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Bericht Chausson 630 mit Ford 170 PS Motor


Matijo am 12 Jun 2018 11:05:11

So, nun ist unser Wohnmobil fast drei Monate alt und hat uns über 5000 km bei einigen kleinen Touren und einer großen bis nach Helsinki begleitet.

Da wir vor dem Kauf viele Fragen hatten, sowohl was die Betten wie die Ausstattung und auch die Zuverlässigkeit des Ford Motors aus betrifft hatten, möchte ich jetzt ein bisschen was aus unseren Erfahrungen berichten.

Der Motor ist durchzugsstark und nicht übermäßig laut. Die Angst die wir hatten, Dank der schlechten Erfahrung mit dem 2,2 l Vorgänger sind weitgehend zerstreut.

AdBlue habe ich einmal am Anfang nachgetankt, noch nicht wieder, ein immenser Verbrauch wird es nicht sein.

Der Dieselverbrauch liegt bei 10-11 l. Angeblich soll er ja mit zunehmenden Alter des Autos geringer werden.

Eine unserer größten Sorgen, ob die Betten stabil sind, können wir mit großer Erleichterung ad Acta legen. Es knarrt und quietscht nichts, trotz nicht unbeträchtlichen Gewichts meinerseits. Sie sind sehr zu empfehlen. Ich habe mir allerdings eine zweite Matratze hinein gelegt. Trotzdem werden die Betten morgens, mit Bettwäsche und Kissen an die Decke gefahren und es ist mehr als genug Platz da.

Der Wohnraum ist hervorragend, die seitlichen Bänke etwas hoch aber sehr komfortabel.
Das Raumgefühl ist unübertroffen. Küche bietet für uns ausreichenden Platz, der Kühlschrank mehr als genug.

Der Schrank im Badezimmer hat wahnsinnig viel Platz, wir haben bisher einige Kisten hinein gestellt aber das Problem der optimalen Aufteilung und Ordnung noch nicht gefunden. Was früher mit einem klassischen Wohnmobil ging, nämlich tagsüber eben mal etwas auf die Betten hinten zu legen geht jetzt nicht. Man muss sich schon etwas umgewöhnen.

Über die Verarbeitung lässt sich eigentlich nichts Negatives sagen. Die Dekoration finden wir sehr angenehm.

Man merkt den Schubladen und Schränken an, dass dieses Wohnmobil nicht zur super Luxusklasse gehört. So fehlen Einsätze und Unterteilung. Aber bis hier war alles ordentlich und haltbar. Ausnahme: Wir haben einmal vergessen den Küchenauszug zu arretieren. Er flog in der ersten Kurve durch das Mobil und die Schrauben waren aus den Spanplatten gerissen.

Bei dem schönen Frühling haben wir die Heizung nur relativ selten gebraucht. Es hieß ja, dass die Diesel Heizungen so laut seien, können wir nicht bestätigen.

So nun zu den Sachen, die uns negativ aufgefallen sind:

Im Bad ist Platz genug, das Waschbecken ist aber sehr klein. Sich waschen ist schwierig, hier ist modischer Chic vor Funktionalität gegangen.

Die Fahrgeräusche sind laut. Es liegt nicht so sehr, wie ich am Anfang vermutete, an den Windgeräuschen sondern es kommt von unten. Rollt man auf gutem Asphalt ist der Wagen flüsterleise, wird die Straße schlechter wird der Wagen lauter. Wir haben bisher auch noch keine Patentlösung, würden uns durchaus über Anregungen freuen. Dies ist mit Abstand das größte Problem.

Die anderen Probleme sind mit ein bisschen Nachbesserung leicht oder weniger leicht zu lösen: wir haben als allererstes eine weitere 12 V Steckdose anbringen lassen. Es gibt tatsächlich im Auto keine einzige im vorderen Wohnbereich (außer am Armaturenbrett, aber die wird ja von der Starterbatterie gespeist), nur eine in der Garage und eine ganz versteckt tief im Schrank über dem Kühlschrank.

Die Verzurr Möglichkeiten im sehr großzügig und bestens erreichbar im Kofferraum sind mau. Hier muss man sich noch was überlegen, die Wände sind dünn und einfach etwas daran zu schrauben geht nicht.

Als Fazit, im großen Ganzen sind wir sehr zufrieden. Die vielen guten Ideen lassen das Wohnmobil aus der Masse herausragen. Nerven tut uns die Lautstärke und das zu kleine Waschbecken, die andern Probleme sind nicht wirklich relevant.

Wir hoffen eine kleine Hilfe gegeben zu haben in der Entscheidung für oder gegen dieses Wohnmobil.

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PatrickP am 12 Jun 2018 15:14:45

Abrollgeräusche vom Reifen vielleicht?

Sonst hat bei uns eine Rolle alubutyl in den Türen Wunder gewirkt. Könnten wir uns beim fahren nur anschreien ist es jetzt wunderbar „leise“ und eine normale Unterhaltung möglich. Unfassbar was das bringt.

bigmacblau am 18 Jun 2018 19:38:17

Ich kann Matijo nur in seiner positiven Bewertung zustimmen, ich habe den 260er von Challenger. (Baugleich)
Im Bad habe ich als erstes die beiden Glasablagen entfernt, habe mir immer den Kopf gestoßen. :cry:
In der Garage habe ich diverse Befestigunsmöglichkeiten montiert.
Ein Regalsystem mit 4 Standardboxen.
Von Haus aus ist nur eine Nutschiene verbaut. Auf der gegenüberliegenden Bodenseite kann man aber eine Airline mit den vorhandenen Schrauben befestigen. Damit kann man schon einiges befestigen. Bei mir soll es ein Roller werden. (passt)

Einige Kleinigkeiten sind nachzubessern, z.B. sind die Dichtungen von unten um die Rohre mangelhaft oder sind schon weg.
Schönen Tag noch
Wolfgang

dino2000 am 27 Apr 2019 19:31:35

Wir haben unseren Challenger 270 (baugleich mit Chausson 630) und 170 PS Ford-Motor, 3500 t, vor wenigen Tagen übernommen und wollten heute an den Lago Maggiore fahren. Vom Händler nach Hause (60 Km) lief das Womo hervorragend, Autobahn Tacho 115 - 120 scheint ideal, so um 2000 U/min.

Heute aufgebrochen Richtung Basel, nach ca 20 KM leichtes Motorruckeln und Anzeige im Display: Service erforderlich ! Im Handbuch ist vermerkt, dass man "bald" eine Werkstatt aufsuchen sollte (Gesamt km Stand ca. 120 ....) alle 15 - 20 km die gleiche Anzeige, die irgendwann wieder verschwindet. Nach der 5. Anzeige war die Meldung mit einem Bimmelton verbunden. Vor der Schweizer Grenze entschlossen wir uns zur Umkehr. Urlaub einstweilen gestrichen, am Montag stehen wir beim Fordhändler. Im Netz lese ich, dass bei Womos mit Fordmotoren die Injektoren während der längeren Standzeiten bei den Wohnmobilbauern rosten und dieses Problem hervorrufen. Unser Womo war neu bestellt, stand also nicht noch zusätzlich beim Händler herum.

Was mir noch auffiel: Nach einer Autobahnstrecke von 125 km bei Tempo 115 - 118 km/h ist etwas mehr als das erste Viertel des Tanks verbraucht..... normal? Das Womo hat mit allem Gepäck exakt 3500 T auf der TÜV Waage, Luftdruck nach Vorschrift vorne 3,5, HA 4,5, Bereifung Michelin 235x16. Hat jemand Erfahrungen?

Der alte Spruch: mit Ford fort, zu Fuß zurück hat wohl noch Gültigkeit. Ich hatte gehofft, dass die altbekannten Motorprobleme mit den 2,2 Litern mit der Neuentwicklung des 2.0 Liter behoben sind, offensichtlich Fehlanzeige.

Ich bin gespannt wie das weitergeht.

Tinduck am 28 Apr 2019 09:09:34

Das laute Fahrgeräusch könnte vielleicht von einer Zwangsentlüftung im Bodenbereich kommen, oft an der Aufbautür, da gabs hier schon Berichte von. Zumachen und Ruhe.

bis denn,

Uwe

dino2000 am 28 Apr 2019 10:56:27

Nachtrag zu meinem Post vom 27.04.: Statt am Lago zu entspannen, habe ich mittlerweile das Handbuch genauer durchgelesen (ja ich weiß, das sollte man vorher erledigen) und finde den Durchschnittsverbrauch im Bordcomputer, dieser weist 12,5 Liter im Durchschnitt auf (Autobahn ca 115 - 120 Tacho, Drehzahl zwischen 1800 und 2100 U/min) . Scheint mir etwas viel zu sein , zumal bei dem Minitank mit 65 Litern. In allen Tests/Erfahrungsberichten hatte ich um 9,5 - 10,5 gelesen......Verändert sich der Verbrauch noch so gravierend nach 1500 km Einfahrzeit?

Das Bordbuch verweist bei "Hinweise zum Fahren" darauf , überhöhte Geschwindigkeiten bis 1500 km zu vermeiden, ohne Hinweis darauf, was eine überhöhte Geschwindigkeit ist .....
-Frage: was ist überhöhte Geschwindigkeit? Sinnvollerweise ist doch hier eine maximale Motordrehzahl anzugeben, die nicht überschritten werden sollte.

Original Handbuch: "Öfter das Tempo wechseln, und frühzeitig in den nächsthöheren Gang schalten. Überlasten Sie den Motor nicht durch untertourigen Betrieb."
-Frage: was ist frühzeitig? bei welcher Drehzahl? Wie ist untertouriger Betrieb definiert (Drehzahlgrenze?).Unter 2000? Unter 1500 ? unter 1000 U/min ?

Untertourig: Auf der Autobahn bei o.g. Geschwindigkeit liegen im 6. Gang ca. 1900 U/min. an, wenn ich mich recht erinnere. Ist das untertourig oder fahre ich da besser im 5. Gang mit ca. 2200 U/min? Wird da der Partikelfilter noch freigebrannt oder setzt er sich bei dieser Drehzahl (1900) schon zu ?

Irgendwie ist das Bordbuch in diesem Punkt keine wirklich Hilfe :roll:

Wie sind eure Erfahrungen?

Tinduck am 28 Apr 2019 15:22:53

1900 U/min ist für einen Diesel nicht untertourig. Nach meinen Erfahrungen reicht das (z. B. im T5) auch, um den Partikelfilter freizubrennen.

Dein Verbrauch könnte je nach Reisetempo durchaus passen. bei konstant 120 z. B. wird dein Fzg kaum mit 9-10 L hinkommen, das schafft man eher mit Kastenwagen.

Zum Einfahren würd ich sagen: den Motor beim Beschleunigen nicht über 2500 U/min ziehen und keine Endgeschwindigkeits-Versuche. Und, auch danach: NIE im kalten Zustand Vollgas oder über 2500 U/min und NIE nach schneller Fahrt direkt den Motor ausmachen, das mag der Turbo beides gar nicht.

bis denn,

Uwe

Juke565 am 11 Jun 2019 17:21:39

Die Zwangsbelüftung ist da sicherlich mit Schuld dran. Zwischen Fahrerhaus und Aufbau ist eine Kunststoffblende, die nur gesteckt ist. zieht man die raus, kann man dach draußen sehen. Ich habe das gleich mal mit festem Verpackungsschaumstoff ausgestopft.

Das Waschbecken und der Schrank darüber sind einfach dämlich. Man bekommt den Kopf zum Zähneputzen nur über das Waschbecken, wenn man sich am Wasserhahn das Auge aussticht.

VG Jürgen

Juke565 am 11 Jun 2019 17:24:48

... und zum Einfahren:
Mache ich immer so: kein Vollgas, max. halbe Maximaldrehzahl und nicht knurren lassen (einfach hören). wenn die 1500 in die Nähe kommt immer mehr Drehzahl ohne Belastung, damit sich alles schön rund einläuft.

VG Jürgen

lsekw am 19 Sep 2019 12:52:05

Hallo zusammen,

ich habe diesen Beitrag nochmal nach vorne geholt, weil wir uns aktuell auch einen Challenger 348xlb mit Ford-Motor 170 PS bestellt haben. Gibt es denn weitere Erfahrungen zum neuen Motor und was war dann bei der "Jungfernfahrt" tatsächlich kaputt. Wäre schön, wenn es weitere Erfahrungen gäbe. Noch könnten wir vermutlich auf Fiat wechseln.

Vielen Dank
Wolfgang

starlight am 19 Sep 2019 14:32:30

Hallo,
Also 12,5 Ltr Verbrauch bei Tacho 115-120 ist doch in Ordnung. Außerdem verlangen 170 PS entsprechendes Futter.
Bei so einer Geschwindigkeit sehe ich es auch als normal an, dass es in einem Nutzfahrzeug etwas lauter ist.
Verbrauch und Lautstärke lassen sich aber ganz einfach über reduzierte Geschwindigkeit regeln. Das reduziert auch Stress und schont das Material.

christoph61 am 02 Okt 2019 07:38:25

Hallo zusammen,
wir haben jetzt unsere erste grössere Tour mit unserem 640 Titanium nach Kroatien hinter uns und sind rundrum zufrieden.
Spritverbrauch 11 Liter bei durchschnittlich 115 km, passt! Sehr angenehm ist die kombination des 170 PS Motors mit der
verbauten Wandlerautomatik. Die Skepsis mit dem Hubbett hat sich in Luft aufgelöst,hält super ,ohne knarren trotz meines hohen Gewichts (145Kg). Einziges Manko, die 3,5To hat man schnell erreicht(auch wegen mir) und mann bewegt sich daher ständig an der Grenze des erlaubten. Alles in allem, wir sind sehr zufrieden und planen die nächsten Touren.

eddan am 02 Okt 2019 10:08:22

… nach 3 Monaten und etwas mehr als 3tkm kann ich bestätigen, dass der Ford Transit 170 / Automatik eine gute Wahl ist.
Verglichen mit einen 2016er Fiat 150/Handschaltung ist das Fahren angenehmer.
Der Motor ist leise, die Sitze sind bequem, der Wandler ein Segen und die Bremsen sind Top.
Lederlenkrad, Licht- / Regenautomatik und Abbiegelicht bieten etwas PKW Komfort im WoMo.
Das Ford-Chassis ist einfach moderner.
Der Spritverbrauch ist mit 9,5l/Landstraße und 11,5l/Autobahn ähnlich dem des Ducatos.
Was ich vermisse ist unten an Mittelkonsole eine Ablage, der Duc hat dort den Getränkehalter und das Drehen der Sitze ist beim Duc besser gelöst.

Subjektiv betrachtet finde ich den Ford angenehmer.
Objektiv kann ich wenig dazu sagen, dass müssten die Fachleute (-presse) beantworten, Langzeittest zu dem 6 Gang Wandler gibt es keine, da dieser erst 2018 auf dem Markt gekommen ist. Fiat kann mittlerweile eine 9 Gang Wandlerautomatik liefern.
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hubtoe am 17 Nov 2019 17:40:44

Juke565 hat geschrieben:Die Zwangsbelüftung ist da sicherlich mit Schuld dran. Zwischen Fahrerhaus und Aufbau ist eine Kunststoffblende, die nur gesteckt ist. zieht man die raus, kann man dach draußen sehen. Ich habe das gleich mal mit festem Verpackungsschaumstoff ausgestopft.



Hallo, kann man mal ein Foto davon machen?
Herzlichen Dank!

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