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Auswirkungen des BVerwG-Urteils für Womos auf Ducato 1, 2


schnecke0815 am 04 Mär 2018 07:53:38

xbmcg hat geschrieben:Wundert mich nicht. In den Staaten fährt der Ducato mit Chruisler V8.
Da bekommen wir endlich auch tollen V8 Sound ins WoMo, und mit einer
Umrüstung auf LPG haben wir 2 Fliegen mit einer Klappe: Großer Gastank und
Vortrieb zum Dieselpreis trotz Benziner V8.


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Gast am 04 Mär 2018 08:57:36

Heute noch Euro 6, und morgen? Das haben wir doch alles schon mal gehabt. In den 1990ern mit dem G Kat bei Pkws, dann in den 2000ern mit der Aberkennung der Umweltfreundlichkeit der Euro 3 Diesel. Nach dem Partikelfilter nun die nächste Runde, und wieder sind vermeintlich moderne Fahrzeuge, gerade erst gekauft, schon altes Eisen.

Ich verstehe nicht, warum nicht andere Methoden zur Verkehrsbeeinflussung angewandt wurden. Da kam vor wenigen Tagen die Überlegung des fahrscheinlosen ÖPNV auf, und gleich darauf wollten die Projektstädte (z.B. Mannheim) nichts davon wissen. Dabei wäre das ein großer Schritt in die richtige Richtung gewesen. Schnell wurde die Frage der Finanzierung vorgeschoben, um es schnell wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen. Dabei wird der ÖPNV schon jetzt zu 50 % subventioniert. Ich gehe jetzt davon aus, dass die E Mobilität umgesetzt werden soll, ohne sich Gedanken über die (Umwelt-)Folgen zu machen.

Fazit: wie man es macht, man macht es verkehrt. Ich werde dieses Mal abwarten, bis nichts mehr geht. Meinen Campingbus werde ich erst dann nachrüsten, wenn es preislich in Ordnung ist. Bis dahin wird er eben außerhalb der Umweltzone abgestellt.

BadHunter am 04 Mär 2018 09:37:04

Ich habe immer mal wieder darüber nachgedacht, ein jüngeres Fahrzeug anzuschaffen, ohne wirklich über den Umweltaspekt nachzudenken... Wir fahren im Schnitt 6-7000 Km im Jahr, technisch kann unser Fahrzeug noch sehr lange halten, und so muss er nun noch 7 Jahre weiter gepflegt werden und bekommt dann sein H-Kennzeichen.

Wenn man mal darüber nachdenkt, was die Produktion eines einzelnen Neufahrzeuges an Schadstoffen verursacht, dagegen sind die Emissionen älterer Fahrzeuge eigentlich ein Witz.
Aber dann würde die Wirtschaft ja nicht mehr funktionieren, Arbeitsplätze verloren gehen, das will ja eigentlich auch niemand. Aber vom Umweltaspekt wäre es sinnvoller, alte Autos so lange zu fahren wie es irgendwie möglich ist...

Umweltzonen sind mir eigentlich egal wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, denn bisher hat uns das auf keiner Tour in irgendeiner Form eingeschränkt...
Anders mit dem PKW in Zukunft: vor 7 Jahren einen Neuwagen gekauft, als Diesel, weil ich im Aussendienst arbeite und im Jahr zwischen 25 und 30.000 Km fahre um meinen Lebensunterhalt und den meiner Familie zu verdienen. Er hat Euro 5, läuft einwandfrei und wird noch viele Jahre gute Dienste leisten, mit der evtl. kommenden blauen Plakette könnte ich meinen Beruf aber nicht mehr wie bisher ausüben. Und das geht nicht nur mir so... Ob das so gewollt ist?

teuchmc am 04 Mär 2018 10:50:54

Moin Bernd! Geh mal auf FCA.com bzw. Chrysler USA. Evtl.bei RAM.com suchen.
Bei MB bin ich selber irgendwie nicht weiter gekommen in Richtung US-Modelle.
Sonnigen weiterhin. Uwe

kampino am 04 Mär 2018 10:59:31

Machen wir doch einfach eine Familienzusammenführung der anderen Art und fahren mit unseren schmutzigen Wohnmobilen da hin, wo ihre Freunde fahren.
Im Osten Europas findet man die ganzen guten Autos wieder, die bei uns die Abwrackprämie und andere Aktionen unserer Regierung aus dem Land gejagt haben. Auch die guten Dieselfahrzeuge, die jetzt mittels Umweltprämie aus unseren Garagen verschwinden, werden hinter der Grenze noch viele Jahre weiter leben. Wenn ich in Frankreich, Deutschland usw. mehr mit der Navigation und Informationsbeschaffung bezüglich irgendwelcher Umweltbeschränkungen beschäftigt bin, dann stresst mich das. Das brauche ich im Urlaub nicht. Dann eben auf zu neuen Ufern und Vollgas gen Osten. Da gibt es echt tolle Landschaften, freundliche Menschen, super Campingplätze und mein Womo sieht seine ganzen alten Freunde wieder....

Schönen Urlaub !

ganderker am 04 Mär 2018 11:18:09

kampino hat geschrieben:Dann eben auf zu neuen Ufern und Vollgas gen Osten. Da gibt es echt tolle Landschaften, freundliche Menschen, super Campingplätze und mein Womo sieht seine ganzen alten Freunde wieder....


wenn dieses "gen Osten" innerhalb der EU ist und WENN ganz viele hinfahren, also auch dort in Städten die Schadstoffe dauerhaft über den EU-Grenzwerten sind, DANN geht das Spiel auch dort von vorne los :D

Ich weiß, bin Spielverderber :D

kampino am 04 Mär 2018 19:06:04

ganderker hat geschrieben:Ich weiß, bin Spielverderber :D


Schon ein bisschen. Dann behalten wir das eben für uns.... ;D

Eifelwolf am 18 Apr 2018 11:52:56

Die Essenz des BVerwG-Urteiles lautete:

a) die EU erlässt (via Bundesregierung) eine Schadstoffgrenze für größere Städte
b) für die Einhaltung der Schadstoffgrenzen sind die Kommunen selbst zuständig (wogegen sie sich bis dato vehement gewehrt haben)
c) Umweltverbände haben mit der Klage Erfolg gehabt und sehen nun „Licht am Horizon“, mahnen und klagen also ab diesem Urteil verstärkt gegen weitere Städte und tun dies derzeit auch.

Die betroffenen Städte (und dies werden aufgrund der Aktivitäten der Umweltverbände immer mehr) sind nun in der Bredouille, die Einhaltung der Schadstoffgrenzen mittelfristig zu gewährleisten. Dies können sie durch die Ausweisung entsprechender Umweltzonen einschl. deren Neuausweisung und/oder Vergrößerung. Daneben versucht man sich noch in anderen Übungen wie beispielsweise Elektrobusse für die Stadtwerke usw., wobei Einigkeit herrscht, dass dies nur begleitende, aber keine problemlösende Maßnahmen sein können.

Insoweit werden spätestens in 2019 (Ablauf der durch das Urteil angenommenen eingeräumten Karenzzeit) viele zusätzliche Umweltzonen in bisher nicht betroffenen Städten entstehen. Bestehende Umweltzonen werden ggf. – mitunter erheblich - ausgeweitet werden. Wie regelt man nun deren Befahrungsrechte? Eine „blaue Plakette“ will die derzeitige Bundesregierung zur Zeit nicht, da sie einem „Fahrverbot praktisch gleichkäme“. Die würde aber den betroffenen Städte helfen, da sie ansonsten „irgendwie“ zusehen müssen, wie sie die Schadstoffgrenzen einhalten und das Befahrungsrecht regeln. Und haben dabei einerseits (über die Umweltverbände) die EU im Genick, sind also vielerorts in Aktionszwang, andererseits werden sie durch die Regierung bei der praktischen Umsetzung ziemlich alleine gelassen. Ein solcher Flickenteppich von unübersichtlichen städtischen Einzelregelungen fängt derzeit leider in Belgien an zu spießen!

Um bei Deiner Ursprungsfrage noch auf eine andere Facette einzugehen, SchwarzerKrauser, der aktuelle WoMo-Ducato entspricht auch mit seiner AGR-Technik derzeit Euro 6 (vermutlich Euro 6b). Das hat weniger einen technischen oder umweltpolitischen als einen formaljuristischen Hintergrund. Früher bestimmte einmal die fortschreitende Ingenieurskunst die Motorentechnik, heute zum großen Teil die Politik. Und die muss nicht immer fortgeschritten sein .

schnecke0815 am 18 Apr 2018 12:00:26

Eifelwolf hat geschrieben:Dies können sie durch die Ausweisung entsprechender Umweltzonen einschl. deren Neuausweisung und/oder Vergrößerung. Daneben versucht man sich noch in anderen Übungen wie beispielsweise Elektrobusse für die Stadtwerke usw.


Die Essenz des BVerwG-Urteiles lautete: Fahrverbote dürfen nur dann verhängtt werden wenn andere Maßnahmen nicht greifen, sozusagen als letztes Mittel.

Eifelwolf am 18 Apr 2018 12:11:23

schnecke0815 hat geschrieben:...Die Essenz des BVerwG-Urteiles lautete: Fahrverbote dürfen nur dann verhängtt werden wenn andere Maßnahmen nicht greifen, sozusagen als letztes Mittel.


Du reißt den Satz aus dem Zusammenhang: Hier ging es um die Städte und deren Möglichkeiten. Kommunen haben beim Einhalten der Schadtstoffgrenzen aber nur ein sehr begrenztes Instrumentarium, und dazu zählt als wirksamstes Mittel die Umweltzone.

Tinduck am 25 Apr 2018 07:56:43

Man muss ja die Einfahrt nicht verbieten...in London funktioniert das mit der LEZ ganz toll, wenn ich da mit meinem alten Hobel reinwollte, kostet das lockere 100£ pro Tag, und das gilt für alles unter Euro3 bzw. vor BJ 2006. Aber rein darf man :D

Aber auch da gibts bestimmt gaaaaanz viele Ausnahmen für städtische Fahrzeuge und wassweissichnoch.

Die Briten haben eben ein ausgeprägtes Stellungsbewusstsein und kein Problem mit sozialer Ungerechtigkeit. Man muss ja nicht so arm sein, dass man sich so eine geringe Gebühr nicht leisten kann... :lol:

Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Wassernebelanlagen über die meistbetroffenen Strassen. Gibt die Messstation Alarm, wird berieselt, und die ganzen bösen NOxe gehen zusammen mit den Partikeln und einem guten Teil des CO2 in den Gully, wo sie erstmal keinem mehr schaden, und die Anwohner können durchatmen. Nach ner halben Stunde ist die Luft wieder OK. Dann Pause bis der Grenzwert wieder erreicht ist.
Kostet wahrscheinlich weniger als ein einziger Elektrobus und ist wenigstens richtiger Anwohnerschutz und nicht nur ein Feigenblatt.

bis denn,

Uwe

andwein am 26 Apr 2018 16:48:36

Tinduck hat geschrieben:...Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Wassernebelanlagen über die meistbetroffenen Strassen. Gibt die Messstation Alarm, wird berieselt, und die ganzen bösen NOxe gehen zusammen mit den Partikeln und einem guten Teil des CO2 in den Gully, Uwe

Scheint aber trotz des vielen Regens nicht zu funktionieren, oder? Wenn die jetzt berieseln, regnet es jeden Tag. Aber da die eh alle einen Regenschirm dabei haben ist es vielleicht nicht so schlimm!
Leicht grinsend, Andreas

Tinduck am 26 Apr 2018 18:23:32

An Regentagen sollte es deutlich geringere Messwerte geben, weiss nicht, ob das schon mal einer korreliert hat.

bis denn,

Uwe

zuckerbaecker am 01 Mai 2018 07:57:28

Eifelwolf hat geschrieben:Daneben versucht man sich noch in anderen Übungen wie beispielsweise Elektrobusse für die Stadtwerke usw., .


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Hier ein schöner Bericht zum Thema Elektrobusse.


3Sat - Irrweg Elektrobus?

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Es wird ab 4.30 min. eine Idee vorgestellt, wie man reinere Luft einfacher erwirken kann.

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