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Reisebericht Polen, Danzig und Umgebung 1, 2, 3


Julia10 am 29 Jun 2018 10:29:27

Der Sommerurlaub steht an und am Pfingstsonntag 2018 geht die Reise los.

Mein dritter Polenurlaub ist "geplant". Naja, so richtig durchgeplant nicht, aber die grobe Richtung ist festgelegt.





An der Ostsee entlang bis in die Masuren bin ich vor einigen Jahren bereits gefahren.

--> Link


Konnte mir jedoch nur einen Teil anschauen, da ich nur 3 Wochen Urlaub hatte. Es soll diesmal unbedingt auch nach Danzig und rund ums frische Haff gehen. Ich lasse bewußt die Orte aus, die ich bereits besucht habe.

5 Woche Zeit habe ich dafür eingeplant und wer mag, kann gerne "mitfahren". :) Es erwarten Euch kilometerlange, menschenleere Strände, wiederaufgebaute historische Städte und natürlich dürfen Kirchen nicht fehlen :roll: .


Aber zunächst geht es von NRW nach Schleswig Holstein zum Telecoservice, der meine Satantenne endlich wieder auf den richtigen Sateliten einstellen soll.

Erste Station ist Eckernförde für eine Übernachtung, direkt an der Steilküste.






Riesige alte Bäume säumen die Steilküste.





Ein kleiner Spaziergang am nächsten Morgen durch ein größeres Waldgebiet.




Zum Strand muss man hier leider etwas klettern. Dafür hat man ihn für sich alleine.





Am nächsten Morgen gehts mit der








zum "Servicemann" der Teleco, der in knapp einer Stunde die Satanlage in Ordnung bringt.


Über Land geht es von hier aus nach Travemünde, wo ich den restlichen Tag verbringe.








Der alte Stellplatz am Hafen ist fast abgerissen und es werden neue Glasbauten entstehen.

Der Charme der alten Hafenanlagen wird verschwinden. Schade :!:



Sicherlich wundert Ihr Euch über die lange Anreise :?: Ich habe Zeit und genieße es, in Ruhe die Reise zu genießen und nicht nur zum Ziel zu hasten. Wo es mir gefällt, halte ich an, übernachte frei und fahre dann gemütlich weiter.


Das Wetter ist herrlich, jeden Morgen strahlt die Sonne vom Himmel und das soll in den nächsten Wochen auch so bleiben.


Am nächsten Tag geht weiter an der Ostsee entlang nach Ribnitz auf den Stellplatz --> Link.



Ich finde einen "Platz mit Aussicht". direkt am Radwanderweg.










Einge Meter weiter findet man den Hafen, der auch jetzt, Ende Mai schon gut ausgelastet ist.









Wer mag, kann auch mit einem Hausboot über Haff schippern.








Ribnitz, ein kleines, eher ruhiges Örtchen gegenüber dem Darß.


Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Julia10 am 29 Jun 2018 11:17:52

Am nächsten Morgen erkunde ich das Städtchen und natürlich darf die Kirche nicht fehlen.

--> Link)




Ein schattiger, angenehmer Weg führt rund um die Kirche. Das Termometer klettert schon früh am Morgen auf 21 Grad.




Kirchen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft und ich finde, jede ist einzigartig. Bauweise, Ausschmückung und Geschichte interessieren mich sehr.






Schön ist sie, schlicht und beeindruckend.







Heute ist "Kultur" angesagt damit ist das Bernsteinmuseum im alten Kloster mein nächstes Ziel.

Zum Einen erhält man hier eine Einblick in das alter Kloster und die Lebensumstände deren damaliger Bewohner, zum Andreren wird Bernstein in all seinen Facetten dargestellt.


Und als erstes schaue ich mich in dr Klosterkirche um!












Bernstein wird seit Jahrhunderten zu Kunstwerken, Schmuck usw. verarbeitet.







Eine Darstellung des legendären Bernsteinzimmers.




Bernsteine mit Einschlüssen von Insekten, Blättern usw. kann man hier bewundern.





Und wer mag, erhält hier eine Anleitung zur Erkennung von Bernsteinen. Mal schauen, ob ich in den nächsten Wochen an den Stränden pfündig werde.















Bildung macht hungrig und so fahre ich zum Hafen, dort soll es guten frischen Fisch geben.



Stimmt :!:


Mit Blick aufs Haff ein Fischbrötchen in der Hand, was kann schöner sein :)




Fortsetzung folgt :!:

Asterixwelt am 29 Jun 2018 11:28:21

Hallo Julia,

Danke für den Bericht + Fotos. Polen ist für uns "seher weit" entfernt da sind die Südlichen Länder näher. Ich warte auf die die Fortsetzung.

gruß

Michael

Julia10 am 29 Jun 2018 11:31:34

Asterixwelt hat geschrieben:Hallo Julia,

Danke für den Bericht + Fotos. Polen ist für uns "seher weit" entfernt da sind die Südlichen Länder näher. Ich warte auf die die Fortsetzung.

gruß

Michael


Für mich ist es genau andersherum Michael ;D

Fortsetzung folgt :D

Aretousa am 29 Jun 2018 13:16:09

Ich hab' mich angeschnallt. Kannst weiterfahren....
:mrgreen:

Jagstcamp-Widdern am 29 Jun 2018 14:39:25

... aber nicht so schnell - und vorsicht meim rückwärts einparken! :ja:

allesbleibtgut
hartmut

Micha1958 am 29 Jun 2018 16:05:15

Einfach mal wieder hammer-klasse, Julia.
Man denkt man ist wirklich mit dabei.
Danke !

Gruß Micha

Julia10 am 29 Jun 2018 16:32:43

Das Wetter ist schön, der Stellplatz auch und so entscheide ich mich, einen Tag länger zu bleiben.

Der nächste Tag beginnt mit einer Radtour.

Radeln, am Haff entlang




unter schattenspendenden Bäumen





zu verwunschenen, versteckt liegenden Teichen





mit quakenden Fröschen. Erholung pur :!:






Fortsetzung folgt :!:

Stefan-Claudia am 29 Jun 2018 17:13:58

Wie immer Schallapitze !

Knackige Sätze, tolle und aussagekräftige Bilder... Allerallerbest !!

iwoi am 29 Jun 2018 17:26:36

freu mich auf die Fortsetzung des interessanten Reiseberichtes
und ess dazu in Gedanken schon mal so ein leckeres Fischbrötchen, wie auf deinem Bild gezeigt!

nuvamic am 29 Jun 2018 18:40:01

... und ich hör in Gedanken die Frösche quaken :mrgreen:

Lancelot am 29 Jun 2018 19:56:41

Haaalt ...habt ihr noch Platz für nen kleinen, schmächtigen ... :D
ich komm gern mit ... :ja:

Bild

Julia10 am 29 Jun 2018 20:17:37

Wenn Ihr etwas zusammenrückt könnte Wolfgang... sich auf den Schoß von...... setzen.

Ducato2016 am 29 Jun 2018 20:26:16

Ich freue mich auch sehr und gehe mit auf die Reise. Denn in 4 Wochen ist es für uns soweit und es geht nach Polen.
Wir werden aber zuerst in die Masuren und dann an die Ostsee fahren.
Deinen ersten Reisebericht nach Polen habe ich natürlich längst gelesen- vielen Dank dafür!

frankjasper8 am 29 Jun 2018 20:54:13

Haaaaaaalt, ihr wollt doch wohl nicht ohne mich fahren :?: :cry:
Ich mach mich auch wirklich nicht dick! :)

Julia, das fängt schon wieder gut an und ich bleibe wieder mit an Bord... wenn ich darf.

Julia10 am 29 Jun 2018 21:07:50

Gerne doch Frank, komm rein. Wir brauchen noch Verpflegung.

Jonah am 29 Jun 2018 21:11:11

Rückt mal bitte, ich quetsche mich auch noch dazu. Wieder tolle Bilder Julia, bin gespannt, wie es weitergeht.

Julia10 am 30 Jun 2018 07:36:54

Zu dieser Jahreszeit bietet die Natur besonders schöne Eindrücke.




Mitten im Naturschutzgebiet der Hinweis auf ein kleines Privatmuseum der besonderen Art.


--> Link








Ein Liebhaber presentiert hier eine Ausstellung über Pflanzen, Tiere, Muscheln, Steine usw. in einer sehr ansprechenden Form.


Der Kleine, mit viel Liebe gestaltete "Park" rund um die Ausstellung ist schon einen Besuch wert.









Die Ausstellung ist auch für einen Besuch mit Kindern gut geeignet.







Ich mache mich auf Rückweg zum Stellplatz und trete in die Pedale, denn der kräftige Wind kommt jetzt von vorne :?



Bereits auf dem Hinweg sind mir diese Bäume, die sehr alt sind und in Reih und Glied gepflanzt wurden, aufgefallen.






In der



werden Samen für die Aufforstung gezüchtet.


Am Nachmittag ein wenig relaxen und Vorbereitungen für die weitere Fahrt treffen, denn es geht, über Usedom, nach Rewalu.





Es wird eine lange und beschwerliche Fahrt. Hatte so das Gefühl, von einer Baustelle in die nächste, teilweise mit Ampelschaltungen, zu kommen. Tiefe Schlaglöcher, Bodenwellen, hohe Kanten, wenn Fahrbahnen abgefräst wurden, mag mein Womo überhaupt nicht. Wer die Strecke fährt, sollte seinen Blick steht auf der Straße haben, denn die Hinweisschilder auf solche Gefahren sind sehr spärlich.


Fortsetzung folgt :!:

Julia10 am 30 Jun 2018 08:46:01

Der ruhig gelegene Campingplatz

--> Link


liegt oberhalb des Cliffs, wenige hundert Meter von der Stadt entfernt.









Durch ein kleines Tor gelangt man an die Steilküste.












Ein schmale Weg am Cliff entlag führt zu einer Treppe.









Farbige Fischerboote liegen am Strand :!:





Ein Strandspaziergang, barfuß, im noch recht kühlen Ostseewaser tut gut.


Bei solch einem Motiv zuckt die Kamera von selbst in meiner Hand :)





Es ist sehr windig mit ensprechend hohem Wellengang.





Kormorane sammeln sich auf den hölzernen Buhnen.





Es ist einfach nur schön hier :)






Die Steilküste ist in Teilen wärend der letzten Stürme großflächig abgebrochen und neuer Küstenschutz wird aufwendig erneuert.







Eine Besonderheit hier ist die Ruine einer ehemaligen Kirche und die Aussichtsplattform







Ursprünglich stand diese Kirche 2 km vom Meeressaum entfernt.














Der Ausblick von der Plattform ist fantastisch.





Fortsetzung folgt :)

Julia10 am 30 Jun 2018 11:19:13

Am nächsten Morgen erkunde ich Rewal.

Ein sehr auf Tourismus ausgerichtetes Örtchen, das auch das Mallorca des Nordens genannt wird.

Habe zum Ort ein kleines Filmchen gefunden :)

--> Link


Viele Restaurants, Souveniershops, Supermärkte usw. Alles, was halt Touris so im Urlaub brauchen.
Viele Polen machen hier Urlaub in Ferienwohnungen oder Hotels. Im Sommer sind große Kindergruppen im Ort, die in der Umgebung untergebracht sind.


An der Promenade entlang radle (ca. 1 Stunde) ich zum Leuchtturm komme an einem Friedhof mit interessanten Grabsteinen vorbei.







Schön finde ich, das man in Polen an Gräbern kleine Bänke aufstellen darf, die auch intensiv von Trauernden genutzt werden.












Ein mächtiger Leuchtturm, den man besteigen kann, ragt hoch über der Steilküste.










Nebenan befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit maßstabsgetreu gebauten Leuchttürmen der Region.







Ich mache mich auf den Rückweg. Es wird kühler :?


Am Nachmittag zieht Seenebel auf :!:





Nicht nur feucht ist die Luft, sondern es wird richtig kalt und bei 8 Grad Außentemperatur schalte ich die Heizung an.





Am nächsten Morgen noch letzter ein Blick aufs Meer.





Mein heutiges Ziel ist Gdansk.




Über Landstraßen, mit vielen Baustellen verfahre ich mich in Gdanks :? und komme an der stinkenden Ölraffinerie vorbei :(





Der eingegebene Campingplatz war falsch, also Navi gefüttert und umgekehrt.

--> Link


Das sieht doch schon viel besser aus.

In Gdanks liegen zwei Campingplätze direkt nebeneinander.





Links stritten sich zwei deutsche Wohnmobilisten über einen Stellplatz. Darauf habe ich keine Lust und nehme den rechten Platz, was sich als gute Entscheidung heraussstellte.


Ein netter junger Mann an der Rezeption zeigt mir einen möglichen Stellplatz (m Schatten :mrgreen:) ohne Fernsehempfang (brauche ich auch nicht) aber mit Wlan.







Die Plätze sind nicht sehr groß, aber für einen stadt- und strandnahen Platz ok.


Ein kleiner Imbiss am Platz führt auch polnische Spezialitäten und ich esse an diesem Abend gerne hier und habe noch nette Gesellschaft von einem Paar aus Insbruck.



Übrigens, der Campingplatz war vorrangig mit deutschen Wohnmobilen aus NRW :) besetzt. So kam man schnell ins Gespräch und in einen informativen Austausch.


Fußläufig ist der nahe gelegene, weitläufige Strand zu erreichen.


--> Link






Am Strand findet sich ein größeres, gut frequentiertes Restaurant.




Der nächste Tag ist für Danzig reserviert.


Die Straßenbahnhaltestelle ist fußläufig zu erreichen. Ca. alle 20 Minuten fährt eine Tram. Tickets sind an der Rezeption für 1,30 Sloty (Einzelfahrschein) zu erhalten. Dazu gibts einen Stadtplan und den Hinweis, an welcher Haltestelle man aussteigen muss, um in die Altstadt zu gelangen.




Fortsetzung folgt :!:

Jonah am 30 Jun 2018 11:33:27

Für deine neuen Bilder habe ich mir fast eine Stunde Zeit gelassen, das ist wie ein kleiner Extraurlaub, sehr entspannend, ganz toll.

Julia10 am 30 Jun 2018 11:45:08

Freut mich Michaela, das sie Dir gefallen. Es war aber auch traumhaft schönes Wetter zum Fotografieren :)

Julia10 am 30 Jun 2018 14:44:18

Trotz genauer "Anweisung" eine Station zu früh ausgestiegen :?

Und belohnt werde ich mit diesem riesigen, etwas unheimlichen Graffiti.




Ich erzähle Euch nichts Neues :!: Danzig`s Altstadt, im 2 Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde in mühevoller Kleinarbeit nach alten Vorbildern errichtet.

Durch das Langsassentor gelangt man in die Altstadt.


Das Stadttor wurde in den Jahren 1612–1614 nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke gebaut, zuvor stand an dieser Stelle ein gotisches Tor aus dem 13. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor weitestgehend zerstört und erst 1957 wieder aufgebaut.








Durch die heutige Altstadt drängen sich Touristen aller Nationalitäten.


Im Jugenstil ist der Schalterraum dieser Bank wieder hergerichtet worden.







Fortsetzung folgt :!:

Aretousa am 30 Jun 2018 15:17:08

Wunderschön.
Tolle Bilder und sehr informativer Text.

leoline am 30 Jun 2018 16:49:17

Wie immer ist dein Bericht eine Augenweide! Ich fahre gerne wieder mit, wir sind zwar gerade zurück aus der schwäbischen Alb, aber im Herbst steht Polen auf dem Programm, wir kommen aus dem Süden über Bautzen und Tschechien. Habe deine Polenberichte natürlich schon gelesen und bin sehr gespannt und fahre jetzt schon mal gerne wieder mit, wenn Frank und Wolfgang ein wenig rücken ;D , Kuchen und Rotwein hab ich dabei (welche eine Zusammenstellung - schmeckt aber! :lol: ).
Ich freue mich auf die weitere Tour - danke Julia.

Julia10 am 30 Jun 2018 19:19:40

Lena und Maja, schön, das Ihr eingestiegen seit und sogar Verpflegung mitbringt.
Bin auf so viele MitfahrerInnen gar nicht eingestellt, verpflegungsmäßig meine ich :?:

Die Reise geht morgen weiter :)

Julia10 am 01 Jul 2018 09:46:20

In der Langgasse findes interessante Bauwerke wie z.b. das Rechtstädtische Rathaus





oder der Neptunbrunnen.






Auf der Motlawa herrscht reger Schiffsverkehr, in diesem Bereich eher Ausflugs- und Freizeitschiffe.











Neubauten am Rande der derzeitigen Altstadt entstehen auch heute noch nach alten Vorbildern.




In den Seitenstraßen finden sich kleine Geschäfte die Bernsteinschmuck, Bilder usw. verkaufen.
Restaurants und Cafe`s dürfen natürlich nicht fehlen.





Es ist noch recht früh am Morgen und die Touristenströme fließen über die Hauptstraße. Das wird sich schnell ändern. Dann sind auch die Seitenstraßen voller Menschen.













Hoch überrragt die Marienkirche Danzigs Dächer.


--> Link




In dieser Kirche sollen 25.000 Menschen Platz gefunden haben. Kirchenbänke gabs zu der damaligen Zeit noch nicht und so standen die Menschen eng gedrängt.









Die Außenfassade erhält eine aufwenige Restaurierung.


Innen ist die Kirche in schlichtem weiß ausgemalt mit einer imposanten Deckenhöhe.





















Fortsetzung folgt :!:

leoline am 01 Jul 2018 09:50:00

Das sind wirklich sehr imposante Bauwerke - toll eingefangen von dir. Die Kirche ist ja echt etwas Besonderes.

Julia10 am 01 Jul 2018 11:10:30

Es ist kaum vorstellbar, das die Marienkirche ursprünglich Platz für 25000 Menschen bot. Kirchenbänke kamen erst später auf und so mußten die Massen an Menschen eng beieinander gestanden haben.







Es fällt mir schwer, eine Auswahl an Fotos zu treffen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Aber vielleicht habt Ihr selbst Lust bekommen, Euch hineinzulesen und vielleicht sogar eine Reise nach Danzig zu unternehmen.


Das Portal "DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN" bietet einen
"Kleinen Reiseführer für Danzig" an.

Kurz und knapp sind Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten, Hinweise und Rundgänge zu finden. Hat mit gut gefallen.


Zeughaus Danzig

--> Link








In der Altstadt steigen die Temperaturen auf über 30 Grad, kein Lüftchen weht. Eine Schiffsfahrt auf der Motlawa kommt mir da gerade recht.





Mit Blick auf das Krantor, das früher einmal als Stadttor, aber auch als Entladestelle für Schiffe diente.



Fortsetzung folgt.

janoschpaul am 01 Jul 2018 15:45:46

Ja wie toll. Danzig stand bei mir noch nie auf der Liste. Bei diesen Bilder bekommt man echt Fernweh und Sehnsucht nach Polen.
Welch wunderbarer Bericht. Besser kann ein Reisebericht nicht sein, tolle Bilder, kurz beschrieben, man hat wirklich das Gefühl dabei zu sein. Darum bring ich Bier und Brezn mit und hoff ihr rückt noch ein bisschen zusammen.
Freu mich auf die Fortsetzung.

werzi am 01 Jul 2018 17:59:15

Hallo Julia

Gaaaanz dollleerr Bericht
Darf keine Bewertungen vergeben, ist aber ein dickes :top: :top: :top:

Fahre gerne bei dir mit 8)
Werner

Julia10 am 01 Jul 2018 18:03:05

Edith steig gerne ein :!: Es wird sich schon ein Plätzchen finden :)

Und für Bier und Brezn rutschen wir zusammen ;D

Hier noch mal das Krantor, Wahrzeichen der Stadt, vom Wasser aus. Der Eingang in die gute Stube Danzig`s.






Alte Speicherhäuser säumen den Fluss.




Eine Tankstelle für Sportboote.





Über eine Fußgängerhebebrücke (keine Sorge, sobald das Schiff durch ist, senkt sich die Brücke :D )




gelangt man zur Filmarminia Baltycka





Die Werften, nehmen Reparaturarbeiten für Überseeschiffe an. Früher arbeiteten auf der Leninwerft 20000 Menschen, heute nur noch knapp 3000.







Plattform als Hubschrauberlandeplatz.







Die Kontainerbehausungen findet man in Polen als Unterkunft häufig in Ferienlagern und teilweise auch noch auf Campingplätzen.




Auch das ist Danzig.

Die Wohnungsnot in Polen ist groß, besonders in den Großstädten. Der Bau von Hochhäusern boomt.








Die alte Festung.




Wir halten auf die Westerplatte zu.




--> Link

--> Link

Mit einem Angriff auf die Westerplatte, die vor dem zweiten Weltkrieg polnisch war, begann der zweite Weltkrieg.


Ein Denkmal und Soldatengräber erinnern daran.





Fortsetzung folgt :!:

JoFoe am 01 Jul 2018 18:20:54

Sehr schöne Bilder und klasse Bericht. :daumen2:

Julia10 am 02 Jul 2018 09:43:42

Ein letzter Blick für heute auf Danzigs Altstadt.
















In Danzigs Altstadt wirds eng. Viele Besucher drängen sich in den Gassen und es ist seeeehr warm, so um die 35 Grad und ich beschließe, für heute zum Campingplatz zurück zu fahren, im noch kühlen Ostseewasser schwimmen zu gehen.


Einige Camper sind abgereist, haben für die nächsten Neuankömmlinge Platz gemacht.





Ein kleiner Rundgang über den Campingplatz, dessen größter Teil mit Hütten bestückt ist und in den nächsten Wochen mit Wohnwagen und Zelten vollgestellt sein wird.














Frisch vorbereitet für die nächsten Gäste steht die Tür zu einer der Campingunterkünfte offen und läd zu einem kurzen Blick ein.








Schlicht und einfach, für 2 Personen ausgestattet, ideal für den kleinen Geldbeutet.






Am nächsten Morgen gehts noch einmal in die Altstadt. Kirchen anschauen :D






Umgenutzte Kirchen gibs auch in Polen.























Ich verspreche, es ist die letzte Kiche, aber ich wollte sie Euch nicht vorenthalten, die Basilika von St. Nikolaus der Dominikaner in Danzig.












Während des letzten Weltkriegs wurde diese Barockkirche verschont.






Das Altarbild mit dem Gemälde des heiligen Nikolaus. Namensstifter der Basilika.





Es gibt in dieser Kirche viel zu entdecken :!: Kleine Kapellen, Heiligenbilder und wertvolle Schnitzereien, ein gotisches Chorgestühl und vieles mehr.



Museumsbesuche fallen diesmal aus, weil einige heute geschlossen sind und ich am nächsten Tag gerne weiterfahren möchte.


Fortsetzung folgt.

Julia10 am 02 Jul 2018 13:04:32

Am nächsten Morgen gehts weiter gen Osten.

Übrigens in Polen bin ich bislang auf Landstraßen unterwegs gewesen. Hat sich gelohnt, denn streckenweise sind kaum Fahrzeuge unterwegs und man kann gemütlich vor sich hintuckern und die Landschaft anschauen, kleine Abstecher machen usw.

Mein Ziel ist die Landzunge am frischen Haff, nahe der russichen Grenze.











Über teilweise offenes Land, , Feldern und Wiesen nähere ich mich dieser, nicht nur wackelig aussehenden Behelfsbrücke.












Und dann der Fluss Wisla, groß wie ein See.








Eine Fähre bringt Fahrzeuge und Fußgänger auf die andere Seite.






Ein Schiff legt an der Fähre an und zieht sie zum anderen Flußufer























Am Ufer angekommen :) Der Wasserstand ist recht niedrig und die Abfahrt von der Fähre nicht so einfach.





Und dann gehts fast 2 Stunden durch dicht bewachsene Wälder (teilweise Sanddünen) über Straßen, deren Schlaglöcher man nicht immer schnell genug ausweichen kann. Fotos gibts keine, mußte mich auf die Straße konzentrieren :(



Meine neue Unterkunft für 3 Tage ist der




Der Campingplatz liegt direkt am frischen Haff. Die Landzunge ist vielleicht 1 km breit.

Der Campingplatz ist naturbelassen, einfach und gut gepflegt. Man kann sich hier gut in der deutschen Sprache verständigen. Die Betreiber sind sehr freundlich, zuvorkommend und auskunftsbereit.











Duschen





Geschirr wird hier draußen gespült, die Toiletten befinden sich in einem Container dahinder.







Muss mich erst mal von der Rüttelpiste erholen. Ich mache es mir draußen gemütlich und werde durch ein grunzendes Geräusch aufmerksam.


10 m. neben meinem Mobil erleichtert sich, unghöriger Weise eine Wildschweindame.




Ich bleibe wie angewurzelt sitzen und warte erst mal ab.


Fortsetzung folgt :)

nuvamic am 02 Jul 2018 13:41:40

Das nenn ich mal nen Cliffhanger...... aus der Tatsache, dass du längst wieder zuhause bist, schließe ich einfach mal, dass die Begegnung mit der wilden Dame ein gutes Ende nahm - nun warte ich einfach mal auf die Bestätigung deinerseits.... :mrgreen:

marny am 02 Jul 2018 15:27:15

Sagenhaft schöner Bericht - ich gebe mich als blinder Passagier zu erkennen :mrgreen: - bin total von Fernweh zerfressen grad - ob das ne Wildschweindame oder ein Keiler ist, wär mir in Schockstarre grad egal gewesen.... :-o

Aber es wird hoffentlich ein Flaschenkind (Handaufzucht) der Campingplatzbetreiber sein???

Freu mich schon auf die nächsten Bilder....

Julia10 am 02 Jul 2018 15:50:10

Ich will Euch mal nicht auf die Folter spannen :)

Bin unbeschadet davon gekommen :D

Nach und flitzte der Rest der Familie aus dem Schilf.









Insgesamt zwei Bachen mit Ihren Jungen nahmen den Platz in Beschlag. Neue Gäste wurden abgecheckt, ob sie vielleicht Leckereien mit sich führen.




Des Rätsels Lösung :idea: Die Schweine leben im Schilf un der Campingplatz gehört zum Revier der beiden Bachen. Sie begehen ihr Revier täglich mehrmals und haben gelernt, sich mit Menschen zu engagieren.







Frischlinge knabbern an Gräsern und anderen Leckereien, dürfen aber auch noch zwischendurch an Muttis Milchbar.






Interessant, sich sich mitten und unbefangen in einer Wildschweinkinderstube wiederzufinden.

Fortsetzung folgt :!:

nuvamic am 02 Jul 2018 16:22:16

:lol:

Das war den Cliffhanger wert! :mrgreen: ;D :lach: ;D :mrgreen:

iwoi am 02 Jul 2018 16:34:59

das war bestimmt interessant der Wildschweinfamilie zuzuschauen. Aber ehrlich - ganz wohl wäre mir nicht dabei gewesen.

Lancelot am 02 Jul 2018 16:35:46

Julia10 hat geschrieben: Interessant, sich sich mitten und unbefangen in einer Wildschweinkinderstube wiederzufinden.

Also "unbefangen" wär ich auf gar keinen Fall ... :)
Gut - die Bande ist vermutlich halb zahm und wird von den Platzgästen regelmäßig gefüttert (sonst würden die nämlich nicht am hellen Tag da rumtollen).
Trotzdem : eine Bache mit Jungvolk ist top gefährlich :!:
Wenn die - aus welchen Gründen immer - der Meinung ist die Jungen sind in Gefahr, dann iss aber was los .. :eek:
Wildschweine greifen an und versuchen Dich zu überrennen. Dabei sind die deutlich schneller und wendiger .. noch dazu schön kompakt, die werfen Dich ruck-zuck einfach um und trampeln auf Dir rum ...
Ich würde Abstand halten ... es sind und bleiben Wildtiere :ja:

Julia10 am 02 Jul 2018 18:59:36

Lancelot hat geschrieben:Gut - die Bande ist vermutlich halb zahm und wird von den Platzgästen regelmäßig gefüttert (sonst würden die nämlich nicht am hellen Tag da rumtollen).
Trotzdem : eine Bache mit Jungvolk ist top gefährlich :!:

Lancelot hat geschrieben:Wenn die - aus welchen Gründen immer - der Meinung ist die Jungen sind in Gefahr, dann iss aber was los .. :eek:
Wildschweine greifen an und versuchen Dich zu überrennen. Dabei sind die deutlich schneller und wendiger .. noch dazu schön kompakt, die werfen Dich ruck-zuck einfach um und trampeln auf Dir rum ...

Lancelot hat geschrieben:Ich würde Abstand halten ... es sind und bleiben Wildtiere :ja:


War auch meine Kenntnis :!: Spätestens als ich die Frischlinge aus dem Gebüsch kommen sah, stellten sich mir die Nackenhaare hoch.

Hab mich auch sehr zurückgehalten mit angemessenem Respekt den Schwarzkitteln gegenüber Abstand gehalten.

Die Wildschweindamen waren weniger vorsichtig und fraßen genüßlich nur 2 m von mir entfernt.

War ein schönes Erlebnis :)

Julia10 am 03 Jul 2018 09:53:33

Ein kleiner Fischereihafen gehört zum Ort, von hier aus schaut man bei gutem Wetter bis nach Fromborg, meinem nächsten Ziel.

Übrigens, das frische Haff auf polnischer Seite hat keinen Ostseezugang. Der liegt in Russland.


Es wird überlegt, ob Polen einen Durchstich zur Ostsee wagt.








Der Weg zur Ostsee führt über bewaldete Dünen, vorbei an Feldern mit





Man kann übrigens auch mit dem Fahrrad an die Ostsee radeln.




Soweit das Auge reicht ist kein Mensch zu sehen.

Weder rechts,






noch links.






Der weiße, sehr feiner Sand, quitscht leise unter den Fußsohlen.






Der Strand schaut aus wie frisch aufgeräumt. Es findet sich kein Unrat, keine Steine, kaum Muscheln.






Ein Käfer rettet sich auf einen Stein, um keine nassen Füße zu bekommen.





















Ein alter Jeep, noch aus dem Krieg :?: ist noch immer in Betrieb.




Sein "Innenleben" schaut abenteuerlich aus.





Den Nachmittag verbringe ich in netter, borstiger Gesellschaft :)





Ein freundlicher Blick, ein genüßliches Grunzen und immer ein wenig Abstand.





Diese Landzunge ist übrigens berühmt für Ihren Wildschweinbestand. Daher stehen an der Straße häufig Schilder, die vor den Schwarzkitteln warnen.

Auf dem Rückweg wäre mit fast ein Schwein vors Auto gelaufen. Gut das ich langsam fuhr und das Schwein über die Straße flitze.


Übrigens, im Ort kann man sehr gut essen gehen :!: Vom Stellplatz kommend das zweite Lokal auf der linken Seite (es gibt nur 2 Lokale :) ) . Frischer Fisch und polnische Spezialitäten stehen auf der Speisekarte.

Es ist Vollmond und es wäre schön wenn die Temperaturen etwas runter gingen. Schon morgens um 8.00 Uhr haben wir 22 Grad.




Mein nächstes Ziel ist Fromborg, füher Frauenburg. Hier lebte und wirkte und starb Nikolaus Copernikus

Es ist Fronleichnam, ein polnischer Feiertag.


Kilometerlange Autoschlangen, die sich in Richtung Ostsee quälen.







Fortsetzung folgt.

mansch am 03 Jul 2018 14:29:27

Da will ich auch noch hin, also bin ich neugierig dabei! :)

Eine Frage muss ich aber noch loswerden:
Wie ist das mit der Verständigung?
(Mein Polnisch ist gleich null; meine Erfahrung vor Jahren in Tschechien war, jüngere sprechen evtl. etwas Englisch, ältere gar nicht und so recht Lust zu "anderen" Sprachen hatte niemand. Macht (mir) nur wenig Spaß sowas. Außerdem bekomme ich überhaupt nichts mit, was auf (Straßen-)Schildern usw. steht. :( )

Manni

Julia10 am 03 Jul 2018 15:45:58

Ich spreche auch nicht polnisch Manni.

An der Ostseeküste kommt man mit Englisch gut zurecht und viele sprechen etwas, oder auch recht gut deutsch.

Einfach mal nachfragen ob man sich in englisch oder deutsch verständigen kann, dann klappts schon. Notfalls auch mit Händen und Füßen.

Dank Übersetztern auf dem Handy kann man sich auch selbst einige Informationen erschließen.

Es kommt immer ein wenig drauf an, wie man sich so gibt. Bislang habe ich keine Probleme mit der Verständigung gehabt.

Wenn man sich jedoch wie ein "modernen" Besatzer benimmt, wirds schwierig.

Hab unterwegs einige Deutsche getroffen, die sich sehr respektlos und überheblich gegenüber den Einheimischen gezeigt haben und entsprechend ingnoriert wurden.


In Polen reagiert man nicht sehr freundlich auf solche Touris. Kann ich übrigens gut verstehen.

An Geldautomaten ist meist auch ein deutschsprachiger Button, mindestens aber ein englischsprachiger.

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