Hallo,
diese Lötverbinder Link zum eBay Artikel sind ja recht oft im Kfz-Bereich (12V) in Gebrauch.
Sind sie auch im Haushalt bei 230V zugelassen?
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Hallo, diese Lötverbinder Link zum eBay Artikel sind ja recht oft im Kfz-Bereich (12V) in Gebrauch. Sind sie auch im Haushalt bei 230V zugelassen? Hallo Kurt, ganz pauschal geantwortet: sie sind "im Haushalt" nicht zugelassen .... (siehe VDE), weil zweite "Ummantelung" fehlt (aber z.B. mit/im Klemmkasten okay). Aber gemäß Anwendung der gültigen technischen Regeln und fachgerecht verarbeitet sind solche Lötverbinder zugelassen (ähnlich wie bei Quetschverbindern). Die im Link genannten Verbinder sind für max 600V geeignet (Vs bei 230V = 330V), pauschal beurteilt also geeignet - aber ob sie auch die geforderte Zulassung haben, kann ich nicht beurteilen. Es gibt auch namhafte Hersteller von Schrumpfschlauch-Lötverbindern, wie zB. "3M" Die Dinger sollen ja bis 600V spannungsfest sein. 275 Volt mehr als anliegen würde. Damit wäre die Spannungsfestigkeit ausreichend. Es gibt aber kein Datenblatt mit der Strombelastbarkeit, Isolation und keine Prüfnorm - damit unzulässig.
Es wird nur "max. Spannung" angegeben - "Spannungsfestigkeit" im Sinne der allgemein anerkannten Regeln wurde nicht genannt. Die Spannungsfestigkeit eines Bauteils/Material beträgt üblicherweise doppelte "Gebrauchsspannung" plus 1000 V. Bei der Isolationsmessung einer elektrischen Anlage wird i.d.R. mit 1000VAC gemessen .... wenn die im Link genannte Verbindungsstelle tatsächlich nur max. 600V Spannungsfestigkeit hätte, muss man damit rechnen, dass diese Stelle als fehlerhaft(mangelhafte Isolation) erkannt wird (sofern man dann die Klemmstelle noch auffinden kann).
Wieso dieses? DIN VDE 0100 T 600 ff schreibt für Isolationsprüfungen in Niederspannungsanlagen bis 1 kV 500 Volt Prüfspannung vor, nicht die oft kolpotierte doppelte Versorgungsspannung. Es ist allerdings auch kaum anzunehmen dass der Grenzwert von 1MOhm in einer Anlage mit diesen Verbindern unterschritten werden würde. Hier wäre wohl vielmehr der Berührungsschutz zu prüfen, der auch in Verteilerdosen vorhanden sein muss. Die Anforderung an eine gutr leitende Verbindung dürfte auch gegeben sein. Schutz gegen mechanische Einflüsse kann in einer Dose einer Anlage regelmässig entfallen. In sofern ist die Hülse - ohne sie gesehen zu haben - nicht schlechter als eine Steckklemme (die auch nur bis 600V Ueff zugelassen ist) im Kanal. Und das ist zulässig. Lötverbindungen, die nicht verklemmt sind, sind ebenfalls zulässig. Könnte also alles ok sein...nur das Prüfzeichen fehlt eben.
Hallo, danke für die Antworten. Eine Nachfrage: ……und bei den 3M Lötverbindern wäre die geforderte Zulassung/Prüfzeichen vorhanden? Da müsstest du das Datenblatt finden. Kommt eben drauf an, was der Hersteller dazu meint und wofür er gerade stehen will. Die Dinger gibts auch von Würth. Die Schreiben aber wenigstens über eine Durchschlagsfestigkeit von 2 kV/mm bis hin zu 36 kV/mm bei der High End Version und der Schutzart IP 67. Die Dinger würde ich privat ohne Bedenken verbauen. Gewerblich fehlt..... Alles klar, danke für eure Antworten. :)
Diese werden seit vielen Jahren im Großhandel für Elektroinstallateure angeboten ;D Vielen Dank. :top: Bei diesen Lötverbindern ist die Schmelztemperatur 135 Grad, Die Löttemperatur bei 150 Grad. Mir wäre das zuwenig. Die Schmelztemperatur von bleifreiem Lot liegt bei 180-200°C, beim bleifreien Lot liegt sie bei 218 – 230°C, mein Lötkolben ist bei ca. 320 +- x Grad. Grüße, Alf Das ist wenig, aber in Ordnung. In der DIN VDE 0298 T4 findest du alles über Strombelastbarkeit und Umgebungsumstände. Eine Leitertemperatur von 135 Grad wäre da ersteinmal per se unzulässig. Mit richtiger Dimensionierung geht das schon.... |
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