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Mai 2018 - Die albanische Küste von Süd nach Nord


McHymer64 am 25 Mai 2018 15:10:08

MAI 2018 – MIT DEM ALTEN WOHNMOBIL ÜBER DEN AUTOPUT NACH GRIECHENLAND UND ÜBER ALBANIEN AN DER KÜSTE ZURÜCK


Mit Bildern und allen Tagen lest ihr hier:
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Tag 14 – Über Berg und Tal die albanische Küste entlang

Wir hatten die beste Nacht der Reise, hier auf diesem scheußlichen Fleckchen Erde. Da der Strand sehr schön weiß schimmert und das Wetter prima ist, überlegen wir uns trotzdem noch eine Nacht zu bleiben. Nach einem Besuch der sanitären Anlagen erübrigt sich dieser Gedanke – es ist alles sauber, da es einen für die Reinhaltung abgestellten Mitarbeiter gibt, aber dafür kommt das Wasser auch nur tröpfchenweise aus der Dusche. Es ist kaum möglich sich den Schaum vom Körper zu spülen. An Haare waschen ist garnicht zu denken.
Ältere Österreicher sind wirklich nett. Das ist eine Erkenntnis dieser Reise. Mit unserem Nachbarn versöhnen wir uns nach unserer gestrigen Einparkorgie und tauschen uns über Reiseziele und Womo- Technik aus. Die machen seit Anfang Mai Urlaub in Albanien und sind auch begeistert. Die ungläubigen Kommentare ihrer Freunde vor der Abfahrt haben sie gekonnt ignoriert. Wir ignorieren ihren Tipp zu einer Stadt im Landesinneren, mit Häusern wie Schwalbennestern. Kultur? Wir wollen Strand! Uns sagen sie, steht noch eine tolle Fahrt bevor. Und da sollen sie Recht behalten. Die albanische Küstenstraße schlängelt sich in Berg- und Talfahrt bis nach Vlora.

Unterwegs werden wir von der Polizei angehalten und angewiesen an den Rand zu fahren und zu warten. Wir spekulieren auf den Staatspräsidenten. Es scheint aber die Tour Albania zu sein. Die Ausreißer sind durch, und die Verfolgergruppe wird vom grünen Trikot, gefolgt von Helfern und dem gelben Trikot angeführt. Die haben noch knapp 1.000 Höhenmeter vor sich.

Mittags halten wir in Vlora an und essen Pizza und Salat. Sehr lecker hier. Wir beobachten dabei, wie ein älterer Porsche Cayenne vorfährt. Zwei junge Frauen steigen aus und gehen in die Stadt. Zwei junge Männer steigen aus und öffnen die Motorhaube. Mit einem parat liegenden Wasserschlauch füllen sie immer wieder literweise Wasser in das Kühlsystem. Für alle um uns rum anscheinend ein alltäglicher Vorfall. Nach getaner Arbeit brausen sie zu viert wieder los. Vollgas, als wäre nix passiert. Interessant auch, dass die pärchenweise Sitzen. Das Prinzenpaar vorne, das Paar aus dem Fußvolk hinten. Gemäß den landestypischen Gepflogenheiten parken wir wie immer vorschriftsmäßig.

Weiter geht es. Wir spekulieren mit einer Passage nach Italien und fahren zum Fährhafen. Die Fahrt dauert nur 4 Stunden nach Brindisi. Es ist wie überall an diesen Häfen, sofort kommt ein Wichtigtuer und springt vor das Auto, er könne alles organisieren und kennt sich aus. Leider nur eine Fähre pro Tag und wir sind zu spät für heute. Pech für ihn und Pech für uns. Muss Karma sein. Wir fahren nach Norden und peilen den Platz Pa Emer an, den wir vor 2 Jahren schon besucht haben. Beim obligatorischen Stopp am Supermarkt entdecken wir das Ungemach. Unser Roller hängt schief auf dem Träger, die Verankerungen des Querträgers sind gebrochen, die Aluhaut des Womos ist leicht eingedrückt und die Farbe abgekratzt. Die letzten Kilometer müssen zu viel gewesen sein, habe ich auch die eine andere Bodenwelle ob der vielen Eindrücke, übersehen. Das ist worst case, so kommen wir nicht heim. Notdürftig wird der Roller fixiert und das lose Stück Metall mit Gafa Tape fixiert.

Nach 6 Stunden und 200 km sind wir am Zwischenziel angekommen. Der Besitzer kennt uns noch, das ist ein gutes Gefühl. Bestes Wetter, ein toller Stellplatz und warmes Wasser lassen den Trägerbruch in den Hintergrund treten.

Wir treffen auch alte Bekannte wieder. Das Pärchen mit Hund ist ebenfalls hier. Der Hund kann immer noch nicht laufen, die zwei sind immer noch konversationslos. Vielleicht sind die ja stumm? Ich überprüfe den Mann, indem ich ihn in ein belangloses Gespräch verwickle. Nein. Er kann sprechen.

Abends versammeln sich alle am Wifi Spot des Platzes mit grandiosem Blick über das Meer. Motor-Paraglider inklusive.

Mit Bildern lest ihr hier:

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haasi am 25 Mai 2018 16:13:35

Hallo

was für ein toller Reisebericht, und das noch von einem Nachbar (Kreis Göppingen). ;D
Griechenland kann ich nachvollziehen, ist allerdings schon ein Weilchen her (1988), aber nach Albanien habe ich mich noch nicht getraut.

HeikeD am 25 Mai 2018 16:43:46

Ich lese gerade noch.... unterbrochen vom einkaufen und Essen kochen ... nu gehts weiter :D

NB69G am 25 Mai 2018 21:32:41

danke für den schönen und kurzweiligen Reisebericht. Macht Lust auf die nächste Reise.
Immer gute Fahrt und viele Grüße
Gabi und Gerhard

Lockenbaeren am 10 Jun 2018 09:06:06

Hallo,
sehr kurzweilig geschriebener Bericht.
Ich habe mich köstlich amüsiert!
Vielen Dank!
Sybille

FamilieWeber am 26 Jun 2018 22:33:39

Hallo Ihr Beiden,

vielen Dank für den Reisebericht, musste oft Lachen. Wie schön, wenn einer sich selbst nicht zu ernst nimmt.
Freue mich noch auf viele Reiseberichte von Euch.

Viele Grüße, Familie Weber

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