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Fiat Ducato von 15 auf 16 Zoll möglich?


seppi35 am 16 Feb 2018 23:19:48

Hallo,

ich will bei meinem Verkäufer 16 zoll-Reifen auf den neuen T66 drauf machen lassen.

In den Papieren steht allerdings nur 15 zoll Reifen. Müssen die das dann ändern lassen in den Papieren und muss das vom TÜV abgenommen werden?? Ich geh mal davon aus, das wenn die das drauf machen, das das dann alles auch von denen gemacht wird, oder ist dies gar nicht notwendig??? Ich -Greenhorn..wie ihr merkt :mrgreen:


Nicht das die mich da dumm belabern...
Seppi

petteri am 17 Feb 2018 10:54:59

seppi35 hat geschrieben:Hallo,

ich will bei meinem Verkäufer 16 zoll-Reifen auf den neuen T66 drauf machen lassen.

In den Papieren steht allerdings nur 15 zoll Reifen. Müssen die das dann ändern lassen in den Papieren und muss das vom TÜV abgenommen werden?? :mrgreen:


Seppi


Hallo,
Wenn in der COC Bescheinigung keine 16 Zoll eingetragen sind, müssen die 16" Räder vom TÜV per Einzelabnahme genehmigt und eingetragen werden.
Kosten für die Einzelabnahme ca. 150 Euro.
Habe ich bei meinem Caracompact letztes Jahr für 18" Räder persönlich durchgeführt.
Wenn du das dem Händler aufs Auge drücken kannst - umso besser.

Gruß
Peter

amino am 17 Feb 2018 11:29:25

Da der Ducato ja auch auf 16 Zoll ausgeliefert wird ,
Ist es keine einzel Abnahme .

Wird wohl ein teilegutachten dafür geben und dann kostet die Eintragung gerade mal um die 30 Euro

petteri am 17 Feb 2018 13:51:57

amino hat geschrieben:Da der Ducato ja auch auf 16 Zoll ausgeliefert wird ,
Ist es keine einzel Abnahme .

Wird wohl ein teilegutachten dafür geben und dann kostet die Eintragung gerade mal um die 30 Euro


Wie man das Kind auch nennen möchte:
16" Räder sind vom Hersteller nicht freigegeben. Eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist notwendig sonst erlischt die Fahrerlaubnis.
Für diese Eintragung muß der TÜV seine Zustimmung geben.
Laut STVZO ist hierfür eine Einzelabnahme in Form einer Unbedenklichkeitsbescheinigung ( Gutachten ) erforderlich.
Da es sich bei dem T66 um ein Fahrzeug mit mehrstufigem Genehmigungsverfahren handelt, sind die letzten 4 Stellen der Herstellerbezeichnung ausgenullt.
Das ist der Grund warum ein anerkannter Sachverständiger (kein einfacher Prüfingenieur) das Fahrzeug begutachten muß.
Für dieses Gutachten verlangt der TÜV selbstverständlich ein Teilegutachten für die Felge.

Das Gutachten kostete bei mir (letztes Jahr) 145,70 Euro.
Die Kosten von "um die 30 Euro" sind die anfallenden Änderungskosten bei der Zulassungsstelle.
Diese Mehrkosten fallen bei Seppo nicht an, da das Fahrzeug, so wie ich es verstanden habe, noch nicht zugelassen ist.

Nur mit einem Teilegutachten des Felgenherstellers zur Zulassungsstelle zu gehen wird nicht funktionieren.
Seppo sollte auf jeden Fall 150 Euro einkalkulieren.

Was du beschrieben hast, trifft nur für Fahrzeuge mit einstufigem Genehmigungsverfahren zu. Ein Wohnmobil fällt leider nicht
darunter.

Gruß
Peter

petteri am 17 Feb 2018 14:11:18

Tut mir leid, habe aus Seppi Seppo gemacht.

Gruß
Peter

Solofahrer am 17 Feb 2018 14:44:46

amino hat geschrieben:Da der Ducato ja auch auf 16 Zoll ausgeliefert wird ,
Ist es keine einzel Abnahme .

Wird wohl ein teilegutachten dafür geben und dann kostet die Eintragung gerade mal um die 30 Euro

Das ist so nicht ganz vollständig, denn nur die HD-Version des Ducato (Fiat, Peugeot, Citroën) wird mit 16" Rädern ausgeliefert, die üblicherweise von Auf- und Ausbauern verwendeten, leichteren Fahrgestelle nur mit den 15" Rädern.

Gast am 17 Feb 2018 14:57:38

Solofahrer hat geschrieben:...
Das ist so nicht ganz vollständig, denn nur die HD-Version des Ducato (Fiat, Peugeot, Citroën) wird mit 16" Rädern ausgeliefert, die üblicherweise von Auf- und Ausbauern verwendeten, leichteren Fahrgestelle nur mit den 15" Rädern.


Nein. Mein Columbus mit Light-Fahrgestell (Modell 2017) steht im Sommer auf 16 Zoll Fiat-Leichtmetallfelgen (ab Werk als Option) und im Winter auf 16 Zoll Fiat-Stahlfelgen. Die Reifengröße ist 225/75-16C und steht so in der Zulassungsbescheinigung.

Gruß

Frank

Eifelwolf am 17 Feb 2018 15:13:39

Solofahrer hat geschrieben:...Das ist so nicht ganz vollständig, denn nur die HD-Version des Ducato (Fiat, Peugeot, Citroën) wird mit 16" Rädern ausgeliefert, die üblicherweise von Auf- und Ausbauern verwendeten, leichteren Fahrgestelle nur mit den 15" Rädern.


Um es noch komplizierter zu machen: So einfach ist es dann auch nicht :wink: . Zumindest bei PSA (Peugeot, Citroën) ist es nicht abhängig davon, ob die Light- oder Heavy-Duty-Ausführung gewählt worden ist, sondern grundsätzlich besteht die Wahl. So wurde der 2017er WEINSBERG CaraCompact [PEPPER] mit 15"-Bereifung, das Modelljahr 2018 jedoch mit 16"-Bereifung ausgeliefert - alle mit einem zul. Gesamtgewicht von bis 3,5 Tonnen. Einfaches Umändern der Bereifung (war meine Absicht) ist jedoch nicht möglich, weil der Hersteller des Basisfahrzeuges (PSA) argumentiert, auch die verwendete Software u. a. wäre jeweils spezifisch und nicht universell verwendbar.

Der "tatsächliche Endhersteller" dank Mehrstufengenehmigungsverfahren (hier: KNAUS-TABBERT) argumentierte aufgrund dessen unisono wie PSA und verweigerte mir schriftlich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. PSA sagt, man müsse von vornherein entsprechend das Basisfahrzeug ordern. So wollte der Ingenieur vom TÜV, den ich zwecks Umbereifung fragte, auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers - die dieser, wie o.a., aber verweigert. Diverse Prüforganisationen, so habe ich den Eindruck, kennen das Mehrstufengenehmigungsverfahren aber noch nicht und tragen großzügiger nach alter Machart ein - es fahren ja andere Ducato/Jumper/Boxer auch mit 16"-Radsätzen herum 8) . Auch diverse Reifenhändler meinten, eine Umbereifung wäre kein Problem. Ich hatte sogar ein entsprechendes Angebot vom Spezialisten Goldschmitt vorliegen. Auf dem Goldschmitt-Messestand des CSD 2017 mit den unterschiedlichen Aussagen konfrontiert, meinte auch diese Firma, das sei derzeit nicht mehr möglich. Das Wissen darum setze sich aber erst langsam durch :? .

Sebastiane am 17 Feb 2018 15:31:26

Ich habe bei mir zwar nicht von 15" auf 16" umgerüstet (habe einen 244 Maxi) aber war beim TÜV für eine Einzelabnahme von 245/70 R16 Reifen auf Felgen für welche es eine ABE für mein Fahrzeug, aber nur bis 215/75 R16 gibt.

60€ gezahlt und habe ohne großen Aufwand das Gutachten bekommen.

Ich habe bisher immer gedacht, dass eine Unbedenklichkeitsbescheinigung nicht zwingend notwendig ist. Sie nimmt lediglich den TÜV Ingenieur aus der Verantwortung. Gibt es keine und der Ingenieur genehmigt das ganze trotzdem ist dann dieser dafür verantwortlich. Dafür gibt es doch schließlich die Einzelabnahme?!

Wie gesagt hat es bei mir ganz unproblematisch geklappt die größeren Reifen eingetragen zu bekommen.

petteri am 17 Feb 2018 17:12:37

hallo Seppi,
lasse dich nicht verunsichern, hier wird so einiges durcheinander gebracht.
Es ist überhaupt kein Problem für dein Fahrzeug 16" Felgen eintragen zu lassen.
Man muß nur den vorgeschriebenen Verfahrensweg einhalten.

In Deutschland ist alles geregelt, so auch für diesen Fall (Technische Änderung).
Die regelnde Verordnung ist die Strassenverkehrszulassungsordnung (StVZO)

Ablauf in Stichworten:
- durch die technische Änderung erlischt die Betriebserlaubnis (§ 19 StVZO).
- um eine neue Betriebserlaubnis zu erhalten ist eine Einzelabnahme ( TÜV/ DEKRA ) erforderlich.
diese Einzelabnahme darf nur von hierzu befugten Personen durchgeführt werden und
wird in einem Gutachten gemäß § 21 StVZO dokumentiert.
- mit diesem Gutachten beantragt man bei der Zulassungsbehörde die neue Betriebserlaubnis und es wird eine Zulassungsbescheinigung ausgestellt.

Manche kennen den Unterschied zwischen Typgenehmigung und Strassenverkehrszulassung nicht.
Die glauben, der Hersteller muß die Typgenehmigung ändern, damit andere Räder zugelassen werden.
Wenn der Hersteller das tut, gilt das für alle Fahrzeuge dieses Typs und ganz Europa. Ein Riesenaufwand mit hohen Kosten für den Hersteller.
Wer glaubt, daß ein Hersteller das auf Wunsch eines einzelnen Käufers tun würde, der glaubt auch das der Weihnachtsmann in Lappland wohnt.

Bei der Einzelabnahme gilt diese Änderung nur für dein Fahrzeug und nur für die Zulassung in Deutschland.
Wie oben ersichtlich ist der Hersteller in der STVZO bei diesem Verfahren überhaupt nicht erwähnt, darum bedarf es seiner Zustimmung auch nicht.

Das hört sich im ersten Moment kompliziert und aufwändig an, ist es aber gar nicht. Und die Kosten sind überschaubar.

Das ist auch der einzige legale und machbare Weg.
Alle die es auf andere Weise versucht haben sind kläglich gescheitert und fahren heute noch auf 15" Rädern.

Gruß
Peter

macagi am 17 Feb 2018 17:59:11

Warum möchte man 16“ anstatt 15“? Optik?

Eifelwolf am 17 Feb 2018 19:22:39

petteri hat geschrieben:...lasse dich nicht verunsichern, hier wird so einiges durcheinander gebracht....


Lieber Petteri,

wo wird denn hier etwas durcheinander gebracht? Den von Dir skizzierten Weg hat doch niemand bezweifelt. Allerdings ist es bei diesem Weg so, dass die Prüforganisation vermehrt für eine Einzeleintragung die Freigabe des Herstellers haben wollen. Aufgrund des mittlerweile eingeführten "Mehrstufengenehmigungsverfahrens" ist das seitdem (!) nicht mehr FIAT oder PSA usw., sondern als "letzter Hersteller in der Herstellungskette" der Aufbauhersteller. Und der richtet sich, um selbst auf der sicheren Seite zu sein, nachvollziehbar nach dem Hersteller des Basisfahrzeuges. Die Crux ist, das der Aufbauhersteller sich in gewissen Bereichen, beispielsweise dem Fahrwerk, schwer tut, selbst eine Änderung herbeizuführen. Dies wurde ja nicht von ihm gefertigt. Also würde eine Änderung bzw. im vorliegenden Falle simple Freigabe einer größeren Bereifung auch ein Agieren des Herstellers des Basisfahrzeuges voraussetzen.

Gerne zitiere ich nochmals die Antwort, die ich von der Homologationsstelle KNAUS-TABBERT hinsichtlich meines Eintragungswunsches für eine 16" statt 15"-Bereifung bekommen habe. Und zur Verdeutlichung: Alle beteiligten Seiten redeten nicht über eine "Typgenehmigung", es ging ausschließlich um einen Einzeleintrag in die Papiere meines Fahrzeuges:

Guten Morgen Herr xx,

anbei sende ich Ihnen die Kopie des COC für Ihr Reisemobil.
Bei Pkt. 35 und 52 sehen Sie alle Reifen die geprüft und genehmigt sind.
Im KFZ-Schein wird leider nur ein Reifen eingetragen (EG-Gesetz).

Die 16 Zoll-Bereifung können wir nicht freigeben, denn Peugeot hat diesen Reifen für Ihr Fahrzeug nicht geprüft.

Zur Info: das Basisfahrzeug ist entweder mit 15 Zoll oder mit 16 Zoll-Bereifung bestückt - wahlweise gibt es nicht.

mit freundlichen Grüssen
xx


Wenn Du für Dein Fahrzeug, welches ja das gleiche wie meines ist, eine andere Größe als die in der COC eingetragen bekommen hast, so hat die Prüforganisation (TÜV, DEKRA...) offensichtlich keine Freigabe seitens des Herstellers verlangt. Und dann nach eigenem Gutdünken eingetragen. Das dies nach wie vor geschieht, hatte ich in meinem Post erwähnt. Als ich Peugeot beim CSD 2017 darauf angesprochen habe, meinten sie, dies wäre haftungsrechtlich eine interessante Konstellation. Danach war MEINE Entscheidung klar, ich habe nicht nach einem alternativen Weg gesucht, die größeren Reifen dennoch eingetragen zu bekommen. Andere entscheiden sich halt anders :) .

petteri am 18 Feb 2018 10:30:43

Seppi muß sich für sein Gespräch mit dem Händler nur drei Dinge merken:

TÜV - Einzelabnahme - Sachverständigengutachten

Das kann durchaus auch der Händler für ihn erledigen.
Er braucht dann nur bei der Anmeldung des Fahrzeuges das Gutachten vorlegen.

Gruß
Peter

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