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PaulCamper

Unterschiedliche Solarmodule parallel verbinden 1, 2, 3


Solexpeter am 22 Jan 2018 08:53:49

Hallo,

was ist zu beachten wenn Solarmodule von unterschiedlichen Herstellern bzw. auch unterschiedlicher Leistung (Wp) parallel verbunden und beide an einem Solarregler betrieben werden ?

Ich verwende zur Zeit ein Modul S480M36 Ultra mit 120 WP von Solara auf dem Dach, dazu ein BlueSolar MPPT 75/15 Solarladeregler mit Bluetooth_Dongel.

Zusätzlich möchte ich an dem vorhandenen MPPT 75/15 Solarregler ein faltbares Solarmodul KVM 100 Wp nach Bedarf über eine Aussensteckdose anschließen. Eventuell später ein zweites Solarmodul auf dem Dach mit dem MPPT 75/15 verbinden und das faltbare Modul an einem zweiten Regler verwenden.

Die Leistung des Reglers dürfe ja ausreichen, max 15 A. Ist grundsätzlich etwas bei den Zelltypen (monokristalline / polycristalien), der Zellanzahl oder der Leerlaufspannung zu beachten?

Gruß Peter

rolfblock am 22 Jan 2018 10:39:15

Nur gleiche Zellenanzahl. Rest ist sekundär.

xbmcg am 22 Jan 2018 10:46:45

Die Spannung Ump sollte in etwa gleich sein. Ich würde noch je eine Schutzdiode
pro Panel im Anschlußkasten einbauen (String Diode wegen Verpolungsschutz,
am Besten eine Schottky-Diode z.B. SB1540 oder so).

Natürlich muss der Regler auch die Leistung verarbeiten können.

rolfblock am 22 Jan 2018 12:57:46

Bei gleicher Zellenzahl ist die Spannung in etwa gleich, zwei bis drei Volt im Leerlauf hin oder her sind irrelevant.
Dioden brauchst du bei 36 Zellen keine, wenn die Panels parallel geschaltet sind.
Verpolung kannst du durch Sorgfalt vermeiden.

Nicht bange machen lassen!

Gast am 22 Jan 2018 13:15:35

xbmcg hat geschrieben:Ich würde noch je eine Schutzdiode
pro Panel im Anschlußkasten einbauen (String Diode wegen Verpolungsschutz,
am Besten eine Schottky-Diode z.B. SB1540 oder so).

...


Hallo xmbcg,

Ich finde es schade, dass du neben den vielen sinnvollen und hilfreichen Informationen immer wieder den Quatsch mit der Diode anbringst.

Nochmals zur Errinnerung: die üblichen Solrazellen sind Halbleiter aus N- und P- dotierter Schichtung.
Bild
Die sperren sowieso in Gegenrichtung!

Das Schaltbild ist

Bild


Nicht umsonst sieht es der Diode so sehr ähnlich ...

Grüße, Alf

Solexpeter am 22 Jan 2018 14:18:24

Hallo und vielen Dank für Eure Erklärungen und Hinweise,

also brauche ich nur auf eine in etwa gleiche Leerlaufspannung und die Anzahl der Zellen achten. Und natürlich das die Panele zusammen max. 15 A haben.

Was mach ich aber nun wenn die Anzahl der Zellen nicht angegeben wurde?

Beim Modul S480M36 Ultra auf dem Dach sind 36 Zellen angegeben --> Link

Beim faltbares Solarmodul KVM 100 Wp --> Link ist leider keine Zellenanzahl angegeben....

Passen diese zwei nun zusammen?

Gruß Peter

Gast am 22 Jan 2018 14:29:42

Das eine Panel hat 18,77 das andere 19,07 Volt im optimalen Betriebspunkt. Kannst du bedenkenlos parallel betreiben.

Übrigens findest du das erste wesentlich billiger bei anderen Anbietern. Beispiel --> Link

Grüße, Alf

Solexpeter am 22 Jan 2018 15:56:22

Hallo,

danke für den Hinweis. Nach Angaben der Voltzahl passt das sehr gut. Aber wie ist das mit der Anzahl der Zellen, beim faltbares Solarmodul KVM 100 Wp ist die Anzahl ja nicht angegeben.

Ich hatte das Modul S480M36 Ultra mit dem notwendigen Zubehör, wie Spoiler, Kleber, Verbindungskabel, Dachdurchführung usw. direkt bei Solara gekauft. --> Link

Bisher hat das mit dem zusätzlichen faltbarem Modul KVM und Anschluß über 12 Volt Aussensteckdose auch gut funktioniert, ich hatte dort bei guter Sonneneinstrahlung bis zu 12 Ah erreicht (Abgelesen am Büttner Batterie-Computer MT iQ Basic).

Etwas verunsichert war ich nach einer Preisanfrage für ein weiteres Modul auf dem Dach. Der Händler meinte das das von mir angefragte Solara E360M30 nicht mit dem vorhandenen S480M36 kombinierbar wäre weil das ein anderen Zelltyp hätte.

Ich lass das jetzt erstmal so wie es ist und falls ein weiteres Modul auf´s Dach soll nehme ich einen separaten neuen Regler.

Gruß Peter

rolfblock am 22 Jan 2018 16:24:08

man kann und darf sich das Leben auch beliebig schwer machen. Wozu soll ein weiterer Regler gut sein? Der bisherige schafft den Strom/die Leistung.
Warum gleiche Technologie bei den Modulen?

Es könnte soooooo einfach sein: Kopf ausschalten, Bedenken wegdrücken, 36 zellige Panels parallelschalten. Fertig! Keine Dioden!

Nun wieder Kopf einschalten und sich über den Mehrertrag freuen.

gespeert am 22 Jan 2018 20:30:41

xbmcg hat insofern recht, als der max. Stringstrom ueberschritten wird.
Das ist meist ab 3 Modulen der Fall wenn man parallel schaltet. Dann muss gegen Ueberstrom gesichert werden, entweder mit Dioden oder Sicherungen.

Als Beispiel:
Du planst 6 Module aufs Dach zu setzen.
Der max. Strangstrom pro Modul ist 10A. Nun hast Du ein gutes Angebot mit einem Impp von 5A bekommen und baust dies ein. 6 Module kommen gesamt auf 30 A.
Nun wird sich ein Fehler in einem Modul so auswirken, dass dieses sozusagen zum Verbraucher wird.
So speisen jetzt 5 Module zurueck und die interne Beschaltung des defekten Moduls muss 25A aushalten.
Sonst wird es warm. In jedem Fall muss also geprueft werden ob Limits ueberschritten werden wenn man generatorseitige Aenderungen vornimmt!

Gast am 22 Jan 2018 20:39:55

Hallo Gesperrt,

Das ist wirklich interessant. Erklär mal bitte, welcher Fehler zu so einem Verhalten führen könnte.

Grüße, Alf

rolfblock am 22 Jan 2018 20:48:40

Wir reden hier über ein Modul 120 Wp. Dazu ein faltbares mit 100 Wp.
Evtl. noch ein weiteres 120 Wp.

Maximal können zwei 120 Wp Module ein defektes portables Faltmodul rückwärts aufblasen. Wenn es eingesteckt ist! Dazu stehen ihnen 15 A bei max 18 V zur Verfügung. Der Regler nimmt sich seinen Anteil.
Das defekte Modul müsste nun den "sweet spot" finden um sich selbst maximal aufzuheizen. Stichwort "Widerstandsanpassung". Es müssen also eine geeignete Anzahl Zellen durchlegieren und der Rest durchbrechen, damit in dem defekten Panel die maximale Energie umgesetzt wird. Und das bei 18 V und 36 Zellen in Serie.

Haben wir noch weitere derartig gravierende Probleme?

Gast am 22 Jan 2018 20:58:29

rolfblock hat geschrieben:Maximal können zwei 120 Wp Module ein defektes portables Faltmodul Es müssen also eine geeignete Anzahl Zellen durchlegieren und der Rest durchbrechen, damit in dem defekten Panel die maximale Energie umgesetzt wird. Und das bei 18 V und 36 Zellen in Serie.


So ist das also!

Vermutlich ist es warscheinlicher, dass die Solarpanels aufgrund einem Nuklearschlag verbrennen. Welche Vorkehrungen habt ihr dagegen getroffen?

Nur mal so angemerkt... Alf

Sunti am 22 Jan 2018 22:00:09

Hallo miteinander,

was limitiert / begrenzt den Stringstrom auf 10A ? Das Kabel, die Stecker ?

Greetz SunTi

berny2 am 23 Jan 2018 00:59:56

KudlWackerl hat geschrieben:Vermutlich ist es warscheinlicher, dass die Solarpanels aufgrund einem Nuklearschlag verbrennen. Welche Vorkehrungen habt ihr dagegen getroffen?
Nur mal so angemerkt... Alf

Mit etwas Mühe lassen sich hier sicherlich noch mehr Thema-kaputt-reden-und-diskutieren-und-fragen-Beiträge generieren... :mrgreen:

gespeert am 23 Jan 2018 05:49:51

Was den Stringstrom limitiert, sind generatorseitige Eigenheiten wie Leiterbahnen.
Je nach Modul kann das variieren. Der max. Strangstrom ist auf dem Modul angegeben.

Trashy am 23 Jan 2018 08:19:19

Und dieser müsste Isc entsprechen, weil mehr geht nicht.

uwet am 23 Jan 2018 12:38:11

KudlWackerl hat geschrieben:Vermutlich ist es warscheinlicher, dass die Solarpanels aufgrund einem Nuklearschlag verbrennen. Welche Vorkehrungen habt ihr dagegen getroffen?
Alf


Guter Spruch. Ich stimme voll zu.
Bei 22V reicht es das eine Zelle im Modul noch ganz ist und es fließt kein Strom rückwärts. Aber wenn sie Dioden verbauen wollen, bitte. 1 Diode hebt eine Zelle auf. Wer genug davon im Modul hat.

Gruß Uwe

xbmcg am 23 Jan 2018 16:50:01

Hallo Alf,

ich hab Euch mal ein wenig Zeit gelassen, um über die Dioden und deren Sinn selbst nachzudenken.
Ihr seid noch nicht auf der richtigen Spur, deshalb noch ein Tipp:

Eine Diode hat in Durchlassrichtung einen Spannungsabfall Uf, damit hast Du erst mal Recht,
dass man bei einer normalen Diode 0.7V und bei einer Shottky Diode (je nach Flußstrom 0.2-0.4V) verliert.

Die Diodenkennlinie hat aber in Sperrrichtung auch eine Kennlinie (wird bei Zener Dioden z.B. genutzt),
und sie Sperrt auch brav relativ lange, bis die Durchbruchspannung erreicht ist. Danach wird's lustig.

Nun stell Dir mal vor ein Modul ist verschattet und hat eine Modulspannung von 0V, die anderen Module erzeugen Strom
mit 20V, das verschattete Modul ist so zu sagen "Verpolt" angeschlossen Es liegt eine Spannung von 20V in Sperrrichtung an.
Wenn die Durchbruchspannung einer Zelle errreicht ist, schaltet sie durch und es fließt der Strom, der durch die anderen Module
erzeugt wird durch diese Zelle. Sagen wir mal , die Zelle ist für einen Strom von 6A ausgelegt, ein weiteres Modul
würde 6A "reindrücken" in Sperrrichtung. Das ist gerade noch OK. Wenn 2 Module arbeiten und eins sperrt, kannst Du
schon 12A über das verschattete Modul verheizen. bei 3 Modulen 18A... Du siehst hoffentlich, wo das hinführt.

Deshalb steht auch auf jedem Modul, mit welcher Sicherung Du den Strang schützen sollst.
Mit Stringdioden wird der Rückstrom von vorne herein begrenzt / verhindert, da die Durchbruchspannung der Stringdioden
weitaus höher liegt als die Stringspannung. Das heißt, sie sperren zuverlässig über den gesamten Arbeitsbereich des Moduls,
im Gegensatz zu den Einzelzellen.

Jeder Hersteller hat unterschiedliche Zellen, die er verbaut. Es gibt Module, deren Zellen die nötige höhe der Durchbruchspannung
haben und diese höher liegt als die Leerlaufspannung des Moduls. Damit sind diese Module "eigensicher" bei Parallelverschaltung.
Wenn Du aber Seriele Strings aus Modulen baust und aus den Strings parallel ein Feld erstellst, ist das Problem wieder da,
weil die Stringspannung doppelt oder mehrfach so hoch ist wie Uoc des Einzelmoduls, da nutzt die Eigensicherheit nichts mehr.

Stringdioden sind kein Unsinn sondern Best Practise.

Hoffe, Du hast nun was zum Nachdenken...

BildBild

rolfblock am 23 Jan 2018 17:33:24

Das ist mir genauso bekannt gewesen. Und die Dioden sind sicherlich bei großen Solaranlagen mit seriellen und parallelen Feldern notwendig.
Aber alles das gibt es im Wohnmobil, um das es hier geht, nicht.

Es gibt nur extrem unwahrscheinlich ein vollständig verschattetes Modul, was 0 V hat. Sobald nur ein bischen Licht ankommt steigt die Spannung auf über 20 Voc.
(Ein zugeklappter Solarkoffer könnte dunkel sein, man kann ihn aber aufklappen, bevor man ihn anschließt)

Ein Teil des maximalen Stromes oder sogar der ganze Strom wird vom Solarregler verwendet und in die Batterie bzw. Verbraucher geschickt. Dabei steigt die Solarspannung kaum über 18 V an.

Eine einzelne Solarzelle hat eine Rückwärtsdurchbruchspannung von was weiss ich?
Davon sind 36 Stück in Serie. Da wirst du mit deinen 18 V nichts durchbrechen können. Insbesondere nicht, wenn das Modul noch einen Hauch von Licht sieht.

Dein Hinweis Dioden einzubauen halte ich daher für eine Fehlanpassung.

Merke: in einem 12 V Batterie / 18 V mmp / 22 V Uoc System brauchst du keine Dioden.

Julia10 am 23 Jan 2018 17:47:33

rolfblock hat geschrieben:Ein zugeklappter Solarkoffer könnte dunkel sein, man kann ihn aber aufklappen, bevor man ihn anschließt


;D ;D ;D

uwet am 23 Jan 2018 19:01:49

xbmcg hat geschrieben:ich hab Euch mal ein wenig Zeit gelassen,
Die Diodenkennlinie hat aber in Sperrrichtung auch eine Kennlinie (wird bei Zener Dioden z.B. genutzt),
und sie Sperrt auch brav relativ lange, bis die Durchbruchspannung erreicht ist.
Jeder Hersteller hat unterschiedliche Zellen, die er verbaut.

Zeit lassen wir Dir auch, probier's einfach aus wenn mit der Theorie hapert. Die Zellen mit Z-Dioden zu vergleichen ist gut, nur sind es eben 36 Stück in Reihe. Macht 36 mal 20V Sperrspannung einer Zelle. Schlechte Zellen haben 15V Sperrspannung, rechnen wir damit fließt so ab 540V Spannung am Solarmodul Strom rückwärts. Das passiert dann aber auch bei Sonne. Nur wo kommen die 540V her ? Der thermische Durchbruch entsteht wenn aus einem teilverschatteten Modul Strom entnommen wird, nicht durch parallele Module die da Strom in die gerade verschatteten hinein schicken sollen.
Das haben wir jetzt schon so oft durch. Eine Diode in Reihe zum Modul bringt nichts, schadet aber auch nicht. Geht halt etwas Leistung verloren.

Gruß Uwe

gespeert am 23 Jan 2018 22:28:16

Es gibt die Angabe der max. Systemspannung, also Umax_Strang, im Strang fuer in Reihe geschaltete Module wichtige Info.
Und Imax_Strang, also die im schlechten Beispiel angegebenen 10A. Diese stellen die Belastungsgrenze dar.

at Trashy
nein, Isc ist der im Kurzschlussfall im Modul fliessende Strom, erzeugt durch die Sonneneinstrahlung.
Istr, Imax, aehnliche Angaben stellen den max. Strangstrom dar, der bspw durch Rueckstroeme der einzelnen Ketten entstehen kann. Ob nun der String zu Hause auf dem Dach mit Umax 1000VDC und 20 Modulen montiert ist, oder auf dem Womodach mit einem Generator pro String ausgefuehrt ist, ist erstmal fuer die Absicherungsbetrachtung nebensaechlich. Natuerlich nicht fuer den Leerlaufbetrieb und damit die Spannungsfestigkeit der Laderegler/Umrichter.
Entscheidend ist fuer die Absicherung jedoch der Strom!! Und zwar der maximale Strangstrom im Rahmen der Rueckspeisung.

Habe ich eine Womoanlage, so duerfen deren Limits nie ueberschritten werden.
Also bspw. die Leerlaufspannung und Strombelastbarkeit der Komponenten.

gespeert am 23 Jan 2018 22:45:24

at rolfblock
auch bei einem 12V, 18V, 22V System koennen Stroeme auftreten welche Limits ueberschreiten.
Und diese muessen abgefangen werden.
Auf dem Womo wuerde ich eher Sicherungen fuer Solarsysteme benutzen und diese sehr genau dimensionieren.

uwet am 24 Jan 2018 12:14:23

gespeert hat geschrieben:Entscheidend ist fuer die Absicherung jedoch der Strom!! Und zwar der maximale Strangstrom im Rahmen der Rueckspeisung.

Auch auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole, es gibt keine Rückspeisung aus beleuchteten Modulen in ein paralleles verschattetes Modul. Das ist eine Mähr die immer wieder im Internet kursiert. Technisch unmöglich.

Gruß Uwe

achim49 am 24 Jan 2018 13:55:32

Ein Hallo an alle diskutierende,
ich bin Solar-unbedarft aber interessiert, möchte demnächst auch haben. So weit, so gut.

Aber was mache ich jetzt mit all dem was ihr so verbreitet ? Das ist keine Wertung, sondern nur die Frage nach dem Sinn. Oder soll hier nur Theoretisches Fachwissen ausgetauscht werden ?
Ich möchte meine geplanten 72 Zellen Module einfach parallel verbinden, damit bei einer Teilverschattung trotzdem noch am MPPT Regler was passiert.Irgendwo habe ich gelesen, wenn in serie, dann geht bei Teilverschattung gar nicht`s mehr.
Der Hersteller schreibt, daß in den Anschlußkästen bereits Dioden verbaut sind, ist es das worüber ihr so heftig diskutiert ?

Denn mal einfach gesagt was ich verstanden habe ist: es ist nicht wirklich falsch oder schädlich diese dioden zu verbauen. Oder ?

Ein Gruß mit viel Spannung an alle.

Trashy am 24 Jan 2018 14:30:54

Hi,
man unterscheidet zwischen Blocking und Bypass Dioden.
Bypass Diden dienen dazu ein abgeschattetes und damit blockierendes Modul bzw. Modulteil zu umgehen und damit wieder Strom zu liefern.
Die Blocking Diode verhindert die Umkehr der Stromrichtung. Sie liegt in Reihe zum Panel und generiert einen Spannungsfall und damit Verluste. Ist bei 72 Zellen unerheblich und wird meiner Meinung nach bei kleinen Womo Anlagen überschätzt - schadet aber auch nicht.

gespeert am 24 Jan 2018 20:32:31

at uwet

wo steht in meinen Posts was von abgeschatteten Modulen?
Die Stringsicherungen oder Dioden haben da nichts mit zu tun!
Dafuer wurden u.A. die Bypassdioden integriert, das ist eine voellig andere Baustelle!

at achim94

Du kannst gleichartige Module voellig entspannt parallel schalten.
Dein Mpp-Regler versucht immer den optimalen Arbeitspunkt einzustellen.
Diese Daten sind auf dem Typenschild verzeichnet, ebenso wie die nominale Leerlaufspannung und der Kurzschlussstrom. Die vier Kenndaten sind fuer den Normalbetrieb notwendig.

Sind die Module im Fehlerfall, ist es wichtig, dass die Grenzen nicht ueberschritten werden.
Dazu sind Umax und Imax wichtig. Diese Angaben sind wichtig fuer Reihenschaltung, Umax da Addition der Spannungen.
Imax fuer den Fehlerfall im Parallelbetrieb.

Umax ist die max. Spannung der verbauten Dioden (Bypass) im Modul und der Isolatorwerkstoffe.
Imax bezieht sich auf die Modulbeschaltung, d.h. Strombelastbarkeit deiner Komponenten.
Im Fehlerfall verhaelt sich das defekte Modul wie ein Verbraucher, alle weiteren Module speisen bei Parallelschaltung auf das defekte Modul ein. Dies dimensioniert Imax. Zur Absicherung gegen Rueckstroeme kann man entweder Dioden oder Sicherungen verbauen.
Die Bypassdioden im Anschlusskasten des Generators sollen Auswirkungen durch Verschattung oder Fehler der internen Modulverschaltung verringern!

Im Zweifel frage einen guten Solarteur.

gespeert am 24 Jan 2018 20:37:25

at Trashy
so aehnlich ist die Erklaerung korrekt.

uwet am 24 Jan 2018 22:50:09

gespeert hat geschrieben:at uwet
wo steht in meinen Posts was von abgeschatteten Modulen?

Im Fehlerfall verhaelt sich das defekte Modul wie ein Verbraucher, alle weiteren Module speisen bei Parallelschaltung auf das defekte Modul ein. Dies dimensioniert Imax. Zur Absicherung gegen Rueckstroeme kann man entweder Dioden oder Sicherungen verbauen.

Dann erkläre doch bitte mal dem Technik Experten was Du genau mit Rückströme meinst. Vielleicht kann ich Dir dann folgen. Ehe sich ein defektes Modul wie ein Verbraucher verhält müssen mindestens 34 der 36 Zellen Kurzschluss haben. Das ist so unwahrscheinlich wie ein Atomschlag. Das hatten wir schon weiter oben. Wir sollten Dich als Experten nehmen. Du weißt Mähr.

Gruß Uwe

gespeert am 25 Jan 2018 04:59:19

at uwet

Wie der Fehler im Modul entsteht, hat diverse Ursachen, Hagelschaden, gerissene Zellen, Schwingungen durch den Fahrbetrieb, Betreten der Zellen auf dem Dach, Lager- und/oder Transportschaeden, ...
Nach aussen hin gesehen, koennen Potentiale unterhalb der Mpp Spannung auftreten.
Was genau den Fehler hervorruft, ist fuer das Gesamtverhalten voellig egal!
Durch die Parallelschaltung treten Ausgleichsstroeme auf, die sich in der Verdrahtung zum defekten Modul summieren.


So brennen dann die Anlagen ab.

uwet am 25 Jan 2018 14:44:07

gespeert hat geschrieben:at uwet
Wie der Fehler im Modul entsteht, hat diverse Ursachen,
Durch die Parallelschaltung treten Ausgleichsstroeme auf, die sich in der Verdrahtung zum defekten Modul summieren.
So brennen dann die Anlagen ab.


Hi, hast Du denn schon mal Ausgleichströme gemessen, ich nicht. Weil es die nicht gibt. Das ist eine Mähr aus dem Internet. Ich habe auch noch kein Modul gesehen an dem fast alle Zellen Kurzschluss haben, um dann Strom aufnehmen zu können. Eher Module die gar nichts mehr machen weil irgendwo unterbrochen. Abgebrannte Zellen kenne ich, die Energie dazu kommt aber aus dem Modul selbst wenn z.B. eine Zelle eines Teilstrings verschattet ist und/oder Kontaktprobleme/Übergangswiderstände im Modul auftreten. Das hat nichts mit Parallelschaltung zu tun, und tritt bei 12V Modulen an 12V Anlagen auch nicht auf. Wenn man allerdings 24V-Module über einen MPP-Regler am 12V-Akku betreibt, sollte man das hier --> Link --> Link lesen und gedanklich das verwendete Wort Wechselrichter durch Solarregler ersetzen. Ich stelle das hier noch mal für die Leser des Forums klar.

Gruß Uwe

rolfblock am 25 Jan 2018 18:23:03

rolfblock hat geschrieben:Nur gleiche Zellenanzahl. Rest ist sekundär.


Somit sind wir wieder am Anfang der Anfrage angelangt. Damals hatte ich bereits die Zusammenfassung gegeben.

Also, die drei Module parallel schalten, Dioden weglassen, und sich über den Ertrag freuen.

Für dieseKurzfassung des Ausblicks in die Zukunft der Forenbeiträge hätte ich ja etliche positive Bewertungen verdient.
Vielleicht brauchen wir meine klaren, leicht verständlichen Kommentare hier gar nicht.

berny2 am 25 Jan 2018 19:44:13

rolfblock hat geschrieben:Somit sind wir wieder am Anfang der Anfrage angelangt. Damals hatte ich bereits die Zusammenfassung gegeben.

Also, die drei Module parallel schalten, Dioden weglassen, und sich über den Ertrag freuen.

Für diese Kurzfassung des Ausblicks in die Zukunft der Forenbeiträge hätte ich ja etliche positive Bewertungen verdient.

Hast Du, zumindest von mir. Manchmal/oftmals kann die einfache Lösung die beste sein... (aber, wer will das schon...? :x )

gespeert am 25 Jan 2018 19:47:46

at uwet,
hast Du eine Schulung auf Solartechnik?

Ich habe eine. Und der Ausbilder steht regelmaessig mit seinen Gutachten vor Gericht um Forderungen von Kunden gegenueber Pfuschanlagenerrichtern durchzusetzen.
Das Beharren auf Nichtabsicherung der Anlagenfehler ist da oft ein Thema!
Und es ist egal ob Hausanlage oder Womo, wenn die Stromlimits ueberschritten werden, knallt es.
Wir sind nicht bei "wuensch Dir was" sondern bei "so isses"!
Soviel zum off topic.

gespeert am 25 Jan 2018 19:53:30

Sicher werden die Stroeme dimensioniert und ggf. nachgemessen.
Dazu muss man den Fehler aber gezielt verursachen (Stringfehler) wenn man seine Rechnung pruefen moechte.
Aber die Erfahrungswerte aus der Praxis zeigen die Richtigkeit der Annahmen oft auf.

gespeert am 25 Jan 2018 19:57:55

at berny,
3 Module parallel ist bei Impp von 4A pro Modul und 15A I strang_max natuerlich kein Problem.
Im Fehlerfall hat man ja nur 12A gegenueber einer Belastbarkeit von 15A.

Nur pruefen muss man es vorher.

uwet am 25 Jan 2018 21:04:07

Ich geb auf, wenn der Ausbilder das so gesagt hat dann soll es so sein auch wenn es der Theoretischen Elektrotechnik widerspricht.
Nimm ein 12V-Modul, lege bitte eine Spannung von außen an, miss Spannung und Strom und mach dann von der Anordnung ein Foto. Wenn Du das hin bekommst, also ich meine das Strom ins Modul fließt, mach ich 10 mal Plus zu diesem Beitrag. Dir ist sonst nicht zu helfen.

Gruß Uwe

Trashy am 25 Jan 2018 21:38:49

Also ich will es auch mal probieren :D
In dem Teilverschattungsartikel gehts ja zunächst mal um Reihenschaltungen.
Wir reden aber doch von drei gleichen, parallel geschalteten Modulen. Sie liefern alle im Idealfall die gleiche Spannung und haben die gleiche Leerlaufspannung.
Tritt eine Schieflage auf, so liefern die Panele unterschiedliche Leistungen. Ausgleichsströme fließen in umgekehrter Stromrichtung. Die Halbleiter verbieten diesen Zustand jedoch.
Wenn ich von meinen 72 Zellen pro Panel und einer Rückwärtsspannung Ur von 10V ausgehe, dann bräuchte ich alleine mehr als 720 Volt um einen Durchbruch in Sperrrichtung zu provozieren.

Fällt die Spannung an den Solarzellen unter die MPP Spannung - bei mir also Ladeschluss +1V - so würde sich unter 15,7V (bei mir 14,7V für AGM) die Stromrichtung umkehren wollen. Das verhindert aber der MPP Regler selber der nun in die Nachtschutzschaltung (Rückentladeschutz) geht.
Ansonsten hätte man jeden Morgen und jeden Abend ein Problem, da es dann garantiert zu Teilverschattungen kommt.

gespeert am 25 Jan 2018 23:52:21

Ihr denkt zu kompliziert.
Der Fehler, Ursache egal, fuehrt dazu, dass alle vorhandenen Module auf den Defekt einspeisen!
Verschattung ist es nicht, dafuer gibt es die Bypassdioden.
Zellenkurzschluss ist denkbar, kommt aber selten vor.
Ein Durchlegieren der Bypassdioden durch aeussere Einfluesse ist da wahrscheinlicher.
Das ist keine Raketenwissenschaft.

gespeert am 26 Jan 2018 00:03:58

at Trashy,
ist schoen, dass der Regler in den Rueckentladeschutz gehen kann.

Aber das setzt voraus, dass auch Strom in Richtung des Reglers fliesst.
Bei einem niederohmigen Defekt eines Strings, also mindestens 1 Modul pro String ist parallel verschalten, speisen die restlichen Module in den Defekt ein.
Wenn der Regler am Solareingang 0 V sieht, wird reglerseitig nichts passieren. Genau das ist aber das Problem, dieses muss durchdacht und ggf. mit einer Absicherung ausgeschlossen werden.
Ob Diode oder Sicherungspatrone, kommt auf die Lage an.

gespeert am 26 Jan 2018 00:20:16

at Trashy,

der Regler ist im beschriebenen Fehlerbild nicht relevant.
Die Vorgaenge spielen sich im Modulfeld ab.
Dieses erstreckt sich bis zum GAK.
Selbst wenn der Regler abschaltet, ist dies kein Schutz. Es passiert ja am Solareingang, der Regler schaltet ja bei wenigen Volt ueber Grenzwert ein oder bei Bedarf.

rkopka am 26 Jan 2018 00:53:23

gespeert hat geschrieben:Der Fehler, Ursache egal, fuehrt dazu, dass alle vorhandenen Module auf den Defekt einspeisen!

Aber was soll dann groß passieren ? Das Modul ist sowieso defekt. Durch den Kurzschluß fällt dort auch keine Leistung ab, oder es brennt durch den Strom eine Schwachstelle durch. An den Zuleitungen fließt der Summenstrom der anderen Module. Ist sicher mehr als sonst, aber bei der üblichen dicken Verkabelung um Verluste zu vermeiden, auch keine große Sache.

Hier mal eine Zahl zur Interpretation. Ich habe eine kleine Solarplatte genommen, 22Vleer 600mA(Kurzschluß) kein Licht , und habe 23V angelegt. Jetzt flossen 200mA. Zumindest im Anschlußkasten gibt es keine Dioden.

RK

gespeert am 28 Jan 2018 12:24:51

Nochmal, ein Defekt, egal ob am/im Modul, oder an den Zuleitungen, kann dazu fuehren dass die Leitung durch rueckspeisende Module ueberlastet wird.
Dann ist die Verlegung entscheidend was weiter passieren kann oder wird.
Sicher werden 4 oder 6 Quadrat den Unterschied machen, aber bei 2,5 Quadrat wird es schnell grenzwertig.
Ich sehe und pruefe aufgrund der Vorkenntnisse etwas genauer.

rkopka am 28 Jan 2018 12:41:53

gespeert hat geschrieben:Dann ist die Verlegung entscheidend was weiter passieren kann oder wird.
Sicher werden 4 oder 6 Quadrat den Unterschied machen, aber bei 2,5 Quadrat wird es schnell grenzwertig.

2,5mm2 ist für 26A spezifiziert. Das wären dann immerhin fast 500Wp an noch funktionierenden Modulen (18V). Und das ist ein sicherer Langzeitwert. Zumindest am Womodach wird nur eine kleine Minderheit solche Werte (>600Wp) erreichen. Da werden doch die dünnen Bahnen im Modul eher nachgeben als die dicke Zuleitung.

RK

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