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Neuaufbau Bürstner 1987 oder was noch übrig ist


panoptikum am 01 Jan 2018 12:10:58

Hallo liebe Forengemeinde,

bevor ich zum eigentlichen Thema komme möchte ich mich an dieser Stelle kurz vorstellen und kurz erläutern, wie die ganze Nummer begann...........


Also, meist reagiere ich auf den Namen Steffen, hab ne kleine Familie, einen kleinen Hund und durfte schon von Kindesbeinen an meine Ferien auf CPs
verbringen. Die ersten Jahre im zeitlos schönen, braunen 42qm Wohnzelt, später dann im Globetrotter auf Ducato-Basis. Beruflich bin ich im Bauhandwerk zu Hause,
als E-Installateur gestartet ging es über Altbau-/Kernsanierungs-Firmen in die Selbstständigkeit mit Innenausbau, Errichtung von Dachneu- und schlüsselfertigen Dachausbauten-
ein wenig handwerkliches Geschick ist also vorhanden.

Aber nun zum eigentlichen Anliegen:

Seit Sommer sind wir mehr oder weniger stolze Besitzer eines Bürstner 620TK, auf "Alberto" getauft ( oder was noch davon übrig ist), Baujahr 1987,172tkm, auf Dukato 280,2,5D.

Jetzt werden sich viele Fragen, warum so ne alte Krücke- schon beim ersten anschauen wurden einfach Erinnerungen wach, günstig war er auch, der letzte Vorbesitzer hat bereits
viel Geld in Werkstätten für die Basis-Fahrzeugtechnik investiert, und zu guter Letzt, ich liebe alte Dinge. Die für uns heute überschaubare Technik vergangener Jahrzente reizt mich
immer wieder. Allein die Tatsache, dass sich bei der Lima beispielsweise bis zur letzten Gleichrichter-Diode alles noch selber zerlegen und reparieren lässt, gibt mir unterwegs
ein beruhigendes und entspanntes Gefühl.

Mist, bin schon wieder vom eigentlichen Thema ab. Nächster Versuch.

So sieht/sah er außen aus.....ähnelt wohl eher einem Dethleffs und versteckt unter der jetzigen Lackierung noch blau-metallic im Heckbereich. Naja, in 30 Jahren kann halt viel passieren.







Aktuell siehts so aus






Die rechte Seite ist komplett vermurkst und wird in den nächsten Tagen auch noch fallen.

Weiterer Zustand:

- Boden am Einstieg muss erneuert werden
- Boden Heck bis Radkasten muss erneuert werden
- Alkoven Boden muss erneuert werden
- Wand links, Heck ca.0,5mdefinitif und Alkovenwand ca.1,00m eventuell, müssen erneuert werden


Ihr seht, es bleibt eigentlich nicht viel der ursprünglichen Substanz,aber das Äußere Erscheinungsbild soll/muss auf jeden Fall erhalten bleiben. Die Aluaussenhaut ähnelt allerdings leider eher
einem Schweizer Käse......


Daher nun die Frage an die Erfahrenen Leute hier, denn aktuell seh ich den Wald vor lauter Bäumen nicht .

Was tun ?

1) Original wieder alles nachbauen/herstellen wie es war - inkl. Bekämpfung unzähligem Lochfrass und sonstigen Durchlöcherungen, in akribischer,gewissenhafter Kleinarbeit
2) Original wieder alles nachbauen/herstellen wie es war - mit neuem Hammerschlagblech
3) ne GFK-Kiste drauf und die alte Außenhaut drüber "geklebt". Dann würde ich den Deckel ca. 10cm anheben,um im Boden eine Installationsebene zu schaffen. ( Luft wäre dafür noch in der Zulassung)
4) beim Boden stellt sich auch die Frage, ob einmal neu nicht die beste Option wäre und evtl. auch mit GFK....

Der Rückbau geht schneller als erwartet, und bald wird die Recherche und weitere Planung wohl mehr Zeit verschlingen,als das eigentliche basteln.


Bitte beachtet, die Frage ist nicht ob oder warum, sondern als erstes mal , welchen Weg ihr gehen,empfehlen würdet. :augenauf:
Die eine oder andere Detailfrage kommt sicherlich später noch dazu und da hoffe ich auf gute Unterstützung durch euch. :)




Vielen Dank im voraus für eure Tips und Anregungen.

P.S. Kennt evtl. jemand hier die Kiste oder einen Vorbesitzer ?

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

peter1130 am 01 Jan 2018 13:21:45

Wenn du das H Kennzeichen behalten willst sollte er dem Original schon recht nahe kommen.

Das sieht auf jeden Fall nach nem Haufen Arbeit aus.

Du kannst die ja mal diesen Bericht angucken dann siehst schon mal was auf dich zu kommt. --> Link

panoptikum am 01 Jan 2018 15:11:49

Ja, den Tröt vom donaldmobil hab ich verschlungen.
Der Gute ist ja schon beneidenswert weit.

Die H-Zulassung macht mir auch bissel sorgen, man will ja auch kein Steuersünder sein.

Danke dir.

peter1130 am 01 Jan 2018 17:19:54

Die H Zulassung ist nicht ohne. Ich würde mich da mal mit nem TÜV Prüfer unterhalten was du überhaupt verändern neu bauen darfst.

Ich kenne einen Fall da würde wegen der erforderlich Erneuerung der Heizung die H Zulassung versagt.

Bootskip am 01 Jan 2018 18:38:27

Hallo,
eine Totalsanierung finde ich prinzipiell schon mal ganz gut. Ich würde aber die Verwendung von vorgefertigten Sandwich-Platten aus dem Sortiment von Kabinenbauern in Erwägung ziehen.
Ich habe mir mal vor Jahren mit selbstgefertigten Sandwich-Bauteilen den kompletten Alkoven meines damaligen Euromobil´s Baujahr 1992 renoviert. Diese Bauteile hatten immerhin die Maximalmaße von 2,35 x 1,40 m und stellten für mich das Ende des machbaren im Bezug auf die Fertigung in den eigenen vier Wänden da. Die Bauteile bestanden aus Pappelsperrholz (innen), PUR-Platten (Jakudur, etc.) und Alublech. Verklebt mit Ruderer Caravanklebstoff und zwischen Grobspanplatten gepresst, mithilfe von unzähligen 30 l Kanistern als Anpressgewicht in meinen Kellerräumen.
Würde ich so nicht wieder machen sondern diese Platten fix und fertig kaufen. Diese sind in diverser Dicke und in der Kombination Gfk-PUR-Gfk/Alu erhältlich. Diese Platten können mit PU-Klebstoffen und Alu-Formteilen zusammengefügt werden.
Im Ergebnis sehr professionell und schön anzusehen.
Gerade die unfassbare Fleißarbeit von donaldmobil bleibt im optischen Ergebnis weit hinter der enormen Arbeit zurück. Aber bitten nicht böse sein, generell machen die Leute einen tollen Job mit ihren Projekten und entwickeln, bzw. besitzen dabei handwerkliches Geschick auf Profiniveau.
Lohnen tut sich das meiner Meinung fast immer. Vorausgesetzt es bereitet einen Freude und Zufriedenheit. Es ist und bleibt ein Hobby und das muss nun einmal keinen wirtschaftlichen nutzen haben.

Einen guten Start in das neue Jahr und viel Erfolg beim renovieren, bauen und basteln wünscht

Frank

Michel1972 am 01 Jan 2018 19:08:39

Auch wenn ich Dir technisch , aufgrund mangelnder Erfahrung , keine Tips groß geben kann , so hast Du meinen vollsten Respekt bei Deinem Projekt . Ich werd dran bleiben :)

Ducthomas am 01 Jan 2018 19:58:11

Ui,da haste dir aber wirklich was vorgenommen! Respekt wenn du das durch ziehst! Zum Thema Oldtimer kann ich dir beim Womo nur soviel sagen das die Außenhaut optisch dem Original entsprechen muss.
Der Wandaufbau darunter kannst du nach belieben auswählen,jedoch würde ich da der Statik wegen auch wieder auf das Sandwich Verfahren Sperrholz-Dachlatten mit Styrodur Dämmung- Sperrholz raten.
Es ist halt sehr einfach herzustellen....
An Zubehör darfst du eigentlich auch alles anbauen was es in den folgenden 10 Jahren ab Zulassungsjahr auf dem Markt gab!

panoptikum am 01 Jan 2018 20:24:01

Danke für die Infos.

In dem Zusatzbericht des TÜVs von der letzten HU im April 2017 sind auch nur 7 oder 8 Punkte vermerkt, die erfüllt werden müssen/erfüllt sind.
Beziehen sich fast alle nur auf das Basis-Fahrzeug, bezüglich Aufbau gibts nur die Punkte a) Aufbau entspricht optisch dem Originalzustand und b) in gut erhaltenem Zustand.

Ansonsten nur Punkte zu Motor, Beleuchtung, Cockpit.
Kann grad nicht reinschauen,sonst würde ich es eben mal abtippen, da gerade über dieses Thema ja immer viel diskutiert wird. Es scheint aber auch iwie von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich zu sein.

peter1130 am 01 Jan 2018 20:30:22

Ist es. Das Wohnmobil was ich erwähnte wurde in NRW abgelehnt wegen der neuen Heizung aber in Bayern abgenommen.

panoptikum am 05 Jan 2018 21:43:25

Huhu,

wollte für alle Interessierten nochmal kurz was zu der HU-Abnahme, bzw. H-Zulassung sagen.

at.Peter:

Weiss nicht, ob ich da einfach nur Glück hatte mit der Prüfung oder du unsägliches Pech......... Ich bin auch aus NRW.

Nach Rücksprache mit dem hiesigen TÜV kann ich den geschassten Aufbau erneuern, sofern die Außenhaut einem Originalen oder zeitgenössischem Erscheinungsbild entspricht und sie, also die Außenhaut, dem Originalwerkstoff oder sonstigen,zulässigen Werkstoff entspricht.
Beim Lack muss es eine zeitgenössische Farbgebung sein- beides werde ich erfüllen, da ich optisch möglichst 100% erreichen möchte.

Motor,Rahmen,Bremsen, Cockpit bleiben unberührt,also auf dem damaligen Technik Stand und Original.

Michel1972 am 27 Mai 2018 18:53:36

Gibt es hier schon Neuigkeiten ?

panoptikum am 29 Mai 2018 05:33:20

Moin,moin.
Danke der Nachfrage.

Auf Grund diverser Vorfälle, die das Leben so mit sich bringt, ist das ganze Projekt etwas ins stocken geraten. Todesfall, Krankheit, Firmenumzug, mehrmaliges Wechseln meines "Werkstattplatzes" haben mich doch recht weit zurückgeworfen.

Das Chassis ist fertig, Bremsleitungen erneuert, Kabelbäume Heckbeleuchtung wieder in Ordnung gebracht. Gespräche mit dem TÜV-Prüfer meines Vertrauens, welcher die nächsten Jahre dann auch die Abnahmen machen soll laufen, um zu klären was geht und was nicht in Bezug auf H-Zulassung usw. .
Außerdem habe ich echte Schwierigkeiten einen Metallbearbeiter zu finden, der 5,23m abkanten kann- noch dazu das 0,7mm Hammerschlagblech........

Sehe mich schon dabei, die originalen Abkantungen wieder "fein" zu machen und zu verwenden.
Lattung für Dach,Wände und Boden hab ich schon passend gehobelt und im Lager.

Hoffe in den nächsten Tagen/Wochen endlich mein konkretes Ziel ausgearbeitet zu haben und dann bissel Gas geben zu können.

Viele Grüße
Steffen

HekuUwe am 18 Aug 2018 16:08:18

Hallo Steffen,
Wir haben leider auch gerade ein Cabrio wegen eines massiven Torfschaddns von vorn bis hinten und überlegen auch gerade die es weiter geht. Zur Zeit planen wir den Neuaufbau mit GFK. Aber ganz sicher sind wir noch nicht.

Wie weit bist Du ? Vielleicht kann man den ein oder anderen Gedanken austauschen.

Gruß Uwe
1

panoptikum am 02 Sep 2018 18:38:23

Hallo Uwe,
Austausch der Gedanken und Ideen kann nie schaden, werde mich in den nächsten Tagen per pn bei dir melden.

Ansonsten muss ich gerade mal wieder mit meinem ganzen Zeugs umziehen.......

Tomson72 am 17 Okt 2018 23:10:40

Hallo Steffen,

ich bin ja sehr beeindruckt davon, dass du das Ding so komplett zerlegt hast. Respekt!

Wie weit bist du mit deinem Projekt zur Zeit? Hast du mit dem Aufbau schon begonnen?

Auch ich habe mir grade erst einen Ducato mit Alkoven-Aufbau aus 1994 zugelegt. Der Alkoven ist vollkommen Schrott und das Ding hat weitere Wasserschäden. Habe mir sehr günstig Alu-Blech- Hammerschlag besorgt und plane, die komplette Außenhaut zu erneuern. Von Innen möchte ich das Ding gar nicht unnötig zerlegen. Stecke aber noch im Anfangsstadium.
Leider kann ich hier noch keinen eigenen Tröt einstellen oder KN senden. Wie lange dauert sowas eigentlich?

Stell doch mal ein paar neue Fotos ein, bin sehr gespannt!!!

VG
Thomas

panoptikum am 28 Okt 2018 14:12:05

Hallo Thomas und alle andere Interessierte,

aktuell sieht es so aus..........




und das leider schon seit Monaten.

Mittlerweile musste ich schon wieder 2x umziehen und größere Fortschritte waren nicht zu erreichen- so langsam geht mir auch irgendwie der Überblick der ganzen demontierten Teile verloren und es wächst die Befürchtung, das ganze mutiert doch zum 5-Jahresprojekt. :roll:
Daher habe ich mich nun entschieden, das geplante Folgeprojekt Doppelcarport vorzuziehen und den Wiederaufbau im Anschluss in heimischen Gefilden wieder aufzunehmen.Das entspannt dann auch die bessere Hälfte und vermeidet die ständigen Überlegungen wo gerade welches Werkzeug liegt.

Die Basis ist fürs erste abgehakt, wobei ich überlege aufgrund des guten " ran kommens " Stoßdämpfer und Bremsleitungen noch zu erneuern.

Wenigstens macht mir die ganze Nummer nach wie vor eine Menge Spass und freue mich, wenn es bald mal wieder etwas vorwärts geht und sich sichtbarer Fortschritt einstellt. :)


Viele Grüße
Steffen

donaldmobil am 26 Nov 2018 00:04:09

panoptikum hat geschrieben:Wenigstens macht mir die ganze Nummer nach wie vor eine Menge Spass und freue mich, wenn es bald mal wieder etwas vorwärts geht und sich sichtbarer Fortschritt einstellt. :)


Habe Dein Thema leider erst gerade entdeckt...

Wow - das kommt mir irgendwie bekannt vor :D Bei mir sind es übrigens bald 3 Jahre...
jetzt bin ich mal gespannt, wie es weitergeht.
Wenn Du Dir keine Termine setzt, wird es sicher optimal - sieht jetzt schon super aus.

Wenn Du was brauchst (und wenn es Trost ist... :bussi: ): einfach melden ...

Gruß Olaf

Uro41 am 14 Mär 2019 15:06:27

Hallo Panoptikum,
mich interessiert die Wiederherstellung von Boden, Wand und Dach.

Hierzu meine Gedanken und Überlegungen:
Wasserschaden, und was nun….?

Einen schönen guten Tag allen „Restauratoren“ von Wohnwagen und den hier in diesem Forum und anderen Foren sie mit aufmunternden oder auch kritischen Beiträgen begleiten.
Ich habe mich erst kürzlich hier angemeldet, um die vielen Beiträge und Dokumentationen in Schrift und vor allen Dingen in Bild verfolgen zu können.

Es fängt eigentlich bei fast allen Beiträgen gleich an:

…. haben einen kostengünstigen Wohnwagen erstanden, ….oder geschenkt bekommen, …. sah außen herum noch passabel aus, …. innen Gebrauchsspuren dem Alter des Wohnwagens entsprechend, lassen sich aber aufhübschen, …. im Bug- oder Heckbereich um die Fenster herum Flecken, die auf Feuchtigkeit schließen lassen.
Nach Öffnen und Abnehmen der Innenverkleidung stellt man massiven Wasserschaden fest, der sich begleitet mit Fäulnis und Schimmel bis in die Bodenplatte und Seitenwände ausgebreitet hat, weil Undichtigkeiten in der Außenhaut wie Fenster, Verschraubungen der Rangiergriffe und Zierleisten usw jahrelang nicht bemerkt wurden, ..oder werden konnten.

Nun ist guter Rat teuer.
Meist entschließt man sich den betroffenen Bereich innen von Mobilar und Einbauten freizuräumen und Stück für Stück und die betroffenen Boden- und Wandbereiche mit Holzfachwerk, STYROPOR, Sperrholz und viel und teurem CARAVAN-KLEBER verschiedenster Hersteller zu ergänzen.
Meist eine langwierige Geschichte, die dann auch noch in den verschiedensten Foren in Schrift und Bild dokumentiert werden. Oft über ein-zwei Jahre oder länger, wenn man auf die Daten von Berichtsanfang bis Berichtsende oder Abbruch sieht.

Ich möchte einmal 2 Berichte näher betrachten.

Chillo, Renovation als Hobby (94) 10.Juni 2015 bis 15.Februar 2017
HOBBY Baujahr 1994

Wueppe / Camperbär, Wir sind die Neuen…. 7. Sept 2015 bis 25.Januar 2016
MÜNSTERLAND Luxus Baujahr 1978.

Beiden Projekten ist gemein, dass sie innen ausgeräumt wurden und aufgrund des Schadensbildes ein kompletter Neuaufbau der einzelnen Bauteile Boden, Wände, Decke als echte Sandwich-Elemente angesagt gewesen wäre. Sandwich-Elemente mit XPS-Platten und nicht Styropor, vollflächig gepresst, wie es die namhaften Caravan-Hersteller in den vielen youtube-Demo-Videos gern zeigen.
Problem: kein Mensch hat derartige Fächenpressanlagen zur Verfügung.
Die Caravan-Hersteller machen unterschiedliche Aussagen zu den Pressdrücken in ihren Anlagen.

LMC in Sassenberg verkündet in seinem Video: „ in der Presse werden die Platten mit 100bar zusammen gedrückt“, …auf welche Fläche??? Rückfrage per e-mail hat bisher nur zur Bestätigung der Anfrage geführt aber zu keiner techn. verwertbaren Aussage.

FENDT blendet in seinem Produktionsvideo ein: „Heizpresse mit Druckkraft von 2 t/m² “ . Das ist doch eine verwertbare Aussage. 2 t/m² ^ 0,2 kg/cm² . Damit zerdrückt man weder STYROPOR mit Druckfestigkeit 0,07 – 0,26 N/mm² ^ 7 – 26 t/m² noch XPS mit Druckfestigkeit 300 kN/m² ^ 30 t/m² .
Siehe entspr. Herstellerangaben von EPS und XPS.

Hier liegt der Gedanke nahe, solche Pressdrücke mit Vakuum-Technik zu erzeugen.
Ein ca 20%iges Vakuum = -0,2 bar erzeugt schon die og. 2 t/m². Eine Erhöhung des Vakuum auf 50 – 60 – 70 % ist durchaus möglich und steigert Verklebungsqualität.

In etlichen Berichten und youtube-Videos stellen Modellbauer und Ski- und Snowbord- Fahrer dieses Verfahren vor.
Der französische Motor – car Hersteller FLEURETTE zeigt im Video Fabrication d'un camping-car Fleurette - Les panneaux latéraux - vidéo ua die Herstellung einer Seitenwand im Vakuum-Verfahren. Eigentlich eine einfache Angelegenheit: ein planebener Tisch mit luftdichter Oberfläche, ringsum ca 10 cm größer als das größte zu vakuumierende Bauteil, eine Vakuum-Haube mit umlaufender Quetschdichtung und einige Schraubzwingen. Das Vakuum-Tuch kann zB stärkere Baufolie sein. Desweiteren eine Vakuum-Pumpe mit Vakuum-Kammer und ein Manometer mit druckabhängig einstellbarer Ab- Ein-schalteinrichtung.

Der Arbeitsablauf müsste 2-stufig sein:

Schritt 1. Aussenblech auf Tisch, Auftragen des Klebers, Auflegen des Holz-/ XPS-Elementes am Stück, Auflegen Verspannen der Vakuum-Haube und vakuumieren.
Schritt 2. Nach Aushärten des Klebers Abheben der Vakuum-Haube, Auflegen der vorab mit Kleber versehenen Innen-Wandverkleidung (Sperrholz), Schließen der Vakuum-Haube und vakuumieren.

Das ist grob aufgezeichnet, wie der Neuaufbau von Boden, Wand und Decke aussehen könnte.

Hier noch einige Zahlen zum Nachdenken:

• Vakuum-Tisch mit Haube, 2,50x5,00m (geschliffene 12mm OSB-Platte auf abgerichteten Kanthölzern) ca 150€
• Vakuum-Pumpe ca 100€

Materialbedarf für eine fiktive Rohkabine B= 2,00m , L= 4,00m, H=2,00m


Sperrholz Boden 6mm, Wände + Dach 4mm …… 48,00 m² ………………125,44 kg…..….740,00 €

Leisten / Kantholz ……............…………119,28 m………………0,33 m³……126,53 kg…..…..297,48 €

XPS Dämmplatte 40mm………………............….…31,86 m²…..1,27 m³………38,22 kg……..159,30 €

Kleber 300gr/m² ca 31,00€/kg…………..........……80,00 m² …………………. 24,00 kg……..744,00 €

Alu-Blech, vorh. 32,00m² 69,12 kg 0,00 €

Gewicht Rohkabine ………………383,31 kg
Materialkosten Rohkabine………………………………1.940,78 €

Anteil der Kleberkosten an Gesamt-Materialkosten = 744,00 / 1.940,78 = ca 38%


Alternativ:
Kleben mit Epoxidharz 300gr/m² ca 11,00€/kg 24,00 kg 264,00 €


Materialkosten Rohkabine………………………………1.460,78 €

Kostendifferenz nur aus Kleber / Epoxi 480.00€



Klebeflächen Holz / Holz und Holz / XPS

Ober-und Unterseite Bodenplatte und alle Innenseiten Wände und Dach…………………48,00m²

Klebung mit Epoxi > 48,00m² x 300gr/m² x 11,00€/kg =………...14,4kg……158,40€…..60% der Klebefläche

Klebeflächen Holz / Alu-Blech und XPS / Alu-Blech

Klebung mit zB technikoll > 32,00m² x 300gr/m² x 31,00€/kg = ….9,6kg…....297,60€ ....40% der Klebefläche

Alle Außenseiten Wände und Dach………………………………………..……………………32,00m²

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