Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Hymer Eriba Camp 64 auf Citroen-Basis


cryptix am 15 Dez 2017 11:10:10

Hallo Forum,

ich bin mal wieder fündig geworden:

--> Link

Den werde ich mir morgen mal anschauen. Wie findet Ihr die Papierlage? Würde gerne wieder eure Meinungen hören.

Genießt den Tag und schönes Wochenende

Gruß

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Elgeba am 15 Dez 2017 19:17:04

Der sieht richtig gut aus und macht einen gepflegten Eindruck.Wenn der Aufbau trocken ist wäre das was.Am Preis sollte aber noch was gehen.

Gruß Bernd

cryptix am 16 Dez 2017 15:29:05

Hallo Bernd,

danke für deine Antwort. Ich habe mir das Fahrzeug heute angeschaut und es ist ein positiver Eindruck.

1. Zwei Sachen habe ich noch zu bemängeln. In der linken hinteren Ecke ist eine weiche, feuchte Stelle. Die Werte meines Messgerätes waren dort höher, aber noch im Mittelmaß. Druch die Heckluke habe ich nochmal von oben die Stelle angeguckt. Man konnte die Stelle minimal eindrücken. Die Stelle ist vllt 5 x 5 cm groß.

Auf der rechten Seite am Heck wurde schon etwas gemacht, dort wurde ein Blech von unten angebracht. Von Oben durch die Luke konnte ich ebenfalls etwas weichen Boden ertasten, aber auch wieder 4 x 4 cm höchstens.



2. Die zweite Stelle ist ebenfalls ein klassisches Probelm und zwar das Blech unter der Windschutzscheibe. Rechts und links sind jeweils zwei Roststellen. An der einen wurde schon mal etwas ausgebessert. Ansonsten ist das Scheibengummi nicht porös und total stramm.





Ansonsten ist der in einem gutem Zustand. Bei Kauf würde das Fahrzeug nochmal komplett gecheckt werden. Eine Garantie vom Händler gibt es allerdings nicht. Ansonsten ist alles wie beschrieben mit scheckheft, TÜV etc.

Als Preis stehen jetzt 11.000 im Raum. Angemessen?

Bin über eure Meinungen dankbar.

Schönes Wochenende. Gruß

skytwo am 16 Dez 2017 17:26:55

Warum gibt es keine Garantie? Dachte das ist Pflicht bei kauf vom Händler.
LG Bernd

WomoTechnikService am 16 Dez 2017 17:43:06

skytwo hat geschrieben:Warum gibt es keine Garantie? Dachte das ist Pflicht bei kauf vom Händler.
LG Bernd


Bei einem 24 Jahre alten Fahrzeug wird keiner Garantie geben... das heißt dann "Verkauf im Kundenauftrag" oder "Bastlerfahrzeug"... Sieht aber bei dem Alter gut aus, zumindest auf den Bildern!

Die Weiche-Boden-Geschichte hinten ist bei den Baujahren ein Problem, der Boden ist von unten nur Sperrholz und wenn man nicht regelmäßig im Spritzbereich der Räder den Unterbodenschutz erneuert, weicht der von unten auf. Ist aber für Bastler kein Problem, wenn der Preis stimmt. Machen lassen ist wegen Zeitaufwand ziemlich teuer...

Lass Dir die Geräte vorführen, Kühlschrank, Heizung, Boiler usw. Besonders bei der Heizung darauf achten, dass sie sauber brennt (gleichmäßiges Flammgeräusch, kein Flattern), habe vor kurzem aus einem 93er Wohnwagen so einen Brenner ausgebaut:



die 5000er hat ja Doppelbrenner, der linke war noch okay, der rechte völlig zerbröselt...

LG Peter

LG Peter

cryptix am 16 Dez 2017 17:52:33

Hallo ihr beiden,

danke für eure Beiträge.

Bernd, das was Peter geschrieben hat, habe ich auch mal gehört und bin deshalb davon ausgegangen. Manchmal ist eine Kulanz auch üblich. Der Verkäufer würde den nochmal komplett durchchecken und dann rausgeben. Danach, wenn etwas anfällt, würde man sich dann irgendwie einigen, sagt er , das wäre kein Problem.

Peter, ja die weichen Stellen kenne ich schon von früheren Besichtigungen, dagegen sind diese hier aber ein Hauch von Nichts. Ein Bastlerfahrzeug ist dies auf keinen Fall, die Bilder trügen nicht. Klar, man müsste daran etwas machen, aber das ist ja auch irgendwie die Herausforderung, sich ein wenig mit dem Fahrzeug zu beschäftigen.

Für mich wäre nur interessant, ob ihr das Angebot für angemessen haltet oder es eventuell noch drücken würdet.

Gruß

Elgeba am 16 Dez 2017 18:27:52

Versuch es zu drücken,geh mit 10.000.- rein und triff Dich mit dem Verkäufer bei 10.500.-


Gruß Bernd

kurt2 am 16 Dez 2017 19:30:14

Hallo,
das Fz sieht zumindest optisch recht gut aus, aber bei diesem Angebot wäre ich vorsichtig mit dem Leergewicht von 2500 kg und einer zul. Gesamtmasse von 3100 kg. Als Alkoven früherer Jahre, wo Leichtbau keine Rolle spielte. Ich weiß nicht so recht. Damals ging m. W. n. Stabilität vor Leichtbau.
Ich würde das Fz mal wiegen. Mit wieviel Personen willst du denn fahren?

cryptix hat geschrieben:Der Verkäufer würde den nochmal komplett durchchecken und dann rausgeben. Danach, wenn etwas anfällt, würde man sich dann irgendwie einigen, sagt er, das wäre kein Problem.
Gruß


Hallo,
ein „Traum“- Kunde für jeden Händler. Verzicht auf jegliche Gewährleistung durch (ich vermute): „Verkauf im Kundenauftrag“.
Schlimmstenfalls könnte die Einigung dann so aussehen dass der Vk repariert und der Kunde voll bezahlt.

Elgeba hat geschrieben:Versuch es zu drücken,geh mit 10.000.- rein und triff Dich mit dem Verkäufer bei 10.500.-
Gruß Bernd


Ohne jegliche Gewährleistung würde ich sagen:
Geh mit 7000.- rein und triff dich mit dem Verkäufer wenn möglich bei 8000.-Euro.
(Dann hast du etwas Spielraum bei Reparaturen).

cryptix am 16 Dez 2017 19:39:53

Hallo Kurt,

danke für deinen Beitrag.

Wir sind zwei Erwachsene und ein Baby, die damit Touren machen wollen. Wir haben auch nicht gerade viel Ausrüstung an Bord unsere jetzigem, also das wichtigste aber keine großen Spielsachen oder so. Sollte das dann nicht klappen?

Das Wohnmobil wurde in Zahlung genommen, da der vorherige Besitzer dort ein neues erworben hat. Auf dem Hof des Autohauses stehen sonst nur neuere Modelle (Ab 2008 bis heute). Laut seiner Aussage würde er das Fahrzeug durchchecken und sollte etwas auffallen, auf seine Kosten beheben, so dass es wirklich einwandfrei in meine Hände übergeht. Klar kann er trotzdem was verschweigen...das hoffe ich aber nicht.

An was für eine Gewährleistung hast du gedacht?

Klar wäre 8000 Euro super, aber ich halte es für recht utopisch...zu mal ich festgestellt habe, dass gut erhaltene Hymer in dem Preissegment gehandelt werden?

Gruß

Elgeba am 16 Dez 2017 22:32:56

8000.- EUR sind angesichts der derzeitigen Hype um Wohnmobile unrealistisch.Lass Dir alle Absprachen schriftlich bestätigen.Der Rost am Windlauf an der Windschutzscheibe macht mir da schon sorgen,Du weißt nicht wie es unter dem Gummi aussieht,wenn da Durchrost ist muß die Scheibe raus und es sind umfangreiche Schweißarbeiten nötig die richtig Geld kosten.


Gruß Bernd

cryptix am 16 Dez 2017 23:01:17

Hallo Bernd,

ich hatte ja das Gummi etwas angehoben. Dabei konnte ich keinen Rost erstmal erkennen. Das Gummi saß sehr fest, deshalb war es schon schwer dort unter zu gucken. Geht es einfacher?

Gruß

Marius

Elgeba am 16 Dez 2017 23:28:53

Leider nein,das kann noch ein paar Jahre dicht bleiben,es kann aber auch nach kurzer Zeit undicht werden.Ich würde dem Verkäufer vorschlagen den von ihm gewünschten Preis zu zahlen wenn er als Gegenleistung die Reparatur des Windlaufblechs kostenlos durchführt.Damit meine ich nicht eine Minireparatur mit Spachtelmasse sondern eine fachgerechte Sanierung des Windlaufs.Heißt: Scheibe raus,Blech schweißen,neues Scheibengummi und Scheibe rein.

Gruß Bernd

cryptix am 16 Dez 2017 23:32:36

Danke für deine Einschätzung. Ich werde es dann mal angehen!

Gruß

Elgeba am 17 Dez 2017 00:07:11

Viel Glück!

Gruß Bernd

cryptix am 17 Dez 2017 13:51:50

Danke

Ich werde berichten

kurt2 am 17 Dez 2017 14:22:02

Hallo,

cryptix hat geschrieben:Wir sind zwei Erwachsene und ein Baby, die damit Touren machen wollen. Wir haben auch nicht gerade viel Ausrüstung an Bord unsere jetzigem, also das wichtigste aber keine großen Spielsachen oder so. Sollte das dann nicht klappen?


Das weiß vor der tatsächlichen Wiegung des WoMo`s kein Mensch. Mein WoMo (Bj 2006) ist mit Leergewicht 3080 kg angegeben. Neugierig geworden, habe ich heuer mal ausgeräumt und gewogen. Fast leer, waren es 3430 kg. Natürlich sind Solaranlage, WR, Markise etc dazu gekommen, die nicht zum Leergewicht zählen aber das ergibt zusammengenommen niemals 350 kg, zumal weder Fahrer noch Wasser im Fz. Ich fürchte, die haben das damals nicht so genau genommen.
Ich kenne eure Körpergewichte natürlich nicht, aber erfahrungsgemäß wird der Plunder den man mitschleppt immer mehr und dadurch natürlich auch schwerer. Das Baby wird auch immer größer, Spielsachen, Fahrräder kommen hinzu……..
Glaube mir, es summiert sich im Laufe der Zeit. Und das WoMo ist ja auch nicht soooo klein. Deshalb wirklich wichtig, das WoMo zu wiegen um das tatsächliche Leergewicht zu kennen. 3100kg zul. Gesamtmasse ist nicht viel bei diesem großen Fahrzeug.!

cryptix hat geschrieben: Das Wohnmobil wurde in Zahlung genommen, ….
Laut seiner Aussage würde er das Fahrzeug durchchecken und sollte etwas auffallen, auf seine Kosten beheben, so dass es wirklich einwandfrei in meine Hände übergeht. Klar kann er trotzdem was verschweigen...das hoffe ich aber nicht.


Inzahlungnahme und Verkauf im Kundenauftrag war mir klar. Ich will dem Händler wirklich nichts, schon gar kein unlauteres Geschäftsgebaren unterstellen, aber grundsätzlich sind im Schadensfall halt schriftliche, im Kaufvertrag festgehaltene Absprachen Gold wert. Damit das WoMo „einwandfrei in deine Hände übergeht“, sollte insbesondere (wie User „Bernd“ auch schreibt) das Windlaufblech fachmännisch repariert werden. Vielleicht ein kleiner Test, wie der Händler auf diesen Hinweis reagiert.

cryptix hat geschrieben:An was für eine Gewährleistung hast du gedacht?
Gruß


Ganz allgemein erklärt:
Ich dachte an die gesetzliche Gewährleistung beim Verbrauchsgüterkauf zwischen einem gewerblich handelnden Verkäufer und einem nicht gewerblich tätigen Verbraucher.
Ab dem Zeitpunkt des Gefahrübergangs (Auslieferung des Fahrzeuges an dich) hast du deshalb eine gesetzlich festgelegte Gewährleistung von 2 Jahren. Weil es sich bei dem Fz um einen Gebrauchtwagen handelt kann der Händler die Gewährleistung auf 1 Jahr verkürzen. Dies muß aber im Kaufvertrag festgeschrieben werden. Der Gewährleistungsanspruch umfasst das gesamte Fahrzeug. Bei einem Wohnmobil also sowohl den Aufbau als auch das (Träger-)Fahrzeug. Ein Gewährleistungsausschluß wäre unwirksam.

Deshalb verkaufen viele Händler das Fz „im Kundenauftrag“, wie bei einem Agenturgeschäft, treten sozusagen lediglich als Vermittler zw. ehemaligem Eigentümer und Käufer auf. Hintergrund ist, dass bei einem Verkauf/Kauf zwischen Privatleuten die gesetzliche Gewährleistung rechtskräftig komplett ausgeschlossen werden kann.

Letztlich ist dieses Vorgehen in bestimmten Fällen auch zulässig. Entscheidend hierfür ist, ob der Händler die finanziellen Risiken des Verkaufes trägt oder der Privateigentümer. [url]Hat der Händler das Fahrzeug zum Beispiel schon vom Vorbesitzer in Zahlung genommen, dann ist er eher als Zwischenhändler zu betrachten und das Agenturgeschäft würde ein unzulässiges Umgehungsgeschäft darstellen. Die Gewährleistungsrechte könnten dann auch nicht ausgeschlossen werden.[/url] (s. BGH Urteil vom 26.01.2005, Az. VIII ZR 175/04). Kurzform: --> Link

Auszug:
„Das läßt nur den Schluß zu, daß Agenturgeschäfte auch im Bereich des gewerblichen Handels mit gebrauchten Sachen Privater jedenfalls nicht generell als Umgehungsgeschäfte im Sinne des § 475 Abs. 1 Satz 2 BGB angesehen werden können. Im Einzelfall kann jedoch eine Umgehung des für den Verbrauchsgüterkauf bezweckten Verbraucherschutzes anzunehmen sein, wenn das Agenturgeschäft mißbräuchlich dazu eingesetzt wird, ein in Wahrheit vorliegendes Eigengeschäft des Unternehmers zu verschleiern. Dafür ist entscheidend, wie bei wirtschaftlicher Betrachtung die Chancen und Risiken des Gebrauchtwagenverkaufs zwischen dem bisherigen Eigentümer des Fahrzeugs und dem Fahrzeughändler verteilt sind. Hat etwa der Händler ein Gebrauchtfahrzeug, das er "im Kundenauftrag" weiterveräußert, dergestalt in Zahlung genommen, daß er dem Eigentümer des Fahrzeugs einen bestimmten Mindestverkaufspreis für das Altfahrzeug garantiert und ihm beim Kauf eines Neuwagens den entsprechenden Teil des Kaufpreises für das Neufahrzeug gestundet hat, so ist bei der gebotenen wirtschaftlichen Betrachtungsweise von einem Ankauf des Altfahrzeugs durch den Händler auszugehen mit der Folge, daß er beim Weiterverkauf des Gebrauchtwagens als dessen Verkäufer anzusehen ist und das gleichwohl gewählte Agenturgeschäft nach § 475 Abs. 1 Satz 2 BGB keine Anerkennung finden kann. Hat dagegen der Neuwagenkäufer das Risiko des Weiterverkaufs seines bisherigen Fahrzeugs zu tragen, so ist das Agenturgeschäft auch bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise zu akzeptieren; ein Umgehungstatbestand ist dann nicht anzunehmen“.

Vom Allgemeinen zum Speziellen:
Du schreibst: „Das Wohnmobil wurde in Zahlung genommen, da der vorherige Besitzer dort ein neues erworben hat.“
In diesem Fall kommt es nun darauf an, ob der Vk (Händler) dem ehemaligen Eigentümer den Kaufpreis des neuen WoMo`s um den zu erzielenden Verkaufspreis reduziert hat. Das müsstest du herausfinden, evtl mittels Rücksprache mit dem Vorbesitzer.
In diesem Fall wäre der Verkauf des WoMo`s an dich kein Agenturgeschäft mehr (s.o.) und ein Ausschlus der gesetzlichen Gewährleistung durch den verkaufenden Händler wäre unwirksam. Die Folge wäre, dass das WoMo trotz im Kv festgeschriebenem Gewährleistungsausschluß eine gesetzliche Gewährleistung hätte und zwar mangels Reduzierung auf 1 Jahr für volle 2 Jahre.

cryptix hat geschrieben:Klar wäre 8000 Euro super, aber ich halte es für recht utopisch...zu mal ich festgestellt habe, dass gut erhaltene Hymer in dem Preissegment gehandelt werden?


Auch ich halte diese Summe für utopisch, wurde meinerseits eher als Verhandlungsuntergrenze genannt. Man kann sich ja dann irgendwo in der Mitte oder knapp darüber treffen. Je nach Verhandlungsgeschick.

Nur meine Meinung, schönen Sonntag.

cryptix am 17 Dez 2017 17:39:27

Hallo Kurt,

das nenne ich mal Einsatz.Ganz vielen Dank für deinen Fleiß. Das wusste ich nicht und bin dann wohl immer fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es keine "Garantie" bei solch alten Fahrzeugen geben kann. Wieder was dazu gelernt. Ich werde ihn damit konfrontieren und bin gespannt, wie er reagiert.

In Sachen Windleitblech hat mein Bekannter (Lackierer) zwischen 800 -1500 Euroausgesagt, je nach schwere des Rostes.

Ich bin gespannt, auf was er sich einlässt und wie er reagiert.

Auch dir einen schönen Sonntag!

Gruß

Gast am 17 Dez 2017 19:40:29

cryptix hat geschrieben:..und bin dann wohl immer fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es keine "Garantie" bei solch alten Fahrzeugen geben kann.

Falsch. Du solltest erst mal die Begriffe trennen. Garantie und Sachmängelhaftung (umgangssprachlich immer noch "Gewährleistung" genannt) haben rein gar nichts miteinander zu tun!

Garantie ist immer eine freiwillige Leistung des Herstellers/Händlers, deren Bedingungen er frei festlegen kann!
Die Sachmängelhaftung("Gewährleistung") ist ein vom Gesetzgeber in Gesetzen festgelegter Schutz privater Käufer gegenüber gewerblichen Verkäufern.

Kurt hat das doch wunderbar und ausführlich dargelegt. Dafür ein dickes Plus! :)

Ich finde das Fahrzeug gar nicht schlecht, aber Du solltest sehr darauf achten, was im KV festgehalten wird, solltest Du es kaufen. Beim Preis denke ich, 10-10,5T sind realistisch, wenn der Händler nicht versucht, sich mit der Masche "im Kundenauftrag/als Vermittler" aus der Haftung zu schleichen.

Mach Dir doch mal ne fiktive Liste, was Deiner Meinung nach im KV zu stehen hätte bzw. nicht stehen dürfte. Man sollte es aber nicht übertreiben und jeden Sch.. bei so einem alten Schätzchen im KV festhalten wollen. Wahrscheinlich gibt es noch andere Interessenten, die evtl. unbedarfter schnellentschossen zugreifen. Die Jahreszeit spielt Dir allerdings in die Hände. Jetzt mitten im Winter sind die Dinger wesentlich schlechter zu verkaufen als im Frühjahr und der Händler ist vielleicht froh, das alte Ding vom Hof zu haben. Nicht falsch verstehen. Aber Du schreibst selbst, er hat sonst nur neuere Mobile ab 2008.

Gruss Thomas

cryptix am 17 Dez 2017 20:57:35

Hallo Thomas,

danke, jetzt blicke ich durch!

Ich muss aber gestehen, dass es mein erstes Mal ist, dass ich so einen Kaufvertrag mitgestalte. Was würderst du/ihr denn dort reinschreiben? Das eine Gewährleistung 1-2 Jahre vorhanden ist? Oder noch genauer auf Mängel eingehen, die z.B. nicht beseitigt werden?

Bin gespannt auf eure Anregungen.

Schönen Abend

Gast am 17 Dez 2017 23:00:14

Lies Dir halt mal einen der Standard-Kaufverträge von ADAC o.ä. durch. Findest Du im Netz zum Anschaun und Download.
Dort wird das Übliche festgehalten, wie EZ Km-Stand etc.etc. und natürlich der Kaufpreis.

cryptix hat geschrieben:Daß eine Gewährleistung 1-2 Jahre vorhanden ist?

Das muss man nicht extra reinschreiben. Die gesetzliche Sachmängelhaftung("Gewährleistung") kann der Händler bei Verkauf an privat nicht ausschliessen, beim gebrauchten Fahrzeug aber auf 1 Jahr beschränken, was er hier bei einem 25 Jahre alten Fzg. sicher machen wird. Ist ja nachvollziehbar und sein gutes Recht. Wie geschrieben, wäre ein Fallstrick, wenn der Vertrag nicht zwischen dem Händler und Dir geschlossen würde, sondern zwischen dem privaten Vorbesitzer und Dir und der Händler nur als Vermittler auftreten würde. Das scheint aber hier nicht der Fall zu sein?

Das heisst, der Händler muss für alle Mängel am Fahrzeug geradestehen, die innerhalb der ersten 6 Monate auftreten, sofern sie nicht "normaler Verschleiss" sind. Das ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Wenn z.B. die Heizung in der Zeit kaputt geht, dürfte der Händler in der Haftung sein und müsste sie reparieren(lassen), da das Benutzen selbiger "zum bestimmungsgemässen Gebrauch" gehört und er Dir schliesslich ein Wohnmobil u.a. mit funktionierender Heizung verkauft hat.

Geht Dir aber nach 5 Monaten die Kupplung flöten, hast Du schlechte Papiere. Das zählt dann unter Verschleiss. Ab dem 7.Monat ab Kauf hast Du in der Praxis gar keine Chance mehr, einen Mangel geltend zu machen. Stichwort: Beweislastumkehr. Das ist wohl allgemein bekannt. Da müsstest Du als Käufer beweisen, daß dieser Mangel beim Kauf schon vorgelegen hat.

Ein anderes Thema wären noch "arglistig verschwiegene" Mängel. Wenn Dir beispielsweise der Händler ein Fahrzeug mit Unfallschaden verkauft, von dem er wusste und Dir diesen Mangel verschweigt. Dann könntest Du auch nach längerer Zeit noch vom Kauf zurücktreten. Das aber nur theoretisch, hier wohl nicht der Fall.

ICH würde erst mal darauf achten, daß im KV der Händler und ich Vertragspartner sind. Nicht irgendein Onkel.
Am Besten wäre, wenn der Händler im KV bestätigt, daß das Womo trocken und dicht ist und keinerlei Feuchtigkeitsschäden aufweist. Ganz wesentlich bei Fzgen. in diesem Alter. Will er sich darauf nicht einlassen, würde ich eher die Finger davon lassen.

Das sind aber alles theoretische Betrachtungsweisen. In der Praxis sollte man das Fahrzeug zusammen mit jemandem der Sachverstand hat genau durchchecken. Beim Händler hat man den Vorteil, daß dieser in der ersten Zeit für Mängel geradestehn muss. Ich habe mein 17 Jahre altes Schätzchen damals von privat gekauft "wie gesehen" ohne irgendwelche Mängelrechte. Und nie bereut. Immer noch trocken und dicht. Hat mich nie im Stich gelassen und mich schon viele Tausend km durch Europa begleitet.. :)

Gruss Thomas

kurt2 am 18 Dez 2017 16:42:20

Hallo cryptix,
ich glaube du säumst das Pferd von hinten auf.

Bevor du dich mit der Frage beschäftigst: „Was mache ich wenn ich das WoMo kaufe und nächstes Jahr feststelle dass die Möhre verschiedene Defekte aufweist“ solltest du zuerst mal klären ob das WoMo von seinen Genen her überhaupt für dich geeignet ist. Erst wenn du dies bejahen kannst, wende dich den Kaufmodalitäten zu.

Hierzu solltest du erstmal das tatsächliche Gewicht feststellen (lassen). Bei diesem großen Alkoven-Fz kann mir nicht vorstellen, dass das WoMo ein Leergewicht von 2530 kg hat. Sollte das Gewicht (wie ich vermute) gegen die 2900/3000kg gehen, solltest du die Möglichkeit einer Auflastung auf mindestens 3500kg eruieren.

Ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber ich glaube das WoMo hat nur eine rote Plakette. Das solltest du genau eruieren und zugleich die Möglichkeit der Aufrüstung auf „grüne Plakette“ erfragen (auch Kosten). Was nützt es dir wenn du in einer Umweltzone wohnst und ein WoMo mit roter Plakette hast das nur mit dem Einsatz von 4-5-tausend Euro umgerüstet werden kann?

Weiterhin solltest du neben dem Trägerfahrzeug sämtliche Gerätschaften des Aufbaus (Heizung, Kühli, Herdplatten usw.) auf Funktion prüfen, die Dichtheit von Wasser- und Abwasserleitungen, sowie die gesamte Elektrik prüfen.
Wenn du das nicht selbst kannst (oder dich nicht auskennst), machen das auch Prüforganisationen, bei denen du das WoMo vorstellen und prüfen lassen kannst. Die Kosten hierfür wirst du selbst tragen müssen, aber lieber mal 200/300 Euro ausgeben als später den Ärger zu haben. Bitte nachfragen ob die ausgewählte Org. auch einen Prüfer hat, der auf Wohnmobile spezialisiert ist.


Wenn das alles passiert ist und du immer noch glaubst das WoMo wäre für dich geeignet, dann rühre dich wieder.

Merke : Eile, Zeitdruck und auch das Gefühl etwas zu verpassen sind schlechte Berater.

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