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Im Oktober durch den französischen Jura - ein Reisebericht


kukeulke am 08 Jan 2018 21:47:53

Im Oktober durch den französischen Jura
Wir haben schon länger geplant, unser Wohnmobil einmal bei niedrigeren Temperaturen und schlechterem Wetter zu testen, quasi Wintercamping für Warmduscher. Wird die Heizung genügend heizen? Ist das Fahrzeug gut genug isoliert? Kurzum wir machen uns Ende September auf den Weg in den französischen Jura obwohl die Wetterprognosen für diese Gegend nicht besonders ermutigend sind.

Am Samstagmorgen, am 30. September 2017 fahren wir los. Auf der A8 Richtung Karlsruhe ist sehr viel Verkehr da zusätzlich zum normalen Wochenendverkehr noch viele Brückentagnutzer unterwegs sind. Wir kommen jedoch nahezu ohne Stau nach Karlsruhe – erst die Baustelle bei Ettlingen macht unseren Tempomat für längere Zeit arbeitslos. Aber wozu ärgern? Wir haben schließlich Urlaub und sind nicht auf der Jagd! Nach einigen Kilometern Stopp & Go verflüssigt sich der Verkehr wieder und der Tempomat muss wieder arbeiten.

Über Freiburg und Mülhausen (Mulhouse) geht es nach Montbeliard. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen und wir verlassen die Autobahn für einen kleinen Stadtbummel. Unser Plan ist es, den Stellplatz in Montbeliard aufzusuchen, dort zu parken und in der Stadt etwas zu essen. Anschließend wollen wir entscheiden ob wir über Nacht hier bleiben oder doch noch weiter fahren.

Den Stellplatz haben wir zunächst nicht gefunden, aber direkt am ‚Canal du Rhône au Rhin‘ finden wir einen großen, leeren Parkplatz. Zu Fuß auf dem Weg in die Innenstadt bemerken wir einige Polizisten, die genau die Straße absperren die unter anderem zu unserem Parkplatz führt. Besorgt fragen wir die Polizisten warum die Straße gesperrt wird und ob wir unser Wohnmobil auf dem Parkplatz abstellen dürfen. Die Sperrung erfolgt wohl wegen einer Hochzeit und das Parken ist kein Problem. Eine Straßensperre wegen einer Hochzeit? Das haben wir noch nicht erlebt! Kurze Zeit später fährt auch eine „Hochzeitskarawane“ an uns vorbei, die wir kurz zuvor auf der Autobahn überholt hatten.

Während wir die Stadt erkunden beginnt es wieder kräftig zu regnen - schade denn die Innenstadt von Montbeliard hat einiges zu bieten. Gestärkt durch eine Tarte au Jambon et Fromage machen wir uns auf den Rückweg zum Womo. Dabei finden wir auch den offiziellen Wohnmobil-Stellplatz und entscheiden spontan: der ist nichts für uns. Sehr eng, maximal Platz für 4 Mobile und in wenig ansprechender Umgebung.

Zurück am Parkplatz ist die Straßensperre mittlerweile aufgehoben und wir können den Platz an der Tourist Information und am Kanal unbehindert wieder verlassen.

Wieder geht es zurück auf die Autobahn, diesmal nach Baume-les-Dames wo wir den Stellplatz am Quai du Canal ansteuern. Tante Mathilde (unser Navi) meint, dass für die Fahrt dorthin eine Sondergenehmigung erforderlich ist – was wir geflissentlich ignorieren. Wir treffen bei Nieselregen auf dem Stellplatz ein und finden auch noch einen der letzten freien Plätze. Der Stellplatz ist schön gelegen, aber wir haben bei diesem Wetter keine Lust auf ausgiebige Erkundungsgänge. Gegen 18:00 erscheint der Kassierer und öffnet das Rezeptionsbüro. Wir zahlen die Gebühren, die mit 10 € recht moderat sind. Am Abend lässt der Regen etwas nach, was uns dazu motiviert unser fahrendes Schneckenhaus zu verlassen und nach essbarem Ausschau zu halten. Direkt beim Stellplatz am „Port De Plaisance“ finden wir die „Capitainerie“, es ist geöffnet, es gibt Platz – voilá. (--> Link)

Das Essen ist nicht schlecht, lediglich beim „Assiette Comtoise“ fehlt der Bestandteil „cancoillotte“. Da wir nicht genau wissen was das ist, fragen wir Tante Google und erfahren, dass es sich dabei um Kochkäse handelt. Es handelt sich dabei um eine Spezialität, unter anderem hier aus der Doubs Region.

Wir verbringen eine ruhige Nacht im Wohnmobil. Am nächsten Morgen erscheint ein Bäcker, der durch Hupen auf sich aufmerksam macht. Frische Croissants, ein frisches Baguette – was will man mehr am Sonntagmorgen? Und oh Wunder zusätzlich zu den kulinarischen Genüssen werden wir von strahlend blauem Himmel überrascht. Das animiert uns zu einem Spaziergang direkt nach dem Frühstück.



Der Stellplatz liegt nahe bei einer Kanal Schleuse, über die man auch zu Fuß in die Innenstadt von Baume-les-Dames kommt.



Gleich hinter dieser Brücke zweigt die Straße zum Stellplatz ab:



Die Nebel über dem Doubs verziehen sich langsam.





Bei schönem Wetter und gut gelaunt, machen wir uns auf in die Innenstadt von Baumes-les-Dames.



Der Weg vom Stellplatz in die Stadt zieht sich. Aber er gibt uns Gelegenheit beim nahe gelegenen Super-U die Tankstelle zu besichtigen. (Wir hatten in der Vergangenheit oft Probleme an französischen Tankstellen mit Kredit- oder EC Karte zu bezahlen. Die Tankautomaten hatten jeweils bereitwillig unsere EC Geheimnummer akzeptiert, aber dann den Tankvorgang verweigert.)

Obwohl Sonntag ist, können wir bei einem kleinen Marché noch einen Liter Milch und etwas Käse aus der Region kaufen. In der Stadt gibt es das eine oder andere zu besichtigen, aber sonntags sind die Gehsteige hochgeklappt und es ist einfach nichts los.





Zurück am Stellplatz wird noch entsorgt und einige Gießkannen Frischwasser getankt. Der Stellplatz ist am späten Vormittag schon ziemlich leer. Nur ein Radfahrer spricht uns an, ob wir mit Fahrradflicken aushelfen können. Er erzählt uns, dass er auf seinem Liegerad (!) mit ca. 70 Stundenkilometern aus den Bergen herunter gebraust ist und sich dabei einen Platten einhandelte. Ihm ist nix passiert, wir haben einen Flicken übrig und helfen gerne. Im weiteren Gespräch stellt sich heraus, dass der Radler mit seinem Liegerad bereits halb Frankreich bereist hat und stets fast ohne Gepäck unterwegs ist. Sein Liegerad ist mit einer selbstgebauten Plastikverkleidung versehen um besonders windschnittig zu sein. Leider habe ich davon kein Foto gemacht.

Wenig später brechen wir auf und besuchen die zuvor ausspionierte Tankstelle am Super-U. Der Tankautomat ist freundlich, spricht deutsch und akzeptiert tatsächlich unsere EC-Karte ohne zu murren. So können wir mit genügen Diesel im Bauch losfahren um den französischen Jura zu erkunden.

[... Fortsetzung folgt ...]

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Espumas am 08 Jan 2018 21:58:32

super, bitte weiter berichten!!!
eine sehr unterschätzte wunderschöne region, wir waren schon mehrmals dort, auch radeln am doubs im oktober!,
besancon im sommer, rein in die schweiz und zurück zu ostern...
sommer 2018 ist wieder eine woche geplant.
grüße espumas

Jonah am 08 Jan 2018 23:07:01

Das fängt ja interessant an, freue mich auch auf deine Fortsetzung.

herbstfrau am 09 Jan 2018 09:36:05

Oh, wie wunderschön....da freue ich mich auch schon auf die Fortsetzung...

bernie8 am 09 Jan 2018 10:03:30

Hallo,

Ja, sehr schön!
Baume-les-Dames ist ja eher als "Durchreiseplatz" bekannt.
Ist aber viel zu schade durch diese Gegend nur durch zu rauschen.

tztz2000 am 09 Jan 2018 10:43:02

Wann geht's weiter? :grosseaugen: ;D


Sehr schöner Bericht, der Jura ist quasi vor unserer Haustür!

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung! :)

FastFood44 am 09 Jan 2018 10:59:03

Oh wie schön.
Wir waren Anfang August gut eine Woche in der fanz. Jura, bis uns ein Wetterumschwung in den Süden trieb.
Bin auf die Fortsetzung gespannt. Denn eines Tages wollen wir dort anknüpfen wo wir abgebrochen haben.

kukeulke am 09 Jan 2018 11:55:28

Viene Dank für Eure netten Kommentare.
Das motiviert natürlich zusätzlich!
Heute abend geht's dann weiter ...

mk9 am 09 Jan 2018 12:02:26

Auch ich freue mich auf die Fortsetzung des Berichtes.

Gruß vom schönen linken Niederrhein
Manfred

Menkehorstbecker am 09 Jan 2018 19:19:02

Toller Bericht - bin auch gespannt auf die Fortsetzung.

Thomas

martinwernerbingen am 09 Jan 2018 20:22:41

hallo zusammen,
Baume les Dames ist zu Hauptreisezeiten sehr voll. 10 Euronen, es waren mal 8 Euro. Ein kleines Stück weiter
liegt der Campingplatz und kostete zuletzt 13,00 Euro. Mehr Platz und ordentliche Sanitäranlagen.
Weiter am Doubs entlang La Chaux de Fonds, Morteau, Pontarlier, Champagnole zum Lac de Chalain.
Dann mal rüber in die Schweiz auf das Plateau d´Assy. Ein Stellplatz auf ca. 1200 Meter Höhe mit grandiosem Blick
auf den Mont Blanc.
Grüße Martin

kukeulke am 09 Jan 2018 20:53:51

[... weiter geht's ...]

Wir nehmen die D50 und später die D492 in Richtung Ornans. Hier haben wieder einmal einige Leute Vorbereitungen getroffen um die Straße zu sperren. Diesmal ist keine Hochzeit sondern ein Radrennen die Ursache. Wir können aber noch unbehelligt in den malerischen Ort fahren und uns in Ruhe einen Parkplatz suchen.
Ein Schild mit dem Hinweis auf einen Wohnmobil- und Bus Parkplatz lockt uns in eine kleine, sehr schmale und steile Straße. Am Parkplatz angekommen ist dieser aber wegen Bauarbeiten gesperrt und eine Weiterfahrt nicht möglich. Erste Schweißperlen auf der Stirn des Fahrers: ein Wendemanöver in mehreren Zügen ist gefordert bevor wir wieder zurück auf der Hauptstraße sind. Aber da Sonntag ist, finden wir doch noch einen Platz für unser Womo auf einem größeren Firmenparkplatz in der Avenue Général de Gaulle. Hier können wir für einige Zeit problemlos parken und die malerische 4000 Seelengemeinde Ornans erkunden.





Hoch über dem Ort thront das Château Ornans aus dem 13. Jahrhundert und die Schlosskapelle die im 16. Jahrhundert erbaut wurde.



Die Loue fließt durch Ornans und teilt den Ort in zwei Hälften. Ein kleines bisschen kommen wir uns vor wie in Venedig.



Irgendwie ist hier die Zeit stehen geblieben ...


Nach unserer Besichtigungstour und einem kurzen Mittagsimbiss wollen wir der D492 weiter nach Salins-les-Bains folgen. Es kommt aber anders: wir erwischen die D241, eine wesentlich kleinere und engere Straße. Mathilde hat diese Route wohl deswegen gewählt weil sie um einige Zentimeter kürzer ist. Wir haben aber wider Erwarten keinerlei Probleme mit der engen Straße. Es gibt praktisch keinen Verkehr und wir haben die Straße für uns. Schönes Wetter, tolle Landschaft, kein Verkehr – was will man mehr?

Später treffen wir wieder auf die D492 aber auch hier ist der Verkehr sehr spärlich. Wir genießen die Fahrt auf den leeren Straßen und halten auch hin- und wieder für ein Foto an:



In Salins-les-Baines angekommen übersehen wir die Einfahrt zum Camping Municipal und quartieren uns deshalb auf dem Camping „Domaine des Gabelous“ direkt am alten Bahnhof ein. (Rue de la Gare, 39110 Salins-les-Bains)

Das Accueil ist nicht besetzt und wir melden uns – wie per Aushang gewünscht - telefonisch an. Wir dürfen uns einen beliebigen freien Platz aussuchen. Obwohl es fast dunkel ist, finden wir noch eine schöne Parzelle für uns.



Am nächsten Morgen wollen wir uns noch Salins-les-Baines ansehen und anschließend im nahen Atac Supermarché einkaufen.


Das Tor zur historischen Saline.


Das Casino in Salins-les-Baines.


Ob diese Dame das Casino besucht hat? Wir wissen es nicht :)

Die Stadt ist sehr lang gezogen und bietet außer dem modern gestalteten Casino und der Saline nichts Spektakuläres. Die Saline wollen wir nicht besichtigen, uns steht der Sinn eher nach Gegend, Natur, frischer Luft, …

Das Wetter trübt sich weiter ein und es wird auch ziemlich kühl. Also kehren wir bald auf den Campingplatz zurück. Wir wollen heute noch weiter in den Süden, nach Nozeroy. Wir bereiten alles zur Abreise vor und suchen die Entsorgungsstation, können sie aber nicht finden. Das Auschecken wird uns ebenfalls nicht leicht gemacht, das Accueil ist wieder nicht besetzt. Ein freundlicher Stellplatznachbar ist uns behilflich die zuständige Madame zu finden und gibt uns auch den entscheidenden Hinweis auf die Entsorgung: Das ist eine einfache Klappe mitten im geteerten Haupt-Weg des Campingplatzes.

Wir geben die Koordinaten des SP in Nozeroy an Mathilde weiter und fahren los. Mathilde lotst uns über die D467 direkt nach Champagnole. Offensichtlich ist in unserem Womo Führer der Stellplatz in Nozeroy mit den Koordinaten des SP in Champagnole versehen. Irgendwann merken wir die Verwechslung und teilen Mathilde unser Wunschziel über den Ortsnamen mit. Da Nozeroy ein malerisches Städtchen mit kleinen Gassen und engen Stadttoren ist, parken wir sicherheitshalber kurz vor dem Stadttor auf dem Friedhofparkplatz.



Nozeroy liegt auf einem Hügel, deshalb haben wir von unserem Parkplatz eine schöne Aussicht ins Umland:



Wir trotzen dem Nieselregen und besichtigen das mittelalterlich anmutende Nozeroy. Über das „Uhrentor“ (Port de l’Horologe) gelangen wir ins Innere des Örtchens:



Schön renovierte Häuser und malerische Gässchen erwarten uns:



Der Ort ist nur klein, und so haben wir den Ortskern schnell "durchwandert".



Auf der dem Stadttor gegenüberliegenden Seite kommt man an eine alte Burganlage, die jedoch außerhalb der Saison nicht zugänglich ist.



Die Aussicht kann man jedoch trotz des nieseligen Herbst-Wetters genießen, zumindest soweit wie es die tief hängenden Regenwolken zulassen:



Die Kirche Saint-Antoine aus dem 15. Jahrhundert hat einige sehr schön gestaltete Fenster:



Außerhalb der Kirche steht eine Madonna im Herbstwetter, umgeben von fallenden Blättern:



Diese beiden Gestalten tummeln sich ebenfalls im Kirchhof:


(und nein, links sitzt nicht Darth Vader)

Nach dem Bummel durch Nozeroy wollen wir uns die Wasserfälle „Cascades du Hérisson“ ansehen. Über die D17 und später D15 fahren wir an einigen schönen Aussichtspunkten vorbei:





[ ... Fortsetzung folgt ... ]

Espumas am 10 Jan 2018 14:54:27

Mist, der Bericht ist so einladend, da wird es kommenden Sommer voll werden im Franche Comte :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

tztz2000 am 10 Jan 2018 15:22:31

Espumas hat geschrieben:.... da wird es kommenden Sommer voll werden im Franche Comte

Da habe ich keine Bedenken.

Der Gegend fehlen touristisch gesehen die „Big Points“.

Wer darauf verzichten kann, wird sich dort sehr wohl fühlen (so wie wir z.B. :wink: ).

kukeulke am 10 Jan 2018 15:28:19

tztz2000 hat geschrieben:Der Gegend fehlen touristisch gesehen die „Big Points“.


Nun aus unserer Sicht war einer der Big Points eindeutig das Nichtvorhandensein von Big Points und
damit auch von zu vielen Touristen :mrgreen: Darüber hinaus waren wir im Herbst unterwegs (wie
die Bilder zeigen) und hatten (neben einigen schönen Städtchen) hauptsächlich Gegend im Sinn.
... heute Abend geht's weiter.

Ganzalleinunterhalter am 10 Jan 2018 22:06:19

tztz2000 hat geschrieben:Der Gegend fehlen touristisch gesehen die „Big Points“.
Wer darauf verzichten kann, wird sich dort sehr wohl fühlen (so wie wir z.B. :wink: ).


Wir haben letztes Jahr im Mai auch ein paar schöne Tage dort in der Gegend verbracht > --> Link und gerade dass es nicht so überlaufen ist, hat uns gut gefallen.


Danke kuke + ulke für den informativen Reisebericht !

kukeulke am 10 Jan 2018 22:16:53

[ ... weiter geht's ... ]

Die Straße an die Wasserfälle ist eine ungefähr 8 Kilometer lange Sackgasse an deren Ende ein großer Parkplatz, ein Campingplatz und das Maison des Cascades liegt. Der Campingplatz und das Maison des Cascades sind geschlossen und außer uns befinden sich nur zwei weitere Wohnmobile auf dem großen Parkplatz. Im Sommer ist hier sicherlich wesentlich mehr los. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zum ersten Wasserfall.



Nach einigen hundert Metern kommen wir zum ersten Wasserfall:


Cascades du Hérisson

Der Wasserfall ist sehr beeindruckend und außerhalb der Saison ist hier alles menschenleer, wir treffen gerade einmal einen Wanderer. Es gibt noch mehr Wasserfälle zu sehen, aber für die dazu notwendige Wanderung fehlt uns leider die Zeit. Es ist schon spät am Nachmittag und Anfang Oktober wird es bereits gegen 18:00 dunkel. Wir entschließen uns nicht hier zu übernachten und fahren noch einige Kilometer weiter zu einem Aussichtspunkt an der D90, dem Bélvédère Chalain. Hier stehen wir mutterseelenallein im Wald und haben eine tolle – wenn auch wolkenverhangene - Aussicht:





Wir verbringen unsere erste Nacht – frei stehend - im Wohnmobil. Nach dem Abendessen wird es sehr schnell dunkel und es beginnt zu regnen. Jetzt macht sich unsere Platzwahl negativ bemerkbar: Die Regentropfen sammeln sich in den Blättern der Bäume, werden von Blatt zu Blatt größer und klingen, sobald sie das Dach unseres Womos treffen, wie wenn der Baum mit Bucheckern nach uns wirft. Ungefähr jeder zehnte Tropfen trifft die Sat-Schüssel mit einem hellen Ping. In dieser Intensität haben wir Regen im Wohnmobil noch nicht erlebt. Normalerweise hat es etwas heimeliges, wenn es draußen regnet und man drinnen im Warmen und Trockenen sitzt.

Wir versuchen trotz der Wassermusik einzuschlafen, was uns nach einem Gläschen Rotwein auch irgendwann gelingt. Am Morgen regnet es weiter - und weil wir der Wassermusik überdrüssig sind beschließen wir vor dem Frühstück einen Ortswechsel vorzunehmen.



Bereits auf der Anfahrt zu unserem Übernachtungsplatz haben wir diesen Parkplatz mit Super Aussicht auf den Lac de Chalain gesehen. Hier genießen wir erst mal unser Frühstück und fahren anschließend weiter. Was wir noch nicht wissen: ab heute wird das Wetter besser, der Regen zieht ab und die Wolken lichten sich.

Wir folgen der Route des Lacs, überqueren den Ain und fahren auf der D470/D301 in Richtung Thoirette. Am Aussichtspunkt Le Regardoir halten wir an und genießen bei immer noch nieseligem Wetter die einmalige Aussicht:



Wir sind im Tal des Ain angekommen. Der Ain wird hier an mehreren Stellen aufgestaut. Diese Stauseen werden zur Stromerzeugung und zur Wasserversorgung genutzt.


Am Picknickplatz Le Regardoir



Wir folgen der D470, später der D295 und finden einen schönen Aussichtsplatz am anderen. Auch das Wetter wird immer besser und so verbessert sich unsere Laune mit jedem Kilometer den wir weiter südlich fahren.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Thoirette. Auf dem hiesigen Stellplatz direkt an der D939 wollen wir übernachten.
Der Stellplatz in Thoirette ist sehr klein, liegt aber praktischerweise direkt neben einem kleinen Marché. Wir richten uns auf dem Stellplatz ein, kaufen alles notwendige für das Abendessen und machen uns anschließend noch auf den Weg zu einem kleinen Spaziergang an die Ufer des Ain.


Endlich: Urlaubswetter!



Thoirette selbst ist nur ein kleiner Ort, aber schon wenige Meter abseits der Straße an den Ufern des Ain ist es wunderschön.

Das schöne Wetter verleitet uns dazu unseren Spaziergang noch etwas auszudehnen. Irgendwie erwischen wir beim Versuch durch ein bisschen Wald zu spazieren eine Sackgasse. Eine freundliche Anwohnerin weist uns darauf hin und gibt uns einen Tipp, der uns bergaufwärts führt:




Merkwürdige Gesellen stehen hier am Wegesrand - auch wenn sie noch so freundlich lächeln :-o

Irgendwie will man immer wissen, was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt. Auf diese Weise wandern wir immer weiter und weiter. Nach geraumer Zeit merken wir, dass es Zeit wird umzudrehen und wir machen uns auf den Rückweg.

Am nächsten Morgen wollen wir weiter und zwar auf der rechten Seite des Ain, erst mal durch Thoirette hindurch und dann weiter auf der D936. Dummerweise ist die Straße mitten im Ort gesperrt und wir werden über eine ziemlich kleine Straße umgeleitet. Wir folgen der Umleitung (D59), die sich an den Steilufern des Ain hochschraubt und fahren hoch über dem Ain bis nach Cize. Dort angekommen hält uns die nächste Straßensperrung davon ab, den „Viaduc de Cize-Bolozon“ zu sehen. Also fahren wir auf der rechten Seite des Ain weiter bis wir kurz vor Poncin auf die andere Seite des Flusses wechseln. Auch dieses malerische Städtchen schauen wir uns an. Anschließend starten wir einen neuen Anlauf, den Viaduc de Cize-Bolozon zu besuchen. Dieses Mal über die linke Seite des Ain. Das Sträßchen von Poncin nach Bolozon ist ebenfalls sehr schmal, aber bis auf zwei Rennradler, die wir aufgrund von Fotopausen gleich mehrfach überholen, gibt es hier keinen Verkehr.



Fotopause an der D91 auf dem Weg nach Bolozon.



Der Ain ist hier recht schmal.



Komischerweise fahren wir an dem atemberaubenden Bauwerk erst mal vorbei, von der Straße (D91) aus ist nämlich nur der obere Teil des Viadukts zu sehen, das ganze Bauwerk sieht man erst, wenn man von der D91 auf die D91a abbiegt:





Über den oberen Teil des 273 m langen Viadukts fährt der TGV Paris-Geneve, der untere Teil ist für (schmale) Autos gemacht. Die Brücke wurde 1944 von der Résistance gesprengt und später wieder instand gesetzt.

Obwohl unser Womo theoretisch da durch passen würde (mehrfach mit ‚Hennedäppele‘ nachgemessen!), wagen wir es nicht die Brücke zu befahren, also kehren wir um und fahren zurück nach Poncin und von da weiter nach Pont d‘ Ain.




Blick vom Viadukt.

[... gleich geht's weiter ...]

kukeulke am 10 Jan 2018 23:19:35

[ ... Endspurt ... ]

In Pont d´Ain hat der „Camping De l’Oiselon“ noch geöffnet und einen schönen Übernachtungsplatz für uns.



Wir packen die Fahrräder aus und fahren die kurze Strecke in das Städtchen. Aber außer einer geschäftigen Hauptstraße hat Pont d‘ Ain für uns nur eine Bar zu bieten, in der wir unseren Kaffee- und Bierdurst stillen können. Auf dem Rückweg besuchen wir noch an das schöne Ufer des Ain.



In Pont d‘ Ain ist der südlichste Punkt unserer Reise erreicht. Wir müssen leider wieder umkehren und brechen am Donnerstag, den 5.10. auf nach Lons le Saunier.

Wir wollen die Stadt (Lons le Saunier) besichtigen und unseren Kühlschrank wieder auffüllen. Der in unserem Führer erwähnte Park- und Stellplatz ist belegt: dort findet ein Kleidermarkt statt. Aber wir finden in der „Rue Robert Schumann“ direkt bei einem Friedhof einen passenden Parkplatz und können von hier aus die Innenstadt erkunden.






Der Platz vor dem "Grand Cafe du Theatre" in Lons le Saunier

Wir bummeln durch die Arkaden der Rue de Commerce, kaufen leckeren Käse und machen uns danach wieder auf den Weg zu unserem WoMo. Wir wollen heute noch bis Pontarlier fahren.

Dort (in Pontarlier) kommen wir im Feierabendverkehr an und lassen uns von Mathilde zum Camping Municipal führen. Wir suchen einen Stellplatz mit freiem Blick nach Süden, damit wir unsere SAT Antenne ausfahren können, um später das Fußball Länderspiel zu sehen.

Am nächsten Morgen brechen wir auf, um noch 2 Tage in Colmar zu verbringen. Wir folgen den kleinen Sträßchen bis Baume-les-Dames und wechseln dort auf die Autobahn in Richtung Colmar.

In Colmar gibt es einen Stellplatz direkt am Kanal und man darf die Einrichtungen (Toilette und Dusche) der Capitanerie mit benutzen. Allerdings schließt der Stellplatz Punkt 17:00 Uhr, dann kann man nur noch den Fußgänger Zugang benutzen. Hierzu ist ein Zahlencode erforderlich, den man beim Einchecken bekommt.



Vom Stellplatz in die Innenstadt von Colmar sind es nur 10 Minuten Fußweg. Wir sind früh genug angekommen um heute noch einen Stadtbummel zu machen.









Nach dem Stadtbummel geht es zurück ins Womo für ein Nachmittagsschläfchen. Später wandern wir nochmal in die Stadt, schließlich haben wir einen runden Geburtstag zu feiern. Wir essen in einem hippen Lokal (junges einheimisches Publikum, ganz und gar keine „Touristenkneipe“) Choucroute und Baeckeoeffe. Leider habe ich die Adresse vergessen :(

Zurück im Womo gibt es zur Feier des Tages noch dieses:


Colmar hat wirklich viel zu bieten, also werden wir auch den Samstag noch hier zu verbringen. Am Samstagmorgen kommt ein Bäcker auf den Stellplatz gefahren und versorgt die Womo Besatzungen mit frischen Backwaren, Milch und Butter.

Gegen Mittag brechen wir erneut zu einem Stadtrundgang auf. Heute lassen wir uns mit dem Touristenbähnle durch die Stadt kutschieren und lauschen dem Vortrag auf dem Audio Guide:



Dieser Stadtteil von Colmar wird auch Klein Venedig genannt. Man sieht sofort warum:



Hier hat es auch wesentlich mehr Touristen als im Franche-Comté...



Diesmal statten wir auch der Markthalle einen Besuch ab und kaufen Vorräte für das Wochenende ein:





Während unseres Bummels entdecken wir die eine oder andere „Kostbarkeit“ …



... allerlei lustiges ...



... ein fahrendes Sofa ...



... und manch anderes Schräge:







Wir vervollständigen unseren Wochenendeinkauf in einem Supermarkt direkt beim Stellplatz, der fast ausschließlich regionale Produkte anbietet. Wir erstehen eine geräucherte Forelle, zwei Entenkeulen, etwas Käse, Äpfel und verschiedenes mehr.

Abends beschließen wir nochmals ausgiebig zu tafeln und begeben uns ins Restaurant „Au Port Du Canal“, nur 200 m vom Stellplatz entfernt. Wir essen sehr, sehr gut, werden wirklich sehr nett bedient und sind überrascht, als die Rechnung kommt: Das war insgesamt wirklich seinen Preis wert.

Nach einer weiteren ruhigen Nacht hinter (Stellplatz-) Gittern brechen wir am Sonntag den 8.10. auf und fahren über den Schwarzwald (Lahr-Haslach-Wolfach-Schramberg-Rottweil-Stuttgart) direkt nach Hause.

Fazit: Wie erwartet war das Wetter jahreszeitgemäß. Unsere Heizung funktionierte prima und wir genossen es, per Vorwahlzeit pünktlich zum Aufstehen ein warmes Womo zu haben. Insofern fand das Projekt 'Wintercamping für Warmduscher' einen positiven Abschluß.

Aber wir hatten im Süden des Jura auch einige sehr schöne und sonnige Tage erlebt, die wir sehr genossen. Wir konnten sogar unsere Fahrräder hin- und wieder zum Einsatz bringen.

Viele Campingplätze haben nur bis Ende September geöffnet. Dementsprechend haben wir unsere Tagesetappen oft so geplant, dass wir am Ende des Tages einen noch geöffneten Campingplatz aufsuchen konnten.

Das Büchlein „Mit dem Wohnmobil durch den französischen Jura“ vom WoMo Verlag hat uns sehr geholfen. Viele sehenswerte Orte (z.B. Ornans, Nozeroy, …) hätten wir ohne diese Buch wahrscheinlich gar nicht besucht. Auch unser Freisteh-Experiment haben wir dem WoMo Führer zu verdanken. Der Platz an der D90 (Bélvédère Chalain) ist (bei trockenem Wetter!) wirklich sehr einsam und sehr schön.

Von uns besuchte Stell- und Campingplätze:
Baume-les-Dames: --> Link
Salins-les-Baines: --> Link
Thoirette: N 46°16'10", E 5°32'06" (Grande Rue, direkt an der D936)
Pont d‘ Ain: --> Link
Pontarlier: --> Link
Colmar: --> Link

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HUGOSTRATZ am 11 Jan 2018 13:13:50

Ein sehr schöner Bericht.

Macht mir richtig Lust, mal wieder ins grenznahe Frankreich zu fahren.


Vielen Dank!

G.H.

kukeulke am 11 Jan 2018 14:12:36

HUGOSTRATZ hat geschrieben:Ein sehr schöner Bericht.
Macht mir richtig Lust, mal wieder ins grenznahe Frankreich zu fahren.


Danke, das freut mich sehr. Wir werden auf jeden Fall nochmal hinfahren, dann
aber im Frühjahr. Nicht dass das Herbstwetter ein Problem für uns war - im
Gegenteil wir lassen uns gerne mal eine steife Briese um die Nase wehen - aber
ich stelle mir vor, dass der Jura auch im Frühjahr besondere Reize hat.

Menkehorstbecker am 11 Jan 2018 23:49:06

Sehr guter Bericht (Text und Fotos), man hat förmlich die Begeisterung gespürt, mit dem er geschrieben wurde!

Vielen Dank für die spannende Lektüre!

Thomas

kukeulke am 12 Jan 2018 12:44:08

Menkehorstbecker hat geschrieben:Sehr guter Bericht (Text und Fotos), man hat förmlich die Begeisterung gespürt, mit dem er geschrieben wurde!


Hallo Thomas,

vielen Dank für die freundlichen Worte. Wir sind zwar schon viele Jahre mit Mietmobilen unterwegs gewesen, aber seit 2016 fahren wir mit dem eigenen Wohnmobil. Da kann dann die Begeisterung schon mal mit einem durchgehen. Insbesondere wenn man im Sinne des Wortes 'erfährt', dass das gekaufte WoMo die gestellten Anforderungen komplett erfüllt. :)

Aretousa am 12 Jan 2018 16:54:01

Herzlichen Dank für diesen schönen, informativen Bericht.

In eine herrliche Gegend seid ihr gefahren und habt sehenswerte Fotos mitgebracht.

Ich wünsche euch weiterhin so tolle Reisen und freue mich, wenn ihr wieder darüber berichtet.

kukeulke am 12 Jan 2018 22:18:44

Aretousa hat geschrieben:Herzlichen Dank für diesen schönen, informativen Bericht. In eine herrliche Gegend seid ihr gefahren und habt sehenswerte Fotos mitgebracht. Ich wünsche euch weiterhin so tolle Reisen und freue mich, wenn ihr wieder darüber berichtet.


Vielen Dank für Deine freundlichen Worte. Wir werden sicherlich auch von zukünftigen Reisen berichten - solange wir niemanden langweilen. Im Moment ist ja eher die Zeit, sich beim Schreiben von Reiseberichten an Reisen zu erinnern ... aber wir werden auch bald wieder unterwegs sein :)

GeoHeiner am 13 Jan 2018 23:47:27

Auch ich bedanke mich.
Kommt mir doch irgendwie alles sehr bekannt vor. :-))
Und sorry für die falschen Koordinatenagaben für Nozeroy.
Die Beschreibung dorthin im Text stimmt zwar, die Koordiantenanbgeben müssen allerdings so lauten:
N46°46'21.0" E6°02'06.1"

Und wenn es interessiert: Die französischen Alpen erscheinen demnächst. Da gibt es keine Koordinatenfehler.

kukeulke am 14 Jan 2018 10:37:07

GeoHeiner hat geschrieben:Auch ich bedanke mich. Kommt mir doch irgendwie alles sehr bekannt vor. :-))
Und sorry für die falschen Koordinatenagaben für Nozeroy. Die Beschreibung dorthin im Text stimmt
zwar, die Koordiantenanbgeben müssen allerdings so lauten: N46°46'21.0" E6°02'06.1"


Die falschen Koordinaten waren nicht so schlimm, sie hätten uns ja auch nach Timbuktu führen
können :) Aber wir sind nicht sooo Navi-hörig, auch deswegen, weil ulke auf Tour immer eine
Karte vor der Nase hat. So ist 'Schlimmeres' verhindert worden :)

GeoHeiner hat geschrieben:Und wenn es interessiert: Die französischen Alpen erscheinen demnächst.
Da gibt es keine Koordinatenfehler.


Wir nehmen Dich beim Wort! Denn das könnte tatsächlich eines unserer nächsten Ziele
sein! Und zur Reisevorbereitung gehört für uns (sofern einigermaßen aktuell) immer
das passende WoMo Buch.
Wir hätten auch auf dieser Reise ohne Eure Tipps aus dem Buch manches nicht gesehen.
Leider hatten wir viel zu wenig Zeit für diese Gegend und konnten nur einem sehr kleinen
Teil Deiner Tipps folgen. Deshalb auch mal von dieser Stelle - Vielen Dank für die Arbeit,
die Ihr in das Buch gesteckt habt.

GeoHeiner am 14 Jan 2018 12:38:30

Danke!
Gleich noch ein Tipp für die Alpen:
Fahrt im Sommer. In den beiden Sommermonaten Juli und August macht zwar ganz Frankreich Ferien, in den französischen Alpen ist das aber gut zu ertragen mit Ausnahmen wie Annecy oder Chamonix, da treten sich die Leute auf die Füße und die Stellplätze sind überbelegt. Aber abseits dieser "highlights" gibt es eine ganze Reihe von Orten und Sehenswürdigkeiten, Wandermöglichkeiten und anderes mehr, die keineswegs überlaufen sind und wo man auch schöne oder sehr schöne Plätze findet. Im Oktober kann es passieren, dass man den einen oder anderen Pass (die hohen natürlich) schon nicht mehr befahren kann und die Wasserzapfstellen sind schon vielfach abgestellt. Die Seilbahnen hoch auf die Berge fahren fast nur (neben der Skisaison) in den beiden Monaten Juli und August. Manche Bahnen fahren in der Vor- und Nachsaison auch noch an den Wochenenden, aber eben nicht alle. Die Ausnahme ist hier wieder Chamonix, die ist nur im Oktober für Revisionsarbeiten mal außer Betrieb, ansonsten geht es immer hoch auf den Aiguille du Midi (3842m), eine schöne Angelegenheit aber auch sündhaft teuer.

mk9 am 14 Jan 2018 14:29:34

Das war wieder einmal ein sehr schöner Reisebericht. Erinnert mich teilweise an unserem Urlaub im Mai 1995.

Mal eine andere Art von Urlaubserlebnissen, abseits von Rummel und hektischer Aufregung.
Die Franche-Comté ist eben eine Landschaft des Unscheinbaren, keine riesigen Hotelkomplexe, auch Schlösser und Kathedralen sind dort rar.

Dafür gibt es landschaftliche Schönheiten, versteckter Charme von kleinen Dörfern, nicht zu vergessen die Weine von der Côtes d `Arbois, die Käsesorten Morbier, Bleu de Gex und Comté, den Seen und Tälern dieser Gegend Frankreichs. Weil auch die Departements DOUBS und JURA wenig industrialisiert sind , sind auch die Flüsse z.B. Doubs, Loue, Dessoubre und Ain noch sehr klar.

Wer Ruhe im Urlaub haben möchte, für den ist meines Erachtens diese Region eine gute Wahl. Lac de Chalain ist ebenso sehenswert, der Lac de Vouglans mit Talsperre, die Uhrmacherstadt Morez und der Wasserfall " Cascades d `Hérisson " . Schon immer stand die Franche-Comté im Schatten des nahen Burgund. Es ist halt schön, wenn es Gegensätze gibt. Jede Region hat ihren Reiz, so auch die Landschaft im Jura.

Aber das habt Ihr ja selber im Oktober erfahren.

Schönen Dank für Euren Bericht, hat mir sehr gut gefallen.

Viele Grüße vom schönen linken Niederrhein
Manfred

PS Viaduc de Cize - Bolozon hättet Ihr doch befahren können, Platz war doch genügend vorhanden :D

kukeulke am 15 Jan 2018 10:40:55

mk9 hat geschrieben:Das war wieder einmal ein sehr schöner Reisebericht. Erinnert mich teilweise an unserem Urlaub im Mai 1995.


Danke!

mk9 hat geschrieben:Mal eine andere Art von Urlaubserlebnissen, abseits von Rummel und hektischer Aufregung...


Genau deswegen sind wir dahin gefahren. Und wir haben genau das gefunden, was wir gesucht haben: Erholung, Entschleunigung und eine
sehr schöne Landschaft. Danke für den Tipp mit der Uhrmacherstadt. Den haben wir uns gemerkt für den nächsten Besuch, wenn wir etwas mehr in die Berge fahren. Und die Käsesorten haben wir natürlich probiert, einen sehr guten Comté bekommen wir sogar hier zuhause auf dem Wochenmarkt.

mk9 hat geschrieben:PS Viaduc de Cize - Bolozon hättet Ihr doch befahren können, Platz war doch genügend vorhanden :D


Ja, mich (kuke) hat es schon in den Fingern gejuckt, aber die beste aller Beifahrereinnen (ulke) hat gedroht,
wenn ich es versuche, würde sie zu Fuß nach Hause laufe. Und da ich nicht weiß ob ein DUC nach 600 km
Schrittgeschwindigkeit Schaden nimmt, habe ich erst einmal davon abgesehen... :lol:

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