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Ford Transit 2,4 - Motorschaden nach Einbau Klimaanlage


topquark am 03 Jul 2018 19:25:40

Hallo zusammen,

ich habe eine recht lange Geschichte mit einem Motorschaden hinter mir und suche jetzt Eure Hilfe, weil ich nicht mehr weiterkomme:

Nach langer Suche habe ich letztes Jahr eine Fachwerkstatt in 200 km Entfernung gefunden, die mir eine Angebot gemacht hat, in meinem Ford Transit 2.4 eine Fahrerraumklimaanlage im Motorraum einzubauen. Dieser Einbau fand dann direkt nach der planmäßigen Jahresinspektion durch meinen Freundlichen (Fordfachwerkstatt) bei einer Kilometerleistung von 25.000 km statt. Weder bei der Inspektion noch zuvor gab es irgendwelche Auffälligkeiten oder Probleme mit dem Motor. Nach dem Einbau der Klimaanlage habe ich das Wohnmobil an einem Wochenende mit einem Umweg zurück nach Hause gefahren (ca. 700km) und auf seinem Stellplatz geparkt.

Beim nächsten Motorstart 6 Wochen später entwickelte sich beim Anlassen starker weißer Rauch, so dass ich das Fahrzeug direkt zu meinem Freundlichen fuhr. Dort wurde sogleich ein Motorschaden vermutet, der sich aus einer unterlassenen oder unzureichenden Entlüftung des Kühlsystems nach Einbau der Klimaanlage ergeben haben musste. Der Motorschaden bestätigte sich bei Demontage des Motors. Und der Motorblock hatte sich so stark verzogen, dass nur ein Austausch des Motors in Frage kam. Ein unabhängiger Gutachter hat diesen Schaden bestätigt.

In direkter Abstimmung zwischen meinem Freundlichen und dem Klimaanlageneinbauer wurde der Motor unmittelbar getauscht, da unser Urlaub für die folgende Woche geplant war. Der Schaden sollte über die Haftpflichtversicherung des Klimaanlageneinbauers reguliert werden.
Nach 8 Wochen kam dann die Rückmeldung der Versicherung, dass sie für den Schaden nicht aufkommen werde, da das Gutachten den Motorschaden nicht eindeutig als solchen darstelle und auch ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Motorschaden und Einbau der Klimaanlage aus dem Gutachten nicht hervorginge.

Daraufhin wurde das Gutachten nochmal dahingehend überarbeitet, dass der Motorschaden eindeutig dargestellt wurde. Mit diesem Gutachten konfrontiert hat die Versicherung dann einen eigenen Gutachter bestellt. Dieser kam auf Basis aller Unterlagen (der defekte Motor war nicht mehr verfügbar) zu dem Schluss, dass der Klimaanlageneinbau nicht die Ursache sein könnte, da zwischen Einbau und Motorschaden ca. 700km gefahren worden sei. Es müsste ein anderer Fehler zu dem Schaden geführt haben. Damit lehnte die Versicherung die Regulierung des Schadens ab.
Im Nachgang im direkten Gespräch wunderte sich der Gutachter auch, dass bei der Reparatur ein defektes AGR-Ventil und ein defekter AGR-Kühler gewechselt worden seien. Dies passe nicht zu einem Motorschaden nach fehlender Entlüftung.

Soweit die Sachlage. Jetzt sitze ich nach wie vor auf einer Rechnung, für die ich auch „fast“ ein neues Wohnmobil hätte kaufen können. Mir ist schon klar, dass ich auf die Absprache zwischen den Werkstätten nicht hätte vertrauen dürfen. Aber wie es so ist, wenn man gerade mit der Familie in den Urlaub fahren will...

Was ich suche ist Rat wegen der Fehlerursache. Hat jemand so viel Fachkenntnis, dass er sagen kann, dass eine unzureichende Entlüftung doch noch nach einigen 100 km zum Motorschaden führt. Oder gibt es vielleicht sogar eine Kette, die von mangelhafter Enlüftung über einen defekten AGR-Kühler zur Motorüberhitzung u. Motorschaden führt? Andere stichhaltige Theorien?

Bin für jeden Hinweis dankbar.
Schon mal ganz vielen Dank,
Christoph

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Labrador am 03 Jul 2018 19:40:26

topquark hat geschrieben: Hat jemand so viel Fachkenntnis, dass er sagen kann, dass eine unzureichende Entlüftung doch noch nach einigen 100 km zum Motorschaden führt. ....


Letztendlich brauchst du hierfür einen Gutachter, der diesen Zusammenhang dokumentiert. Was sagt denn der von dir beauftragte Gutachter ? der hat doch hoffentlich nicht "nur" festgestellt, dass der Motor defekt ist, das wusste man vermutlich schon vorher

Administrator am 03 Jul 2018 20:44:37

An Überhitzung kann ich ad hoc auch nicht so recht glauben, denn wenn nicht genügend
Kühlung vorhanden ist, dann schaltet der elektrische Lüfter zu - und das reicht auch im
Stand (also ohne Fahrtwind) zur Motorkühlung aus. Hinzu kommt, dass der Motor nicht
einfach so still vor sich hin überhitzt - sondern da kommt zumindest erstmal eine Anzeige
im Tacho. Außerdem würde das Kühlwasser kochen und es würde aus dem Motorraum
herausdampfen - das kann man nicht übersehen. Aber auch wenn das Wasser kocht,
hat der Motor "nur" 120 oder 130 Grad - davon geht der noch nicht kaputt.

Für mich klingt das eher nach den üblichen Problemen beim Puma-Motor, welche nur
zufällig zum Zeitpunkt des Klima-Einbaus eingetreten sind.

Der Gutachter hätte m.E.n. aber zumindest den Motor zerlegen und die Ursache an Hand
des Schadensbildes feststellen müssen - mit so einer Information kann man eher die
Zusammenhänge herausarbeiten.

teuchmc am 03 Jul 2018 21:04:40

Naja,da gibts nur ein Problem. Das es eben nicht der uebliche Puma-2.2l-Motor ist.
Der TE sollte sich schnellstens rechtlichen Beistand holen.
Gutachter der VS haben immer nur eins im Sinn.Die Kosten der VS zu minimieren bzw.erst gar keine entstehen zu lassen.
Mir erschliesst sich der generelle Zusammenhang zwischen Klimaeinbau und dem kapitalen Motorschaden ueberhaupt nicht. Da passt m.M.n.irgendwat nisch.
Sonnigen weiterhin.Uwe

topquark am 03 Jul 2018 21:13:19

Der erste Gutachter hat sich den zerlegten Motor angeschaut.
Diagnose war:
"Zylinderkopf und Motorblock verzogen.
Kühlwasser im Abgastrakt und Verbrennungsraum vorhanden."

topquark am 03 Jul 2018 21:16:06

bzw. später im ausführlichen Gutachten:
Motor wurde teilzerlegt. Zylinderkopf und Motorblock geprüft. Hierbei
wurden Verzugserscheinungen durch Überhitzung an beiden Teilen
festgestellt. Motorschaden vorhanden.
Die Verzugserscheinungen an Motorblock und Zylinderkopf wurden im
Mittelbereich auf jeweils 0,10 mm gemessen, in der Summe dann also bis zu
0,20 mm Verzug. In der Folge gelangt Kühlwasser in den Verbrennungsraum wodurch Beschädigungen an
Motorlager und Zyinder zum Motorschaden führen.

Gast am 03 Jul 2018 22:21:03

topquark hat geschrieben:..Motorblock und Zylinderkopf wurden im
Mittelbereich auf jeweils 0,10 mm gemessen, in der Summe dann also bis zu
0,20 mm Verzug. In der Folge gelangt Kühlwasser in den Verbrennungsraum wodurch Beschädigungen an
Motorlager und Zyinder zum Motorschaden führen.

Hmmmm, ist schon heftig ..Aber Dies geschieht eigentlich nur durch Überhitzung ober andere "Ungünstige Umstände" aber keinesfalls durch den Einbau einer Motorklima, da hier sicherlich Orginalteile oder passendes Zubehör verbaut wurden . Zahnriemenversatz kann man ausschliessen, da er keinen hat und zudem ist der 2,4 l ein sehr
dankbarer Motor > da gehört schon einiges zu den tot zu kriegen . Komisch an der ganzen Sache ist nur die zurückgelegte Fahrstrecke , eine Überhitzung würde man mitbekommen und wenn kein Wasser im Aggregat gewesen wäre müsste es übelst riechen bzw. qualmen ....Es wird jetzt wirklich Schwierig ein Verschulden Nachzuweisen , zum Leidwesen des TE... Ich kannte so einen Fall bei einem LKW da war die Wapu defekt , der Fahrer hats gemerkt und die Warnmeldungen ignoriert -> war aber Eindeutig ....

Gruß Carsten

ChiliFFM am 04 Jul 2018 10:10:25

Ich teile Carstens Meinung.
Eine Klimaanlage hat zwar keine Verbindung zum Kühlkreislauf des Motors.
Es kann natürlich trotzdem durchaus sein, dann zum Einbau der Klima aus Platzgründen irgendwelche Kühlwasserschläuche abgenommen werden mussten.

Aber selbst wenn:
Klar kann man einen Kühlkreislauf entlüften. Das macht man, um die Luft möglichst schnell raus zu bekommen.
Aber auch ohne entlüftet sich ein Kühlkreislauf normalerweise selbst, insbesondere bei höheren Drehzahlen im Fahrbetrieb.
Die Luft wird dann quasi "mitgerissen" im Kühlwasserstrom und sammelt sich am höchsten Punkt - dem Ausgleichsbehälter.
Wichtig ist nur, dass immer genug Flüssigkeit drin ist.
Ein "Entlüften" erspart nur, dass man öfter mal nachkippen muss.

Unwahrscheinlich in meinen Augen, dass das allein zum Motorschaden geführt haben soll.

Was mich weiterhin stutzig macht:
Die Temperaturkontrolle im Cockpit müsste doch heftigst während der 700km protestiert haben, wenn der Motor zu heiss wird??
Der "weisse Rauch" nach dem Neustart wird Wasserdampf gewesen sein, Motorschaden und Wassereintritt müssen also vorher geschehen sein.

surfbusalex am 04 Jul 2018 10:15:20

An welchen Keilriemen wird denn die Kima "angeschlossen"? Wenn das der gleiche Riemen ist, der auch die Wasserpumpe antreibt, könnte es schon einen Zusammenhang geben.
War es nicht früher oft eine Problem bei den T4 TDI´s, dass die Wasserpumpe nicht richtig funktionierte und dadurch der Zahnriemen gerissen oder übergesprungen ist?

selbstschrauber am 04 Jul 2018 10:27:02

Mein Beileid und schade um den durablen 2,4l.
Der Motor ist noch "gute alte Treckertechnik" einen Elektrolüfter gibt es nicht, sondern einen mit Viskokupplung. Eine Überhitzung hättest Du m.E. bei der Fahrt doch merken müssen, wie stand denn das Kühlwasserthermometer?

Was mich stutzig macht, ist der defekte AGR Kühler, Hier vermute ich eher den Fehler.
Wenn der einen Riß hat, kann Kühlwasser in den Verbrennungsraum gelangen, hatte vor Jahren mal so einen Fall beruflich. Statt meiner Erklärungen ein Zitat:

Symptom für einen undichten AGR-Kühler kann der schleichende Verlust des Kühlmittels mit einer erhöhten Motortemperatur sein. Ein solcher Verlust bleibt zunächst oft unbemerkt, weil bei laufendem Motor der Abgasgegendruck höher ist als der Druck im Kühlsystem. Wird der Motor abgestellt, lässt der Druck nach und die Kühlflüssigkeit entweicht in den Motor. Beim erneuten Starten des Wagens kommt es dann zu sogenannten „Wasserschlägen“, die letztlich Kolben, Pleuel und Zylinder stark schädigen können.
Zitatende. Quelle:https://www.fairgarage.de/agr-kuehler-tauschen-kosten

Das könnte bei dir die Ursache gewesen sein. Natürlich kann man ein Verschulden der Werkstatt nicht ausschließen aufgrund der engen zeitlichen Nähe. Insbesondere wenn beim Einbau der Klimaanlage an diesem Bauteil bzw in dessen Nähe gearbeitet wird, bzw. Schläuche unsachgemäß "abgerissen" werden. Aber Du müsstest das beweisen. Letzteres würde dir nur mit einem vom Gericht bestellten Gutachter möglich sein, das Kostenrisiko wird dabei schnell so hoch, wie die Rechnung für den Motor, macht also nur Sinn, wenn eine Rechtschutzversicherung dahinter steht. Im Übrigen ist fraglich, ob der Nachweis jetzt noch gelingen kann, wenn die defekten Teile entsorgt sind.
Leider sieht es also eher schlecht für Dich aus.

LG

Selbstschrauber

NS
Der Klimakompressor und die Wasserpumpe werden beide vom Keilriemen angetrieben, eine nicht mitlaufende Wasserpumpe halte ich aber für unwahrscheinlich, da hätte der Motor bei den 700km Fahrt schon überhitzen müssen

DonCarlos1962 am 04 Jul 2018 10:45:12

Nun, für mich hört sich das nach einer defekten Zylinderkopfdichtung an.
Gleiches hatte ich letztes Jahr bei meinem alten VW Polo.
Tachostand 23.000 Km. Leichter weißer Rauch aus dem Auspuff, sonst keine Anzeichen.
Die Zylinderkopfdichtung und WaPu wurden getauscht.
Nur wenige hundert Km später wieder weißer Rauch aus dem Auspuff und die klassischen Symptome im Wasserausgleichsbehälter und unter dem Öldeckel. (Aber nun ganz gering!)

Die erste Reparatur war schlecht gemacht.
Der Motor- kopf und Block mußten geplant werden, weil die Teile wie bei Deinem FORD verzogen waren.
Nicht die Dichtung allein war das Problem!
Motorleistung und Verbrauch waren noch normal, nur die Temperatur war etwa 10-20° höher als sonst. Deshalb ging die Kontrollleuchte aber noch nicht an!
Wäre mir der leicht weiße Dampf aus dem Auspuff und der schleichende Wasserverlußt nicht aufgefallen, ich hätte den Polo "tot geritten "!

Daher denke ich, dass es Deinem FORD vielleicht ähnlich ergangen ist.
Das der Motor durch mangelndes Kühlwasser Schaden genommen hat, ist trotzdem nicht auszuschließen, aber wahrscheinlich jetzt nicht mehr nachzuweisen.

LG Carsten

Uwe1961 am 04 Jul 2018 12:39:44

Moinsen.
...ich sehe das auch so, dass der AGR-Kühler für den Wasserverlust verantwortlich ist...die Dinger können schon mal undicht werden.
Die Frage, warum ihr nun diesen Wasserverlust und den damit verbundenen Anstieg der Motortemperatur anhand der Instrumente nicht bemerkt habt kann euch niemand beantworten...da müßt ihr euch selber die Karten legen.
Gruß, Uwe

Allradmobilist am 04 Jul 2018 14:27:25

ChiliFFM hat geschrieben:...Der "weisse Rauch" nach dem Neustart wird Wasserdampf gewesen sein, Motorschaden und Wassereintritt müssen also vorher geschehen sein.

Weißer Rauch nach einer Stehphase ist bei meinem MB Vario im Winter normal. Es ist verdampfendes Kondenswasser und kein Grund zur Sorge.

ChiliFFM am 04 Jul 2018 15:10:40

Kern meiner Aussage war, dass der Rauch kein Rauch sondern Dampf ist.
Und Kondenswasser im Brennraum in solchen Mengen, dass da sichtbar Dampf entsteht ist jetzt auch nicht normal.
Das wäre nach zwei Motorumdrehungen eh weg.
Im Kurbelgehäuse (gerade bei Kurzstreckenbetrieb) gerne, von mir aus Schlamm am Öldeckel - aber nicht aus dem Brennraum/Auspuff.

Manche haben Kondenswasser/Regenwasser im Auspuff, dass irgendwann verdampft.
Dazu muss aber die Auspuffanlage erst heiss werden, nicht direkt beim Losfahren...

topquark am 04 Jul 2018 15:19:47

Schon mal vielen Dank.
Hier noch die Info zur Temperaturanzeige:
Die rote Lampe hat definitiv nicht aufgeleuchtet. Das die Temperatur höher war als normal, würde ich nicht ausschließen.
Aber sie war definitiv nicht in der Nähe des kritischen Bereichs.

ChiliFFM am 04 Jul 2018 15:58:23

Das widerspricht aber deiner zitierten Diagnose:
Verzugserscheinungen durch Überhitzung

Gast am 04 Jul 2018 17:34:14

topquark hat geschrieben:Schon mal vielen Dank.
Hier noch die Info zur Temperaturanzeige:
Die rote Lampe hat definitiv nicht aufgeleuchtet. Das die Temperatur höher war als normal, würde ich nicht ausschließen.
Aber sie war definitiv nicht in der Nähe des kritischen Bereichs.


Dann nimm die These vom Selbstschrauber mal zur Analyse . Ich bin Mechaniker und mich interessieren solche Sachen immer, zumal hier bis ins Detail geschaut werden muss und von daher - mit Deinen Aussagen natürlich , halte ich die Vermutung vom Selbstschrauber als sehr Wahrscheinlich .

Gruß Carsten

peter1130 am 04 Jul 2018 19:41:41

War die Größe des Kühlers überhaupt geeignet für den Einbau einer Klimaanlage?

bert am 04 Jul 2018 20:25:55

Welcher 2,4l Motor war es überhaupt?
Habe ich nirgens gelesen.
Die sind ja schon in den älteren Transen mit 125PS verbaut worden.
Dann mit 137PS und kurz danach mit 140PS.
Frage nur aus Interesse, hatte den 125PS und jetzt den 140PS.
Beide mit Heckantrieb und Zwillingsbereifung.
In einen 125PS haben wir eine Klima nachgerüstet. der Kühler blieb original.

Kühler zu klein würde ich ausschließen,
da wandert das Fernthermometer bald in die Höhe.

Den AGR Kühler, falls noch vorhanden, kann man ja auch abdrücken und eine
eventuellen Defekt feststellen.

bert

peter1130 am 04 Jul 2018 20:40:11

Da der TE nicht weiß ob die Temperatur zu hoch war sind das eh nur Mutmaßungen. So ein Motor verzieht sich aber nur durch thermische Überlastung.

Warum das so war dürfte bei nicht mehr vorhandenem Motor schwierig bis garnicht mehr feststellbar sein.

Ich habe schon genug Motoren gesehen die durch Überhitzung gestorben sind. Bei bestimmt 70% hat der Fahrer vorher nix davon gemerkt. Das muss also erstmal garnix heißen wenn der TE das nicht vorher bemerkt hat.

topquark am 05 Jul 2018 21:06:21

Ist ein 140PS mit Heckantrieb und Zwillingsbereifung.
Die Fordfachwerkstatt sagt, dass das schon alles passt mit der Klima.
Inkl. Größe des Kühlers.
Sonst hätten sie wohl auch nicht wieder eine Mobilitätsgarantie gegeben.

Stefan.1 am 05 Jul 2018 22:10:28

topquark hat geschrieben:Ist ein 140PS mit Heckantrieb und Zwillingsbereifung.


. . . darf man fragen welches Baujahr ?

Stefan

Inselmann am 08 Jul 2018 10:00:37

Weil wir dieses Jahr über die Alpenpässe und in Griechenland über die Berge gefahren sind, hatte ich interessehalber die Kühlwassertemperatur im Auge.

Dazu via OBD port und Tourque App die Temperatur beobachtet.

Zwischen 84Grad C und 99Grad C während der Fahrt hat sich die Nadel im Ford Cockpit NICHT von der Stelle gerührt und ist schön auf dem (ohne Zahl dran) mittleren Strich stehengeblieben.

Also auch eine leicht erhöhte Temperatur kann man via original Ford Instrument gar nicht sehen! Das programmieren die so.

Hatte mal den Keilriemen gerissen und da ging die Temperatur bei zwei Minuten Fahrt (aus der Gefahrenzone) sofort bis Anschlag!

Ford Transit Bj 2007 aber 2.2 TDCi

amino am 08 Jul 2018 10:53:19

Was hat den der kühler mit der klima zu tun?


Wenn es den Motor noch gibt ,
Würde ich selbst noch ein Gutachter beauftragen.

Wir reden hier ja bestimmt von einer Rechnung plus minus 10000

bert am 29 Jul 2018 16:46:38

Wahrscheinlich geht es um den Zusammenhang von Fahrzeugen mit Klima und ev. größerem
Wasserkühler. War früher öfters der Fall das bei Modellen mit Klima eine erhöhte
Kühlleistung notwendig war.

bert

FWB Group am 29 Jul 2018 18:12:24

Hi
Ich denke mal dein AGR Kühler war eines von den Problemen.
Vom System her kann aber ein defekter AGR Kühler nicht allein die Ursache für den Motorschaden sein.

Warum nicht,
weder im Vollastbereich ( da braucht die Maschine die volle Luft zur Leistungsentfaltung),
noch im Leerlauf ( wird im Leerlauf Abgas mit verbrannt, läuft der Motor wie ein Sack Nüsse) wird der Abgasstrom,
kommend aus dem AGR Kühler in Ri Drosselklappe geführt.

Das heißt, nur im Teillastbereich wird bei einem defekten AGR Kühler, eventuell eingedrungenes Kühlwasser mit verbrannt.
Das merkt man an einem schleichenden Wasserverlust und weissen Dampf im Teillastbereich (zum Beispiel nach einer Kurve).

Ein vollaufen der Brennräume beim stehen ( Folge Wasserschlag) funktioniert also darüber nicht, ausser
wir haben durch fehlendes Kühlwasser und nicht bemerkter hoher Temperatur gleichzeitig einen Zylinder Kopfdichtungsschaden.

Das würde aber bedeuten, man hat nach Verbau der Klimaanlage wirklich vergessen, das Ausdehnungsgefäss mit Wasser zu befüllen.
Das ist was anderes, als nicht entlüften!

Zur Temperaturanzeige:
Bei den alten Fahrzeugen hatte man bis 1996 rum immer noch normale Anzeigen. Motor heiß 100 Grad, Motor kalt 40 Grad.
Später dann wurden sogenannte Plateauschaltungen zur Anwendung gebraucht.
Heißt konkret, Anzeige steht stoisch bei 90 Grad, egal ob nur warm oder richtig heiß.

Eine Problematik mit Sicherung im Bezug auf den Lüfter kann man ausschliessen, da Viscolüfter.

Was mich interessieren würde ist, ob die rote Lampe für die Kühlwasserüberwachung bei deinem Fahrzeug leuchtet, wenn du auf Zündung schaltest ?
Denn die müsste eigentlich aufleuchten, wenn Wassermangel besteht.

Und Schlussendlich, ein Gutachter demontiert in den seltensten Fällen einen Motor.
Das machen die Werkstätten im beisein des Gutachters.

Das Geschriebene nur als Gedankenansätze, ohne einen Anspruch auf Ausführlichkeit und Vollständigkeit!
Da die Motorenteile nicht mehr verfügbar sind, wird das mit Sicherheit schwer, deine Forderungen vor Gericht durch zu setzen.
Schade

lachshuhn am 08 Aug 2018 22:33:00

Hallo,
Ich habe mir jetzt nicht alles genau durchgelesen.
Aber die Symptome deuten eindeutig auf ein defektes AGR Ventil hin.
Eine Defekte oder verschlossene Motorenentlüftung führt definitiv nicht zu solch einer Motorüberhitzung.
Wenn das AGR Ventil defekt ist werden ständig heiẞe Verbrennungsgase angesogen, so das der Motorblock und Kopf sich extrem erhitzt.
Das Kühlwasser wird dabei aber nicht so sehr aufgeheizt.
Die Lieferwagen haben eine sehr große Spanne in der Kühlmitteltemperatur so das die Rote Lampe erst bei ca 110 Grad oder mehr kommt.
Die Wassertemperaturanzeige ist bei neueren Fahrzeugen statische. die geht nicht über 90 Grad.
Da die Werkstätten es satt hatten jedem Kunden bei einer Überfahrt z.b. des Brenners zu erklären, das es normal ist und nichts passiert wenn der Zeiger Mal kurz vorm roten Bereich ist.
Bei den alten Ducatos hat Fiat das ganz schlau gemacht.
Die steht immer im unteren bereich.wenn man die Temperaturen Mal nach misst ist sie aber bei 90 Grad.
Ist sie dann Mal bei einer Steigung bei 110 Grad steht sie auf der Anzeige bei 90 und der Kunde ist zu frieden.
Also es kann nur ein defektes AGR Ventil die Ursache sein.

peter1130 am 09 Aug 2018 10:45:55

Mit einem halboffenen AGR Ventil zieht das Ding keinen Hering mehr vom Teller bzw geht im Leerlauf sogar aus. Außerdem rußt der wie ne Sau da zu wenig Sauerstoff zur Verbrennung da ist.

Das ist also ganz sicher nicht die Ursache.

lachshuhn am 10 Aug 2018 10:05:13

Weiẞt Du das genau?
Ich hab schon viele Defekte AGR Ventile bei PKW gewechselt die liefen alle auch noch normal und rußten nicht.wenn bei einigen nicht die Motorcheck Lampe an gegangen wäre, hätte der Kunde das bis zur nächsten ASU nicht gemerkt.
Die 2.2 hatten damit auch große Probleme und sind hoch gegangen, da die gerade im Wohnmobil hoch belastet sind und mit der heißen Luft nicht klar kommen.
Symptome sind dann genau wie hier geschrieben.

peter1130 am 10 Aug 2018 11:07:43

Ja weiß ich genau. Ich mache das beruflich. Modernere Autos rußen deshalb nicht weil die Steuerung merkt das die Abgasrückführungsrate zu hoch ist. Deshalb geht dort die Fehlerlampe an. Mal davon abgesehen haben die morderneren einen Abgaskühler.

Wenn zuviel Abgas mit angesaugt wird ist das unmittelbar am Leistungsmangel zu spüren ( zu wenig Sauerstoff) wenn die Einspritzanlage die Einspritzmenge nicht runtertregelt rußt das Ding.

Damit fährt niemand den Motor zu heiß.

peter1130 am 10 Aug 2018 11:36:49

Mal davon abgesehen. Warum werden überhaupt Abgase beigemischt? Richtig um die Stickoxide zu senken. Das geht aber nur in dem man die Verbrennungstemperatur senkt.

Also kann das wie schon geschrieben niemals die Ursache dafür sein.

Stefan.1 am 10 Aug 2018 13:59:57

Moins,
die Motorkontrolllampe brennt bei mir seit über 10.000 km !
beim Auslesen steht AGR Ventil defekt . . . der Meister von Ford sagte, so müßte er eigentlich besser laufen.
Ich fahre ja 365 Tage im Jahr mit Trailer und PKW / 1,5 t und ich merke nix davon, er läuft und zieht wie eh und je, 2.4 l Bauj. 2010, jetzt aktuell 70.000 km auf der " Uhr"

Stefan

ChiliFFM am 10 Aug 2018 16:04:39

Stefan.1 hat geschrieben:Ich fahre ja 365 Tage im Jahr mit Trailer und PKW / 1,5 t und ich merke nix davon, er läuft und zieht wie eh und je, 2.4 l Bauj. 2010, jetzt aktuell 70.000 km auf der " Uhr"

Der Transit (ich hatte auch einen aus 2014) hat ein zulässiges Zuggesamtgewicht von 4.500kg und deshalb bei einem zGG von 3.500kg noch 1.000kg Anhängelast. Irgendwas muss bei dir anders sein... :roll:

andwein am 10 Aug 2018 17:36:56

Stefan.1 hat geschrieben:...die Motorkontrolllampe brennt bei mir seit über 10.000 km, beim Auslesen steht AGR Ventil defekt.
Ich fahre ja 365 Tage im Jahr mit Trailer und PKW / 1,5 t und ich merke nix davon, er läuft und zieht wie eh und je, 2.4 l Bauj. 2010, jetzt aktuell 70.000 km auf der " Uhr" Stefan

Zumindest bei meinem Ford 2,4l/144PS/Bj2008 hat sich das def. AGR Ventil mit "Motorlampe" und "Notlauf" gemeldet. Die Endgeschwindigkeit ging rapide auf 80 kmh zurück. Aber wir müssen nicht unbedingt vom gleichen Fehler sprechen, unter "AGR Ventil" defekt verstecken sich oft andere Ursachen.
Gruß Andreas

peter1130 am 10 Aug 2018 19:30:21

Mal davon abgesehen würde im Notlauf der Partikelfilter nicht mehr regeneriert was dazu führt das der irgendwann so voll ist das er ersetzt werden muss.

Mit offenemn AGR Ventil läuft kein Auto vernünftig. Wenn in der Ansaugluft zu wenig Sauerstoff vorhanden ist findet auch keine vernünftige Verbrennung mehr statt.

OBD2 Fahrzeuge müssen dann in den Notlauf gehen. Die regeln dann die Einspritzmenge runter um ein rußen zu verhindern. Das Ergebnis ist keine Leistung mehr.

Stefan.1 am 10 Aug 2018 22:46:31

ChiliFFM hat geschrieben:Der Transit (ich hatte auch einen aus 2014) hat ein zulässiges Zuggesamtgewicht von 4.500kg und deshalb bei einem zGG von 3.500kg noch 1.000kg Anhängelast. Irgendwas muss bei dir anders sein... :roll:


. . . mein Transit Bauj. 2010 mit Zwillingsreifen 2.4 l 140 PS hat ein Zuggesamtgewicht von 5500 kg !

Stefan

bert am 11 Aug 2018 10:55:56

Ist bei meinem auch so mit den 5.5t.

bert

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