Caravan
cw

Chausson, Weinsberg, Challenger, Knaus-Qualitätsunterschiede


abnachlapalma am 11 Feb 2018 16:17:42

Liebe zukünftige Kollegen und Kolleginnen,

nach bislang einmaliger Miete (ja, in jeder Hinsicht) steht für diesen Sommer der Kauf des ersten eigenen Wohnmobils an. Fest steht, dass ein Händler aus der Region liefern soll. Garantie- und Reklamationsfälle sollen in der Nähe abgewickelt werden können. Auch die Aufbauart (Teilintegriert) und der Grundriss stehen in groben Zügen fest (Franz. Längsbett), ebenfalls die Abmessungen (max. 7m). Was noch vollkommen offen ist, ist der Hersteller. Nachdem ich mich lange und intensiv mit der sogenannten Einsteigerklasse beschäftigt habe komme ich nun so langsam zu der Erkenntnis, dass in den unteren Listenpreisregionen die Liste der Sonderausrüstungen besonders lang und damit teuer wird, womit dann gleich die Mittelklasse interessanter wird, die oftmals schöne Extras serienmässig an Bord hat (Rahmenfenster, 16er Bereifung, holzfreier GFK-Aufbau, Fenster in Dachhaube etc.).

Nun geht meine Frage an euch: Wie seid ihr mit euren Fahrzeugen zufrieden? Bitte beschreibt mir nicht die Vor- und Nachteile älterer Modelle, ich will ja einen 2017er oder 2018er erwerben. Und bitte versucht nicht, mich zu einem anderen Grundriss zu überreden oder mir die Vorzüge des Alkovens schmackhaft zu machen. Aber bitte korrigiert mich, sollte ich mit meiner Einschätzung falsch liegen, was die Klassifizierung der Hersteller angeht.

Und meine letzte Frage: Wie weit entfernt ist denn z.B. ein Knaus von einem Eura Mobil? Weil reizvoll wäre das schon :D

Liebe Grüße

Ödi

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

nanniruffo am 11 Feb 2018 16:33:52

Knaus sehe ich nicht einen Millimeter entfernt von Eura (und wir hatten beide Marken schon).

Chausson und Challenger sind ja die gleichen Fahrzeuge, nur in anderer Aufmachung.

Weinsberg (also Einsteigermobile von Knaus) sind ein wenig "einfacher" (aber bestimmt nicht unbedingt schlechter) und vergleichbar mit Sunlight und Carado.

Tom

abnachlapalma am 11 Feb 2018 16:50:01

Danke, Tom. Auf solche Antworten hatte ich als Greenhorn gehofft. Und ich lerne daraus. So hatte ich Carado/Sunlight z.B. unterhalb von Weinsberg angesiedelt.

Man lernt nie aus.

Liebe Grüße

Ödi

Hubi1 am 11 Feb 2018 16:56:12

Lieber Themenersteller
Am 4.2.2018 schreiben Sie in einem anderen Thread, dass sie zuerst ein Wohnmobil mieten wollen!!!
Hier hatten sie jetzt schon eins gemietet!! Was stimmt denn nun?
Bei 55 Beiträgen kann natürlich schon mal was in Vergessenheit geraten :-)

Sie wollen ein Wohnmobil kaufen; sind aber nicht sicher, welches es denn sein soll?
Hier bekommen sie jede Menge Tips, aber keiner wird ihnen die Entscheidung abnehmen.
Achja, Chausson, unter 6 m wird es wohl!!!

abnachlapalma am 11 Feb 2018 17:31:50

Warum denn gleich so aggressiv?

Ich heisse nicht Themenersteller, sondern Ödi. So unterschreibe ich auch meine Postings als wohlerzogener Mensch.

Im Sommer 2017 hatte ich zum ersten mal ein Womo gemietet, wie an anderer Stelle in diesem Forum bereits erwähnt. In diesem Jahr will ich erst eines mieten, dann kaufen. Gibt es da irgendwo einen Widerspruch? Ein Problem?

Chausson unter 6m steht weit oben. Der ist aber auch unter 7m. Rein mathematisch.

Und: Ja, ich suche hier die Meinung freundlicher Mitforisten und weiss auch, dass niemand mir meine Entscheidung abnehmen soll und wird. Aber bei der Entscheidungsfindung lasse ich mir gerne helfen. Und wer das nicht tun will, der soll es einfach lassen. Und wer mich nicht leiden kann (aus welchen Gründen auch immer), der kann mich blockieren.

Noch was, lieber Hubi1: An deiner Tastatur klemmt das Ausrufezeichen.

Liebe Grüße, und immer schön ruhig bleiben

Ödi

mantishrimp am 11 Feb 2018 17:51:41

Hallo,

ich war mit meinem Bürstner zufrieden, mit dem Laika auch und jetzt bin ich mit dem Knaus zufrieden aber meine Aussagen helfen dir nicht wirklich weiter.
Wohnmobile werden immer noch weitestgehend von Hand gebaut und von einem gleichbleibenden Qualtitätsstandard sind die Hersteller noch weit entfernt. Es gibt in jedem Thread zu einem speziellen Fahrzeug Ausreißer nach oben und natürlich auch nach unten.
Ein weiterer Punkt ist die Leidensfähigkeit oder der Wille auch einmal etwas selbst zu reparieren der verschiedenen Wohnmobilisten. Manchen macht es nichts aus 10 mal in die Werkstatt zu fahren um die 5 seitige Mängelliste abzuarbeiten. Andere schrauben die drei Abdeckungen oder sonstiges auf der Mängelliste einfach fest und fahren in den Urlaub.

abnachlapalma hat geschrieben: Bitte beschreibt mir nicht die Vor- und Nachteile älterer Modelle, ich will ja einen 2017er oder 2018er erwerben.

habe ich nicht vor aber in ein paar Jahren ist dein neues Modell ein älteres und da empfehle ich einen einfachen Test.
Frag mal bei einem entsprechenden Händler ein Ersatzteil an, z.B. einen Fender für ein 8 Jahre altes Mobil, was kostet das
Ersatzteil, ist es noch lieferbar und wie lange dauert die Lieferung?

kapewo am 11 Feb 2018 18:11:33

Unterschiede merkt man schon in der Verarbeitung bei den Herstellern. Aber dazu später.
Wir (2 Personen) sind vom 2014er Chausson Ti mit 5,99m auf einen 2017er Eura Ti mit 7,41m gewechselt.Der Chausson war im Bereich Dinette und Küche und Bad großzügiger geschnitten. Dafür hing das Bett unter der Decke über der Dinette. Nachteil es mußten beide zeitgleich aufstehen. Jetzt hängt das Schlafzimmer hinten dran.
Was mich am Chausson geärgert hat ist der teilweise planlose Verlauf von Versorgungsleitungen, Heizungsrohren und Stromkabeln. Unter dem Fahrzeug sah´s aus wie ein ungemachtes Bett. Bei Chausson scheint es ganz egal zu sein wie lang das Fahrzeug ist, s werden immer die längsten Kabel und Kabelbäume genommen. Was zu lang ist wird in Schleifen gelegt und mit Kabelbindern zusammengebunden oder in den Leiterrahmen geschoben. Heizungsschläuche gehen auch mal unter dem Fahrzeug zum nächsten Verteiler. Wasserleitungen werden nach hinten zum Bad über den Radkasten (30cm hoch)verlegt, statt auf dem Boden. Entleerung von Boiler und Wasserleitung erfolgt vorn. Wasser in den Schläuchen hinter dem Radkasten bekommt man in der Regel nur mit großem Aufwand entleert.
Da mag sich evtl. seit 2014 bis heute einiges verändert haben. Auch ist bei Chausson und dem Zwilling Challenger der Unterboden aus GFG und nicht mehr aus Holz. Dennoch ist in Wand und Boden immer noch Holz als Skelett verbaut.
Es gibt eben qualitative Unterschiede die sich aber auch im Preis bemerkbar machen.
Man muß da schon genau hinschauen und vergleichen.

steuertantegabi am 11 Feb 2018 19:01:21

Die Wände beim Chausson sind nicht mehr mit Holzskelett. Es wird zwar noch Holz verbaut, aber nur noch einzelne Leisten. Diese sind so verkleidet, dass sie mir Wasser keinen Kontakt mehr haben.
Genaue Auskunft erhälst du beim Händler.

Die Zuverlässigkeit des Händlers ist auch sehr wichtig. Es nützt nichts, wenn der Händler “vor der Tür ist“, aber sich um Fragen, Mängel usw. nicht kümmert.

Ich bin mit meinem Chausson zufrieden, hatte aber auch einige Reklamationen, die ohne Probleme von meinem Händler behoben wurden.

Viel Erfolg bei der Wahl.

Gabi

kapewo am 11 Feb 2018 19:43:53

Die Randkanten sind beim Chausson zwar nicht mehr aus Holz aber Holz in der Wand ( was weiterhin zur Verstärkung verbaut wird) birgt immer die Gefahr bei äußerer Undichtigkeit feucht zu werden.

chris11e am 11 Feb 2018 20:18:36

Moin Ödi, also ich kann einen Chausson mit einem Knaus vergleichen. Oder auch nicht. Denn den Chausson haben wir als Saison-Fahrzeug aus der Vermietung, den Knaus als Neufahrzeug gekauft. Der Knaus ist auf jeden Fall deutlich hochwertiger, wir hatten aber auch einige Dinge dran, die wir leider nicht selber machen konnten. Das waren Mängel im Kanus-Aufbau aber auch einiges beim Fiat. Am Ende (hoffentlich) ist jetzt alles so, wie es soll. Bei dem Chausson war das meiste wohl schon gefunden und gehoben, als wir ihn gekauft haben. Tatsächlich ist es nicht einfach, hier eine theoretische 100% Empfehlung zu geben. Alles hat mehr als eine Seite. Der Chausson hat z.B. deutlich einfachere Möbel als der Knaus, was auf der anderen Seite aber auch deutlich leichter ist. Usw usw. Meine Empfehlung? Vermutlich würde ich nicht wieder ein Neufahrzeug kaufen, vom Aufbau würde es aber eher wieder ein Knaus werden. Viele Grüße, Christian

tweiner am 12 Feb 2018 10:30:02

Moin Ödi,
unser Knaus ist zwar schon etwas älter (BJ 2008), aber ich bin auch durchaus mit der Qualität zufrieden.
Das einzige was mich stört ist der, von Knaus selbstgefertige Gaskasten, da ist das Blech / Rostschutz doch etwas schlecht ausgeführt. Gleiches bei dem Knaus unseres Bekannten (BJ 2010), das selbst gefertigte Batteriefach.
Das ist jedoch kein Grund diesen Hersteller zu meiden sondern eher der Tipp dort für einen passenden Rostschutz zu sorgen. Von Innen habe ich das damals mit Hohlraumspray gemacht - den Außenkasten schlicht vergessen!
Der Tipp gilt natürlich für alle die einen Knaus oder Weinsberg fahren!
gruß
Thomas

VS1400 am 12 Feb 2018 13:32:55

Hallo Ödi,

ich bin auch so in etwa an die Anschaffung herangegangen.
Welcher Händler ist in meiner Nähe und verkauft welche Hersteller?
Auf welche Ausstattung lege ich Wert?
Wie sind die Preise bzw. was möchte ich ausgeben? Hier kamen uns die Messepakete auf dem CSD sehr passend, alles drin zum akzeptablen Paketpreis.

Im Bereich der Ausstattung/Technik gibt es Unterschiede, das muss für jeden individuell passen (Solar, Klima, Markise?).
Benötige ich einen Doppelboden, wo soll die Therme installiert sein, Materialverwendung beim Aufbau wie gewünscht, usw. usw...?

Ab dann geht es doch eigentlich nur noch um den persönlichen Geschmack bei der Optik (Innen wie Außen) :D
Wobei ich hier beim Möbelbau besonderes genau hinschauen würde.

So sind wir dann bei unserem Knaus-Traummobil gelandet.
Auch bei dem musste das ein oder andere Teil nachgearbeitet werden (Sat-Anlage und Rückfahrkamera ab Werk defekt). Ist halt heute wegen des WoMo Booms nicht auszuschließen.

Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung.

Viele Grüße aus OWL

Volker

hacmac am 14 Feb 2018 14:55:04

Hallo Ödi,

wir haben dreimal gemietet, dann gekauft.
Zuerst einen Knaus Van TI mit 6m und Heckquerbett. Ich fand den Knaus gut, aber letztendlich ausserhalb unseres Budget. Und zu klein! Querbett im Heck und über der Garage..das wars nicht.
Dann ein Chausson.( Welcom 69) Nicht so gut verarbeitet wie der Knaus, aber teilweise gute Ansätze. Und preislich eher ins Budget passend. ( Grundriss franz. Längsbett bei 7m )
Als letztes Miet und Testfahrzeug ein 7.4m Weinsberg. Ganz gut, auch preislich... aber Holzunterboden, karge Ausstattung ( Längsbetten über Heckgarage ) Sogar zweites Fenster und Toilettenfenster aufpreispflichtig. Bei Fahren genauso rappelig wie der Chausson. Da finden wir sogar die Verarbeitung von Chausson besser !
Das wir nun einen Chausson gekauft haben, lag a) am Preis, b) am Grundriss, c) an der Länge von 6.49m, d) er stand so wie wir ihn haben wollten beim Händler auf dem Hof ( 80km entfernt)
Es hätte nicht unbedingt ein Ford Triebkopf sein müssen, aber mit Fiat Triebkopf hätte er erhebliches mehr gekostet.
Chausson/ Challenger haben viel Gfk verbaut, Rahmenfenster und sehr interessante Grundrisse.
Sunlight war auch in der engeren Wahl für 43000 als Mietrückläufer ( T64 )
Aber so ein WoMo ist eine sehr individuelle Sache. Da wir noch auf den Brief warten, gibts also noch keine Erfahrungen.
Wir sind selbst gespannt.
Viel Spaß bei der Suche ( die auch Spaß macht)
Gruß hac

sneupeter am 14 Feb 2018 22:03:14

Halla Ödi,

wir fahren seit März 2017 einen Challanger 270 (Baugleich Chausson 630) auf Ford mit zwei einzelnen Längs-Hubbetten. Ich weiß, du willst einen anderen Grundriss aber zu Erfahrungen mit Challanger kann ich etwas beitragen. Wir haben eigentlich gute Erfahrungen mit diesem Hersteller gemacht obwohl wir natürlich auch Mängel hatten. Der Aufbau ist komplett in GFK (Aussenhaut), XPS-Dämmung, innenseite Holz mit großen Wandstärken. Das Dach ist begehbar. Am Möbelbau haben wir auch nichts auszusetzen. Wir hatten vorher einen Dethleffs da war auch nichts besser. Mit dem Ford fahren wir sehr gerne und bereuen diese Wahl auch nicht. Die ehemaligen Motorprobleme sind seit Bauj. 2014 Geschichte.

Ich habe mir vor dem Kauf unendlich viele Testberichte und Meinungen im Internet angesehen. Perfekt ist wohl keiner und wie oben sehr treffend beschrieben wurde ist jedes Mobil tatsächlich Handarbeit und der derzeitige Boom trägt sicher nicht zu besserem Qualitätsmanagement bei. Auch die Wahl des Händlers ist sicher Glücksache und hat wenig mit der Entfernung zu tun. Wir hatten im September 2016 auf der Messe in Düsseldorf Kontakt mit einem Händler der uns ein sehr gutes Angebot gemacht hatte. Letzlich habe ich aber Abstand von ihm genommen da ich einige negative Threads über seine Servicebereitschaft gefunden hatte. Ein anderer Händler bot mir dann auf Anfrage die gleichen Konditionen an. Der Händler ist immer Ansprechpartner bei Garantiefällen, schon deshalb ist es gut einen seriösen und servicebereiten Händler zu finden. Später kann man einfach wechseln wenn man nicht zufrieden ist.

Wenn Du Interesse an meinen Erfahrungen mit unserem Challanger hast, besuche einfach mal unseren Blog: --> Link
Da findest Du auch eine Mängelliste.

Viel Glück bei der Suche nach Deinem Womo!

Allzeit gute Fahrt
Peter

abnachlapalma am 15 Feb 2018 00:56:14

Das waren jetzt ja schon ganz schön viele und auch sehr hilfreiche Antworten. Herzlichen Dank, Kollegen und Kolleginnen!

Ich werde euch gerne über den weiteren Verlauf des Abenteuers "Erstes eigenes WoMo" berichten. Aktuell habe ich ein paar Anfragen per Mail laufen bezügl. Miete im Juli. Gut, in manchen Gegenden herrscht Karneval bzw. Fasching, trotzdem ist es schon verwunderlich, dass mancher Vermieter drei oder mehr Tage für eine Antwort braucht. Ich bin ein geduldiger Mensch, zum Glück.

Liebe Grüße

Ödi

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Erfahrung mit Challenger 270 bzw Chausson 630
Niesmann clou, Concord, Phoenix
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt