg) eigentlich unverändert.

wohnmobilbenutzer am 14 Dez 2017 19:42:01

Hallo Helmut,

mal ne Frage zur Befestigung des Rollers:
Ist der zum Womo hin nur mit der Stange am Lenker und ansonsten über die vier Gurte abgestützt?


Grüße

null550 am 14 Dez 2017 19:48:47

Ja, der Roller ist mit der Lenkerstange gegen Vor-Rück-bewegungen gesichert und außerdem an den Trägerbügel angelehnt und auch mit Gurt fixiert, gegen seitliche Bewegungen mit je einem Keil und dann noch mit den beiden blauen Gurten nach unten verspannt. Da bewegt sich nichts!

wohnmobilbenutzer am 14 Dez 2017 21:06:05

Hallo,

-ok - dann werden also die relativ großen Kräfte beim starken Bremsen im Wesentlichen von dem Trägerbügel durch das direkte Anlehnen aufgenommem. Der Lenkerstange mit der Klemmbefestigung am Lenkergriff hätte ich auch keine große Stabilität zugetraut.


Grüße

null550 am 14 Dez 2017 22:49:31

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:-ok - dann werden also die relativ großen Kräfte beim starken Bremsen im Wesentlichen von dem Trägerbügel durch das direkte Anlehnen aufgenommem. Der Lenkerstange mit der Klemmbefestigung am Lenkergriff hätte ich auch keine große Stabilität zugetraut.

Ich denke, dass die Lenkerstange ausreichen würde; macht schon einen stabilen Eindruck. Ich bin halt auf sicher gegangen. Der Roller auf die Schiene gezurrt und mehrfach mit dem Bügel fixiert bildet eine starre Einheit. Diese Einheit ist als Ganzes jedoch etwas nachgiebig in den Trägerarmen, so dass das Ganze leicht schwingen kann - und das ist gut so, denn es beugt einem Bruch vor.
Auf schlechten Strassen beobachte ich immer mal wieder den Roller mit der Rückfahrkamera. Dabei sind die Schwingungen nicht erkennbar. Wenn ich aber gegen den Lenker drücke gibt der Bügel etwas nach und möglicherweise auch etwas die Trägerarme. Ich habe so schon weit über 10.000km so zurückgelegt und mit Träger und Befestigung keinerlei Bedenken.

Aber dem TE ging es ja um Erfahrungen, und weil ich ähnliche Maße und Gewichte habe, habe ich diese gepostet.

forstpointler am 09 Jan 2018 10:08:02

Hallo Helmut,
herlichen Dank für Deine Info.
Nachdem ich ja ähnliche Abmaße (bis auf den Radstand bei mir 3,30m) bei meinem Womo habe tendiere ich ebenfalls zu einem Rollerträger.
Im Moment würde ich den Roller von PEUGEOT TWEET 125i t (Leergewicht 109kg) und den Träger von Sawiko LIGERO III (Nutzlast: bis zu 150 kg) nehmen.

Gruß Hans

forstpointler am 09 Jan 2018 10:18:53

Hallo Uwe,
da hast Du natürlich vollkommen Recht, dass hier noch entscheidende Daten fehlen!
Mein Überhang wird 225 cm sein und das Gewicht des Träger's wird ca. 40 kg. sein.
Das heißt im Moment Roller + Träger 150 kg.

Gruß
Hans

silent1 am 09 Jan 2018 10:23:40

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:Hallo,

-ok - dann werden also die relativ großen Kräfte beim starken Bremsen im Wesentlichen von dem Trägerbügel durch das direkte Anlehnen aufgenommem. Der Lenkerstange mit der Klemmbefestigung am Lenkergriff hätte ich auch keine große Stabilität zugetraut.


Grüße

Die großen Kräfte beim Bremsen werden durch anständiges verzurren aufgenommen.
Die Stange übernimmt da den deutlich geringeren Teil, ist mE nicht zwingend erforderlich. Für mich ist sie eine Hilfe beim verzurren.
Anlehnen würde ich meinen Roller nicht. Das macht ihn bestimmt nicht schöner, selbst wenn man etwas dazwischen legt.

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