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motorradtraeger

Chemietoilette raus, Trenntoilette im Eigenbau rein 1, 2, 3, 4, 5


Sebastiane am 04 Mär 2018 13:49:29

Dank Chemietoilette musste ich bisher alle 3 Tage die Zivilisation aufsuchen, deswegen muss eine Trenntoilette her.

Das Ziel:
Nicht mehr Platzbedarf als das Chemieklo, keine "Bastellösung", Entleerung von Fest und Flüssig über die vorhandene Serviceklappe.
Außerdem soll der Feststoffbehälter fixiert und möglichst dicht angeschlossen sein damit nichts während der Fahrt wackelt.

Hier mal meine Lösung:

Zuerst das alte raus


Der Pippikanister soll im Doppelboden versenkt werden um an Höhe zu gewinnen, leider einen Wasserschaden des Vorbesitzers entdeckt, da war wohl mal die Wasserleitung des Chemieklo undicht. Zum Glück nur optisch unschön.


Unterbau für die Stabilität.


Erst einmal eine Schablone angefertigt.


Leider war der Akku vom Handy leer und es gibt nur noch Bildet vom fertig eingebauten Klo.


Und so sieht es von der Serviceklappe aus. Die Füllstandanzeige gehört noch angeschlossen.
Um entleeren zu können muss man zuerst den Schlauch abschließen, dann den Behälter entfernen und dann kann man den Kanister raus heben.


Der Behälter wird hinten "gesteckt" und vorne dann nach oben gespannt, so hält alles bombig und es kann auch nichts daneben gehen.


Natürlich hätte man sich den Kanister auch sparen können und den Schlauch an einen vorhanden Abwassertank anschließen können, da meine aber nicht im Doppelboden verbaut sind und im Winter deswegen nicht genutzt werden, muss das Flüssige im beheizten Bereich gesammelt werden.
Mit einem kleineren Kanister hätte man das ganze noch kleiner gestalten können da dieser durch den Ausschnitt im Boden die Größe des Kasten vorgibt.

Kosten für alles zusammen, unter 300€.
Ich hoffe die Bilder dienen dem ein oder anderen als Anregung. Ich freue mich auf eure Kommentare

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Nögel am 04 Mär 2018 20:24:19

Gute Idee und sehr gut ausgeführt.

Leider darf ich keine Bewertung abgeben.

Micha1958 am 04 Mär 2018 20:26:59

Prima beschrieben und gut bebildert, danke und dafür ein +.
Ich hoff auch mal so was zu haben.

Gruß Micha

RichyG am 04 Mär 2018 20:49:02

Auch von mir ein Plus und ein Danke für die interessante Fotodokumentation!

Bodimobil am 04 Mär 2018 20:58:01

Ich finde das auch interessant - nur dass der Teil fehlt als die Batterie alle war :(
Da deine Einbausituation ähnlich ist wie es bei mir aussehen könnte habe ich ein paar Fragen:
- Was für einen Trenneinsatz ist das?
- hast du eine Sichtschutzklappe?
- du hast du keinen Abluftventilator und kein Rührwerk?
- hab ich das richtig verstanden? Wenn du den Urinbehälter leeren möchtest musst du vorher den Feststoffbehälter ganz rausnehmen?
umgekehrt wäre OK aber so?

Gruß Andreas

bluecamper am 04 Mär 2018 21:02:26

Hi,
sieht gut aus. Mal eine Frage:
Du nimmst den Feststoff- und den Flüssigtank zum entleeren raus?

Sebastiane am 04 Mär 2018 21:28:46

Bodimobil hat geschrieben:- Was für einen Trenneinsatz ist das?
- hast du eine Sichtschutzklappe?
- du hast du keinen Abluftventilator und kein Rührwerk?
- hab ich das richtig verstanden? Wenn du den Urinbehälter leeren möchtest musst du vorher den Feststoffbehälter ganz rausnehmen?
umgekehrt wäre OK aber so?

Gruß Andreas


Den Trenneinsatz gibt es von Separett.

Nein, keine Sichtschutzklappe, kein Rührwerk, kein Lüfter. Der Lüfter zieht sowieso nur Strom und dann hat man den Geruch vorm Wohnmobil, übers Dach ist keine Option als Wintercamper.

Das Feste wird mit einem spez. Einstreu bedeckt welches die Gerüche bindet.
Nach Erfahrungsberichten funktioniert das bis zu 2 Wochen sehr gut. Dank Bio Müllbeutel kann ich aber jederzeit unkompliziert entsorgen falls es stinkt. Zur Not wird einfach an geeigneter Stelle vergraben...

Da mein Urintank 22L fasst muss dieser seltener als der Feststoffbehälter geleert werden, außerdem ist beides in 15s ausgebaut. Deswegen sehe ich kein Problem in der Reihenfolge.

ToMTuR.de am 04 Mär 2018 22:15:43

Ich bin sehr gespannt auf Deine Erfahrungen mit den kompostierbaren Müllbeuteln... :wink:

VG Harriet

gespeert am 05 Mär 2018 00:02:24

Viel Spass mit den Tueten.
Du lernst sie noch liieeeben.

Bodimobil am 05 Mär 2018 00:34:04

Ich habe bei Selbstbau Trenntoiletten bisher immer diese Version "Eimer mit Tüte" gesehen.
Leider findet dabei keine echte Kompostierung statt und der Entleerungsintervall liegt eher bei einmal wöchentlich als alle 2-3 Monate.
Dazu kommt, dass das "Dicke" meist in den Restmüll geworfen wird. Wir sind oft froh, wenn wir unterwegs eine Möglichkeit haben unsere normale kleine Restmülltüte zu entsorgen. Das passiert oft an solchen kleinen Mülleimern die an Laternenmasten hängen. Ich käme aber nie auf die Idee dort eine Tüte mit "Dickem" reinzustopfen.
Ich habe für mich entschieden - wenn Trenntoilette dann mit richtiger Kompostierung, also mit Lüfter und Rührwerk. Deshalb bin ich eigentlich von der NH überzeugt. Es gibt jedoch ein paar Kleinigkeiten wie Optik, Größe des Urinbehälters und Abmessungen die mich noch zögern lassen.
Vielleicht bau ich mir doch eine Trenntoilette selber. So hätte ich gerne einen Urinbehälter der größer ist und von außen durch die alte Serviceklappe entnommen werden kann. Deshalb fand ich diesen Beitrag hier sehr interessant. Ich habe auch Doppelboden in den ich den Urintank teilweise versenken kann. Im Prinzip habe ich die Toilette "im Kopf" schon fasst fertig - bis auf das Rührwerk. Das macht mir die meisten "Kopfschmerzen".

Gruß Andreas

Sebastiane am 05 Mär 2018 04:10:16

Ursprünglich wollte ich auch eine NH einbauen, aber mich hat auch die Größe, der Preis und die fehlende Entleerung über die Serviceklappe gestört. Was soll man mit der Serviceklappe machen, den Deckel zu schrauben? Aufwändig verschließen?

Besonders als Winter-jedes-Wochenende-eine bis-zwei-Übernachtungen-Camper hat mich die Einfachheit der Tüte überzeugt.
Klappe auf, Tüte raus und in Kompost, fertig.

Wie gut es dann in der Realität funktioniert wird sich zeigen ;)

Bibambu am 05 Mär 2018 08:50:32

Hallo Sebastian,
hast Du mal die Innenmaße von deiner Toi. Insbesondere interessiert mich dein Feststoffbehälter. Plane gleichartigen Aufbau mit dem Kildwickeinsatz, habe aber keinen Zwischenboden und muß den Urinbehälter (soll mindestens 20 Liter werden) unter oder hinter den Feststoffbehälter platzieren.

Gruß Ralf

huraxdax am 05 Mär 2018 09:50:56

Wir haben seit 3 Monaten die NH Toilette in unserem Woelcke Autark 4x4 und sind begeistert. 4 Wochen waren wir damit unterwegs und mussten sie noch nicht leeren, den Urinbehälter alle 2 Tage. Es gibt keinerlei Gerüche im Feststoffbehälter, der Lüfter trocknet alles in kürzester Zeit. Da kein Wasser zum Urin kommt entsteht auch kein stinkender Ammoniak. OK sie ist nicht billig, dafür stabil und gut verarbeitet. Meine Frau war vorher skeptisch ist aber jetzt begeistert davon.

Ein Eigenbau spart sicher etwas Geld, dieses "Ding" funktioniert aber hervorragend.

Grüße aus dem sonnigen Bayern

ToMTuR.de am 05 Mär 2018 14:03:37

Sebastiane hat geschrieben:Ursprünglich wollte ich auch eine NH einbauen, aber mich hat auch die Größe, der Preis und die fehlende Entleerung über die Serviceklappe gestört. Was soll man mit der Serviceklappe machen, den Deckel zu schrauben? Aufwändig verschließen?


Unsere Kunden handhaben das mit der Serviceklappe unterschiedlich.

Bei den unter der Toilette liegenden Kassettenfächern kann man gut ein zusätzliches Staufach einbauen und den Lüfteranschluss dort bohren (45mm). Bei auf gleicher Höhe liegender Klappe nur bohren. Die Klappe zu verschliessen ist nicht notwendig.

VG Harriet

An Bodimobil:
Der Urinbehälter hat einen Schraubverschluss. Man kann ihn damit garantiert kleckerfrei entnehmen und z.B. in einem Einkaufsbeutel etc. dezent transportieren. :wink:
Unsere private Erfahrung ist, dass der 8,3 l Behälter, wenn wir zu Zweit unterwegs sind, etwa 3 Tage ausreicht. Das ist auch in etwa der zeitliche Rahmen, in dem kein Ammoniak entsteht. Das Entleeren des Behälters war noch kein einziges Mal ein Thema, weswegen wir auch unsere zweite Flasche noch nie benutzt haben.

Bodimobil am 05 Mär 2018 14:39:41

Verständnissfrage:
Nach 3 Tagen entsteht Ammoniak?
Wenn ich also z.B. einen doppelt so großen Urinbehälter installieren würde und den nach 6 Tagen entleere, dann stinkt das heftig. Nach 3 Tagen noch nicht?
Ich dachte bisher, Urin würde nur im Zusammenhang mit Wasser anfangen zu stinken.
Dann wäre es ja eher von Nachteil einen größeren Urinbehälter zu installieren.


Ich glaub ich mach mal einen Selbstversuch: Ich pinkle in ein Glas und lasse es offen stehen bis es anfängt zu stinken :lol:
Bin gespannt was meine Frau zu meinem "pseudowissenschaftlichen" Versuch sagt. :mrgreen:

Gruß Andreas

ToMTuR.de am 05 Mär 2018 14:53:32

:lol:

Urin ist hygroskopisch, d.h. er zieht Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft. Deswegen riecht er nach längerer Lagerzeit genauso nach Ammoniak. Die Experimente, die wir anfänglich angestellt haben, haben verstärkte Geruchsentwicklung nach ca. 4-5 Tagen ergeben.

Was aus meiner Erfahrung auch gegen einen größeren Urintank spricht: man kann ihn nicht mehr wegtragen zur Entleerung, sondern muss ihn ablassen. Das möchte man nicht unterm Auto machen, wenn man gerade an einem schönen Plätzchen oder in einer Stadt steht. Dann lieber mit den handlichen 8,3 l ein paar Meter weggehen oder eine öffentliche Toilette aufsuchen.

Insgesamt finde ich die Aufmerksamkeit, die Trenntoiletten inzwischen zukommt, natürlich gut. :D
Was mich etwas bedenklich stimmt, es gibt einen Haufen Blogger, die sich entweder Selbstbauten konstruiert haben und nicht zugeben, dass es bei ihnen doch riecht (haben gerade zwei Selbstbauten umgerüstet) oder wahlweise das Ganze kaum ein paar Wochen in Betrieb und noch keine 35°C Erfahrung haben, aber ihre Lösung schon überall anpreisen. Das verleitet dazu, sich eine ebensolche Lösung zu bauen und im Endeffekt ist es "die Trenntoilette", die nicht funktioniert. Das wäre schade.

VG Harriet

Lancelot am 05 Mär 2018 15:20:41

ToMTuR.de hat geschrieben: Was aus meiner Erfahrung auch gegen einen größeren Urintank spricht: man kann ihn nicht mehr wegtragen zur Entleerung, sondern muss ihn ablassen.

Warum denn ... :nixweiss:
Eine "normale Kassette" mit 17 l Volumen kann/muß man ja auch noch wegtragen, also wär´s doch zumindest bis dahin (= 2 Urinflaschen) kein Problem - wer das so möchte :!:

Andererseits könnte man ja auch "sammeln" : 2 Urinflaschen umfüllen in eine (alte, ausgediente) Kassette, 2 Flaschen sammeln = 4 Flaschen Entsorgungsintervall.

Oder halt doch gleich entsorgen, ganz nach Gusto und Gelegenheit :ja:

hunki am 05 Mär 2018 15:42:25

Liebe Harriet,
ich kann Dich nur bestätigen.

Ich hab mit großer Mühe und mit viel Aufwand alle am Markt befindlichen Systeme als Prototyp nachgebaut ("Tüte-in-Eimer" = Separett; Nature's head mit horizontaler Kurbelachse, C-head mit vertikaler Kurbelachse) und in einem "stillgelegten" Kinderzimmer jeweils über Wochen ausprobiert. Dabei brauchte ich nicht einmal die 35°-Celsius-Erfahrung um eindeutig behaupten zu können, dass die "Tüte-in-Eimer-Methode" bereits nach einigen Tagen zu stinken beginnt, auch wenn sie durchgehend mit einem Ventilator belüftet wird. Jetzt ist nun mal jede Nase verschieden sensibel, das Riechorgan meiner Frau hat aber eindeutig angeschlagen.

Natürlich ist die "Tüte-in-Eimer-Methode" in meinen Augen immer noch besser wie die Thetford-Toilette, weil man damit viel unabhängiger ist und nicht in die Situation kommt, dass man entweder sofort leeren muss oder die Toilette nicht mehr benutzen kann. Bei regelmäßigen Entleerungen (ich würde sagen, alle 3-4 Tage - je nach Stuhlfrequenz und -menge) noch akzeptabel, aber weit entfernt von einer "Kurbel-Toilette".

Bauartbedingt ist nach meiner Erfahrung die Durchmischung der festen Bestandteile mit einer horizontalen Kurbelachse (= Nature's head) sehr viel effektiver wie mit einer vertikalen Achse (= C-head). Das kann man auch auf einem You-tube-Video sehen, in dem die C-head vorgeführt wird und Gummibälle, die die festen Bestandteile simulieren sollten, nicht versenkt werden konnten.
Ohne jetzt für Deine Nature's head Reklame machen zu wollen - für mich steht fest, dass Deine Toilette die mit Abstand beste ist.

Liebe Grüße
Hubert

Bodimobil am 05 Mär 2018 17:04:33

OK
wenn ich also 2 kleine Urinflaschen statt einem großen Kanister nehme, dann kann ich die erste fest verschließen sobald sie voll ist und dann kann der Urin keine Feuchtigkeit aus der Umgebunsluft ziehen. Somit sollte die erste Flasche auch nach 6 Tagen beim leeren nicht stinken. Richtig?

Harriet, ich bin absolut von der Technik der NH überzeugt (du hast ja auch gute Überzeugungsarbeit geleistet :wink: ).
Ein Nachbau würde deshalb das gleiche Prinzip nutzen.
Aber ich bin mir noch nicht sicher ob ich mich mit dem Design anfreunden kann. Das Design einer Separett Villa mit der Technik der NH wäre optimal.

Aber man gewöhnt sich wahrscheinlich an alles wenn es nur praktische Vorteile hat.

Hat eigentlich schon mal jemand einen Motor an die Kurbel gemacht? Ich könnte mir vorstellen bei zu viel flüssigem eine Zeit lang mit stärkerem Gebläse und z.B. alle 10 Minuten automatisch 30 Sekunden rühren den Inhalt schneller trocken zu bekommen. Oder bin ich da total neben der Praxis?

Ich hoffe es ist kein Problem diese Fragen in diesem Thema zu beantworten, auch wenn sie eigentlich ins allgemeine Trenntoiletten Thema gehören.

Gruß Andreas

ToMTuR.de am 05 Mär 2018 17:20:21

Hi Andreas,

es gibt eine australische Firma, die einen Motor an die Kurbel gemacht hat. War wohl ein Motor von einer Autositzverstellung und es ging um einen sehr geringen Platzbedarf. Tut aber nicht Not, nach jeder "Fest"-Benutzung 3-4 mal drehen reicht. Und der Motor wäre nur wieder ein Teil, das kaputt gehen könnte.

Larry (der Erfinder und Hersteller der NH) hat uns erzählt, dass die Anforderung an seine Konstruktion damals war, so robust als möglich zu sein, da für den Einsatz auf Hochseeyachten gedacht. Er ist selbst Segler und sagte, dass alles, was kaputt gehen kann, kaputt gehen wird. Deswegen auch das Material mit den Sprenkeln. Ich berichte Gehörtes :wink: , aber angeblich soll der Zusatz dafür sorgen, dass die Teile nicht spröde werden. Bis 160 kg ist das Teil auch getestet.

Was das fest verschliessen der Flaschen betrifft, haben wir das noch nicht ausprobiert, sollte aber so sein... ich warte auf Deinen Bericht. :D

Die Villa mag ja optisch ganz hübsch sein, ich würde aber jedem raten, sich die Verarbeitung / Materialstärke und Prinzip live anzusehen.
Wir haben anfänglich auch etwas gehadert, wir haben ein weißes Bad mit Holz, muss aber sagen, dass mich die Optik nicht stört.

VG Harriet

Tinduck am 05 Mär 2018 17:26:49

ToMTuR.de hat geschrieben::lol:

Urin ist hygroskopisch, d.h. er zieht Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft. Deswegen riecht er nach längerer Lagerzeit genauso nach Ammoniak. Die Experimente, die wir anfänglich angestellt haben, haben verstärkte Geruchsentwicklung nach ca. 4-5 Tagen ergeben.

VG Harriet


Ich würde vermuten, dass das nicht an der Luftfeuchtigkeit liegt (Urin besteht zu 95-98% aus Wasser, was soll da die Luftfeuchte bewirken?), sondern am pH-Wert, der sich durch die Aufnahme von z. B. CO2 ändert. Abhängig vom pH zersetzt sich Harnstoff nämlich in seine Edukte Ammoniumcyanat, Ammoniak und Kohlendioxid. Und dann stinkts.
Unter Luftabschluss dürfte sich also kein Gestank bilden.

bis denn,

Uwe

Bodimobil am 05 Mär 2018 17:38:25

Danke Uwe,
ich habe Chemie schon damals in der Schule gehasst und wundere mich immer wieder, dass es Menschen gibt, die sich gerne damit befassen und auch noch verstehen was da abgeht :mrgreen:
Aber manchmal ist es doch praktisch wenn man versteht warum es stinkt.

Gruß Andreas

Texan am 05 Mär 2018 17:43:27

Hallo Uwe,

Ich glaube, deine Erklärung ist nicht ganz richtig. Meines Wissens zersetzt sich Urin enzymatisch katalysiert, wobei die von dir angegebenen Produkte Ammoniak und CO2 bilden. Durch diese Zersetzung steigt der sonst eher im sauren Bereich liegende pH-Wert des Urins auf bis zu 9,5 an. Demnach wäre ich mir nicht sicher, ob ein Zuschrauben des Deckels wirklich etwas bringt, die die katalysierte Zersetzung trotzdem ablaufen sollte.
Am besten ausprobieren.

Gruß
Ralf

Tinduck am 05 Mär 2018 18:26:53

Auf jeden Fall hat die Luftfeuchtigkeit nix damit zu tun. Wenn der Zerfall enzymatisch läuft, würde kühlen was bringen, um den Gestank hinauszuzögern. Vielleicht ein Unterflurtank?

bis denn,

Uwe

knallowamso am 05 Mär 2018 18:48:25

Tinduck hat geschrieben:Auf jeden Fall hat die Luftfeuchtigkeit nix damit zu tun. Wenn der Zerfall enzymatisch läuft, würde kühlen was bringen, um den Gestank hinauszuzögern. Vielleicht ein Unterflurtank?

bis denn,

Uwe


...und ph Wert verschieben, mit einem Schluck Essigsäure. Sagen die U-tank Nutzer.

Gruß Ronald

trmk3 am 05 Mär 2018 18:54:38

Bodimobil hat geschrieben:Im Prinzip habe ich die Toilette "im Kopf" schon fasst fertig - bis auf das Rührwerk. Das macht mir die meisten "Kopfschmerzen".

Gruß Andreas


Bei Kildwick gibt es ein Rührwerk fertig zu kaufen.

Roman am 05 Mär 2018 20:21:34

trmk3 hat geschrieben:....Bei Kildwick gibt es ein Rührwerk fertig zu kaufen.


Hallo ?????,

willkommen im Womo Forum.

Es ist immer ganz nett, wenn man solche Tipps noch mit einem Link zur Bezugsquelle ergänzt.... :wink:

Gruß
Roman

spinnerei am 05 Mär 2018 20:27:21

--> Link

sagt Tante Gockel

oppi am 05 Mär 2018 20:30:54

Rührwerk rund 285,00 Euro zzgl. Versand: --> Link

gespeert am 05 Mär 2018 21:44:03

Nach dem Test meiner NH stellte ich keine Gerueche fest.
Szenario:
Einzelnutzung, nach 5 Tagen Leerung der Urinflasche.
Kein Geruch feststellbar. Allerdings wurde bei Benutzung jedes 2.mal Essigmischung beigesprueht.

Das mit der Entleerung ueber die Klappe wird ueberbewertet (ist der Pawlowsche Reflex ein Begriff).
Ziehe nen Boden ein und nutze den freien Stauraum bspw. fuer die Kokosziegel!

trmk3 am 05 Mär 2018 22:15:33

Roman hat geschrieben:
Hallo ?????,

willkommen im Womo Forum.

Es ist immer ganz nett, wenn man solche Tipps noch mit einem Link zur Bezugsquelle ergänzt.... :wink:

Gruß
Roman


Hätte ich auch gerne gemacht, leider durfte ich das noch nicht, (erster Beitrag) :cry:

Gruß Arne

Roman am 06 Mär 2018 00:39:07

trmk3 hat geschrieben:...Hätte ich auch gerne gemacht, leider durfte ich das noch nicht, (erster Beitrag) :cry:


Stimmt. Vergesse ich auch immer mal wieder.... :wink:
Dann schreib mal fleißig weiter, damit du auf die nötigen 10 Beiträge kommst.

Danke an "Spinnerei" und "Oppi" für die Links.

Das liest sich nicht schlecht und bei den Abmessungen könnte die Toilette sogar an den gleichen Platz von vorhandenen Thetford und Dometic Cassetten-Toiletten passen....?

Gruß
Roman

bernierapido am 06 Mär 2018 09:04:39

Die Kildwick gefällt mir auch sehr gut. Leider ist nur das "Basismodel" für rund 600€ zu haben. Da ist dasnn der Urintank mit 10l und ein 23L Eimer fürs Feste enthalten.
Aber sie ist modular aufgebaut und vieles ist Sonderausstattung. Ich habe mal einfach ausgerechnet, was man zahlen muss, wenn man den Eimer mit "Rührwerk" und den Ventilator dazu nimmt. Es sind dann rud 1000 Pfund, etwa 1200€. Das ist auch schon eine Hausnummer. Das Rührwerk ist allerdings sehr aufwendig Kugelgelagert und die Kurbel von außen einsteckbar.

Sebastiane am 06 Mär 2018 09:15:24

Es freut mich sehr, dass an meinem Thema so reges interesse besteht, da es aber nun bereits seit 2 Seiten so gar nicht mehr um das eigentliche geht, also meine Toilette die ich gebaut habe, bin ich ab hier raus. Wer Fragen hat gerne per PM.
Ich habe das Gefühl meine Konstruktion wird hier schlecht gemacht um mir eine NH zu verkaufen.

Das ein Rührwerk besser ist stellt keiner in Frage, wenn ich aber im Winter jedes WE unterwegs bin für nur 2 Tage ist die Einfachheit der Tüte unschlagbar. Ich habe auch kein Problem damit die Tüten alle 3 Tage zu erneuern und alles in einem separaten dichten Behälter zu sammeln. Eine NH ist zu teuer (sie ist ihr Geld Wert, soviel habe ich aber nunmal nicht für eine Toilette über) und sie passt nicht in mein Bad, das ist zu klein.
Die Zeit wird es zeigen und vielleicht baue ich mir irgendwann selbst ein Rührwerk, daran wird es nicht scheitern.
Ich habe übrigens vor nicht einfach nur zu trennen sondern auch mit einem Einstreu zu arbeiten um nach dem Geschäft das erledigte zu bedecken. Ob das ausreicht? Wird sich zeigen. Meine Konstruktion ist ein Versuch det sich noch beweisen muss. Der Bericht hier fällt aber aus.

bernierapido am 06 Mär 2018 09:37:53

Ich habe das Gefühl meine Konstruktion wird hier schlecht gemacht um mir eine NH zu verkaufen.

Ich habe auch eine Toilette (mit Rührwerk) selbst gebaut und darüber berichtet. Der Stresstest blieb allerdings bisher aus, da sie erst in diesem Jahr in unserem Trailer zum Einsatz kommt. (Jetzt im Winter eingebaut.)
Hier geht es nicht darum, deine Konstruktion schlecht zu reden sondern es wird einfach nur darüber diskutiert. Das solltest du schon aushalten können. Diese "Materie" ist so neu und wir Camper fangen gerade damit an, uns damit zu beschäftigen. Wenn man über die vor und Nachteile der Verschiedenen Syseme nicht diskutieren darf, dann werden wir wohl nie zu einem guten System kommen. Außerdem ist es immer noch individuel zu betrachten, ob man lieber alle paar Tage eine Tüte entsorgt oder nach Wochen einen Eimer entleert.

Sebastiane am 06 Mär 2018 09:47:04

Wenn man über die vor und Nachteile der Verschiedenen Syseme nicht diskutieren darf, dann werden wir wohl nie zu einem guten System kommen. Außerdem ist es immer noch individuel zu betrachten


Genau, da hast du absolut recht, aber diese Diskussionen gibt es in mehrfacher Ausführung in diversen anderen Themen. Es hätte mich eben gefreut wenn es hier um meine Toilette geht und es nicht zu einer allg. niemals endenden Diskussion wird.

ToMTuR.de am 06 Mär 2018 10:36:08

Guten Morgen Sebastian,

das tut mir leid, wenn das bei Dir so angekommen ist.

Bernhard hat Recht, es ist noch ein relativ neues und definitiv erklärungsbedürftiges Thema, deswegen kommen in jedem Thread Fragen dazu auf.

Keiner will Deine Toilette schlecht reden oder Dir eine NH aufdrängen und wenn Du später Fragen zu Themen rund um Trockentrenntoilette hast, kannst Du mich gerne per PN kontaktieren.

Liebe Grüße

Harriet

jochen-muc am 06 Mär 2018 10:36:20

Na ja es gibt nun mal nicht viele Möglichkeiten und ist doch logisch, wenn man System vergleicht.

Positiv bei Dir finde ich auf alle Fälle den Preis, die Frage wird sich nur in Zukunft zeigen wie "langlebig" diese Lösung ist. Und eigentlich widersprichst Du dir a bissal selber

Sebastiane hat geschrieben:Dank Chemietoilette musste ich bisher alle 3 Tage die Zivilisation aufsuchen, deswegen muss eine Trenntoilette her.



Sebastiane hat geschrieben: Ich habe auch kein Problem damit die Tüten alle 3 Tage zu erneuern und alles in einem separaten dichten Behälter zu sammeln. .


Die von Dir angedeutete Zwischenlagerung könnte sich evtl als Problematisch herausstellen. Evtl wird aber es doch sinnvoll sein dieses Rührwerk zu installieren, der wohl Entscheidende Unterschied zwischen den Systemen.

Wobei Herrmann on Tour hat ja auch ein System wo nix gerührt wird sondern mit Streu "abgedichtet" aber keine Papiertüte drunter sondern Eimer

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=CboGBKwqv48[/youtube]

ToMTuR.de am 06 Mär 2018 10:38:08

Die Villa ist bei Sabine und Michael nicht mehr in Betrieb, die haben ihren Herrmann komplett umgebaut und inzwischen auch eine Selbstbaulösung.

VG Harriet

RichyG am 06 Mär 2018 10:38:17

Nimm es sportlich Sebastian :wink:
Das ist hier bei den meisten Themen so. Freu Dich an den Beiträgen die Deinen Ausbau betreffen und ignoriere die anderen.
Forum ist wie richtiges Leben. Da laufen Diskussionen ohne Moderatoren auch stets aus dem Ruder. Deshalb gibt es sie ja (die Moderatoren) :ja:

Bodimobil am 06 Mär 2018 10:59:09

Sebastian,
du hast hier ein schönes Beispiel gebracht, wie man es auch ganz einfach machen kann.
Das Argument - ich bin oft nur 2-3 Tage weg und dann ist das mit der Tüte praktisch - ist absolut OK. Da stimme ich dir voll zu.

Was für den Weitreisenden gut ist muss für den Wochenendfahrer nicht auch gut sein. Dafür gibt es eben verschiedene Wohnmobile und verschiedene Toiletten.

Ich hatte lediglich dargestellt, dass für mich der Umbau von Kassette zu Trenntoilette nur dann Sinn macht, wenn ich die Entsorgungsintervalle erheblich erhöhen kann. Und das geht nach meinen bisherigen Erkenntnissen nur mit richtigem kompostieren. Und dazu benötigt man eben Lüfter und Rührwerk. Das heisst aber nicht, dass deine Lösung für deine Art der Nutzung schlecht ist.
Wenn man so ein Projekt vorstellt muss man halt damit rechnen, dass es auch konstruktive Vorschläge gibt, wie man es noch besser machen könnte. Das hat nichts mit schlecht machen zu tun.

Gruß Andreas

Bibambu am 06 Mär 2018 11:52:31

Bodimobil hat geschrieben:....

Ich hatte lediglich dargestellt, dass für mich der Umbau von Kassette zu Trenntoilette nur dann Sinn macht, wenn ich die Entsorgungsintervalle erheblich erhöhen kann. Und das geht nach meinen bisherigen Erkenntnissen nur mit richtigem kompostieren. Und dazu benötigt man eben Lüfter und Rührwerk.
....
Gruß Andreas


Hallo Andreas,
es scheint aber auch schon einige Selbstbauten zu geben, die ohne Rührwerk auskommen und wesentlich längere Entsorgungsintervalle realisieren können. Der maßgebliche Faktor scheint imho der Lüfter zu sein.
Wir werden auch umbauen und bei uns paßt aus räumlichen Gründen eine TTT mit Rührwerk einfach nicht.
Wir haben Platzverhältnisse wie Heinz1802 hier:
Heinz1802 hat geschrieben:Hallo Markus,

das mit dem Bilder hochladen hat erst mal nicht geklappt. Nächster Versuch:


Draufsicht mit geschlossener Geruchsklappe



Draufsicht mit offener Geruchsklappe




Draufsicht auf die Kiste mit Entwässerung


Geruchsverschluss mit Entwässerung durch den Doppelboden


Urintank, man sieht die Schläuche von der Entwässerung Geruchsverschluss und Tankbelüftung


Deckel mit Klappendrehmechanik

So, ich glaube, jetzt hab ichs kapiert mit dem Bilder hochladen. Tja, man kann alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch dazu...

Nochmals liebe Grüße
Heinz aus Unterfranken

im anderen Thread beschrieben hat.
Bei ihm soll es sogar ohne Lüfter funktionieren.

An Sebastian:
Schade, dass Du hier nicht weiter berichten wirst!

Gruß Ralf

Gruß Ralf

Bodimobil am 06 Mär 2018 14:49:39

Bibambu hat geschrieben:Hallo Andreas,
es scheint aber auch schon einige Selbstbauten zu geben, die ohne Rührwerk auskommen und wesentlich längere Entsorgungsintervalle realisieren können.


Grüß dich Ralf altes Haus,
natürlich kenne ich diese Berichte. Es sind aber genau wie in diesem Thema Berichte von Leuten die gerade ihre Toilette fertiggestellt haben. Wo sind denn die Berichte mit Langzeiterfahrung? Entweder es ist keine Langzeiterfahrung vorhanden oder es wird alle 3 Tage eine Tüte in den Restmüll geworfen.

Ich zitiere mal Harriet dazu die es bereits sehr gut formuliert hat:
ToMTuR.de hat geschrieben:Was mich etwas bedenklich stimmt, es gibt einen Haufen Blogger, die sich entweder Selbstbauten konstruiert haben und nicht zugeben, dass es bei ihnen doch riecht (haben gerade zwei Selbstbauten umgerüstet) oder wahlweise das Ganze kaum ein paar Wochen in Betrieb und noch keine 35°C Erfahrung haben, aber ihre Lösung schon überall anpreisen.

und weiter
ToMTuR.de hat geschrieben:Das verleitet dazu, sich eine ebensolche Lösung zu bauen und im Endeffekt ist es "die Trenntoilette", die nicht funktioniert. Das wäre schade.
VG Harriet


Gruß Andreas

Sebastiane am 15 Mär 2018 21:17:01

Nachdem es hier nun wieder etwas ruhiger geworden ist, werde ich weiter über meine Toilette berichten.
Ich war einfach nhr etwas genervt, dass "mein" Thema derart übernommen wurde, durchaus eine nicht ganz gerechtfertigte Einstellung von mir zu der Sache.

Ich habe das ganze nun mal angetestet bevor es über Oster 2 Wochen in den Süden geht, mann will ja wissen woran mann ist.

Als Einstreu verwende ich eine Mischung aus trockener Blumenerde und etwas Pferdeeinstreu (getrocknete Hobelschorten).
Ich habe jeweils so viel verwendet, dass das Geschäft vollständig bedeckt war. Nun nach einer Woche in täglicher Benutzung kann ich nur sagen, es riecht absolut nichts, einfach nur etwas nach Erde. Ich bin sehr begeistert. Auch der Biomüllbeutel zeigt noch keine Schwächeerscheinungen.

Wie sich das ganze bei höheren Temperaturen und bei 2 Personen verhält wird der Urlaub zeigen.

Wenn es aber so funktioniert wie ich momentan denke, liegt der Entsorgungsintervall bei ca. 8 Tagen.

Mir ging es vorrangig nicht darum den Entsorgungsintervall extrem zu erhöhen, sondern lediglich auf bis zu einer Woche anzuheben und vorallem die Möglichkeiten das Gemachte zu entsorgen zu vereinfachen.

Bibambu am 15 Mär 2018 23:11:49

Hört sich ja vielversprechend an!

Gruß Ralf

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