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luftfederung

Umrüstung Carthago Chic C I 4 9 auf LiFeYPO4 300Ah 1, 2


HeinerA am 17 Feb 2018 13:03:44

So nun ist es soweit, nach langer Vorbereitung und vielen
Konstruktiven Gesprächen mit Forumsmitgliedern, auch
aus anderen Foren habe ich mein Projekt endlich in Angriff genommen.

Bereits im letztem Jahr habe ich folgende Vorbereitungen
getroffen, die meiner Meinung nach notwendig sind (LiFeYPO4 geeignet)

- Einbau VOTRONIC Ladebooster VCC 1212-45 Modell 3323
- Einbau Victron Blue Smart IP22 Ladegerät 30 A
- Einbau VICTRON Batterie Überwachung BMV-712 Smart
- Massive Verteil- und Sammelschiene (Plus & Masse)
- Der vorhandene VOTRONIC Solarregler ist LiFeYPO4 geeignet.

Die Kabel und Sicherungen habe ich entsprechend neu verlegt.

HeinerA am 17 Feb 2018 13:04:08

Ursprünglich hatte ich mich bereits Ende 2017 auf den hier bekannten
200 Ah Bausatz festgelegt…… aber aufgrund einiger Kontakte in einem
anderem Forum wurde mir das System der Firma ECS www. ecs-online.org
sehr empfohlen.

Das BMS (Batterie Management System) zur Überwachung der Batteriezellen
auf Über- und Unterspannung einschl. Balancer besitzt eine RS485 Schnittstelle
mit der man alle Daten per App oder Windows Programm angezeigt bekommt.

Das System ist auch über diese Schnittstelle programmierbar, wenn man es möchte
und das notwendige Fachwissen hat, man braucht es aber nicht da alle Parameter
für LiFeYPO4 bereits eingestellt sind.

Ich habe mich für die ECS LiPro1-3 V2 RS485 mit 3A Ausgleichsstrom entschieden.
Als Leistungsschalter bietet die Firma ECS den greenSwitch an um die großen Ströme (500A)
zu schalten.
Ganz besonders hat mir die Fernsteuerung des Leistungsschalters über den externen Bedienschalter
gefallen, zumal hier auch die Betriebszustände des Schalters (EIN / AUS / Störung über farbige LED`s
bzw. Blinken angezeigt werden.
Der Fernschalter wird über ein mehradriges Kabel mit dem Switch verbunden und kann im WoMo
platziert werden.

Schön sind auch die massiven Anschlussschienen.
Auch der greenSwitch verfügt über die RS485 Schnittstelle mit dem Modbus Protokoll.

Die Beratung durch Herrn Falko Jahn der Firma ECS war sehr gut, die Bedienungsanleitungen
und Verdrahtungsschemen sind verständlich aufgebaut.

HeinerA am 17 Feb 2018 13:04:30

Nun zu den Zellen:

das nur Winston Zellen (LiFeYPO4) mit dem Zusatz von Yttrium in Frage kommen war mir klar.
Dann machte mich ein Forumskollege auf Faktor.de aufmerksam, die wie einige andere Händler
auch 300 Ah Zellen sehr günstig anbieten.

O.K. mit Faktor.de, Herrn Eisenbichler Kontakt aufgenommen und ihn mit meinen vielen Fragen
überschüttet. (ich hatte auch Zweifel hinsichtlich der „billigen“ Zellen)

Herr Eisenbichler hat mich auch sehr gut beraten und ich habe gesehen, dass die Firma Faktor
auch u. a. das komplette BMS System der Firma ECS anbietet, welches ich sowieso haben wollte.

Also war klar, Herr Eisenbichler muss mir einen kompletten Bausatz anbieten, was er auch tat.
Ohne weitere Preisverhandlung (da die Beratung sehr gut war) habe ich mich für den angebotenen
300 Ah Bausatz entschieden und bestellt, einschl. der Initialladung der Zellen.

Gründe gegen 200 Ah und zu 300 Ah waren u.a.:

- der super Preis
- die Zellen sind von der Grundfläche gleich groß, nur etwas höher
- keine Platzprobleme im Chic C Line I 4.9 unterhalb der Seitensitzbank
- kein Problem mit den zusätzlichen Kg an Gewicht
- der Optimaler Entladestrom liegt hier bei 150A (besser für mein 1.800 Watt Wechselrichter)
- bei vorhanden 300 Watt Solar (auf ca. 440 Watt erweiterbar) m.E. nicht verkehrt

HeinerA am 17 Feb 2018 13:18:11

Nach wenigen Tagen kam die Lieferung gut verpackt als „Gefahrgut“ an.

Meine Zweifel hinsichtlich der preiswerten Zellen hatte Herr Eisenbichler zwar mündlich wiederlegt, aber ich war froh als ich die Zellen ausgepackt hatte.
Die Kennzeichnung der Zellen ist wie folgt definiert:

WB-LYP300AHA 170112-Y07543 bedeutet z.B.
WB = Hersteller Winston
LYP300AHA = Kapazität 300Ah
170112 = Hertsellungsdatum 12.01.2017
Y07543 = Seriennummer

Die Seriennummern waren bei mir sogar fortlaufend! Alles gut

Dann mit einem Multimeter die Spannung der einzelnen Zellen gemessen, die Spannungen
unterschieden sich nur um wenige mV, so soll es sein.
Bild

HeinerA am 17 Feb 2018 13:21:19

Holzkiste.

In den verschiedenen Foren gibt es ja unzählige Beispiele über die Unterbringung der Zellen.
Zunächst hatte ich an nur zwei Stirnblenden aus Siebdruckplatten Multiplex in Kombination
mit seitlichen Alustreifen und Aluwinkeln gedacht, aber nach dem Ausmessen des angedachten
Staufaches habe ich mich zu einer kompletten gut verschraubten Kiste entschieden.
Bei OBI habe ich mir die Platten passen sägen lassen.

Die 5mm Stockschrauben sind zur Befestigung der Plexiglasabdeckung (5mm) die für mich
passend zugeschnitten wurde. Die sechs Löcher für die Schraubbefestigung mit den Knebelmuttern
habe ich mit 8 mm gebohrt.

Somit ist das gesamte System auch nach oben optimal geschützt und die Sichtbarkeit der Elektronik ist gegeben.
Zum besseren Transport habe ich zwei massive Griffe stirnseitig angeschraubt.
Bild

HeinerA am 17 Feb 2018 13:24:24

Montage der Zellen.

Zellen in die Kiste, passt wackelt und hat Luft, prima!

Stirnseitig (links) habe ich den 500A Schalter angeschraubt, Eingang B = Batterie (oben)
Ausgang A (unten) mit dem 250A philippi Sicherungshalter Typ ABH1 wo später
Die 50 mm² Plus Leitung mit einem M8 Ringkabelschuh angeschlossen wird.
Oben rechts ist der Shunt des Batteriecomputers, dort erfolgt der zentrale Masseanschluss.
In der Mitte ein DC/DC—Konverter (12V auf 5V) zur Versorgung RS485 Datenschnittstelle.
Daneben rechts der RS485 nach Wifi Konverter um mittels W-LAN auf das gesamte System zuzugreifen (man erkennt die W-Lan Antenne).
Alle Stromanschlüsse sind natürlich mit entsprechenden Sicherungen nahe der Batterie abgesichert.
Bild

Bild

HeinerA am 17 Feb 2018 13:26:55

Verdrahtung
Für kleines Geld habe ich mir bei ebay Kupfer Flachmaterial Flach Cu-ETP 30 x 5 mm gekauft
um daraus die Anschlusswinkel Plus (direkt auf den Switch ohne Kabel) und Masseseitig
direkt auf den Shunt zu fertigen. Die Kupferwinkel wurden von mir noch verzinnt.

Für die Pole hatte Firma Faktor mir das NOALOX Antioxidationsmittel mitgeliefert.
Wichtig ist das richtige Anziehen der M12 Edelstahlschrauben mit einem Drehmomentschlüssel.

Die vier LiPros1-3 V2 RS485 werden dann mittel der Spezialschrauben auf den Plus Anschluss
der jeweiligen Zelle aufgeschraubt.

Untereinander kann man die LiPros sehr einfach mit den mitgelieferten Flachkabeln mit
Steckverbindung verbinden.
Für den OVP und UVP Sicherheitskreis sind ja nur zwei Kabel erforderlich. Für den Datenbus
Kommen vier weitere adern hinzu, aber auch schnell gemacht.

Bild

Bild

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HeinerA am 17 Feb 2018 13:29:23

Spannung steigt, das System wird in Betrieb genommen.

Alle Kontrollleuchten leuchten wie sie es sollen, prima.
Switch und Fernschalter zeigen auch alles in Ordnung, gut.

Herr Falko Jahn der Firma ECS hat mir wärmsten den Testbetrieb der LiPros ans Herz gelegt.

Auf den Platinen der LiPros sind 3 polige Stifte mit denen man ein korrektes schalten der LVP und OVP Ausgänge testen kann.
Hier werden entsprechende Zellspannungen simuliert und man testet ob alle vier LiPros die Unterspannung
und Überspannung richtig schalten und der Switsch auch abschaltet. Nebenbei hat man Gewissheit das die Verkabelung richtig ist und funktioniert.

Hat alles funktioniert, der Hauptschalter schaltet richtig und die Kontrolle am Fernschalter
Passt auch.
Prima, ich mache mir ein Bier auf und bewundere mit einem Grinsen im Gesicht das Werk.
Als nächstes steht die Kontrolle der Datenverbindung an.

Bild

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HeinerA am 17 Feb 2018 13:33:21

Datenverbindung:

Das System lässt mehrere Möglichkeiten der Kontrolle zu.
Die einfachste, da immer dabei mittels Smartphone.
Die App geladen und per W-Lan die Verbindung zum
System aufgebaut.
Die App sieht so aus:

Bild 1 und 2 zeigt die Übersicht der vier Zellen,
aktuelle Zellenspannung und aktuelle Zellentemperatur.

Bild 3 dort kann man für jede Zelle die Erweiterte Darstellung
aufrufen (Historie MIN/Max Temperatur und Spannung)
Status der Über-Unterspannungsüberwachung etc.

Einstellungen ändern kann man mit der App nicht,
ist auch gut so, dafür muss man per Windows Programm die
Verbindung aufbauen.
Da alles bestens für LiFePO4 eingestellt war, habe ich hier natürlich
nichts verändert.

Bild

Bild

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HeinerA am 17 Feb 2018 13:36:51

Das von der Firma ECS erstellte Windows Programm zur Kontrolle
und Parametrierung sieht so aus:

Hier können, auch Veränderungen der Einstellungen (Balancer, Switch etc.)
vorgenommen werden, wenn man möchte....ich lasse die Finger davon,
da ja alles bereits eingestellt war.
Auch ist die Parametrierung gegen versehentliche Fehlbedienung erschwert.


Bild

HeinerA am 17 Feb 2018 13:37:28

Als nächstes steht noch "schön machen" auf dem Programm,
Kabel sortieren, befestigen, sichern der Kabel etc.

Ein werter Punkt ist das Testen des Systems (verhalten Laden und
entladen der einzelnen Zellen).
Mit dem System können alle Daten mit geschrieben werden und nach
EXCEL exportiert werden, es ist ja ein offenes Mod-Bus Protokoll.

Die ersten Aufzeichnungen zeigten eine nur minimale Spannungs-
abweichung der Zellen von wenigen hundertstel Volt an.
D.h. selbst am Anfang gab es keinen Zellen drift, was auf eine gute
Inizialisierung der Zellen schließen lässt.

HeinerA am 17 Feb 2018 13:37:51

Fazit:
Die Planung, der Zusammenbau der Komponenten haben mir
Spaß gemacht, wobei ich auch Respekt vor der Technik, den hohen
Strömen habe und entsprechen vorsichtig und mit Bedacht gewerkelt
habe.
Mir ist klar, dass ein versehentlich ausgelöster Kurzschluss beim
Zusammenbau des System nicht lustig ist, da Ströme von größer 1.000A
fließen.

Mittlerweile steht "die Kiste" gut gesichert im Carthago und ist auch
angeschlossen.
Alle Geräte,(Ladegerät, Solarregler,Booster etc. sind auf Lithium
umgestellt.

Natürlich habe ich mir (ich glaube mehrere) Kaffee aus der Pad
Maschine zubereit, die Zeiten der Unterspannung rotes Blinken
der Wechselrichter Fernbedienung sind sind nun vorbei.....

Helmchen am 17 Feb 2018 14:12:35

Sehr schön gemacht, Heiner. Dafür gerne ein + :)

Wie ich sehe, hast Du sowohl Last, wie auch Ladung über den Greenswitch laufen und bist zufrieden?

andwein am 17 Feb 2018 14:55:52

Hat alles funktioniert, der Hauptschalter schaltet richtig und die Kontrolle am Fernschalter Passt auch.
Prima, ich mache mir ein Bier auf und bewundere mit einem Grinsen im Gesicht das Werk.

Das hast du dir auch verdient. Guter Aufbau, gute Doku, ich habe ein oder zwei Pünktchen vergeben! Dafür ist das Forum-Punktesystem gut,
Für Lob (und nicht wie viele meinen für kommentarlose Kritik, sorry für den Seitenhieb)
Viel Spass, Andreas

HeinerA am 17 Feb 2018 15:16:06

Helmchen hat geschrieben:Sehr schön gemacht, Heiner. Dafür gerne ein + :)

Wie ich sehe, hast Du sowohl Last, wie auch Ladung über den Greenswitch laufen und bist zufrieden?

Ich finde den Greenswich super, funktioniert, ist per Fernschalter sogar bedienbar, ist im
Daten Bus System eingbunden, er macht das, was er soll.
Was braucht man mehr?
Gruß
Heiner

knutschkugel am 17 Feb 2018 15:58:19

Super arbeit :lol:

HeinerA am 17 Feb 2018 16:09:21

Hier noch zwei Bilder vom Einbau (Ist hinsichtlich einer stabilen Befestigung noch nicht fertig)
In der Draufsicht
links der Ladebooster, dahinter das Ladegerät.
rechts ist der 230V Hauptschalter fürs Ladegerät.
Accu mit reichlich losem Kabel des Batteriemonitors und Fernschalter
sind noch zu verlegen.

Bild

Bild

Sunti am 17 Feb 2018 16:10:14

Hallo miteinander,

ät HeinerA - toller Bericht - vielen Dank dafür - zwei Fragen habe ich:

A.) - wie hast Du die Kupferwinkel nachträglich verzinnt?

Von einem anderem Forumsmitglied habe ich diesen Tip - bei Amazon mal unter "LENZ Kupfer" gucken oder googeln - scheint neuerdings auch wieder direkt zu verkaufen

Etwas "langsam" mit Vorkasse aber egal - da gibt`s auch fertig verzinnte Kupferleisten

B.) - wie lang sind die 6poligen Flachleitungen 8 cm?


ät helmchen - warum fragst Du speziell nach dem "gemeinsamen Betrieb" von Last und Ladung? Warum soll es da Probleme geben?
Der Anwender kann beim greenSwitch selber zwischen 5 verschiedenen Modis wählen

Greetz SunTi

HeinerA am 17 Feb 2018 16:26:37

Sunti hat geschrieben:A.) - wie hast Du die Kupferwinkel nachträglich verzinnt?
B.) - wie lang sind die 6poligen Flachleitungen 8 cm?
Greetz SunTi


Hi,
es gibt Verzinnungspaste hat auch jeder Installateur, dünn auftragen
und mit einer Lötlampe (Installateur, Klempner, etc.) erwärmen.
..... Lenz war mir einfach zu teuer.......
Flachleitungen waren 8 cm, nimm lieber längere (10 oder 12 cm)
Gruß
Heiner

Helmchen am 17 Feb 2018 16:29:01

Ja, ich habe den Greenswitch auch so verbaut. Meine Sorge ist, wenn die Ladung abschalten sollte, was anfangs mal passiert ist, ist die Versorgung über die Batterie eben auch abgeschaltet. Bei Landstrom ja kein Problem, dann wird die Versorgung über das Ladegerät sicher gestellt, aber bei Solar?

HeinerA am 17 Feb 2018 16:36:58

Helmchen hat geschrieben:Ja, ich habe den Greenswitch auch so verbaut. Meine Sorge ist, wenn die Ladung abschalten sollte, was anfangs mal passiert ist, ist die Versorgung über die Batterie eben auch abgeschaltet. Bei Landstrom ja kein Problem, dann wird die Versorgung über das Ladegerät sicher gestellt, aber bei Solar?

Hallo,
wichtig ist, dass alle Komponenten Solarregler, Ladegerät, Ladebooster etc. (ohne den geht es meiner Meinung nach nicht)
für LiFeYPO4 abgestimmt sind (max. 14,4 V und entsprechende Kennlinie). Dann passiert die Überspannung so schnell nicht.
Gruß
Heiner

Sunti am 17 Feb 2018 17:00:31

Hallo miteinander,

ät HeinerA - daher habe ich mich für für einen Votronic Triple entschieden - die Nachteile eines Kombigerät`s sind mir bewusst

Ich plane die UVP und OVP getrennt - UVP über greenSwitch und OVP über den Sensoreingang des Votronic Triple - der Sensoreingang vom Triple ist umschaltbar zwischen 0 und 12 Volt - mit 0 Volt ist aber auf "MASSE" ziehen gemeint - die direkte Ansteuerung über die Lipro`s wäre so einfach gewesen ...

Die Testfunktion bei den Lipro`s ist genial

Greetz SunTi

Gast am 17 Feb 2018 17:33:05

Hallo Heiner,

Danke fürs zeigen. Eine Frage und ein Hinweis:

Frage: warum machst du die Sicherung nach dem Schalter für OVP/UVP? Wäre nicht besser die Sicherung direkt auf kürzestem Wege nach dem Pluspol?

Hinweis: Deine Klemmstellen am Pol und an den Kupferschienen sind falsch gemacht. Du solltest besser Spannscheiben verwenden.

Grüße, Alf

Helmchen am 17 Feb 2018 17:54:27

Hallo Heiner,
ich habe alle Komponenten, Solarregler, Ladegerät und Ladebooster von Votronic, wobei ich das Ladegerät und den Ladebooster auf LI-Ladekurven habe umprogrammieren lassen. Danach hat der Greenswitch auch nicht mehr abgeschaltet.
Ich will hier Deinen Thread aber auch nicht mehr weiter "stören".
Danke fürs mitnehmen.

Taunuscamper am 17 Feb 2018 19:21:33

Also zumindest auf dem Foto mit dem Shunt erkennt man gut die Spannscheibe, ist wohl im D gleich der Mutter und daher nicht ganz einfach zu sehen. Ich denke wenn er sie dort nutzt, dann auch an den anderen Hochstromanschlüssen!

Gast am 17 Feb 2018 19:26:17

Taunuscamper hat geschrieben:Also zumindest auf dem Foto mit dem Shunt erkennt man gut die Spannscheibe, ist wohl im D gleich der Mutter und daher nicht ganz einfach zu sehen. Ich denke wenn er sie dort nutzt, dann auch an den anderen Hochstromanschlüssen!



Extra für dich habe ich das mal im Detail erklärt ... --> Link

Der Heiner wird sich bestimmt noch zu den Fragen äußern, ist ja schon spät.

Grüße, Alf

HeinerA am 17 Feb 2018 19:29:24

KudlWackerl hat geschrieben:Hallo Heiner,

Frage: warum machst du die Sicherung nach dem Schalter für OVP/UVP? Wäre nicht besser die Sicherung direkt auf kürzestem Wege nach dem Pluspol?
Hinweis: Deine Klemmstellen am Pol und an den Kupferschienen sind falsch gemacht. Du solltest besser Spannscheiben verwenden.
Grüße, Alf


Hallo Alf,
danke für deinen Hinweis,
Die 250 A Sicherung habe ich nach dem Hauptschalter gesetzt weil es einfach besser passte.
Ich denke, dass dies nicht unbedingt nachteilig ist.
Die Pol- und Kupferschienen sind mit Federringen und M12 Edelstahlschrauben gemacht,
wurde so als Zubehör mitgeliefert.
In den bekannten Bausätzen werden meines Wissens auch Federringe verwendet.
Hälst du den Austausch gegen Federscheiben für notwendig? Wäre ja machbar.
Gruß
Heiner

Gast am 17 Feb 2018 19:42:23

Hallo Heiner,

Ich habe einige Zeit im Anlagenbau gearbeitet, damals bei BBC in Lampertheim. Es wurden dort DC-Stromrichteranlagen mit vielen tausend Ampere auf den Sammelschienen für Schiffe gebaut. Erschwerte Bedingungen wegen Vibrationen.

Wir haben die Sammelschienen gereinigt und mit der Schwabbel abgeschliffen, dann mit Vaseline gegen Sauerstoff geschützt (war CU auf CU) und dann je Verbindungsstelle mit 4 Bolzen und beidseitig Spannscheibe unter Mutter mit Drehmoment verschraubt. Das war Vorschrift!

So ist es also richtig.

Ich sag mal, bei geringen Strömen geht es auch anders. Aber wenn man sich selbst so ein tolles System baut, ist es mir persönlich wichtig, alle Details perfekt zu lösen ... Ich würde austauschen.

Was gibt es Schöneres, als bei der Benutzung der tollen Batterie an diese Details zu denken und die Befriedigung, es perfekt gemacht zu haben? Und dazu ein Glas Rotwein ...

Grüße, Alf :lol:

Rockerbox am 17 Feb 2018 21:33:24

Saubere Arbeit Heiner!

:top:

Viel Spass mit dem "gelben Strom"!

lisunenergy am 18 Feb 2018 08:25:50

Beim Lipro 1-3 habe ich mal eine Adapterschraube mit Kühlkörper entwickelt. Auf den Bildern ist gut zu erkennen, das die Platinen nicht richtig sitzen. Die Sicherung würde ich immer vors Relais setzen. Das Relais mit fast 1,5 Kg ist ein gewaltiger Brocken. Ansonsten steckt viel Arbeit drinn. Gute Doku .

HeinerA am 18 Feb 2018 11:15:39

Hallo,
recht herzlichen Dank für eure wertvollen Hinweise und Tipps

an Alf Ich habe die den Zellverbindern beiligenden Federringe verwendet.
die Federscheiben schaue ich mir an, ein Austausch ist ja schnell gemacht.

Bezüglich der Sicherung ist ein Umsetzen zur Batterie auch möglich, die
zwingende Notwendigkeit sehe ich (noch) nicht.
Der Anschlußwinkel ist ordentlich bis zum Switch isoliert, der Switch hat
die Schutzart IP65, also schon hochwertig, er ist mit 4 St. Schrauben
sicher befestigt und hat nur einen kleinen (0,8 mm²) Masseanschluss
zur Batterie.

an Lars Es ist richtig, die Balancer sitzen nicht sauber, ist den zu kurz
bemessenen Flachkabeln geschuldet, diese werde ich gegen längere
tauschen. Kontaktfläche ist aber groß genug.

lisunenergy am 18 Feb 2018 11:37:52

Die Balancerheizwiederstände können sehr warm werden. Die Adapterschraube verhindert eine Kühlung Richtung Zellverbinder . Mit dem Kühlkörper und dem Zentriering ging es sehr gut. Vorallem im Sommer ! Der Tempsensor liegt ja unmittelbar davor.

HeinerA am 18 Feb 2018 12:18:13

Hallo Lars,

nachfolgend einer der ersten Aufzeichnungen eines Ladevorgangs.
Links Y Achse Zellenspannung in mV, X Achse Zeit (ich glaube in Minuten)
Accu war nicht leer, war nur der 1. Versuch Datenloggen nach EXCEL
klappte auf Anhieb prima.

zu sehen ist der Ladevorgang der vier Zellen. Die Spannungsabweichung
untereinander betrug nur kleiner 50 mV (0,05V).
Das ist für den Anfang nicht schlecht.
Bislang kamen die Balancer noch nicht zum Einsatz, sieht man ja aus der Historie.
Max. Balancertemperatur gleich Raumtemperatur.

Das System macht Spaß, und alles vom Schreibtisch aus, WoMo steht neben dem
Haus, dank W-lan kein Problem. :lach:

demnächst kommt der Härtetest. Accu wird mit ca. 100 - 150 A entleert
(bis auf 15 - 20%) und dann wieder geladen.
Bin gespannt was dann die Datenaufzeichnung ergibt.



Bild

Gast am 18 Feb 2018 12:25:29

Hallo Heiner,

Gratuliere!

ein schönes Männerspielzeug ... So langsam bekomme ich Zweifel, ob meine Idee eines "Einfachst-BMS" passend ist. :lol:

Viel Erfolg weiterhin!

Gerüße, Alf

lisunenergy am 18 Feb 2018 12:38:32

Hallo Alf ,
Die Frage ist doch , was man möchte ?! Kaffee kochen und Urlaub machen oder man hat sich nichts zu sagen und klotzt 50 mal am Tag auf das Monitoring. Ab 80mV ruft man an und fragt sich : bin ich oder der Akku noch gesund ? Ich kenne Fälle wo bei dem ganzen Gedönz der Urlaub abgebrochen wurde , weil die Zentrale gesponnen hat.

Gast am 18 Feb 2018 12:41:54

Genau das denke ich auch ... Solar- und Batterie-Computer reichen. Zusätzlich für das BMS eine grüne und eine rote LED ... und ein Reset-Knopf.

Grüße, Alf

HeinerA am 18 Feb 2018 13:31:10

lisunenergy hat geschrieben:Hallo Alf ,
Die Frage ist doch , was man möchte ?! Kaffee kochen und Urlaub machen oder man hat sich nichts zu sagen und klotzt 50 mal am Tag auf das Monitoring. Ab 80mV ruft man an und fragt sich : bin ich oder der Akku noch gesund ? Ich kenne Fälle wo bei dem ganzen Gedönz der Urlaub abgebrochen wurde , weil die Zentrale gesponnen hat.

Hallo Lars,
du hast recht, das System verleitet dazu....... aber dafür haben wir ja unsere lieben Frauen die uns
wieder aus der technischen Welt ins schöne Leben zurückholen. :razz:

Ich finde es nur toll, wass heute einige Systeme an Möglichkeiten bieten.
Wie man sie nutzt, oder ob man sie nutzt, soll jeder für sich entscheiden.

Hilfreich finde ich die Möglichkeiten auf jeden Fall
Gruß
Heiner

Sunti am 19 Feb 2018 06:40:36

Hallo miteinander,

ät HeinerA - habe mir nochmals die Bilder angeschaut wegen deiner Empfehlung die Flachkabel länger zu nehmen - ich glaube Faktor hat dir die falschen Adapterschrauben geliefert - die angedrehte Fläche sieht nach 8 oder 9 mm aus - also für Lipro 1.1 oder Lipro active

Daher sind einige Lipro`s nicht richtig zentriert und werden von der M6 Schraube nicht richtig überdeckt.

Im Kopf hatte ich beim Lipro 1.3 einen Lochdurchmesser von 12 mm - habe mir aber gerade das Datenblatt angeschaut - da steht "Befestigungsbohrung bis Schraube M14"

Guten Start in die Woche

Greetz SunTi

lisunenergy am 19 Feb 2018 07:01:13

Ja daher oben die Empfehlung Adapterschrauben mit Kühlkörper und Zentriering für Lipro1-3 . Die Kühlkörper gibt es in rot und schwarz . Unter den Kühlkörper empfehle ich Wärmepads oder Wärmeleitpaste. Für getrennte Systeme verwende ich die Lipros auch. Die RS485 Schnittstelle setze ich nicht ein ! In der Vergangenheit hatte ich Kunden, die alles verstellt hatten , und natürlich es nicht waren ! Ein etwas schlechter Fall ist noch die Montage der Platine ! Erst nach meinem Drängen hat ECS die Kabel mit Flachkabelschuhe ausgerüstet . Eine falsche Bewegung und die Platine war kaputt. Daher ist es sehr wichtig, erst alle Platinen zu montieren.

HeinerA am 19 Feb 2018 09:08:41

Sunti hat geschrieben:Hallo miteinander,
ät HeinerA - habe mir nochmals die Bilder angeschaut wegen deiner Empfehlung die Flachkabel länger zu nehmen - ich glaube Faktor hat dir die falschen Adapterschrauben geliefert
Greetz SunTi

Hallo SunTi,
die Lipros haben auf den Adapterschrauben schon etwas Spiel.
Ich musste sie nur etwas exentrisch setzen, damit ich keine Spannung
in den Flachkabeln bekomme.
Mit den längeren Flachkabeln kann ich die Lipros zentriert setzen und
gesichert festschrauben, die Auflagefläche der Lipros auf den Adapterschrauben
ist groß genug, hier habe ich keine Bedenken.
Gruß
Heiner

Sunti am 03 Mär 2018 18:13:52

Hallo miteinander,

ätHeinerA - dummerweise hat mir Faktor Flachbandkabel mit Abstand 5 cm anstelle der bestellten 8er geliefert - hab Herrn Eisenbichler von Faktor kontaktiert - auch geschrieben das 8 cm eigentlich schon arg knapp sind - er hat sich drum gekümmert - mit Herrn Jahn in Verbindung gesetzt und schwupps findet man bei ECS auf der Homepage als neuen Artikel Flachbandkabel mit Abstand 10 cm

Anbei Bild allerdings mit "selbstgemachten" 10er Flachbandkabel - gibt`s bei Ebay für kleines Geld & günstigem Versand - Verkäufer electronic-muench

Mein Tip: Flachbandkabel in 20 cm bestellen und auch gleich lose Buchsen mitbestellen - ich hatte geglaubt die montierten wieder offen zu kriegen und dann versetzten zu können :cry:

Lars hatte hier ja schon den Tip mit den zwei verschiedenen Kühlkörpern gegeben - bei ECS direkt findet man die mit einfacherem rotem/silbernem Kühlkörper allerdings auch 4 Euro günstiger als die hier abgebildeten von Faktor mit schwarzen Strangkühlkörper.

Ich habe das Gefühl das diese Schrauben mit der abgedrehten Zentrierfläche in Verbindung mit dem Kühlkörper der Platine mehr Halt geben - positiv beim an- und abstöpseln

Dummerweise hat auch hier der Fehlerteufel zugeschlagen - eine von Lars ultrapräzisen CNC Schrauben war nen halben mm zu groß - Ersatz kommt


UND NOCH EIN POSITIVER NEBENEFFEKT DER KÜHLKÖRPER:

Auf die kann man wunderbar ein "Brett" legen - wenn man oberhalb z.B. am Shunt oder grennSwitch was montiert


Vielen Dank nochmal für deinen tollen Bericht

Greetz SunTi

Bild[/url]

HeinerA am 03 Mär 2018 19:06:00

Hallo Sunti,
Glückwunsch, das sieht ja super aus.
Du wirst wie ich begeistert sein, was man damit machen kann.
Die längeren Flachkabeln habe sofort von Faktor.de kostenlos
bekommen. Ist schon ein toller Service.
Gruß
Heiner

Sunti am 03 Mär 2018 21:35:30

Hallo miteinander,

ät HeinerA - naja einiges ist noch "dirty" - aber es wird - leider hat auch der greenSwitch Probleme gemacht - der ist gerade an der Mosel

Hast du den greenSwitch mit Schalter? - hab mir den passenden Rahmen besorgt und in den kleinen blanko Votronic Rahmen eingefügt - bei Interesse schicke ich gerne ein Bild

Greetz SunTi

lisunenergy am 04 Mär 2018 08:49:39

Hast Du die Schraube noch da ? Ich hatte Balancer da war die Bohrung kleiner wie angegeben. Auch gab es welche mit zu viel Zinn in der Bohrung.
Ich gebe da mal jetzt mehr Augenmerk darauf !

Danke nur so wird es besser !

Die roten sind für extreme Bedingungen , und kühlen etwas besser . Sind aber auch höher .

Mach bitte noch eine Abdeckung darauf, damit Dir nicht der schwere Green Switch auf die Balancer fällt.
Welche Probleme hatte der Green Switch?

egocogito am 04 Mär 2018 10:44:37

Hallo Heiner, auch ich habe mich für diese Komponenten von Faktor entschieden und möchte sagen: Superpreis (nebenbei: keinen Cent an Versandgebühr), superfreundlich, extrem gute Beratung, ich habe mich mit Herrn Eisenbichler persönlich getroffen und wir hatten ein angeregtes Gespräch. Ich bin mit dem Aufbau noch nicht so weit, lediglich das Akku-Paket nach der Initialladung zwecks Verständnis zusammen gebaut, die Balancer mit den 3 Pins getestet, was soll ich sagen, alles funzt wunderbar, sie schalten dann ab, wenn sie sollen.

Der Greenswitch ist noch in der Schachtel, wird aber demnächst auf ein separates Pult verbaut. Ich habe mich ebenso wie du für den Greenswitch entschieden, weil er erstens diesen externen Taster hat, zweitens 500 A schalten kann, damit ist man auf der sicheren Seite und drittens unter € 200,-- zu bekommen ist. Weiters können die Parameter über die RS-Schnittstelle verändert werden.

Bezüglich der RS-Schnittstelle bei den LiPros (ich habe sie mitgekauft, denn, was man hat, das hat man) bin ich mir noch nicht sicher, ob ich sie gleich aktivieren werde, weil die Wi-Fi-Schnitstelle für IOS ungeeignet ist (es gibt keine App) und ich keine Android-Geräte besitze.

Was mir auch auffällt, du hast den Akku neben einem Heizschlauch montiert - bei mir ist in etwa die gleiche Situation und ich bin mir nicht sicher, ob es nicht doch ein Problem mit der Temperatur geben könnte. Hast du da etwas vorgesehen?

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