PaulCamper
anhaengerkupplung

Welche Antenne hinter GFK verwenden? 1, 2


Gast am 26 Jun 2018 10:59:18

Ich brauche mal eine Beratung von den Radio-/Fernsehtechnikern ...

In meinem Mobil habe ich je eine aktive DAB+ und UKW-Radio verbaut. Antenne für UKW ist schon immer vorhanden, innen, seitlich hinter der Frontscheibe. DAB+ habe ich die mitgelieferte Scheibenantenne innerhalb des Mobils an die Aussenwand geklebt. Der Empfang ist bei beiden nicht besonders. (Man könnte auch schlecht sagen :roll: )

Entweder möchte ich eine größere Kombi-Antenne seitlich im vorderen, unisolierten Bereich des Mobils in freien Räumen der GFK-Karosserie "verstecken" oder eine Aussenantenne (dann aber auch durchbohren der Aussenhülle nur dort im Bereich seitlich neben Cockpit/Motorraum) anbringen.

Mit Antennentechnik kenne ich mich absolut nicht aus. Im PKW ist so eine kleine Haifischflosse monitert die bringt super Ergebnisse, für DAB, Ukw und Handy ... Wieso funktioniert so ein kleines Ding so gut, was ist eine passende Antenne fürs Womo?

Danke schon mal für eure Beratung, Alf

MountainBiker am 26 Jun 2018 12:03:30

Hallo,

Autoantennen funktionieren nach dem Prinzip der Viertelwellenstrahler (Lamda/4):

--> Link

Zu Deiner Frage, warum ist trotz der Verwendung von funktionierender Antennentechnik der Empfang schlecht:

Durch geometrische Tricks und Schaltungstechnik ist es möglich diese Verhältnis Wellenlänge (UKW ca. 100MHz) Antennenstab zu schrumpfen (Haifischflossen-Antenne). Wie bei jeden Viertelwellenstrahler wird der 2.Pol (des Dipols) durch eine Erdungsfläche ersetzt. Da das Kfz aber durch die Gummireifen gegen Erde isoliert ist muß dieser Teil des Dipols ersetzt werden durch eine elektrisch leitfähige Fläche. Bei einem normalen PkW ist dies die Karosserie aus Metall.
D.h. für Dich beim Wohnmobil muß entweder der Teil verwendet werden, bei dem eine Leitfähige "Masse" unterbaut ist oder Du stellst diese Fläche selber her (GFK-Dach) durch Unterbau mit einer ausreichenden metallischen Fläche.

sternleinzähler am 26 Jun 2018 13:36:20

Mal auf eine andere Spur gebracht,
beim Umbau meines Autoradios auf ein Alpine X902D-DU wurde mir so etwas --> Link eingebaut.
Inne klebt sie über der Höhe des früheren Rückspiegels, außen entsprechend.
Bei meinem TI hats genug Platz!
UKW und DAB-Empfang für mich besser als die eingebaute Antenne und der Versuch mit einer an der Scheibeninnenseite angeklebten Dipolantenne.

Rockerbox am 26 Jun 2018 15:30:50

Seit dem ich von meinem alten Clarion NX501 auf einen neuen Pioneer AVH 300 DAB gewechselt habe kann ich mich weder bei UKW noch bei DAB (mit der gleichzeitig eingebauten Frontscheibe-Klebeantenne) über Empfangsprobleme beschweren.

Der Pioneer empfängt auf UKW nun Sender, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt, da war der Clarion sehr schwach und mit DAB haben wir auf dem Weg zur Fähre nach Schottland fast bis Amsterdam WDR2 gehört.

Es kommt wohl auch immer aufs Empfangsgerät an und nicht NUR auf die Antennen.

Tuppes am 26 Jun 2018 17:09:28

Ich denke, dass die bisher hier gemachten Äußerungen im Prinzip alle richtig sind und will mich nicht wiederholen. Auch ich habe ein GFK-Mobil und war mit der Leistung der Scheibenantenne für dab+ und der Außenantenne für UKW nicht zufrieden - es fehlt halt das o.a. metallische "Gegengewicht".
Meine Lösung: Im oberen Frontdachstaukasten über der Windschutzscheibe habe ich auf einem alten Moped-Versicherungsschild (Blech) diese Antenne montiert und angeschlossen:
--> Link
Zusätzlich habe ich das alte Mopedschild mit Blechschrauben auf den metallischen Kasten des Frontrollos geschraubt (alles innen) und habe seither einen besseren Empfang als vorher. Vermutlich wäre er noch besser, wäre die Antenne außen - aber ich wollte keine neuen Löcher ins Dach bohren und habe daher diesen beschriebenen Kompromiss gewählt, mit dem ich leben kann.
Ist das Empfangsteil des Radios jedoch generell "taub", so wird man mit keiner Antenne glücklich - ist der Empfänger jedoch ok., bringt eine Verbesserung auf der Antennenseite jedoch erhebliche Empfangsverbesserungen - die Physik lässt sich nicht überlisten.
Z.Zt. habe ich nur ein Problem: egal welchen Sender ich wähle ... überall: Fußball :x .
Erhard (Tuppes)

Gast am 26 Jun 2018 20:38:10

Das ist toll, dass ihr hier eure Erfahrungen postet. Vielen Dank.

Vielleicht findet sich noch jemand der den TE liest und eine Konkrete Antwort auf meine Frage hat. Vielen Dank schon vorab dafür.

Viele Grüße aus NW, Alf

AdriaSonicPlus am 26 Jun 2018 21:35:13

Hallo Alf,

wie der MountainBiker schon sagt....

Eine Antenne auf GFK funktioniert nicht! Eine Antenne benötigt ein Antennen-Gegengewicht in Form von Metall.

Eine vernünftige Lösung ist eine Kombiantenne auf dem Dach.
Diesen ‚Rundstrahler‘ montiert man, vorausgesetzt man hat den Platz dafür, auf einem Aluminiumblech in der Größe von ca. 70x60cm. Die Krallenscheibe, mit der die Antenne mit dem Aluminiumblech verschraubt wird, muss sich richtig ins Blech krallen können.
Vom Antennenfuß dann noch ein 4 qmm Kabel zum Chassis.
Das Alublech vorher noch in Wagenfarbe lackiert oder gepulvert, fertig.

Ich habe einmal mit einem Techniker von Antennentechnik Bad Blankenburg telefoniert. Er sagte mir damals: ‚leg dir eine alte Autotüre auf‘s Dach, setzt eine von unseren Antennen drauf, und du hast Empfang‘

Habe viele Antennen ausprobiert bei unserem GFK-Fahrzeug, aber erst die Dachantenne auf einem Alublech hat den gewünschten Erfolg gebracht.

Gruß
ASP

MountainBiker am 26 Jun 2018 21:38:21

Hallo Alf,

Eigentlich ist die Antwort schon da! Aber Sie ist zu technisch gehalten. Ich nehme an dein Rapido ist komplett aus GFK also nichtleitend. Damit wäre die optimale Antenne ein realer Dipol für UKW. Beim mobilen Betrieb ist dies aber hinderlich.
Kommerzielle mobile Empfangstechnik bassiert der Einfachheit wegen auf Viertelwellenstrahler. Mein Ratschlag eine Kombiantenne auf das GFK Dach z.B. Bad Blankenburg und eine an die Fahrzeugmasse verbundene Aluronde (ca. 20-30cm Durchmesser) unterbauen. So findet keine Dämpfung durch Abschätzung statt.

--> Link

Die ist bereits mit Verstärker, es wird noch eine Phantomspeiseweiche benötigt.

Z.B. --> Link

Oder

--> Link

Tuppes am 26 Jun 2018 22:25:02

KudlWackerl hat geschrieben:...

Entweder möchte ich eine größere Kombi-Antenne seitlich im vorderen, unisolierten Bereich des Mobils in freien Räumen der GFK-Karosserie "verstecken" oder eine Aussenantenne (dann aber auch durchbohren der Aussenhülle nur dort im Bereich seitlich neben Cockpit/Motorraum) anbringen.
...

Danke schon mal für eure Beratung, Alf


Eigentlich dachte ich, genau hierauf geantwortet zu haben. "Meine" Kombi-Antenne befindet sich "in freien Räumen der GFK-Karrosserie" ...

Wer hat hier also was des TE nicht gelesen/berücksichtigt? - Kann somit Deinen letzten Einwand nicht nachvollziehen - aber vielleicht bin ich ja zu dumm dafür?
Erhard (Tuppes)

schueppe am 27 Jun 2018 01:22:10

Habe mir beim Media Markt ein poioner radio DAB plus gekauft inkl.Scheibenantenne,diese musste mit einem Teil auf die Fahrzeugmasse geklebt werden( in meinem Fall hinter der abdeckungung rechts an der A-säule ) klappt alles bestens.

andwein am 30 Jun 2018 16:21:14

KudlWackerl hat geschrieben:...Entweder möchte ich eine größere Kombi-Antenne seitlich im vorderen, unisolierten Bereich des Mobils in freien Räumen der GFK-Karosserie "verstecken" oder eine Aussenantenne (dann aber auch durchbohren der Aussenhülle nur dort im Bereich seitlich neben Cockpit/Motorraum) anbringen.

Sorry Alf, einen "freien Bereich im Mobil gibt es nicht!! Aus Antennensicht gibt es nur einen "freien Bereich" und der ist auf dem Mobil. am besten links (Äste). Alle Antennen, die hinter der Gfk-Schicht oder hinter der Scheibe sind empfangen schon nicht mehr dass was außen gemessen wird.
Du kannst zwei Probleme haben (ob das angenehm zu hören ist oder nicht)
1. einen empfangsschwachen Empfänger oder 2. eine zu starke Dämpfung durch Glas und Außenhaut (vor allem bei Schnee/Regen)
Für beides liegen Lösungen vor. Bei GfK ist bei einer Außenantenne (Lamba 1/4), also kompakte Bauform, eine Antennengegengewicht erforderlich (25x25 cm Edelstahl auf GfK geklebt)
Um zu wissen, ob der Receiver empfangsschwach ist kann man dies mit einfachsten Mitteln testen, Beiträge hierzu gibt es von mir bestimmt im Laufe der Zeit Dutzende.
Wenn du mehr wissen möchtest, schicke mir eine KN oder rufe mich an.
Gruß Andreas

Gast am 30 Jun 2018 16:47:04

Hallo Andreas,

vielen Dank für den Hinweis. Ich weiß ja, du bist ausgebildeter "Hochfrequenzler" während ich eher im Energie-und Digitalbereich sozialisiert bin. :D

Dein Vorschlag mit dem Gegengewicht gibt mir zu denken. Die von Kenwood mitgelieferte Scheiben-Digitalantenne hat unten eine Klebefläche, welche eigentlich auf den metallischen Fensterrahmen geklebt werden soll. Das habe ich mangels Metallrahmen nicht machen können. Ich habe das ganze Ding statt an Glas innen an die Seitenwand (Sperrholz, PU, Gfk) geklebt.

Ich könnte natürlich sehr einfach an der Stelle am Antennenfuss ein Blech kleben und das dann an Masse anbinden? Wäre fast kein Aufwand und kostenlos.

Was ist besser? Edelstahl? Stahl verzinkt? Alublech? Würde eine klebende Abschirmfolie aus Alu auch reichen?

Muss es genau 25 x 25 cm sein oder ist das so ein ungefähr-Mass?

Grüße, Alf

libur50 am 30 Jun 2018 21:24:50

Moin zusammen,
das Problem des schlechten Radioempfangs habe ich anders gelöst.
- Fahrzeug Ford Transit Chausson Best of 16 Kunststoffkabine
- Radio Xzent 202 nachgerüstet - Empfang mit original Ford Antenne miserabel
- Im P-M Artikel Hinweis auf spezielle ABB Antenne für Kunststoffaufbauten gefunden (ABB Katalog Seite 26 Artikel Nummer 5010.02)

- Preis damals ca. 45€

- Montage unters Dach über Hubbett, + Leitung bis in den A- Holm Beifahrerseite verlegt ( Minus gibt es nicht!!). Anschluss ans Radio durch Händler.

- Ergebnis: Empfang bestens außer in Pyrenäentälern - Ford Antenne eingemottet.


MfG

libur 50

andwein am 03 Jul 2018 17:21:31

KudlWackerl hat geschrieben:....Was ist besser? Edelstahl? Stahl verzinkt? Alublech? Würde eine klebende Abschirmfolie aus Alu auch reichen? Muss es genau 25 x 25 cm sein oder ist das so ein ungefähr-Mass? Grüße, Alf

Als Blech kannst du für das elektromagnetische Gegengewicht alles verwenden was außen nicht rostet. Der Antennenfuß muss halt mit dem Blech verschraubt werden (nicht nur Kabel Antenne zu Blech)
Das Maß ist variabel denn ich habe den Empfangsbereich nicht spezifiziert Das Blech sollte der lambda 1/4 Wellenlänge entsprechen, also
UKW = 100 Mhz = bei Lambda 1/4 Stab ca 75x75 cm
DAB+ = 180 Mhz = bei Lambda 1/4 Stab ca 40x40 cm
DBV-T = 350 Mhz = bei Lambda 1/4 Stab ca 22x22 cm
Optimal wären also ca. 75x75 cm, das deckt alles ab, aber z.B. 40x40 cm wäre ein guter Kompromiss. Die Blechstärke ist elektrisch egal, mechanisch allerdings muss halt der Winkel für den Antennenfuß halten.
Hier mal eine Zeichnung:
Gruß Andreas

Gast am 03 Jul 2018 17:46:49

Hallo Andreas,

Danke für die Antwort. Werde mal auf die Suche nach einem 400 x 400 Blech aus dünnem Stahl, chromatiert gehen. Ist für innen, wie oben schon geschrieben. Dann mach ich ein Masseband dran und klebe die vorgesehene Stelle der Scheibenantenne darauf. Ich hoffe, das bekomme ich vor der nächsten Skandinavientour hin.

Werde dann über Ergebnisse berichten.

Grüße, Alf

Gast am 03 Jul 2018 18:03:29

Das ist so eine Antenne --> Link der schwarze Schnippel soll ans Blech.

Tuppes am 03 Jul 2018 18:35:33

KudlWackerl hat geschrieben:Hallo Andreas,
... Dann mach ich ein Masseband dran und klebe die vorgesehene Stelle der Scheibenantenne darauf. ...
Grüße, Alf


Ich würde eine Lötverbindung bevorzugen, weil elektrisch leitend. Oder hast Du einen leitenden Kleber?
Erhard (Tuppes)

MountainBiker am 03 Jul 2018 18:46:35

Hallo Andreas,

wie kommst Du darauf, dass der "Unterbau" ferromagnetisch sein muß, Radio benutzt zwar eine elektromagenetische Trägerwelle, aber das ist Licht auch. Ein idealer Dipol (bei UKW 3m) besteht in der Regel aus einem nicht ferromagnetischen Leiter (Kupferdraht), der als Kugelstrahler senkrecht aufgespannt wird.

Eisen oder Stahl (ferromagnetisch) als Material zu verwenden erzeugt nur Störgeräusch, da es durch künstlich erzeugte fluktuierende Magnetfelder (Stromleitungen...) Wirbelströme entstehen! Man baut zwar HF-Baugruppen in vernickelten Blechgehäusen, aber das dient der Abschirmung von Magnetfeldern, das dies magnetisch "leitend" ist.

Wikipedia (sonst glaubt es wieder keiner): --> Link

Der Viertelwellenstrahler...wobei nur ein Zweig des Halbwellendipols als Antennenstab benötigt wird. Durch eine gut elektrisch leitfähige Oberfläche...im Antennenfußpunkt entsteht durch Induktionsströme eine Spiegelung des Antennenstabes. Je besser die Leitfähigkeit der Spiegelfläche, desto besser wird ein „Gegengewicht“ zum Strahler generiert.


Also ich würde ein dünnes Alublech (0,5mm) verwenden!

Gast am 03 Jul 2018 21:10:35

Oder Alufolie?

MountainBiker am 03 Jul 2018 21:27:02

Alufolie lässt sich schlecht dauerhaft kontaktieren!

andwein am 04 Jul 2018 09:54:28

MountainBiker hat geschrieben:Hallo Andreas, wie kommst Du darauf, dass der "Unterbau" ferromagnetisch sein muß, .......

Seit doch nicht so superkritisch! Das sind Bastellösungen und Bastler haben halt nicht alles im Keller! also:
Natürlich kommt für eine optimale Groundplane aus antennentechnischer Sicht nur eine Kupferplatte in Frage!
Aber die setzt Grünspan als Oxidation an und wenn du die Kupferplatte mit Sika aufs GfK klebst kannst du nicht sicher sein, dass deine GfK Umgebung irgendwan grün eingefärbt ist.
Alu ist auch gut, Oxidiert aber auch, nur nicht sichtbar und ist nicht lötbar, also auch nicht optimal.
Deshalb fahre ich in jeder Hinsicht Kompromisse und verwende V2A Platten aus dem Baumarkt, egal ob ferromagnetisch oder nicht.
Ist aber nur meine Bastler-Radiotechniker Vorgehensweise. Die ist aber immer noch besser als garnichts auf dem Gfk-Dach!
Das ganze Leben besteht aus Kompromissen, warum nicht auch hier? Gruß Andreas

Gast am 05 Jul 2018 21:26:41

Hallo Andreas,

Heute konnte ich tief in die Schrottkiste eines Schaltschrankbauers eintauchen. :lol: ergattert habe ich einen Blechstreifen von ca. 50 x 10 cm. Weichmagnetischer Stahl, chromatiert.

Nur noch eine Frage:

Ich habe es so verstanden, dass das "Gegenelement" den nicht vorhandenen Arm des Dipol ersetzt?

Also müsste doch ein BlechStreifen mit Lamda 1/4 reichen, wenn die Orientierung im Vektor 180 Grad gegen die Antenne angeklebt ist?

Muss der dann überhaupt auf Fahrzeugmasse gelegt werden, oder reicht die hochfrequente Masse durch bloße Anwesenheit?

Hoffentlich habe ich mich HFmässig klar ausgedrückt. :D

Grüße, Alf

Momentum am 05 Jul 2018 21:53:02

Hallo,

die meisten Fahrzeuge haben doch eine Markise mit Alugehäuse und einer metallischen Schiene zur Befestigung am Fahrzeug. Montiert man die Antenne da drauf und führt eine zusätzliche Masse vom Markisenhalter durch bis zur Chassismasse sind meiner Meinung nach alle Kriterien erfüllt (Standard Markisenlänge 4m). Denke ich da falsch oder ist die geklebte Blechplatte besser?

Gruß
Fred

MountainBiker am 05 Jul 2018 22:22:53

Hallo,

mit der langen schmalen Markise bekommst Du eine Richtcharakteristik. Ideal ist eine Scheibe/Ronde (Spiegelung der aktiven Länge in jeder Richtung identisch) und zentrisch ein aktiver Lamda/4 Stab (auch elektrisch verkürzt/Spulenantenne). Damit hast Du von der Ausrichtung unabhängig immer gleich guten Empfang. Scheibenantennen sind nur ein schlechter Kompromiss durch die Richtcharakteristik.

andwein am 06 Jul 2018 12:28:45

KudlWackerl hat geschrieben: Ich habe es so verstanden, dass das "Gegenelement" den nicht vorhandenen Arm des Dipol ersetzt?
Grüße, Alf

1. Ja, das hast du richtig verstanden
2. Der "Blechstreifen" muss nicht unbedingt direkt an Fahrzeugmasse gelegt werden, aber der Antennenfuß muss direkt mit dem Blechstreifen elektrisch/mechanisch verbunden werden. Da die Abschirmung des Antennenkabels mit dem Fntennenfuß verbunden ist, die Außenhülle des Antennensteckers mit dem Radiogehäuse und dieses wiederum hoffentlich mit einer genügend dicken Leitung (2,5-4mm2) mit einer Chassismasse, ist die elektrische Masse gegeben.
3. Die Form der Gegenmasse (Blechstreifen) für eine "Stabantenne" sollte rund sein (siehe "mountainbiker") Bei einer Gitterform sieht es wieder anders aus. Stab, also rund (keine Richtwirkung von Stab und Grounplane) und Lambda 1/4 Radius. Wer die Stabantenne für alle drei Frequenzbereiche UKW/FM, DAB+ und DBV-T verwenden will macht bei irgendeinem Empfangsbereich halt einen Kompromiss und stellt auf den hauptsächlich benutzen Bereich ab.
In deinem Fall wahrscheinlich DAB+, also ca 200 Mhz, also Lambda 1/4 = 37,5 cm
Alles klar? Gruß Andreas

Gast am 06 Jul 2018 13:15:47

Alles klar, Danke und Pluspunkt!

andwein am 09 Jul 2018 11:08:47

Und hier für alle einmal eine kleine Zusammenfassung, die ich am Wochenende auf meine Webpage gestellt habe:
zweites Thema, Empfangsantennen: --> Link
Nur zum Nachlesen, Gruß Andreas

Gast am 09 Jul 2018 11:15:36

Die Bemassung der "Wellenlänge" solltest du dir nochmal anschauen. :wink:



Grüße, Alf

andwein am 09 Jul 2018 17:01:14

Ja, da ist ne Halbwelle zuviel. Hatte aber heute keine Lust mehr zum Zeichnen.
Trotzdem Danke für den Hinweis.
Gruß Andreas

Momentum am 01 Sep 2018 14:04:16

Moin,

so, nachdem das hier nun lange diskutiert wurde und ich innerlich noch ein paar Tage darauf herumgekaut habe, möchte ich nun auch das Ergebnis mitteilen. :D
Nachdem Mountainbiker zu Recht meine erste Idee zerrupft hatte, habe ich mich für eine Lösung mit sehr geringer Aufbauhöhe entschieden, diese erforderte allerdings echt schweisstreibende Handarbeit....

Die Antenne ist auf einer Höhe mit den Dachluken, somit bleibe ich deutlich unter 3 m Fahrzeughöhe.

Der vorkonfektionierte Kabelbaum bestehend aus je 5 m Kabellänge:
- DAB+ Verlängerung auf Fakra-Stecker
- FM Verlängerung Fakra auf DIN
- GPS Verlängerung Fakra
- Pluskabel für aktive Antenne
- Massekabel zur Zentralmasse
vor den Einbau:


Das Einziehen des Kabelbaum gestaltete sich etwas mühsamer als gedacht.
Der grobe Weg geht unterhalb des Armaturenbretts auf der Beifaherseite hoch zum A-Holm, dort innerhalb der Remisverkleidung hoch bis über die Beifahrertür. Die Türverkeidung habe ich soweit gelöst, dass ich die Kabel dahinter unterbringen konnte, von da aus in das umlaufende Regal im Eura oberhalb der Türverkleidung. Es hat bestimmt 2 Stunden gedauert, mit einer Sonde den Weg durch Verkleidung, Dämmung und sonstiges zu finden, hat dann aber irgendwann geklappt. 8) Der Übergang in den Kleiderschrank war dagegen ein Kinderspiel. Noch ein kurzes Stück durch den dort liegenden Kabelkanal und oben raus durchs Dach mit Kabeldurchführung.

Beim Online Händler meines Vertrauens hatte ich eine passende Alu-Rotunde in 3 mm Stärke gefunden. Nach erheblicher Treibarbeit wegen der Materialstärke hatte es die gewünschte Form. Der Antennenfuß (ca 12 mm Aufbauhöhe) sowie alle Kabelverbinder sitzen im Dom. Das freiliegende Kabelstück ist mit Schrumpfschlauch 2-lagig gesichert. Wenn mir das nicht ausreicht als Schutz, kommt da noch ein Kabelkanal hin.

Als Antenne habe ich diese hier verbaut: Bad Blankenburg Dachantenne Radio AM/FM / DAB/DAB+ / GPS / Haifisch / Shark fin - 3785.02
Der Schraubfuß der Antenne hat leider keinen direkten Masseanschluß, daher habe ich in die Klammer ein kleines Loch gebohrt und ein Innengewinde rein geschnitten. Schraube rein und Masseöse zum Kabelbaum verbunden.
Blick aus der geöffneten Dachhaube:


Das Auto steht direkt in einem Carport mit Aludach, das schirmt ganz ordentlich ab. In der vorherigen Konstellation mit der aktiven Seitenspiegelantenne des Ducato und einer DAB+ Scheibenantenne war FM-Empfang im Carport möglich, DAB+ mit Aussetzern oder gar nicht und GPS erst nach verlassen des Carports.

Die erste Fahrt heute um Oldenburg rum ist mehr als befriedigend verlaufen, Radio ist ein Zenec ZE 3726, von dem oft gesagt wird, dass der Empfang bescheiden ist.
Alle 3 Sendebereiche funktionieren auf Anhieb absolut störungsfrei und es sind ein paar Sender dazu gekommen, von denen ich gar nicht wusste, dass die hier empfangbar sind :-)

GPS ist deutlich schneller und genauer als vorher (mehr Satelliten in Sicht)
DAB+ störungsfrei rund um Oldenburg und im gefahrenen Testbereich.
FM ebenso.

Demnächst steht eine etwas längere Tour an, da habe ich etwas Zeit zum Testen. Da die Unterschiede aber zu Hause schon deutlich erkennbar sind, gehe ich davon aus, dass sich der Umbau absolut gelohnt hat. Ich trage die Erfahrung dann nach.

Gruß
Fred

andwein am 02 Sep 2018 11:52:23

Kompliment, gute Lösung.
Gruß Andreas

MountainBiker am 02 Sep 2018 11:59:17

Auch von meiner Seite, eine tolle Lösung - vor allem die Ronde mit Dom ist sehr gelungen. In Verbindung mit der Kombiantenne echt Klasse, das spart Durchfahrtshöhe!

Ulf_L am 03 Sep 2018 08:52:13

Hallo

Der Durchmesser der Ronde schaut jetzt aber recht klein aus. Wie viel beträgt der denn ?

Danke und Gruß Ulf, dem so ein Antenneneinbau auch noch bevor steht

Momentum am 03 Sep 2018 19:50:15

Ulf_L hat geschrieben:....Der Durchmesser der Ronde schaut jetzt aber recht klein aus. Wie viel beträgt der denn ?....


Hallo Ulf,

ich hatte mich für 30 cm entschieden, durch die Treibarbeit sind es dann insgesamt etwa 31 cm. 8) Sollte ich feststellen, dass das nicht reicht, wovon ich aufgrund der bisher festgestellten Empfangsverbesserung nicht ausgehe, kann ich nachlegen, hab noch Platz und das treiben ist ja auch einfacher, wenn der Durchmesser größer wird :-)

Dankeschön für alle Rückmeldungen dazu. Ich werde berichten, wie lange ich NDR2 auf DAB+ und FM auf der nächsten Tour Richtung Süden klar empfange. Das ist meine Messlatte :-)

Gruß
Fred

brauwe am 01 Okt 2018 12:17:58

Moin zusammen,

ich habe mich durch diesen Thread gelesen, da auch ich einen besch... Radioempfang habe. Ich möchte allerdings ungern die Antenne aufs Dach verlegen, da ich den Aufwand scheue, den Fred (Momentum) ja gerade beschrieben hat.

Meine Frage daher zu der vielfach genannten Grundplatte aus Metall:
Kann ich diese Platte auch von innen hinter die GFK Karosse kleben oder würde das GFK dann schon wieder erheblich den Empfang dämpfen?
Ich möchte eine Kurzstabantenne auf dem Kotflügel (GFK) montieren, der Antennenfuss würde dann durch GFK und Metallplatte geführt und die Verschraubung würde auf der Metallplatte liegen.

Gruß
Uwe

andwein am 03 Okt 2018 13:17:55

brauwe hat geschrieben:....Meine Frage:
1. Kann ich diese Platte auch von innen hinter die GFK Karosse kleben?
2. Ich möchte eine Kurzstabantenne auf dem Kotflügel (GFK) montieren, der Antennenfuss würde dann durch GFK und Metallplatte geführt und die Verschraubung würde auf der Metallplatte liegen.

Zu 1. Nein, braucht galvanischen direkten Kontakt. Ist kein Gleichstrom sondern Wellen
zu 2. Da sehe ich mechanische Probleme. Die Antenne muss fest mit der Metallplatte verschraubt sein. D.h. der herausragende Teil der Antenne drückt auf das GfK, der untere Teil auf die Metallplatte und diese gegen die GfK-Unterseite. Meine Befürchtung: das GfK bekommt Spüannungsrisse.
Gruß Andreas

Ulf_L am 04 Okt 2018 07:04:06

Hallo Andreas

Er schreibt doch, daß er die Metallplatte hinter den GFK-Kotflügel legen will und dann mit dem Antennefuß verschraubt. Selbstverständlich geht das. Der Kontakt zur Metallfläche wir von den Antennen sowieso in der Regel von unten über eine Kontaktscheibe hergestellt. Warum sollte das dann nicht gehen?

Hallo Uwe

Es würde auch eine Metallfolie reichen. Die läßt sich sicher besser der Form des Kotflügels anpassen. Man muß bei der Folie nur aufpassen, daß die Kontaktfläche zum Antennenfuß nicht beim festschrauben kaputt geht.


Gruß Ulf

brauwe am 04 Okt 2018 13:47:25

Moin,

danke für die Antworten.
Ich habe mir jetzt eine 1mm Aluplatte bestellt. Falls sich diese nicht sauber der nur leichten Biegung des Koflügels anpassen lässt, werde ich nach einer stabileren Metallfolie suchen und den Kontakt Antennenfuss/Folie per großer Beilagscheibe realisieren.

Gruß
Uwe

flo16v am 05 Okt 2018 13:08:53

Hi,

Bei mir herrscht derzeit auch noch mieser Radioempfang. Ich habe es mit der Original Carthago Antenne auf dem Dach und einem passiven Splitter probiert aber der UKW und DAB Empfang sind eher schlecht.

Ich habe jetzt die Kombi Antenne von Blankenburg und werde diese mit einer 40x40cm V2A Platte auf dem Dach montieren.

Die Antenne ist aktiv und benötigt 12V . Das Plus Kabel wird ja mit aus der Antenne geführt, das ist soweit klar. Aber da die ANtenne ja nicht wie beim Auto an der Karosse befestigt wird wodurch sie Masse bekommt, muss doch sicher ne Extra Masse gelegt werden ?!

Reicht es wenn ich ein Massekabel von einem Masseverteiler im Fahrzeug direkt an das Blech oder den Antennenfuß führe?


Gruß Flo

Ulf_L am 05 Okt 2018 13:19:03

Hallo

Es reicht doch, wenn man die Metallplatte einfach mit dem Antennenfuß verschraubt. Da wird die Masse ja schon über die Antennenleitung zugeführt.

Gruß Ulf

flo16v am 05 Okt 2018 13:36:38

Hi,

reicht das für den Verstärker in der Antenne aus?

Ulf_L am 05 Okt 2018 13:44:57

Hallo

Ja, das reicht. Der braucht nur ein paar mA.

Gruß Ulf

andwein am 05 Okt 2018 14:10:24

Ulf_L hat geschrieben:...Es reicht doch, wenn man die Metallplatte einfach mit dem Antennenfuß verschraubt. Da wird die Masse ja schon über die Antennenleitung zugeführt. Gruß Ulf

Hallo Ulf
Zu deiner 1. Frage an mich, elektrisch OK, mecanisch liegt eine mehr oder weniger gerade Metallplatte an der Innenwand eines immer leicht gebogenen Kotflügels. Da herrscht Bruchgefahr für das Gfk. Aber wie "brauwe" schon sagte, es geht auch mit einer entsprechend großen Kupferfolie.
zu deiner 2. Bemerkung. Nein, die Masse für den Antennenfußpunkt sollte nicht über die Abschimung Antennenkabel - Antennenstecker - Radiogerät - dessen Radiomasse - über die ISO-Stecker kommen, sondern auf dirktem Weg zum Fahrzeugchassis führen. Die Radiomasse ist meist dünn und der Massepunkt meist unklar, zu viele Fehlermöglichkeit jetzt und für die Zukunft!!!
Gruß Andreas

flo16v am 05 Okt 2018 14:36:02

Ok,

also doch lieber eine eigene Masseverbindung zum Antennenfuß

Ulf_L am 05 Okt 2018 16:46:49

Hallo Andreas

Für was soll die Masse über die Abschirmung nicht reichen? Für die Stromversorgung des Verstärkers reicht die dicke. HF mäßig ist eine zusätzliche Masse über eine Leitung ab ein paar cm völlig nutzlos.

Gruß Ulf

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