Dometic
hubstuetzen

Warnung vor drohender Geldbuße in Brandenburg 1, 2


Gast am 20 Mär 2018 14:10:44

Guten Tag,

vor einiger Zeit fuhr ich eine Umleitungsstrecke der A 24 Hamburg-Berlin. Von dieser U 14 fuhr ich in der Nähe von Kyritz ab, um in einem Weg eine Pause zu machen.

Kurze Zeit später erhielt ich eine „Verwarnung mit Verwarnungsgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit“ über 35,-- Euro: Nach § 37 Abs. 1 Nr. 17 i. V. m. § 16 Abs. 1 Waldgesetz des Landes Brandenburg ist es verboten, einen Waldweg mit einem Kraftfahrzeug zu befahren (mögliche Obergrenze der angedrohten Geldbuße: 20.000 Euro).

Dieser Weg hatte nirgends eine (geschlossene oder offene) Schranke und auch kein Verkehrsschild oder einen anderen Hinweis, dass das Befahren mit einem Kfz. verboten sei. Vielmehr hatte er an der Abzweigung sogar das übliche blau-weiße Namensschild einer Straße. Das Bußgeld wird generell fällig, wenn ein Waldweg mit einem Kfz. (in meinem Fall ein Pkw) befahren oder dieses dort abgestellt wird. Ob nächtliche Ruhepause oder nur sehr kurze Ruhepause ist ebenfalls gleichgültig.

Wenn man in Deutschland durch verschiedene Bundesländer fährt, hat der Fahrzeugführer offenbar die verschiedenen Waldgesetze im Fahrzeug oder (besser) im Kopf zu haben. Besonders delikat: „Die Zahlung muss in jedem Fall bis zum Ablauf der Frist von 7 Tagen ab Zugang dieses Schreibens eingegangen sein“. Ich empfand das als Nötigung, da es kaum möglich ist, innerhalb solch einer kurzen Frist juristischen Rat zu bekommen: 7 Tage sind nur 5 Arbeitstage für Bedenkzeit, Wartezeit bis zum Rechtanwaltstermin und 2 Bankarbeitstage für die Überweisung. Dass das in Brandenburg so im Gesetz steht, ändert nichts daran, sondern ist für mich ein Hinweis auf das Rechtsverständnis der Legislative dort!

Fazit: Vermeiden Sie in Brandenburg auch eine kurze Ruhepause außerhalb eines Autobahn-Parkplatzes (einen Urlaub ohnehin)!

Viele Grüße

Erich Junker, Hamburg

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Gast am 20 Mär 2018 14:27:46

Ohne auf die genaue Rechtslage einzugehen: Ja, es ist zumutbar, daß ein Teilnehmer im Straßenverkehr die einschlägigen Gesetze, Vorschriften, Gebote und Verbote kennt. Insofern zieht das Argument nicht.

Man könnte nach Eingang eines solchen Schreibens überlegen, wer das Fahrzeug zum fraglichen Zeitpunkt gefahren hat und, wenn man es selbst nicht war, ob man gezwungen werden kann, den Fahrer, die Fahrerin zu nennen. Manchmal steht dem das Verwandschaftsverhältnis oder die Ehe entgegen.

Ein Fahrtenbuch wird nach meiner Erfahrung übrigens nicht so schnell verordnet.

Gruß

Frank

PS: Eine Möglichkeit wäre auch (wenn man selbst der "Übeltäter" war), dazu zu stehen, die 35,-- EUR zu zahlen und seine Schlüsse für zukünftiges Verhalten draus zu ziehen. Eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

marny am 20 Mär 2018 14:34:55

autogaz hat geschrieben:

Dieser Weg hatte nirgends eine (geschlossene oder offene) Schranke und auch kein Verkehrsschild oder einen anderen Hinweis, dass das Befahren mit einem Kfz. verboten sei. Vielmehr hatte er an der Abzweigung sogar das übliche blau-weiße Namensschild einer Straße.


Vielen Dank für die Info. Was ich nicht verstehe, - haben Sie denn keinen Einspruch erhoben wegen des Schildes? Man kann eine Zahlung ja auch vorbehaltlich einer Prüfung leisten - dann bekommt man ggf. das Geld zurück.

Oftmals sind es Privatpersonen, die einen anzinken.
Ich habe in diesem Jahr eine Anzeige wegen Befahren eines Forstweges bekommen, in den ich schon 20 Jahre hinein fahre. Ich parke direkt hinter dem Schild auf einer fürs Parken vorgesehenen Fläche.
Ein Anruf beim Ordnungsamt hat genügt, ich bekam die Adresse desjenigen, der mich angezeigt hatte.

Es war der Jagdpächter - und er hat sich nicht etwa über mein Auto geärgert - wie er mir versicherte - sondern weil ich mit meinem Hund am Waldrand entlang gegangen bin, wo er Rehe schiessen wollte. Die trauen sich dann nämlich nicht mehr raus.... :roll:

Also - ich hoffe, dass die Brandenburger nicht so bekloppt sind und die paar Touris auch noch verjagen, die bei Ihnen durchkommen..... :lol:

lg, Marny

nkag16 am 20 Mär 2018 14:37:53

Hallo zusammen,

ähnliches kann einem auch in Schleswig-Holstein widerfahren. Dort gibt es eine entsprechende Regelung zum Landschaftsschutz.

JACKYONE am 20 Mär 2018 14:43:41

Hallo.
Ich bin es aus Bayern gewöhnt, dass immer am Beginn eines Wald /Feldweges, der nicht befahren werden darf, das entsprechende Verbotsschild steht.
Ist das in Brandenburg nicht üblich oder notwendig?
Woher soll man dann wissen, welcher Weg nicht befahren werden darf ?

LG Robert

Bodimobil am 20 Mär 2018 14:46:04

Nach meiner bisherigen Lebenserfahrung (Ich habe noch nicht alles erlebt) sind Ordnungshüter nur dann so "kleinlich" wenn es einen Grund dafür gibt.
Beispiele:
- Der Beschuldigte fängt vor Ort an zu diskutieren
- Das Fahrzeug hat jemandem (Förster/Waldarbeiter) unnötigerweise den Weg versperrt
- und der Fahrer war kurzfristig (mehr als 5 Minuten) nicht erreichbar. Ausrede ich war nur hinterm Baum Pinkeln zählt dann nicht.
- da Abschleppen wahrscheinlich unverhältnismäßig gewesen wäre hat man sich aus Ärger den o.G. Paragraphen rausgesucht.

Wie gesagt, nach meiner bisherigen Lebenserfahrung. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Da ich oft (meistens) mit dem Wohnmobil frei stehe mache ich mir immer die Gedanken ob es jemanden hier stören könnte unabhängig von der Rechtslage.
Wenn die Sache nicht so klar ist bleibe ich zumindest beim Fahrzeug um es unverzüglich weg fahren zu können.

Deshalb meine Vermutung nach deiner bisherigen Schilderung: In den Waldweg stellen und sich vom Fahrzeug entfernen, da hat die Strafe nichts mit Brandenburg zu tun. Du bist noch günstig weggekommen. Wo anders wärst du vielleicht abgeschleppt worden.

Gruß Andreas

Gast am 20 Mär 2018 14:49:01

Auszug aus:

--> Link
"Befahren des Waldes
Wer darf und wer nicht?"


Zitat:

"Da das Befahren des Waldes per Gesetz untersagt ist, bedarf es -anders als im Straßenverkehr- keines zusätzlichen Sperrschildes!

In sofern sind die vereinzelt im Wald angebrachten Schilder zum Befahrungsverbot ein behördlicher Hinweis an besonders neuralgischen Punkten, jedoch zur Durchsetzung des Befahrungsverbotes über die Ahndung einer Ordnungswidrigkeit nicht zwingend erforderlich."


Das ist eindeutig.

Gruß

Frank

Micha1958 am 20 Mär 2018 14:54:40

Danke Frank, das wußte ich auch noch nicht.

Mir würde aber auch nicht im Traum einfallen mit einem Kfz in einen Wald reinzufahren.
Fände ich schon bisschen paradox.
Gibt doch genug Wanderparkplätze zum hinstellen.

Gruß Micha

leoline am 20 Mär 2018 14:56:52

Wir sind jeden Sonntag mit dem Auto in Brandenburg unterwegs. Allerdings fahren wir immer Landstrassen und durch Wälder. Wenn wir eine Pause machen, dann parken wir nach Möglichkeit so, dass wie niemanden behindern und auch dicht an der Straße bleiben. Auch Pilzesucher parken im Herbst oft am Anfang eines solchen Weges. Uns ist noch niemalas ähnliches passiert. Also so generall kann man das nicht sagen. Ein tieferes Hineinfahren in den Wald ist natürlich verboten.

Micha1958 am 20 Mär 2018 14:58:10

Zum TE....einfach mal dort beim Sachbearbeiter anrufen und nachfragen wäre auch ne Möglichkeit und sinnvoller als sich hier auszulassen.
Die Telefonnummer steht ja auf der Verwarnung.

Gruß Micha

JACKYONE am 20 Mär 2018 14:58:15

OK - wenn das dort so Gestz ist.
Ist meiner Meinung nach aber hirnrissig und auf Abzocke ausgelegt . Denn woher soll jemand z.B. aus Bayern alle speziellen Gesetze kennen. Lernt man auch nicht in der Fahrschule. Normalerweise regelt die Stvo, wo man fahren darf und wo nicht, und zwar mit den entsprechenden Verbotsschildern.

LG Robert

Gast am 20 Mär 2018 14:59:17

Hallo, Micha,

mein Beitrag betrifft aber nur Brandenburg. Die entsprechenden Gesetze in anderen Bundesländern kenne ich auch nicht. Da müsste man nachsehen.

Gruß

Frank

Bodimobil am 20 Mär 2018 15:06:29

Hast du so gestanden, dass Förster und Waldarbeiter hätten vorbei fahren können?
Wenn nicht, wäre dir ähnliches überall passiert.
Da das keine öffentliche Straße ist, ist das ist im Prinzip nichts anderes als in der Einfahrt eines privaten Grundstücks zu parken.
Dafür muss ich keine Waldgesetze des jeweiligen Bundeslandes kennen.

Gruß Andreas

sujokain am 20 Mär 2018 15:08:21

Das Befahren von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen ist durchwegs verboten. Das Verbot ergibt sich aus den Wald- und Naturschutzgesetzen der Länder, die im wesentlichen hier gleichlautend sind und bußgeldbewehrt sind.

JACKYONE am 20 Mär 2018 15:10:15

Bodimobil hat geschrieben:Hast du so gestanden, dass Förster und Waldarbeiter hätten vorbei fahren können?
Wenn nicht, wäre dir ähnliches überall passiert.
Da das keine öffentliche Straße ist, ist das ist im Prinzip nichts anderes als in der Einfahrt eines privaten Grundstücks zu parken.
Dafür muss ich keine Waldgesetze des jeweiligen Bundeslandes kennen.

Gruß Andreas



Sorry - aber woher soll er wissen, dass es keine öffentliche Strasse ist - wenn sagar ein Blaues Strassennamensschild dort war? Oder hat in Brandenburg jeder Waldweg ein Namensschild?

Micha1958 am 20 Mär 2018 15:12:41

FrankNStein hat geschrieben:Da müsste man nachsehen.
Gruß
Frank

Hier gibts noch eine allgemeine Info. --> Link

Auch wenn´s erlaubt ist würd ich nicht ohne wirklich wichtigen Grund mit meiner Kiste in einen Wald fahren.
Sagt mir mein Respekt vor der Natur.
Ist aber halt auch nur meine Meinung.

Gruß Micha

Bodimobil am 20 Mär 2018 15:13:24

Wenn es eine öffentliche Straße war dann wäre es ja noch schlimmer!
Er hat immer noch nicht geantwortet ob da noch jemand durchfahren konnte. Ich gehe davon aus, dass da keiner mehr durchkam. Dann ist es eigentlich egal ob öffentlich oder nicht, nur der Paragraph ist ein anderer.

Gruß Andreas

thomas56 am 20 Mär 2018 15:13:46

autogaz hat geschrieben:§ 16 Abs. 1 Waldgesetz des Landes Brandenburg ist es verboten, einen Waldweg mit einem Kraftfahrzeug zu befahren (mögliche Obergrenze der angedrohten Geldbuße: 20.000 Euro).



die Waldgesetze in Brandenburg sind dir doch bekannt!

Hier mal ein Zitat aus deinem ersten Beitrag aus 2009: "Aus dem „Brandenburgischen Waldgesetz“ ist mir bekannt, dass dort im
§ 16 (1) (letzter Satz) geschrieben steht............. "

JACKYONE am 20 Mär 2018 15:14:05

sujokain hat geschrieben:Das Befahren von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen ist durchwegs verboten. Das Verbot ergibt sich aus den Wald- und Naturschutzgesetzen der Länder, die im wesentlichen hier gleichlautend sind und bußgeldbewehrt sind.


Dazu muß man aber erst mal wissen, dass es ein Waldweg ist!
Wie gesagt, in Bayern steht IMMER am Beginn ein entsprechendes Verbotsschild.

LG Robert

thomas56 am 20 Mär 2018 15:14:45


Jagstcamp-Widdern am 20 Mär 2018 15:17:54

ebent,

wie soll man einen befestigten Waldweg von der kleinen ortsverbindungsstrasze unterscheiden?

durch geschlossene waldgebiete führen auch bab, bundes- und landesstraszen, kreis- und ov-straszen.
ich hätte nicht bezahlt! :ja:

allesbleibtgut
hartmut

rkopka am 20 Mär 2018 15:21:45

FrankNStein hat geschrieben:Ohne auf die genaue Rechtslage einzugehen: Ja, es ist zumutbar, daß ein Teilnehmer im Straßenverkehr die einschlägigen Gesetze, Vorschriften, Gebote und Verbote kennt. Insofern zieht das Argument nicht.

Auch alle örtlichen oder Bundesland Verordnungen ? Mag juristisch korrekt sein, aber nicht durchführbar. Muß ich, wenn ich in einen neuen Kreis fahre, erstmal ganz vorsichtig zur Verwaltung fahren und dort die Anschläge studieren ? Oder immer erst stehenbleiben (nicht im Wald) und übers Internet die entsprechenden Seiten durchsuchen ?

sujokain hat geschrieben:Das Befahren von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen ist durchwegs verboten. Das Verbot ergibt sich aus den Wald- und Naturschutzgesetzen der Länder, die im wesentlichen hier gleichlautend sind und bußgeldbewehrt sind.

Und wie sind "Waldwege" definiert ? Ab wo ist man nicht mehr auf einer Landstraße oder einem erlaubten Weg sondern auf einem Waldweg ? Mit Schild ist das klar, aber ohne ?

RK

topolino666 am 20 Mär 2018 15:25:44

thomas56 hat geschrieben:https://www.wohnmobilforum.de/viewtopic,p,519730.html#p519730


Thomas, der verlinkte Tröd lässt diesen hier zur Clownerie werden :!:

;-)

Micha1958 am 20 Mär 2018 15:25:57

Also ich definiere für mich Waldweg als nicht geteert sondern aus Schotterbelag oder nur Erde.
Sonst wär´s ja eine Straße und kein Weg.

Mag sein daß ich da falsch liege, macht aber nix.
Hab mir jetzt mal die Beiträge des TE angesehen :eek: und bin nun raus und er als erster auf meiner Igno-Liste.
Sowas brauch ich wirklich nicht.

Gruß Micha

JACKYONE am 20 Mär 2018 15:28:16

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:ebent,

wie soll man einen befestigten Waldweg von der kleinen ortsverbindungsstrasze unterscheiden?

durch geschlossene waldgebiete führen auch bab, bundes- und landesstraszen, kreis- und ov-straszen.
ich hätte nicht bezahlt! :ja:

allesbleibtgut
hartmut



Eben.
Und da Bundesrecht über Landesrecht steht, hat man sich überall in Deutschland an die STvO zu halten. Diese regelt ganz klar, wo gefahren werden darf und wo nicht - durch die entsprechende Beschilderung.
Ich hätte da da mit Sicherheit meine Rechtsschutzversicherung in Anspruch genommen ( das erste mal übrigens).

LG Robert

Gast am 20 Mär 2018 15:29:03

thomas56 hat geschrieben:...
die Waldgesetze in Brandenburg sind dir doch bekannt!

Hier mal ein Zitat aus deinem ersten Beitrag aus 2009: "Aus dem „Brandenburgischen Waldgesetz“ ist mir bekannt, dass dort im
§ 16 (1) (letzter Satz) geschrieben steht............. "


Situative Amnesie?

Gruß

Frank

Bodimobil am 20 Mär 2018 15:30:48

Micha1958 hat geschrieben:Hab mir jetzt mal die Beiträge des TE angesehen :eek: und bin nun raus und er als erster auf meiner Igno-Liste.
Sowas brauch ich wirklich nicht.

Gruß Micha


Micha, gut erkannt!
Da hätte man vorher hinsehen sollen. Bei ihm geht es ja fasst nur darum, dass ihn der Staat gängelt.
Die nennt in etwas ausgeprägter Version doch Reiche Bürger .... oder so ähnlich.

Gruß Andreas

Gast am 20 Mär 2018 15:31:37

JACKYONE hat geschrieben:...
Eben.
Und da Bundesrecht über Landesrecht steht, hat man sich überall in Deutschland an die STvO zu halten. Diese regelt ganz klar, wo gefahren werden darf und wo nicht - durch die entsprechende Beschilderung.
Ich hätte da da mit Sicherheit meine Rechtsschutzversicherung in Anspruch genommen ( das erste mal übrigens).

LG Robert



Jau. Hier wird Rechtsgeschichte geschrieben.


Gruß

Frank

Bodimobil am 20 Mär 2018 15:32:51

FrankNStein hat geschrieben:Jau. Hier wird Rechtsgeschichte geschrieben.


durch alle Instanzen!!

Gast am 20 Mär 2018 15:36:07

Bodimobil hat geschrieben:...
durch alle Instanzen!!


Jetzt weiß ich dank Micha und Dir wenigstens durch wen und kann mich raushalten. :D

Gruß

Frank

JACKYONE am 20 Mär 2018 15:37:00

Bodimobil hat geschrieben:
durch alle Instanzen!!



Gratuliere zur Schnapszahl .

LG Robert

Jagstcamp-Widdern am 20 Mär 2018 15:42:20

ok,

hab jezz den alten fred gelesen... :eek:
jezz is nur noch unklar: zu viele pillen oder nur die falschen oder beides :?:

allesbleibtgut
hartmut

Bodimobil am 20 Mär 2018 16:01:56

<Schnapszahlzerstörungspost> :(

Manchmal wünsche ich mir, dass aufgrund des Verlaufs eines Themas das Thema anschließend komplett gelöscht wird weil es nicht wert ist der Nachwelt erhalten zu bleiben.
Dieses Thema wäre so eins.

Gruß Andreas

rkopka am 20 Mär 2018 16:44:52

Bodimobil hat geschrieben:Manchmal wünsche ich mir, dass aufgrund des Verlaufs eines Themas das Thema anschließend komplett gelöscht wird weil es nicht wert ist der Nachwelt erhalten zu bleiben.
Dieses Thema wäre so eins.

Warum ? Nicht jedem war das so bekannt (auch wenn man das alles wissen MUSS). Und anscheinend ist nicht alles klar. Ich bin schon genug geschotterte Straßen gefahren, die normale Straßen im ländlichen Bereich oder Zufahrten waren. Das reicht IMHO nicht als Kriterium für einen verbotenen Weg.

RK

korikorakorinthe am 20 Mär 2018 16:51:23

Also das ist rechtlich wirklich eine interessante Sache.

In Bayern wird es z.B. juristisch so gesehen, dass ein ein Forstweg zwar ein Privatweg ist (auch im Staatswald) auf dem aber tatsächlich ein öffentlicher Verkehr stattfindet oder stattfinden kann und der deshalb auch entsprechend auch mit offiziellen StVO-Verbotsschildern gesperrt sein muss, damit die Sperre rechtlich wirksam ist.
Wenn z.B. ein Waldkomplex 10 Zufahrten hat und davon nur 9 mit Sperrschild versehen sind und man im Falle einer Anzeige behauptet man sei an der einen Stelle ohne Sperrschild reingefahren, hat man gute Chancen, dass das Owi-Verfahren eingestellt wird.

In Hessen z.B. steht stattdessen oft nur ein nicht StVO konformes Schild "Privatweg - Durchfahrt verboten".

Also man sieht an den Beispielen Brandenburg, Bayern und Hessen wie unterschiedlich das Ganze rechtlich gehandhabt wird und man kann sich dann natürlich die Frage stellen ob denn die eine oder andere Regelung (wie z.B. die in Brandenburg) überhaupt mit Bundesrecht (Grundgesetz, Straßenverkehrsrecht) vereinbar ist.
Es müsste sich jemand halt mal "opfern" und sich gegen sein Bußgeld durch alle Instanzen wehren. Dann würden die Regelungen wenigstens mal einer gerichtlichen Prüfung unterzogen.
Aber wer macht das schon wegen z.B. 35,- € . Ich würde es jedenfalls nicht machen.

Und nochmal kurz was zu der Sperre mittels Schranken:
Es ist zwar grundsätzlich dem Waldbesitzer erlaubt Schranken aufzustellen aber gleichzeitig auch haftungsrechtlich eine sehr heikle Sache. Denn wenn die Schranke nicht gut sichtbar vorher mittels Schild angekündigt wird und/oder die Schranke selbst nicht gut sichtbar ist (z.B. weil die Warnfarbe schon abgeblättert ist) kann im Falle eines Unfalles der Waldbesitzer schadensersatzpflichtig werden. Und das kann bei einem Personenschaden (z.B. Fahrradfahrer oder Motorradfahrer die das "Hindernis" Schranke zu spät erkennen) sehr teuer werden.
Deshalb wurden (zumindest in Bayern) viele Schranken wieder abgebaut bzw. bleiben immer offen.

Gruß
Stefan

Flatus am 20 Mär 2018 17:16:25

Micha1958 hat geschrieben:... Mir würde aber auch nicht im Traum einfallen mit einem Kfz in einen Wald reinzufahren.
...

Obacht. Mancherorts führen sogar Autobahnen und Eisenbahnlinien mitten durch Waldgebiete!

Gruss Flatus
.

spessartraeuber am 21 Mär 2018 11:29:29

Hallo
Ich würde da nicht zahlen.Der Sachbearbeiter muss erst mal beweisen, wer das Fahrzeug in den
Wald gefahren hat. wenn er nur das Kennzeichen notiert hat . Kann er das nicht.
Da der Verstoß gegen die Landesvorschriften des Waldschutzes begangen wurde kann keine Verwaltungsgebühr wegen Parkverstoss, wie es in der StVO üblich ist erhoben werden.
Bevor eine Zahlung geleistet wird würde ich erst mal Akteneinsicht fordern um feststzustellen,woher die Anzeige kommt. Kann ja auch von einem Förster und verärgerten Spaziergänger gekommen sein.
Fakt ist aber jemand muß sie fahren gesehen haben muss. In Deutschland gibt es keine Halterhaftung wie sonst wo in Europa und das ist auch gut so.

wolfherm am 21 Mär 2018 14:11:50

Wie kommst du darauf, dass es keine Halterhaftung gibt? Google mal ein wenig.

Gast am 21 Mär 2018 18:17:20

wolfherm hat geschrieben:Wie kommst du darauf, dass es keine Halterhaftung gibt? Google mal ein wenig.



:D

Klar gibt´s die. Meine Erfahrung ist allerdings, daß - zumindestens die Straßenverkehrsbehörden - schnell aufgeben, wenn es nicht um dicke Beträge bzw. um erhebliche Vergehen geht. Da verläuft einiges im Sande.

Wichtig ist auch, daß die nicht das Gefühl bekommen, für dumm verkauft zu werden. Das könnte deren Ehrgeiz wecken.

Gruß

Frank

murksmax am 21 Mär 2018 18:28:04

wolfherm hat geschrieben:Wie kommst du darauf, dass es keine Halterhaftung gibt? Google mal ein wenig.


Moin zusammen,

klar gibt es eine Halterhaftung - allerdings nur bei Verstößen, die den Zustand des Fahrzeugs betreffen, i. d. R. also Verstöße gegen die StVZO. Handelt es sich um einen Verstoß gegen die StVO (Fehlverhalten im Straßenverkehr) ist dafür der Fahrzeugführer heranzuziehen. Aufgrund des obigen Tips habe ich mal die Suchmaschine bemüht und habe gleich als dritten Eintrag eine sehr schöne Erläuterung gefunden --> Link :wink:

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, und jetzt PROST :gui:
:lol:

Gast am 21 Mär 2018 18:33:57

Also doch Halterhaftung. Für die Kosten.

Daß jemandem, dem kein Vergehen nachgewiesen werden kann, keine Strafe, kein Bussgeld etc. auferlegt werden kann, ist logisch, hat aber nichts mit Haftung zu tun.

Gruß

Frank

nulpe am 21 Mär 2018 19:32:32

Ich habe ja eine Datsche in Bbg und kann aus Erfahrung sagen, dass sehr viel durch den Wald führende "Wege" in der Regel nicht geteert sind, zuweilen kaum Schotter, und doch handelt es sich bei vielen um öffentliche Verbindungsstraßen zwischen Dörfern.
Zwar gibt es bei den meisten "Forstwegen" die typischen grünen Schilder mit dem roten Kreis, doch einige sind auch umgefallen und kaum noch sichtbar.

Horus am 22 Mär 2018 09:34:54

Bei uns gigt es mindesten 3 Straßen die durch den Wald gehen
die nur aus Schotter oder Waldboden bestehen und reger verker haben

Micha1958 am 22 Mär 2018 09:46:45

Leute, warum legt ihr es so sehr auf Schotter oder befestigt fest ?
Ich konnte bisher in meinem Leben immer ganz gut unterscheiden ob es eine öffentliche Straße ist oder nicht. Und wenn ich was falsch mache dann hab ich halt die Konsequenzen.
Dem TE parkte da wo er nicht durfte und meint er sei im Recht.
Muss man das heute immer bis zum Exzess durchzelebrieren ?
Man kann doch auch einfach mal sein eigenes unrechtes Verhalten eingestehen und gut ist.


Gruß Micha

Trashy am 22 Mär 2018 09:56:21

marny hat geschrieben:
Oftmals sind es Privatpersonen, die einen anzinken.

lg, Marny


Leider ist das so. Da kommt einfach irgendjemand daher und pupt dich an. Noch schlimmer sind die, die stumm vorbei gehen und zur Obrigkeit eilen...Herr Wachtmeister, ich weiß was.....

Da fällt mir immer nur das Zitat von Tucholsky ein (wird auch Fallersleben zugeschrieben)

Das allergrößte Schwein im Land, das ist und bleibt der Denunziant!

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Krankheit auf Reisen
Geplante Änderung des EU-Rechts
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt