Zusatzluftfeder
luftfederung

Sehr viel Kondenswasser im Flair - Heizen oder nicht?


lilakatze am 03 Jan 2018 14:49:57

Wir haben unseren NiBi Flair TA 6700 (Alkovenmodell) seit September und waren über Silvester zum ersten Mal zum Wintercamping. Grundsätzlich hat alles sehr gut geklappt, es war mollig warm durch die Alde-Heizung und hat uns richtig gut gefallen.
Leider hatten wir morgens unglaublich viel Kondenswasser an den Scheiben und den Dachluken, und, was uns leider erst am letzten Tag aufgefallen ist, auch vorne im Alkoven und in den Schränken hinten über dem Heckbett (die Kleidung war z.T. sehr feucht). Der Flair ist ja komplett mit Teppich ausgekleidet und so ein feuchter Teppich ist nicht so einfach zu trocknen wie eine Scheibe. Wir haben also jeden Tag mit unzähligen Papiertüchern alles trockengewischt und natürlich gelüftet so gut es ging (es hat an einigen Tagen geregnet und gestürmt, da kann man ja schlecht alle Fenster aufreißen).
Habt ihr da noch Vorschläge, wie man alles besser trocken bekommt? Wir haben pro Tag eine Küchenrolle verbraucht, da wir diese danach entsorgen konnten und nicht feuchte Tücher etc. im Wohnmobil rumliegen haben möchten.
Dann sind uns mein Mann und ich etwa uneins, was das Heizen angeht. Ich habe es gerne warm, auch nachts, und denke dass die Heizungswärme doch für weniger Feuchtigkeit sorgt, oder nicht?
Mein Mann meint aber, dass der Temperaturunterschied zwischen außen und innen (so um die 17-20 Grad) die Kondensfeuchtigkeit eher noch verstärkt und die Konsequenz wäre dann, nachts die Temperatur möglichst runterzuschrauben (auf 15 Grad oder so). Was meint ihr? Ich danke euch schon mal für eure Meinungen und Tipps!

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Gast am 03 Jan 2018 14:53:41

Mit Sicherheit ist heizen in Verbindung mit lüften das Mittel der Wahl. Falls ihr übermäßig Kondensation habt, solltet ihr prüfen ob es genug Zwangsentlüftungen gibt.

Grüße, Alf

Gogolo am 03 Jan 2018 15:16:35

Wir (300 Tage/Jahr unterwegs) senken nachts immer die Temperatur auf 15° ab und machen je Person im Wohnmobil ein Fenster auf. Egal ob es draußen regnet oder schneit. Und siehe da: fast kein Kondenswasser bei uns im Fahrzeug, nur bei dem Metallrahmen der Eingangstüre (die einzige Kältebrücke bei uns) ist etwas Schwitzwasser, was aber morgens leicht abgewischt werden kann.

Die Schränke haben innen die gleiche Temperatur wie das übrige Fahrzeug. Daher gibt es dort bei uns kein Schwitzwasser.

Das wichtigste ist m.E. zum einen Nachts die Temperatur abzusenken und mehrere Fenster offen lassen. Zum anderen ist auch hilfreich, tagsüber manchmal eine Stoßlüftung (alle Fenster und Türen für kurze Zeit öffnen) durchzuführen.


Habe die Ehre

Gogolo

Tinduck am 03 Jan 2018 15:39:56

Wir haben nachts immer (auch bei -15 Grad) eine Dachluke auf Kipp und an jedem Bett ein Fenster mindestens auf Lüftungsstellung. Keine Probleme mit Kondenswasser, selbst mit 5 Personen im Mobil.

Heizung wird bei uns nicht abgesenkt.

Lüften ist im Winter das A und O!

bis denn,

Uwe

Grillolli am 03 Jan 2018 15:56:05

Wir heizen am Tag auch kuschelig ein und senken zur Nacht dann auf 16 Grad ab.
Je nach Standort und Wetter ist aber das Lüften nicht einfach. Die Fenster wischen wir dann trocken. Und ne Isoliermatte vorne wirkt Wunder.

Auf unserer ersten "Schlechtwetter und es wird Kälter" Reise im November hab ich mich ordentlich erschrocken als meine Freundin Wasser an der hinteren Wand überm Bett meldete.
Zum Glück entpuppte es sich als Schwitzwasser da wir eine Staufach rappelvoll mit Decken gestopft hatten und somit der Schrank nicht mehr hinterlüftet war.
Jetzt über Silvester haben wir drauf geachtet und zwischen Klamotten und Wand Luft gelassen. Alles OK!

Gruß Olli

Bergbewohner1 am 03 Jan 2018 17:39:30

Habt ihr mal eine Dichtigkeitsprüfung durch geführt :?:

lilakatze am 03 Jan 2018 17:45:09

Waldtroll hat geschrieben:Habt ihr mal eine Dichtigkeitsprüfung durch geführt :?:


Nein, haben wir nicht. Aber wir haben das Wohnmobil ungeheizt und bei starkem Regen auf dem Hof stehen und da ist nie etwas feucht, tatsächlich nur nachdem wir zu fünft eine Nacht darin schlafen. Daher gehe ich jetzt mal optimistisch nicht von einer Undichtigkeit aus.

wohnmobilbenutzer am 03 Jan 2018 17:46:14

Hallo,

das Wichtigste zur Verminderung des Kondenswasseranfalls ist ja schon geschrieben worden. Wo sich das Kondenswasser schwer vermeiden lässt, z.B. an der Frontscheibe, verwende ich anstelle von Papiertüchern einen Akku-Fenstersauger. Der hat zwar 40,- € gekostet, der schluckt aber einiges in seinen Tank weg und kann dann einfach ausgeleert werden.


Grüße

mv4 am 03 Jan 2018 17:47:06

wenn ihr zu fünft und evt. zu wenig gelüftet habt dann kann das schon die Ursache sein, und je wärmer die Luft desto mehr kann sie Feuchtigkeit aufnehmen...umgekehrt gilt das selbe.

Durch Schwitzen und Atmung verliert der Mensch in 8 Stunden Schlaf etwa 250-400 ml Wasser. dann kannst du dir leicht ausrechnen was da bei 5 Menschen zusammenkommt.

thomas56 am 03 Jan 2018 17:55:45

kondensieren kann nur die Feuchtigkeit die ihr selber ins Fahrzeug gebracht habt! Nasse Klamotten z.B. nach einem Spaziergang gar nicht erst in Auto schleppen, sondern gleich in der Garage aufhängen und dort trocknen lassen.
Der Teppich kann zwar viel aufnehmen, muss aber zwischendurch aber auch mal wieder trocken lüften können, sonst trieft er irgendwann.

lilakatze am 03 Jan 2018 18:00:35

Danke für eure tollen Antworten! Wir werden nächstes Mal im Alkoven und hinten am Heckbett einfach mal die Fenster einen Spalt geöffnet lassen und evtl. auch noch eine Dachluke. Ich berichte mal, wie es dann mit dem Kondenswasser aussieht. Und in den Schränken hinten die Wäsche nicht ganz so eng einpacken, sondern ich versuche mal, etwas Platz zur Rückwand zu lassen.
So ein Fenstersauger klingt auch interessant, da lasse ich meinen Mann mal recherchieren (der liebt das :D )
Sachen in der Garage aufhängen ist auch schwierig, da wir auch dort Kondenswasser in den Ecken haben :? Wir versuchen daher, nasse Wäsche im Winter möglichst zu vermeiden - haben uns dieses Mal in der Sauna lieber Handtuch und Bademäntel geliehen. Ich denke mal, im Sommer wird das dann auch nicht so ein großes Problem sein, da kann man die Wäsche ja auch draußen aufhängen, aber im Winter ist es schon etwas knifflig. Aber jetzt haben wir das Wohnmobil gekauft, da wollen wir es auch so oft es geht nutzen - auch im Winter.

Kajakus am 03 Jan 2018 18:15:21

Moin moin zusammen,
einen Flair habe ich zwar auch, aber das Kondensatproblem haben Alle, dank Physik.
Warme Luft kann erhebliche Wassermengen aufnehmen und gibt sie dann an kühleren Stellen als Kondensat wieder ab.
Ist die Temperatur Innen und Außen gleich, gibt es das Kondensatproblem sichtbar nur noch an blanken Metallteilen.
Nachtabsenkung und Lüftung , wie schon beschrieben, ist hilfreich.
Bei diesen Außen- Temperaturen braucht man bei Nacht " fast " nicht zu Heizen.
Schöne Grüße,
Kajakus.

Jupptravolta am 03 Jan 2018 20:21:42

Hallo Lilakatze,

um Feuchtigkeit schnell und sicher aus dem Wagen zu bekommen, lasse ich die Heizung laufen und stelle einen elektrischen Entfeuchter (Bautrockner) auf. Da wundert man sich wie viel Wasser so ein Ding in einer Nacht aus dem Fahrzeug. Durch den kleinen Raum reicht das im Normalfall auch. Vielleicht kennst Du ja jemanden der so ein Ding hat?

Beste Grüße
Jupp

Trashy am 03 Jan 2018 21:19:28

Tinduck hat geschrieben:Wir haben nachts immer (auch bei -15 Grad) eine Dachluke auf Kipp und an jedem Bett ein Fenster mindestens auf Lüftungsstellung. Keine Probleme mit Kondenswasser, selbst mit 5 Personen im Mobil.

Heizung wird bei uns nicht abgesenkt.

Lüften ist im Winter das A und O!

bis denn,

Uwe


Das ist wirklich optimal.
Allerdings heißt das bei uns dann Heizung auf volle Lautstärke oder mir friert der Sack.......

lilakatze am 03 Jan 2018 21:34:40

Einen elektrischen Entfeuchter haben wir leider nicht. Den kann man doch mit Sicherheit dann auch nur nutzen, wenn man extern Strom bekommt, oder? Das wäre ja beim Freistehen nicht so praktikabel.
Wir haben allerdings zwei mobile Entfeuchter, die wir in das Wohnmobil stellen wenn wir nicht fahren, einen in die Garage und einen in den Wohnbereich. Bisher war da noch nicht viel drin. Wir haben einen mit Granulat (unterwegs eher hinderlich, dann fliegt das im Wohnmobil herum) und einen mit "Granulat im Sack", den nehme ich bei der nächsten Fahrt mal mit. Allerdings sind da auch irgendwelche Duftstoffe drin, das riecht dann sehr nach Klostein...
Und ich hatte zwei so Granulatsäcke beim blauen Campingzubehör bestellt, für das Fahrerhaus. Die haben gar nichts gebracht und nach kurzer Zeit war ein Loch drin und das Zeug ist rausgerieselt. Das nutze ich also nicht mehr.

hypermotard am 03 Jan 2018 21:49:20

Hallo lilikatze!

Sag Deinem Mann bitte noch, dass er beim Recherchieren darauf achten soll, dass der Fenstersauger auch funktioniert und dicht ist, wenn man ihn mal schräg / waagerecht hält. Wir haben einen vom Discounter, bei dem geht es, ein Freund von uns hat einen teuren Kärc.er, der läuft dann aus.

Zum Lüften ist ja schon alles gesagt...

flo16v am 03 Jan 2018 23:07:04

HI,

was bei den Temperaturen richtig was bringt, ist die Frontscheibe zu bedecken. Ich weiß nicht wie es im Vollintegrierten ist aber bei uns im Ducato haben wir durch die Thermoabdeckung keinerlei Schwitzwasser mehr an den Front / Seitenscheiben

topolino666 am 04 Jan 2018 08:01:51

..... zu den Fenstersaugern gibt es hier schon einige Tröds, u.a. hier:
--> Link

murksmax am 04 Jan 2018 12:21:26

Moin zusammen,

wir haben zwar keinen VI sondern einen Alkoven, aber wir kennnen eigentlich auch kein Schwitzwasserproblem. Wir schlafen mit zwei bis vier Personen und zwei bis drei Haustieren (2 Hunde, ggf. eine Katze) im Mobil. Unsere Erfahrung - wie schon oben von anderen geschrieben: Lüften, lüften, lüften und noch mehr lüften. Nachts ist an jedem belegten Bett ein Fenster geöffnet, mindestens aufgelegt (bei Regen und Wind), besser noch auf Lüftung (geht manchmal aufgrund des Windes aber nicht, dann pfeifft es zu doll rein). Das Isolierrollo der Fenster dabei teilweise oder ganz geschlossen, durch die Luftspalten kommt noch genug Luft rein.

Dann - ganz wichtig! - das Heki im Wohnbereich auf Lüftung und, damit nicht zuviel Kälte reinfällt, das Plissee bis auf 2-3 cm schließen und - auch wichtig - die Heizung durchlaufen lassen, wir nehmen immer so 15-17°, je nach Außentemperatur. Ggf. öffnen wir auch das kleine Heki im Alkoven noch auf Lüftung und schließen dort auch den Plissee bis auf einen Zentimeter.

Da wir durch die Heizung immer warme Luft nachproduzieren, kann diese Feuchtigkeit aufnehmen. Und warme Luft steigt bekanntlich nach oben: Deshalb sind die Dachluken geöffnet, da flitzt die Feuchtigkeit dann raus.

Was wir beobachtet haben: Wenn wir im Wohnraum die Fenster mit dem Isolierrollo verschließen, sammelt sich dahinter Schwitzwasser an den Scheiben. Lassen wir das Rollo weg und schließen nur den Deko-Plissee haben wir zwar eine kleine Wärmebrücke, aber es bildet sich kein Kondenswasser mehr.

Zum Thema Führerhaus: Wir haben einen Wintervorhang, den wir ab September/Oktober (je nach Witterung) reinhängen und damit das Führerhaus vom Wohnraum abtrennen. Damit kühlt das Führerhaus zwar aus, aber es bildet sich dort kein Kondenswasser. Wenn wir dann losfahren, öffnen wir die Türen von außen und dann erst den Wintervorhang (hat einen Durchgang). Dann flitzt die warme und mit mehr Wasser gesättigte Luft aus dem Wohnraum gleich nach draußen und schlägt sich an den Scheiben/Wänden im Führerhaus nix mehr nieder. Dafür kommt eben ein schlag kalte Luft rein, Stoßlüften hat aber noch keinem geschadet.
Sollten wir in der Übergangszeit noch keinen Wintervorhang drin haben, beseitigen wir das Kondenswasser an den Scheiben dort mit einem kleinen Rakel und legen dabei ein Hundehandtuch (ausgemustertes Frotteehandtuch) unter. Das Wasser, das dann runtertropft/läuft, kann sich sich so nicht hinter das Armaturenbrett verkriechen. Das Handtuch wird dann im WC-Raum in der Dusche getrocknet. Dort ist tagsüber immer das kleine Dachluk auf Lüftung, damit Feuchtigkeit von den Handtüchern aller abziehen kann. Dort hängen übrigens auch nasse Jacken und Hosen ;D

Zur Heizungseinstellung: Auch die beste Ehefrau von allen (nämlich meine :ja: ) ist ein "Frostköttel" und hat es gerne warm im Bett. Inzwischen hat sie aber auch gelernt, dass sie lieber in einem leicht abgekühlten Raum schläft und dafür eine wärmere Decke nutzt. Wenn es dann richtig kalt ist (Minusgrade) wird die Zusatzheizung im Alkoven auf kleiner Stufe nacht auf Dauerbetrieb gestellt. Damit wird warme Luft von der Truma unter die Matratzen geblasen, so kann sich dort auch keine Kondenswasser sammeln! Nebeneffekt: Die Matratze und der Alkoven werden leicht mitgeheizt :lach:

Die geringen Mengen Kondenswasser im Doppelboden lassen sich leider nicht ganz vermeiden. Es gibt da ein paar Wärmebrücken, an denen sich aufgrund des Wärmeverlustes nach außen Kondenswasser sammelt. Wenn wir länger bei kaltem und nassem Wetter unterwegs sind, gehört das Lüften des Kellers und ggf. das Aufnehmen von gesammeltem Kondenswasser alle paar Tage mal dazu. Dann hält sich das in Grenzen.

Scout am 04 Jan 2018 14:05:22

Hallo lilakatze!
Euer Womo hat ca. 50m³ Volumen.
Bei 20 °C und einer Luftfeuchte von 75% sind 650 g Wasser in der Luft.
Deine Familien gibt ca. 1500 g Wasser in die Luft ab.
Ohne Luftaustausch wären dann 2150 g Wasser in der Luft. Die Luft kann bei 20°C aber nur 865 g aufnehmen, die Luft ist mit Wasser gesättigt Das Wasser, das die Luft nicht aufnehmen kann, geht in Textilien oder kondensiert an feuchten Stellen.
An sämtlichen kälteren Stellen im Womo bildet sich Kondenswasser, hauptsächlich an der Frontscheibe, denn die ist nicht isoliert.
Im Raum befindet sich zu viel Feuchtigkeit, die muss reduziert werden. Heizen hilft da recht wenig.

Lüften.
Die Feuchtigkeit muss raus. Da hilft Lüften, Lüften und nochmals Lüften. Kalte Luft hereinlassen. Luft von 0°C kann nur 30 % Wasser gegenüber 20 °C aufnehmen.
Zum Lüften Türen und Fenster auf, damit ein kräftiger Durchzug entsteht, dann ist die meiste Feuchtigkeit draußen.
Besser ist natürlich nachts permanent zu lüften. Dadurch wird ständig Feuchtigkeit nach außen transportiert und es geht weniger Wasser in die Textilien.

Kondenswasser an der Scheibe.
An sich ist das im Sinne einer Entfeuchtung der Luft nur positiv zu sehen. Das Wasser darf nur nicht wieder von der Luft aufgenommen werden, man muss es entfernen.
Es wurde hier ja bereits erwähnt, wie man das Wasser aufnehmen kann.
Isoliert man die Frontscheibe verringert sich zwar das Kondenswasser, die Feuchtigkeit bleibt aber im Raum. Man muss dann kräftiger Lüften.
Die kalte Frontscheibe ist der natürlicher Entfeuchter.


Gruß
Scout

Mehr zum Thema Luftfeuchtigkeit im Campingfahrzeug --> Link

Tinduck am 04 Jan 2018 14:27:32

Ich bevorzuge den Abtransport der Feuchtigkeit über permanente Lüftung gegenüber einer klatschnassen Frontscheibe, von der aus womöglich noch Wasser hinters Armaturenbrett läuft und da Unheil anrichtet.
Von daher: Aussenabdeckung über die Frontscheibe und ordentlich lüften. Mit Sicherheit die bessere Lösung, vor allem wenn man länger steht.

bis denn,

Uwe

lilakatze am 04 Jan 2018 15:26:23

Alles klar, also brauchen wir auch noch eine Außenabdeckung. Die mache ich dann drauf, wenn wir mal auf einem Campingplatz sind. Silvester waren wir fünf Tage fest auf dem Platz, da hätte das mit Sicherheit geholfen.
Wir haben übrigens eine, ich weiß nicht wie ich das nennen soll, es ist eine Abtrennung / Isolierung zwischen "Wohnraum" und Fahrerhaus, welche wir im Winter nachts oder bei langem Stehen einklemmen und daher ist das Fahrerhaus deutlich kühler als der Rest. Dennoch sind die Front- und Seitenscheiben sehr nass. Vielleicht, weil der (von der Alde mitbeheizte) Alkoven darüber liegt?
Danke auch für die tolle Erklärung mit der Luftfeuchtigkeit, ich hab´s ja eigentlich nicht so mit der Physik, aber es war sehr verständlich und ich habe wieder mal etwas gelernt.
Und mein Mann hat mal geguckt, wir haben an den Fenstern so eine Lüftungsstellung, die wir nachts offen lassen können.

murksmax am 04 Jan 2018 15:42:34

lilakatze hat geschrieben:...
Wir haben übrigens eine, ..., es ist eine Abtrennung / Isolierung zwischen "Wohnraum" und Fahrerhaus, welche wir im Winter nachts oder bei langem Stehen einklemmen und daher ist das Fahrerhaus deutlich kühler als der Rest.


Moin lilakatze,

bei uns heißt das Teil "Wintervorhang". Wir machen den in der Winterzeit (Oktober bis März/April) dauerhaft fest (umlaufend mit Kunststoffknöpfen), da er einen Durchstieg ins Führerhaus hat. Sobald wir dann stehen, wird die "Tür" im Vorhang geschlossen, damit keine Luft mehr nach vorne zirkuliert. Damit haben wir das Führerhaus vom Wohnraum abgetrennt und es geht keine Feuchtigkeit mehr nach vorne. Lediglich die Hunde und die Katze quetschen sich unten am Doppelboden noch nach vorne bzw. zurück, ansonsten ist das Nutzen des Führerhauses tabu. Deshalb beschlagen die Scheiben dann auch nicht mehr. Ach so, wie stellen die Lüftung vorne dann auch auf "Umluft", damit der kalte Wind dort nicht auch noch reindrückt.

lilakatze hat geschrieben:Dennoch sind die Front- und Seitenscheiben sehr nass. Vielleicht, weil der (von der Alde mitbeheizte) Alkoven darüber liegt?...


Habt Ihr vorne Teppich drin? Ist der nass/feucht? Oder ist möglicherweise die Windschutzscheibe undicht, so dass Wasser hinter der Armaturentafel steht? Eigentlich dürfte das so nicht sein, wenn alles geschlossen ist!

Ob sich die Alkovenheizung bei Euch nach vorne auswirkt kann ich nicht sagen, bei uns geht das Blech vom Fahrzeug bis an die Hinterkante Bett. Wenn wir oben heizen, bleibt es unten eindeutig kalt :snowman:

andwein am 05 Jan 2018 15:16:00

lilakatze hat geschrieben:Alles klar, also brauchen wir auch noch eine Außenabdeckung.

Um vorne wirklich temperaturdicht zu sein benötigt ihr im Winter eine Aussenabdeckung und eine Innenabdeckung (kein Sichtschutz, sondern Isolation) für das Fahrerhaus. Lüften und nicht übermässig heizen ist die zweite Komponente die hilft.
Gruß Andreas

Uli.F am 05 Jan 2018 17:55:06

Scout hat geschrieben:Die kalte Frontscheibe ist der natürlicher Entfeuchter.


Genau so sehe ich das auch :ja:.

Ich hab' die Feuchtigkeit lieber dort als gut verteilt an Stellen, wo sie viel unangenehmer sein kann! Ein paar Mal pro Tag mit dem Schwammtuch drüber (oder mit dem Fenstersauger) - das finde ich jetzt nicht sooo schlimm. Die Isolierabdeckung im Fahrerhaus kommt nur zum Einsatz, wenn es kein Tageslicht mehr gibt oder die Kälte zu unangenehm wird.

Wir lieben Licht und Sonne, dunkel ist's im Winter eh schon genug :roll:.

eposoft am 06 Jan 2018 09:15:18

Richtig lüften bedeutet Stosslüften und das mehrmals am Tag. Permanentes Lüften bringt nichts, im schlimmsten Fall Schimmel, weil genau dort wo permanent offen ist, Kältebrücken entstehen, wo dauernd Kondensat niederschlägt.

Lüften dient dazu, die warme, feuchtigkeittragende Luft durch kalte Luft zu ersetzen. Dann wird die kalte Luft, welche wenig Feuchtigkeit tragen kann, im Wohnmobil erwärmt und nimmt so wieder Feuchtigkeit auf. Wenn zu lange gelüftet wird, tauscht ihr nicht nur die warme gegen kalte Luft aus sondern kühlt auch Wände, Boden etc. ab. Dadurch dauert es länger, die frische kalte Luft zu erwärmen und es werden Kaltbereiche geschaffen.

Wenn wir im Winter starten, wird am ersten Tag mindestens vier bis fünf mal richtig stossgelüftet. Die ALDE steht tagsüber auf 21 Grad und Nachts von 22.45 bis 07.30 Uhr auf 18.5 Grad. Ab dem zweiten Tag genügt 2 - 3 mal lüften vollauf um ohne Kondenswasser durch den Urlaub zu kommen.

Was uns beim Lüften sehr gut unterstützt, ist der FantasticVent. Wir öffnen alle 6 Fenster, die Aufbautüre und dann alle 5 Dachluken. Dann lassen wir den FantasticVent losbrummen und schliessen nach ca. 3 Minuten alles in der Mitte des Fahrzeuges, dann alles im hinteren Bereich und zum Schluss den vorderen Schlafbereich. Nach 5 Minuten ist im gesamten Fahrzeug die Luft ausgetauscht. Trotzdem empfinden wir es nicht als kalt, da die neue Luft über Wände, Boden, Decke und uns selber sehr schnell wieder erwärmt wird.

Gruss Ernst

dirkd am 09 Jan 2018 14:08:20

Ich war mit dem Carthago I 4.8 unterwegs: 2 Personen, drei Hunde. Draussen Schneeregen, wir alle nass ins fahrzeug rein. Die Folge war ebenfalls starkes Beschlagen, allerdings nur an der Frontscheibe.
Morgen Donnerstag gibt es einen elektrischen Entfeuchter bei LIDL, für 129€. Geeignet für Räume bis 20qm. Da überlege ich mir, so einen anzuschaffen, auch wenn er nicht gerade klein ist. Gibt es Erfahrungen zu so einem Entfeuchter?

murksmax am 09 Jan 2018 14:50:19

dirkd hat geschrieben:Morgen Donnerstag gibt es einen elektrischen Entfeuchter bei LIDL, für 129€. Geeignet für Räume bis 20qm. Da überlege ich mir, so einen anzuschaffen, auch wenn er nicht gerade klein ist. Gibt es Erfahrungen zu so einem Entfeuchter?


Moin zusammen,

ich habe so einen seit etlichen Jahren, noch aus der Bootszeit. Im Boot hatte ich den im Winterlager auf einen Prozentwert eingestellt, dann stand er auf der Arbeitsfläche in der Kombüse und der (zusätzlich von mir) angeschlossene Schlauch hing ins Spülbecken. Der hat das Boot im Winter immer schön trocken gehalten. Im Sommer haben wir ihn nach einem besonders feuchten Wochenende oder einem Kurzurlaub im Frühjahr/Herbst regelmäßig auch drin gehabt. Spakige Stellen und unangenehmen Geruch kannten wir nicht mehr

Jetzt nutze ich ihn gelegentlich, um den Smart bei besonders nassem Wetter durchzutrocknen oder auch das Gartenhaus (Büro), wenn ich von draußen viel Feuchtigkeit reingeschleppt habe :wink: Ins Wohnmobil will ich den nicht reinschleppen, weil der Aufwand über die Fähre mir zu groß ist, dort mache ich das mit viel lüften und Salzsäcken.

Die Effizient von so einem Teil ist gewaltig, aus dem Gartenhaus (ca. 35 cbm Volumen) holt der dann immer ca. 15-20 ltr. Wasser raus!

wohnmobilbenutzer am 09 Jan 2018 18:19:24

murksmax hat geschrieben:Die Effizient von so einem Teil ist gewaltig, aus dem Gartenhaus (ca. 35 cbm Volumen) holt der dann immer ca. 15-20 ltr. Wasser raus!



Hallo,

der Stromverbrauch ist allerdings auch gewaltig. Ich verwende solch ein Gerät, um meine PKW-Garage bei bestimmten Wetterlagen, wenn man mit dem Auto viel Feuchtigkeit hineinschleppt, zu trocknen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat mir vor einiger Zeit, als ich mal ein Strommeßgerät angeschlossen habe, mir dieses beim Betrieb ca 300 W Stromverbrauch angezeigt. Zudem ist das Gerät durch die Luftumwälzung relativ laut. Also für mich wäre so ein Gerät im Womo zumindest in Zeiten, in denen ich mich darin aufhalte, nix.


Grüße

Scout am 09 Jan 2018 22:15:07

murksmax hat geschrieben:Die Effizient von so einem Teil ist gewaltig, aus dem Gartenhaus (ca. 35 cbm Volumen) holt der dann immer ca. 15-20 ltr. Wasser raus!

Die Wirkung ist in der Tat gewaltig, aber auch vollkommen unnötig.
Wenn man bedenkt, dass in 35m³ Luft im Winter vielleicht 350 g Wasser enthalten sein können wurde bei 17,5 kg Wasser ca. 50 mal das Luftvolumen, 1750 m³ Luft, ausgetauscht. Bei geschlossenen Fenster und Türen ist das wohl kaum möglich.
Da wurde über die kleinen Zwangslüftungsquerschnitte, neben dem Gartenhaus hauptsächlich die Umgebung entfeuchtet.

Der Einsatz solcher Geräte zur Feuchteregulierung ist hauptsächlich Energieverschwendung.
Zur Feuchteregulierung im Womo, reicht so etwas --> Link vollkommen aus.
Mann sollte dann allerdings nicht lüften.

Wer beim Trocknen wesentlich mehr als 1 l Wasser entfernt, kann davon ausgehen, dass er die Umgebung außerhalb des Womo entfeuchtet.

Gruß
Scout

lilakatze am 14 Feb 2018 21:48:12

Ich wollte mich mal eben nochmal für eure Tipps bedanken und von unserem Karnevalstrip berichten. Da habe ich dann alle eure Vorschläge beherzigt:
Zum einen am Fahrerhaus die Fenster einen winzigen Spalt geöffnet gelassen. Dann alle vier Dachluken auf Lüftung gestellt und die Verdunkelung einen Spalt offen gelassen. Und im Alkoven und am Heckbett ein Fenster einen kleinen Spalt offen gelassen. Geheizt haben wir natürlich auch, es war ja um die 0°C. Trotzdem war mir nicht kälter als sonst. Und siehe da, am Morgen war quasi alles trocken! Wir waren ganz begeistert :D
Nur eine Nacht hat es in den Morgenstunden gehagelt, da habe ich dann lieber die Dachluken geschlossen. Aber ansonsten war es ganz problemlos.
Ihr seid die Besten!

womo1972 am 14 Feb 2018 22:17:04

Hallo lilakatze,

eine tolle Sache ist die automatische Nachtabsenkung der Alde Heizung.
Dazu braucht man z.B. von Conrad für ca. 50 EUR eine Zeitschaltuhr die man selbst einbauen kann.

In unserem Flair hatten wir es programmiert, dass Nachts 17 Grad sind und morgens vor dem Aufstehen 20 Grad.

Unter dem Stichwort Nachtabsenkung solltest du mittels Suchfunktion die Einbauanleitung finden.

Vg

Variophoenix am 14 Feb 2018 22:40:35

Ich lebe ja dauernd im Wohnmobil und kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Bei mir ist beim Bett immer das Hecki auf der ersten Stufe offen. Ich habe an allen Dachfenster keine Zwangsentlüftung. Auch im Badezimmer ist immer das Fenster offen, Stufe 1. Ich habe keine Feuchtigkeitsprobleme so.

Ein Hydrometer ist auch installiert wo ich die Feuchtigkeit ablesen kann. Ich trockne sogar die Wäsche im Wohnmobil. Meist wenn ich fahre und dann wird voll geheizt duch die Motorwärme über die Alde. Wenn ich stehe und Wäsche trockne, werden alle Dachfenster geöffnet auf Stufe 1. Im Winter habe ich auch bei geschlossenen Plise an den Seitenfenster kondenswasser. Da machen ich das Fenster auf Zwangsentlüftung und Plise bleibt zu. Wenn man stark schwitzt würd eich das Seitenfenster im Schlaffbereich leicht öffnen und das Plise zu machen, dann kommt weniger kälte rein.
Ich bin allerdings alleine, dafür habe ich aber ab und zu die wäsche drin.

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Vorhang zwischen Fahrerhaus und Aufbau Knaus Traveller
FFB Tabbert 580 Classic Dach Abdichten Beschichten
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt