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21 Highlights unserer zweimonatigen Reise durch Griechenland 1, 2, 3, 4


traveller69 am 21 Apr 2018 09:53:46

Von Ende Januar bis Ende März 2018 haben wir Griechenland erkundet, wobei unser Schwerpunkt auf dem oder der (die Gelehrten scheinen sich über das Geschlecht nicht einig zu sein) Peloponnes lag. Unsere Anfahrt verlief über den Gotthard-Tunnel der Schweiz zum italienischen Fährhafen von Ancona. Nach 20 Stunden Fährüberfahrt haben wir bei stürmischer Begrüßung Patras im Norden des Peloponnes erreicht. Was dann an Höhepunkten folgte, möchte ich Euch hier in vielen Bildern und weniger Text zeigen.

Frühere Berichte von mir waren eher an den Landschaften orientiert und für die Tiere hatte ich einen Extra Bericht gemacht, wie für Frankreich --> Link oder Großbritannien --> Link. Diesmal sind die Tierbilder mit dabei, denn irgendwie gehören sie zu den Landschaften, auch wenn es keine Garantie gibt, sie dort zu treffen ;-). Manche Orte sind Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes, die ich mit (UWE) gekennzeichnet habe. Zum Ende des Bildberichts möchte ich dann noch ein kleines Fazit über unsere Eindrücke von Land und Leuten geben.



Zunächst die Highlights im Überblick:

    1. Nationalpark Kotychi – Strofylia
    2. Neda Wasserfälle und der Apollontempel bei Bassae (UWE)
    3. Das antike Messene
    4. Voidokilia – die Ochsenbauchbucht
    5. Mystras (UWE)
    6. Githio und Xili Kap
    7. Versteinerter Wald
    8. Vigklafia
    9. Rund um Monemvasia
    10. Geraki
    11. Argos
    12. Mykene und Tiryns (UWE)
    13. Nafplio
    14. Höhlen von Didima und Franchthi
    15. Methana Halbinsel
    16. Das antike Epidauros (UWE)
    17. Festung Akrokorinth
    18. Kloster Osios Loukas (UWE)
    19. Parnass Gebirge und das antike Delphi (UWE)
    20. Meteora Klöster (UWE)
    21. Totenfluss Acheron und das Heiligtum Nekromanteion
Weitere Beiträge aus meiner Highlight-Reihe:
Frankreich --> Link, Schweden --> Link, Großbritannien --> Link, Spanien --> Link, Malta --> Link und Sizilien --> Link.

traveller69 am 21 Apr 2018 10:21:15

Highlight 1: Nationalpark Kotychi – Strofylia

Der große Nationalpark im Nordwesten des Peloponnes umfasst einen Küstenstreifen mit scheinbar endlosen Sandstränden. Direkt hinter den Dünen schließen sich ausgedehnte Feuchtgebiete und Pinienwälder an, in denen Zugvögel eine Rast einlegen. Hier haben wir auch zum ersten Mal Pelikane in freier Wildbahn beobachten können. In der wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaft haben wir spontan ein paar Tage verbracht.

Der Aufstieg zum Kamm der großen Düne im Norden ist etwas mühsam, aber wegen der Sicht lohnend:


Eine Gruppe von Flamingos stärkt sich im flachen Wasser:


Angeblich war der Winter trocken gewesen, aber diese Straße gleicht einem Flusslauf, sodass wir beschließen hier nicht weiter zu fahren:


Die Rinder leben im Nationalpark frei und sie nutzen diese Freiheit, um auf den kleinen Inselchen das beste Futter zu suchen:


Es ist unfassbar, so einen Fund hatten wir noch nie: diese große Fassschnecke wurde offensichtlich während des Sturms bei unserer Ankunft an den Strand gespült:


Im Felsen direkt am Meer finden wir tolle mineralische Einlagerungen:


Neben den Rindern haben auch die meisten Hunde ein tolles Leben, denn sie dürfen sich frei bewegen. Selbst wenn die Hunde keinen Besitzer haben, findet sich scheinbar immer eine gute Seele, die die streunenden Tiere füttert. Die griechischen Hunde sind jedenfalls ganz reizend und unser Flash verliert auch das ein oder andere Mal sein Herz...


Wir sehen im Nationalpark viele Falken und können auch ihre Jagd auf die Riesenheuschrecken hautnah beobachten.

traveller69 am 21 Apr 2018 10:53:19

Highlight 2: Neda Wasserfälle und der Apollontempel bei Bassae (UWE)
Wir beginnnen unsere erste Bergetappe und fahren zum kleinen Dorf Figaleia. Eine Ortsdurchfahrt kann man machen, muss man aber nicht. Wenn an der Hauptdurchfahrtsstraße geparkt wird, kann es auch mal eng werden. Schön steht man gleich am Ortseingang bei einer riesigen Eiche. Neben dem antiken Phigaleia sind wir aber vor allem wegen der Wasserfälle am Neda-Fluss hier und starten eine kleine Wanderung hinab zum Bachbett.

Der Erhaltungszustand der Brücke über die Neda sieht gewagt aus, aber immerhin scheint sie schon eine Weile zu stehen:


Anfang Februar blüht die Iris an den Wegrändern wunderschön:


Der erste von insgesamt drei Wasserfällen. Es sind keine spektakulären Masssen, die sich hier ergießen, aber trotzdem ist es hier unten einfach schön:


Der Apollon-Tempel bei Bassae zählt zu den besterhaltenen in Griechenland, weil hier draußen im Nirgendwo auf über 1100 Höhenmeter niemand Interesse gefunden hat, die Steine des von Erdbeben heimgesuchten Tempels für andere Bauwerke zu recyclen. Erst später wurde der Tempel wiederentdeckt und aufgerichtet, allerdings ohne das Fundament ordentlich zu sichern. So muss heute ein Metallgerüst und ein Zelt das Gebäude vor weiterem Zerfall schützen, bis vielleicht mal ausreichend Gelder zur Verfügung stehen, um den Tempel grundlegend zu sanieren.

traveller69 am 21 Apr 2018 11:36:14

Highlight 3: Das antike Messene

Das antike Messene konnte sich lange Zeit gegen die Spartaner erwehren. Doch schließlich schafften es die kriegerischen Nachbarn, die Messener zu bezwingen und zu versklaven, die von nun an das stehende Heer der Spartaner unterhalten mussten.
Von allen antiken Stätten hat uns Messene am besten gefallen, weil man inzwischen wieder viel rekonstruiert hat, die Orte auch zugänglich sind und die wenigen Besucher sich quasi auf dem riesigen Gelände verlaufen.

Das Stadtgebiet von Messene erreicht man aus dem Norden über das Arkadische Tor:


Wie die große Mauer in China winden sich die antiken Befestigungswälle, das eigentliche Highlight, über viele Kilometer über Hügel und durch Täler. Hier im Westen, unten sieht man auch das Womo, ein schöner Übernachtungsplatz:


Das Stadion ist toll erhalten, und die wiedererrichteten Säulen und das Mausoleum vermitteln ein Gefühl, wie es hier vor über 2000 Jahren ausgesehen haben könnte:


Die Nächte in den Bergen sind kalt und nach großzügigem Heizen ist unsere erste Gasflasche bereits nach zwei Wochen leer. So verwerfen wir unseren Plan, noch in die Lousios-Schlucht zu fahren und kehren lieber wieder an die Küste zurück:

traveller69 am 21 Apr 2018 11:59:47

Highlight 4: Voidokilia – die Ochsenbauchbucht

Auf dem Weg zum Meer machen wir noch einen Stopp bei Nestors Palast. Das große überdachte Areal schützt die Grundmauern der Residenz des mykenischen Königs und Mitstreiters im Trojanischen Krieg. Lediglich Zeichnungen lassen erahnen, welche Pracht hier vor 3500 Jahren vorzufinden war. Ein Besuch lohnt wohl nur für Interessierte dieser Epoche.

Schließlich erreichen wir Voidokilia, die Ochsenbauchbucht und hier ist Griechenland vielleicht am schönsten. Auf jeden Fall gibt es viel zu entdecken...

In der Lagune finden sich im Morgenlicht auch die Flamingos ein:


Besonders viel Spaß macht es, das eingewachsene Paleokastro zu erkunden. Die Festungsanlage aus Zeiten der fränkischen Kreuzritter ist erstaunlich gut erhalten, obwohl die letzte Renovierung wohl schon etwas her ist. Auf dem Wehrgang hat man tolle Ausblicke:


Die schöne Ochsenbauchbucht trägt den Namen aufgrund ihrer außergewöhnlichen Form. Von hier oben hat man auch einen schönen Überblick über die Dünen und das dahinter liegende Feuchtgebiet:


Direkt unter der Burg befindet sich Nestors Höhle. Zu seinem Zeitvertreib hatte der König das Vieh der Nachbarn gestohlen und ganze Herden hier in dieser Höhle versteckt. Die Dimensionen sind gewaltig. Auf das Bild passt lediglich der EIngangsbereich, aber die Kuppel der Höhle gleicht eher einem riesigen Dom...

traveller69 am 21 Apr 2018 13:55:45

Highlight 5: Mystras (UWE)

Mystras wurde von den fränkischen Kreuzrittern im Mittelalter in der Nähe Spartas auf einem Hügel gegründet. Hoch oben thronte eine imposante Festung, während sich die Häuser entlang des Hanges erstrecken. Doch die neuen Herren hatten nur kurz Freude an ihrer Stadt, denn nur wenige Jahre nach der Gründerung wurde sie von den Byzantinern erobert und wurde bald darauf neben Konstantinopel zu einer der wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des Reiches. Schlussendlich wurde die Stadt während des griechischen Freiheitskampfes im 19.Jh. so stark zerstört, dass man das benachbarte antike Sparta wieder aufbaute, um dort zu siedeln. Bequem war das Leben hier sicherlich nicht gewesen, denn die Gassen sind steil und eine Erkundung gleicht einer Bergwanderung.

Von den Häusern sind nur noch Ruinen erhalten, lediglich der Herrscherpalast und etliche Kirchen und Klöster sind renoviert worden, wie hier die Agia Sophia:


Innen sind die byzantinischen Kirchen wunderschön mit Fresken ausgemalt, hier das Nonnenkloster Pantanassa:


Während es im Tal schon üppig grünt, ist der über 2400 Meter hohe Taygetos in Schnee gehüllt:


Hier kosten wir die Orangen unseres Lebens, so saftig und aromatisch sind sie wohl nur direkt vom Baum:

traveller69 am 21 Apr 2018 14:29:18

Highlight 6: Githio und Xili Kap

Durch die Stadt Githio fahren wir eigentlich nur durch, denn unser eigentliches Ziel ist der Strand 2km nördlich.

Hier strandete in den 80ern der Frachter Dimitrios. Gerüchten zufolge war er damals randvoll mit geschmuggelten Zigaretten aus der Türkei beladen, wurde aber von der griechischen Küstenwache gestellt und verfolgt. Die Besatzung hat dann kurzerhand beschlossen, das Schiff an den Strand zu fahren, um zu Fuss das Weite zu suchen. Um mögliche Spuren zu verwischen, wurde es vor dem Verlassen in Brand gesteckt:


Muscheln und Schnecken scheinen das Wrack zu lieben, denn wir finden hier ganz besonders schöne Exemplare. Die angespülte Rotmundschnecke (Stramonita haemastoma) lässt erahnen, warum sie ihren Namen trägt. Wir bringen sie zurück ins tiefere Wasser und werden von Poseidon umgehend mit einem unbewohnten Gehäuse belohnt.


Wir fahren ein Stück weiter nach Osten entlang der Küste und starten eine Wanderung zum Kap von Xili. Eine schöne Landschaft, aber irgendwie waren die beobachteten Tiere noch spannender. Hier eine toll gefärbte Eidechse in ihrer Wohnhöhle, die ich so noch nicht gesehen hatte:


Ein Schwalbenschwanz besucht die Mandelblüten:


Die griechischen Ziegen sind wirkliche Schönheiten, die beim Anblick unseres Hundes direkt in Angriffsformation übergehen:


Ein Blütenbad entspannt :P

traveller69 am 21 Apr 2018 14:43:10

Highlight 7: Versteinerter Wald

Zum Glück beschließen wir, das Wohnmobil zu schonen, und starten vom kleinen Ort Profitis Ilias zum versteinerten Wald und erleben eine unserer schönsten Wanderungen in Griechenland.

Der Weg führt uns entlang der Küste durch bizarre Landschaften:


Vom versteinerten Wald, genau genommen ein Palmenwald, der hier vor Millionen Jahren gewachsen ist, stehen ein paar hohle Stämme, durch die bei ordentlich Brandung das Meerwasser schießt:


Ein Stück weiter erstreckt sich eine herrlich blaue Bucht:


Ich bin begeistert von der Schönheit hier:

traveller69 am 21 Apr 2018 14:53:13

Highlight 8: Vigklafia

Wir wollen noch einmal an den Strand und fahren zum Ort Vigklafia, der vor allem als Sprungbett zur benachbarten Insel Elafonisos dient. Doch uns beigstert der kilometerweite Sandstrand - mit seinen Dünen, seinen alten Gräbern und aber auch außergewöhnlichen Muschelfunden :wink:

Strand und Dünen, gesäumt vom schäumenden Meer, bilden mit den Sturmwolken eine perfekte Einheit:


Wir finden auch ein schönes Plätzchen nur für uns direkt am Meer. Bei richtigem Sturm würde unser Womo hier aber nasse Füße bekommen:

traveller69 am 21 Apr 2018 15:23:03

Highlight 9: Rund um Monemvasia

Monemvasia könnte man als das touristische Zentrum Lakoniens bezeichnen. Doch bevor wir uns ins "Getümmel werfen", erkunden wir zunächst die Küste südlich der Stadt und übernachten in Agios Fokas.

Der Friedhof des kleinen Örtchens nebst Kapelle liegt malerisch auf einer winzigen Insel. Die Zufahrt dorthin bildet gleichzeitig die Hafenmole:


Wir unternehmen von dort aus eine Küstenwanderungwanderung zur Kastania Cave, einer der schönsten Tropfsteinhöhlen. Leider "No Photos" und wir vermuteten, dass sie mit dem Postkartenverkauf noch etwas Geld machen müssen. Aber auf Nachfrage erfahren wir, dass die Karten nicht zum Verkauf sind und bekommen umgehend eine Kollektion der Karten in die Hände gedrückt. Die Wanderung ist streckenweise etwas knifflig,aber die Griechischen Landschildkröten scheinen auch in diesem Terrain bestens zurecht zu kommen:


Wir machen Stopp an einer kleinen Bucht. Zunächst sind wir enttäuscht, denn wir finden keine Muscheln. Doch als wir genau hinschauen, finden wir viele Schnecken, gerade mal wenige Milimeter "groß". Es ist unglaublich, welche Schönheit die Natur hervorbringt:


Monemvasia besteht aus zwei Teilen. Der neue Teil liegt an der Küste, der alte auf einem Fels mitten im Meer. Daher wird der Ort, den man nur auf einem schmalen Damm erreichen kann, auch als Gibraltar Griechenlands bezeichnet:


Das alte Monemvasia ist in Ober- und Unterstadt aufgeteilt. In der Oberstadt liegt auch die Festung, die von den Kreuzrittern gegründet wurde und eine ähnliche Geschichte wie Mystras erlebt hat.


Während die Oberstadt in Ruinen liegt, wurde die Unterstadt sorgfältig renoviert. Wenn man durch die autofreien Gassen schlendert, fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt:

traveller69 am 21 Apr 2018 16:58:59

Highlight 10: Geraki

Geraki wird auch als das kleine Mystras bezeichnet und dem ist auch von meiner Seite nicht viel hinzuzufügen. Geschichte und aktueller Zustand gleichen dem von Mystras, nur ist Geraki viel übersichtlicher. Wir waren die einzigen Besucher, was wohl auch den besonderen Flair ausgemacht hat, sodass es uns hier sogar besser gefallen hat als die bekannte UNESO-Weltkulturerbestätte.

Auch hier wacht über allem die Festung aus Zeiten der Kreuzritter:


Auch die Kirchen sind deutlich kleiner...


... aber auch hier mit schönen Fresken dekoriert:

traveller69 am 21 Apr 2018 17:09:17

Highlight 11: Argos

Das moderne Argos ist keine besonders schöne Stadt, doch sie hat eine lange Geschichte und war schon zu Zeiten der Mykener ein Machtzentrum.

Besonders angetan hat es uns der Burgberg mit der Festung Larissa. Bereits die Mykener hatten hier oben mit dem Bau begonnen und folgende Eroberer haben ihn immer weiter ausgebaut:


Am schönsten ist es, hier oben zu übernachten und auf die Lichter der Stadt zu schauen, bzw. Argos im Morgennebel zu sehen:


Vom antiken Argos ist nicht mehr so viel erhalten, aber das in den Fels gehauene Theater gehört zu den größten in Griechenland:

traveller69 am 21 Apr 2018 19:29:08

Highlight 12: Mykene und Tiryns (UWE)

Inspiriert von den Kulturen der Minoer auf Kreta und der alten Ägypter bildet sich auf dem Peloponnes vor über 3500 Jahren die Hochkultur der Mykener und wurde zu einem wichtigen Machtfaktor im Mittelmeer. Sie schufen großartige Paläste und ausgeklügelte Be- und Entwässerungssysteme und entwickelten eine eigene Silbenschrift, Linear B.

Eines der wichtigsten Zentren jener Zeit war Mykene. Hier residierte auch König Agamemnon, der die mykenischen Könige vereinte, um die schöne Helena, die entführte Frau seines Bruders, wieder heimzuführen. 10 Jahre belagerten sie erfolglos Troja, bis ihnen schließlich die List des Trojanischen Pferdes zum Sieg verhalf.

Mykene liegt malerisch von Bergen umgeben auf einem Hügel, mächtige Mauern schützten einst die Stadt:


Reisende betreten Stadt durch das Löwentor, mit dem Wappen der Könige von Mykene. Man nimmt an, dass die Löwen einst Köpfe aus Bronze trugen:


Vom Palast und den anderen Gebäuden der Stadt sind lediglich die Grundmauern erhalten. Spannend wird es erst wieder, wenn man die rutschigen 99(?) Stufen der Zisterne hinabsteigt. Taschenlampe nicht vergessen!


Im Museum wird u.a. eine Kopie der Totenmaske Agamemnons ausgestellt, die Heinrich Schliemann zusammen mit weiteren 13kg Gold aus den Gräbern Mykenes geborgen hatte:


Auf gar keinen Fall sollte man das zum Gelände dazugehörige Schatzhaus des Atreus verpassen. Der Name ist etwas irreführend, denn es ist ein monumentales Tholosgrab. Der sog. Dromos führt ins Innere:


Das Gewölbe der Kuppel ist enorm und es ist heute noch ein Rätsel, wie die Menschen der Bronzezeit fähig waren, solche Bauten zu erschaffen. Der über 8 Meter lange Türsturz wiegt allein bereits geschätzte 120 Tonnen. Bemerkenswert ist auch die Akustik wenn man im Zentrum des Tholos steht, man hört jedes Sandkörnchen unter den Schuhen knirschen:


Wir verlassen Mykene und fahren ein paar Kilometer weiter südlich zum Tempel der Hera. Aber bereits zu Zeiten der Mykener muss es ein heiliger Ort gewesen sein, denn hier hat sich Agamemnon von den anderen mykenischen Königen die Treue schwören lassen, bevor sie nach Troja segelten.


Wiederum ein paar Kilometer weiter treffen wir auf Tyrins, ein weiteres wichtiges Zentrum der Mykener. Die Stadtmauern sind hier noch gut erhalten und einfach nur gewaltig: wie ein kleiner Krümel wirke ich daneben ...

traveller69 am 21 Apr 2018 20:45:05

Highlight 13: Nafplio

Nur wenige Kilometer entfernt liegt das bei Touristen beliebte Nafplio. Natürlich hat auch diese Stadt eine lange Geschichte, und natürlich hat auch sie eine Burg, die wir besichtigen mussten :wink:

Palamidi wurde um 1700 von den Venizianern erbaut, aber bereits ein Jahr nach der Fertigstellung von den Türken nach nur einer Woche Belagerung gestürmt und das, obwohl die Festung aus acht einzelnen Bastionen besteht. Das Beste an Burgen ist ohnehin die Lage und der Ausblick:


Auch hat man gute Aussicht auf Larissa mit Argos zu Füßen. Im Hintergrund die schnebedeckten Gipfel des Killini:


Lohnend ist auch das Archäologische Museum von Nafplio. Hier ist die weltweit einzige vollständig erhaltene Bronzerüstung aus mykenischer Zeit ausgestellt. Der Helm wurde mit den Hauern von Ebern verstärkt bzw. verziert:

traveller69 am 21 Apr 2018 21:01:42

Highlight 14: Höhlen von Didima und Franchthi

Wir gehen unter die Höhlenforscher und der Weg führt uns zunächst nach Didima. Eigentlich sind die Höhlen von Didima keine richtigen Höhlen, sondern Dolinen. Von Wasser unterirdisch ausgewaschene Hohlräume, deren Decken im Laufe der Jahrmillionen eingestürzt sind. Zurück blieben tiefe Löcher im Boden.

Didima hat zwei Dolinen. Die große ist durch den gewaltigen Krater bereits weithin sichtbar:


Die kleine Doline ist ein kreisrundes tiefes Loch, in dem man locker ein Fußballfeld unterbingen könnte:


Ein in den Fels gehauener Tunnel führt hinab zum Grund und man kann die beiden kleinen Kapellen besichtigen, die in die Wand hineingebaut wurden:


Die Franchthi-Höhle liegt am Meer, was uns nicht ganz ungelegen kommt :wink:


Bis 10 Meter tiefe Ausgrabungen haben erwiesen, dass diese Höhle bereits vor über 40.000 Jahren von Menschen bewohnt wurde. Seit der hintere Teil der Höhle eingestürzt ist, ist sie auch eher zum gewaltigen Felsbogen geworden:

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