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Norwegen - Juni Juli - 3 Wochen im Dokker


kernig am 12 Mai 2018 17:59:58

Hallo zusammen,
ich hoffe, ich darf hier mit meinem Mini-Womo-Dacia-Dokker in Entstehung überhaupt mitspielen :-). Der Dokker ist nagelneu und ich baue gerade eine Biberbox, dazu haben wir ein Vaude Drive Wing als Heckzelt erworben. Wir haben viel Campingerfahrung, allerdings bisher überwiegend auf Fahrradtouren, da geht es ja sehr minimalistisch zu. Es wird also für uns auf jeden Fall vergleichsweise luxoriös ;-). Waren auch schon zweimal vor Jahren mit einem geliehenen Womo unterwegs, in Nordspanien und Schweden.

Ende Juni fahren wir zu zweit nach Norwegen. Start in Nordbayern, Fähre Rostock-Trelleborg über Schweden Richtung Andenes. Dort möchte ich unbedingt Wale sehen, evtl. ein paar Tage bleiben, Mitternachtssonne genießen.

Dann in Etappen Richtung Süden aufbrechen und unterwegs einiges ansehen. Einiges, das heißt bei uns: Natur, natur, natur, auch mal ein schönes Städtchen. Ich will unbedingt Gletscher angucken, natürlich Fjorde, Wale, Rentiere, Elche, Lemminge... gern auch ne Stabkirche zwischendurch. Tipps für die Route sind absolut willkommen!

Nach 3 Wochen geht die Fähre von Olso nach Hirtshals, von da dann Richtung Heimat, mit Zwischenübernachtung. So der grobe Plan.
Nun stehe ich in vielen Dingen auf dem Schlauch und habe viele Fragen. Ich habe hier schon einiges gelesen und würde mich sehr freuen, wenn ich konkrete Infos bekommen könnte.

Gibt es in Norwegen so Stellplätze, die keine "richtigen" Campingplätze sind? Wie finde ich diese? Welche App oder POI-Sammlung ist denn da am umfangreichsten und hat gute Filterfunktionen? Gibt es eine empfehlenswerte Straßenkarte auf Papier?
Zum Autofahren habe ich ein Garmin Nüvi, zum Wandern ein altes Oregon mit OSM Freizeitkarte und eben das Smartphone für den Rest, mit Osmand+ und Komoot und eine Campingapp, die ich nicht nennen darf, sagt das Forum. Nehme gerne noch Tipps entgegen.

Lohnt es sich evtl., eine norwegische SIM für eins unserer Smartphones zu kaufen zum Surfen?

Die größte Frage ist derzeit noch: Wir wollten gern zwei mehrtägige Wanderungen machen und das fantastische Hüttensystem in Norwegen nutzen. Meine Idee war: eine kürzere Wanderung im Norden (2-3 Tage) und eine längere im Westen/Süden (4-5 Tage). Vor lauter Bäumen sehe ich den Wald aber nicht mehr - wo ist es denn am schönsten? Gern ein wenig abseits der ganz ausgetretenen Pfade. Müssten natürlich Rundwege sein mit der Möglichkeit, das Auto irgendwo so lange stehen zu lassen.

Eine Frage habe ich noch zu den Straßen, vor allem im Norden: ist da viel Schotter dabei? und wenn, dann in welchem Zustand?

Und zu den Campingplätzen: Da brauchen wir wohl so einen Adapter für Strom. Ist der überall gleich? Wie lang sollte ein Verlängerungskabel allermindestens sein (eine Trommel würde ich nur ungern mitnehmen, der Platz ist begrenzt)?

Herzliche Grüße
Elke

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goldfinger am 12 Mai 2018 19:51:41

Willkommen im Forum Elke,

ich hab grad wenig Zeit, daher nur ganz knapp. Die Straßen sind asphaltiert bis zum Nordkapp und in gutem Zustand. Ist in Eurem Zeitplan berücksichtigt, dass die Autobahn (Tempo 90) nur bis Trondheim geht und anschließen nur noch 80 gefahren werden darf?


Andreas

Stephan2703 am 12 Mai 2018 20:39:01

Hallo Elke,
hast du Fotos vom Dokkerausbau? Interessiert mich sehr da wir unser Alkovenwohnmobil verkauft haben und nun einen Dokker zum Minicamper ausbauen wollen. Wir haben einen Dokker Express bestellt der aber leider erst im September ausgeliefert wird. Bis dahin sammele ich Ideen für den Ausbau.

goldfinger am 12 Mai 2018 22:28:01

Ich schon wieder, :)
hatte auf die Schnelle doch glatt überlesen, dass Ihr über Schweden anreist. Das geht natürlich fixer als über die norwegische "Autobahn".
Wo geht Ihr über die Grenze, Mo i Rana?..und wie auf die Lofoten/Vesteralen, Brücke Tjelsundbru, Fähre Bodnis-Lodingen oder Bodø-Moskenes?
Ich würde Bodø-Moskenes und anschließend Fiskebøl-Melbu wählen.

Zu den Walsafaris. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen die dort mitgefahren sind.
1. Bei starkem Seegang fährt das Schiff nicht raus. (Reservetage einplanen)
2. Selbst bei leichtem Seegang wird sehr vielen Gästen schlecht. (Medikamente gegen Seekrankheit müssen i.d.R. ein paar Stunden vor der Übelkeit eingenommen werden, wird gerne übersehen)

Die Steckdosen sind entweder deutsche Schukos oder die blauen CEE, für die Ihr einen Adapter benötigt.

Andreas

maranot575 am 13 Mai 2018 10:02:26

Hallo,
von Andenes aus gehen Walsafaris ab.
Ich selbst hab noch keine mitgemacht - seekrank - aber von Sto auf Vesteralen soll es die interesantesten Safaris geben, so wurde mir erzählt und es gibt gleich daneben einen Stell- bzw. Campingplatz
Gruss Heinz

Gast am 13 Mai 2018 12:51:21

Zum Strom wurde bereits die CEE Kupplung bzw. der Stecker genannt. Aber wie kommt der Strom ins Fahrzeug? Beim Dokker wird es nicht so einfach zu praktizieren sein, der Platz ist beengt, aber eine Außensteckdose wäre dennoch optimal. Die Lösung durch Tür und Fenster ist unpraktisch.

In Schweden kann man Stellplätze auch hier finden: --> Link. Das ist eine Webseite mit freien Campingplätzen und Stellplätzen. CKE ist nicht erforderlich.

kernig am 13 Mai 2018 16:54:45

Hallo nochmal!
Und danke für die vielen hilfreichen Antworten.
Zwischenmeldung von mir: ich bin seefest :-), vielfach erprobt, je doller es schaukelt, desto besser finde ich das normalerweise. Mein Mann hat schon angemeldet, dass er an Land bleibt - wird dann auch billiger und ihm ist das mit den Walen nicht soooo wichtig. :mrgreen:

Routen und Orte muss ich mir mal alles in Ruhe auf der Karte ansehen.

CEE-Stecker: das habe ich nicht verstanden. Da gibt es ja zwei. Einmal den mit der Schuko-Steckdose dran und einmal das umgekehrte Teil. Sehe ich das richtig, dass ich nur das mit der Schuko-Steckdose brauche? Wozu ist das andere Ding dann?

Zum Ausbau: noch könnte ich nur Fotos vom zugeschnittenen Holz machen ;-). Ich habe im Dacianer-Forum einen Thread dazu eröffnet, da gibt es sehr viele Anregungen speciell für Dacias. Außerdem empfehle ich Pinterest, sehr viele Ideen, da führt ja immer eins zum anderen.

Viele Grüße
Elke

Gast am 13 Mai 2018 17:20:54

CEE

Am Fahrzeug braucht man eine Einspeisung nebst FI Sicherung, das gibt es auch als Set, z.B. so etwas hier: --> Link, außerdem natürlich eine Steckdose drinnen. Der Platz in den Hochdachkombis ist sehr begrenzt, keine 4,40 m lang, da ist Kreativität gefragt, wenn man einen Platz für die Einspeisung sucht. Vielleicht ist die Heckklappe ein passender Ort. Ich habe mal einen Engländer getroffen, der hatte im VW T4 einen leeren Rückleuchtenschacht zu einer Steckdose umgebaut. Ich kenne den Dokker nicht, einfach mal auf die Suche nach so einer Stelle machen. Wenn nichts geht, dann eben ein Kabel durch das leicht geöffnete Fenster ziehen, wie es manche machen. Bei Regen muss man sich eine Lösung ausdenken, gegen Mücken sowieso. Ob es erlaubt ist? Keine Ahnung.

Für den Anschluss an der Stromsäule am Stell/Campingplatz wäre es eigentlich am besten mit einem CEE Stecker am Verlängerungskabel. Aber viele Plätze haben keinen CEE Anschluss. Daher braucht man sowie einen CEE-Adapter. Ich habe das so gemacht:

- 25 m Verlängerungskabel für Außenbetrieb mit normalem Schukostecker/kupplung hatte ich noch
- Schuko-Kupplung für den Anschluss am Fahrzeug gegen die CEE Kupplung (die beim oben genannten Set dabei war) ausgetauscht
- Adapter Schukokupplung/CEE-Stecker --> Link für den Anschluss an der Stromsäule gekauft. Nimmt man, falls die Stromsäule CEE hat
- den Kontakt Verlängerungskabel <-> Adapter mit so einer hübschen Box --> Link gegen Feuchtigkeit usw. gesichert

Bitte meine Angaben genau prüfen, habe eben einen Fehler gefunden, vielleicht sind da noch weitere drin. Aber es geht ums Prinzip.

Gast am 13 Mai 2018 17:28:44

Zwecks Belüftung gibt es beim Forum der Hochdachkombifahrer entsprechende Ideen. Einen Hochdachkombi sollte man immer mit einer guten Lüftungsmöglichkeit ausstatten. Da ist die Raumluft noch knapper als in größeren Bussen. Manche bauen ein Heckzelt an die Heckklappe und erweitern so auch den Wohnraum. Das sollte man vorher zu Hause ausprobieren und offene Schlitze mit Gaze verschließen. Hat der Dokker eigentlich Türen oder eine Klappe am Heck?

kernig am 13 Mai 2018 20:12:14

Ja, der Dokker hat Türen am Heck.
Und wir ein Heckzelt, das Drive Wing von Vaude, dazu brauchen wir allerdings Boden für Heringe.

Strom brauchen wir eigentlich nur zum Handy und Akkus laden und für die Kühlbox. Das kann beides ins Zelt. Wenn ohne Zelt, dann halt durch ein Fenster. Wenn zu kalt oder nass fürs offene Fenster, dann brauchen wir auch die Kühlbox nicht kühlen :-). Ganz pragmatisch...

Norwegenfreund am 13 Mai 2018 22:40:52

Zum Thema Camper kann ich dir leider keine Tipps geben, ich schnüffel hier nur etwas rum, weil wir evtl. mal eine Wohnmobilreise machen wollen. Norwegentipps hingegen kann ich dir reichlich geben.

Andenes ist ein schönes Örtchen. Die Walsafaris von dort sind mit Walgarantie. Wenn mal kein Wal zu sehen ist oder das Wetter nicht mitspielt, bekommt man das Geld zurück bzw. wiederholt die Tour am nächsten Tag. Deshalb sind mehrere Tage vor Ort sinnvoll. Im Preis enthalten ist ein Walmuseumsbesuch. Auf dem Schiff gibt es Tee, Kaffee, Kekse und ein Süppchen - ebenso im Preis enthalten. Reisetabletten werden rechtzeitig vor Fahrtbeginn kostenlos verteilt.

Wenn man schon mal da "oben" ist, sollte man sich auch Bleik und Bleikoya ansehen. Bleioya ist ein Vogelfelsen auf dem im Sommer u. a. tausende Papageitaucher brüten.

An die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Norwegen sollte man sich auf jeden Fall halten, 10 km/h zuviel können schnell mal 1000,00 Euro kosten. Durchschnittsgeschwindigkeit in Norwegen ist Tempo 60.



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berny2 am 15 Mai 2018 01:20:09

Hallo Elke,
ich darf Dir u.a. die RV13 ab Bodö Richtung Süden empfehlen. Kurz vor dem Svartisen-Tunnel geht links eine interessanteStrasse hoch ca. 10km in das Gebirge; auf ihr musst Du auch wieder zurück, dann durch den Tunnel mit einigen Gletschern in Sichtweite, dann Fähre über den Polarkreis Richtung Trondheim.
Eine super Strasse ist insbesonders die RV55, -Sognefjellvegen- (Lom-Sognedal) über das Hochgebirge (die wir bis jetzt jedes Mal gefahren sind. :razz: )

Norwegenfreund am 15 Mai 2018 14:36:21

Hallo Berny,
stimmt, der RV13 Vikafjellvegen und der RV 55 Sognefjellvegen sind sehr empfehlenswert.

Bis Bodo verläuft der RV 13 aber nicht. Der Svartisengletscher liegt am FV 17, dem Kystriksveien - die schönste Küstenstraße der Welt. Ich denke, du meinst den FV 17? Mit der Fähre den Polarkreis überqueren geht auch nur vom FV 17 aus, ansonsten auf dem Landweg über die E 6. Beides schön. Der Kystriksveien ist wirklich traumhaft schön, er lohnt auf jeden Fall. Allerdings ist er sehr kostenträchtig, wenn man ihn ganz fährt. Sechs Fähren und eine mautpflichtige Brücke würden dann anfallen. Teilabschnitte zu fahren, sind natürlich auch möglich. Bei Bodo gibt es den größten Mahlstrom der Welt, den Saltstraumen. Auch er ist sehr sehenswert und würde auf dieser Route liegen.

berny2 am 15 Mai 2018 16:17:37

Hi Norwegenfreund,
richtig, ist der 17 gemeint (Zeit, mal wieder hinzufahren, mit Pause in Holand ...) :razz:

kernig am 18 Mai 2018 11:12:00

Danke, danke, danke!

Darf leider noch keine Bedankungen an Euch alle schicken, sonst hätte ich es sicher getan.

(Stecke mitten im Bau meiner Campingausstattung und in Abschlussprüfungen)

Viele Grüße
kernig

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