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Bundesverwaltungsgericht Städte können Fahrverbote verhänge 1, 2, 3, 4


andioldi am 28 Feb 2018 09:32:11

hampshire hat geschrieben:Soll man sich daher nicht über kleine Fortschritte freuen?


Ja, kleine Schritte sind besser als keine Schritte. Aaaaber: diese Schritte hätten schon vor 10 Jahren kommen müssen.
Es ist wie in der (klassischen) Medizin: es wird immer nur an den Symptomen laboriert statt die Ursachen zu bekämpfen.

Wir haben die Technik für Nachrüstungen aber die Politik, in Gestalt von Herrn Wissmann, setzt auf angeblich saubere Softwarelösungen.

Emobilität: jahrelang verschlafen
Wasserstoff : politisch nicht gewollt
Emissionsquellen abseits des Autoverkehrs: werden größtenteils ignoriert
Undsoweiter, .........

cbra am 28 Feb 2018 09:43:59

hampshire hat geschrieben:...
Du hast völlig recht, dass es noch weitere protektionierte Dreckschleudern gibt. Die Braunkohleverstromung könnten wir auch noch nennen und es gibt noch weitere unverantwortliche Bereiche. Wir handeln viel zu langsam - aber immerhin handeln wir.
Soll man sich daher nicht über kleine Fortschritte freuen?


100% zustimm

wir sind alle (die meisten) einfach zu bequem und träge etwas zu ändern, auch wenn die notwendigkeit klar ist.

und immer zuerst bei den anderen anfangen zu wollen ist halt auch sehr bequem.

dies massnahmen mögen von der absoluten schadstoffmenge nicht am grössten hebel ansetzen, aber dafür betreffen sie sehr viele leute und schaffen daher bewusstsein - und das finde ich wichtig.

und das geeiere "sooo viele % der arbeitsplätze sind automibilabhängig" kann ich nicht mehr hören. ich weis schon wie viele leute das sind, aber wenn ich mir anhöre für welchen mist 10000e ing. - stunden verplempert werden in der automobilindustrie kann ich nur mehr kopfschütteln. dito wenn in einem testbericht über den wasserstoff - mirai ( ich glaube ORF vor paar tagen) bemängelt wird dass mehr leder in der innenausstattung verwendet werden soll, oder unsere tolle neue regierung das tempolimit von 130 auf 160 anheben will - dann sind das alles für mich zeichen dass wesentliche entscheidungsträger mMn immer noch auf dem weg in eine falsche richtung sind - und zwar vollgas

ganderker am 28 Feb 2018 09:56:22

andioldi hat geschrieben:Emobilität: jahrelang verschlafen
Wasserstoff : politisch nicht gewollt
Emissionsquellen abseits des Autoverkehrs: werden größtenteils ignoriert
Undsoweiter, .........


ja bin ich ziemlich einig.
Wenn man sich um dieses Thema wie ich seit vielen Jahren kümmert, dann wundere ich mich, dass ich nicht schon längst geplatzt bin vor Ungeduld und vor Wut über die Ignoranz der Auto-Vorstände. Diese sehen immer nur das nächste Quartal der Aktienstände und denken nicht drüber hinaus. Vor 10 Jahren angefangen mit großem Investment, WEIL man doch sehen musste, dass Verbrennungsmotoren an ihr Ende kommen (egal ob 2030 oder 2040), dann wären wir wohl heute weiterhin Weltmarktführer in den Schlüsseltechnologien der Autobranche, also Antriebsstrang völlig neu, Batterietechnik völlig neu usw usw.

Aber nein, man wollte die alten Patente auslutschen und mittelfristig noch viel Gewinn mitnehmen. Und für so eine Kurz-Denke kassieren diese "Manager" Millionengehälter im Jahr. Als Steuerzahler ist es mir so langsam echt wurscht, ob VW fast in die Knie geht, wenn nun mögliche Hardwareänderungen von denen bezahlt werden muss weil sie ja die Betriebsgenehmigung betrügerisch erschlichen haben....

Hamburg ist ein spezieller Fall, dort gilt der allgemeine Satz wahrscheinlich nicht, dass 61% der Schadstoffprobleme in der Stadt vom Autoverkehr stammen. Sieht man diese Riesenschiffe mit ihren Rauchkaminen, dann müsste wohl in Hamburg parallel zum Auto auch Schiffsverkehr massiv mit Filtern, neuer Technik usw angegangen werden, also reinfahren in diesen HAfen nur mit neuer Technik. Wird wohl nicht gemacht, aus Angst vor Wilhelmshaven, denke ich mal als Südländer :D

moritz95 am 28 Feb 2018 09:57:10

Hallo zusammen
Die sich aus dem gestrigen Urtei ergebenden Folgen sind bei der momentanen Situation überhaupt nicht zu händeln.
Selbst innerhalb der geschäftsführenden Regierung ist die Umweltministerin für eine blaue Plakette der Verkehrsminister ist dagegen.
Die Kommunen haben auch keinen vernünftigen Plan für die Umsetzung.
Und die Lobbyisten werden schon dafür sorgen, das die Automobilindustrie gut dabei wegkommt.
Vermutlich werde viele faule Kompromisse das Licht der Welt erblicken.
Mfg - moritz

hampshire am 28 Feb 2018 10:14:14

moritz95 hat geschrieben:Die sich aus dem gestrigen Urtei ergebenden Folgen sind bei der momentanen Situation überhaupt nicht zu händeln.

Klasse Strategie oder? Stufe 1: Offentlichkeit verunsichern und gegen Änderung aufbringen. Gleichzeitig sich jahrelang gegen das unvermeidliche stellen und wenns kommt überrascht tun und auf Probleme fokussieren. Die Bremser machen so weiter, das ist Stufe 2. Die dritte Bremser-Stufe ist dann die schlecht gemachte Umsetzung zum Beweis der Unmöglichkeit. Derweil wird es funktionierende Umsetzungen geben, die an allgemeiner Akzeptanz gewinnen. Mit der Akzeptanz in der Bevölkerung berstummen die Bremser bis azf ein paar reaktionäre Nörgler.
Wie war das noch mal mit dem Katalysator? Oder E10 Sprit?

bernie8 am 28 Feb 2018 10:54:50

Hallo Max,

Soll man sich daher nicht über kleine Fortschritte freuen?


Wenn Du mit Fortschritt tatsächlich den Fortschritt für die Umwelt meinst, müsstest du diesen Satz erklären.

Eine Entlastung der Umwelt wird mit neuen Technologien, wie z.B. dem E- Auto "in der Breite" nicht erfolgen.
Entlastung der Umwelt ginge nur über die Einschränkung der "Individualmobilität", sprich z.B. Abschaffung
von "Wohnmobilluxus". Frage mich daher, warum du eins fährst, als Befürworter.

Das genannte E- Auto wird bei "Nutzung für Alle" zu massiven Resourcenproblemen führen und ist BTW keine
Abkehr von fossilen Brennstoffen (Stichwort: Kraftwerk).

Die wirtschaftlichen Probleme für D werden hier immer etwas herunter gespielt. Nehmen wir z.B. mal Lithium,
welches für eine flächendeckende E- Mobilität in großen Mengen benötigt wird, von den daraus neu enstehenden
Umweltproblemen mal abgesehen. Die Schürfrechte dafür hat sich weitgehend China gesichert, da hat unsere Industrie
keine Schnitte mehr - verschlafen, da gebe ich dir Recht- .

bigmacblau am 28 Feb 2018 11:09:15

Als Steuerzahler ist es mir so langsam echt wurscht, ob VW fast in die Knie geht, wenn nun mögliche Hardwareänderungen von denen bezahlt werden muss weil sie ja die Betriebsgenehmigung betrügerisch erschlichen haben....


Beispiel VW, zahlt in USA 25 Milliarden an die besch.... Diesel Kunden, und in D ????
und macht noch 12 Milliarden Gewinn in 2017.
Aber eine Hardware Nachrüstung ist nicht erforderlich (lt.VW) Hier müsste man ansetzten die Konzerne in die Pflicht zu nehmen.

Gruß
Wolfgang

hampshire am 28 Feb 2018 11:32:10

bernie8 hat geschrieben:Entlastung der Umwelt ginge nur über die Einschränkung der "Individualmobilität", sprich z.B. Abschaffung
von "Wohnmobilluxus". Frage mich daher, warum du eins fährst, als Befürworter.


Ich bin gegen die Einschränkung der Individualmobilität, da siehst Du mich in der falschen Ecke. Entlastung geht auch durch eine Umorganisation der Individualmobilität. Das Ebike verlängert jetzt schon die Kurzstreckemnöglichkeiten für viele. Kostenfreier ÖPNV würde für viele sehr attraktiv und finanziell entlastend sein. Car Sharing befreit von der Last besitzen zu müssen und da werden in der Regel schadstoffarme Fahrzeuge eingesetzt.
Ein System, in dem kleine Elektrozweisitzer überall in der Stadt zur kostenlosen Nutzung bereitstehen ist bereits in Arbeit (Bezahlt wird mit den Bewegungsdaten...) - so wie man es inzwischen mit bereitstehenden Fahrrädern kennt.

Warum ich Womo fahre? Weil ich es liebe und nicht der Erfinder der Konsequenz bin. Ich hätte einen Antrieb, der auf fossile Energie verzichtet vorgezogen. Das Angebot dazu ist euphemistisch gesagt überschaubar. Und das soll sich endlich ändern.

Roman am 28 Feb 2018 11:36:57

Ich bin jetzt schon gespannt, was bei der vom Bund in Auftrag gegeben Studie zu möglichen Nachrüstungen heraus kommt, bzw. wie man es dem Bürger verkauft, dass solche wirtschaftlich nicht darstellbar sind...denn das wird m.E. das Ergenis sein...
Dann steht wieder mal Aussage (ADAC-Studie) gegen Aussage (Bund Studie).

Ich finde es unfassbar, wie bei uns die Autoindustrie "geschont" wird. In den USA mussten die bluten ohne Ende. Bei uns wären es im Mittel pro Fahrzeug überschaubare 1.800 Euro für eine Nachrüstung......

Gruß
Roman

rolf51 am 28 Feb 2018 11:38:00

Hallo,
ein bisschen sind wir auch selbst schuld. Warum haben viele einen Euro 4 oder 5 gekauft obwohl der Euro 6 auf dem Markt war? Wir sind doch die Käufer und entscheiden. Wir hätten beim Fiat Ducato viel früher Druck ausüben müssen, diesen schneller auf 6 zu bekommen, durch nicht kauf.
Jetzt mal OT. Wir Deutsche sind Reiseweltmeister, Flugzeug und Kreuzfahrtreisen sind Inn und gehen weg wie warme Semmeln, fragen wir nach dem Schadstoffausstoß?
Wertverlust bei Wohnmobilen kann ich nicht erkennen, wenn über 20Jahre alte Wohnmobile noch zu Traumpreisen über den Tisch gehen.

rolf51 am 28 Feb 2018 11:42:30

Roman hat geschrieben:Ich finde es unfassbar, wie bei uns die Autoindustrie "geschont" wird. In den USA mussten die bluten ohne Ende. Bei uns wären es im Mittel pro Fahrzeug überschaubare 1.800 Euro für eine Nachrüstung......

Gruß
Roman



Hallo Roman,
ja da bin ich teilweise bei dir.
Nur was sagst Du dem Kunden, der einen 6er hat und dafür mehr auf den Tisch gelegt hat und im Gegensatz zu den 5er Kunden die noch letztes Jahr günstig diesen bekommen hat.

Jagstcamp-Widdern am 28 Feb 2018 11:44:12

man könnte ja auch noch die dieselsteuervorteile an der tanke für private dieselfahrer kappen...oder für diese den kraftstoffpreis extra um 100% erhöhen... :roll:
gewerbliche kriegen dann halt eine spezielle tankkarte und zahlen weiter wenig...

also meine Kreativität geht weit über eine blaue Plakette hinaus.... :mrgreen:

allesbleibtgut
hartmut

Roman am 28 Feb 2018 11:48:49

rolf51 hat geschrieben:...Wertverlust bei Wohnmobilen kann ich nicht erkennen, wenn über 20Jahre alte Wohnmobile noch zu Traumpreisen über den Tisch gehen.


Da geb ich dir Recht. Das ist auch aus meiner Sicht unser kleinstes Problem. Nur da z.Zt. der Diesel ganz allgemein, egal ob E4 oder E6xxx ans Kreuz genagelt wird, wie das bei uns in Deutschland nun mal so gern gemacht wird, rechne ich mittelfristig mit massiven Einschränkungen bei der Urlaubsplanung für Europa in den nächsten Jahren....

Für die meisten Kurier- und Paketdienste wird es kurzfristig Lösungen geben. Wenn nächstes Jahr der Elektrospinter kommt und Fiat mit demn Ducato nachzieht, werden viele darauf umsteigen. Wer guckt dann in der Klasse bis 3,5 to in die Röhre...? Wir. Für uns wird das noch lange keine Alternative sein, da man dann zwecks Ladepausen vermutlich eine ganze Woche benötigt um auf die Lofoten zu fahren....

Gruß
Roman

Roman am 28 Feb 2018 11:51:39

rolf51 hat geschrieben:Nur was sagst Du dem Kunden, der einen 6er hat und dafür mehr auf den Tisch gelegt hat und im Gegensatz zu den 5er Kunden die noch letztes Jahr günstig diesen bekommen hat.


Da gebe ich dir 100% Recht. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass jemand, der sich bewusst für einen E5 entschieden hat, owohl er zu dem Zeitpunkt schon einen E6 hätte ordern können, zumindest den Betrag, den der E6 damals mehr gekostet hätte, selbt übernehmen muss....

Gruß
Roman

rolf51 am 28 Feb 2018 12:00:59

Roman hat geschrieben: Nur da z.Zt. der Diesel ganz allgemein, egal ob E4 oder E6xxx ans Kreuz genagelt wird, wie das bei uns in Deutschland nun mal so gern gemacht wird, rechne ich mittelfristig mit massiven Einschränkungen bei der Urlaubsplanung für Europa in den nächsten Jahren....

Gruß
Roman



Hallo Roman,
das sehe ich für unser Hobby nicht ganz so kritisch. Wie sind doch in einer Komfortzone zu den PKW Reisenden. Müssen nicht in die Großstädte rein, können außerhalb bequem stehen und mit den Öffentlichen in die Stadt. So habe ich es in den Citys London, Rom, Oslo usw. gemacht und wird auch in der Zukunft so bleiben.

geralds am 28 Feb 2018 12:25:35

Hallo,

für das Urteil habe ich Verständnis.
Für das Vorgehen unserer Politik keines Falls.
Da tut das Verkehrsministerium so, als hätte es bis 9/2015 nichts von den Betrügereien der Automobilhersteller nicht gewusst.
Das ist eine glatte Lüge, u.a. der ADAC und auch das Umweltministerium haben schon lange darauf hingewiesen, dass da was nicht stimmt.
Hat das Verkehrsministerium etwas unternommen, mal nachmessen lassen - nein. Wie die 3 Affen, nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.

Werden die Autobauer für ihre Betrügereien zur Verantwortung gezogen - nein. Und betrogen haben alle, nur die Methode war unterschiedlich.
Unser Verkehrsminister Schmidt hat 1:1 die Argumentation der Hersteller, man soll sich nicht um die "alten" Fahrzeuge kümmern sondern sich um die Zukunft der Motorenentwicklung (Antriebsentwicklung) kümmern, übernommen.
D.h. es wird wahrscheinlich nicht zu HW-Nachrüstungen kommen.
Die Zeche bezahlt insbesondere der "kleine Mann", und hierunter leiden insbesondere die einkommensschwächeren Bevölkerungsteile die sich nicht ohne weiteres neue Fahrzeuge leisten können. Völlig unsozial!
Für die Autoindustrie ist das Vorgehen eher ein Konjunkturprogramm, es werden wieder vermehrt neue Fahrzeuge gekauft. Die anfallenden Diesel wird man dann mit Preisabschlägen teilweise ins Ausland verkaufen und dort die Luft "verbessern".

Die Betrüger werden belohnt, der Betrogene bestraft - Klasse Regierung. Diejenigen, die so war verbrochen haben sollte man wegen Meineids bestrafen. Der Amtseid lautet irgendwie anders. :evil:

Für die öffentlichen Fahrzeuge (Stadtwerke, öffentlicher Nahverkehr, Handwerker, Zulieferer und viele mehr) wird es Ausnahmeregelungen geben.
D.h. die Wirkung der Verbote für die betroffenen Fahrzeuge wird sich in sehr engen Grenzen bewegen und sich nicht wirklich nennenswert auf die Luftreinheit auswirken. (Meine Prognose)

Für meine Womo-Touren erwarte ich persönlich keine nennenswerten Auswirkungen. War das Ziel eine größere Stadt, bin ich schon bisher fast immer mit öffentlichen Verkehrsmittel in die Stadt gefahren.
Meinen privaten Diesel-PKW (knapp 3 Jahre alt) habe ich vor 5 Wochen gegen einen neuen Benziner getauscht. Der verbraucht ca. 20% mehr wie der Diesel, aber ich kann wenigstens wieder in die Städte fahren. Ob ich damit was für die Umwelt getan habe - eher nein. :evil:

Ich habe ein Fahrzeug gekauft, dass nicht aus der EU stammt. Ich wollte die "Betrüger" nicht noch unterstützen. Ich bin mir bewusst, dass die Entscheidung zweischneidig ist. Hätten die Hersteller einer HW-Umrüstung (auch mit z.B. Kostenteilung) zugestimmt, hätte ich wahrscheinlich umgerüstet oder wäre bei einem deutschen Modell geblieben.

Gruß Gerald

mv4 am 28 Feb 2018 12:46:03

es wird wie immer laufen...Behördenfahrzeuge, Bus, Krankenwagen, Feuerwehr bekommen einen Persilschein und dürfen fahren...Gewerbe und Privat dürfen bei Feinstaub-Alarm nicht mehr in diese Zonen einfahren...evt. wird es für einige Typen eine Hardware Lösung geben...die muss natürlich jeder selber tragen. Um die Spreu vom Weizen zu trennen kommt dann die blaue Plakette, die man aber erst mit der nächsten ASU erhält ...wo ja bekanntlich der echte Schadstoffaustoff gemessen wird.

rkopka am 28 Feb 2018 13:44:57

hampshire hat geschrieben:Das Ebike verlängert jetzt schon die Kurzstreckemnöglichkeiten für viele. Kostenfreier ÖPNV würde für viele sehr attraktiv und finanziell entlastend sein.

Naja. Für mich ist beim ÖPNV zur Arbeit nicht der Preis der Hinderungsgrund, sondern die Zeit und die Flexibilität. Einerseits fahre ich am Abend oft noch was besorgen oder zu Hobbies. Das ginge ohne PKW nicht oder fast nicht. Und ich bräuchte je nach Verhältnissen für jede Strecke das 2-3fache an Zeit.

E-Bike ist nett für Fahrten ins Grüne, aber je nach Ort nur schwer für Fahrten zur Arbeit oder Einkaufen. Ich habe immer wieder die Aussage gehört: das Bike ist zu teuer, das kann ich am Ziel nicht sicher abstellen, das wird geklaut.

rolf51 hat geschrieben:Wertverlust bei Wohnmobilen kann ich nicht erkennen, wenn über 20Jahre alte Wohnmobile noch zu Traumpreisen über den Tisch gehen.

Noch gibts ja auch nur geringe Einschränkungen. Wenn die mal wirklich gravierend werden - hypothetischer Extremfall: Kein Einlaß nach Norwegen, Stadtgebiete weiträumig gesperrt - dann werden die Traumpreise eher zu Albtraumpreisen.

RK

weser13 am 28 Feb 2018 13:54:52

Moin,

hier ist eine fundierte Stellungnahme zu dem Thema "Diesel-Fahrverbot"

--> Link

Grüße aus NI

silent1 am 28 Feb 2018 14:08:31

Leider gibt es von allen möglichen oder unmöglichen "Fachleuten" die unterschiedlichsten "fundierten" Stellungnahmen, Studien, Meinungen.
Jeder kann sich seine Wahrheit selber aussuchen :ja:

geralds am 28 Feb 2018 15:22:14

weser13 hat geschrieben:Moin,

hier ist eine fundierte Stellungnahme zu dem Thema "Diesel-Fahrverbot"

--> Link

Grüße aus NI


Fundiert? na, ja. Der Autor hat sicher die Situation in München während der Stoßzeiten nicht erlebt.
Ich habe 25 Jahre in München gearbeitet.

Situation:
Bereits vor München war die S-Bahn auf meiner Linie an manchen Tagen so voll, dass die Pendler bereits an der Station, die hinter meiner lag, nicht mehr alle in die Bahn passten.
Also bin ich doch wieder auf das Auto umgestiegen, war zudem auch nur die 1/2 Fahrzeit.
Umsteigen auf Bus und Bahn - auf Pendlerstrecken fast nicht möglich.
In die Stadt ziehen? Für die meisten bei den Mieten oder gar Kaufpreisen nicht möglich.

In München wurde bereits die erste Krankenhausstation geschlossen, weil Pflegekräfte fehlen. Die werden so "gut" bezahlt, dass sie sich eine Wohnung in München oder im Einzugsgebiet nicht mehr leisten können.
Eine Bekannte (Altenpflegerin) ist deshalb nach Österreich gegangen, wesentlich bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen da mehr Personal je Bewohner und als "Schmankerl" auch noch eine höhere Rentenerwartung (+ca. 30%) als in D. (Ähnlich die Situation in der Schweiz)

Aber Deutschland geht´s ja gut. Nur halt nicht allen Menschen - und die Anzahl derer wächst.

OK :polit: Aber was von so einigen der Herrschaften so kommt: :ooo:

Gruß Gerald

GeoHeiner am 28 Feb 2018 15:31:56

Die ganze Diskussion um Dieselfahrverbote ist doch absolut absurd!! Solange Stickoxidwerte am Arbeitsplatz vielfach höher liegen dürfen wie die am Neckartor in Stuttgart an der Straße sehe ich keinen Sinn in diesen Zwangsmaßnahmen. Jedenfalls nicht für die Gesundheit. Wenn man natürlich die Automobilindustrie in die Knie zwingen will, mag das eine guter Schritt sein. Der Abmahnverein DUH wird sicher nicht locker lassen. Gepampert mit Mitteln der Bundesregierung und von Toyota, werden sicher bald die nächsten Klagen folgen. Das wird dann irgendwann auch die WOMOs treffen, da bin ich mir sicher. Da wird grad eine große Kapitalvernichtung und Beschränkung des Individualverkehrs in Gang getreten und das unter dem Applaus von Umweltverbänden und leicht wie gutgläubigen Menschen.

Das ist doch einfach nur noch Irre!!

andioldi am 28 Feb 2018 15:43:36

GeoHeiner hat geschrieben: Der Abmahnverein DUH wird sicher nicht locker lassen.


Das Problem ist nicht die DUH, von der ich auch nicht sehr viel halte, sondern die Umsetzung der EU-Richtlinien. Die Politik hat 10 Jahre geschlafen und nun muss man mit irgendwelchen Hauruckaktionen versuchen die Strafzahlungen zu verhindern indem man den Hebel dort ansetzt wo am wenigsten Gegenwehr zu erwarten ist.
Dazu passt, dass Deutschland die meisten Vertragsverletzungsverfahren innerhalb der EU am Hals hat.

GeoHeiner am 28 Feb 2018 15:58:40

andioldi,

da hast Du sicher Recht. Und wenn ich mir das Berliner Ensemble, was sich da unter dem Namen GROKO neu zu bilden scheint, ist Besserung nicht in Sicht!!

GeoHeiner am 28 Feb 2018 16:10:07

Hier gibt es übrigens eine längere Abhandlung (12 Teile) über den Diesel und die Politik dazu:

--> Link

Das lohnt sich zu lesen!

Trashy am 28 Feb 2018 17:05:28

habe gerade umgerüstet

--> Link

msfox am 28 Feb 2018 18:33:39

Ich sehe das ganze ruhig:
1. Was wird es für Ausnahmen geben (z.B. für Anwohner), welche trotz Verbot in die Stadt dürfen
2. Wer und wie kontrolliert das Ganze
3. Wenn kontrolliert wird, was kostet es? (aktuell 80€, aber kein Punkt) Muss man halt einkalkulieren... Als WoMo-Fahrer einfacher als bei Pendlern.
4. Wo darf kontrolliert werden (mit Polizei bewegten Verkehr / Ordnungsamt ruhenden Verkehr)?
Wenn ich in eine Stadt fahre zum Einkaufen, ist der Supermarktparkplatz privat. Dann müsste mich die Polizei auf den Weg dorthin anhalten (wofür sie keine Zeit hat) und auf den Parkplatz, wenn privat, darf das Ordnungsamt nicht kontrollieren - oder?
Gleiches gilt sicher auch, wenn ich mit dem Fahrzeug auf mein Privatgrundstück in der Stadt stehe. Ich darf mich nur nicht beim Fahren erwischen lassen.
5. Welche Nachrüstmöglichkeiten gibt es?
Der ADAC hat ja getestet, aber die Autoindustrie will auf ihre Kosten nicht nachrüsten. Aber vielleicht investiert "der kleine Mann" ja selbst. Dann darf er immer noch fahren - vielleicht. Immer noch besser als das ganze Fahrzeug zu verkaufen.
6. Wie oft fahre ich als Wohnmobilfahren in die Stadt?
In Italien gibt es auch strenge Umweltzonen und wir haben größer Städte einfach gemiede und außerhalb geparkt.
7. Wo sollen denn die ganzen Autos hin, die plötzlich nicht mehr in die Städte dürfen?
8. Ist das nicht alles GEPLANT?
Erst der Dieselskandal
dann das Fahrverbot
und wer verdient am Ende am meisten - DIE AUTOINDUSTRIE, weil sie endlich wieder Neuwagen verkaufen kann. Irgendwie müssen sie doch ihre Diesel/Beziner vor der Elektrowende noch los werden und den Elektroautos einen Dämpfer verpassen. Denn soweit sind Elektroautos noch nicht, das jetzt jeder umsteigen kann. Also wird wieder ein Ottomotor gekauft und dann sicher in den nächsten 5 Jahren kein Elektroauto.

ganderker am 28 Feb 2018 19:00:06

GeoHeiner hat geschrieben:Hier gibt es übrigens eine längere Abhandlung (12 Teile) über den Diesel und die Politik dazu:
--> Link
Das lohnt sich zu lesen!


Warst du nicht früher ein großer Befürworter der Autoren vom Kopp-Verlag ? Täusche ich mich?

Ist der dann nicht mehr dein Favorit für solche weltentscheidenden Fragen? :D

Aktuelles Zitat deiner Quelle (Thema Diesel): ARD und ZDF, Landessender wie RBB und SWR und auch zahlreiche Zeitschriften wie der „Spiegel“ verhalten sich wie Staatsmedien ...

viel mehr muss man dann auch nciht mehr lesen, finde ich

Micha1958 am 28 Feb 2018 19:03:21

Msfox, zuerst mal zur Klarstellung, ich bin gegen Fahrverbote solange es keine vernünftigen Alternativen gibt.
Aber Deine Punkte 4 und 6 verstehe ich nicht.

Bei uns verweigern, nicht erwischen lassen, aber in Italien meckerst Du nicht, da hält man sich dran ? Weil es da ok oder berechtigt ist ?


Komische Logik.

Gruß Micha

WomoTechnikService am 28 Feb 2018 19:21:32

bernie8 hat geschrieben:Entlastung der Umwelt ginge nur über die Einschränkung der "Individualmobilität", sprich z.B. Abschaffung
von "Wohnmobilluxus". Frage mich daher, warum du eins fährst, als Befürworter.


Die Zeitschrift, die ich hier nicht verlinken darf hat über eine Studie der Universität Pisa berichtet, die beweist, dass Reisemobilurlaub von allen Urlaubsformen die beste Umweltbilanz aufweist, weil einfach sparsamer mit Ressourcen umgegangen wird, wobei Übernachten auf Stellplätzen noch günstiger als auf Campingplätzen ist und weil die Reisen meist nicht so weit sind wie mit dem Flieger oder Reisebus... --> Link einfach auf den ersten Beitrag klicken...

LG Peter

cbra am 28 Feb 2018 19:26:40

vielleicht müssen wir einen Bürger - emissionshandel einführen - EUweit. wenn einer ein autarkes haus hat kann er mit dem SUV weiter weg ballern, wer das nicht hat muss dem nachbarn ohne auto seine zertifikate abkaufen ;).

nutzer von ÖPNV und Fahrrad haben flugmeilen frei etc....

Carado461 am 28 Feb 2018 19:27:36

Habe für meinen Ducato Euro 5 aus 2016 vom französischen Staat die Plakette 2 ( also ziemlich sauber)bekommen. Hier soll der böse Diesel mit Euro 5dann verdammt werden. Versteh einer die EU-Welt. An dem Tag, an dem in Bukarest, Rom etc. auch Fahrverbote mit Umweltzonen existieren, bin ich gerne bereit, meinen Verstand wieder anzuerkennen. Bis dahin warte ich auf einen Kontrolleur.... den es nie geben wird.

gespeert am 28 Feb 2018 21:39:03

Habe keinen Bock die Threads seit 2 zu lesen.
Nur so viel, habe letztes Jahr einen 1,4l Diesel mit Partikelfilter nachgeruestet.
Zeitweise war es nicht moeglich, verwertbare Infos des Herstellers zu erhalten als zeitweise das Gutachten nicht auffindbar war. Seriennummer des Kits war bekannt. Aber man wollte richtig Kohle fuer eine Kopie der Dokumente.

Wenn ich nun einen SCR Kat nachruesten wollte, interessiert mich hier nur ob das Kit fuer diesen Motor passt. Dann rein mit dem Umruestsatz und ab zum Eintragen.
Gerne auch als Musterfall fuer eine Serienzulassung.

Wenn technisch moeglich, waere ich fuer eine Nachruestung.
Aber nur wenn die Rahmenbedingungen passen:
Verbrennungstemperaturen hoch genug fuer NOx Bildung, egal ob Benziner oder Diesel!
Speziell kleine turbogeladene Motoren, sog. Downsizingaggregate

aliter am 28 Feb 2018 21:52:45

heisst der Verein, der die Prozesse in den Städten geführt hat. Irgendwo im Netz war zu lesen, dass Toyota u.a. mit hohen Geldspenden dazu beigetragen hat.

rolf51 am 01 Mär 2018 09:12:00

Hallo,
gerade in der Südwest Presse Ulm gelesen.

"Wer ist von Fahrverboten ausgenommen? Baden-Württemberg hatte im Luftreinhalteplan einen Ausnahmekatalog vorgesehen, der weiter gelten soll. Danach ist Lieferverkehr von Fahrverboten ausgenommen, auch Fahrten von Handwerkern und Baufahrzeugen. Ausnahmen gibt es für die Versorgung mit Lebensmitteln oder von Apotheken, Altenheimen und Krankenhäusern. Ausgenommen sind zudem land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, Fahrzeuge mit Sonderrechten etwa von der Bundeswehr, Feuerwehr und Polizei. Bis Ende 2021 sind auch Fahrten mit Wohnmobilen zu Urlaubszwecken noch sowie Carsharing-Fahrzeuge nicht betroffen. Offen ist, ob eine Handwerker-Plakette kommt, anhand derer man ein Handwerker-Fahrzeug vom privaten Diesel unterscheiden kann.

Oberlandcamper am 01 Mär 2018 12:09:56

Es wissen hoffentlich alle .... die Umwelthilfe welche hier Federführend war ! wird hauptsächlich vom deutschen Staat finanziert! ein Schelm wer böses dabei denkt ..... die verarschen die Bürger so brutal, dass man wirklich mal anders wählen sollte, auch wenn dies die grössten Chaoten sind die es gibt welche dann an die Macht kommen :evil:

ganderker am 01 Mär 2018 12:25:35

Oberlandcamper hat geschrieben:Es wissen hoffentlich alle .... die Umwelthilfe welche hier Federführend war ! wird hauptsächlich vom deutschen Staat finanziert! ein Schelm wer böses dabei denkt ..... die verarschen die Bürger so brutal, dass man wirklich mal anders wählen sollte,


Warum diese Wortwahl, es liegt doch alles offen?? Ich bin froh, dass es diesen Verein gibt, der als einzigster den Autobetrügern und auch der Politik Druck macht. Wenn es nach diesem Verein ginge, gäbe es keine Fahrverbote, weil die alten Diesel Euro 5 Fahrzeuge zumindest von der Autoindustrie (maßgeblich!) mit neuer Hardware versehen werden müssen und zwar ohne ständig zu sagen "es geht nicht", denn dass es geht, hat ADAC und grünes Verkehrsministerium BaWü letzte Woche bewiesen mit 4 Fahrzeugtypen, unter anderem Ducato 130!!!!!!!!!!!!!!!!

Deine Wortwahl wäre mE berechtigt, wenn man allen Beteiligten eine Versagen in 10 Jahren (seitdem es diese Schadstoffproblematik in Gesetzesform gibt) attestieren wollte. Für mich ist dieser gemeinnützige Verein so wichtig wie die Stiftung Warentest. Dass Toyota spendet ist für mich so ähnlich, wie wenn Daimler den Grünen Parteigelder spendet. Bei der Offenheit der finanziellen Daten, dürfte mE die Abhängigkeit von Toyota vernachlässigbar sein. Wird aber saumässig gerne überall von Gruppierungen und Weltverschwörern, denen es reinpasst, ständig wiederholt. Mein Fazit: wenn man sonst nix findet an Sachargumenten gegen die Umwelthilfe, dann ist ja alles in Ordnung :D

Wer sich bemüht, kann seit Jahren alles Wichtige über die Umwelthilfe übers Wiki erfahren: Zitat
Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) ist eine nichtstaatliche Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation in Deutschland. Sie ist ein klageberechtigter Verbraucherschutz­verband nach dem Unterlassungsklagengesetz. Der eingetragene Verein mit Sitz in Hannover ist eines der deutschen Mitglieder des Europäischen Umweltbüros in Brüssel. Außerdem hat sie aus dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz das Recht zur Verbandsklage und ist als gemeinnützig anerkannt.
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen der Klimaschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt, eine nachhaltige, d. h. auf Effizienz und regenerativen Energien basierende Energieversorgung, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft, saubere Luft, nachhaltige Mobilität und Verbraucherschutz.

Finanzierung

Der Verein finanziert sich zu 38 % aus Projektzuschüssen, die in etwa zur Hälfte aus öffentlichen Quellen und zur anderen Hälfte von privaten Stiftungen bereitgestellt werden. Weitere 30 % der Einnahmen stammen aus dem Verbraucherschutz (u. a. Abmahnungen, etwa wegen fehlerhafter Produktkennzeichnungen,). Spenden, die zum größeren Teil von Unternehmen und zu einem kleineren Teil von privaten Spendern stammen, machen 17 % der Einnahmen aus. Toyota beispielsweise unterstützt die DUH seit 19 Jahren mit jährlich ca. 50000 Euro. Sponsoren-Beiträge, Zuweisungen von Justizbehörden und Beiträge von Förderern und Paten tragen in kleinerem Umfang ebenfalls zu den Einnahmen bei.

Bei den Ausgaben standen 76 % der finanziellen Mittel für die Sacharbeit und 24 % für Verwaltungskosten, Öffentlichkeitsarbeit und Spendenwerbung zur Verfügung. Die vorhandenen Gelder wurden für Projekte in den Bereichen Allgemeiner Verbraucherschutz und Recht (18 %), Verkehrspolitik (14 %), Verkehr und Luftreinhaltung (14 %), kommunaler Umweltschutz (9 %), Energie und Klimaschutz (7 %), sowie Kreislaufwirtschaft und Mehrwegschutz (6 %) eingesetzt. Weitere Mittel (12 %) werden für Projektzuschüsse verwendet, die die DUH an ihre Partnerorganisationen vergibt und damit die eigene Projektarbeit ergänzt.

Die Jahresabschlüsse werden durch einen vereidigten Wirtschaftsprüfer testiert. Die vorstehenden Angaben beziehen sich auf das Jahr 2015. Die DUH veröffentlicht ihre Finanzzahlen im Rahmen der Jahresberichte und auf ihrer Internetseite.

Der Haushalt betrug im Jahresbericht 2015 etwa 8,1 Millionen Euro.

brauwe am 01 Mär 2018 12:41:14

ganderker hat geschrieben:... wenn man allen Beteiligten eine Versagen in 10 Jahren (seitdem es diese Schadstoffproblematik in Gesetzesform gibt) attestieren wollte.


Moin,

diese 10 Jahre des "Versagens" stimmen meines Erachtens nicht ganz, es sind vielmehr 20 Jahre, die verschlafen wurden.
Die Grenzwerte wurden bereits 1998 durch die EU festgelegt, allerdings wurden die festgelegten Grenzen erst 2008 verbindlich - daher stammen ja auch die 10 Jahre.
Unsere Verantwortlichen haben also bereits 1998 gewusst, was bis 2008 zu erreichen ist - ist irgendetwas in dieser Richtung geschehen? Nein.
Allerdings gab es in dieser Zeit auf Grund der durch Immobilien-Fehlspekulationen ausgelösten Finanzkrise und den damit verbundenen erheblichen Umsatzeinbußen der deutschen Automobilindustrie die Abwrackprämie, die einzig dazu diente, dieser Industrie "über die Runden zu helfen" und den Absatz wieder anzukurbeln.
Dann kamen noch die Rettungsaktionen für die Banken...
Es ist Geld im Überfluss da, wenn es um Institutionen geht.. wir Bürger dürfen selbst zahlen..

Gruß
Uwe

ganderker am 01 Mär 2018 12:51:01

brauwe hat geschrieben:Moin, diese 10 Jahre des "Versagens" stimmen meines Erachtens nicht ganz, es sind vielmehr 20 Jahre, die verschlafen wurden.


Hallo Uwe,
voll einverstanden mit deiner Faktensammlung. Hatte das schnell hingerotzt..... :D
Weil es also noch schlimmer ist mit dem Kopf in Sand .... habe ich wirklich keine Hemmungen, dass der künftige Verkehrsminister den Autofirmen nachträglich die Typen-Zulassung wegen Täuschung und Betrug wegnimmt und diese voll für ihr Tun haften müssen, also den versprochenen Zustand hardwaremässig zu erreichen auf ihre Kosten natürlich.

Lustig finde ich es auch, dass momentan plötzlich keiner mehr den zu erwartendenden Mehrverbrauch massiv kritisiert, wie es noch vor einigen Monaten bei der Software-Nachrüstung durch die Autoindustrie auch hier im Forum herumgeisterte. Offenbar nimmt das plötzlich mit Freude in Kauf, solange er fahren darf.......
Tja, so ändern sich die Sichtweisen :D :D

a.miertsch am 01 Mär 2018 14:32:18

Zur Frage der Kontrolle der Schadstoffklassen nur soviel: Der Staat war im Gegensatz zu bürgerfreundlichen Maßnahmen in der Generierung von Einnahmen schon immer sehr kreativ. Im vorliegenden Fall gibt es doch handhabbare Instrumente. Stichwort G-Box. Alle Fahrzeuge müssen ein ähnliches Gerät zwangsweise eingebaut haben(natürlich auf des Halters Kosten), das in der Lage ist, auf Funksignal deutlich seine Schadstoffklasse anzuzeigen. Fertig ist der Umweltblitz. Das Ganze lässt sich so systematisieren, dass am nächsten Tag der Bescheid im Kasten ist. Man muss nur die gesetzlichen dazu Regeln aufstellen.
Na ja, mit der Elektronik wird das in D wahrscheinlich noch ein paar Jahre dauern. :idea: :ja:
Albert

DirksBiMo am 01 Mär 2018 23:11:58

Moin,

Oma Freese hat ne eindeutige position zum dem Diesel gesabbel.... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

--> Link

Gruß

Dirk

Roman am 02 Mär 2018 00:33:50

Die aktuelle Diskussion, die gerade bei "Illner" im ZDF zum Thema lief, war eigentlich recht aufschlussreich. Die mit Abstand schlechteste, man könnte auch sagen katastrophalste Vorstellung, gab Herr Mattes vom VdA ab. Eine Witzfigur.

Die Autoindustrie bei uns lernt wirklich nichts, aber auch gar nichts dazu.....

Gruß
Roman

teuchmc am 02 Mär 2018 01:56:57

Naja, Fred, Entzug der Betriebserlaubnis heißt dann für den Besitzer was? Sein Kfz wird zwangsstillgelegt, darf dann wiederum nicht auf öffentlichen Grund stehen und ist wertlos, sprich der Besitzer hat richtig abgeschafft und u.U.ist er in einer plötzlichen wirtschaftlichen Zwangslage . Sonst aber alles gut bei Dir?
Für mich bleibt dieser Laden DUH weiterhin suspekt. Es geht doch einfach nur darum den Spenderfirmen neue Umsatz-und Gewinn Möglichkeiten zu generieren und das eigene Ego zu befriedigen. Das der "kleine" Mann mal wieder zwangsenteignet wird, interessiert diese Ökoxxxxxxxxxn nenn Schxxss.
Könnte alles eigentlich ganz einfach sein. Ab einem Alter X bis Alter Y kann der Besitzer sein Fahrzeug uneingeschränkt nutzen. Bei einem Verkauf ist eine Ummeldung auf einen neuen Besitzer nicht möglich. Ab Alter Z(H-Kennzeichen) wäre das auch für einen Neubesitzer wieder möglich. Hintergrund ist, dass die Zahl von Typ X über die Jahre stetig abnimmt. Sei es durch Unfall oder überwiegender Weise durch wirtschaftliche Zwänge, technische Weiterentwicklung und natürlichen Verschleiss.
Und was es dann bis zum H schafft, ist ein Bruchteil des ehm. Gesamtbestandes von Typ X und von der Laufleistung her vernachlässigbar.
Durch diese Massnahme erfolgt fast automatisch eine ständige Erneuerung des Kfz-Bestandes, welche dann eigentlich den geltenden Eu-Normen entsprechen sollten, auch beim Schadstoffausstoss. Aber wahrscheinlich ist das nicht profitabel genug für Autofirmenvorstände.
Sonnigen weiterhin. Uwe

jochen-muc am 02 Mär 2018 07:50:30

DirksBiMo hat geschrieben:Moin,

Oma Freese hat ne eindeutige position zum dem Diesel gesabbel.... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

--> Link

Gruß

Dirk



Der hier auch

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=GGDzrshT6Yg[/youtube]

ganderker am 02 Mär 2018 13:54:15

teuchmc hat geschrieben:Naja, Fred, Entzug der Betriebserlaubnis heißt dann für den Besitzer was? Sein Kfz wird zwangsstillgelegt, darf dann wiederum nicht auf öffentlichen Grund stehen und ist wertlos, sprich der Besitzer hat richtig abgeschafft und u.U.ist er in einer plötzlichen wirtschaftlichen Zwangslage . Sonst aber alles gut bei Dir?


Naja, Uwe den Politikern habe ich da schon etwas Cleverness zugetraut:
1. Feststellung Betriebserlaubnis war damals fälschlicherweise erteilt aufgrund falscher Tatsachen wo es zutrifft (gilt nur für deutsches Recht im Ausland hätte das Auto evtl. weiter eine Betr.erlaubnis)
2. Verpflichtung an die Autobauer: Hardware Nachrüstung wo technisch möglich (das werden die Zulieferer bei den vielverkauften Typen bald aufzeigen, denke ich) bis zu einem bestimmten Datum (das kann technisch gesehen nicht kurzfristig sein) auf deren Kosten, das kann aber bedeuten: weniger Kofferraum wegen Adblue und andere Nachteile.
3. WENN der Dieselbesitzer aber sagt, dass ihm die Nachrüstung nicht passt, könnten die Hersteller ihm ein Angebot für ein neues Auto machen. In diesem Angebot könnte enthalten sein, dass der Hersteller 1x die Nachrüstung spart. Es könnte sein, dass der Neukäufer und der Hersteller dann relativ zufrieden aus der Situation kommen. Der Altdiesel wohin? Die Hersteller haben da bestimmt Ideen.

Das wären auf die Schnelle meine Gedanken dazu. Vielleicht könnten wir darüber diskutieren, ist sehr schwieriges Thema, weil so viele Stellschrauben. Mir geht es nur darum, dass die Betroffenen das nicht alleine aushalten müssen. Die Betrüger sind in der Pflicht und zwar ganz vorne. Schon allein deshalb auch, weil wir keine Möglichkeit der Sammelklagen haben (sind die eigentlich jetzt endlich im Koalitionsvertrag??).

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