aqua
luftfederung

Wechselrichter richtig anschliessen 1, 2


michaelm am 28 Mär 2019 16:57:41

Mir fällt gerade noch etwas auf, was bei deiner Aussage zum 2. Fehler nicht ganz passt.
MountainBiker hat geschrieben:der 2. Gerätefehler kann aber zu einer tödlichen Berührspannung führen


Nehmen wir an, das 1. Gerät hat einen Schluss von L zum Gehäuse (also PE).

jetzt gibt es weitere Fehlermöglichkeiten.
a. das 2. Gerät hätte den gleichen Fehler -> an beiden Gehäusen liegt das gleiche Potential an (abgesehen von Spanunngsfall im Kabel), keine tödliche Berührungsspannung.
b. das 2. Gerät hätte einen Schluss von N zum Gehäuse (also auch PE) -> das wäre ein klassischer Kurzschluss (über den PE von G1 zu G2), und der WR sollte dagegen abgesichert sein., und wieder keine tödliche Berührungsspannung.

Wie sollte der 2. Fehler deiner Meinung nach aussehen, dass eine tödliche Berührungsspannung an einem Gehäuse anliegt?

Vorraussetzung wie immer, die Erdungsbrücke N-PE ist nicht gesetzt.

Gruß,
Michael

basste315 am 28 Mär 2019 17:18:15

michaelm hat geschrieben:Kein Thema, dann hier nochmal in deutlich.

1. Geräte direkt am WR, keine Erdung & kein FI erforderlich, Erdungsbrücke nicht erlaubt.
2. Steckdosenleiste (mobil) am WR, Erdung erforderlich, kein FI erforderlich, Erdungsbrücke nicht erlaubt.
3. festmontierte Steckdosenleiste, Erdung, FI und Erdungsbrücke erforderlich.

Gruß,
Michael


Michael danke nochmals, ein Hinweis erscheint mir wichtig:

Da ich nur 1) und 2) nutze (also keine festmontierte Steckdosenleise, keine Einbindung ins 230V-Netz des Womos), werde ich sicherstellen, dass jedenfalls der "Erdungsbolzen mit einer Potentialausgleichsleitung 4 mm2 grün/gelb an der Haupterdungsklemme des Fahrzeugs angeschlossen ist".
Helmut

michaelm am 28 Mär 2019 17:22:02

MountainBiker hat geschrieben:Aber nur wenn Du wie im Bild kein Gerät daran anschließt! Die Steckdosenleiste ist "genullt" und geerdet und damit die Bedingungen des Fehlerszenarios in der Skizze erfüllt!


Ich glaube ich habe gerade deinen Denkfehler entdeckt.
Die Steckdosenleiste ist nicht genullt.
Bei der Nullung wäre ja der N mit dem PE verbunden, und das sind sie gerade nicht. Außer in dem Bild von dir, wo du den FI wegdenkst.

Gruß,
Michael

michaelm am 28 Mär 2019 17:31:32

basste315 hat geschrieben: dass jedenfalls der "Erdungsbolzen mit einer Potentialausgleichsleitung 4 mm2 grün/gelb an der Haupterdungsklemme des Fahrzeugs angeschlossen ist".
Helmut


Wenn der WR in der Nähe der Haupterdungsklemme liegt, super.
Wenn der WR weit entfernt ist, es geht auch direkt an die Karosserie. Dann aber auf das übliche für einen Massepunkt achten. Also die passende Stelle auswählen, kein Lack, ...

Achte bitte auch darauf, dass beim WR die Erdungsbrücke nicht gesetzt ist. (Wenn vorhanden)

Gruß,
Michael

MountainBiker am 28 Mär 2019 17:33:43

Hallo,

das war die Votronic-Skizze!

Die "Nullung" erzeugst Du über den 1. unentdeckten Fehler (L2->PE) selbst!

Du hast eine Kurznachricht die Diskussion im Thread ist für die anderen verwirrend!

spechtinator am 28 Mär 2019 18:50:17

Nochmal damit ichs auch richtig verstanden habe :D

Angenommen WR mit NVS - hinter dem WR kein FI, keine Erdungsbrücke, WR ist geerdet - 3 Steckdosen (egal ob fest oder mobil)

1. Anschluß an Landstrom:
- der Serien FI des Womos schützt auch die 3 Steckdosen hinter dem WR, da alle 3 Leiter nur durchgeleitet werden.

2. kein Landstrom:
-a) bei nur einem angeschlossenen Gerät mit Schutzleiter ist alles sicher
-b) bei mehreren angeschlossenen Geräten wovon nur eins einen Schutzleiter hat ist auch alles sicher
-c) bei mehreren angeschlossenen Geräten ohne Schutzleiter ist alles sicher
-d) bei mehreren angeschlossenen Geräten mit Schutzleiter -> GEFAHR

Habe ich das so richtig verstanden?

Danke Christian

geralds am 28 Mär 2019 19:02:17

:daumen2:

Gruß Gerald

spechtinator am 28 Mär 2019 21:12:06

Prima, Danke.

Da ich zwar mehrere Steckdosen verlegt habe, aber trotzdem maximal eine nutze, kann ich mir also den FI sparen. Lediglich in einer "unterirdischen" Steckdose steckt immer die Mikrowelle. Wenn ich aber diese Steckdose mit einem Nockenschalter ( --> Link Nummer 2) trenne, sollte ich auf der sicheren Seite sein. Bei Bedarf wird dann zugeschaltet.

Das kann ich selbst erledigen. An den Einbau des FI's hätte ich mich nicht getraut und eine Fachfirma gesucht. Wenn ich aber schon sehe was hier für Diskussionen entstehen, glaube ich nicht, daß der Elektriker um die Ecke das hinbekommen hätte. Aber an wen wenden? Zumal ja auch mein elektrischer Nachbar :D meinte, daß ich keinen FI bräuchte. Auf die Gefahr beim Anschluß von mehreren Geräten hat er mich auch nicht hingewiesen. So eine WR-FI-Kombination wird wohl in den seltensten Fällen verbaut, so daß auch entsprechend wenig Erfahrung bei den Firmen besteht.

Bye Christian

MountainBiker am 28 Mär 2019 23:26:09

Hallo,

ich weiß nicht was daran Raketenwissenschaft ist, hier sogar mit Netzumschaltung mittels Gruppenschalter:
Bild
Bild
das kann auch der Elektriker um die Ecke. Das hat er irgendwann gelernt, sonst hätte er nicht die Gesellenprüfung bestanden.

spechtinator am 29 Mär 2019 00:25:26

MountainBiker hat geschrieben:Das hat er irgendwann gelernt, sonst hätte er nicht die Gesellenprüfung bestanden.


Mag sein, aber ich habe damals beruflich auch so einiges gelernt. Heute weiß ich auch nur noch das was ich täglich brauche :eek: Ich habe in der Schule gern Mathe gemacht. Wenn mich unsere Tochter (10. Klasse) heute was fragt sehe ich alt aus. Und selbst Nachlesen hilft nicht viel.

Ausserdem habe ich schon mehrere negative Erfahrungen mit diversen "Fachfirmen" gemacht. Wenn ich sehe was die auf Arbeit für Leistungen abliefern wird einem Schlecht. Von daher bin ich eher der Selbermacher, außer wenn es gar nicht mehr geht. Da weiß ich was ich gemacht habe, muß aber auch für meine Fehler gerade stehen. Ist mir aber lieber als meine Energie mit Streit und Schuldzuweisungen zu verbringen.

Bye Christian

andwein am 02 Apr 2019 18:10:53

geralds hat geschrieben:Hallo Andreas, die neue Vorschrift kenne ich nicht. Nach meinem Kenntnisstand ist ein Fi nach dem CEE Eingang im Womo Vorschrift. Wenn sich da was geändert hat, könntest Du die neue Vorschrift benennen? Gruß Gerald

Jetzt wird es schwierig. Ich beziehe mich bei meinen Aussagen auf die die DIN VDE 0100754:2006-02. Diese war allerdings nur bis 2010 gültig und wurde ersetzt durch die DIN VDE 0100-721: 2010-2. Für Personenschutzeinrichtungen wie FI/RCD gilt die DIN VDE 0100-410:2007-06.
Beide setzen Voraus dass auf dem CP die VDE für die Stromversorgung von bewohnbaren Freizeitfahrzeugen, Caravans und ZeltenDIN VDE 0100-754 als Ersatz für DIN VDE 0100-708 (VDE 0100-708):1993-10 eingehalten wird.
In der VDE 0100-721:2010-2 steht nichts von FI sondern nur von LS
In der VDE 0100-410:2017-06 ist zwar die FI Vorgabe beschrieben, aber nicht für Caravans, Wohnmobile etc.
Alle anderen VDE oder sonstige Vorschriften für Notstromaggregate, Baustellenbetrieb etc. haben z.T. andere Notwendigkeiten und schreiben FI vor
Mehr kann ich euch nicht dazu sagen, die Meinungen sind unterschiedlich, teil beruhen sie auf gelernten, aber bereits überholten Vorschriften, teils auf unterschiedlichen Interpretationen bestehender aktueller VDE- Vorschriften. Ich habe vor Tagen zwei Mail zu diesem Thema erhalten, die Auswertung für Wohnmobile ist schwierig.
Gruß Andreas

geralds am 02 Apr 2019 22:30:49

andwein hat geschrieben:Jetzt wird es schwierig. Ich beziehe mich bei meinen Aussagen auf die die DIN VDE 0100754:2006-02. Diese war allerdings nur bis 2010 gültig und wurde ersetzt durch die DIN VDE 0100-721: 2010-2.


DIN VDE 0100-708

Zitat:
Schutz gegen Überstrom und elektrischen SchlagKurzübersichtxFür jedes Freizeitfahrzeug, also für jeden Stellplatz und für die Versorgung von fest angeschlossenen Mobilheimen oder Parkwohnheimen, mindestens eine Steckdose mit eigener Überstromschutzeinrichtung und eigener vorgeschalteter Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdif-ferenzstrom d 30 mA.x Für Einphasenwechselstromanschlüsse ein kombinierter FI/LS-Schalter (RCBO) möglich, der mehrere Funktionen übernimmt: Fehlerstromüberwachung, Überstromschutzeinrichtung, Trenneinrichtung
Zitatende

Für Freizeitfahrzeuge gilt VDE 0100-721

andwein hat geschrieben:Für Personenschutzeinrichtungen wie FI/RCD gilt die DIN VDE 0100-410:2007-06.
Beide setzen Voraus dass auf dem CP die VDE für die Stromversorgung von bewohnbaren Freizeitfahrzeugen, Caravans und Zelten DIN VDE 0100-754 als Ersatz für DIN VDE 0100-708 (VDE 0100-708):1993-10 eingehalten wird.


Zumindest der letzte Satz ist falsch. DIN VDE 0100-708 ist nach wie vor in Kraft: --> Link
Die DIN VDE 0100-754 ist zurückgezogen.
--> Link
Es ist also genau andersherum!


andwein hat geschrieben:In der VDE 0100-721:2010-2 steht nichts von FI sondern nur von LS


Bist Du da sicher?
Ich habe die Norm zwar nicht vorliegen, aber in allen Kommentaren zur Norm wird auf die Notwendigkeit von RCD / Fi hingewiesen.

--> Link
--> Link

Ich gehe daher davon aus, dass ein RCD (Fi) am Eingang des Womo´s zumindest nützlich wenn nicht vorgeschrieben ist.
Wenn man so manche Elektroausrüstungen auf Campingplätzen, insbesondere im Ausland, sich anschaut, würde ich zumindest nicht auf einen Fi verzichten wollen.

Gruß Gerald

andwein am 03 Apr 2019 16:00:52

geralds hat geschrieben:...Zumindest der letzte Satz ist falsch. DIN VDE 0100-708 ist nach wie vor in Kraft. Die DIN VDE 0100-754 ist zurückgezogen. Es ist also genau andersherum!
In der VDE 0100-721:2010-2 steht nichts von FI sondern nur von LS
Bist Du da sicher? Gruß Gerald

Zuerst einmal Dank für die Korrektur.
Die VDE für Camping/Stellplätze sind aktuell:
Die E DIN VDE 0100-708 VDE 0100-708:2016-11, Status Gültig, und die
Die DIN VDE 0100-721:2010-02, Status Gültig

Für Caravans/Freizeitfahrzeuge sind aktuell:
Die DIN VDE 0100-721: 2016-11, Status Gültig

und zu deiner Frage: Nein, ich bin nicht sicher, und zwar aus folgeneden widersprüchlichen Aussagen/Kommentaren/Sätzen:
Für den FI/RCD gibt es bei Auslegung der VDE-Richtlinien/Vorschriften allerdings widersprüchliche Aussagen wie z.B.
1. FI Schalter sind bei neuen Freizeitfahrzeugen vorgeschrieben - für ältere Fahrzeuge gilt Bestandsschutz.
2. Vorgeschrieben ist ein FI-Schutzschalter im externen Versorgungsnetz, deshalb wäre nicht unbedingt ein FI innerhalb des Campingfahrzeuges nötig.
3. zusätzlich wird gefordert, das jeder Stromkreis durch einen RCD (FI) mit einem Bemessungsdifferenzstrom von 30mA abgesichert wird.
3. Da (Motor)Caravans auch von Laien mit dem Stromnetz verbunden werden dürfen und die Schutzmaßnahmen der vorgeschalteten Anlage dem Laien von Art, Zustand und Funktion her unbekannt sind, muß die Anlage des (Motor)Caravans den "Schutz durch Abschaltung im Fehlerfall" unabhängig von den Schutzmaßnahmen des vorgeschalteten Netzes/Anlagenteils gewährleisten.
Und deshalb bin ich auch voll deiner Meinung:
Ich gehe daher davon aus, dass ein RCD (Fi) am Eingang des Womo´s zumindest nützlich wenn nicht vorgeschrieben ist.
Wenn man so manche Elektroausrüstungen auf Campingplätzen, insbesondere im Ausland, sich anschaut, würde ich zumindest nicht auf einen Fi verzichten wollen

Gruß Andreas

basste315 am 03 Apr 2019 17:56:01

andwein hat geschrieben:
Und deshalb bin ich auch voll deiner Meinung:
Ich gehe daher davon aus, dass ein RCD (Fi) am Eingang des Womo´s zumindest nützlich wenn nicht vorgeschrieben ist.
Wenn man so manche Elektroausrüstungen auf Campingplätzen, insbesondere im Ausland, sich anschaut, würde ich zumindest nicht auf einen Fi verzichten wollen

Gruß Andreas


:bindafür:

FI-beim Landstromanschluss:
In meinem Fahrzeug (Hymer B SL 514 Gold Edition 2007) ist beim Landstromanschluss ein FI verbaut. Ich prüfe regelmäßig die Funktion.

Kein FI beim Wechselrichter
Der WR ist nicht mit den Steckdosen im Fahrzeug verbunden, 230V-Verbraucher werden nur direkt am WR angesteckt.

Ich werde ich sicherstellen, dass jedenfalls der Erdungsbolzen des WR mit einer Potentialausgleichsleitung 4 mm2 grün/gelb an der Fahrzeugmasse angeschlossen ist

Helmut

geralds am 03 Apr 2019 20:40:08

Hallo Helmut,

dann passt das so.

ät Andreas,

schön das wir uns in der Sache einig sind. :D

Gruß Gerald

MountainBiker am 03 Apr 2019 22:22:40

Hallo,

wenn der WR ohne RCD/FI geerdet wird , erzeugt der erste Gerätefehler bereits ein gefährliche Berrührspannung und es gibt keine Abschaltung! Das hatten wir bereits besprochen!

geralds am 04 Apr 2019 01:28:38

Hallo MountainBiker,

warum steht in der Bedienungsanleitung meines WR
➤ Verbinden Sie die Masse-Klemme mit der Fahrzeugkarosserie. ???
(Zur Erläuterung: Unter Masseklemme ist die Schraube am Gehäuse des WR gemeint.)
Da bringt mich Weaco ja in Lebensgefahr!

Phoenix schreibt:
... und das Gehäuse muss mit einer zuverlässigen Erdung verbunden werden.

Also ich sehe da nicht, wie der der erste Gerätefehler bereits eine gefährliche Berührungsspannung erzeugen soll.
Unter der Voraussetzung, dass die Geräte nur an der WR-Steckdose betrieben werden.

Gruß Gerald

MountainBiker am 04 Apr 2019 07:30:31

Hallo,

ich war ungenau, Entschuldigung. Es gilt, wenn der WR ohne RCD/FI geerdet und "genullt" (Verbindungsbrücke im WR L2 zu Erde) wird , erzeugt der erste Gerätefehler bereits ein gefährliche Berrührspannung und es gibt keine Abschaltung! Die Erdklemme an sich bewirkt ja gar nichts (außer EMV-Schutz)! Für den Zweck braucht es keinen großen Querschnitt der Erdverbindung, das ist erst notwendig, wenn mittels Nullung und PE-Leiter ein Netz aufgebaut wird.

geralds am 04 Apr 2019 08:25:16

Hallo MountainBiker,

hab mir schon gedacht, dass da ein Missverständnis oder eine Verwechselung vorliegt.

Gruß Gerald

michaelm am 04 Apr 2019 08:40:25

Ich melde mich jetzt auch nochmal.
Es gibt bei Wechselrichtern (wie fast überall) verschiedene Systeme.
Die einen wie als Beispiel Votronic, Dometic, ... haben standardmäßig keine Erdung zwischen den Stromführenden Leitern (L oder N) und dem Gehäuse oder PE verbaut. Diese bieten eine extra Möglichkeit zum Erden (Brücke N-PE).
Die anderen wie z.B. Solartronics, ... bieten diese Brücke nicht und haben (hoffentlich) diese Brücke intern verschaltet.

Im 1. Fall, ohne gesetzte Brücke führt der erste Gerätefehler nicht zu einer gefährlichen Berührungsspannnung. Aber dieser Gerätefehler wird auch nicht entdeckt.
Weiterhin wäre ohne die Brücke ein FI nutzlos, da im Fehlerfall der Strom nicht zurückfließt.

Im 2. Fall, oder bei gesetzter Brücke (ohne FI) kann bereits ein Gerätefehler zu einer gefährlichen Berührungsspannung führen oder evtl. (hoffentlich) auch zu einer Abschaltung des WR wegen Überlast(Kurzschluss)

Unabhängig davon ob ein FI vorgeschrieben ist oder nicht, die Sicherheit erhöht er bei richtigem Anschluss grundsätzlich.
Bei mir sind 2 FI/LS Kombis verbaut. Eine direkt nach dem Landstromeingang, der zweite direkt nach dem WR.


Wie kann ich feststellen, ob die Brücke bei mir verbaut ist? Dies sollte nur von erfahrenen Elektrikern gemacht werden. Aber grundsätzlich sollte dann eine Spannung zwischen dem Leiter L und dem Gehäuse/PE-Leiter sein.

Gruß,
Michael

MountainBiker am 04 Apr 2019 08:50:37

Es gibt bei Wechselrichtern (wie fast überall) verschiedene Systeme ... bieten diese Brücke nicht und haben (hoffentlich) diese Brücke intern verschaltet.


Das ist eine wichtige Anmerkung, Geräte von Büttner, Votronic, Dometic... sind für den deutschen Markt gebaut und berücksichtigen die VDE-Vorschriften, darum ist auch die:
(1) Erdklemme vorhanden;
(2) eine Konfigurationsmöglichkeit für einen "Standalone Betrieb" ohne Netzintegration (keine Brücke L2-Erde/Nullung, d.h. kein N-Leiter);
(3)eine Konfigurationsmöglichkeit für eine "Netzintegration" (Brücke L2-Erde/Nullung ist vorhanden, L2 wird zum N-Leiter) für Betrieb mit nachgeschalteten RCD/FI;

Sollte es keine Auswahlmöglichkeit für die Betriebsart vorhanden sein, d.h. die Nullung ist im Gerät fest vorhanden, bleibt nur die Betriebsart mit korrekter Erdung und nachgeschalteten RCD/FI! Alternativ keine Nullung fest im Gerät und keine möglich Brücke, ist die "Nullung" extern korrekt auszuführen (vor dem RCD/FI) oder eben nur Standalone-Betrieb!

geralds am 04 Apr 2019 11:36:49

michaelm hat geschrieben:I

Wie kann ich feststellen, ob die Brücke bei mir verbaut ist? Dies sollte nur von erfahrenen Elektrikern gemacht werden. Aber grundsätzlich sollte dann eine Spannung zwischen dem Leiter L und dem Gehäuse/PE-Leiter sein.

Gruß,
Michael


Hallo,

meist haben die WR am Ausgang Siebkondensatoren. Dann kann man messen.
D.h. die Spannung zwischen den stromführenden Kontakten der Steckdose zu PE messen. Existiert die Verbindung nicht, liegt eine Spannung von beiden stromführenden Kontakten der Steckdose zu PE von je ca. 110-115V an (Halbe Ausgangsspannung).
Diese halbe Ausgangsspannung ist jedoch nur kapazitiv eingekoppelt und führt zu keinen nennenswerten oder gefährlichen Strömen.

Existiert die Verbindung , liegt eine Spannung von einem der stromführenden Kontakte der Steckdose zu PE von ca. 230V an, an dem anderen Kontakt ist zu PE dann keine Spannung zu messen. Von dem spannungslosen Kontakt zu PE kann das auch mit einer Widerstandsmessung verifiziert werden.

Wenn man sich unsicher ist - dann einen Fachmann beauftragen.

Gruß Gerald

gespeert am 05 Apr 2019 13:24:26

Falsch!
Einzig und alleine den Hersteller befragen wie die interne Beschaltung aussieht! Alles andere ist gefaehrlich!
Der Fachmann soll mit den Originalaussagen den WR dann verbauen!


Bei Geralds Fall mit dem Delta Netz, also beiderseits 115 V ist eine einpolige Abschaltung von Sicherungen in Geraeten selbst teilweise gefaehrlich! Am anderen Pol kann noch Strom fliessen!

Das wurde bei Schiffsbraenden deutlich! Bsu-Bund aufrufen und Safety Empfehlungen lesen wen der Hintergrund interessiert

geralds am 05 Apr 2019 15:37:51

Was soll denn das jetzt? Bauen wir jetzt große Schiffsanlagen?

Delta Netze sind etwas ganz anderes als WR für den Womo-Bereich!

Nenne mir doch mal auch nur einen einzigen WR im Bereich bis beispielsweise 3000VA mit einem entsprechenden Ausgang.
Ich kenne keinen. Und wenn ist das sicher in der Anleitung ausdrücklich beschrieben.

Die 2x115V entstehen nicht durch einen Delta-Ausgang, sondern durch Siebkondensatoren - habe ich auch geschrieben.
Jedenfalls bei einigen WR.
Und seit wann ist messen gefährlich?

Wenn die 2x115V tatsächlich als Versorgungsspannungen erzeugt würden, könnte man auch keinen Neutralleiter durch eine Brücke erzeugen! Das wäre dann ein Kurzschluss! Man würde anschließend ganz sicher nicht 2x115V messen können, sondern nur 1x!

Jetzt werden handelsübliche WR schon mit großen Schiffsanlagen verglichen. Warum nicht gleich mit Notstromanlagen für Atomkraftwerke? Da kenne ich mich ganz gut aus. :D

Gruß Gerald

gespeert am 05 Apr 2019 20:23:17

Es geht hier um physikal. Effekte! Und die können lustige Effekte haben, je nach Beschaltung.

basste315 am 05 Apr 2019 21:18:37

Liebe Experten!
Selbst wenn Ihr Recht habt, b i t t e beachtet, dass wir hier in einem WOMO-Forum sind und beschränkt Euch auf sachdienliche Beiträge. Die sind sehr wertvoll und erwünscht, vielen Dank dafür :klatschen:

Ich wollte beinahe mein Wohnmobil verkaufen, da es mir zu gefährlich wurde :roll:

Danke an Gerald :top:

Helmut

michaelm am 05 Apr 2019 22:12:43

Nutze in deinem WoMo einfach nur 12V Geräte, und dann ist es nicht gefährlich...
Oh, warte, es sind auch schon normale Autos, ohne WR abgebrannt wegen Kabelbrand...

Ok, am besten auf elektrischen strom komplett verzichten, Petroleumlicht ist eh viel schöner...

Hmm, Petroleum brennt auch, oder? Kerzen?

ich habs. Ich ziehe in den Wald, ohne Strom und ohne Feuer... Und hoffe, dass kein Wanderer in der Nähe raucht...

*ironie off*

;) Michael

basste315 am 05 Apr 2019 22:31:05

michaelm hat geschrieben:
ich habs. Ich ziehe in den Wald, ohne Strom und ohne Feuer... Und hoffe, dass kein Wanderer in der Nähe raucht...

*ironie off*

;) Michael


:lol:
Helmut

spechtinator am 07 Apr 2019 19:48:28

Habe heute etwas umgebaut.

Zuerst habe ich den Wechselrichter an der dafür vorgesehenen Schraube geerdet. Hinter dem Wechselrichter gibt es jetzt 3 Steckdosen. Eine im Bad - hier wird nur der Fön eingesteckt (hat keinen Schutzkontakt).

Dann habe ich die bisherige 3-fach Steckdose in der Küche aufgeteilt. Die beiden linken gehen nur mit Landstrom, die rechte mit Wechselrichter und Landstrom. Im Unterschrank der Küche ist noch eine Steckdose für die Mikrowelle. Diese ist ständig eingesteckt. Daher habe ich diese beiden Dosen an einen Nockenschalter --> Link angeklemmt. Dieser schaltet alle 3 Adern, so daß es nicht zu irgendwelchen Rückströmen kommen kann. Da ich aufgrund der Leistung des WR eh nur ein Gerät nutzen kann und die Mikrowelle nur sehr selten genutzt wird, reicht mir das so völlig aus.




Das mag sicher nicht VDE konform sein, aber es ist sicher und ein Schiff ist es auch nicht :D . Unsere Mobil wird nicht vermietet oder verborgt! Irgendwo sollte man die Kirche im Dorf lassen. Und mindestens 300€ für einen FI Typ B + Einbau im Fachbetrieb finde ich ganz schön happig. Vor allem wenn es so nur 20,-€ und etwas eigene Arbeitszeit kostet.

Für Staubsauger, Fenstersauger, Kameraakku habe ich einen DC/DC Wandler gebaut, in dem ich die Voltzahl stufenlos einstellen kann. Auch das E-Bike wird mit 12V geladen, bzw. habe ich ein Ladegerät bestellt --> Link. Sollte demnächst geliefert werden.

Bye Christian

hmarburg am 07 Apr 2019 20:03:28

Hallo Christian,

das haut alles hin, bis es in irgend einer Form zu einem Versicherungsfall kommt und ein Sachverständiger in Spiel kommt, dann nützen kein Hin und kein Her, dann zahlt die Versicherung nicht. Dessen muss man sich bewusst sein und da können 300 Euronen ein Nichts sein.

Gruß und alle Zeit sichere Fahrt,

Holger

geralds am 08 Apr 2019 10:13:35

--> Link

:D

Gruß Gerald

andwein am 08 Apr 2019 12:14:51

spechtinator hat geschrieben:Habe heute etwas umgebaut.
Dann habe ich die bisherige 3-fach Steckdose in der Küche aufgeteilt. Die beiden linken gehen nur mit Landstrom, die rechte mit Wechselrichter und Landstrom. Bye Christian

OK,über VDE rede ich mit meiner Antwort hier nicht und unter das Hauptthema passt der Beitrag bestimmt nicht!!
Ich würde aber auf jeden Fall die rechte Steckdose farblich oder mikt Auifkleber kennzeichnen.
WR und Landstrom = NVS???? Falls du das mit Umschalter machst musst du darauf achten dass beim Umschalten die Kreise getrennt bleiben.
Gruß Andreas

spechtinator am 08 Apr 2019 15:34:58

Ja, der Wechselrichter hat NVS und ist auch so abgeklemmt.

gespeert am 08 Apr 2019 20:50:44

at Specht

Es gibt unkonventionelle Lösungen, die trotzdem der VDE genügen.
Der 3 polige Umschalter wäre so ein Fall.

sebi988 am 15 Apr 2019 18:07:55

Da ich gerade in dem gleichen Thema feststecke, poste ich hier mal meine Frage nach der richtigen Verschaltung.
Ich hoffe das ist für den TO so in Ordnung, wenn nicht muss das hier wieder raus.

Anbei habe ich mal meinen Anschlussplan für meinen geplanten Ausbau. Ist hier der Wechselrichter bezüglich der PE-Brücke und dem FI/RCD richtig angeschlossen? Der Wechselrichter wird entweder der Ective SI52 oder der Phoenix 12/500.


gespeert am 15 Apr 2019 21:14:27

Du kannst besser nach dem Inverter entspr. LS/FI Kombiautomaten einsetzen um nicht den gesamten Kreis zu verlieren wenn der 25er zumacht.
Dabei aber auf den Gleichzeitigkeitsfaktor aufpassen bzw. beide Geräte zusammen dürfen den WR nicht überlasten.
Für eine Integration brauchst Du eine erd- und kurzschlußsichere Zuleitung zu deiner Inverterunterverteilung. Danach bist Du safe.
Aus einem Artikel der de entnehme ich, daß es angeraten ist, einen zentralen Potentialausgleich zu erstellen. Siehe deine Sammelschiene.
Dort liegen alle PE der Steckdosen auf, ebenso der Außen-PE einiger Wechselrichtermodelle.
WR interne Beschaltungen werden nach Handbuch vorgenommen. Dazu gehören Brücken oder Gehäuseerdung.
Die Gehäuseerdung ist kritisch,im Zweifel Hersteller befragen!!

Das Problem bei einem WR-Stromunfall ist, daß Helfer ggf. nicht das unter Spannung stehende Mobil betreten oder anfassen können.

sebi988 am 29 Apr 2019 12:15:10

Habe soeben eine Mail von einem Kundenberater von autobatterienbilliger.de (Batterium GmbH) zu deren Ective-Wechselrichtern erhalten.

Könnt ihr damit etwas anfangen? Ich verstehe die Antworten nicht wirklich, bzw. verstehe ich nicht, warum ich auf einen LS nach dem Wechselrichter verzichten kann, wenn der Wechselrichter eine interne Sicherung hat?

vielen Dank für ihre Anfrage.
Der Wechselrichter hat eine Sternschaltung daher keinen Null Leiter.
Sie Brauchen den Wechselrichter nicht zwingend extra ab Sichern da der Wechselrichter intern abgesichert ist.
Wenn Sie einen FI verbauen möchten, muss es ein Modell mit der Bezeichnung F sein.

michaelm am 29 Apr 2019 20:59:31

Servus Sebi,
Sternschaltung gibt es, meines Wissens nach, nur bei einem Drei-Phasen-Netz. Wäre mal interessant, welchen WR du da verbauen möchtest.

Aber auch eine Sternschaltung könnte einen Nullleiter haben. Das wäre der Sternpunkt.

Und soll der WR die Bezeichnung F haben oder der FI soll ein Typ F sein?

Gruß,
Michael

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