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Ärger beim Kauf Juristischer Rat erbeten


deepthoughtdude am 17 Mär 2018 15:40:34

Wertes Forum,

ich habe mir in diesem Jahr einen langen Traum erfüllt und mir ein Wohnmobil gekauft, was ich bis dahin als zu teuer für mich empfand. Ich habe mich sehr darauf gefreut, stunden- und tagelang im Internet nach dem passenden Zubehör gesucht und mögliche Reisen vorbereitet. Vom Verkäufer hatte ich bis zur Vertragsunterzeichnung einen guten Eindruck. Er schien nett, hatte gute bis sehr gute Kritile und hat mir das Wohnmobil in den schillernsten Farben angepriesen. Aber man schaut den Leuten bekanntlich immer nur vor den berühmten Kopf. Danach ist eine unglaublich lange Kette an Ereignissen geschehen, über die man zwar einzeln vielleicht in der Summe hinwegsehen kann (was ich auch versucht habe), die aber in der Summe dazu führen, dass ich jegliches Vertrauensverhältnis zu dem Händler verloren habe. Über zwei der Dinge kann man nämlich ganz und gar nicht hinwegsehen und bei diesen frag ich mich, wie ich jetzt da am Besten und klügsten und vor allem am Nervenschonensten mit umgehen soll. Ich erhoffe mir hier ein paar nette Denkansätze und Vorgehensweisen und keine besserwisserischen "selber schuld"-Antworten. Zwei der Dinge sind nämlich eben absolut keine Kleinigkeiten über die ich auch nicht mehr hinwegsehen kann.
Um Euch das Lesen zu erleichtern teile ich diesen Beitrag in zwei Teile: 1. Die zwei Hämmer 2. Weitere Mängel und Ungereimheiten, die erklären, wieso das Verhältnis zum Händler so belastet ist, dass ich das Wohnmobil nicht guten Gewissens zum Händler für eine eventuelle Nachbesserung bringen kann. Wer nur wenig Zeit hat, der liest nur Teil 1.

Teil 1: Hammer 1: Gekauft habe ich das Wohnmobil Ende Januar. Da ich es als Saisonfahrzeug angemeldet hab, war eine Abholung Anfang März vereinbart. Mein bester Freund hat mich beim Kauf des Wohnmobils begleitet und mit mir das Wohnmobil durchgecheckt (so gut wir es halt wussten/konnten). Im Zuge dessen habe ich den Verkäufer gefragt, wie viele Personen mit dem Wohnmobil fahren dürfen (LMC Liberty 590 2003). Er hat mit 6 geantwortet, da Leute mit dem Rücken zur Fahrrichtung keinen Gurt bräuchten. Da ich bis dahin einen guten Eindruck vom Verkäufer hatte, hab ich das geglaubt. Ein Wohnmobil mit nur 4 Plätzen hätte ich zu dem Zeitpunkt niemals gekauft, da ich das Wohnmobil auch an zwei Freunde mit ihren Familien (die zu 5 sind) auch verleihen wollte. Eine Woche vor der Abholung (also Ende Feb) habe ich mir den Fahrzeugschein mal in Ruhe angeschaut und bin aus allen Wolken gefallen, da nur vier Personen eingetragen sind! Ich hätte unter diesem Umständen das Wohnmobil nicht gekauft, da ich aber schon so verdammt viel Zeit investiert habe (zB. 4 mal nach Schwerte hin und zurück zusammen 880 km, Zubehör gekauft, Termin für Einbau mit Anzahlung Solaranlage gemacht), kam ein Rücktritt nicht mehr in Frage. Also den Verkäufer sofort angerufen, der bei seiner Aussage blieb, aber den TÜV zwei Tage später fragen würde. 5 Minuten später habe ich nach kurzem Googeln ihm den entsprechenden Eintrag vom TÜV per Whatsapp geschickt, dass das Kappes wäre und dass wir unbedingt über den Gurt reden müssten. Darauf keine Reaktion. Diese erfolgte erst eine Woche auferneute Nachfrage meinerseits, dass das mit dem Beckengurt nachrüsten ja kein Problem wäre, laut Aussage des TÜVs. Kein Vorschlag seinerseits zur Nachbesserung, er hätte auch eine Woche Zeit zur Nachbesserung noch gehabt. Ich selber habe neulich beim Tüv-Rheinland in Sinzig nachgefragt. Die hielten das für ein unbezahlbares Unterfangen und auch meine Wohnmobilwerkstatt hat von einer Nachrüstung Abstand gehalten, weil zu kompliziert, zu teuer, zu viel Aufwand.
Er selber hat sich bei der Abholung natürlich versucht rauszureden. Erst mit dem "Argument" er hätte nur gesagt, wie viele Leute im Wohnmobil sitzen können und dann dass "ja jeder für sich selbst verantwortlich sei, dass ich ihn hätte unbedingt kontrollieren müssen und mich nicht hätte auf seine Aussage verlassen dürfen *haha*.
2. Das Wohnmobil hatte eine Boardbatterie mit 170Ah (empfohlene Entladung 70-80%) , die er unsachgemäß auf unter 50% entladen hat und dann 8 Wochen so hat stehen lassen, was die Batterie durch unsachgemäße Bedienung gekillt haben dürfte. Aber das ist wiederum ein andres Thema. Weil die Spannung der Batterie zu niedrig war, konnten wir die automatische Satanlage an dem Tag als wir das Wohnmobil getestet haben nicht ausprobieren. Erst fand sie keinen Satelitten, danach reichte die Spannung aber nicht mehr zum Ausfahren. Er hat uns versichert, dass diese funktioniert. Bei der Abholung funktionierte sie natürlich nicht. Er hat mich an vier verschiedene Standorte geschickt, weil es an der Schiefstellung liegen würde. Natürlich nichts. Als sie angefangen hat zu suchen, sagte er ziemlich schnell"na siehst, du geht", aber als ich dann den Receiver vom Fernseher doch angestellt habe, kam heraus, dass er die wirkliche Funktion nie überprüft hat, er aber immer gesagt hat, sie würde funktionieren. Auch hier hatte er nach Unzereichnung des Kaufvertrags genug mehrere Wochen Zeit gehabt, diese zu testen und in Stand zu setzen. Hat er nicht, obwohl er wusste, dass es mir wichtig ist und immer erzählt, dass alles funktioniert.
Ich wollte bei Abfahrt von íhm eine Bescheinigung über die noch vorhandenen Mängel, diese wollte er mir nichts ausstellen. Dabei wurde es natürlich hitziger. Ich bin dann abgefahren, weil am 2.3. ziemlich Schnee angesagt war und ich nicht mit Sommerreifen irgendwo festhängen wollte.

Was ist jetzt rechtlich möglich? Könnte ja ziemlich teuer werden...
In seiner Anzeige steht "Die angegebenen Zustandsbeschreibung bzw. die Ausstattungsmerkmale des Fahrzeuges können trotz eingehender Prüfung fehlerhaft sein, und sind im rechtlichen Sinne keine zugesicherten Eigenschaften. Diesbezüglich bitte ich um eine Überprüfung vor Ort und danke für Ihr Verständnis. Eingabefehler,Änderungen,und Zwischenverkauf vorbehalten."

Aufgrund der genannten anderen vielen Kleinigkeiten und meinem Zeugen, kann ich wohl nachweisen, dass von einer eingehenden Prüfung in vielen Dingen nicht zu reden ist.

Im Kaufvertrag (die Mängel habe ich ja erst im nachhinein festgestellt) steht "keine Mängel".

Wäre dankbar für konstruktive Tipps. Punkt zwei werde ich als Antwort auf diese Mail kurz und prägnant halten.
Lg, Jochen

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

deepthoughtdude am 17 Mär 2018 15:52:23

Punkt 2: Liste weiterer Ungereimheiten
1. Batterie wurde unsachgemäß behandelt, indem sie mit unter 50% Wochen auf seinem Platz steht. Für meine neue Solaranlage sind weitere 480 Euro für Batterien nötig. Werkstattbericht über unzureichenden Zustand der Batterie legt vor.
2. Der Verkäufer hat mir versprochen, den Vorbesitzer zu kontaktieren wegen der Satanlage und dem nicht aufzufinden Wagenheber. Er hat auch immer betont, dass auch ich mit diesem sprechen könne und dieser mir alle Fragen zu Wagen beantworten könnte. Eine Woche (nach 6 Wochen Wartezeit) teilt mir der Verkäufer mit, dass er die Nummer des Vorbesitzers nicht mehr habe...
3. Die Tür zum Bad ging während der Probefahrt permanent auf und ist mit nicht unerheblichem Geräuschpegel hin- und hergeschwungen. Er hat mir versprochen, dies zu richten. Hat natürlich nicht funktioniert bei der Abholung.
4. Zu dem Passus der eingehenden Prüfung: Laut Anzeige wären alle Lampen als LED umgerüstet. Meine Werkstatt hat jetzt eine gewechselt. Natürlich keine LED dringewesen. Wagen steht noch in der Werkstatt. Nach meinen Erfahrungen ist wohl nichts als LED umgerüstet.
5. Er hat mir von sich aus versprochen, die Batterie vor der Losfahrt wieder VOLL aufzuladen. Die Boardbatterie war natürlich nur bis maximal 60% aufgeladen.
6. Im Kaufvertag und der Anzeige stehen 82000 km. Abgeholt hab ich das Ding mit 83000km. Dachte erst ich hätte mich vertan... Kurz nach Abfahrt ging im übrigen die Inspektionsleuchte an. Ein Schelm der dabei denkt, dass da jemand noch ne Spritztour von 800 km mit dem bereits von mir gekauften Wohnmobil gemacht hat... Hab ich bei all dem Geärger um Satanlage und Gurt aber zu spät dran gedacht.

Habe bis jetzt noch nichts unternommen, weil ich einen Kostenvoranschlag von der Werkstatt zur Satanlage erst mal haben wollte...
Ein Vertrauensverhältnis besteht auf jeden Fall nicht und ihm das Wohnmobil zur Nachbesserung zu bringen (wenn er denn das mit dem Gurt zugibt), halte ich deshalb für nicht zumutbar.

Das war es. Was tun?

rtiker am 17 Mär 2018 16:11:19

Nimm dir einen Anwalt und trete vom Kaufvertrag zurück.

Wenn der Verkäufer dir zugesichert hat dass das Wohnmobil 6 Personen transportieren darf ist das eine zugesicherte Eigenschaft.

Das Fehlen einer zugesicherten Eigenschaft kann ein Mangel darstellen, der zum Rücktritt von einem Kaufvertrag berechtigt. Gegenüber Verkäufern, die ein bestimmte Eigenschaft zusichern, stehen Käufer zumindest Nacherfüllungsansprüche zu.
Ein Käufer kann Nacherfüllungsansprüche dann geltend machen, wenn die Kaufsache mangelbehaftet ist. Sollte der Verkäufer innerhalb einer sogenannten Nacherfüllungsfrist den Mangel nicht beseitigen, kann der Käufer grundsätzlich auch den Rücktritt vom Vertrag erklären. Ein Sachmangel liegt unter anderem dann vor, wenn die Kaufsache nicht die Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich sind.

§ 434 Abs. 1 Satz 3 BGB hält ausdrücklich fest, dass zu der Beschaffenheit auch Eigenschaften gehören, die ein Käufer nach den öffentlichen Äußerungen des Verkäufers über bestimmte Eigenschaften erwarten kann. Zugesicherte Eigenschaften sind zum Beispiele Verbrauchswerte, Leistungswerte oder bestimmte Einsatzmöglichkeiten einer Kaufsache.

Sichert der Verkäufer daher Eigenschaften zu, die nicht vorliegen, sollte der Käufer auf Nacherfüllung bestehen und gegebenenfalls den Rücktritt vom Kaufvertrag erklären. Denn Eigenschaften, die zugesichert werden, sind oft Anreiz für den Kauf eines Produktes oder einer Ware.

Da Zusicherungen über Eigenschaften einer Sache häuftig in Produktbeschreibungen oder in der (Zeitungs-)Werbung gemacht wird, sollte der Käufer diese Dokumente aufbewahren und sich bei Fehlen dieser Eigenschaften hierauf berufen. Wenn die Parteien einen schriftlichen Kaufvertrag schließen, sollte der Käufer zudem darauf hinwirken, dass die zugesicherte Eigenschaften auch nochmals schriftlich im Vertrag erwähnt wird.

Verkäufer sollten im Gegenzug darauf achten, dass nur solche Zusicherungen gemacht werden, die auch zu Erfüllen sind. Dabei sollten auch etwaigen Mitarbeiter, die im Verkauf beschäftigt sind, entsprechend geschult werden. Denn auch die mündlichen Zusicherung eines Mitarbeiters kann als Zusicherung im Sinne des § 434 Abs. 1 Satz 3 BGB gewertet werden.

PittiC am 17 Mär 2018 16:23:16

Das beste was du machen kannst ist ein Anwalt und ein wirklicher Spezialist ist der Rechtsanwalt Dähn in Bad Hersfeld.
--> Link

schnecke0815 am 17 Mär 2018 16:23:56

Da im Kaufvertrag nichts von 6 eingetragenen Sitzplätzen steht sondern im Kfz-Schein von deren 4 die Rede ist wird es auf die Beweisfähigkeit
der zugesicherten Eigenschaft und im Klagfall auf die Bewertung der Aussage deines Freundes seitens des Richters ankommen.

Alle Zusagen die mündlich gemacht wurden mußt du beweisen, der Verkäufer wird sie ja vermutlich abstreiten.

deepthoughtdude am 17 Mär 2018 16:34:55

Das mit der Beweispflicht ist mir klar.
Aufgrund der investierten Zeit kommt ein Rücktritt vom Kaufvertrag ja auch nicht in Frage. Außerdem habe ich ja bereits eine Solaranlage installieren lassen. Das Wohnmobil wähne ich ja nach wie vor in einem guten Zustand. Ich denke, dass in dem Fall dazu kommt, dass der Verkäufer keine wirkliche Ahnung von Wohnmobilen (Beispiel Umgang mit der Batterie) hat. Der verkauft in erster Linie Autos und nur ab und an mal einen Wohnwagen/Wohnmobil. Dazu kommt eine gehörige Spur Ignoranz, sich an abgesprochenes zu halten.
Zumindest können den Zustand der Antenne und das nicht aufgeladen sein der Boardbatterie mehrere Leute bezeugen, die das Wohnmobil drei Stunden nach Abholung mit mir begutachtet haben. Und bei der Sache mit dem Gurt waren wir zu zweit. Anhand des Verlaufs des Whatsapp-Chats bin ich auch geneigt zu glauben, dass ein Richter eher uns in diesem Fall glauben würde.

schnecke0815 am 17 Mär 2018 16:39:39

Wenn ein Rücktritt nicht in Frage kommt und eine Einigung mit dem Verkäufer nicht möglich ist (Nachbesserung) schalte einen Anwalt ein.

chrisc4 am 17 Mär 2018 16:51:00

Der Rechtsweg ist teuer und der Ausgang ungewiss! Nur mit Rechtschutzversicherung!!

Du hast doch Gebrauchtwagengarantie, mit freundlichem aber bestimmten Auftreten erreicht man am meisten!

2 oder 4 Personen, es zählt nur das was im Kaufvertrag steht, meistens steht da noch Nebenabsprachen sind unwirksam usw. Du müsstest nachweisen, daß der Händler absichtlich falsche Angaben gemacht hat.

Ein vereidigter Gutachter ist teuer, der kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Dazu kommen natürlich noch weitere Kosten. Ohne Rechtschutzversicherung musst du in Vorleistung treten.

Der Gutachter rechnet nach Abschreibungswerten. Da kommt nicht viel heraus, Batterie 30-40 Euro, für die 15 Jahre alte automatische Satanlage vielleicht 50 EUR.
Die kannst du dann Einklagen!
Klar, ein Rechtsanwalt wird dir immer dazu raten zu klagen, ist ja sein Geschäft. Er gewinnt immer!
(Ich habe gerade selbst einen Prozess laufen, Streitwert 2500 Eur, bisherige Kosten ca. 8000 EUR) :eek:
Zum Glück habe ich eine Rechtschutzversicherung!

Gruß
Hans

hampshire am 17 Mär 2018 16:58:04

Wie hoch bezifferst Du Deinen Schaden?

kurt2 am 17 Mär 2018 17:08:46

deepthoughtdude hat geschrieben:Das mit der Beweispflicht ist mir klar.
Aufgrund der investierten Zeit kommt ein Rücktritt vom Kaufvertrag ja auch nicht in Frage.


Hallo,
ich verstehe ja, dass du dir Luft machen willst.
Aber es stellt sich hier zu allererst die Frage, was du denn eigentlich willst :?:

Begehrst du die Feststellung vor Gericht,
1) dass der Vk dir/euch gesagt hat, dass das WoMo 6 Sitze eingetragen hat, obwohl nur 4 Sitze eingetragen sind
2) das der VK unsachgemäß mit der Aufbaubatterie umgegangen ist.

Das kannst du sicher haben. Nützen wird es dir nichts.

Begehrst du die Nachbesserung der bestehenden Mängel, dann ist der Händler (ob WoMo- Händler oder nicht) dein Ansprechpartner.
Stelle ihm das WoMo vor die Türe, teile ihm schriftlich die Mängel mit und fordere ihn schriftlich unter Fristsetzung von 2 Wochen zur Nachbesserung im Rahmen seiner Nacherfüllungspflicht auf.

Wenn das nichts fruchtet, dann anwaltliche Unterstützung mit Schwerpunkt Kaufrecht.
Hier rate ich zu einer Erstberatung deren Ausgang das weitere Vorgehen definiert.

thomas56 am 17 Mär 2018 17:16:03

kurt2 hat geschrieben:Stelle ihm das WoMo vor die Türe, teile ihm schriftlich die Mängel mit und fordere ihn schriftlich unter Fristsetzung von 2 Wochen zur Nachbesserung im Rahmen seiner Nacherfüllungspflicht auf.


Lest doch einfach mal alles was geschrieben wurde!


"Eine Woche vor der Abholung (also Ende Feb) habe ich mir den Fahrzeugschein mal in Ruhe angeschaut und bin aus allen Wolken gefallen, da nur vier Personen eingetragen sind!"

Mit Abnahme und Abholung des Fahrzeugs sind doch die 4 Plätze akzeptiert!

kurt2 am 17 Mär 2018 17:27:13

Hallo Thomas,
richtig lesen!
Von den 4 (im Dissens zu den 6 gewünschten) eingetragenen Sitzplätzen spreche ich doch im Sinne der Nacherfüllung gar nicht.
Im Gegenteil, diesen Part habe ich schmonzettend separiert. :wink:


Ich spreche von der
- nicht funktionierenden Sat-Anlage
- defekten Bad-Türe
- möglicherweise defekten Aufbaubatterie.

chrisc4 am 17 Mär 2018 17:31:50

Für die Satanlage gibt es möglicherweise ein Update vom Hersteller. Vor ca.2 Jahren hat die die Position von Astra Transponder verändert. Meine Ten Haaft Samy lief dann ohne Update sehr lange, bis zu 15 Minuten. Nach dem Update weniger als eine Minute.
Für eine neue Betterie gibt es 1-2 Jahre Garantie, wie alt ist denn die gebrauchte Batterie?
Beim Einbau von einer weiteren Batterien werden immer alle Batterien ernuert. Eine nur wenige Tage alte Batterie ist genau genommen schon zu alt.
Gruß
Hans

deepthoughtdude am 17 Mär 2018 17:37:08

Er hat sich ja im Grunde genommen verweigert, mir bei der Uebergabe die Maengel zu bescheinigen! Das Fahrzeug habe ich ja nur mitgenommmen weil er vorher schon Möglichkeiten zur Nachbesserung nicht Angeboten bzw. wahrgenommen hat. Ausserdem hat er behauptet eine Nachruestung des Gurtes waere kein grosser Akt. Im Grunde genommen ging es mir in dem Augenblick darum dawegzukommen und ich sah damals in der situation nur die Reparatur der Satanlage als wesentliches Problem, das teuer werden koennte, weshalb ich so reagiert habe. Erst mit der Tatsache dass das mit der Nachruestung eines Beckengurtes ein Staatsakt wird, geriet das aus den Fugen. Alle anderen Unzulänglichkeiten haette ich geschluckt und mich nur kurz drueber geaergert. Vieles wurde mir auch erst nach und nach klar. Eine Rechtsschutz habe ich. Was uch will: dieses wohnmobil mit funktionierender sat und eingetragenem 5. Gurt.dann pfeif ich auf den aergerlichen anderen Rest.

rtiker am 17 Mär 2018 17:42:50

deepthoughtdude hat geschrieben:Was uch will: dieses wohnmobil mit funktionierender sat und eingetragenem 5. Gurt.dann pfeif ich auf den aergerlichen anderen Rest.

Dann fordere deinen Dealer schriftlich mit Frist zur Mängelbeseitigung auf. Einen anderen Weg gibt es juristisch nicht

Bergbewohner1 am 17 Mär 2018 17:46:45

Ich würde dir für einen Prozeß abraten, habe 2 mal wegen ähnlichen- aber eindeutiger Rechtslage -trotzdem nicht gewonnen.
Versuche das Beste noch draus zu machen.
Wegen dem Receiver, der müßte eventuell nur resettet werden, wenn er Unterspannung hatte, dann gehen die meistens hinter her nicht mehr, speziel bei der Suche.
Aber du hättest sowieso einen neuen Fernseher mit Receiver gebraucht und den alten nur noch zur Suche nehmen müssen.

Bergbewohner1 am 17 Mär 2018 17:52:46

Hallo Hans, für Satanlagen aus 2003 gibt es seit Jahren schon keine Updates mehr. Ich habe mir deshalb einen neuen Fernseher mit Receiver gegönnt und nutze den Receiver nur noch zur Suche.

pipo am 17 Mär 2018 18:13:38

Tchja das ist das Kind aber tief in den Brunnen gefallen :roll:
Ich kann Dir nur dazu raten die Mängel zu dokumentieren und dem Händler per Einschreiben/Rückschein eine ausreichende Frist zur Behebung zu setzen.
Dann muss der Händler reagieren. In der Zwischenzeit überleg was Du willst. Ich glaube Dir ist enorm wichtig, dass dieses Fahrzeug 6 Sitzplätze bekommt. Nutze das nächste Gespräch mit dem Händler um einen Deal zu machen. Er soll die 2 Plätze nachrüsten und Du verzichtest evt. auf die Behebung des ein oder anderen Mangels.

topolino666 am 17 Mär 2018 18:23:28

.... gerade aber die 2 Sitzplätze zusätzlich KÖNNTEN Probleme mit dem zGg geben: unser Womo kann mit 4,0 t 6 Sitzplätze, als 3,5 t nur 4 !

schnecke0815 am 17 Mär 2018 19:04:36

War es dieses :?: --> Link

Da sind 6 Sitzplätze angegeben.

hampshire am 17 Mär 2018 19:04:57

Ich habe das nun so verstanden:

Der Händler hat das Geld vollständig erhalten.
Nach dem Kauf hast Du das Fahrzeug bein Händler stehen lassen.
Der Händler sicherte zu Nachbesserungen zu. Diese Nachbesserungen sind nicht erfolgt.
Bei der Abholung stimmte zudem der Kilometerstand nicht mehr mit dem aus dem Kaufvertrag überein.
Du hast das Fahrzeug ohne Mängelbericht mitgenommen.

Nach meiner Einschätzung wirst Du mit einer unangenehm hohen Wahrscheinlichkeit aus einem überschaubaren finanziellen Schaden einen großen finanziellen Schaden machen, wenn Du ohne Rechtsschutzversicherung gegen den Händler vorgehst. Allein die erhöhten Anwaltsgebühren bei einem Vergleich können das Erreicht auffressen, von dem Risiko der Rechssprechung ganz zu schweigen. Ich würde den Rechtsweg unversichert nicht einschlagen.

Ich verstehe Deinen Ärger und mir hätte das vermutlich genauso passieren können. Die Kommunikation mit dem Händler scheint nicht zu fruchten und für Nachbesserungen müsstest Du wieder weite Wege in Kauf nehmen. Ich habe den Eindruck, da lohnt es sich nicht mehr weiter dran zu bleiben. Schildere Deine Erfahrung in Form sachlich einer Google Bewertung und den einschlägigen Portalen. Betone wie wichtig schriftliche Vereinbarungen bei diesem Händler gewesen wären. Vielleicht lindert das Deinen Ärger etwas und hilft Anderen nicht ähnliche Erfahrungen dort machen zu müssen. Dann richte Dein Fahrzeug her und freue Dich daran.

hampshire am 17 Mär 2018 19:06:36

schnecke0815 hat geschrieben:War es dieses :?: --> Link

Da sind 6 Sitzplätze angegeben.


Aber ein ganz anderer Kilometerstand.

thomas56 am 17 Mär 2018 19:08:02

schnecke0815 hat geschrieben:
Da sind 6 Sitzplätze angegeben.


und sogar auch 6 Plätze mit Gurt.

Das heisst aber noch lange nicht, dass er auch als 6-Sitzer zugelassen und eingetragen ist!

deepthoughtdude am 17 Mär 2018 19:46:00

Ich habe das Wohnmobil aus dem gleichen Jahr und mit den gleichen Sitzbezügen auch im Internet bereits mit 6 Sitzen angegeben gesehen (allerdings Dreipunktgurte). Ich gehe also schon davon aus, dass es machbar ist, dass es aber ziemlich teuer sein dürfte. Ich glaube aber nicht, dass das die Masse des Wohnmobils so negativ beeinflussen würde, dass man dann auf mehr als 3,5 Tonnen zulassen müsste. Leider gibt es nichts hilfreiches, wenn man "Beckengurt Wohnmobil nachrüsten" eingibt. Nur ein halbwegs interessanter Link zu P/M. Da geht es aber um Dreipunktgurte mit Kosten von 1300-3000 Euro. Ich hab sogar schon bei LMC angerufen, die haben aber eine Nachrüstung für aussichtslos gehalten bzw. auch für zu teuer. Ich weiß aber nicht, inwieweit der Mitarbeiter sich das wirklich angesehen hat und da wirklich nachgedacht hatte. Ich solle doch per Mail mal die Fahrgestellnummer schicken und erneut anfragen. Interessanter wäre da wohl gewesen, wenn ich danach nachgefragt hätte, ob LMC dieses Modell auch als 6-Personen Fahrzeug ausgeliefert hat. Mit den zugehörigen Papieren von LMC würde man sich zumindest sündhaft teure Gutachten ersparen. Realsistisch wäre wohl wenn überhaupt nur, einen mutigen Tüfprüfer zu finden, der am besten selber Mobilist ist.
Bis 1500 Euro wäre ich evtl. sogar bereit, die Hälfte zu übernehmen. Sehe meine Chancen hier aber auch eher schlecht, obwohl ich ja einen klaren Zeugen habe und der Whatsapp-Verlauf schon meine Sicht der Dinge zumindest diesbezüglich bestätigt.
Ich war zumindest clever genug, die Anzeige von mobile.de abzuspeichern. Da steht auch eindeutig etwas von einer automatischen Satanlage. Er hat bei der Übergabe auch angedeutet, dass er evtl. bereit wäre die Kosten für die Reparatur zu übernehmen. Aber wenn diese zu hoch sind und nach den Erfahrungen sehe ich hier auch Ärger aufziehen. So was kostet ja auch schnell mal 700 bis 1500 Euro, wenn es schlecht läuft. Dazu bis zu 3000 Euro für die Gurtnachrüstung... Das kann sich schnell summieren, so dass ich da nicht glaube, dass da eine Einigung erfolgen kann. Wie gesagt, er hat sich im Grunde genommen geweigert, mir bei der Übergabe die Mängel zu bescheinigen.
Wahrscheinlich wird er auch was den Gurt angeht wieder dreist lügen.
Mal sehen, was tenhaft zur Anlage schreibt. Dass die defekt war, können aber viel zu viele bezeugen, so dass ich diesbezüglich wohl ganz gute Karten haben dürfte.

kurt2 am 17 Mär 2018 19:55:04

Hallo deepthoughtdude,
es gibt grundsätzlich 2 Wege ein Problem zu lösen: „Den Richtigen und den Falschen“.

Neben vielen „ könnte, sollte, würde, möchte, wenn und aber“ hast du auch den einzigen rechtlich einwandfreien Weg zur Mängelbeseitigung beseitigungspflichtiger Mängel im Sinne der Nacherfüllung durch den Händler aufgezeigt bekommen. Nun liegt es an dir für welche Richtung du dich an der Abzweigung entscheidest.

Neben der Beweiserhebung ist es bei Mängelrügen extrem wichtig ein rechtswirksames Verfahren einzuhalten. Hierzu gehört z. B. dem Nacherfüllungspflichtigen ein „taugliches Nacherfüllungsverlangen“ bekannt zu geben incl. der Bereitstellung der mangelhaften Kaufsache am Erfüllungsort.

Dein Fall scheint kompliziert, ich sehe 2 (Haupt-)Probleme:
1) WoMo ist nur für 4 Personen zugelassen. Der Vk äußerte jedoch im Verkaufsgespräch, dass es für 6 Personen zugelassen sei.
2) Bestimmte Ausstattungen des WoMo`s funktionieren nicht oder nicht richtig.

Zu 1:
Die Zulassung für 4 Personen ist kein Mangel i.S. des Kaufrechts. Hier hat der Vk einfach eine unwahre Behauptung aufgestellt, die du „im guten Glauben“ aufgenommen hast.
Zu 2:
Hier gibt es sicher bestimmte berechtigte Mängelrügen.
Ein Problem dürfte jedoch darin liegen, dass dir bestimmte (im Nachhinein) gerügte Mängel bereits vor Gefahrübergang bekannt waren. Hierzu gilt: Zeigt sich ein Mangel bereits vor Gefahrübergang, kann der Käufer später grundsätzlich keine Mängelrechte geltend machen. Der Nacherfüllungsanspruch besteht nur nach Kenntnisnahme des Mangels nach Gefahrübergang.

Auf Grund der Gemengelage wird es in einem Rechtsstreit wohl schwierig werden. Deshalb würde ich (wie auch hier schon beschrieben) eine gütliche Einigung, allerdings (für den Fall der Fälle) unter Einhaltung rechtwirksamer Verfahren und Fristen (wie in vorherigen Beiträgen richtig beschrieben) priorisieren.

Wie gesagt, eine Erstberatung halte ich in deinem Fall für unausweichlich.

Gast am 17 Mär 2018 20:00:34

kurt2 hat geschrieben:...
Wie gesagt, eine Erstberatung halte ich in deinem Fall für unausweichlich.



...unter Vorlage der Unterlagen wie Kaufvertrag, Rechnung, Angebot, möglichst Ausdruck des Angebots im Internet etc.
Hier kann nur rumspekuliert werden. Von Usern, deren juristische Qualifikation nicht überprüfbar ist. Mit welchem Ziel eigentlich?

Gruß

Frank

topolino666 am 17 Mär 2018 20:03:42

deepthoughtdude hat geschrieben: Ich glaube aber nicht, dass das die Masse des Wohnmobils so negativ beeinflussen würde, dass man dann auf mehr als 3,5 Tonnen zulassen müsste.


... es geht nicht um die 2 Kilo der Gurtschnallen und ein paar Schrauben, sondern darum ob zwischen Leergewicht und zul GG noch genug Luft ist um noch zwei Normmenschen (75 kg) und ihr Normgepäck (10 kg) gewichtsmässig unterzubringen. gugel doch mal nach der EN 1646-2
Ansonsten sprich doch mal Deinen TÜV vor Ort -auch nach der Gewichtsproblematik an - frag aber nach dem "WoMo-Eperten" ;-)

deepthoughtdude am 17 Mär 2018 20:50:35

Kannst Du mir den Link vielleicht per PN schicken? Kann selber noch keine verschicken.
Das wäre toll. Ich finde das nämlich nicht.

chrisc4 am 17 Mär 2018 20:57:45

deepthoughtdude hat geschrieben:Kannst Du mir den Link vielleicht per PN schicken? Kann selber noch keine verschicken.
Das wäre toll. Ich finde das nämlich nicht.


Das geht auch nicht, ist gesperrt weil verboten.
Aber bei Google einfach Eingeben, mit Seitenangabe, dann kommst Du direkt auf diese Seite.

Jonah am 17 Mär 2018 22:10:00

deepthoughtdude hat geschrieben:Wie gesagt, er hat sich im Grunde genommen geweigert, mir bei der Übergabe die Mängel zu bescheinigen.


Das ist doch vollkommen egal. Du hast ein halbes Jahr Zeit deinen VK zur Mängelbeseitigung aufzufordern, auch für Mängel, die sich jetzt im Gebrauch erst ergeben. Also bei mir flog zB der Schaltknüppel mitten beim Schaltgang durch die Bude und die Serviceklappe war undicht. Da habe ich den Händler per Mail um einen Termin gebeten, bin nach seiner Aufforderung doch am soundsovielten vorbeizukommen (pro km 30 Cent) hingefahren. Da wurde mir dann ein neuer Schaltknüppel eingebaut und die Serviceklappe neu eingedichtet. Alternativ kann dir dein Händler auch erlauben zu einer anderen Werkstatt zu fahren, wenn sich die Fahrerei zB nicht lohnt. Aber dann brauchtst du eben das Einverständnis deines Händlers, weil er das Recht auf Nachbesserung hat. Lässt du jetzt ohne Einverständnis irgendwelche Schäden von deiner eigenen Werkstatt reparieren, kannst du dafür vom Händler kein Geld zurück fordern.

chrisc4 am 17 Mär 2018 22:51:04

chrisc4 hat geschrieben:Für die Satanlage gibt es möglicherweise ein Update vom Hersteller. Vor ca.2 Jahren hat die die Position von Astra Transponder verändert. Meine Ten Haaft Samy lief dann ohne Update sehr lange, bis zu 15 Minuten. Nach dem Update weniger als eine Minute.
Gruß
Hans


Ich habe gerade nachgesehen, es gibt ein Update!

--> Link

Bergbewohner1 am 22 Mär 2018 16:17:39

Chris wie kommst du darauf das diese Updates für die alten Anlagen ohne HD etc gehen, mir hat man bei Oyster gesagt, seit 2012 nichts mehr und auch eine Fachfirma hat es so bestätigt.

deepthoughtdude am 23 Mär 2018 22:27:56

Hallo Leute,

tut mir leid, wenn ich mich nicht mehr gemeldet habe, aber die letzte Woche war sehr stressig. Heute kam das Angebot von Ten Haaft bezüglich der Antenne: Die Aussage ist, dass die Anlage nicht zu reparieren ist und es auch keine Updates mehr dafür gibt. Die angebotene Umrüstung auf ein aktuelles Modell soll schlappe 1200 Euro kosten.
Ich habe gerade einen Brief an den Verkäufer formuliert, der morgen per Einschreiben zu ihm geht. Darin habe ich die Mängel angezeigt und eine Frist zur Nachbesserung gegeben. Ebenso habe ich ihm einen Vorschlag/Vergleich unterbreitet, der hoffentlich meine Nerven schont und mir hoffentlich ermöglicht diesen Menschen nicht wiederzusehen und mich unnötig weiter damit zu beschäftigen. Ob er den Vorschlag angenommen hat und wie der Vorschlag genau aussah, schreibe ich Euch (wenn es interessiert) gerne nach meinem ersten Urlaub mit dem neuen Wohnmobil, der morgen beginnt ;-)
Lg, JOchen

Mover am 23 Mär 2018 22:32:20

Nachbesserung?

Wann hast Du das Ding gekauft?

Julia10 am 23 Mär 2018 22:40:06

deepthoughtdude hat geschrieben:
Teil 1: Hammer 1: Gekauft habe ich das Wohnmobil Ende Januar. Da ich es als Saisonfahrzeug angemeldet hab, war eine Abholung Anfang März vereinbart. Mein bester Freund hat mich beim Kauf des Wohnmobils begleitet und mit mir das Wohnmobil durchgecheckt (so gut wir es halt wussten/konnten). I
Lg, Jochen

Elgeba am 23 Mär 2018 22:56:48

Da sehe ich aber schwarz...zumal Du jetzt mit dem Farzeug auf Reisen gehen willst,wie soll denn da nachgebessert werden?


Gruß Bernd

deepthoughtdude am 10 Apr 2018 16:16:13

Der Verkäufer hat sich einen Tag vor Ablauf der von mir gesetzten Frist gerührt und meinem "Vergleichsangebot" zugestimmt. Sobald das Geld bei mir eingegangen ist, kann ich gerne sagen, wie dies aussah. Vorher bin ich noch zu vorsichtig, um mich zu freuen. Erfahrung mag klug.
"Lusrigerweise" nicht der einzige Ärger. Die Werkstatt, die mir die Solaranlage eingebaut hat, hat anstatt wie besprochen eine Anlage um die 850 Euro einzubauen, eine für 1340 eingebaut, weil es Probleme mit dem Abmessungen gegeben haben soll. Irgendwie zieh ich das anscheinend an... In dem Fall mach ich mir allerdings nicht ins Hemd, da ich alles ganz gut dokumentiert habe und alles schriftliche meine Version bestätigt. Wäre trotzdem schön, wenn ich irgendwann mein Wohnmobil genießen kann. Auch das mit der Solaranlage zieht völlig unnötig Energie...

JTLorsch am 10 Apr 2018 17:32:26

Deepthoughtdude,
Auf die Rückmeldung bin ich gespannt. Gut, dass du die Solaranlage gut dokumentiert hast.
LG
Jana

deepthoughtdude am 12 Apr 2018 19:42:59

So. Er hat das Geld überwiesen. Einige werden es vielleicht für unspektakulär wenig halten, aber für mich war ja wichtig, den persönlichen Ärger möglichst klein zu halten, diesen Menschen nicht noch mal zu sehen und vor allem die Nerven zu schonen.
Meine Sichtweise hat sich auch dadurch geändert, dass etwas passiert ist, das ich vorher nicht kommen sehen konnte und was mich das Ganze wesentlich entspannter hat sehen lassen. Mein bester Freund hat sich nämlich selber kurzer Hand ein neues Wohnmobil gekauft, da sein Nugget immer mehr gerostet hat und er hier befürchtet hat, zusehens immer mehr an Wert zu verlieren. Da für mich die 5-6 Plätze wichtig waren, weil ich ihm und einem gemeinsamen anderen Freund das Wohnmobil auch mal leihen wollte, hat sich das zumindest erledigt. Natürlich wäre es ab und an schon schön, wenn man mehr Leute transportieren kann, aber eine Gurtnachrüstung hätte auch einiges an Gewichtskapazitäten geschluckt. Aber nach wie vor gilt, dass ich wohl das Wohnmobil zum damaligen Zeitpunkt nicht gekauft hätte, hätte ich gewusst, dass nur vier mitfahren dürfen. Aber Sichtweisen können sich ja ändern.
Ich habe dem Verkäufer also zwei Fristen gesetzt. Eine um sich zu äußern zu den drei Mängeln Satanlage, fehlender Sitzgurt, unbrauchbare Batterie und ihm klargemacht, dass ich auf Nachbesserung bei der Satanlage und den Sitzgurten (gab ja einen Zeugen) bestehen würde und ihm eine Frist zur Nachbesserung gesetzt.
Zwischendurch hab ich mal mit einem Anwalt telefoniert, der mir gesagt hat, dass das gängige ein Rücktritt bzw. Rückabwicklung (heißt das) wäre, weil es fraglich wäre, ob dem Verkäufer die Kosten für den neuen Gurtbock samt Einbau und einer neuen automatischen Satanlage und sogar evtl. der Batterie zugemutet werden könne. Natürlich gäbe es noch weitere Möglichkeiten, die aber juritisch alle sehr unsicher sind. Für mich kam ja eine Rückabwicklung nicht in Frage, weil ich einfach zu viel Zeit investiert habe und auch schon die Solaranlage habe montieren lassen. Auch darüber hätte man sich dann mit dem Verkäufer einigen müssen/streiten müssen.
Ich habe dem Verkäufer dann etwas angeboten, von dem ich hoffte, dass er nicht so blöd sei, ihn abzulehnen. Und zwar:
1. Bezahlung einer vernünftigen Satanlage von Kathrein für 300 Euro. Dazu habe ich mir einen guten Satfinder für 50 Euro gegönnt, den ich einfach aus eigener Tasche gezahlt habe. Ich will eh nur sehr selten gucken. Und zwar wenn Bundesliga ist und meine Mannschaft spielt... Das ist mir aber dann unendlich wichtig. Da kann ich auch eben die Anlage von Hand ausrichten... Da es keine "Schüssel" ist, lässt sie sich gut unter der Bank verstauen. Und eine solche Anlage ist mobiler... Dazu hab ich von ihm die Kosten für Ausbau, Versand und Kontrolle der Satanlage verlangt (110 Euro).
2. Bei den Gurten hab ich im Vergleichgsangebot nichts mehr verlangt.
3. Dafür hab ich eine der zwei neuen Batterien (240 Euro) von Ihm verlangt.

Bei der Satanlage sah die Sache ja rechtlich ziemlich eindeutig für mich gut aus. Und eine neue wäre teuer geworden. Bei den Gurten wäre sehr unsicher gewesen, wie das ausgegangen wäre.... Und Batterien verschleißen halt auch und auch da wäre rechtlich eher unwahrscheinlich gewesen, Ansprüche erheben zu können.
Ich überlege jetzt trotzdem, ob ich ihm bei google sachlich die Bewertung gebe, die er verdient hat... Da war einfach zu viel haarsträubendes dabei... Aber wenigstens muss ich mich mit dem nicht mehr rumschlagen.

mithrandir am 13 Apr 2018 09:59:36

deepthoughtdude hat geschrieben:Ich überlege jetzt trotzdem, ob ich ihm bei google sachlich die Bewertung gebe, die er verdient hat... Da war einfach zu viel haarsträubendes dabei... Aber wenigstens muss ich mich mit dem nicht mehr rumschlagen.

Das würde ich auf jeden Fall tun. Aber sachlich, nicht emotional. Und erwähnen, dass ein Vergleich erzielt wurde. Eventuell auch, dass du den Händler nicht weiterempfehlen würdest. Das ist fair und bewahrt andere hoffentlich vor ähnlichem Schaden. Gibt noch ein paar Karmapunkte :-)

JTLorsch am 13 Apr 2018 12:14:36

Deepthoughtdude (nice name btw)

Schön, dass ihr gemeinsam eine Lösung gefunden habt. Ich denke, dass du bei Google auch eine Rezension hinterlassen solltest. Ist nicht immer einfach bei schlechten Erfahrungen objektiv zu bleiben, aber das kriegst du schon hin.

LG
Jana

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