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Sinusähnlicher Wechselrichter und Schaltnetzteie


hampshire am 02 Mär 2018 18:30:20

Ich verstehe, dass es Verbrauchertypen und Lasten gibt, die nach einem reinen Sinus-Signal verlangen. Was ich nicht verstehe ist, weshalb ein Schaltnetzteil, über das ein Laptop geladen wird dazugehören soll. Dem Schaltnetzteil dürfte es m.E. reichlich egal sein ob die Welle sinusähnlich oder wirklich sinusförmig ist. Welcher Nachteil sollte in diesem Falle entstehen?
Bitte um Klärung in die eine oder andere Richtung.

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gespeert am 02 Mär 2018 20:50:14

Eine Rechteckspannung enthaelt hohe Frequenzanteile welche bei Induktivitaeten und Kapazitaeten Probleme verursachen.
Die Schaltnetzteile haben diese Bauteile intus.

Kapazitaeten werden niederohmig, also Erwaermung durch uebermaessigen Stromfluss.
Induktivitaeten hochohmig, also Erwaermung durch erhoehten Widerstand.

Somit werden Bauteile durch die HF Anteile ueberbeansprucht.

hampshire am 02 Mär 2018 22:48:59

Danke für die einleuchtende Antwort. Die Netzteiltemperartur bleibt mit meinem sinusähnlichen WR völlig unauffällig bei den Schaltnetzteilen, die Trafonetzteile werden in der Tat wärmer.

xbmcg am 04 Mär 2018 12:39:33

Es gibt verschiedene Schaltungen.

Manche richten den Strom erst gleich, laden einen Stützkondensator, zerhacken dann den Gleichstrom und transformieren über einen
winzigen Trafo mit Ferritkern die Spannung, dann wird sie wieder gleichgerichtet, geregelt und geglättet. Diesen Geräten ist die Wellenform
egal. Dann dibt es Phasenanschnittsregler / Phasenabschnittsregler, die einfach die Spannung bei einem bestimmten Wert abschneiden,
die könnten mit steilen Flanken und Oberwellen ihre Probleme bekommen - bis hin zum Totalausfall. Schaltungen, die sich auf ein
anständiges 50Hz Sinussignal verlassen haben ein Problem mit modfizierten Kurven.

Die Laptop Netzteile sind meist aufwendiger gebaut und galvanisch isoliert - meist für Spannungen von 110V-240V und 50-60Hz.
Die Netzteile in Geräten, die mit dem Benutzer nicht in Berührung kommen, können auch mal nicht galvanisch getrennt sein
sie sollen ja nur eine bunte LED Anzeige und einen µC mit einigen 100mA versorgen. Da wird nicht so aufwändig gewandelt.
Typisches Beispiel sind el. Zahnbürsten, Kaffeemaschinen usw. Manche reagieren alergisch auf die Kurvenform außerhalb der Norm.

geralds am 04 Mär 2018 13:27:27

hampshire hat geschrieben:Was ich nicht verstehe ist, weshalb ein Schaltnetzteil, über das ein Laptop geladen wird dazugehören soll. Dem Schaltnetzteil dürfte es m.E. reichlich egal sein ob die Welle sinusähnlich oder wirklich sinusförmig ist.


Die grundsätzlichen Zusammenhänge hat gespeert ja schon erklärt.

In der Praxis ist es so, dass vereinzelt Netzteile mit sinusähnlichen Wechselrichtern Probleme haben (ich hatte bisher nur mit einem Toshiba Netzteil Probleme). Fernseher, Receiver und diverse andere Netzteile funktionierten problemlos und erwärmten sich auch nicht nennenswert.

Vor Fahrbeginn habe ich das Notebook im Womo ausprobiert und festgestellt, dass das Toshiba Netzteil in Resonanz mit dem WR ging. Die Anzeige am WR stieg in ca. 1s auf 20A und der WR schaltete ab. Da ich am gleichen Tag noch fahren wollte, schaltete ich eine Spule aus einem alten PC-Netzteil hinter der WR. Danach ging auch das Toshiba Netzteil, wurde jedoch relativ warm. Parallel bestellte ich ein Universalnetzteil. Auf der nächsten Fahrt entfernte ich wieder die Spule und verwendete das Universalnetzteil. Das wurde nur noch geringfügig wärmer als im Netzbetrieb und funktioniere problemlos über viele Jahre mit dem Toshiba.
Es liegt also an der Schaltungsvariante des Netzteils ob es an sinusähnlichen Wechselrichtern funktioniert. Da hilft nur ausprobieren und auf Erwärmung achten.

Gruß Gerald

mafrige am 04 Mär 2018 14:14:14

hampshire hat geschrieben:Ich verstehe, dass es Verbrauchertypen und Lasten gibt, die nach einem reinen Sinus-Signal verlangen. Was ich nicht verstehe ist, weshalb ein Schaltnetzteil, über das ein Laptop geladen wird dazugehören soll. ...
Bitte um Klärung in die eine oder andere Richtung.


Im Wohnmobil kannst du so ein Laptop Ladeadapter benutzen - 12V > Laptopspannung (Bsp.:19V) ... : --> Link

Die gibt's in allen Preislagen und sind sparsamer als 12 V in 230 V und 230 V in Laptopspannung (19V) ... :lol:

rkopka am 05 Mär 2018 11:49:19

mafrige hat geschrieben:Im Wohnmobil kannst du so ein Laptop Ladeadapter benutzen - 12V > Laptopspannung (Bsp.:19V) ... : --> Link

Aber mit den Steckern aufpassen. Nicht jeder Laptop hat einen üblichen Stecker. Bei meinem passen nur spezielle Stecker, die man eher bei den teuren Teilen findet, wenn überhaupt. Außerdem ist mir schon so ein Teil abgebrannt (zumindest hat es stark gerochen) und ein anderes schaltet sich nach einiger Zeit ab, obwohl die Nennwerte passen. Ich werde es jetzt mit einem China DCDC Wandler versuchen, der genug Leistung und Kühlkörper hat. Es gab auch schon Beschreibungen hier, wo so ein Teil fix eingebaut wurde mit einer 19V Buchse nach außen.

RK

Bodimobil am 05 Mär 2018 12:23:21

mafrige hat geschrieben:Im Wohnmobil kannst du so ein Laptop Ladeadapter benutzen - 12V > Laptopspannung (Bsp.:19V) ... : --> Link


Das habe ich auch gedacht. Da mir der original Lenovo Adapter mit über 70€ zu teuer war habe ich 2016 auch so ein "Billigteil" gekauft. Ganze 2 mal hab ich mein Laptop laden können da war es schon hinüber. Da stand ich nun in Spanien in der Pampa und konnte die versprochenen Fotos (Hunde im Tierheim) an die Leute die zu Hause auf die Fotos warteten, nicht bearbeiten und abschicken.
Wenn man auf sein Laptop angewiesen ist, z.B. beruflich, sollte man sich nicht auf diese billigen Adapter verlassen und immer Ersatz dabei haben.

Ich hatte damals mein 230V Ladeteil zu Hause gelassen weil ich dachte ich bräuchte es nicht. Dann habe ich mir in Spanien ein 230V Ersatzladegerät für das Laptop besorgt und betreibe es nun an meinem 300W Phoenix Sinus WR. Seit 2016 ohne Probleme.
Ähnlich verhielt es sich mit dem Ladegerät für meine Kameraausrüstung. Da hatte ich mir auch so ein 12V Billigteil besorgt (Patona für Olympus BLN1 Akku) Das hat zwar zunächst die Batterien geladen. In 3 Wochen hatte ich aber 3 Batterien die ihren Geist aufgaben. Nach Internet Recherche wurde bestätigt, dass mit diesen Ladeteilen die Batterien schneller kaputt gehen.
Für solche kritischen Sachen benutze ich nur noch original 230V Netzteile und nehme dafür den geringen Mehrverbrauch durch WR in Kauf. Deshalb kann ich jedem, der viel ohne Landstrom steht, einen hochwertigen "kleinen" WR mit echtem Sinus empfehlen. Auch wenn man ihn nicht täglich benötigt ist man im Notfall froh ihn zu haben.

Gruß Andreas

geralds am 05 Mär 2018 12:32:28

mafrige hat geschrieben:
Im Wohnmobil kannst du so ein Laptop Ladeadapter benutzen - 12V > Laptopspannung (Bsp.:19V) ... : --> Link



Hallo Gerd,

In Tischnähe war bei mir zwar eine 230V Steckdose, aber keine 12V Steckdose. Ich hätte im Führerhaus anstecken müssen, die Steckdose hing aber an der Starterbatterie. :eek:
Also 12V Steckdose (inkl. Zuleitung und Sicherung) nachrüsten und 12V Ladeadapter; oder 230V Netzteil verwenden.
Da war es einfacher das 230V Netzteil zu verwenden. Faulheit siegt (manchmal). :lach:

Gerald

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