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Parallel Laden im Fahrbetrieb


Trashy am 04 Jan 2018 08:30:56

Hallo,
die Solarplanung läuft.
Im Fahrzeug ist eine EBL 99 verbaut.
Dazu soll jetzt ein Votronic MPP 350 Solarregler kommen.
Der Solarregler wird direkt an die Aufbaubatterien angeschlossen, wie empfohlen.
Bei den Aufbaubatterien handelt es sich um Varta AGM Akkus Typ 2 mit 14,8 V Ladeschluss.
Die EBL 99 selbst kann maximal 14,2 Volt (Gelspannung) zur Verfügung stellen.

Im Standbetrieb ist alles ok. Das Fahrzeug wird von den Solarzellen geladen.

Was passiert jetzt aber im Fahrbetrieb bzw. bei angeschlossenem Landstrom??
Muss ich den Solarlader abschalten?

Der Solarlader lädt mit 14,8V AGM2 Spannung. Für die EBL ist diese Spannung nicht erreichbar. Sagt sich die EBL Ladeschluss und stellt das Laden ein??

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Heimdall am 04 Jan 2018 09:14:33

Trashy, du bist jetzt seit 2 Jahren hier im Forum dabei und hast über 730 Beiträge geschrieben, ich denke du weisst wo die Batterie-Ladethemen zu finden sind.

ChiliFFM am 04 Jan 2018 12:55:42

Und abgesehen davon ist "parallel" und "Laden" per Suche unerschöplich...

Trashy am 04 Jan 2018 13:25:02

Jo...auch mit verschiedenen Reglern die aber gleiche Batterietypeinstellungen haben.
Genau das ist hier nicht der Fall.

kroppie am 04 Jan 2018 13:58:22

ebl und lichtmascine sagen ladeschluss wenn 14,0-14,2 volt, und solar macht weiter bis 14,8volt, wenn genugend sonne da ist.
also kein problem.

jos

braun999 am 04 Jan 2018 14:43:56

Den Solarlader - genauer: Solarregler - musst Du NIE abschalten. Aber Du musst Dir bewusst sein, dass Dein Ladegerät die AGM-Batterien NIE volladen kann. Dadurch tun AGM vorzeitig altern und müssen vorzeitig ersetzt werden.
Als Ausweg überlege: Schaffe Dir ein zusätzliches Ladegerät an, das bis 14,8 V laden kann. Dieses könntest Du problemlos parallel zum bisherigen Ladegerät betreiben. ODER Du ersetzt gelegentlich Deine AGM- durch Gel-Batterien. Gel sind nämlich bereits bei 14,4 V voll und hierfür genügen Dein derzeitiges Ladegerät und Solar-Laderegler.
Ich selbst "schwöre" auf Gel, andere auf AGM. Für mich wichtig ist, dass Gel bis auf 20-30 % hinunter entladen werden dürfen, AGM aber nur bis maximal 50 %, wie mir ein ranghoher Techniker vom Exide-Batteriehersteller schriftlich mitteilte. Daher ist für mich Gel wirtschaftlicher und beansprucht weniger Gewicht und Stauraum. Mein erstes Womo verkaufte ich nach 13 (!) Jahren mit den Original-Batterien, die damals ihren Dienst immer noch versahen. Im jetzigen Fahrzeug sind meine Gel bereits im sechsten Jahr und immer noch top.
Rolf

ChiliFFM am 04 Jan 2018 16:23:09

braun999 hat geschrieben: Aber Du musst Dir bewusst sein, dass Dein Ladegerät die AGM-Batterien NIE volladen kann.

Woher weisst du das? Hängt vom Ladegerät ab. Bei den gängigen EBL ist aber tatsächlich bei 14,3 Volt Schluss.
braun999 hat geschrieben:Als Ausweg überlege: Schaffe Dir ein zusätzliches Ladegerät an, das bis 14,8 V laden kann.

Wieso? Diese Aufgabe kann doch der Solarregler übernehmen.
braun999 hat geschrieben:Dieses könntest Du problemlos parallel zum bisherigen Ladegerät betreiben.

Das gilt auch für den Solarregler, wie du eingangs selbst geschrieben hast.

braun999 am 04 Jan 2018 18:12:16

AN ChilliFFM:
1. Du hast übersehen, dass in der Erstanfrage von Trashy erwähnt ist, dass sein EBL nur maximal 14,2 V abgeben könne.
2. Und falls keine Sonne scheint, kann Dir der Solarregler auch nicht mehr helfen.
3. Sorry: Deinen letzten Kommentar verstehe ich nicht.
Rolf

Trashy am 04 Jan 2018 20:22:45

Hallo,

meine Befürchtung ist folgendes Szenaria während der Fahrt bzw. am Landstrom.

Ein trüber Tag, der Solarlader lädt mit 14,8 Volt wie eingestellt und liefert 2A - mal angenommen.

Die EBL liefert bis zu 18A Ladestrom, aber nur bei 14,2V.

Da durch den Parallelbetrieb aber 14,8V an den Akkus liegen ist für die EBL lange der Ladeschluss erreicht und sie fährt den Ladestrom runter - effektiv wird jetzt also nur mit 2 A geladen obwohl 18 A möglich wären.

Voll werden die Batterien.......aber das dauert.....

Liege ich da richtig?

walterm am 04 Jan 2018 20:30:23

Nein. Auch der Solarladeregler hat die 14,8 nur als Spitzenspannung. Die jeweils tatsächliche Spannung ist bestimmt durch den Ladezustand und den Ladestrom.
Gruß,
Walter

Gast am 04 Jan 2018 20:32:38

Nein,

Du liegst nicht richtig.

Eine Batterie ist ein nichlineares Bauelement. Die Spannung an den Klemmen ergibt sich aus dem chemischen Zustand (daraus resuliterendem Innenwiderstand) und dem Strom.

Schalte einfach alle Ladequellen parallel und gut ist.

Grüße, Alf

braun999 am 04 Jan 2018 20:46:41

Ich befürchte, ihr verwirrt Treshy nur noch mehr.
Wenn er FÄHRT hat er NUR eine Quelle, nämlich Solar. Landstrom, Ladegerät, 8 A, 14,8 A usw soll er dann vergessen.

Wenn er STEHT, hat er zwei Quellen: Landstrom und Solar. Das Ladegerät stoppt bei ihm den Landstrom bie 14,2 V. Solar ladet in seinem Beispiel 2 A und zwar bis die Batterie bei 14,8 V voll ist.

Trashy am 04 Jan 2018 20:53:14

Mach ich Alf,

aber nur nochmal zum Verständnis:

Stimmt, der Akku lädt nach einer eFunktion. Der Innenwiderstand steigt langsam an in Ladestromrichtung, die Spannung baut sich dadurch auf und der Strom geht zurück.
Auf der eKurve könnte man jeden einzelnen Punkt ja mit einem zughehörigen Innenwiderstand versehen.
Im Grunde viele verschiedene Einzelwiderstände - zeitlich gesehen.
Wenn ich am Einzelwiderstand die Spannung hochdrehe so steigt der Strom durch ihn linear an.

Ist es nicht gerade der Sinn des Mpp Reglers, diese Kurvenverschiebung auszunutzen und die maximal mögliche Leistung - sofern sie zur Verfügung steht an den Akku zu bringen, was ja nur über die Spannungshöhe machbar ist??

Gast am 04 Jan 2018 21:42:56

Verständlich dargestellt!

Der Mppt Regler kümmert sich um den Rest. So wird die Batterie immer möglichst schnell voll. :razz:

Grüße, Alf

geralds am 05 Jan 2018 12:22:17

Trashy hat geschrieben:aber nur nochmal zum Verständnis:

Stimmt, der Akku lädt nach einer eFunktion. Der Innenwiderstand steigt langsam an in Ladestromrichtung, die Spannung baut sich dadurch auf und der Strom geht zurück.


Hallo Trashy,

genau genommen ist das so wie beschrieben falsch. Eine Batterie kann man sich als idealen Generator (ohne einen Innenwiderstand) und einen Widerstand in Reihe vorstellen. Obwohl sich der Widerstand auch je nach Ladezustand ändert - er wird mit steigendem Ladezustand kleiner, dominiert ein anderer Effekt. Mit steigendem Ladezustand wird die Spannung am idealen Generator höher. Damit wird die Spannungsdifferenz zwischen diesem Generator und dem Ladegerät kleiner und der Ladestrom sinkt. Daher hat man den Eindruck, dass der Innenwiderstand der Batterie größer wird.

Ist aber für die Frage nicht so relevant.

Richtig ist, dass für die letzten 0,4-0,5V bis zu der Ladeschlussspannung der Batterie nur vom Solarregler geladen wird.
(Die letzten 20-30% der Kapazität würde ich meinen. Da gehen jedoch die Meinungen auseinander. :? )
Wenn das nicht jeden Tag, z.B. mangels Sonne passiert, ist das auch nicht tragisch.

Kritischer sehe ich das im Winter. Ich würde mir für diese Zeit z.B. ein kleines Ctek (5A reichen) anschaffen und damit 1-2 mal im Monat die AGM voll laden. (Reduziert die Sulfatbildung in der Batterie.)

Gruß Gerald

ChiliFFM am 05 Jan 2018 12:34:45

Trashy hat geschrieben:Ist es nicht gerade der Sinn des Mpp Reglers, diese Kurvenverschiebung auszunutzen und die maximal mögliche Leistung - sofern sie zur Verfügung steht an den Akku zu bringen, was ja nur über die Spannungshöhe machbar ist??

Ja, aber das betrifft die Kurve des SOLARMODULS.
Also die Kombination aus Spannung und Strom, wo das SOLARMODUL die größte Leistung hat - den Maximum Power Point.
Diesen Punkt sucht der Solarregler immer wieder neu = Tracking.

Die Kurve des Akkus hat damit rein gar nichts zu tun.

Wie schon mehrfach geschrieben:
In deinem Fall laden BEIDE Quellen parallel bis der Akku die 14,2 Volt erreicht hat.
Dann schaltet der EBL ab und der Solarregler lädt alleine weiter bis 14,8 Volt (oder was auch immer eingestellt ist).

Das würde aber ein PWM Regler genauso machen.
Und jede andere Ladequelle auch.

Trashy am 05 Jan 2018 22:15:12

So werd ichs auch machen.
An die Solarleitung kommt ein Umschslter.
So kann ich zwischen den Panels - ich denke 24V sind für MPP besser geeignet - und einem Läppinetzteil mit 19V 6A hin und herschalten.
Das Netzteil speisst dann den MPP und simuliert Solarstrom. Dsnn brauchts kein Ctek.

Gast am 06 Jan 2018 08:25:49

Bitte unbedingt nach der Realisierung hier berichten ...

Danke, Alf

Trashy am 06 Jan 2018 10:55:19

Wird gemacht :)

thomker am 08 Jan 2018 18:13:06

Moin,

Das mit dem Netzteil an Solarregler finde ich ne Top Idee um dessen Ladekennlinie zu nutzen. Muss da wirklich ein Umschalter rein, oder kann man nicht einfach beides gleichzeitig laufen lassen? Den Modulen wirds wohl nichts ausmachen, oder?

Gruß
Thomas

willi_chic am 08 Jan 2018 19:01:24

also ich erklärs mal so:

die Batterie ist ein Faß mit 14,5 m Höhe
und dann gibt es 2 Zuläufe: einer mündet bei 14m ins Faß, der andere bei 14,4m, oder so ähnlich

und jetzt kann sich jeder selbst ausmalen was passiert

so einfach ist das

grüße klaus

Trashy am 08 Jan 2018 19:36:28

Nix passiert.
Es stimmt, Batterie 14,8 Meter, Solar 14,8 Meter, Fahrzeug/Landstrom 14,2 Meter.
Beide Zuflüsse verfügen über ein Rückschlagventil.
Die Panele haben nicht nur eine Bypass sondern auch eine Blockingdiode um nicht als Verbraucher zu fungieren in der Nacht.

Und damit kann man auch Thomas Frage beantworten. Ich habe ein Netzeil 24V Netzteil mit 4 Ampere bestellt.
Der Votronic MPP braucht ein Volt mehr als die Batteriespannung, also bei AGM 2 14,8 + 1V = 15,8 Volt.
Jetzt kommt noch das Rückschlagventil in die Netzgeräteleitung. Eine Schottky Diode MBR 10100 (Oversized mit 10A/100V) übernimmt hier die Aufgabe des Rückschlagventils. Der Spannungsfall beträgt hier noch einmal knapp 1V (das macht bei Vollast 4W - deshalb ein kleines Kühlblech spendieren). Insgesamt benötige ich also 16,8 Volt. Mit den 24V bin ich da auf der sicheren Seite - der Umschalter kann ersatzlos entfallen.

In der Endausbaustufe kann man die Stromversorgung noch über ein Relais laufen lassen und mit umgekehrter Logik den programmieren Schaltausgang des Batteriecomputers missbrauchen. So würde ab einer gewissen Batteriespannung das Netzteil eingeschaltet werden (und auch wieder aus) und funktionieren wenn Netzspannung da ist.

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