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Private Geschwindigkeitskontrollen in Frankreich


Espumas am 12 Mai 2018 13:02:16

Aus dem Spiegel online vom 12.5.18

Blitzer, Kelle, Verkehrskontrolle: Die Geschwindigkeit entlang von National- oder Departementsstraßen in Frankreich soll künftig von privaten Sicherheitsfirmen überwacht werden statt von Polizei oder Gendarmerie. Die mobilen High-Tech-Anlagen, die zum Einsatz kommen, erlauben es während der Fahrt, die Geschwindigkeit heranfahrender und sich entfernender Autos exakt und automatisch zu messen. Das erklärte Ziel der Auftragsvergabe: Bessere Auslastung der mobilen Radarfallen und damit höhere Einnahmen für die Staatskasse. Derzeit belaufen sich die Jahreseinnahmen der automatischen Blitzer auf 920 Millionen Euro...

Allen eine gute Fahrt!
Grüße Espumas


eko124 am 12 Mai 2018 19:15:38

Na dann prost und Mahlzeit..
Das kann ja mal was werden. :?

Gruß aus Westfalen
eKo

Gast am 16 Mai 2018 10:35:23

Wir sind im letzten Sommer in Frankreich insgesamt 14x (!) geblitzt worden. Im Endeffekt sind dann "nur" 2 Knöllchen gekommen, einmal wegen 56 statt 50 km/h innerorts und dann 75 statt 70 km/h außerorts. Insgesamt rund 140 Euro für Geschwindigkeitsüberschreitungen, die noch in den Bereich der "Tachoschwankungen" fallen würden, puh...!

Die anderen 12x waren wohl automatische Erkennungen als LKW, wo sich dann erst hinterher ergeben hat, dass wir ein WoMo sind. Auch wenn es nicht zu Vorwürfen gekommen ist, die Häufigkeit des geblitzt werden hat uns den Frankreichurlaub im letzten Sommer ziemlich verhagelt.

Irgendwie kann man´s auch übertreiben. All die Jahre sind wir nie geblitzt worden. Seit letzten Sommer sprunghaft angestiegen. Alle Blitzer waren auf N-Routes. Wenn Frankreich damit mal nicht seine Autofahrer erzieht, sich illegale Blitzerwarner zuzulegen. Oder wie hypnotisiert mit den Augen am Tacho zu kleben, und deswegen das spielende Kind am Strassenrand zu übersehen...

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rkopka am 16 Mai 2018 11:30:55

Gode hat geschrieben:Im Endeffekt sind dann "nur" 2 Knöllchen gekommen, einmal wegen 56 statt 50 km/h innerorts und dann 75 statt 70 km/h außerorts. Insgesamt rund 140 Euro für Geschwindigkeitsüberschreitungen, die noch in den Bereich der "Tachoschwankungen" fallen würden, puh...!

Die Meßgenauigkeit wird dort sicher auch vorher abgezogen. Und die Tachoabweichung ist ja vorgeschrieben. D.h. bei 56km/h hattest du sicher mehr als 65km/h am Tacho.

Oder wie hypnotisiert mit den Augen am Tacho zu kleben, und deswegen das spielende Kind am Strassenrand zu übersehen...

Die heute fast überall verwendeten Navis (außer meinem !!!) warnen ja dann mit einem Ton. Geht z.B. in Norwegen auch, wo jeder genau auf das Tempo schaut.

Das mit dem Ablenken vom wirklich wichtigen habe ich aber auch schon gesehen. Wiederum Norwegen. Da waren soviel Schwellen bei Fußgängerübergängen, daß ich mich so sehr auf das Womo, die Schwelle und die passende Geschwindigkeit konzentriert habe, daß ich Kinder am Straßenrand vermutlich kaum beachtet hätte.

RK

hampshire am 16 Mai 2018 11:59:43

Gode hat geschrieben:Wenn Frankreich damit mal nicht seine Autofahrer erzieht, sich illegale Blitzerwarner zuzulegen. Oder wie hypnotisiert mit den Augen am Tacho zu kleben, und deswegen das spielende Kind am Strassenrand zu übersehen...


Ich erwische mich selbst oft dabei bloß nicht langsamer als die vorgeschriebene Maximalgeschwindigkeit zu fahren, lache über mich selbst, wenn ich ungeduldig werde, weil mein Vordermann nur 75 statt den erlaubten 80 fährt. Als käme es darauf an immer die Grenze auszuloten. Vielleicht sind wir einfach so gestrickt, glauben wir würden auf etwas verzichten, wenn wir uns nicht am Maximalen orientieren.
So absurd Dein Gedanke ist - so nachvollziehbar ist er gleichermaßen.
Was sind wir bekloppt!

svenhedin1 am 16 Mai 2018 15:42:01

Hi,
ich wundere mich, dass es zum Thema hier -noch- sehr ruhig ist.

Zum einen hat schon die Häufigkeit des Blitzens und der Anlagen aus BISHERIGEN STATIONÄREN Radars in der Tat in den letzten 15/18 Monaten stark zugenommen. Darauf konnte man sich bisher ja noch irgendwie einstellen. Wenn nun auch nicht mehr so wie früher "immer" vor dem stationären Radar ein Radar-Warnhinweisschild kommt. Aber wenn der örtliche Verkehrsfluss sagen wir um die 90 kmh ohne jeden Anlass plötzlich alle nur noch 80 fuhren, wussten aufmerksame Verkehrsteilnehmer auch Bescheid, aha, gleich kommt was und passten sich an und in manchen häufiger befahrenen zentralen Landeszufahrten wusste man auch etwas lokal Bescheid. .

Mit obiger Neuerung jedoch läuft eine Betraf- und Überwachungsaktion ganz neuer Dimension in zudem direkt ungeheuerem Aussmass an (in der rel. kleinen Normandie aus dem genannten Beispiel geplant sage und schreibe über 350 mobile Radarüberwacher-PKW im 7-Tageseinsatz die Woche !) dergestalt, dasss wie geschildert aus FAHRENDEN ENTGEGEN KOMMENDEN oder HINTER einem HERFAHRENDEN NORMALEN ZIVILEN PKW (kleinerer Bautypen) EXAKTE Messungen WÄHREND DER FAHRT erfolgen incl Datenerfassung für die Protokolldaten - Das wird sehr effizient sein, so was ist man nun wirklich total ausgeliefert, weil keine Gegenmaßnahme wie oben mehr möglich. Das wird sehr viele Landeskinder treffen und noch mehr landesunkundigere Gäste, u.a. Womos. Und dann ist aktuell eh neu nur noch 80 auf allen zweispurigen zu stemmen. Dass wird ein heiteres Abkassieren werden auch bei vielen Campern, die hier noch einige Lieder dazu singen werden..
Grüsse

rkopka am 16 Mai 2018 17:09:45

svenhedin1 hat geschrieben:Dass wird ein heiteres Abkassieren werden auch bei vielen Campern, die hier noch einige Lieder dazu singen werden..

Man könnte sich natürlich auch an die Begrenzungen halten...

RK

Gast am 16 Mai 2018 18:20:45

Auf den Punkt, RK :gut: :lol:

Gruß Micha

Canadier am 16 Mai 2018 19:27:46

Oder das Land meiden. Bild :mrgreen:

goldfinger am 16 Mai 2018 20:19:20

In Deutschland ist es ja vergleichsweise günstig. Im Ausland stelle ich mein Navi auf "Akustische Warnung bei Geschwindigkeitsübertretung" und gut iss.

Andreas

Wokdi am 16 Mai 2018 20:49:49

Tempomat? Find ich gut! ;D

Espumas am 21 Mai 2018 06:59:30

Also das ganze hat ja eine ganz neue Diemsion, man merkt u.U. gar nicht, das man aufgezeichnet wurde, weil es keinen Blitz gibt.
Die Daten gehen sofort an die Abrechnungsstelle, alle Autotypen werden zur Überwachung eingesetzt.
Ja ich fahre viel mit Tempomat, aber Hand aufs Herz, ist irgendjemand unter Euch,
der noch nie eine Begrenzung überschritten hat und wenn es nur dazu zustande kam,
weil ein Ast das Schild überdeckte?

Ich bin für Kontrollen, besonders wenn gerast wird.
Flächendeckende Gängelei ab 2 km/h drüber nein.

Grüße Espumas

Wokdi am 21 Mai 2018 08:19:23

Espumas hat geschrieben:Flächendeckende Gängelei ab 2 km/h drüber nein.

Grüße Espumas

2km/h? Gibt es keine gesetzliche Regelung, wie viel Toleranz gewährt werden muß?
Technisch hält kein Tacho dieser Welt eine 2km/h Toleranz ein.

Privatisiert bedeutet profitorientiert. D.h., sobald sich die Leute daran gewöhnt haben und daran halten, werden die Einnahmen zurückgehen. Deutlich. Das Privatunternehmen wird sich also was einfallen lassen, den Profit wieder anzukurbeln. Z.B. extra langsame "Hindernisse" mit "Begleifahrzeugen", die dann den Überholer des "Hindernisses" dokumentieren...
Unrealistisch? Man schaue sich unsere Konzernlenker an....
Ich hoffe auf die revoltierfreudige Attitüde meiner Lieblingsnachbarn... :francais:

Gast am 21 Mai 2018 08:40:15

Was ist so schwer, sich an Tempolimits zu halten?

Bedenklich finde ich jedoch die Entscheidung, private Firmen mit Kontrollen zu beauftragen. Ich denke bei so etwas gleich an die Kontrolleure im ÖPNV, an Fangprämie, an schlechte Einweisung der Mitarbeiter, an Schwerpunktkontrollen wo etwas zu kassieren ist, an ...

Der Hintergrund dürfte in Frankreich wohl sein, dass die Einwohner dazu neigen, die Tempolimits sehr großzügig auszulegen. Frankreich gehört zu den Ländern, in denen ich sehr häufig überholt werde, auch wenn ich schon genau am Tempolimit fahre. Da wundert es einen kaum, dass so oft kontrolliert wird. So entspannt es in dem Land beim Essen und anderen Dingen zugeht, so unentspannt ist im Straßenverkehr. Vite-Vite sozusagen.

babenhausen am 21 Mai 2018 08:50:12

Bedenklich finde ich jedoch die Entscheidung, private Firmen mit Kontrollen zu beauftragen. Ich denke bei so etwas gleich an die Kontrolleure im ÖPNV, an Fangprämie, an schlechte Einweisung der Mitarbeiter, an Schwerpunktkontrollen wo etwas zu kassieren ist, an ...



Glaube nicht dass bei der Komunalen Verkehrsüberwachung nicht so gedacht wird.

Unsere Gemeinde hat sich erst kürzlich im Gemeinderat gedanken gemacht wie die Kosten gesenkt werden (derzeit ca 20 € Unterdeckeung/Kontroll Stunde)

Gast am 21 Mai 2018 09:29:00

babenhausen hat geschrieben:Unsere Gemeinde hat sich erst kürzlich im Gemeinderat gedanken gemacht wie die Kosten gesenkt werden (derzeit ca 20 € Unterdeckeung/Kontroll Stunde)

Sie sollte ihre Einwohner an den Kontrolltagen zu sportlicher Fahrweise animieren, z.B. mit Gewinnspielen: eine/r gewinnt, alle anderen zahlen. :evil:


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