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Wintertauglichkeit eines Kastenwagens 1, 2, 3


nanniruffo am 19 Jan 2019 17:16:43

Ich weiß, hier geht es in der TE-Frage um Kastenwagen und Winterfestigkeit, aber dennoch die Frage. seht Ihr denn bei diesem Thema einen Unterschied zwischen den Großserienkastenwagen einerseits und "normalen" doppelbodenlosen Großserien-Ti´s und/oder Alkoven ?

Tom

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Tinduck am 19 Jan 2019 18:15:33

Natürlich!

Ein TI oder Alkoven hat zumindest im Wohnbereich eine gute Isolierung durch die Sandwichwände. Beim Kasten muss das aufwändig nachisoliert werden, was sich mancher günstige Hersteller gern spart. Und der Kasten hat natürlich noch die Wärmebrücken an Heck- und Schiebetüren, gegen die man auch was unternehmen muss.

Beim Fahrerhaus sind TI und Kawa aber auf einem Level, was nicht heisst, das das gut ist. Alkoven mit Halbdinette ebenso.

bis denn,

Uwe

Roman am 19 Jan 2019 19:38:27

nanniruffo hat geschrieben:Ich weiß, hier geht es in der TE-Frage um Kastenwagen und Winterfestigkeit, aber dennoch die Frage. seht Ihr denn bei diesem Thema einen Unterschied zwischen den Großserienkastenwagen einerseits und "normalen" doppelbodenlosen Großserien-Ti´s und/oder Alkoven ?


Ein klares JEIN.... :D

so einfach ist es nicht. Wenn ich deine Frage direkt beantworten müsste, könnte ich sagen, dass der Unterschied nicht groß ist. Selbst der einfachste TI hat allerdings prinzipbedingt sicher etwas bessere Dämmeigenschaften als ein Großserien Kawa. Da soll macher, der die Verkleidung zufällig mal gelöst hat, auf´s blanke Blech geschaut haben..... :eek:

Aber die Winterfestigkeit lässt sich ja nicht auf die Dämmung des Wohnraumes reduzieren. Da kann auch der Kawa dank 4 KW oder gar 6 KW Truma Heizung wunderbar dagegen halten. Du wirst keinen Kastenwagen finden, in dem du nicht 24°C und mehr erreichen kannst...
Die Probleme fangen ganz woanders an. Du hast das Zauberwort schon genannt: "Doppelter Boden"...Ein Ti, der den Abwassertank unterflur moniert hat, ist genauso wenig wintergeeignet wie der Kawa mit dieser Lösung. Dann kommen noch Feinheiten dazu. Wo verlaufen die Ver- und Entsorgungsleitungen. Wenn diese nicht in den durch die Heizung erwärmten Bereichen verlaufen, hast du bei -20°C ganz schell ein Problem in JEDEM Womo. Da genügt ein halber Meter Leitung, der im Frostbereich verläuft und du kannst nach Hause fahren....

Ich habe oben geschrieben, dass man jeden auch noch so schlecht gedämmten Kawa warm bekommt, also warum dann noch viel Aufwand und Kosten in eine lückenlose Dämmung investieren...?
Da gibt es durchaus Gründe. Die gehen aber in die Richtung Komfort und Wohlfühlen....Wenn ein Womo schlecht gedämmt ist, hast du relativ große Temperaturschwankungen. Das führt dazu, dass die Heizung wild rauf und runter regelt...was nicht jeder als angenehm empfindet...mal fällt die Innentemperatur auf 18-19 °C dann gehts wieder rauf auf 24-25 °C...ein gut gedämmtes Womo dagegen sorgt hier für Ausgleich. Da die Wärme nicht so schnell entweichen kann, genügt es wenn die Truma, ist die Zieltemperatur mal erreicht, nur noch leicht vor sich hinfächelt. So schwankt die Innenraum Temperatur lediglich noch um 1-2 °C, was sehr angenehm ist. Das könen aber auch gut gedämmte Kawa´s...!

Bleiben wir mal beim Kawa. Dort kommt noch eine Problemstelle hinzu, die Hecktüren. Wenn du direkt an diesen schläfst, sollte der Partner ab und zu über Nacht mal nachschauen, ob noch alles im grünen Bereich ist... :D ..wirklich winterfeste Kawas lösen das, indem sie nach hinten zu den Türen, durch den Möbelbau abgeschottet sind. Das verhindert zwar den Transport von Fahrrädern oder anderen sperrigen Gütern im Womo, da Teile des Bettes ja nicht hochgeklappt werden können, aber man kann nicht alles haben....

So, ich hoffe das beantowrtet einige Deiner Fragen... :wink:

Gruß
Roman

lonsome am 19 Jan 2019 20:28:57

Hallo,

da mich das Thema auch interessiert, habe ich mich da mal umgeschaut und verglichen (nur bei den eifnacheren Kawas). Ich habe mir einen Knaus BoxStar und einen Weinsberg Edition Fire angeschaut.

Ergebnis: Ich bleibe für den Winter lieber bei meinem Alkoven, einem kurzen Knaus 550D mit 5,60 m Länge.
Mich interessierte die kleineren Ausmaße des Kastens im Vergleich zu meinem Alkoven. Aber ich werde bei meinem Alkoven bleiben. Mein ALkoven hat keinen Doppelboden und einen Abwasssertank unterflur. Der Abwassertank ist isoliert und mit Warmluft beheizt, es liegen auch alle Zuleitungen innerhalb der Abdeckung. Beim Knaus BoxStar und dem Winsberg gibt es schon die Isolierung und Beheizung des Abwassertanks. Aber die Zuläufe liegen im Freien und frieren bei einigen Grad Minus und vor allem noch Wind dazu recht schnell ein (die Erfahrungen habe ich bei meinem vorigen Alkoven sogar mit Doppelboden gemacht, da waren ca. 20 cm Abwasserrohr im Freien Grund für viel Ärger). Ich war im letzten Winter bei -20° unterwegs, nichts ist eingerforen, alles super, ohne Eimer drunter o. ä..
Bei meinem Alkoven trenne ich das Fahrerhaus mit einem sehr gut isolierenden Vorhang ab, dann bleibt die ganze Wärme drin im Wohnraum. Beim Kawa müsste ich entweder mit den Abdeckungen arbeiten oder eine richtige Isolierung anbringen wie etwas von Kantop. Beides ist halt etwas umständlich in meinen Augen. Vor allem Isolierungen, die außen am Fahrzeug sind, würden mich sehr stören, wenn ich die abbauen muss und sie z. B. vom Regen oder Schnee nass sind. Diese Abtrennung des Fahrerhauses ist für mich ein wichtiger Grund für den Alkoven.

Es gibt da sicher auch wesentlich bessere Kawas, aber die liegen dann preislich weit über meinen Budget.

Gruß
Klaus

Roman am 19 Jan 2019 20:38:55

lonsome hat geschrieben:...Es gibt da sicher auch wesentlich bessere Kawas, aber die liegen dann preislich weit über meinen Budget.


Ohne Dein Budget zu kennen, hast du dir mal die Junior Modelle von Bresler angeschaut ? Die dürften preislich kaum viel höher liegen als ein guter Alkoven oder TI.
Da ich ein Fan der sep. Dsuche bin, würde ich dir dort den Junior 541 DK ans Herz legen....: --> Link

Bei dem brauchst du auch keine Angst vor einem kalten Fahrerhaus zu haben....da kannst du auf den Sitzen noch Sauna machen... :D

Gruß
Roman

thomas56 am 19 Jan 2019 20:53:59

Roman hat geschrieben:Da ich ein Fan der sep. Dsuche bin, würde ich dir dort den Junior 541 DK ans Herz legen....: --> Link


wo siehst du da eine seperate Dusche, oder meinst du "kein Fan"?

tztz2000 am 19 Jan 2019 20:58:33

thomas56 hat geschrieben:wo siehst du da eine seperate Dusche....

Da.... :D


Bild

thomas56 am 19 Jan 2019 21:01:12

sorry, hatte nur den 496 DK gesehen. :?

Parkhotel am 19 Jan 2019 22:48:03

Tinduck hat geschrieben:... Gasflaschenwechsel in einem neuen Pössl. Hecktüren weit auf, Bett hochklappen, Stauraum freiräumen, Gaskasten auf, Flasche raus, Flasche rein, Gaskasten zu, einräumen, Bett runter, Türen zu. Dauer 20 Minuten, und das alle 2 Tage wegen des hohen Gasverbrauches. Bei zweistelligen Minusgraden ein herrlicher Spass, bei Schneefall noch angenehmer...


Ich habe ebenfalls einen "Pössl". Dank Duomatic und 2 x 11 kg Gas wechsele ich nicht bei strömendem Regen oder Schneefall die Gasflaschen. Habe ich früher mit Wohnwagen auch nicht gemacht.

Bei mir komme ich auch ohne alles leerzuräumen an die Gasflaschen. Kalt wird es auch nicht, Dank Isomatte.

Es gibt mit Sicherheit wesentlich besser isolierte Kawas, die kosten aber dann auch mindestens das Doppelte. Für mich ist es wichtig schnell von A nach B zu kommen und ebenso die Alltagstauglichkeit, daher käme für mich ein teilintegrierter oder gar ein Alkoven nicht in Frage.


.

lonsome am 19 Jan 2019 23:28:54

Hallo Roman,

die Bresler sind sicher ganz interessant. Aber der von Dir vorgeschlagene Typ liegt bei halbwegs ähnlicher Ausstattung ca. 10.000 € über meinem Alkoven. Und dazu ein paar Nachteile, die ich nicht so gut finde. Das Bett zum Herunterklappen wäre noch zu verkraften. Mehr stört mich, dass ich weniger Frischwasser und Abwasser habe und auch der kleine Kompressorkühlschrank. Auch die Gasflaschen mit 11 und 5 kg sind eine etwas merkwürdige Sache. Schon interessant, aber auch mit Nachteilen für meine Zwecke.

Gruß
Klaus

andwein am 23 Jan 2019 12:16:14

tztz2000 hat geschrieben:...Und natürlich ist ein Kastenwagen wintertauglich! :ja:
Ich könnte mir kein besseres Fahrzeug wünschen, um damit nach Weihnachten nach Spanien zu düsen!

Absolut richtig.
Wir haben einen James Cook allerdings zum Skifahren nach Chamonix vergewaltigt.
Ankunft um 12 Uhr, Dieselheizung angestellt, Rein in die Skiklamotten und noch bis 17 Uhr SAki gefahren. ( Wer hats gemerkt: Kein Landstrom, wollte Skifahren), Noch ein Eiskaffe im Ort, Bus zum CP und am 18 Uhr die Türe aufgeschlossen.
Eiskalt, Heizung aus, Batterie leer, Wasserhähne eingefroren, Schwitzwasser an allen Fenstern ca. 1cm.
Ich wollte in eine Tiefgarage zum Auftauen, aber dazu war das Fahrzeug zu hoch.
Also haben wir den Herd zum Heizen benutzt, Spagetti gekocht, Skiklamotten anbehalten und gegessen.
Danach habe ich die CP-Steckdosen ausgebudelt, Netz angeschlossen und es wurde ein schöner Urlaub!!!!!

Gruß Andreas

Tinduck am 23 Jan 2019 13:35:06

Mmmmh... 80er Jahre, nach den Skiklamotten und dem Aschenbecher auf dem Tisch zu schliessen? :D Oder sogar 70er? Gabs da schon den JC?

bis denn,

Uwe

andwein am 25 Jan 2019 19:07:30

Tinduck hat geschrieben:Mmmmh... 80er Jahre, nach den Skiklamotten und dem Aschenbecher auf dem Tisch zu schliessen?
Uwe

Winter 1981/1982 Hübsch, gell. Ich hatte damals "Jethosen"
Gruß Andreas

Parkhotel am 25 Jan 2019 19:35:55

Ich war letztes Wochenende mit meinem "Einstiegspreis-Kawa" bei Nachts -5° in Frankreich bzw. Belgien am Meer.

Eingefroren ist nichts, weder der Abwassertank bzw. der Abwasserauslass noch der Frischwassertank etc.. Die Heizung war auch nicht überfordert. Das einzige Problem waren immer die Schiebetür (der Schlitz im unteren Bereich) und die Türen im Fahrerhaus (die Einstige, ebenfalls im unteren Bereich) Ich habe mir aus einem leichten, strapazierfähigem Stoff zwei Säcke für die Türen und einen Schlauch für die Schiebetür machen lassen, die mit Styroporkügelchen locker gefüllt sind. Zuhause ausprobiert, nun kommt keine kalte Luft mehr rein.

ecki1962 am 27 Apr 2019 18:49:40

andwein hat geschrieben:Bus zum CP und am 18 Uhr die Türe aufgeschlossen.
Eiskalt, Heizung aus, Batterie leer, Wasserhähne eingefroren, Schwitzwasser an allen Fenstern ca. 1cm.


Das ist die klassische Falle Dieselheizung im KaWa. Am Anfang ganz nett, im weiteren Verlauf des Alterns der Batterie(n) aufgrund des exzessiven Stromverbrauchs ohne Landstrom eine böse Falle.

ecki1962 am 27 Apr 2019 18:56:48

Parkhotel hat geschrieben: Ich habe mir aus einem leichten, strapazierfähigem Stoff zwei Säcke für die Türen und einen Schlauch für die Schiebetür machen lassen, die mit Styroporkügelchen locker gefüllt sind. Zuhause ausprobiert, nun kommt keine kalte Luft mehr rein.


Rohrisolierungen aus dem Baumarkt für EUR 1,- tuns auch

ecki1962 am 27 Apr 2019 19:31:14

Tinduck hat geschrieben:Natürlich!

Ein TI oder Alkoven hat zumindest im Wohnbereich eine gute Isolierung durch die Sandwichwände. Beim Kasten muss das aufwändig nachisoliert werden, was sich mancher günstige Hersteller gern spart. Und der Kasten hat natürlich noch die Wärmebrücken an Heck- und Schiebetüren, gegen die man auch was unternehmen muss.


Nein man muss da gar nichts tun. Nur unten an der Schiebetür eine Rohrisolierung aus dem Baumarkt als Türdackel hinlegen. Und als Pössl bis Jahrgang 2016 beim Revo noch einen Stoff-Heckvorhang vor den hinteren Türen hatte, auch dort nicht. Leider ab Jahrgang 2017 eingespart.

klausii82 am 04 Mai 2019 14:31:59

Die Tipps mit dem Baumarkt Zeug sind super, danke dir

ecki1962 am 04 Mai 2019 22:50:33

klausii82 hat geschrieben:Die Tipps mit dem Baumarkt Zeug sind super, danke dir


Falls Du an den Hecktüren keinen Vorhang hast, kaufe gleich 2 Rohrisolierungen. Die Zweite stopft man in die hintere Türritze. :-)

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