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Robur LiFePo4 120Ah Akku, hat jemand Erfahrungen? 1 ... 6, 7, 8, 9, 10


ulfertg am 30 Aug 2020 13:09:11

fschuen hat geschrieben:Ein passiver Balancer - mit Abstand die am meisten verbreitete Technik - öffnet bei rund 3,6V und verheizt den durchfliessenden Strom.

Vielleicht ist das BMS falsch konfiguriert?
Falls ein passiver Balancer verbaut wäre der bei ca 3,6V zu arbeiten beginnen würde, könnte ja kein Balancing stattfinden, da das BMS bei 3,6V in den OV-mode schaltet und keinen Strom mehr Richtung Zellen durchlässt.

fschuen hat geschrieben:Ausserdem ist der Spannungsunterschied nicht sehr gross; im Bereich der Vollladung verläuft die Spannungskurve recht steil.

Der Spannungsunterschied bei Vollladung stört mich erstmal nicht. Allerdings führt eine einzelne Zelle >3600mV dazu, dass das BMS die Batterie bei (aktuell) ca. 13,8V Gesamtspannung in den OV-mode schaltet und keine weitere Ladung mehr annimmt.
Das macht es unmöglich bei meiner Gerätekonfiguration geeignete Schaltschwellen zu setzen - der Votronic Booster kann z.B. 13,9 Volt als niedrigste Ladespannung (das gilt dann für U1 und U2, die nächsthöhere Stufe lädt auf 14,2V U1 und 13,6V U2, die würde ich eigentlich lieber verwenden).
Selbst damit treibt er den Akku in OV.
Aber selbst die LiMa ohne Booster würde das schaffen, die erzeugt eine Spannung von ca. 14,1 V.
Und der Spannungsunterschied scheint mit der Zeit größer zu werden.


Herbstsonne am 30 Aug 2020 23:26:27

Hallo ulfertg,

habe auch neuen Robur seit 4 Wochen (allerdings 164Ah - andere Zelle mit 82Ah und 2P4S-Schaltung, also nicht identisches BMS).
Ein Problem bei der Robur ist für mich, daß es kein gescheites Manual gibt, dem man entnehmen kann was die "normale/gewollte" Funktion ist.
Wenn man H. Sinz anspricht gibt er allerdings bereitwillig Auskunft oder fordert die Info an - dito wohl bei anderen Kunden ...
... er hätte aber wohl weniger Telefondienst mit umfassenden Unterlagen zu dem Produkt.

Zum Balancer hat er mir geschrieben:
"Es handelt sich um passives Balancing mit 50 mV. Dieses setzt ab 13,4 Volt ein."
Weiß nicht genau, was das bedeuten soll - habe nicht mehr nachgefragt. Meint er 13,4V Akku-Spannung, oder 13,4/4=3,35V Zellspannung ? 50mV oder 50mA ?

Ich habe auch den Eindruck, daß der Akku recht früh in die OV-Abschaltung geht - stört mich aber gerade nicht, dann nehme ich die längere Lebensdauer mit, die letzte Ah brauche ich auch nicht ...
H. Sinz hat außerdem gesagt, daß es 40 Zyklen braucht, bis stabiler Zustand.
Ich habe nach Abschaltung noch nie mehr als 13,6V gesehen (bin noch nicht bei 40 Zyklen).
Ein paar Daten von mir, die zeigen, daß der passive Balancer funktioniert, allerdings geht das wohl mit 50mV (oder meint er 50mA ??) recht gemütlich:
Über 14,4V Bordlader geladen bis OV-Abschaltung (in die renne ich immer rein):
100% SOC: 13,6V Akku, 3,526V, 3,361V, 3,356V, 3,364V also 170mV Zell-Drift.
Lasse ich das so stehen und schaue 3h später nochmals rein (immer noch OV-abgeschaltet), dann hat der Balancer des "führenden Zellpaares" 56mV abgefackelt:
100% SOC: 13,5V Akku, 3,470V, 3,349V, 3,345V, 3,351V ; mit 125mV Zell-Drift verringert über 3h um 45mV

Bei z.B. zwischen 20-80% SOC sehe ich minimale Drift: zwischen 2 und 10 mV.

Komisch ist die Abschaltung über Bluetooth:
fahre ich z.B. runter auf 70% SOC und schalte den Akku ab (Lebensdauer), dann ist und bleibt es in der Kabine dunkel, aber über Solar nimmt der Akku Ladung auf.
D.h., wenn ich ihn wieder einschalte, dann hat er z.B. 98% SOC !

Grüße, Erhard

Stocki333 am 31 Aug 2020 07:09:42

Hallo
Wenn ich mir die Graphik anschaue, drängt sich mir ein Verdacht auf. Erhart hat mich darauf gebracht.
Balancerbeginn 13,4 Volt.
13,4 V / 4 = 3,35 V
Könnte es sein, nur Vermutung, das bei den 2 Zellen deren Spg niedrig ist, der Balancer nicht anspricht.
Fertig-BMS balancieren mit 50 mA in der Regel. Und je höher die Spg. desto mehr Strom.
Wo erreicht er die 50 mA.?? Wenn das ein linearer Zusammenhang ist, Reicht der Balancerstrom bei deiner niedrigen Abschaltspg nur ein paar mA.
Folgende Überlegung.
2 Zellen laufen in der Spg nach oben. Durch den Ladestrom. Weil Voll. 2 Zellen sind noch nicht soweit von der Kapazität, das sie Hochlaufen. Dem BMS bleibt gar nichts anderes übrig als abzuschalten.
Schaltet ab, weil nicht die obere spannungsgrenze erreicht ist. (14,4 - 14,6). Sondern die Differenz der Zellen zu hoch ist.
Aber mit den paar mA gewinnst du keinen Blumentopf.
Damit bekommt auch die Aussage von hr. Sinz auch eine andere Bedeutung mit seinen 40 Zyklen.
Vorschlag.
Geh ans Labornetzteil. mit geringen Strom. Die 2 Zellen die davonlaufen, belastest du mit je einer Lampe. Du entziehst damit Strom und die schwächeren Zellen haben die Möglichkeit hochzukommen.
Du ahmst damit ein externes BMS nach. Du hast damit die Chanche die Zellen im obersten Spgbereich anzupassen. Dort passieren die Drifts.
Mit dem Labornetzteil kannst du die Spg immer höher regeln, ohne das das BMS abschaltet.
Du machst damit eigentlich ein Topbalancing. Allerdings mit höheren Entladestrom und dort wo Die Drift gerne auftritt.
Ereichst du 14.4 Volt lasse mit spgsüberwachung das Weiterlaufen. Solange bis das System ohne Abschaltung läuft. Ohne Lampen.
Und lasse es 2-3 Tage auf dieser Spg. Damit kann das BMS mit seinen 50mA seinen Job machen.
1 Ah Differenz mußt du mal ausgleichen mit 50 mA. Das dauert.
Wenns dann nicht funktioniert. hat das BMS vermutlich einen Patschen.
Zum BMS. <es gibt eine APP dazu im Liontron Fred. Probier die mal. vielleicht kannst du dein BMS damit ansprechen. könnte ja sein, das die vom selben Hersteller sind.
Sind eigentlich beide Accus von dem Problem betroffen. Das ist mir nicht ganz klar.
Gruß Franz

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Herbstsonne am 31 Aug 2020 09:48:32

Herbstsonne hat geschrieben:Hallo ulfertg,
...
100% SOC: 13,6V Akku, 3,526V, 3,361V, 3,356V, 3,364V also 170mV Zell-Drift.
3h später nochmals rein (immer noch OV-abgeschaltet), dann hat der Balancer des "führenden Zellpaares" 56mV abgefackelt:
100% SOC: 13,5V Akku, 3,470V, 3,349V, 3,345V, 3,351V ; mit 125mV Zell-Drift verringert über 3h um 45mV
...

Heute morgen nach weiteren 10h nochmals reingeschaut (immer noch OV-abgeschaltet), dann hat der Balancer des "führenden Zellpaares" weitere 89mV abgefackelt in Summe dann also 147mV
100% SOC: 13,3V Akku, 3,381V, 3,338V, 3,336V, 3,335V ; mit jetzt 46mV Zell-Drift diesbezüglich keine weitere Verringerung mehr, aber "gleichmäßiges Absacken" - wohl durch minimale Ladungsentnahme Ruhestrom Aufbau.

Die Frage ist: wie ideal muß das funktionieren ?

Gruß, Erhard

ulfertg am 31 Aug 2020 13:08:39

Herbstsonne hat geschrieben:[...] dann hat der Balancer des "führenden Zellpaares" 56mV abgefackelt[...]

Danke für deine Werte und Informationen Erhard.
Nach meinem Verständnis kann ich bei dir, wie auch bei mir, keinen Balancer bei der Arbeit erkennen. Ein Abfall der Zellspannung nach Beenden der Stromzufuhr und einer gewissen Zeit der Ruhe auf ca. 3,33 Volt ist, soweit mir bekannt, ein normales Verhalten von LiFePo4 Zellen.
Dass die Zelle mit dem höheren Spannungsgefälle schneller gegen die 3,33 Volt strebt, scheint mir auch normal zu sein.

Wenn ein passiver Balancer verbaut wäre, die Spannung der Batterie in dem Bereich des Balancing läge und ein geringer Strom zugeführt würde, der im Bereich der Möglichkeiten des Balancer läge (hier vermutlich 50mA/Zelle), sollte die Spannung der Zellen mit dem höheren Spannungsniveau langsamer ansteigen, stagnieren oder sogar leicht sinken, während die Spannung der Zellen mit dem niedrigeren Spannungsniveau stiege.

Das habe ich bereits getestet (mit einer Zellspannung knapp unter dem Abschalten, also der höchstmöglichen die das BMS zulässt) und es trifft nicht zu, die Spannung driftet mit der Zeit sogar leicht auseinander.

Herbstsonne hat geschrieben:Die Frage ist: wie ideal muß das funktionieren ?

Damit sich der LiFePo4 Akku gut in die übrige Technik integrieren lässt, sollte das nach meiner Einschätzung besser funktionieren.
Das Balancen hat ja nicht nur zum Ziel die Akkukapazität möglichst vollständig zu nutzen, sondern auch um einen definierten (Voll-)Ladezustand zu erfassen.
Außerdem: wenn dein Akku bereits bei 13,6 abschaltet, weil eine einzelne Zelle 3,6V erreicht hat, wird die Lebensdauer dieser Zelle ja nicht verlängert.
Da meines Wissens in der Regel die "schwächste" Zelle als erstes in die Spannungsbegrenzung läuft, wird also genau diese Zelle am stärksten gestresst.
Ob diese Effekte im Laufe der Zeit relevant sind kann ich mangels Erfahrung nicht abschätzen, aber tendenziell ist das wohl eher keine gute Sache für die Lebensdauer.

Stocki333 hat geschrieben:Zum BMS. <es gibt eine APP dazu im Liontron Fred. Probier die mal.

Ich vermute du meinst die Xiaoxiang BMS App? Die habe ich getestet, sie sieht zwar den Robur Akku, kann aber keine Werte auslesen.
Stocki333 hat geschrieben:Sind eigentlich beide Accus von dem Problem betroffen. Das ist mir nicht ganz klar.

Ja, beide zeigen ein sehr ähnliches Verhalten.
Stocki333 hat geschrieben:Vorschlag.
Geh ans Labornetzteil. mit geringen Strom. Die 2 Zellen die davonlaufen, belastest du mit je einer Lampe. Du entziehst damit Strom und die schwächeren Zellen haben die Möglichkeit hochzukommen.

Aber ich habe den Akku doch bereits manuell balanciert? Danach lagen die Zellspannungen ja auch sehr nah beieinander (Screenshot anbei).
Nur sind sie nach kurzer Zeit des Gebrauchs erneut gedriftet. Wenn in dem Akku kein Balancer arbeitet, habe ich ja nach kurzer Zeit immer wieder das gleiche Problem.
Alle paar Tage manuell Balancen ist ja keine gangbare Lösung.
Ich habe auch überlegt einen Balancer nachzurüsten, bin mir allerdings noch unschlüssig ob ich mir das antun will.


Stocki333 am 31 Aug 2020 15:04:21

Hallo Ulf
Da meines Wissens in der Regel die "schwächste" Zelle als erstes in die Spannungsbegrenzung läuft,

:gruebel: :gruebel:
Die schwächste Zelle bleibt unten. Die am nähesten der Volladung ist, zieht nach oben.
-
Leider fehlt bei deiner Graphik der Strom.
2 Definationen von mir, ohne Anspruch auf Richtigkeit.
1. Entweder sind Zellen 1 und 4 Voll und ziehen sofort mit der Spg. nach oben. Und können nicht gebremst werden mit den 50 mA. BMS schaltet ab wegen zu hoher Differenz.
2. Das BMS ist falsch programmiert. Die Ladung wird bei Zelle 2 und 4 unterbrochen bei 3,375 V.
Hier kannst du nur dein Ampermeter in Serie hineinschalten, um den Strom zu messen. Bei einer von den Zellen mit niedrigen Level. Die Balancerkabel sind ja geschraubt. Über das Laborgerät siehst du ja wie die Gesamtspg. steigt. Geht der Strom radikal zurück bei den 3,375 V hast du den Fehler.
Denn du hast 2 Accus mit dem selben Fehler. Darum meine Frage.
Wenn nicht, Hast du noch immer die Möglichkeit mit den 2 Lampen. Über das laborgerät den Strom soweit zurücknehmen das die Differenz nicht zu groß wird. Irgendwann muß auch die Spg an den nacheilenden Zellen steigen. ausgenommen das BMS unterbricht den Stromfluß.
Und ausbauen aus dem Fzg.mußt du die Accus sowieso, wegen Austausch.
Folgendes Szenario:
Wird der Stromfluß nicht reduziert bei Variante 1. Bleibt dir nur der Vorschlag mit den 2 Lampen um die Zellen auf gleichstand zu bekommen. die Balancer müssen dann den Rest erledigen.
Gruß Franz

ulfertg am 31 Aug 2020 17:04:41

Stocki333 hat geschrieben:Die schwächste Zelle bleibt unten. Die am nähesten der Volladung ist, zieht nach oben.

Ich vermute wir definieren "schwächste Zelle" unterschiedlich: In meiner Denkweise ist die schwächste Zelle die mit der geringsten potentiellen Kapazität.
Die würde dann als erste voll geladen sein, ihre Spannung würde steigen und bei dem Robur-BMS OV auslösen.
Ich merke aber gerade selber, dass diese Definition in diesem Zusammenhang nicht Aussagekräftig ist: Das geht sich höchstens aus, wenn alle Zellen von dem gleichen Entladeschluss starten würden (wäre das bei Bottom-Balancing der Fall?) und das ist ja nicht gesichert.
Sprich: Eine Zelle mit geringerer Kapazität kann ja trotzdem auf einem höheren Spannungsniveau liegen und OV Auslösen.
Ich sollte mich wohl mal mit den Zusammenhängen von Spannung, Kapazität und Innenwiederstand der Zellen beschäftigen :)

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass es die Lebensdauer einer Batterie verlängert, wenn eine einzelne Zelle regelmäßig in den OV läuft und damit die Ladung beendet.
Auf wenn die Gesamtspannung dann niedriger liegt.
Ich glaube es wäre schonender, wenn alle Zellen gleichzeitig auf ein hohes Spannungsniveau kommen und dann der Strom gezielt durch das Ladegerät zurückgenommen werden würde - und nicht erst durch eine Sicherheitsabschaltung des BMS.

Stocki333 hat geschrieben:Leider fehlt bei deiner Graphik der Strom.

Das ist richtig, den habe ich nicht kontinuierlich erfasst. Im Text habe ich lediglich darauf hingewiesen, dass der Gesamtstrom gegen Ende (genauer gesagt: bei der vorletzten Messung) bei 34mA lag.
Begrenzt wurde er durch die Konstantspannung des Labornetzteils, d.H. er lag am Anfang der Messreihe höher und ist dann mit steigender Spannung gefallen.
Meine Denkweise: die Spannung so hoch einstellen, dass die höchste Zelle gerade nicht den OV auslöst. Dann müsste ein Balancer doch dafür sorgen, dass die Spannung der höchsten Zelle nicht weiter ansteigt und dadurch den Zellen mit niedriger Spannung im Laufe der Zeit ermöglichen "aufzuholen".
Das ist aber nicht geschehen.

Stocki333 hat geschrieben:[...] Die Ladung wird bei Zelle 2 und 4 unterbrochen bei 3,375 V.
Hier kannst du nur dein Ampermeter in Serie hineinschalten, um den Strom zu messen. Bei einer von den Zellen mit niedrigen Level. Die Balancerkabel sind ja geschraubt. Über das Laborgerät siehst du ja wie die Gesamtspg. steigt. Geht der Strom radikal zurück bei den 3,375 V hast du den Fehler.

Hier kann ich dir leider nicht folgen: Die Zellen sind ja verschweißt und daher ist es nicht ohne weiteres möglich ein Strommessgerät dazwischen zu schalten.
Genauso kann doch das BMS nicht einfach die Ladung einzelner Zellen unterbrechen? Nur durch passives Balancing Strom in Wärme umwandeln und damit die Spannung senken oder halt durch aktives den Strom an die nächste Zelle "weiterreichen".
Über die Balancerkabel sollte doch nur ein messbarer Strom fließen, wenn auch Balanciert wird, also am bei den Zellen mit höherem Spannungslevel?
Aber du meinst sicherlich etwas anderes?

Was wohl funktionieren sollte: Batterie öffnen, die Spannung der Batterie erhöhen bis die erste Zelle kurz vor OV ist und dann den Strom an den Leitungen, welche als Balancerkabel in Frage kommen, messen. Dort müsste dann ja über Plus und Minus der Zelle mit dem hohen Spannungsniveau Strom fließen.
Dadurch könnte ich meine indirekten Schlussfolgerungen durch direkte Messwerte ersetzen.
Meintest du das?

Stocki333 hat geschrieben:Wenn nicht, Hast du noch immer die Möglichkeit mit den 2 Lampen. [...]
Und ausbauen aus dem Fzg.mußt du die Accus sowieso, wegen Austausch.

Da hast du leider recht.
Ich denke ich werde als nächstes Herrn Sinz wieder mit ins Boot holen und mit ihm über meine Beobachtungen sprechen.
Ich hoffe er kann etwas Licht in die Sache bringen oder sogar den genauen Typ des BMS nennen.
Das Datenblatt, welches hier im Thread gepostet wurde, scheint ja nicht zu der aktuellen Generation zu passen - da unterscheiden sich doch einige Werte und auch das Foto entspricht nicht der bei mir verbauten Platine.
Ich werde berichten wie es weiter geht.
Danke schon mal an alle, insbesondere an dich Franz, für den Input und die Denkanstöße.

Stocki333 am 31 Aug 2020 21:04:09

Hallo Ulf
Hier kann ich dir leider nicht folgen: Die Zellen sind ja verschweißt und daher ist es nicht ohne weiteres möglich ein Strommessgerät dazwischen zu schalten.

Stelle doch mal ein Foto rein. Ich kenne nur das Foto von der Hompage.
Genauso kann doch das BMS nicht einfach die Ladung einzelner Zellen unterbrechen?

Korrekt.
Ich habe mich schlecht ausgedrückt und auch einen Denkfehler geschrieben. Sorry dafür.
Was wohl funktionieren sollte: Batterie öffnen, die Spannung der Batterie erhöhen bis die erste Zelle kurz vor OV ist und dann den Strom an den Leitungen, welche als Balancerkabel in Frage kommen, messen.

Genau so meinte ich es. Pass aber auch auf die Stromrichtung auf.
So weißt du ob das BMS überhaupt Balanziert bei den höheren Zellen. Eigentlich müßte ja von den Zellen Strom entnommen werden.
Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass es die Lebensdauer einer Batterie verlängert, wenn eine einzelne Zelle regelmäßig in den OV läuft und damit die Ladung beendet.

Diesen Denkansatz würde ich aussen vor lassen. Ein Accu der korrekt arbeitet, geht nicht in OV. Und über die Lebensdauer mach dir keine Sorgen. Du bist ja innerhalb der Spezifikation. Blockiert nur die richtigen Schlußfolgerungen. :cry:
Ich vermute wir definieren "schwächste Zelle" unterschiedlich: In meiner Denkweise ist die schwächste Zelle die mit der geringsten potentiellen Kapazität.

Du mußt das Verhalten deiner Zellen berücksichtigen. Wenn die Zelle voll ist, steigt die Zelle sehr schnell in der Spg. Dasselbe ist bei einem funktionierenden Accu. Geht der Strom zurück, weil Voll, maschiert die Spg. schnell hoch. So ungefähr bei 13,65 Volt. Da liefern die Ladequellen in der Regel noch die volle Power.
Das sieht man auch an deiner Graphik bei den vollen Zellen. Dort hat dein Netzteil sicher noch nicht den Strom zurückgeregelt. Daher auch die Idee die 2 Zellen mit der Lampe zu belasten, damit die Zellen, die noch nicht voll sind, mehr Strom bekommen. Um auf Voll zu kommen. Dann müßte die Spannung auch schnell ansteigen.
Du solltest bei max erlaubter Zellspg. (vermutlich 3,65 Volt) alle auf dieser Spannung halten. Uber Stunden, besser 2 Tage.
Damit die Balancer zeit haben, auszugleichen.
Gruß Franz

ulfertg am 31 Aug 2020 23:03:09

Stocki333 hat geschrieben:Stelle doch mal ein Foto rein. Ich kenne nur das Foto von der Hompage.

Ich habe ein Album mit Fotos des Innenlebens erstellt: --> Link
Es gibt auch noch mehr Bilder - falls dich etwas Interessiert, was jetzt nicht zu sehen ist, frag gerne.

Stocki333 hat geschrieben:Diesen Denkansatz würde ich aussen vor lassen. Ein Accu der korrekt arbeitet, geht nicht in OV. Und über die Lebensdauer mach dir keine Sorgen. Du bist ja innerhalb der Spezifikation. Blockiert nur die richtigen Schlußfolgerungen.

Ja, das war im Grunde auch nur meine Erwiderung zu Erhards implizierter Annahme eine frühe Abschaltung sei der Lebensdauer zuträglich.
Ich sehe es genau wie du, ein Akku sollte im normalen Betrieb nicht in OV gehen. Jedenfalls nicht regelmäßig.

Stocki333 hat geschrieben:[...] Du solltest bei max erlaubter Zellspg. (vermutlich 3,65 Volt) alle auf dieser Spannung halten. Uber Stunden, besser 2 Tage.
Damit die Balancer zeit haben, auszugleichen.

Verstanden, falls ich einen Balancer im BMS finde, werde ich das so probieren.

pfeffersalz am 01 Sep 2020 07:47:13

Sehr aufschlussreiche Bilder! Endlich berichtet hier im Thread jemand Fakten statt Vermutungen.

matties am 01 Sep 2020 08:02:35

Hallo Ulf Hallo Franz!

Mit Spannung habe ich dieses Thema gelesen. Vielleicht helfen meine Erfahrungen etwas weiter.
Mein Liontron Akku macht exakt die gleicchen Probleme. Er ist folgenermaßen aufgebaut. 150 Ah, Rundzellen 32650, 28p 4s. Die Zellen werden von einem xiaoxiang bms gesteuert mit max. 50 bis 60 mA. Die zellblöcke 1 u. 4 erreichen nur eine maximale Spannung von 3,36 bis 3,38 V. die zellen 2 u. 3 arbeiten normal bis 3,75V, dann erfolgt eine Abschaltung OV.
2x habe ich den Akku ausgebaut und das bms abgeschraubt. Dann Initialisierung mit 3,6V, beim 2. mal mit 3,8V. Ladestrom Max. 2A bis runter auf 20 mA. Das dauerte je nach Zelle 12 bis 18 Std. Der Erfolg war da , dauerte aber nur 2 bis 3 Tage dann wieder das gleiche Problem.
Und jetzt der Hammer. Auf einem Stellplatz hatte ich plötzlich keinen Zugriff mehr auf meinen Akku. Jemand hatte mir meinen Akku mit einem Passwort blockiert. Ja das geht wenn ihr auf github geht dann ist da ein Lukas Des. der hat eine ios app.entwickelt mit der ist das möglich. Also habe ich mir bei Ali ein neues bms gekauft. Das hat ganz neue Möglichkeiten ich kann ZB ein eigenes Passwort setzen, habe einen Dongle für Windows Pc.
Also das neue Teil eingebaut Zellen vorher wieder auf gleichstand gebracht. Die Zellen werden auch balanziert, man sieht eine deutliche Spannugsänderung. Aber nach ein paar Tagen wieder das gleiche problem, die zellspannungen driften auseinander. Fazit es liegt nicht am bms es liegt wohl eindeutig an den verbauten Zellen. Evt. würde ich mir auch neue Zellen bei ali kaufen aber das Angebot ist dort unfaßbar groß so läuft man Gefahr wieder Mist zu kaufen.

LG. Wolfgang

Stocki333 am 01 Sep 2020 09:15:08

matties hat geschrieben: Dann Initialisierung mit 3,6V, beim 2. mal mit 3,8V. Ladestrom Max. 2A bis runter auf 20 mA. Das dauerte je nach Zelle 12 bis 18 Std. Der Erfolg war da , dauerte aber nur 2 bis 3 Tage dann wieder das gleiche Problem.

Hallo Wolfgang
Erstmal Danke für deinen Bericht. Das was du hier schreibst, das hat Hand und Fuß. Und das du den Mut hast, über deine Probleme zu berichten. :lupe: :lupe:
Diesen Verdacht mit unterschiedlichen Toleranzen bei den Zellen, könnte auch bei Ulf der Fall sein. Dort Ist aber das noch nicht bewiesen. Erst wenn der 2. Versuch fehl schlägt, die auf Gleichstand zu bringen, wäre ich bereit diesen Schluß zu Ziehen.
Man muß jedoch unterscheiden zwischen Zellen und BMS.
Bei dir und und Ulf kommen jedoch 2 Faktoren zusammen. :
Die Zellen sind "ungenau" in der Spannugslage.
Das BMS hat zu geringe Leistung im Balancerbereich. Typisch 50 - 100 mA. Eine Kombination die zu Disbalalancen führt.
Ist bei dir der Fall und könnte auch bei Ulf der Fall sein.
Und das das so schnell geht ist schon eine Überraschung. Beide geben den selben Zeithorinzont an.
Aus der Anfangszeit der Winstonanlagen war es ein heißer Punkt mit den Balancerströmen von ca. 1A. Die Praxis hat aber gezeigt das das ausreichend ist. Die Zellen sind aber auch besser. Es gibt einen hier, der hat eine Winston Starterbatterie, 7 Jahre ohne Balancer in Betrieb gehabt.
Das mal als Analogie zu den Verbauten Zellen von eureren Accus.
Also das neue Teil eingebaut Zellen vorher wieder auf gleichstand gebracht. Die Zellen werden auch balanziert, man sieht eine deutliche Spannugsänderung. Aber nach ein paar Tagen wieder das gleiche problem, die zellspannungen driften auseinander. Fazit es liegt nicht am bms es liegt wohl eindeutig an den verbauten Zellen.

Liegt aber auch am verbauten BMS. Leider.
Abhilfe bekommst du nur durch den Einsatz von externen Balancern. Die sollten schon um die 3 Ampere können. Und sollten schon bei 3,2 - 3,4 Volt arbeiten. Alternativ wären auch aktive Balancer denkbar.
MontainBiker baut gerade so ein System auf für eine Winston Starterbatterie. Die verbauten Balancer sind aber nicht für dich geeignet.
Wenn du dir so eine Graphik machst so wie Ulf, dann siehst du wo die Balancer einsetzen sollen.
Also habe ich mir bei Ali ein neues bms gekauft. Das hat ganz neue Möglichkeiten ich kann ZB ein eigenes Passwort setzen, habe einen Dongle für Windows Pc.

Hatu Link.
Evt. würde ich mir auch neue Zellen bei ali kaufen aber das Angebot ist dort unfaßbar groß so läuft man Gefahr wieder Mist zu kaufen.

Wahr geschrieben. allerdings wenn ich die Kosten in Relation setze, plus Risiko, würde ich die erste Variante versuchen.
Ist zwar auch nicht der Weißheit letzter Schluß, das mit den externen Balancern, aber eine kostengünstige Möglichkeit. Es besteht ja die Möglichkeit, das sich die Zellen anpassen.
Gruß Franz

Stocki333 am 01 Sep 2020 09:19:07

Noch eine Frage.
kannst du die Abschaltdiffernz im Programm deines neuen BMS verändern.
Franz

matties am 01 Sep 2020 10:29:06

Hallo Franz!
Bei meinem bms lassen sich 6 Parameter einstellen. OV u. UV protect und Releases, Balancing Einsatzpunkt, normal bei 3,4V und Differenzspannung von 0,01V bis 0,05V. Ein und Ausschalten der Entladefunktion, für mich wichtig bei der Montage. Keine Funkenbildung. Eingabe der Kapazität nominal und tatsächlich. Aber glaub mir ich habe alle Varianten durchgespielt ohne Erfolg. 2 Dinge meine ich sind noch wichtig. Ich lade nur noch mit geringen Strom 15A und schlussspannung 14,4V so das die Balanzer eine gering Chance haben die Spannungsdifferenz einzufangen.
Jetzt ganz wichtig! Der Verkäufer des bms gibt an es sollten nur Batterien in sehr guten Zustand ,30mV Differenz verwendet werden. Sonst lieber eine neue Batterie kaufen.
An Ulf viel Erfolg weiterhin mit deinem Händler. Halt uns auf dem Laufenden, mich würde die Servicefreundlichkeit schon interressieren.
LG. Wolfgang

ulfertg am 01 Sep 2020 16:20:58

ulfertg hat geschrieben:Was wohl funktionieren sollte: Batterie öffnen, die Spannung der Batterie erhöhen bis die erste Zelle kurz vor OV ist und dann den Strom an den Leitungen, welche als Balancerkabel in Frage kommen, messen. Dort müsste dann ja über Plus und Minus der Zelle mit dem hohen Spannungsniveau Strom fließen.

Es hat mir keine Ruhe gelassen, daher habe ich heute den Akku ausgebaut, geöffnet und den Test wie oben beschrieben durchgeführt.

Das Ergebnis: Es fließt kein nennenswerter Strom über die Leitungen - mein Messgerät hat kurzzeitig knapp über 3 Mikro-Ampere angezeigt, die meiste Zeit lag die Anzeige zwischen 1 und 2 Mikro-Ampere.
Ich gehe davon aus, dass diese Leitungen lediglich der Erfassung der Zellspannungen dienen.

Damit sehe ich meine Vermutung, dass kein Balancing stattfindet, bestätigt.
Und es erübrigen sich auch erstmal weitere Versuche des manuellen Balancierens.

Ich habe Herrn Sinz bereits geschrieben und ihm von meinen Beobachtungen berichtet.
Nun warte ich gespannt auf seine Antwort.


Ich werde über den weiteren Verlauf der Sache berichten.

pepe54 am 01 Sep 2020 19:15:03

Wer IOS nutzt, ist immer noch außen vor...

pfeffersalz am 01 Sep 2020 19:25:00

Nach Crystal-Gate jetzt Robur-Gate?

Bleibt dran Jungs! :|

lowbattery am 01 Sep 2020 20:19:39

Hallo ulfertg,
Die 4 weißen Leitungen führen doch, wie auf deinem Foto Nr. 1 zu erkennen, an den fünfpoligen Stecker auf B1,B2, B3, B5, die eine schwarze auf B0, dahinter sind jeweils Widerstände. Wie es von da weiter geht erkennt man am Foto nicht. Aber die Widerstände sehen schon sehr nach Balancer aus. Strom fließt nur, wenn das BMS das Balancing aktiviert. Die Spannungsüberwachung geht auch über diese Anschlüsse. Das BMS scheint auch für 5s geeignet zu sein, muß also programmierbar sein. Vielleicht hat der Hersteller es versehentlich mit einem falschen Parametersatz initialisiert.

Etwas anderes: beim Laden über Labornetzteil ließen sich die Zellen doch alle auf 3,65V bringen, oder? Wie schnell waren sie danach wieder auseinander, ohne zu laden? Oder kam der erneute Drift erst beim Laden?

Wenn beim Laden der Batterie über die ca. 2 Stunden Zellen 1 und 3 auf 3,6V steigen, dann muss Ladestrom fließen. Am Anfang 5A, am Ende noch 34mA. Dieser Strom muss irgendwie durch die Zellen 2 und 4 oder an ihnen vorbei. Wenn er durch ginge, dann müsste die Spannungen von 2 und 4 steigen oder zumindest nicht sinken. Also kann der Strom eigentlich nur über die weissen Leitungen geflossen sein.

Du könntest noch die Temperaturfühler (Verschraubung an den Zellen gegen Pins am vierpoligen weissen Stecker) auf Durchgang prüfen. Wäre als Fehler exotisch, aber da darf natürlich kein Kontakt bestehen. Kommt mir nur so, weil die Zellen 2 & 4 hinterherlaufen und genau die jeweils an Plus einen Sensor haben.

Wenn möglich stell noch ein Foto von der BMS-Rückseite ein sowie eines, auf dem die Beschriftung auf dem BMS-Chip zu erkennen ist.

Gruß,
Stefan

Herbstsonne am 01 Sep 2020 21:45:34

Hallo Experten,

anbei ein Zyklus von heute (164Ah - Robur NEU), geladen mit ca. 50A :
- BT zeigt keine Fehlermeldung, aber OV-Abschaltung - und dies bei heute 13,3V (habe bis jetzt max. 13,6V gesehen)
- lt. Auskunft von H. Sinz dürfte Balancing noch nicht aktiv sein (ab 13,4V) oder aber doch für Aktivierung ab Zelle 3,35V - who knows ?
- max. Zellspannungs-Differenz: 14mV
Ich warte noch immer auf Rückmeldung von H. Sinz, warum der Akku so früh in Abschaltung geht.
Andererseits: seine 164Ah hat er ja gebunkert. Warum sollte er bei SOC 100% nicht weitere Ladung abschalten dürfen ? Wird interessant, wie sich das über der Zeit entwickelt...
... macht das nicht z.B. Tesla so, daß sie Degradation vorhalten, indem sie im Laufe der Zeit stille Kapazitätsreserven aktivieren ?




Grüße, Erhard
PS: Anbei noch ein paar Bilder vom Akku:



Stocki333 am 02 Sep 2020 07:48:51

Herbstsonne hat geschrieben:- max. Zellspannungs-Differenz: 14mV
Ich warte noch immer auf Rückmeldung von H. Sinz, warum der Akku so früh in Abschaltung geht.
Andererseits: seine 164Ah hat er ja gebunkert. .

Du hast ein komplett anderes Fehlerbild, als deine Leidenskollegen. Bei dir sind die Zellen auf nahezu Gleichstand.
Wenn du einen WR hast, fahre doch mal ein paar Ladezyklen. Bei deiner Lademöglichkeit hast du das schnell erledigt.
Warum sollte er bei SOC 100% nicht weitere Ladung abschalten dürfen

Weil dir bei den Spg. irgendwann die Zellen auseinanderdriften. Nicht einen falschen Schluß ziehen. Die höhere Spg brauchst du um zu balanzieren.
Gruß Franz

Stocki333 am 02 Sep 2020 08:03:06

ulfertg hat geschrieben:
Das Ergebnis: Es fließt kein nennenswerter Strom über die Leitungen - mein Messgerät hat kurzzeitig knapp über 3 Mikro-Ampere angezeigt, die meiste Zeit lag die Anzeige zwischen 1 und 2 Mikro-Ampere.

Bitte Überprüfe bei deinem Messgerät den Amperemeßbereich. Unter Umständen Hast du dir die Sicherung im kleinen Bereich geschossen. Mir selber schon passiert. Gemessen und keinen Stromfluß. Auf dem falschen Gleis gelandet. Gedanklich.
Einfach nur so eine Idee. Denn die Aussage von Stefan die hat was.
gruß Franz

Stocki333 am 02 Sep 2020 08:20:42

lowbattery hat geschrieben:Etwas anderes: beim Laden über Labornetzteil ließen sich die Zellen doch alle auf 3,65V bringen, oder? Wie schnell waren sie danach wieder auseinander, ohne zu laden? Oder kam der erneute Drift erst beim Laden?

Hallo Stefan
Du hast einen anderen Schluß als ich gezogen.
Und das das so schnell geht ist schon eine Überraschung. Beide geben den selben Zeithorinzont an.

Diesen Gedankengang hab ich leider nicht weiter verfolgt.
An Wolfgang.
Kann dein Neues BMS auch 5 Zellen. ??
Hast du die Balancerströme gemessen. Bei allen 4 Zellen. Den ihr habt das selbe Fehlerbild. :cry:
Gruß Franz

ulfertg am 02 Sep 2020 17:35:06

lowbattery hat geschrieben:Die 4 weißen Leitungen führen doch, wie auf deinem Foto Nr. 1 zu erkennen, an den fünfpoligen Stecker auf B1,B2, B3, B5, die eine schwarze auf B0, dahinter sind jeweils Widerstände. Wie es von da weiter geht erkennt man am Foto nicht.

Hallo Stefan,
danke für die vielen Ideen!
Ich habe Fotos zu meinem Album hinzugefügt, darauf sollte mehr zu erkennen sein.

lowbattery hat geschrieben:Aber die Widerstände sehen schon sehr nach Balancer aus. Strom fließt nur, wenn das BMS das Balancing aktiviert.

Ich habe ein Wärmebild der Widerstände zum Album hinzugefügt.
Sie zeigen keine Wärmeentwicklung, weder während des Ladens, kurz vor Abschalten in OV, noch in den ersten 10 Minuten im OV.

lowbattery hat geschrieben: Vielleicht hat der Hersteller es versehentlich mit einem falschen Parametersatz initialisiert.

Das wäre natürlich super, wenn es daran liegen würde - und es darüberhinaus nachträglich möglich wäre, diesen Parametersatz zu modifizieren.
Diese Idee hatte ich auch und habe Herrn Sinz daher um weitere Informationen zu dem verbauten BMS gebeten.

lowbattery hat geschrieben:Etwas anderes: beim Laden über Labornetzteil ließen sich die Zellen doch alle auf 3,65V bringen, oder? Wie schnell waren sie danach wieder auseinander, ohne zu laden? Oder kam der erneute Drift erst beim Laden?

Die Antwort auf die erste Frage lautet ja, auf die zweite Frage kann ich leider keine präzise Antwort geben, da ich das Verhalten der Zellen nicht ständig beobachtet habe. Was ich sicher sagen kann: der Drift ist mir erst bei erneutem Laden aufgefallen.

lowbattery hat geschrieben:Wenn beim Laden der Batterie über die ca. 2 Stunden Zellen 1 und 3 auf 3,6V steigen, dann muss Ladestrom fließen. Am Anfang 5A, am Ende noch 34mA. Dieser Strom muss irgendwie durch die Zellen 2 und 4 oder an ihnen vorbei. Wenn er durch ginge, dann müsste die Spannungen von 2 und 4 steigen oder zumindest nicht sinken.

Bist du dir bei deiner Schlussfolgerung ganz sicher? Ich hätte vermutet, dass das auch einiges mit der Zellchemie zu tun hat und den jeweiligen Widerständen?
Und ein Teil des zugeführten Stroms wird doch auch in Wärme umgewandelt und nicht von den Zellen gespeichert?

lowbattery hat geschrieben:Du könntest noch die Temperaturfühler (Verschraubung an den Zellen gegen Pins am vierpoligen weissen Stecker) auf Durchgang prüfen. Wäre als Fehler exotisch, aber da darf natürlich kein Kontakt bestehen. Kommt mir nur so, weil die Zellen 2 & 4 hinterherlaufen und genau die jeweils an Plus einen Sensor haben.

Die Temperaturfühler sind an Plus von Zelle 1 und 3 angeschraubt (das verbaute BMS zählt die Zellen vom Minuspol).
Ich habe die Fühler testweise abgeschraubt, isoliert und dann erneut getestet. Das hat nichts geändert - weder über das schwarze Minus- noch über das weiße Kabel an Plus von Zelle 1 (die läuft momentan als erste in OV) konnte ich einen nennenswerten Strom messen und keiner der Widerstände in Steckernähe zeigte eine Wärmeentwicklung.

lowbattery hat geschrieben:Wenn möglich stell noch ein Foto von der BMS-Rückseite ein sowie eines, auf dem die Beschriftung auf dem BMS-Chip zu erkennen ist.

Chip Foto: Erledigt - Rückseite: reiche ich nach.

Stocki333 hat geschrieben:Bitte Überprüfe bei deinem Messgerät den Amperemeßbereich. Unter Umständen Hast du dir die Sicherung im kleinen Bereich geschossen.

Du hast völlig recht - Messmittel überprüfen ist wichtig.
Gestern habe ich nur grob, durch Anfassen der Messspitzen, geprüft ob überhaupt etwas angezeigt wird, heute dann noch einmal präziser mit einem 1kOhm Widerstand.
Ergebnis: mein Multimeter zeigt bei 10 Volt ca. 10mA an, bei 1 Volt ca. 1000 Mikro-Ampere (+-<5%). Die Messung scheint also belastbar zu sein.

Stocki333 am 02 Sep 2020 19:43:51

Ergebnis: mein Multimeter zeigt bei 10 Volt ca. 10mA an, bei 1 Volt ca. 1000 Mikro-Ampere (+-<5%). Die Messung scheint also belastbar zu sein.

:top: :top:

George67 am 03 Sep 2020 08:54:15

ulfertg hat geschrieben:....... heute dann noch einmal präziser mit einem 1kOhm Widerstand.
Ergebnis: mein Multimeter zeigt bei 10 Volt ca. 10mA an, bei 1 Volt ca. 1000 Mikro-Ampere (+-<5%). Die Messung scheint also belastbar zu sein.


Einer der weiss, was er tut. ( ->misst)

Auch mal schön.... :mrgreen:

Hast du die 10 V auch mit dem gleichen Multimeter gemessen ?

(Duck und weg) :D

lowbattery am 03 Sep 2020 12:54:12

ulfertg hat geschrieben:Bist du dir bei deiner Schlussfolgerung ganz sicher? Ich hätte vermutet, dass das auch einiges mit der Zellchemie zu tun hat und den jeweiligen Widerständen? Und ein Teil des zugeführten Stroms wird doch auch in Wärme umgewandelt und nicht von den Zellen gespeichert?

Daher meine Frage, ob die Zellen die Spannung gehalten haben. Wenn sie beim Laden Spannung verlieren haben sie einen inneren Kurzschluss. Außerdem haben sie nach deinen Aufzeichnungen zuerst geladen (Spannung steigt) und dann entladen (Spannung sinkt leicht). Ich wüsste nicht wie die Zellchemie so ein Verhalten hinbekommen sollte.

Der Chip auf der Oberseite ist kein BMS-Chip sondern ein ARM-cortex 32-bit Microcontroller (Arduino-artig). Auf der Unterseite beim Balancer-IC kann man die Nummer nicht lesen, ist aber egal. Das ist ziemlich sicher ein ganz normaler passiver Balancer. Wann und bei welcher Zelle er auf und zu macht sagt ihm der Microcontroller. Ich mag mich irren, aber wenn du zwei Akkus mit ähnlichen Problemen hast würde ich auf die Programmierung tippen. Wenn eine falsche Software aufgespielt wurde ist nicht unbedingt vorhersehbar was passiert. Wenn andererseits die IOS App noch in Entwicklung ist, vielleicht ist es eine fehlerfreie Firmware auch noch.

Dazu, dass du an den Balancerleitungen nichts misst: Das BMS könnte den Balancer mal aufgemacht haben, und mal nicht. Du müsstest, um sicher zu sein, das Szenario wieder herbeiführen, bei dem die Zellspannung während des Ladevorgangs sinkt.

Gruß,
Stefan

t440142 am 03 Sep 2020 17:26:48

Hallo,

muss sagen das ich die gleichen Probleme habe. Hatte das bereits Herr Sinz mitgeteilt.
Seine Antwort war das der Akku in Ordnung ist und die Spannung um 0,2 V abweichen darf.
Habe den 165AH-Akku.

Auf der Suche nach einer Problemlösung im Netz habe ich eben diesen Thread gefunden.
Da dachte ich mir, hier bin ich richtig.
Ich hatte ähnliche Gedanken, wie man sieht.

Da mir die Aussage nicht gefallen hat, wurde die u.s. Mail verfasst.
Mal abwarten, was zurückkommt.

Gruß
Peter

Hallo Herr Sinz,

danke für Ihre Nachricht.

Ja, das BMS hat abgeschaltet weil bei einer Zelle (die 4te) die Spannung zu
hoch war.
Die anderen 3 waren relativ gleich um die Ruhespannung herum.

Das kann aber kein Dauerzustand sein, wenn das jeden Tag mehrmals passiert.
Sie empfehlen selbst eine Ladekennlinie von 14,4V/13,8V

Habe selber 14,2V/13,5V eingestellt.
Wenn die 4 Zellen einigermassen beieinander liegen sollte der Zustand der OVP
nicht auftreten. Dies dient ja nur der Sicherheit.
Das BMS ist ja kein Laderegler.

Die Balancer sollten das mit der Zeit ausgleich können.
Ansonsten ist das eher ein Zeichen das etwas nicht in Ordnung ist.

Daher habe ich mal den folgenden Versuch mit dem Ladegerät gemacht,
es ist ein Victron, womit ich die Spannung genau einstellen kann.

Geladen mit 13,56V, 1,5A
die ersten 3 waren mit 3,3xV nahe beieinander.
Die 4te bei 3,519V
Der Akku wurde voll, der Strom sank auf 0A

Jetzt habe ich gewartet, es tat sich nichts.
Ab wann startet das Balancing?
Zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht.

Bei Erhöhung der Spannung bis auf 13,63V änderte sich an den ersten 3 Zellen
die Spannung nur an der 3 Stelle nach dem Komma.
Die 4te Zelle rannte davon und bei 3,6V schaltete das BMS wieder ab.

Es sieht für mich so aus, als ob die Balancer zu keinem Zeitpunkt arbeiten.
Entweder defekt, oder fehlerhaft programmiert.

Gruß

ulfertg am 03 Sep 2020 18:11:44

lowbattery hat geschrieben:Wenn sie beim Laden Spannung verlieren haben sie einen inneren Kurzschluss. Außerdem haben sie nach deinen Aufzeichnungen zuerst geladen (Spannung steigt) und dann entladen (Spannung sinkt leicht). Ich wüsste nicht wie die Zellchemie so ein Verhalten hinbekommen sollte.

Hab ich gerade nochmal getestet, wenn in der Konstantspannungsphase nur noch wenige mA in die Batterie fließen, driftet die angezeigte Spannung der Zellen auseinander.
Dabei steigt die Spannung der Zellen 1 und 3 leicht an, während die Spannung der Zellen 2 und 4 leicht sinkt. Jeweils nur wenige mA.
Ich hab diesmal eine Bildschirmaufzeichnung der Zellspannungsanzeige der App laufen lassen. Wenn ich nichts besseres zu tun habe, erstelle ich noch mal eine Grafik mit dem Verlauf, dann auch in gleichmäßigen Abständen.
Warum das so ist, kann ich leider nicht erklären, aber ich konnte keinen Stromfluss über die Balancer/V-Sense Kabel messen, außer den weiter unten beschriebenen.

lowbattery hat geschrieben:Der Chip auf der Oberseite ist kein BMS-Chip sondern ein ARM-cortex 32-bit Microcontroller (Arduino-artig).

Und ich hatte noch überlegt nachzufragen, was genau du mit "BMS-Chip" meinst :lach:
Ich hab (bislang) nur ein geringes Wissen im Bereich Elektronik. Und geringes Wissen führt ja leider oft dazu, nicht zu verstehen das man etwas nicht weiß.
Daher: Danke, dass du nochmal nachgefragt hast!
Der Chip ist ein BQ76920, Datenblatt: --> Link
Wenn ich die Dokumentation richtig verstehe (und das ist nicht sicher), dann bietet der Chip ein internes, passives Balancing mit 50mA, welches durch setzen von Bits gesteuert wird.
Bedeutet "intern", dass die 50mA innerhalb des Chips verheizt werden? Dann müsste sich dieser ja erwärmen, das tut er aber auch nicht.

lowbattery hat geschrieben:Ich mag mich irren, aber wenn du zwei Akkus mit ähnlichen Problemen hast würde ich auf die Programmierung tippen.

Das halte ich momentan auch für die plausibelste Erklärung.
Vor allem da sich die Meldungen dazu ja jetzt häufen und nicht nur meine beiden Akkus betroffen sind.

lowbattery hat geschrieben:Wenn eine falsche Software aufgespielt wurde ist nicht unbedingt vorhersehbar was passiert. Wenn andererseits die IOS App noch in Entwicklung ist, vielleicht ist es eine fehlerfreie Firmware auch noch.

Das wäre zumindest theoretisch möglich.

lowbattery hat geschrieben:Dazu, dass du an den Balancerleitungen nichts misst: Das BMS könnte den Balancer mal aufgemacht haben, und mal nicht. Du müsstest, um sicher zu sein, das Szenario wieder herbeiführen, bei dem die Zellspannung während des Ladevorgangs sinkt.

Ich habe heute nochmal alle Balancer/Voltage Sense Leitungen durchgemessen (bei meiner Messung vor ein paar Tagen habe ich nur die beiden Zellen mit der höchsten Spannung gemessen) und dabei festgestellt, dass an der Leitung an Plus von Zelle 4 ca. 25mA abfliessen. Diesen Strom habe ich während des Ladens und auch in Ruhe gemessen. Wird die Leitung untebrochen, schaltet das BMS ab (bei unterbrechen der anderen Leitungen bricht lediglich die angezeigte Spannung ein).
Ich gehe daher davon aus, dass es sich um die Versorgungsspannung des Bords handelt.

Herbstsonne am 03 Sep 2020 18:38:49

t440142 hat geschrieben:... Bei Erhöhung der Spannung bis auf 13,63V änderte sich an den ersten 3 Zellen
die Spannung nur an der 3 Stelle nach dem Komma.
Die 4te Zelle rannte davon und bei 3,6V schaltete das BMS wieder ab.
...
Gruß[/i]

Hallo Peter,
wie viele Zyklen hat Dein Akku jetzt ?
Bei mir war anfänglich Zellpaar 1 den anderen bei SOC nahe 100% um bis zu 0,2V voraus.
Die letzten Zyklen war Zelldrift mit max 15mV viel besser, aber Abschaltung halt schon recht(zu?) früh bei 3,355V nach Abschaltung. Abschaltungszeitpunkt konnte ich noch nicht sehen - wieviel sinkt die Zellspannung danach ab ?
Würde weiter geladen werden, würde sicher das Zellpaar 1 wieder in Vorlage gehen ...
Grüße, Erhard

t440142 am 04 Sep 2020 08:19:28

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.



Hallo Erhard,

Der Akku hat jetzt 3 oder 4 Zyklen.
Diese Zelle sinkt dann zügig auf 3,5xV
Der Akku bleibt aber noch in Abschaltung. Erst wenn die Zellspannung noch weiter sinkt, geht das gleiche Spiel wieder von vorne los.
Das ist so bei ca. 13,4V Gesamtspannung, also im Prinzip wenn er belastet wird.
Wenn ich nichts aus der Batterie entnehme dann bleibt die Abschaltung bestehen.

Gruß
Peter

Herbstsonne am 04 Sep 2020 08:54:44

t440142 hat geschrieben:... Der Akku hat jetzt 3 oder 4 Zyklen.
Diese Zelle sinkt dann zügig auf 3,5xV
Der Akku bleibt aber noch in Abschaltung. Erst wenn die Zellspannung noch weiter sinkt, geht das gleiche Spiel wieder von vorne los.
Das ist so bei ca. 13,4V Gesamtspannung, also im Prinzip wenn er belastet wird...


Hallo Peter,

bei meinem 164Ah-Akku hat das ca. 15 Zyklen gebraucht, bis Drift nach OVP <50mV war (jetzt meist zw. 15 und 25mV).
Ich entlade immer über "erzwungenen" Kühlschrankbetrieb.

Abschaltung über Bluetooth:
ist das bei Dir auch so, daß die Abschaltung (Minimierung Alterung bei längerem Stillstand) nur Entladung abschaltet,
nicht aber die Ladung - man also trotzdem über Solar immer einen vollen Akku hat ?

Grüße, Erhard

Herbstsonne am 04 Sep 2020 09:27:23

Nachdem ich gestern nochmals um die Rückmeldung gebeten hatte, hat sich H. Sinz heute morgen sofort zurückgemeldet.
Das ist wirklich eine gute Sache, daß sich der Importeur in der Regel nach 1 Tag meldet! Danke, so wünscht man sich das!

Hier seine Antworten:
Hallo H. Sinz,

soweit läuft der Akku gut, aber 2 Dinge sind mir unplausibel und ich habe noch Fragen zum Balancing:

1. Akku Abschalten:
Diese Funktion ist mir wichtig, um in Zeiten ohne "Fahrt" den Akku mit geringerem SOC (so 50-70%) bzgl. Lebensdauer zu schonen.
Das Abschalten klappt: innen alles dunkel.
Aber: über Solarregler nimmt der Akku obwohl abgeschaltet, Ladung an. D.h., er wird im abgeschalteten Zustand sehr schnell auf 100% SOC geladen.
> kann man Laden auch abschalten, mom. schaltet er nur halb ab ?

Das muss ich mit den Chinesen besprechen, habe ich bisher nicht entdeckt.



2. Abschaltung OV (lade mit 14,4V):
mein Akku kommt nicht im entferntesten auf 14,4 Volt: maximal habe ich vor OV-Abschaltung 13,6V gesehen.
Die höchste Zellspannung dabei war 3,526V (restliche Zellen 3,360V).
Aktuell sieht es so aus (siehe Anlage):
Max. 13,3V nach OV-Abschltung, Zellen sind jetzt gut balanciert, dann zw. 3,340 und 3,355V.
Warum lädt sich der Akku nicht richtig voll ? Er könnte doch zumindest bis eine Zelle 3,6V hat Laden.

Da sitzen Sie einem Irrtum auf:
Die Ladespannung darf bis 14,6 Volt betragen, die muss aber immer höher sein als die Zellspannung, sonst lädt nix.
Die Akkus sind voll, wenn Sie ca. 13,3 bis 13,4 Volt Eigenspannung haben. Gute Zellen schaffen aber auf dem letzen halben Prozent noch Steigerungen bis 13,5, 13,6, ich hatte sogar schon 13,8 Volt.
Das ist aber schon bei Entnahmen von einem halben Ah weg.



3. Verständnisfragen:
- es ist schade, daß es noch kein Manual gibt, mit genauerer Beschreibung der Funktionen und damit Beschreibung was "normal" ist
- Sie hatten mir geschrieben: "Es handelt sich um passives Balancing mit 50 mV. Dieses setzt ab 13,4 Volt ein"
muss das nicht heißen: ... mit 50mA Balancerstrom ?

Ja, richtig, habe mich verschrieben.


was meint ab 13,4V: setzt bei dieser Akku-Spannung Balancing ein, unabhängig wie hoch die Spannung der führenden Zelle ist ?
Oder setzt Balancing bei Zellen ein, die 13,4V/4=3,35V haben - also ab Zellspannung 3,35V ?
Es wäre doch richtiger, sich an der höchsten Zellspannung zu orientieren ?

So wollte ich das ausdrücken: ab 13,4 Volt Gesamtspannung verbrennen die stärkste Zelle mit 50 Milliampere Strom, um diese Zelle etwas einzubremsen und an die schwächeren anzugleichen


Bitte um Rückmeldung,
Sie können Ihre Kommentare gerne kurz in meine Fragen reintippen um Zeit zu sparen.


Danke und Grüße ...

lowbattery am 04 Sep 2020 09:53:44

lowbattery hat geschrieben:Außerdem haben sie nach deinen Aufzeichnungen zuerst geladen (Spannung steigt) und dann entladen (Spannung sinkt leicht). Ich wüsste nicht wie die Zellchemie so ein Verhalten hinbekommen sollte.

... es könnte natürlich einfach daran liegen, daß der Ladestrom absinkt und dadurch die Differenz Lade- zu Ruhespannung geringer wird. Bei Zellen die sich mit ihrem SOC im flachen Bereich der Spannungskurve befinden könnte das zu einem leichten Rückgang der Spannung führen.

joekel am 04 Sep 2020 11:14:38

Mal eine positive Rückmeldung.....auch nach 2 Jahren arbeiten die Roburs 120er absolut zuverlässig und mit voller Kapazität. Hatten vier Tage kein Landstrom und musste die Teile richtig runterfahren,zb. Laden der E-Roller. Wenn es darauf ankommt, merkt man erst wie schwierig das alles zu Bleizeiten war....

Stocki333 am 06 Sep 2020 19:04:47

Für diejenigen die Probleme mit den Balancerboard haben.
Hier habe ich das Board vom CS Accu auf die Balancer Funktion getestet. Mit einfachen Mitteln.
--> Link
Euer Problem geht mir immer noch im kopf rum. Habt ihr schon mal Überprüft, ob die Verkabelung richtig ist. Den viele BMS sind ja für 4S oder 5S geeignet.
Ist mir einfach so aufgefallen, als ich gesucht habe von wenn das BMS ist.
Gruß Franz

pfeffersalz am 06 Sep 2020 19:11:07

Hallo Franz (stocki333)

Wie lange hast du mit dem Robur Akku schon Erfahrung?

Stocki333 am 06 Sep 2020 19:41:21

Was ist der Grund deiner Frage
Franz

lowbattery am 06 Sep 2020 20:56:20

Hallo zusammen,
hier findet ihr alle Daten zum Balancing etc.:
ulfertg hat geschrieben:Der Chip ist ein BQ76920, Datenblatt: --> Link

Sind allerdings einstellbar über App oder USB-Interface.
Gruß,
Stefan

ulfertg am 07 Sep 2020 17:06:28

Kurzer Zwischenstandsbericht: ich stehe momentan mit Herrn Sinz von der Robur-Akku GmbH in Kontakt und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.

catalpa am 07 Sep 2020 17:14:45

Es wäre schön, wenn sich das Ganze nicht als Konstruktionsfehler herausstellen würde, den Robur hatte ich eigentlich auch ins Auge gefasst...

Stocki333 am 07 Sep 2020 19:38:28

ulfertg hat geschrieben:Kurzer Zwischenstandsbericht: ich stehe momentan mit Herrn Sinz von der Robur-Akku GmbH in Kontakt und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.

Hallo Ulf
Ich weiß nicht ob du bei meinem CS- Fred mitgelesen hast. ich habe dort die Zellen einer 12 V 55 Watt Lampe ausbalanciert.
Das BMS ist nicht das Gelbe vom Ei. Aber das fängt erst zum Balancieren an bei 14 Volt.
könnte es vieleicht doch sein das dein Accu nicht die Balancerschwelle erreicht. Jetzt nach einer Std ist der Accu auf 14,25 Volt. und die Zellen sind noch immer gleich. Die Differenz vorher ist immer gleich geblieben. Und ich habe immer mit 300 mA geladen.
Den gesammten Fred findest du hier. --> Link
Ich weiß jetzt nicht ob es dir und hr. Sinz weiterhilft. Aber halte uns auf dem Laufenden.
Viel glück für eine gute Lösung Franz

ulfertg am 08 Sep 2020 12:03:18

Hallo Franz,
deine beiden CS Threads habe ich mit Interesse verfolgt.

Stocki333 hat geschrieben: Aber das fängt erst zum Balancieren an bei 14 Volt.

Ich habe das der Vollständigkeit halber an meinem Exemplar getestet (vorher manuell mittels Lampe balanciert, um drei Zellen eng zusammen zu bringen und eine voreilende zu erhalten) und konnte auch unter diesen Bedingungen keinen Strom über die Balancerkabel messen - und auch keine Wärmeentwicklung, die auf ein Balancing hindeuten würde.

Ich werde den Akku voraussichtlich heute wieder zusammensetzen, falls es noch weitere Vorschläge/Wünsche gibt was ich testen sollte: gerne her damit.

pfeffersalz am 08 Sep 2020 12:26:26

ulfertg hat geschrieben:Kurzer Zwischenstandsbericht: ich stehe momentan mit Herrn Sinz von der Robur-Akku GmbH in Kontakt und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.


Wird Robur den Akku zurücknehmen?

ulfertg am 08 Sep 2020 12:41:51

pfeffersalz hat geschrieben:Wird Robur den Akku zurücknehmen?

Herr Sinz hat mir bereits die Rücknahme angeboten. Von sich aus - und ohne Wenn und Aber.

Ich hoffe aber auch noch auf eine schnelle Reaktion des Herstellers und dass sich das Verhalten des BMS über Software anpassen lässt.
Dann bräuchte ich meinen Einbau nicht anpassen.
Und müsste nicht nach Alternativen suchen.

Allerdings könnte das etwas dauern mit der Antwort und damit zeitlich knapp werden. Weil auch bald wieder losfahren möchte.
Daher schaue ich parallel auch nach einer Alternative, bestehend aus Zellen und BMS, also Selbstbau.
Das ist ja erstmal eine kleine Welt für sich. Könnte also zeitlich auch knapp werden :lach:

pedri am 08 Sep 2020 13:57:49

Hallo Allerseits,
ich habe mir vor kurzem auch 2 Robur Akkus der aktuellen Version zugelegt. Es sind die 120Ah Akkus.

Ladezyklen kann ich noch nicht groß aufweisen, da ich mit meinem Einbau erst kürzlich fertig geworden bin. Nächstes Wochenende werde ich mal eine Probetour machen.

Was mir aber schon auffiel ist, dass der eine Akku in OV geht und der andere nicht. Geladen habe ich da noch mit meinem original Schaudt EBL und Bleisäure Einstellungen.
Inzwischen habe ich umgebaut auf Votronic Triple. Mal sehen wie es damit weiter geht.

Etwas merkwürdig finde ich die Anzeige in der App zum Ladestrom - der wird beim Laden als negativ angezeigt und beim Entladen positiv. Bei meinem Bord Computer ist es genau anders herum. Das ist bei beiden Akkus übrigens identisch. Habt ihr das auch so?

LG Peter


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