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Teilintegrierter 7,5 m - Gewichtsverteilung richtig? 1, 2


sonnenscheinfahrer am 25 Jun 2018 17:57:33

Es geht darum, eine "Mindestnutzlast" von 115 kg in, einem 7,5 m langen Teilintegrierten KNAUS SUN TI 700 MX mit Queensbett im Heck, praxisnah zu verteilen.

Ziel ist es diese Masse in den im Wohnmobil vorhandenden/angebotenen Stauräumen praxisgerecht zu verteilen, dann mit 4 besetzten Sitzplätzen a 75 kg auf eine Waage zu fahren und die Achslasten sowie das daraus resultierende Gesamtgewicht des Fahrzeugs für ein späteres Gerichtsgutachten zu dokumentieren.

Die Mindestnutzlast von 115 kg setzt sich, laut Definition für dieses Fahrzeug, zusammen aus: 40 kg (10 kg pro Sitzplatz) und 75 kg (10 kg pro Lfm Länge Fahrzeug).
Es ist nicht definiert, wie sich die Mindestnutzlast in Gepäck, Lebensmittel/Getränke oder Camping/Fahrzeugausrüstung aufteilt! :?
Man könnte annehmen, dass die 10 kg/Sitzplatz persönliches Gepäck pro Sitzplatz sind, die 10 kg/Lfm wiederum Camping/Fahrzeugausrüstung. :idea:

Ich nehme an, dass zur praxinahen Nutzung eine Wohnmobils auch Essen und Getränke gehören, diese sitzplatzabhängig sind und somit in den 10 kg/Sitzplatz enthalten sein sollen. :roll:

Annahme: Bei einem Flüssigkeitsverbrauch von 1,5 Ltr./Sitzplatz und 1 kg Festnahrung/Sitzplatz ergeben sich 10 kg Essen/Trinken für 4 Sitzplätze - für welchen Zeitraum man damit autark das Wohnmobil nutzen kann, ist nicht definiert! :oops:

So, jetzt beginnt die sinnvolle Verteilung:
Neben dem Queensbett, links und rechts im Heck, befinden sich zwei Kleiderschränke => hier würde ich je 10 kg, also 20 kg Gepäck verstauen.
Im Vorderen Teil des Queenbettkastens ist ein Stauraum => hier würde ich 10 kg Gepäck verstauen.
Somit ist alles Gepäck mit 30 kg für 4 Personen in alle zu nutzenden Stauräume für Gepäck belegt ===>>> diese Masse ist hinter der Hinterachse!

10 kg Essen und Trinken gehen in den Kühlschrank in der Mitte des WoMos - ich frage mich FÜR WAS mir der Verkäufer einen 127 Liter Kühlschrank als Extra verkauft hat??? :nixweiss:

75 kg Ausrüstung!
15 kg Gasflasche - hinter der Hinterachse
10 kg Tisch, 20 kg Stühle, 4,5 kgTeppich - Heckgarage/hinter der Hinterachse
10 kg Bettzeug - auf Queensbett/hinter der Heckgarage
= 59,5 kg ===>>> diese Masse ist hinter der Hinterachse!

4 kg Auffahrkeile - Doppelboden mittig
8 kg Kabeltrommel - Doppelboden mittig
3,5 kg Geschirr/Kochtöpfe mittig
= 15,5 kg ===>>> die Masse ist zwischen Vorder- und Hinterachse!

Habe ich irgendwo einen Denkfehler, etwas gravierendes vergessen, übersehen oder falsch gemacht????

Ich werde die Gewichte mittels mit Wasser gefüllten Faltkanistern dieser Anordnung entsprechend verteilen und dann damit auf die Waage fahren. :roll:

Es geht darum, wie in etwa die Gewichtsverteilung der "Mindestnutzlast" in diesem Wohnmobil in der Praxis ist.

Es geht nicht darum, ob das zu schwere Stühle sind, oder ob ich dies oder das Notwendige vergessen habe.

Es geht darum, mit einer praxisnahen Gewichtsverteilung die Achslasten zu ermitteln um dieses Ergebnis als Anhaltsergebnis im Vorfeld zu einem späteren Gerichtsgutachten zu haben.

Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Hilfe.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

tommes am 25 Jun 2018 18:11:24

Warum so kompliziert, Ulrich?
Fahr leer auf die Waage, ermittle die Vorderachslast und die Gesamtmasse.
Für die Auswirkung auf die Achslasten brauchst du den Abstand der Ladung von der Vorderachse, das Gewicht des Ladegutes und einen Beladungsrechner --> Link

Gruß Thomas

Julia10 am 25 Jun 2018 19:00:07

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:
Es geht darum, wie in etwa die Gewichtsverteilung der "Mindestnutzlast" in diesem Wohnmobil in der Praxis ist.

Es geht darum, mit einer praxisnahen Gewichtsverteilung die Achslasten zu ermitteln um dieses Ergebnis als Anhaltsergebnis im Vorfeld zu einem späteren Gerichtsgutachten zu haben.


Wenn ich das richtig verstehe brauchst Du die Daten, um sie in einem späteren :?: Gerichtsverfahren zu nutzen?

mafrige am 25 Jun 2018 19:47:53

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:Es geht darum, eine "Mindestnutzlast" von 115 kg in, einem 7,5 m langen Teilintegrierten KNAUS SUN TI 700 MX mit Queensbett
...
mit einer praxisnahen Gewichtsverteilung die Achslasten zu ermitteln um dieses Ergebnis als Anhaltsergebnis im Vorfeld zu einem späteren Gerichtsgutachten zu haben.
...

Die Zuladungsnormen EN 1645-2 und EN 1646-2 lassen viel Spielraum für Interpretation.
Deine Masse in fahrbereitem Zustand sind 3.070 Kg, inkl. Fahrer (75 kg, Wasser, Diesel), dieses Gewicht kann 5 % tolerieren!
Also ohne Sachmangel, könnte dein Grundfahrzeug schon 3223 kg wiegen + deine freiwillig erworbenen Extras!
Wenn man bei deinem Gewicht von 3070 kg ausgeht, kannst du + 3 Personen + 4 * 20 kg Gebäck/Person + 75 kg = 3450 kg beladen!
Über die Verteilung des Gepäck einen Mangel herbeiführen, halte ich nicht für zielführend, da der Fahrer dafür verantwortlich ist.
Es sei denn, das die Vorderachse bei 4 Personen bereits überlastet ist, aber dann muss das Gepäck hinten sein … :lol:

sonnenscheinfahrer am 25 Jun 2018 19:58:27

tommes hat geschrieben:Warum so kompliziert, Ulrich?
Fahr leer auf die Waage, ermittle die Vorderachslast und die Gesamtmasse.
Für die Auswirkung auf die Achslasten brauchst du den Abstand der Ladung von der Vorderachse, das Gewicht des Ladegutes und einen Beladungsrechner --> Link

Gruß Thomas


Ja, super einfach!

Danke für die Links - kann diese gut gebrauchen. :daumen2:

Werde beides machen - erst theoretisch und dann praktisch überprüfen ;D

Hat jemand ein Datenblatt mit vermaßten Grundriss??? :schreiben:

sonnenscheinfahrer am 25 Jun 2018 20:01:13

Julia10 hat geschrieben:
Wenn ich das richtig verstehe brauchst Du die Daten, um sie in einem späteren :?: Gerichtsverfahren zu nutzen?


Ja, in der Tat, das will/muss ich!

Petri40 am 25 Jun 2018 20:21:17

Zitate aus Deiner Womo – Beschreibung.
Zusage eines Liefertmines für März/April 2016 - geliefert wurde im JUNI 2016 -
… und das Wiegeprotokoll: 3.460 kg - mit mir als Fahrer.

Du liegst schon länger im Streit mit dem Händler oder gehst Du das Problem jetzt erst an?
Schließlich läuft in einer Woche die Gewährleistungsfrist ab, oder?
Hast Du Aussicht auf Erfolg?

sonnenscheinfahrer am 25 Jun 2018 21:02:05

mafrige hat geschrieben:Deine Masse in fahrbereitem Zustand sind 3.070 Kg, inkl. Fahrer (75 kg, Wasser, Diesel), dieses Gewicht kann 5 % tolerieren!
Also ohne Sachmangel, könnte dein Grundfahrzeug schon 3223 kg wiegen + deine freiwillig erworbenen Extras!
Wenn man bei deinem Gewicht von 3070 kg ausgeht, kannst du + 3 Personen + 4 * 20 kg Gebäck/Person + 75 kg = 3450 kg beladen!


Meine Masse im fahrbereiten Zustand ist 3.120 kg lt. Papier!
zzgl. 40 kg Zusatzausrüstung lt. Papier!
Tatsächliche Masse des Fahrzeugs 3.160 kg lt Papier!

Somit ergibt sich eine mögliche Zuladung von 340 kg

Die Mindestnutzlast ist bei mir: 4 Sitzplätze x 10 kg + 7,5 Lfm Fahrzeuglänge x 10 kg = 115 kg
zzgl. 3 Sitzplätze a 75 kg = 225 kg - den Fahrer haben wir ja schon in der fahrbereiten Masse berücksichtigt!

OH - welch ein Überraschung: 115 kg + 225 kg = 340 kg das hat ja KNAUS fabelhaft aufs Papier gebracht, die mögliche Zuladung ist genau aufs KG die Mindestnutzlast + alle eingetragenen Sitzplätze mit 75 kg besetzt - meine Hochachtung für die max. Erfüllung der min. Anforderung!!! :evil:

Wie kommst du bei deiner Rechnung auf 20 kg Gepäck??? :?

Wir sind nicht mit dem Flugzeug unterwegs, da hast du 20 kg Freigepäck + 6 kg Handgepäck! :eek:

NEIN wir sind mit einem Wohnmobil unterwegs bei dem du nach dem Gesetz/EU Verordnung mit 10 kg/ Sitzplatz auskommst :oops:

mafrige hat geschrieben:Über die Verteilung des Gepäck einen Mangel herbeiführen, halte ich nicht für zielführend, da der Fahrer dafür verantwortlich ist.
Es sei denn, das die Vorderachse bei 4 Personen bereits überlastet ist, aber dann muss das Gepäck hinten sein … :lol:


Ja, du hast recht, der Fahrer ist für vieles verantwortlich zu machen, aber in erster Linie sollte das Gepäck und die Ausrüstung dahin, wo auch Platz für deren Aufnahme vom Hersteller konstruktiv geschaffen wurde.
Eine Gasflasche kannst du nun mal nur im Gaskasten befestigt und gesichert transportieren, auch wenn es ungünstig für die Achslast ist, so wie bei mir. Natürlich wäre es für die Gewichtsverteilung besser die Gasflasche in der Mitte des Fahrzeuges zu transportieren - wir können es ja mal probieren.
Wo sollen Tisch und Stühle anders gesichert transportiert werden, als in der Heckgarage - mittig im Innenraum?
Wo soll die Kleidung sicher verstaut werden, als in den dafür montierten Schränken und unterm Bett im Heck - mittig im Innenraum?

Ich befürchte, dass es bald neben der Fahrbefüllung von max. 10 Ltr. im Frischwassertank auch eine FAHRBELADUNG gibt, die vorgibt, dass alles in der Mitte des Fahrzeugs zu stapeln ist, um eigenverantwortlich die zulässigen Achslasten nicht zu überschreiten!!! :-D :lol:

Ich hoffe hiermit keine Steilvorlage für die WoMo Hersteller gegeben zu haben, aber wenn wir uns weiterhin für blöd verkaufen lassen, wird das so kommen.

mafrige am 25 Jun 2018 21:50:10

Hallo Ulrich,

warum gehst du nicht vom Fahrgewicht ohne Extras aus?
Wenn jemand anschließend alles kauft, was die Liste hergibt, könnte doch der Verkäufer argumentieren, dass du alleine Fahren wolltest oder Auflasten!
Das wird er doch auch in so einer Form tun.

Stell dir vor, du bist Solofahrer und der Verkäufer sagt jetzt ist aber Schluss mit Bestellen, sie müssen ja noch Gewicht übrig lassen für die anderen 3!
Nach oben muss doch offen sein … oder? :lach:

sonnenscheinfahrer am 25 Jun 2018 22:14:51

mafrige hat geschrieben:Hallo Ulrich,

warum gehst du nicht vom Fahrgewicht ohne Extras aus?

Stell dir vor, du bist Solofahrer und der Verkäufer sagt jetzt ist aber Schluss mit Bestellen, sie müssen ja noch Gewicht übrig lassen für die anderen 3!
Nach oben muss doch offen sein … oder? :lach:



:thema:

Ich entnehme deinem Beitrag, dass meine, hier zur Diskussion gestellte Gewichtsverteilung, auch deine Zustimmung bekommt. ;D

thomas56 am 25 Jun 2018 23:00:23

sonnenscheinfahrer hat geschrieben:wenn wir uns weiterhin für blöd verkaufen lassen, wird das so kommen.

bei 7,5m u, 3,5t braucht kein Verkäufer mehr für blöd verkaufen! :lol:

Tinduck am 26 Jun 2018 07:44:24

Dein Ansatz hört sich erstmal vernünftig an.

Allerdings frage ich mich, warum Du das erst nach 2 Jahren merkst? Dass ein 7,5-Meter-TI mit ein bisschen Ausstattung quasi schon im Auslieferungszustand überladen ist, kann man ja nicht gerade als neue Erkenntnis bezeichnen...

Was möchtest Du erreichen? Eine Rückabwicklung dürfte dich wegen der hohen Nutzungsdauer und der damit verbundenen Minderung der Rückerstattungssumme teuer zu stehen kommen.

bis denn,

Uwe

MountainBiker am 26 Jun 2018 08:43:35

Hallo,

Gewährleistung/Rückabwicklung - wie soll das funktionieren. Der TE hat bei der Fahrzeugübergabe vor knapp 2 Jahren ein CoC zum Fahrzeug erhalten, in dem ganz klar das tatsächliche Gewicht mit Ausstattung ab Werk enthalten ist. Auch war Ihm das errechnete Gewicht mit Sonderausstattung bei Vertragsschluß bekannt.

Spätestens bei Fahrzeugübergabe hätte er bei Abweichungen reagieren müssen. Der TE kann keinen Gericht (vielleicht höchstens in den USA) plausibel darlegen, dass er es innerhalb 2 Jahren nicht geschafft hat zu einer Waage zu fahren und die zugesicherten Eigenschaften überprüfen. Ich nehme mal an es gab ja nicht mal Abweichungen im nennenswerten Bereich und das CoC entspricht dem Vertragsgegenstand. Deshalb gibt es auch keine zugesicherte Eigenschaft die nicht eingehalten wurde.

MountainBiker am 26 Jun 2018 09:10:43

Hallo Sonnenscheinfahrer,

Man hält sich nicht nur daran, man schreibt auch in die COC-Papiere unter 13.2 nur diese max. zulässigen 40 kg rein und nicht die tatsächlichen 370 kg, die dort eigentlich stehen müssten. Ist doch verständlich, denn somit wäre das Fahrzeug nicht mehr gebrauchsfähig, es würde ihm die vorgeschriebene Mindest-Nutzlast fehlen - auf dem ersten Blick.


Im CoC des Aufbauherstellers steht das Gewicht ab Werk - Was hast Du an Sonderausstattung mit 370kg Gewicht einbauen lassen?

Gast am 26 Jun 2018 09:24:26

Leute, Leute ...

Statt den TE zu beschimpfen könnte man sich freuen darüber, dass sich ein Kunde diese Frechheiten, Halbwahrheiten und Schummeleien der Wohnmobilhersteller nicht gefallen lässt.

Nur meine Meinung, Alf ...

Julia10 am 26 Jun 2018 09:33:16

MountainBiker hat geschrieben:
Im CoC des Aufbauherstellers steht das Gewicht ab Werk - Was hast Du an Sonderausstattung mit 370kg Gewicht einbauen lassen?


Diese Frage nach den zusätzlichen Einbauten wäre, meiner Meinung nach, zuerst zu klären, denn damit wäre der Hersteller außen vor.

siusebem am 26 Jun 2018 09:38:52

Dieses Thema interessiert mich ungemein, denn ich war bis vor einem halben Jahr in der gleichen Situation. Knaus Sky Wave 700MEG aus einer Vermietung gekauft. Dass bei 3,5 to nicht sehr viel Zuladung da sein kann war mir klar, aber mit normaler Ausrüstung und Zubehör, und nur mich als Fahrer an Bord, bekam ich eine Schock, als ich das erste Mal über eine Waage fuhr. Gesamtgewicht 3500kg, Vorderachse 1550kg und Hinterachse 1950kg. Jetzt gab es zwei Möglichkeiten, entweder immer überladen fahren, oder meine Frau fährt mit dem PKW vollgepackt hinterher.
Wie abgebrüht müssen Vermieter sein, dass sie so handeln. Sein wir ehrlich, kein Mieter interessiert es wieviel Zuladung möglich ist, übrigens hatte das Fahrzeug noch einen zusätzlichen Stecksitz, also zugelassen für „5“ Personen, und wenn ich für fünf Personen einlade und mit fünf Personen fahre, dann bin ich lange aus einem Toleranzbereich.
Ich bin dieses Problem nun los, denn osteuropäische Personen dachten, sie könnten das Womo in ihren Besitz nehmen, und trotzdem es noch in gleicher Nacht durch meine Hilfe (Ortung) in Polen sichergestellt werden konnte, war meine Versicherung nicht in der Lage, mir das Womo innerhalb einer Monatsfrist wieder zu beschaffen, somit war sie zahlungspflichtig, es hat über 4 Monate gedauert, bis ich dann meine nicht versicherte Ausrüstung aus dem nach Deutschland gebrachten Womo entnehmen konnte.
Jetzt fahre ich einen Weinsberg Pepper, und bei gleicher Beladung noch 330kg Zuladung.

Gast am 26 Jun 2018 09:58:41

Also ich verstehe das Ganze auch nicht so richtig. :roll:

Wenn ich das in Deiner Fahrzeugbeschreibung richtig verstanden habe, hast Du bereits nach Übergabe selbst festgestellt das bei dem „leeren“ Fahrzeug nur noch 40 kg für Beifahrer und Gepäck zur Verfügung stehen, richtig ?

Da braucht man ja gar nicht mehr die Gewichtsverteilungen und Vorgaben für Gepäck und Co ermitteln um festzustellen dass das Fahrzeug nicht fahrtauglich ist.

Dann willst Du erst nach 2 Jahren den Prozess starten ?
Hast Du das Fahrzeug dann 2 Jahre wissentlich überladen genutzt ?

Meiner Meinung nach kannst Du dir die ganzen Ermittlungen sparen, da Du direkt einen Sachverständigen aufsuchen solltest.

Vielleicht verstehe ich aber auch nur Bahnhof, sorry. :roll:

Petri40 am 26 Jun 2018 10:57:10

Uwe
Eine Rückabwicklung dürfte dich wegen der hohen Nutzungsdauer und der damit verbundenen Minderung der Rückerstattungssumme teuer zu stehen kommen.

Das wird der TE sicher bedenken müssen, denn das wird nicht billig.
Aber wie verhält man sich in so einem Fall überhaupt?
Das Fahrzeug sofort wieder beim Händler auf den Hof stellen?
Der wir dir was erzählen, glaube ich.

Statt den TE zu beschimpfen könnte man sich freuen darüber, dass sich ein Kunde diese Frechheiten, Halbwahrheiten und Schummeleien der Wohnmobilhersteller nicht gefallen lässt.
Nur meine Meinung, Alf ...

Das ist auch meine Meinung, Alf, drücke dem TE die Daumen und bewundere ihn zugleich für die Courage.
Bin gespannt wie das ausgehen wird und bin sicher, dass es …zig anderen Usern ähnlich geht.

siusebem am 26 Jun 2018 11:37:47

Ich bin voll auf der Seite des TE, würde gern erfahren was er vor hat. Fast zwei Jahre nach Kauf ist das, was hier vermutet wird, aber schon sehr mutig.
Bei fast jedem PKW, der ja nicht gerade als Freizeifahrzeug konzipiert ist, kann ich sicher sein, dass ich vier Personen plus Gepäck befördern kann, ohne überladen zu sein, aber bei einem Fahrzeug das ausschließlich diesen einen bestimmten Zweck konzipiert ist, muss ich auf Zuladung achten, ist paradox.

bernie8 am 26 Jun 2018 13:21:23

Hallo,

Ich find es auch etwas müssig, dass erst nach 2 Jahren Nutzung anzugehen.

Aber die Bemühungen/ Berechnungen und Ideen von Ulrich find ich gut.
Den wenigsten ist beim Kauf ja wirklich klar auf was sie sich einlassen.
7,5 m und "riesige Heckgarage", in die ich dann aber nix reinladen darf.
Und den schwarzen Peter mit dem Zubehör kann man ja auch nicht dem Kunden zuschieben
so nach dem Motto "hast Du doch alles gewusst".
Hier müssten die Hersteller in die Pflicht genommen werden und den Kunden gegebenenfalls aufklären,
dass das Fahrzeug für die vorgesehene Nutzung (z.B. 4 Personen) eigentlich gar nicht geeignet ist!
Die Hersteller wissen ja genau was Sache ist und dürften sich meiner Meinung nach hinterher nicht durch
Klauseln rausreden.

Gerade Knaus wirbt ja intensiv hiermit:
--> Link

MountainBiker am 26 Jun 2018 14:36:38

Hallo,

kann man von Gutgläubigkeit oder Naivität noch sprechen wenn man Sonderausstattung mit 370kg Gewicht mitbestellt?

nanniruffo am 26 Jun 2018 14:47:58

gelöscht, weil doppelt

nanniruffo am 26 Jun 2018 14:50:40

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

kann man von Gutgläubigkeit oder Naivität noch sprechen wenn man Sonderausstattung mit 370kg Gewicht mitbestellt?


das kann ich aber in den Beiträgen des TE aber nirgendwo so lesen. Vielmehr steht in seinem 3 Beitrag, das sein Fahrzeug 40 KG an Sonderausstattungen hat.

Tom

p.s.: Was ich aber nicht verstehe : Sollte ein geeigneter Gutachter nicht von sich aus wissen, wie er bei der entsprechend notwendigen Messung vorgeht ? Oder muss man einem Gutachter erklären, wie er seinen Job machen muss? :?:

MountainBiker am 26 Jun 2018 14:53:55

Hallo,

dann schau mal in sein Profil:

--> Link

rkopka am 26 Jun 2018 15:32:41

MountainBiker hat geschrieben:kann man von Gutgläubigkeit oder Naivität noch sprechen wenn man Sonderausstattung mit 370kg Gewicht mitbestellt?

Aber sicher ! Nicht jeder (hier siehts anders aus) hat Lust sich da einzuarbeiten und zu rechnen. Der geht zum Händler, sagt ihm, was er will (oder der Händler empfiehlt es). Er verläßt sich drauf, daß er nachher ein Womo hat, das er auch nutzen kann. Das wäre ja eigentlich auch eine Erwartung an einen "Fachmann". Nur leider haben die entweder selbst keine Ahnung oder sehen nur den Umsatz und verkaufen alles was geht (Ausnahmen soll es geben).
Ich war beim letzten Kauf zumindest schon etwas darauf vorbereitet und habe da und dort nach Gewicht und so gefragt, allerdings noch eher in der Suchphase. Antwort war meist eher unklar in der Art von "paßt schon", obwohl zumindest einer dabei war, wo es nie gepaßt hätte.

Das Problem ist nicht die Naivität sondern, daß man sich einfach nicht auf den "Fachmann" verlassen kann.

Bei (Händler-)Sonderausstattung im PKW erwartet auch keiner, daß er nur noch 3 Leute mitnehmen kann oder daß das Radio nur bis Stufe 6 aufgedreht werden kann, weil nicht mehr Strom da ist, wenn die Scheibenheizung läuft.
Wenn ich eine Hausinstallation bestelle und sage, da und dort sollen Heizlüfter stehen, dann erwarte ich auch, daß da nicht nur eine Sicherung für 10/16A drin ist, sondern auch die passenden Kabel. Oder bei einem Dach, daß das den örtlichen Vorgaben (Schnee) entspricht. Dort käme man doch auch nicht auf die Idee, das alles nachzurechnen oder jedes Kabel zu kontrollieren.
Eigentlich sollte man jeden Prozeß diesbezüglich begrüßen (auch wenn es für den Kläger unschön ist), denn nur so wird das ganze irgendwann vielleicht mal ehrlich. Ohne Druck ändert sich nichts.

RK

siusebem am 26 Jun 2018 15:56:30

Dem stimme ich voll und ganz zu.
Der Händler ist derjenige der auf die Bremse treten muss, wenn es mit der Zusatzausstattung zu weit geht, denn er ist der „Fachmann“, davon geht der Kunde aus, und muss sogar.
Es wird Zeit, dass mal einem auf die Finger gehauen wird. Wenn sich das dann rumspricht, und dadurch kein „großer 3,5 Tonner“ mehr an den Mann gebracht werden kann, werden auch die Hersteller reagieren müssen.
Die reden sich doch nur raus, steht ja alles im Hochglanzprospekt. Nur wenn sie dann schwindende Verkauszahlen haben, besteht Handlungsbedarf.

MountainBiker am 26 Jun 2018 16:05:23

Hallo,

als mündiger Bürger behalte ich es mir vor meine Entscheidungen selber zu treffen, über Beratungsqualität maße ich mir kein Urteil an. Es gilt immer noch was der Kunde will bekommt er. Ich würde mich nicht bevormunden lassen.

bernie8 am 26 Jun 2018 16:07:41

Hallo,

BTW
Es gab auch mal einen PKW mit Stern, der hatte 300 kg Zuladung.
Da kann man mal nachrechnen, wofür der bei 5 Insassen noch einen Kofferraum hatte :D

jochen-muc am 26 Jun 2018 16:11:17

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

als mündiger Bürger behalte ich es mir vor meine Entscheidungen selber zu treffen, über Beratungsqualität maße ich mir kein Urteil an. Es gilt immer noch was der Kunde will bekommt er. Ich würde mich nicht bevormunden lassen.


Aber würdest bzw sollte man nicht erwarten können das ein Fachverkäufer zumindest auf die Problematik hinweist ? Für was ist der den sonst da ? Ob der Kunden dann trotzdem drauf besteht etc, ist doch eine andere Sache

schnecke0815 am 26 Jun 2018 16:48:20

rkopka hat geschrieben:
Bei (Händler-)Sonderausstattung im PKW erwartet auch keiner, daß er nur noch 3 Leute mitnehmen kann oder daß das Radio nur bis Stufe 6 aufgedreht werden kann, weil nicht mehr Strom da ist, wenn die Scheibenheizung läuft.


Erwarten nicht, kann aber vorkommen. Erinnert sich noch jemand an den Zuladungsskandal von Mercedes bei der Einführung der Modellreihe 140 --> Link?

Meiner Meinung nach wäre der einzig erfolgreiche Ansatzpunkt für den TE, das, wie er in seinem Profil schreibt, die Genehmigung/Typenzulassung nur eine Sonderausstattung
von max. 40 kg erlaubt. Lt. Profil hat der TE diese Diskrepanz schon 2016 festgestellt. Was seitdem geschehen ist entzieht sich unserer Kenntniss, also nicht auf den TE dreschen sondern auf den Händler bzw. Knaus. Sollte die Vollausstattung bereits im Werk montiert worden sein ist m.E. nach nur Knaus verantwortlich.

TomCamp hat geschrieben:Da braucht man ja gar nicht mehr die Gewichtsverteilungen und Vorgaben für Gepäck und Co ermitteln um festzustellen dass das Fahrzeug nicht fahrtauglich ist.


Dem schließe ich mich an. Da muß nichts mehr gewogen werden, da ist der Gang zum Anwalt der bessere Weg. Voraussetzung ist allerdings, das die Daten Fakten sind
und der TE in der Zeit seit der Auslieferung bis heute diesbezüglich nicht untätig war aber dies wird letztendlich ein Richter beurteilen sofern es soweit kommt. Sofern der TE
Mitglied beim ADAC ist gibt es dort eine Rechtsberatung und auch die Empfehlung für einen Fachanwalt.

Absolut indiskutabel sind die Verkaufspraktiken seitens des Herstellers und des Händlers. Dem muß Einhalt geboten werden denn so etwas ist Volksverdummung.

DonCarlos1962 am 26 Jun 2018 17:15:19

Gut, jetzt ist die Frage, wie bekommt man die Kuh vom Eis.

Wer kann was zur Zufriedenheit des Nutzers beisteuern?

Da der Ausbau von Zubehör nicht immer so einfach ist, bleibt wohl nur der Weg über die Auflastung mit den bekannten Nachteilen und die Frage, wer die Kosten dafür übernimmt.
Oder seht ihr einen anderen Weg?

Uns wurde letztes Jahr auch ein Integrierter Bürstner Ixeo I 728 G als Gebrauchtwagen angeboten. Wir sind dann auf die Homepage von Bürstner gegangen und haben mit Hilfe des Konfigurator die Basis mit den Sonderausstattungen gefüttert.
Nachdem wir alles eingegeben hatten, konnten wir ablesen, dass auch etwa 40Kg Zuladung übrig blieben!
Bürstner zeigt ja Kg-genau die Reduzierung der Zuladung bei Auswahl von Zubehör an.

Deshalb haben wir das vermeitliche Schnäppchen beim Händler stehen lassen und uns einen Neuwagen mit unseren Wünschen gekauft.

LG Carsten und Marion

PS.: Einwenig muß sich der Eigner des Fahrzeuges aber auch an die eigene Nase packen! Wenn ich ein Fahrzeug für >80.000 € kaufe, dann mache ich mich schon etwas über die Rahmenbedingungen schlau. Zumal es sich hierbei nicht um ein Knaus spezifisches Problem handelt und beinah jede Fachzeitschrift, der ADAC oder jeder Wohnmobilist von der Problematik berichtet hat.

Gast am 26 Jun 2018 17:41:31

Aber dieses leidige Thema Leergewicht und Zuladung gibt es ja seit eh und je. :(

Kann mich noch gut dran erinnern wie mein Vater Anfang der 80er seinen neuen Hymer abgeholt hat und wir beide allein haben die Kiste schon überladen. :?
Und das bei überschaubaren Zubehörlisten.
Das erste was er gemacht hat war die Auflastung soweit es irgendwie ging, wie auch schon bei den Fahrzeugen davor.

Klar sollten die Firmen und Händler in die Pflicht genommen werden, aber wo kein Kläger da kein Richter. :roll:

Meiner Meinung nach wird sich daran auch die nächsten Jahrzehnte nichts ändern.

wolfherm am 26 Jun 2018 17:45:30

:thema:

Einige haben die Ausgangsfrage anscheinend nicht gelesen.

MountainBiker am 26 Jun 2018 17:51:54

Hallo,

korrekt aber es bleibt die Frage welche Ausgangssituation dafür gewählt werden soll, ich nehme mal an das Fahrzeug ohne Sonderausstattung (3070kg), wobei wir die Achslasten des Modells dann nicht kennen, auch der Radstand spielt eine Rolle.

Für ein überladenes Fahrzeug gibt es keine praxisnahen Achslasten!

wolfherm am 26 Jun 2018 19:57:45

Dann lies dir das doch mal durch, was der TE geschrieben hat. Ich habe das so verstanden:

Es geht um die praxisgerechte Lagerung der Zuladung. Und zwar der Zuladung, die sich mindestens ergeben muss (Zuladung pro Person und pro laufendem Meter entsprechend den Vorgaben).

MountainBiker am 27 Jun 2018 07:55:46

Hallo,

der TE hat anderes im Sinn:

Wiegeprotokoll: 3.460 kg - mit mir als Fahrer


d.h. er rechnet als Nutzlast 3500kg-3460kg = 40kg + 75kg Fahrer ergibt 115kg

das Fahrzeug hat einen Radstand von 4m bei 7,5m hat dies einen großen Überhang. Er hat die 3,5t Ausführung mit max. 2t Achslast hinten, Klima hinter der Achse ... ich vermute die reale Achslast hinten ist knapp am Maximum. Bei einer realen Beladung mit Fahrer und Gepäck 40kg (gut positioniert) wird diese auch noch eingehalten. Damit ist noch kein Sachmangel begründet.
Der TE will aber anders rechnen und die 115kg mit einen "nicht genormten" Beladungsmodell so verteilen, dass die hintere Achslast überschritten wird und ein Sachmangel entsteht.

DonCarlos1962 am 27 Jun 2018 10:29:25

Dann hier noch die Frage:

Was passiert, wenn der TE tatsächlich nachgewiesen hat, dass die Hinterachslast in seinem Fall überschritten wird?

Wird dann ein Gegengutachten erstellt und in Rahmen einer Gerichtsverhandlung ein Vergleich erzielt? Welches Ergebnis ist zu erwarten?

Können diese Gutachten grundsätzliche Veränderungen in Bezug auf die Angaben der Zuladung von Wohnmobilen erzielen? Ich glaube kaum.

Hierzu gibt es aber ein ähnliches Urteil: OLG Frankfurt a.M. v. 2.1.2015 Az. 26 U31/14
Darin wird folgendes berichtet:

Rücktritt vom Kaufvertrag wegen erheblichen Sachmangels, da sich das Wohnmobil nicht für die gewöhnliche Verwendung eignet, wenn es für vier Personen zugelassen ist, eine Nutzung von zwei (Not-)Sitzen durch zwei Personen mit einem als durchschnittlich angenommenen Körpergewicht von 75 kg aus Gewichtsgründen aber nicht gleichzeitig mit der Nutzung eines Stauraums erfolgen kann.

Gelesen auf einem PDF des ADAC

LG Carsten

thomas56 am 27 Jun 2018 10:36:16

DonCarlos1962 hat geschrieben:Vielleicht fehlt mir da das Hintergrundwissen, aber bisher habe ich noch nie davon gehört, dass ein Fahrzeug wegen einem solchen Fall zurückgenommen wurde, oder das der Eigner in irgend einer Weise entschädigt wurde.



doch, ist aber schon etliche Jahre her. Bei dem Käufer Lorenz R. durfte im Phoenix Alkoven auf MAN keiner auf dem Beifahrersitz sitzen, weil dann die VA überladen war.

Lancelot am 27 Jun 2018 10:42:41

DonCarlos1962 hat geschrieben:Dann hier noch die Frage:
Was passiert, wenn der TE tatsächlich nachgewiesen hat, dass die Hinterachslast in seinem Fall überschritten wird?
.
Hierzu gibt es aber ein ähnliches Urteil: OLG Frankfurt a.M. v. 2.1.2015 Az. 26 U31/14

Rückabwicklung !
DA ist der volle Text dazu : --> Link

DonCarlos1962 am 27 Jun 2018 10:48:13

Jetzt wird mir die Sache klarer! Herzlichen Dank!

Nun, da bin ich gespannt, wie sich die Sache entwickelt und ob der TE mit der Klage durch kommt.

LG Carsten

schnecke0815 am 27 Jun 2018 13:00:54

Toll das du das rausgesucht hast Wolfgang, dafür ein+

andwein am 30 Jun 2018 15:57:02

schnecke0815 hat geschrieben:....von max. 40 kg erlaubt. Lt. Profil hat der TE diese Diskrepanz schon 2016 festgestellt. Was seitdem geschehen ist entzieht sich unserer Kenntniss, also nicht auf den TE dreschen sondern auf den Händler bzw. Knaus. Sollte die Vollausstattung bereits im Werk montiert worden sein ist m.E. nach nur Knaus verantwortlich.

Zuerst: Ich finde es toll dass "sonnenscheinfahrer" das Thema und das Zusammenspiel von Hersteller, Händler und Kunde mal intensiv beleuchtet!
Aber mir fällt auch auf, dass einige Dinge und damit verbundene Entscheidungen für mich nicht nachvollziebar sind. Einfach zur Errinnerung:
Wenn man ein Auto kauft gibt es einen Auftrag vom Händler und eine Auftragsbestätigung. Auf beiden steht Position für Position die Grundausstattung und die bestellte Zusatzausstattung. Zwar mit Preis, aber leider ohne Gewicht! Das könnte verbessert werden.
Das ändert aber nichts daran, dass der Kunde diese Extras will, und Händler/Hersteller diese liefern können. Also werden diese verkauft.
Der Hersteller Fiat produziert das Chassis mit größtem Motor und schreibt diese Gewichte in die Teil-CoC, (Typ-Stufenzulassung Stufe 1)
Der Aufbauhersteller produziert den Aufbau mit Solaranlage und ergänzt damit die Teil-CoC (Typ-Stufenzulassung, Stufe 2)
Jetzt kommt allerdings die spannende Frage: Wer liefert und montiert die Markise, wer liefert und montiert die Zusatzbatterie:
Werden die Teile vom Aufbauhersteller eingebaut müssen zusätzlichen Gewichte in der CoC, 2. Stufe mit einberechnet werden.
Werden die Teile vom Händler eingebaut fehlen diese 50 kg in der CoC und damit natürlich auch in der Zulassung Teil 1.

Wer den Kunden auf die dann, eventuell nicht vertretbare Tatsache der verringerten Zuladung hinweist benötigt natürlich auch Informationen über das Mitreisende/Urlaubsumfeld. Also Zusatzfrage: reisen denn Enkel mit und was sind deren Urlaubsutensilien oder "sind Sie Fahrradfahrer, eventuell sogar aufgrund ihres Alters "Pedelec-Fahrer". Und die soll der Händler stellen??
Woher soll der Händler bei einem alleinurlaubenden Ehepaar wissen ob in zwei Jahren die Enkel mitfahren und wie soll ich das kg-mässig bewerten?? Ich weiß von was ich schreibe. Die Frage nach "Ausstattung größte Motor und Hubbett" und den 4 eingetragenen Sitzplätzen und den 5 Schlafstätten wird von den meisten Kunden gar nicht in Zusammenhang gebracht. Ist dies tatsächlich Aufgabe des Händlers?
OK, die Faustformel ist 3,5t dann max. 6,5m Gesamtlänge. Aber die Faustformel hinkt schon wenn das Chassis Automatik und einen 170 PS Motor haben soll.
Genauso wie man sich bei einem 100 Zoll TV mit Wandbefestigung vorher Gedanken machen muss ob der an einer Rigibs-Trockenbauwand im Obergeschoß hält, muss man halt auch bei der Auto/Womo-Wahl ein paar Grunddaten berücksichtigen.
Ich habe bei meinen Beratungen immer wieder feststellen müssen: Was der Kunde will und was vernünftig ist, ist nicht immer das selbe. Klärt man auf, heißt es entweder "ich will das aber so, ich bin Kunde" oder "das muss doch gehen, wir fliegen doch mit Leichtbau auf den Mond". Alles schon gehört!
Das ist aber natürlich nur meine Ansicht zu diesem Thema, Gruß Andreas

Tinduck am 30 Jun 2018 23:07:39

Wenn man so berät, ist das prima; und wenn der Kunde es dann trotzdem will, unterschreibt er den Vertrag ja sicher auch, wenn darin vermerkt ist, dass auf die Gewichtsproblematik der bestellten Konfiguration hingewiesen wurde...
Oder er rennt zum anderen Händler, der nicht so ‚ungeschmeidig‘ ist.

bis denn,

Uwe

rkopka am 30 Jun 2018 23:48:02

andwein hat geschrieben:Wer den Kunden auf die dann, eventuell nicht vertretbare Tatsache der verringerten Zuladung hinweist benötigt natürlich auch Informationen über das Mitreisende/Urlaubsumfeld.
Also Zusatzfrage: reisen denn Enkel mit und was sind deren Urlaubsutensilien oder "sind Sie Fahrradfahrer, eventuell sogar aufgrund ihres Alters "Pedelec-Fahrer". Und die soll der Händler stellen??

Ja, sollte er, wenn es wirklich eine Beratung ist und er merkt, daß die Käufer eben nicht schon alles selber rechnen. Er ist der Fachmann und darauf verlassen sich die Kunden. Wenn ich beim Arzt bin, wird ja auch nicht von mir erwartet, daß ich jedes Medikament erstmal in der medizinischen Fachliteratur recherchiere, bevor ich es nehme. Ich verlasse mich auf den Arzt und als Kontrolle evt. noch auf den Apotheker, der einen möglichen Fehler erkennt.

Woher soll der Händler bei einem alleinurlaubenden Ehepaar wissen ob in zwei Jahren die Enkel mitfahren und wie soll ich das kg-mässig bewerten??

Die Zukunft kann niemand vorhersagen. Aber eine kurze Frage dazu ist jetzt nicht so abwegig.

Genauso wie man sich bei einem 100 Zoll TV mit Wandbefestigung vorher Gedanken machen muss ob der an einer Rigibs-Trockenbauwand im Obergeschoß hält, muss man halt auch bei der Auto/Womo-Wahl ein paar Grunddaten berücksichtigen.

Wenn ich den TV selber aufhänge ja. Wenn ich aber jemanden damit beauftrage, erwarte ich, daß er mir sagt, daß das nicht geht.
Ein Kollege hat gerade genau das Thema. Einige Kästen wurden von einer Firma montiert, und ohne entsprechende Festigkeit in eine Trockenbauwand. Jetzt sind sie runtergekommen ! Er hatte eine Fachfirma beauftragt und eben erwartet, daß die sowas kann und sieht. Derzeit sucht er einen Ansprechpartner wegen des Schadens.

Ich habe bei meinen Beratungen immer wieder feststellen müssen: Was der Kunde will und was vernünftig ist, ist nicht immer das selbe. Klärt man auf, heißt es entweder "ich will das aber so, ich bin Kunde" oder "das muss doch gehen, wir fliegen doch mit Leichtbau auf den Mond".

Dann kann man dem aber guten Gewissens nichts verkaufen ? Sonst steht er nach ein paar Monaten vor der Tür und droht mit dem Anwalt.

Hier im Forum sieht die Welt anders aus. Hier wird von jedem erwartet, daß er genau weiß, was alles wiegt, was geht und daß er genau das Womo kauft, daß zu ihm paßt. Jeder muß mehr wissen als alle Händler. Die Realität im Laden sieht aber ganz anders aus. Wenn der "Fachmann" sowieso nicht hilft, könnten wir genauso alles im Internet auswählen und direkt bestellen.

RK

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