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Solar mit 24 Volt?


PaulKal am 26 Mai 2018 16:40:37

Ich weiß nicht, ob diese Frage hier schon gestellt wurde, die SuFu gab nicht viel her.

Wäre es sinnvoll, seine 12V- Aufbaubatterie mit einem Solarpanel für 24 V und Mppt- Laderegler zu laden?

Ich habe mich mal etwas eingelesen und überall wird geraten, die Solarmodule in Reihe zu schalten, falls man mehrere hat.
Wer nur eins hat, kann demnach gern ein 24V- Modul nehmen, denke ich.

Der Grund liegt in der besseren Ausbeute, weil der Mppt- Laderegler erst bei einer etwas höheren Spannung als die der angeschlossenen Batterie wirksam läd. Voraussetzung ist natürlich die Bestrahlung durch Licht.

Nun denke ich, daß z.B. am frühen Morgen schon recht früh eine Ladung stattfinden kann, falls das Modul diese Spannungsschwelle überschreitet.
Das müsste sie bei einem 24V- Modul doch viel eher als bei einem 12V- Modul...

Habe ich irgendwo einen Denkfehler oder ist das so korrekt?

Trashy am 26 Mai 2018 17:47:43

Hi.
x-Mal diskutiert.
Aber du hast Recht. Genau so ist es. Strom macht Verluste, Spannung nicht. Panele werden in Reihe zusammengeschaltet um den Strom möglichst gering zu halten. Bei gleicher Leistung muss dann die Spannung rauf - genau wie in der Energieversorgung.
Um die Nachteie der Reihenschaltung zu vermeiden nimmt man gerne 24V Panele in Parallelschaltung.
Ich betreibe im Moment 2 100W Module (2 fehlen noch) an einem Votronic MPP 350.
Es sind Module mit 24V Nennspannung d.h. ca. 44V Leerlaufspannung und ca. 35V Arbeitsspannung. Alle sind/werden parallel verschaltet.
In der Dämmerung erzeugen die Dinger tatsächlich etwas Strom. Über die Tagesleistung gesehen ist das Banane.
Aber um die Batterien im Winter in der Dauerdämmerung bei Laune zu halten Gold wert.
Bin absolut zufrieden.

Nögel am 26 Mai 2018 20:27:19

Eigentlich sollte man annehmen das große Module bessere Leistung bringen. Überzeug bin ich nicht.

Meine 12V –Module Arbeitsspannung 18V im Vergleich mit einer Hausanlage 265Wp-Module Ost und west Ausrichtung, im Nachbar Ort verglichen am 16.1.2018, es war ein Tag mit viel Sonne.


Meine Anlage 380Wp erzeugte am 16.1. – ins gesamt 154Wh WR-Verluste sind abgezogen, ergibt eine Arbeitszahl 154Wh/380Wp von 0,41.
Die Hausanlage 6160Wh/13460Wp ergibt eine Arbeitszahl von 0,458 kaum besser.
Es gab auch Tage im Januar wo meine Anlage eine höhere Leitung brachte pro 100Wp-Modul als die Vergleichsanlage.

Und am 25.5.2018 gestern verglichen, ein sonniger Tag mit Wolkenfelder.

Am 25.5.2018 verglichen: Meine Anlage 840Wh/380Wp Arbeitszahl 2,21.
Die Hausanlage 55660Wh/13460Wp Arbeitszahl 4,14 .
Hier zeigt sich die bessere Ausrichtung zur Sonne und die bessere Kühlung (hinter Lüftung).

Mein Fazit: 24V Module zeigten im Winter kaum mehr Ertrag im Tagesverlauf.

Nur meine Erfahrung.

IchBinsWieder am 27 Mai 2018 00:43:53

Nögel hat geschrieben:Nur meine Erfahrung.


Nicht nur deine :wink: ... Gerald hätte ähnliches berichtet.
Die Theorie wird hier halt durch die Praxis erschlagen.
In der Woche vor Weihnachten hatte ich in NL zw. 1,7 und 6,3Ah pro Tag und das bei 300 Watt.
Selbst wenn es bei 24V 50% mehr wären ... was ich stark bezweifle und niemand bisher bewiesen hat ... wären es nur 2,5 bis 9,5Ah,
Es ist also echt völlig egal, denn es ist so oder so viel zu wenig um nur annähernd den Tagesbedarf zu decken.
Jetzt im Mai hatte ich bis 114Ah pro Tag und Spitzenströme von 22,2A bzw. 308 Watt

Mein Fazit: Das Thema wird heißer gekocht als gegessen und jeder, egal ob 12V oder 24V wird mit Strom versorgt.
Eine größere Auswirkung selbst haben die Sonne bzw. Wolken.

PaulKal am 27 Mai 2018 10:32:14

Danke für die ausführlichen Berichte, sie sind für mich als Neuling sehr aufschlussreich.

Da ich aber eher der "Gutwettercamper" bin, sind für mich Winterzeiten nicht so wichtig.
Mir gehts um grundsätzliche Überlegungen, z.B. ob ich mit einem Solarpanel 12V oder 24/ 36V besseren Ertrag habe.
Wenn ich obige Beiträge richtig verstanden habe, soll das ziemlich egal sein?

Ich sehe den Victron Mppt als Schlüsselelement an, weil er eine etwas höhere Eingangsspannung voraussetzt als jene der zu ladenen Batterie.
Wenn es stimmt, daß z.B. ein 24V/36V - Solarmodul viel eher diese Schwellenspannung erreicht und mit der Ladung anfängt, wäre das doch ein Vorteil.

Natürlich brauchts immer recht viel Licht, aber grundsätzlich sollte doch ein Solarmodul mit höherer Ausgangsspannung im Vorteil sein.
Das ist ja auch der Hauptsinn für die Reihenschaltung mehrerer Module, wenn ich alles richtig verstanden habe.


Mein Camper hat derzeit nur eine Aufbaubatterie 95 Ah und ich überlege, ob ich ein Solarmodul oder besser einen sog. Ladebooster zur Erhaltung verbauen sollte. Die 2. Aufbaubatterie ist auch auf dem Plan.
Alles lediglich für den Kompressorkühlschrank 45W, die übrigen Verbraucher wie LED oder Tauchpumpe sind wohl vernachlässigbar.
Heizungslüfter vielleicht noch...

Der Ladebooster hat den Nachteil, daß man fahren muß, wenn man die Aufbaubatterie laden will ohne die Starterbatterie all zu sehr zu belasten.
Wenn man aber 3-4 Tage nur stehen will, nützt der mir wohl auch nichts.

Alles natürlich unter der Prämisse, einige wenige Tage in der etwas wärmeren Jahreszeit frei stehen zu können, so etwa 3-4 Tage.
Dann wird sowieso ein Campingplatz fällig, der mich mit Landstrom versorgt.

Meine Überlegungen gehen auch dahin, ob ein faltbares oder flexibles mobiles Solarmodul nicht sinnvoll wäre, das könnte man immer der Sonne entgegenstellen und so den höchsten Ertrag erzielen.

rkopka am 27 Mai 2018 23:19:47

PaulKal hat geschrieben:Meine Überlegungen gehen auch dahin, ob ein faltbares oder flexibles mobiles Solarmodul nicht sinnvoll wäre, das könnte man immer der Sonne entgegenstellen und so den höchsten Ertrag erzielen.

Stimmt, aber das geht nur unter den passenden Bedingungen:
- man sichert die Panele oder ist immer am Womo. Unter der Frontscheibe mindert die Leistung und erfordert die richtige Ausrichtung des Womos.
- für die Nachstellung muß man auch am Womo sein
- die Panele müssen transportiert und hin und her geräumt werden
- wenn die Panele nicht am Dach sind, braucht man neben dem Womo Platz

Das meiste davon findet man abseits eines CP nur schwer. Mit fixen habe ich immer Ladung, auch am Parkplatz. Und ich habe mehr Platz und brauche mich nicht darum zu kümmern. Man muß sich also überlegen, wie man Urlaub macht. Steht man frei an einem Strand mit freier Sicht zur Sonne (heiß) - die Kabel können nicht beliebig lang sein - und hält sich die ganze Zeit neben dem Womo auf, kann es gehen. Ist man auf Besichtigungstour, auch in Städten, kann man es vergessen.

RK

andwein am 03 Jun 2018 16:15:08

PaulKal hat geschrieben:....Wäre es sinnvoll, seine 12V- Aufbaubatterie mit einem Solarpanel für 24 V und Mppt- Laderegler zu laden?
Das müsste sie bei einem 24V- Modul doch viel eher als bei einem 12V- Modul...

Du solltest zuerst mal zwischen einer 12V Aufbaubatterie (= Bordsystemspannung) und ein nominal 24V lieferndes Solarmodul (meist unbelastete Klemmenspannung) unterscheiden.
Die 12V Aufbaubatterie braucht zum Laden eine Ladespannung von ca. 14,2V!
Das 24V Solarpanel liefert bei nominalem Strom ca. 20-22Vmpp
Es gibt auch Panels die liefern 36 Voc oder 32 Vmpp und werden dann beschrieben als "für 24V Bordsysteme geeignet"
Wenn man das beachtet werden die Fragen auch beantwortbar!
Gruß Andreas

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