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2 Wohnungskatzen, eine wird über die Brücke müssen


Allradmobilist am 29 Dez 2017 22:54:23

Hallo in die Runde,
seit mehr als 10 Jahren leben zwei Wohnungskatzen bei uns, angeblich Brüder. Mittlerweile sind sie 16 Jahre alt. Am Abend des 1. Weihnachtsfeiertages hielt eine plötzlich den Kopf sehr schief und brach nach wenigen Schritten zusammen und konnte fortan nicht mehr laufen. Aber noch Interesse an Futter und Wasser.

Tierärztl. Notdienst - Verdacht auf Schlaganfall oder Hirntumor. Medikamente brachten etwas Besserung. Vorgestern gleich früh zum TA. Er empfahl stationären Aufenthalt. Heute die Katz‘ abgeholt. Sie kann wieder mehrere Meter am Stück laufen, hält aber den Kopf noch immer sehr schief, so dass er nur fressen kann, wenn er auf der Seite liegt oder man ihm den Napf schräg vors Maul hält. Kurzum, ein Bild des Jammers. Er tut mir so leid...

Wenn sich bis Sonntag nichts Entscheidendes tut, wollen/müssen wir ihn einschläfern lassen.
Am liebsten würde ich eine/n Arzt/Ärztin nach Hause kommen lassen, statt mit ihm nochmal in die Praxis zu fahren.

Nun meine Frage: Sollten wir das im Falle des Falles so arrangieren, dass sein Bruder nichts davon mitbekommt oder wäre es gar besser, damit er ihn nicht sucht?

Ich bin etwas durcheinander und hoffe auf Euren Rat.

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Tipsel am 29 Dez 2017 23:02:30

Kein schöner Jahresabschluss. Ich wünsch euch die Kraft die ihr braucht.

Ich hab gehört, dass man Tieren auch die Möglichkeit geben soll Abschied zu nehmen.
Also würde ich den Bruder hinterher zu ihm lassen.

Wenn der Tierarzt kommt tät ich ihn ganz weit wegsperren, damit er nichts mitbekommt.

Jonah am 29 Dez 2017 23:06:29

Hallo, so traurig es ist, aber finde ich gut, dass du auch an seinen Bruder dabei denkst. Ich würde ihn zu Hause einschläfern lassen und seinem Bruder freistellen, ihn noch einmal riechen zu können. Es kann sein, dass er gar nicht zu seinem toten Bruder hin will, weil er es bereits von Weitem riecht und genau weiß was das bedeutet.

Meinen Rüden musste ich nach seiner 2. Magendrehung in der Praxis einschläfern lassen. Ich konnte dann nur sein Geschirr mit zurückbringen. Meine Hündin hat ihn wochenlang gesucht und sehr lange getrauert. Mein nächster Hund wurde zu Hause eingeschläfert, das hat meine Hündin mitbekommen, ist zwar nicht zu ihrer toten Freundin hingegangen, aber die Trauer war viel kürzer und gesucht hat sie nicht. Daher denke ich schon, dass die zurückbleibenden Tiere Anteil am Tod haben sollten.

sini2000 am 30 Dez 2017 01:26:36

Ich habe einen Kater, der damals zu zwei Hunden kam.

Als der erste dieser beiden Hunde eingeschläfert wurde, lag er auf unserer Terrasse mit einer Decke drüber, weil wir erst noch ein Loch buddeln mussten. Die anderen Hunde gingen hin um sich zu verabschieden, zu dem Zeitpunkt hatten wir noch einen dritten Hund. Die alte Hündin schnupperte und ging und dann war es für sie klar. Der junge Hund ging hin und schien es nicht zu verstehen und stuppste den toten Hund immer wieder an.

Der Kater kam dann in die Küche, stand auf dem Küchentisch und schaute hinaus und stieß einen sehr sehr langen jammernden Laut aus, den er nie zuvor und nie wieder danach so ausgestoßen hat. Das hat er bei den anderem Hund ein paar Jahre später nicht gemacht, obwohl er zu diesem die engere Bindung hatte.

Ich würde ihn auch bei der Einschläferung selbst weit weg lassen, aber ihm die Chance geben noch mal am toten Bruder zu riechen.

KAWAMANE am 30 Dez 2017 02:26:27

Moin Allradmobilist,

Schwere und traurige Entscheidung.
Was sagt denn der Tierarzt?
Sterbende Katzen verkriechen sich normalerweise und sterben alleine.
Ich würde ihn beim Tierarzt einschläfern lassen und das tote Tier nicht mit in die Wohnung nehmen.
Vielleicht den leeren Futternapf noch ein paar Tage stehen lassen.
Aber aus der Ferne, ohne die Tiere zu kennen, kann man immer schlau reden.
Ich wünsche dir viel Kraft.

Gruß
Bruno

Allradmobilist am 30 Dez 2017 11:25:14

Lieben Dank für Eure Hinweise und Eure Anteilnahme!

Der TA nimmt uns - berechtigterweise - die Entscheidung nicht ab. Ich bin froh, dass wir ihn nach Hause geholt haben. So ist er in seiner vertrauten Umgebung und wir können besser einschätzen, wie es ihm geht und ob sich sein Zustand deutlich gebessert hat.

Seine Gangunsicherheit ist wieder schlimmer geworden und er fällt wieder ab und zu um. Er geht nun nicht mehr auf die Toilette. Er will sich putzen, aber es geht nicht.

Die Folgen eines Schlaganfalls sollten in max. 3 Tagen deutlich abgeklungen sein. Es sind nun schon 4 1/2 Tage. Wir werden wir ihn nicht länger leiden lassen.

Danke nochmal an Euch!

knallowamso am 30 Dez 2017 11:38:54

...ich mach ja nie viele Worte, deshalb...erlöse ihn.
Auch das gehört zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung dazu.

Gruß Ronald

hoffi am 30 Dez 2017 12:45:04

hallo
mann kann viel sagen wenn man nicht betroffen ist
ich habe bei meiner nach 18 j sie beim tierarzt einschlafen lassen ,
sie ist in meinen armen gestorben danach habe ich sie auf dem tierfriedhof gebracht
(auf norderney gibt es einen frei zugänglichen platz)

jochen-muc am 30 Dez 2017 12:52:07

Das ist immer die furchtbarte Entscheidung, die aber leider einfach nötig ist ich wünsche Dir viel Kraft .

Wir hatten bei Fund unserer Stella ja damals zwei Kätzchen aus der Mülltonne gezogen und nur eine hat es dann geschafft. Als wir damals zu der Tierärztin gefahren sind (war ja in Sizilien) konnte die arme Belle kaum mehr schnaufen und die TA bat uns deshalb sie erlösen zu dürfen, was wir dann ntürlich auch gemacht haben

Stella wurde nochmal kurz aus ihrem Käfig geholt sie ging zu Bella schnupperte kurz an ihr und wendete sich dann ab.

Auch als Schlappi vor zwei Monaten von uns gehen musste, konnte er noch ein paar Stunden im Garten liegen und der Reihe nach kam auch einer der Hunde und zwei der Katzen vorbei, man beschnupperte sich blieb noch kurz in der Nähe und ging dann






Ich würde dem Bruder auch diese Möglichkeit geben.

Eingeschläfert wurde Schlappi dann auch beim Tierarzt (allein weil ich nicht die Kraft gehabt hätte seinen Körper zur TIereinäscherung zu bringen, da hat sich dann komplett der TA drum gekümmert so das wir später nur die Urne abgeholt haben )

Bergbewohner1 am 30 Dez 2017 16:00:55

Wir haben unseren Norweger Samson von seiner "Frau Asia" im Auslauf von ihr genommen. Wie lange er neben seiner toten Asia gelegen hat, können wir nicht sagen. Sie konnten Tag und Nacht in ihren Auslauf. Samson hat von diesem Morgen weg nichts mehr gefressen und war richtig depresiv. Wir haben dann noch mehrmals Akupunktur machen lassen, dann ging es im kurzzeitig besser. Hat alles nichts geholfen, 4 Wochen später hat er dann an der selben Stelle wie Asia gelgen, er hat es einfach nicht überwunden.
Ob es nach 14 Jahren gemeinsames Leben immer so abläuft, keine Ahnung.
Ich würde persönlich bei schwerem Leiden etc. jederzeit auf ein einschläfern dentieren.
Unseren schwer kranken Leonberger hat unsere Tierärztin in unserem Garten eingeschläfert und sein Leiden beendet.

schnecke0815 am 30 Dez 2017 16:07:20

Unsere Hündin haben wir Zuhause einschläfern lassen. Sie sollte in gewohnter Umgebung von uns gehen.
Unser Rüde ist heute vor 3 Jahren selbst eingeschlafen, war halt ein Dickkopf.

Denkt nicht an den Verlust sondern die schöne gemeinsame Zeit, vielleicht hilft es.

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