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Gefahr beim Freien Übernachten? 1, 2, 3, 4


pitson am 25 Apr 2018 18:21:54

Hallo und Guten Abend,
meine Frau und ich würden gerne wieder mehr frei Übernachten, hatten aber mal vor Jahren Nachts eine Belästigung am Womo und somit sind wir vorsichtig geworden. Uns würde es freuen wenn ihr hier mal berichtet wieviel ihr so frei oder auch (wild)
Übernachtet in welchen Ländern und wie so eure Erfahrungen sind.

Gast am 25 Apr 2018 18:23:14

In Deutschland, Schweden, Norwegen keine Probleme.

Grüße, Alf

Mann am 25 Apr 2018 19:16:59

pitson hat geschrieben:Hallo und Guten Abend,
meine Frau und ich würden gerne wieder mehr frei Übernachten, hatten aber mal vor Jahren Nachts eine Belästigung am Womo und somit sind wir vorsichtig geworden. Uns würde es freuen wenn ihr hier mal berichtet wieviel ihr so frei oder auch (wild)
Übernachtet in welchen Ländern und wie so eure Erfahrungen sind.


ich würde es nicht an Ländern festmachen, ich denke das Bauch ( und meiner ist groß ) gefühl muss einfach passen. Man merkt sehr schnell ob man sich wohl oder eher nicht fühlt.
Wenn mein Vorschreiber schreibt das in Schweden alles o.k. ist dann war er wahrscheinlich lange nicht mehr in einer Südschwedischen Großstadt, z.b. Malmö.
Außerdem gibt ein paar Nogos wie die Autobahn oder irgendwelche Drogenhotspots, aber ansonsten...... alles gut.

Labrador am 25 Apr 2018 19:52:45

Wir stehen sehr oft frei. Es ist wie der Vorschreiber MANN schon schreibt so, dass das Bauchgefühl stimmen muss.
Wo wir nie stehen ist Autobahnnähe und Rastplätze. Aber wie gesagt, das Bauchgefühl muss einfach stimmen. ;)

Flatus am 25 Apr 2018 19:53:49

Wir haben bis jetzt in etwa 50 Ländern frei übernachtet - und nirgends hatten wir deswegen Probleme.

Gruss Flatus
.

Sebastiane am 25 Apr 2018 20:06:12

Wie bereits gesagt, das Bauchgefühl muss stimmen. Wir hatten noch nie Probleme. Folgende zusätzliche Überlegungen (zum Bauch) sollte man anstellen:

-Verbotsschilder, oftmals einfach eine große Tafel am Orts/Bezirks Eingang wo alles mögliche drauf steht
-blockiere ich eine Zufahrt
-möglichst nicht in Sichtnähe von Häusern
-könnte die Stelle von Jugendlichen aufgesucht werden um zu feiern
-in Italien habe ich die Erfahrung gemacht, dass es oft "Amore-Plätze" gibt wo nachts Autos für ein paar Stunden mit laufendem Motor stehen und viele Taschentücher und andere Dinge zurücklassen

mowgli am 25 Apr 2018 20:47:47

Wie die Vorschreiber. Autobahn ein No Go. Großstädte nur sehr sehr bedingt, und wenn Glasscherben dann gar nicht. Kleine Orte am besten neben dem Friedhof. Am besten für mich auf Wald und Wanderpakplätzen. Oder an Waldwegen gibt es oft Parkmöglichkeiten für Hundeausführer.

Bodimobil am 25 Apr 2018 20:59:26

Ich sehe auch keine Probleme wenn man die üblichen "Freisteher Regeln" beachtet.
Am liebsten sind mir Orte mit mehr als 20 und weniger als 200 Häusern. Sowohl in Deutschland, Schweiz, Italien oder in Spanien. In Frankreich ist die Stellplatzdichte so hoch, dass ich dort bisher fasst nie (außer einmal ganz toll an einem Stausee-zusammen mit einigen Anglern) frei gestanden habe. In Holland oder Österreich wird das nicht so gerne gesehen.

Gruß Andreas

brainless am 25 Apr 2018 21:38:44

Am liebsten sind mir Städte, Gemeinden und Dörfer, die weit weg sind von meinem Übernachtungsplatz.
Je einsamer, desto sicherer. Denn auch ein Einbrecher und/oder Dieb muß betriebswirtschaftliche Aspekte beachten. Alleine schon der Anfahrtsweg raus aus den Ghettos hinein in die Wälder muß erst einmal wieder "verdient" werden - Pendlerpauschalen erkennt kein Finanzamt an bei Angehörigen der Berufsgruppe "Fachkraft für nicht beauftragte Eigentumsentfernung, VdDuE".

Robin Hood und Schinderhannes trauen sich eh schon lange nicht mehr in den Forst.....................und rechtmäßige Erben haben sie keine.

Stellt euch hin, wo es schön, weil einsam, ist.

Gute Fahrt und ruhigen Stand,


Volker ;-)

spechtinator am 25 Apr 2018 22:30:45

Aber aufpassen, daß man nicht (weil abends dunkel) die Einfahrt zum Acker oder Heulager blockiert. Sonst kommt Sonntags früh um 08:00 Uhr der Bauer mit dem Traktor und hupt und klopft, daß man denkt das Mobil geht kaputt. Ist uns vor 3 Wochen passiert, nachdem wir früh um 03:30 Uhr den offiziellen Stellplatz verlassen haben, weil dort nebenan die Jugend richtig abgefeiert hat und dann anfing zu testen welches Auto am lautesten auf dem Asphalt quietscht. Im Dunkeln und im Schlafanzug haben wir dann die Einfahrt übersehen und leider zugeparkt.

Das war ein Wochenende mit eher weniger Schlaf :D

Bye Christian

Bodimobil am 25 Apr 2018 22:41:50

spechtinator hat geschrieben:Sonst kommt Sonntags früh um 08:00 Uhr der Bauer mit dem Traktor und hupt und klopft, daß man denkt das Mobil geht kaputt.

Da habt ihr ja noch bis 8:00 schlafen können - Nobel. Uns ist ähnliches passiert. Wir waren spät dran und hatten vor dem Einbruch der Dunkelheit noch keinen Stellplatz. Irgendwann haben wir dann doch einen gefunden. Wir hatten zwar niemandem den Weg versperrt, aber wenn ab 6:00 morgens gefühlt alle 5 Minuten so ein Traktor/Mähdrescher u.ähnliches mit schepperndem Gerät auf unbefestigtem Weg wenige Zentimeter am Wohnmobil vorbei rasselt (Erntezeit) flüchtet man freiwillig bereits vor dem Frühstück.
Die Einfahrt zu einem sehr großen Agrarbetrieb hatten wir im dunkeln nicht gesehen.
Das sind die Fälle wo sich der Tip bewahrheitet - such dir den Stellplatz bevor es dunkel ist.

Gruß Andreas

Winzling am 26 Apr 2018 00:09:07

Neben dem bereits Erwähnten auf alle Fälle abfahrbereit bleiben, und Vorsicht vor "zu schön um wahr zu sein".

Prozentual gesehen stammen die größten Probleme sowieso von Angreifern unter 5 cm.

Grüsse

rolfwam am 26 Apr 2018 01:36:44

Winzling hat geschrieben:
Prozentual gesehen stammen die größten Probleme sowieso von Angreifern unter 5 cm.

Grüsse

....Sagt der Winzling :lol:

CamperJogi am 26 Apr 2018 05:58:07

Moin

Auch wir machen es am Bauchgefühl fest. Anfahrt im Hellen, danach mit unserem Hund die nähere Gegend erkunden und dann weiß man, wo man steht.

Im Grunde genommen ist schon alles geschrieben von den vorherigen "Kollegen". :-)

Wir haben das Frei stehen wieder angefangen, weil uns die Stellplätze mittlerweilen zu voll sind..und immer mehr Campingplatzansprüche entstehen und bezahlt werden müssen.

Viel Spaß beim Frei stehen
Seefahrt ist geil - Frei stehen auch. :mrgreen:
Gruss
Jürgen

Gast am 26 Apr 2018 07:34:05

pitson hat geschrieben:Hallo und Guten Abend,
meine Frau und ich würden gerne wieder mehr frei Übernachten, hatten aber mal vor Jahren Nachts eine Belästigung am Womo und somit sind wir vorsichtig geworden. Uns würde es freuen wenn ihr hier mal berichtet wieviel ihr so frei oder auch (wild) Übernachtet in welchen Ländern und wie so eure Erfahrungen sind.


Zu aller erst: die nationalen und regionalen Bestimmungen sind natürlich einzuhalten. Dabei gibt es jedoch auch immer die berühmten kleinen Schlupflöcher, wie beispielsweise die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit.

Ansonsten ist es bezogen auf Belästigungen doch so, dass man überall belästigt werden kann. Auch in der Fußgängerzone kann es Belästigungen geben. Ist dann die Schlussfolgerung, Fußgängerzonen künftig zu meiden? Wohl kaum. Wie auch andere schon schrieben, kann man vor der Auswahl des Übernachtungsplatzes Ärger ersparen. Ob das nun Jugendliche sind, oder Lkws mit laufendem Motor: nicht alles kann man vorher einschätzen, manches jedoch schon.

Meine Erfahrungen in den von mir bereisten Ländern:
oft frei gestanden in Deutschland, Schweden, Norwegen, Finnland
gelegentlich frei gestanden in Dänemark, Frankreich, Spanien, Österreich
nie frei gestanden in Polen,Tschechien, Kroatien, Slowenien, Italien, Schweiz, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Portugal

Die Gründe, weswegen ich in einigen Ländern noch nie frei gestanden habe, sind sehr unterschiedlich. Teilweise aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, teilweise aber auch, weil es mir nicht so geheuer erschien. Andere Gründe sind auch die fehlende Möglichkeit sich mit Wasser usw. zu versorgen. Insbesondere in CZ, PL, HR und SLO kommen die sprachlichen Hürden hinzu, die mich etwas unsicher werden lassen, ohne dass es tatsächlich unsicher ist.

Casi82 am 26 Apr 2018 08:08:12

Wir hatten bisher nur 2 mal Pech beim freistehen. Seit dem haben wir unsere "Regeln" dafür etwas erweitert.
-keine Rastplätze in Straßennähe
-keine großen Parkplätze speziell hier keine geteerten
-ruhig ein paar Kilometer weg von der Autobahn und Großstädte für das freistehen meiden
-lieber mal freundlich beim nächsten Bauernhof fragen wenn es nicht gerade mitten in der Nacht ist
-immer dem Bauchgefühl vertrauen

Wanderparkplätze und die von Friedhöfen sind uns hierbei am liebsten. Die Sache mit den geteerten Plätzen hängt damit zusammen das Halbstarke der Meinung waren Sie müssen um unser Mobil herum und davor das driften üben!!! 2 mal! Davon einmal in Schweden und einmal in Luxemburg. Bei den Schweden scheint das die Alternative zum 1/4 Meile Rennen zu sein weil überhöhte Geschwindigkeit zu teuer ist. :) Ansonsten gibt es auch sehr freundliche Apps für das freistehen, die einen oft an wunderschöne Orte führen.

FastFood44 am 26 Apr 2018 08:13:57

spechtinator hat geschrieben:Aber aufpassen, daß man nicht (weil abends dunkel) die Einfahrt zum Acker oder Heulager blockiert.


Wir sind schon mal am anderen Morgen noch im Schlafanzug ein kleines Stück weiter gefahren, als wir merkten dass wir an Fronleichnam auf einem Parkplatz standen der 20 Meter von einem Blumenteppich samt Altar entfernt war.
Dieser wurde schon von den ersten Gottesdienstbesuchern vorbesucht und die guckten nicht schlecht dass daneben jemand mit Womo stand.
Wir guckten aber ähnlich dumm.

Gerne haben wir auch schon bei IKEA auf dem Parkplatz übernachtet um am anderen Morgen dort schön zu frühstücken.
Einmal parkten wir versteckt direkt hinter einem kleinen Zelt. Damit man uns von der Straße nicht sieht.
Wir dachten dass da einfach was gelagert wird. Denn die Ecke war etwas abseits.
Nein, am anderen Morgen fand dort lange vor Geschäftsöffnung eine gut besuchte Auktion für Reststücke statt. Wir standen wirklich direkt an der Zeltwand.

Eines Morgens wachten wir am Rand des Dorfplatzes auf und hatten direkt den Wochenmarkt vor uns.
Wir hatten so gut geschlafen, dass wir den Aufbau gar nicht mitbekommen hatten.
Offensichtlich hatten wir mit der Platzwahl noch Glück gehabt.
Der erste Stand war noch gut 30 Meter entfernt und die Einfahrt zur Flucht war erreichbar.

Einmal standen wir in Schweden im Wald in der nähe einer Baugrube.
Man sah, dass dort ein Haus hinkommen soll. Weit und breit jedoch keine Spuren die zeigten dass da gerade gearbeitet wird.
Kurz bevor wir uns Bett wollte klopfte es und der Besucher war der Grundstücksbesitzer der darauf aufmerksam machte dass morgens um 7 Uhr das Fertighaus auf dem Tieflader angeliefert wird.

In Bayern standen wir mal in den Ferien auf dem Parkplatz einer Grundschule.
Unsere Kleine war schon im Bett und schlief. Wir saßen noch draußen. Kommt ein Polizeiauto an. Da dachten wir schon "Jetzt werden wir verjagt, denn vor dem Ort gibt es ja einen Campingplatz. Mist."
Nix da! Sie wollten sich schon im Vorfeld für eventuelle Ruhestörungen durch Streifenfahrten bei Nacht entschuldigen. Im Museum in der Nähe sei gerade eine Sonderausstellung mit ausländischen, wertvollen Kunstgegenständen und sie müssten dann regelmäßig an uns vorbeifahren. Sie hofften uns nicht zu stören und wünschten und eine gute Nacht :ja:

Ansonsten war die Platzwahl immer problemlos.
Wir übernachten zu 90% frei, egal in welchem Land!!!
Ich denke man muss geschickt wählen.
Wenn wir mal in der Nähe eines Wohnhauses stehen und die Bewohner sind gerade auch zu sehen, dann gehe ich auch mal hin und "stelle uns quasi vor"
Wir sind eine Familie im Urlaub hier. Hätten dies und jenes schon besucht und wollten fragen ob es ein Problem ist hier so in Sichtnähe zu stehen. Denn wir möchten morgen nach XY.
Die Leute freuen sich immer wenn man ihre Heimat so schön findet dass man dort urlaubt. Man bekommt dann oft zig Tipps was sehenswert ist, wo man sonst noch frei stehen kann und wo man gut essen kann.

Bodimobil am 26 Apr 2018 10:31:33

FastFood44 hat geschrieben:Wenn wir mal in der Nähe eines Wohnhauses stehen und die Bewohner sind gerade auch zu sehen, dann gehe ich auch mal hin und "stelle uns quasi vor"

So ähnlich ergeht es uns auch oft.
Da unser Wohnmobil durch die Hundeaufkleber sehr auffällig ist, und wenn wir dann noch mit 2 oder 3 Hunden aussteigen kommen wir oft sehr schnell über die Hunde ins Gespräch. Wenn wir dann sagen, dass wir hier übernachten und am nächsten Tag weiter fahren wollen sind die Leute immer sehr freundlich. Ich glaube gerade der Hinweis - dass wir am nächsten Tag weiter fahren wollen beruhigt doch sehr.
Was wäre wohl wenn wir sagen würden - wir finden den Platz so toll, wir werden hier wohl die ganze Woche stehen bleiben und vor dem Wohnmobil jeden Abend grillen ...
Klar ist, Freistehplätze in der Nähe von Wohnbebauung sind nur etwas für eine Nacht.

Gruß Andreas

Saentis am 26 Apr 2018 10:47:56

Ich stehe nach Möglichkeit immer frei und gehe so vor: mit Go....Earth halte ich Ausschau nach Wald-Lichtungen, Friedhöfen, Häfen und Fussball-Plätzen. Dann fahre ich hin und versichere mich, dass keine Verbote/Einschränkungen bestehen. Ich frage schon mal bei Landwirten nach, ob ich mich für eine Nacht auf den erspähten Platz stellen dürfe. Relativ sicher nächtige ich auch in Orts-Zentren in der Nähe von Polizei-Stationen oder auch bei Kirchen. Dort aber nur, wenn die Kirchenglocken nachts schweigen. Bei Friedhöfen gibt es immer Wasser (und frische Blumen für meine Frau :lach: ....Ironie aus!).
Wenn ich frei stehend nächtige versteht sich von selbst, dass ich weder grille, noch irgend welche Möbel aufstelle. Auch die Markise wird nicht ausgefahren. Stehe ich jedoch einige Tage an einem freien Platz fröhne ich dem Camper-Leben.
Freistehen heisst für mich Rücksichtnahme auf privates Eigentum (Grundstück), Respekt vor der Natur, keine Müll-Entsorgung. In meinen 21 Jahren Womo fahren hatte ich nur ein einziges Mal ein "Erlebnis": im Tessin um 3 Uhr in der Nacht wollte mich die Polizei von einem Parkplatz (habe bezahlt) zu einem geschlossenen Camping-Platz scheuchen.. :lol:

Werner

cbra am 26 Apr 2018 11:01:44

wir stehen viel frei, v.a. in ITA

keine markise, keine stühle, kein müll etc - steht eh alles oben

wenn schon wer da steht ggf kurze diskrete kontaktaufnahme obs eh passt - braucht meist nichtmal worte

wir respektieren auch klare hinweise wie "locals only" oder "tourists go home"

und wenn wir "meter machen" stehen wir auch auf autobahnraststätten

öfters auch bei restaurants - vorher fragen, dann flasche wein bestellen und früh wegfahren - hat bis jetzt fast jeder wirt erlaubt

hatten bislang noch nie probleme, manchmal erlebnisse zum schmunzeln

Flatus am 26 Apr 2018 12:20:36

Saentis hat geschrieben:... ein einziges Mal ein "Erlebnis": im Tessin um 3 Uhr in der Nacht wollte mich die Polizei von einem Parkplatz (habe bezahlt) zu einem geschlossenen Camping-Platz scheuchen. ..
Ja, im Tessin sind sie da manchmal etwas "speziell".
Aber in der Regel ganz nett und harmlos.

Gruss Flatus
.

lilakatze am 26 Apr 2018 12:49:27

Ich bin auch eher ängstlich, aber dennoch standen wir in unseren vergangenen Frankreichurlauben zu 50% frei. Einmal hatten wir einen ganz tollen, einsamen Platz im "Tal der Nymphen" unterhalb von La Garde-Adhémar gefunden, auf dem erst noch einige Autos standen. Nach einer zweistündigen Tour kamen wir zurück und standen dort alleine, aber irgendwie hatte ich ein gruseliges Gefühl. Da sind wir lieber weiter hoch ins Dorf gefahren. Also ich würde auch sagen, immer aufs Bauchgefühl hören. Und ganz sicher ist man eh nie, an den Gedanken sollte man sich gewöhnen :)

bernie8 am 26 Apr 2018 13:00:03

Hallo,

Eines Morgens wachten wir am Rand des Dorfplatzes auf und hatten direkt den Wochenmarkt vor uns.
Wir hatten so gut geschlafen, dass wir den Aufbau gar nicht mitbekommen hatten.


Das ist uns in jungen Jahren auch passiert. Wir sind zu viert spontan mit dem PKW nach Paris gefahren.
Es war aber leider unmöglich eine bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen.
nach einiger Kurbelei haben wir uns auf einen großen Parkplatz (dachten wir) gestellt und im Auto (Renault R5) übernachtet.
Als der erste von uns durch Geräusche wach wurde stellten wir fest, das wir mitten im Wochenmarkt standen!

Als wir das erste mal mit dem WoMo in Frankreich waren wurde es auch nach langer Fahrt sehr spät und bereits dunkel.
Wir kamen irgendwann an einen Platz wo schon viele Wohnwagen / Wohnmobile standen.
Passt ja, dachten wir und blieben dort. Am nächsten Morgen stellten wir fest, das wir uns unter das fahrende Volk gemischt hatten.
Die Menschen um uns herum waren echt amüsiert, aber sehr freundlich. Diese Ansammlungen vor den französischen Städten waren uns
damals noch nicht bekannt.

Bodimobil am 26 Apr 2018 13:41:27

Ich habe auch schon mehrmals an kleinen Seen gestanden, an denen Nachts geangelt wurde. Da steht man super in der freien Natur, hat dann aber um 5 Uhr morgens Türengeklapper und wegfahrende Autos - danach ist wieder Ruhe.

Meine schönsten Stellplätze sind bisher kaum auf irgendwelchen Stellplatzseiten verzeichnet. Ich würde die auch nicht dort eintragen weil ich dann befürchten müsste, dass die beim nächsten mal voll sind oder dort dann Verbotsschilder/2m Balken etc. aufgestellt werden. Sobald da mehr als 2 Womos stehen fahre ich meist weiter.
Also finden müsst ihr solche Plätze schon selber.
Um neue Stellplätze zu finden nutze ich auch gerne Google Maps in der Satelliten Ansicht. Das spart viel unnützes durch die Gegend fahren.
Wenn ich z.B. in einem Ort übernachten möchte, dann suche ich mir per Google Maps 2-3 Möglichkeiten heraus. Die sind dann vor Ort schnell abgefahren. Ausserdem kann ich dort meist erkennen ob man in der Nähe mit den Hunden Gassi gehen kann. Ein Stellplatz ohne Feld/Wiese/Wald in der Nähe nützt uns nicht viel.

Das ist z.B meine private Stellplatzkarte mit möglichen Übernachtungsplätzen.

Geschätzt 1/3 davon habe ich mal für eine Tour in GoogleMaps herausgesucht ohne jemals dort gewesen zu sein. Die meisten habe ich aber genutzt - davon sind ca. 10-20 % offizielle Stellplätze oder allgemein bekannte Freistehplätze (meist spanische Küste). Der größte Teil sind kleine Parkplätze die zum einmaligen Übernachten insbesondere bei der Durchreise geeignet sind.

Das sieht dann z.B. so aus:

marginata2012 am 26 Apr 2018 14:39:08

Denkt bitte auch daran den Weg zu den Mülltonnen frei zu lassen.
Wir hatten es einmal in Estland, da wollte ein großes Müllfahrzeug
um 4:00 Uhr morgens unbedingt den Müll abholen.
Etwa 10km im Wald an einem See
auf einem Wanderparkplatz. Die Mülltonnen hatten wir gar nicht
gesehen. Außerdem war der Weg zu dem Parkplatz eine Sandpiste.

bonjourelfie am 26 Apr 2018 14:50:29

Vor vielen Jahren suchten wir auch abends schon im Dunkeln einen Übernachtungsplatz, google-Suche gab es damals noch nicht. Wie so häufig stellten wir uns neben eine Kirche, dort haben wir uns immer sicher gefühlt. Als ich am nächsten Morgen das Rollo öffnete, staunte ich nicht schlecht. Eine riesige Wand zog fast direkt neben unserem Womo vorbei, versperrte die Sicht. Wir standen direkt an einem Kanal, der auch von größeren Schiffen befahren werden kann. Hatten wir am Abend überhaupt nicht bemerkt. Das war übrigens in Trollhättan/Schweden. Heute kann man dort wohl nicht mehr stehen.
Wir suchen wir nicht mehr so gerne und fahren meistens einen Stellplatz oder CP an. Häufig finden wir am nächsten Tag per Fahrrad einen super Freistehplatz. Ach ja, und die tollsten Plätze findet man immer morgens, wenn man weiter fahren muss, besonders wenn man am Abend vorher lange gesucht hat und frustriert irgendeinen Platz genommen hat :-? :wink:

LGElfie, die ab morgen wieder Stellplätze sucht

Gast am 26 Apr 2018 17:13:21

So sieht ein optimaler Freistehplatz aus:



Grüße, Alf

geralds am 26 Apr 2018 19:33:39

Hallo,

manchmal bekommt man beim frei stehen auch was geboten.

Vor Jahren waren wir mit unserer Tochter in Italien unterwegs und stellten uns spät abends auf den Platz vor der Kirche.
Hinten am Womo war der Rollerträger dran, aber ohne Roller. Mitten in der Nacht fing das Womo an heftig zu schaukeln.
Unsere Tochter, die hinten schlief, machte ihr Licht an und schaute nach. Auf dem Träger vergnügte sich junges Paar. Auch das angehende Licht und das Gesicht unserer Tochter hinter dem Fenster störte sie nicht. Da die beiden Wannen auf dem Träger recht kantig waren, hatte die junge Frau sicher etwas länger was von dem Vergnügen. :mrgreen:

Gruß Gerald

thomas56 am 26 Apr 2018 21:45:46

1986 fanden wir am Abend einen schönen Platz am Hafen in einem kleinem Fischerdorf in Spanien. Wir standen mit unseren Freunden dort ganz alleine und hatten sogar noch Tische und Stühle am Abend draussen.
Am Morgen wurden wir von lauten Stimmen, Motorgeräuschen und Getummel geweckt.

Überall wo an unseren Womos etwas überstand, Stossstangen, Spiegel, Türgriffe usw., waren Wäscheleinen angebunden wo Handtücher und Sonstiges drüber hing.
Wir waren wohl von 20 Autos komplett zugeparkt und überall standen Stühle und Tische, die die spanischen Familien, die sich da wohl immer am Sonntag getroffen haben, mitgebracht haben. Die Eltern waren den ganzen Tag am Essen zu bereiten und essen, die Kinder spielten im Wasser.

Geplant war dir Weiterfahrt gegen 10°°Uhr, die letzte Wäscheleine von unseren Womos wurde erst gegen 19°°Uhr abgeknotet. :lach:

mv4 am 27 Apr 2018 06:39:58

geralds hat geschrieben:Hallo,


Hinten am Womo war der Rollerträger dran, aber ohne Roller. Mitten in der Nacht fing das Womo an heftig zu schaukeln.
Auf dem Träger vergnügte sich junges Paar. Auch das angehende Licht und das Gesicht unserer Tochter hinter dem Fenster störte sie nicht.

Gruß Gerald


ach dein Mobil war das :lach: ....mit Marquart Dämpfern hättet ihr das gar nicht gemerkt. :wink:

um zum Thema zurück zu kommen, Die Gefahr beim Freien Übernachten früh neben einen Kuschelparker auf-zu-wachen wo der deren Hund sich schon früh morgens die Stimmbänder aus dem Hals bellt ist um ein vielfaches geringer.

nulpe am 27 Apr 2018 10:17:06

Entgegen dem (Volks?-) Lied sind im Wald keine Räuber. Und auch in der weiten "Pampa" nicht.
Das Rentenalter bringt es mit sich, dass man von A nach B viele Umwege machen kann und auch nicht (außer im Winter) bei Dunkelheit ankommen muss.
Außerdem: Wir haben schon ein Gespür für schöne und einsame Plätzchen entwickelt. Wenn eine Gegend danach aussieht, machen wir auch mitten am Tag einen "Schlenker", fotografieren die Stelle, notieren seine Position, evtl. überprüfen wir das noch später mit Google-Earth.
So hat man bald eine Liste von schönen Plätzen, die die bekannten Übernachtungsplätze erweitert. Oft sind es Wanderparkplätze oder Ausflugsziele mit Grillplätzen.
Der Spanier z.B. campt vergleichsweise wenig, grillt aber leidenschaftlich: An Wochenenden und Feiertagen muss man dann mit "Besuch" rechnen - Wie schon oben beschrieben.
Manchmal suchen wir auch einsam gelegene Kapellen auf. Die sind oft an landschaftlich schönen Stellen, manche haben auch eine Quelle. Da schläft man ja schließlich unter himmlischen Schutz.
Da wir an diesen Übernachtungsplätzen nie "Camping" machen, haben wir auch noch nie Ärger bekommen.

Ach so: Wir sind natürlich nicht repräsentativ, da wir mit unserem 4-WD-Bulli überall hinkommen - und das auch weidlich ausnutzen.

nuvamic am 27 Apr 2018 10:26:45

thomas56 hat geschrieben:1986 fanden wir am Abend einen schönen Platz am Hafen in einem kleinem Fischerdorf in Spanien......die letzte Wäscheleine von unseren Womos wurde erst gegen 19°°Uhr abgeknotet. :lach:

Das klingt nach einem fröhlichen Fest-Sonntag für euch :mrgreen:

binsofrei am 29 Apr 2018 13:42:48

Habe mir alle Post in diesem Thread durchgelesen und bin erstaunlich oft auf ablehnende Meinungen zu Autobahnraststätten gestoßen.
Vielleicht könntet ihr mal die Gründe für diese Abneigung erläutern.
Ist es so aus Komfortgründen (Lärm und Abgase) oder mehr der Sicherheit wegen.

Bodimobil am 29 Apr 2018 15:29:22

Eindeutig der Sicherheit wegen!
Überfälle auf Übernachtende sind äußerst selten. Aber wenn doch, dann hört man eigentlich nur Berichte von Raststätten.
Die Regel "übernachte nie auf Raststätten" kenne ich bereits seit Anfang der 80er.

Gruß Andreas

Labrador am 29 Apr 2018 16:02:55

In dem Umfeld der Autobahnraststätten ist es immer laut, da läßt es sich für einen Einbrecher gut arbeiten. Zudem kann er seinen "Arbeitsplatz" auch schnell wieder verlassen. Auch sind diese "Übernachtungsgäste" meist hundemüde und schlafen tief und fest. Suchen brauchen die auch nicht lange, auf Autobahnraststätten finden die immer etwas passendes :wink:

wolfherm am 29 Apr 2018 16:06:34

Und es steht da viel Material herum. Er muss nicht erst ewig die Waldparkplätze abfahren und ein Womo suchen.

Beduin am 29 Apr 2018 16:13:19

Und die User die hier mit lesen sind alle nur die "guten" die sich immer an die Regeln halten usw
was glaubt ihr den wie das weiter geht wenn plötzlich "alle" wieder frei stehen.
Ich seh die Teppichstangen schon und die großen Felsbrocken :roll:

Labrador am 29 Apr 2018 17:42:28

Beduin hat geschrieben:Und die User die hier mit lesen sind alle nur die "guten" die sich immer an die Regeln halten ......



Ja da hat Ina Recht. Rücksichtnahme ist wichtig, sonst zahlen wir alle wieder die Zeche :(

Micha1958 am 29 Apr 2018 18:07:22

Zum Bsp. hier von heute.
Rudelfreistehen auf normalem Parkplatz in Meisen.
Mit Markise, Stühlen, einer sogar mit Grill.

Und dann wundern wenn es mal verboten wird.



Gruß Micha

biauwe am 29 Apr 2018 18:29:54

Micha1958 hat geschrieben:Zum Bsp. hier von heute.
Rudelfreistehen auf normalem Parkplatz in Meisen.
Mit Markise, Stühlen, einer sogar mit Grill.

Und dann wundern wenn es mal verboten wird.



Gruß Micha

Volle Zustimmte.

marny am 29 Apr 2018 19:15:00

Da fehlen nur noch Wäscheleinen, ein Akkordeon, Lagerfeuer und bunt gekleidete Tänzer...

(Ich kanns echt nicht fassen. Mal ganz im ernst - ist so ein Verhalten z.B. an der Mosel auch möglich? :oops: - oder wird nur hier die Toleranz überstrapaziert?)

babenhausen am 29 Apr 2018 19:26:45

Gefahren gibt es überall
so wie hier
--> Link
Man kann nur hoffen auf baldige Genesung und alles Gute wünschen
Davor kann man sich eben schlecht schützen.
Zweibeinige Raubtiere hat es genug und deren Überfälle sind sicher häufiger. Aber wenn man absolut sicher sein will muss man sich einmauern.
Ein gewisses Restrisiko lässt sich nicht vermeiden

Gast am 29 Apr 2018 19:35:21

Rudelfreistehen muss nicht sein... Es gibt so schöne Plätze.




Morgenstunde Heute

Grüße, Alf

babenhausen am 29 Apr 2018 19:41:49

Das Rudel gibt aber wenigstens gefühlte Sicherheit.
Und so verboten kann es ja auch nicht sein den da war ja schon einer vorher da :roll:

Lancelot am 29 Apr 2018 19:45:13

babenhausen hat geschrieben: Und so verboten kann es ja auch nicht sein den da war ja schon einer vorher da :roll:

Wenn alles erlaubt wäre, was vorher schon "einer getan" hat ... :roll:

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