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Frühlingshaftes Griechenland Teil 2


RichyG am 05 Jul 2018 11:05:24

So liebe Griechenlandfans,
nun wird es aber Zeit, endlich dem zweiten und letzten Teil unserer Griechenlandreise beizuwohnen.
Wollte mich jedoch schnell noch entschuldigen für die Verzögerung, aber leider besteht mein derzeitiges Leben noch nicht aus purem Reisen und deren Dokumentationen. Aber bald :ja: !
Los gehts - oder besser weiter - geht´s am 18. Reisetag.

Relativ gute Straßen lassen uns bald schon Neapoli am östlichen Finger des Peloponnes erreichen. Neapoli ist eine kleine Küstenstadt und zugleich Fährhafen für die nahe Insel Kithara. Wir biegen im Ort links ab und fahren 13% endlose Steigung hoch um die andere Seite der Berge zu erreichen. Von oben haben wir einen herrlichen Rundumblick und benötigen mehrere Kamerastopps bis wir auf der östlichen Seite wieder steil hinunter zum Meer fahren.


Gabi möchte hier eine Tropfsteinhöhle erkunden. Die letzte Führung scheint bei unserer Ankunft gegen 16:30 Uhr gerade vorbei zu sein und die nächste erfolgt am Dienstag 1.Mai. Nur feiertags möchten die Griechen ihre Naturschätze Ausländern zeigen. Also bleiben wir erstmal für eine Nacht auf dem Parkplatz der Höhle stehen. Hört sich zunächst schlimmer an, als es tatsächlich ist. Der Parkplatz besteht nämlich aus einer sehr großen Wiese mit einem sehr schönen Baum. Zu diesem gesellen wir uns und werden morgen entscheiden, wie es weitergehen soll. Das Wetter hat sich nach sehr heftigen Winden und kleinen harmlosen Regenschauern inzwischen beruhigt. Es herrscht eine himmlische Ruhe und ich bekomme die Aufgabe zugewiesen, nun den Grill anzuwerfen.


Montag, der 30.4.2018 19. Reisetag
nach der absolut ruhigen Nacht auf der Wiese stand nach dem gemütlichen Frühstück eine kleine Wanderung an. Eine Stunde marschierten wir auf einem gutausgeschilderten Wanderweg durch Macchia. Schon um 10 Uhr war es wieder heiß und die Sonne brannte erbarmungslos auf uns herunter. Der Weg war sehr schön und anstrengend war nur, die vielen Spinnennetze auf dem Weg zu zerstören. Von Baum zu Baum, von Busch zu Busch und von Grashalm zu Grashalm spannte sich die überaus stabil-elastischen Netze in denen fette Spinnen auf Beute und uns warteten. Beim Durchtrennen der Netze gaben diese oft einen leise schnalzenden Ton von sich. Schließlich kamen wir zu einem Punkt, an dem man in die nächste Bucht schauen konnte. Es war einfach traumhaft und die Ruhe nur von Vogelstimmen und dem leisen rauschen Meeres tief unter uns begleitet. Verfallene Hausrudimente und frühere, verwilderte Gärtchen zeigten, dass diese verlassene Gegend irgendwann früher einmal zum Teil und unter widrigsten Verhältnissen bewirtschaftet wurde.





Gegen Mittag erreichten wir wieder unser BobbyCar, welches auf unserer Wiese, unter dem einsamen Baum im Halbschatten auf uns wartete. Die gestrige sehr steile Anfahrt von z.T. über 17% ging es nun in umgekehrter Richtung abwärts. Dank unseres Bergabfahrassistenten, der hier erstmals in Gebrauch war, funktionierte das ohne Probleme und ohne heiße Bremsen. Von Neapoli aus ging es dann über kleine Nebenstraßen erstmal ungefähr 50 Kilometer Richtung Norden, bis wir schließlich die Kleinstadt Skala erreichten. Gleich am Ortsbeginn ein LIDL-Supermarkt. Wir parkten nicht als einzige Wohnmobilfahrer unser Gefährt am Parkplatz. Das Angebot ist bei WoMo-Besatzungen aus ganz Europa scheinbar sehr beliebt.
Die anschließenden 15 Kilometer bis Githio oder Gytheio oder Gythion (alle Schreibweisen sind richtig aber das Navi akzeptiert nur Gytheio – wenn man’s weiß!!!) unterbrechen wir mit einer Kaffeepause in der wunderschönen Lakonikos Bay. Von einem erhöhten Parkplatz aus haben wir aus unserem Wohn-Esszimmer einen wundervollen Blick auf die Bay und ein super fotogenes Wrack eines alten Frachters, der schon seit Jahrzehnten an dieser Stelle vor sich hin rostet.



Hier wollen wir uns auch einen Campingplatz suchen. Der erste Platz hat eine schöne Lage in einem großen Olivenhain und liegt direkt am Meer. Die Sanitäranlagen sagen uns jedoch nicht unbedingt zu. Zumal Gabi gelesen hatte, dass es noch einen weiteren Platz mit sehr viel besserer Ausstattung geben soll. Also weiter. Kaum tausend Meter entfernt liegt links der Straße der Campingplatz „Githeon-Bay“. Die Sanitäranlagen entsprechen unseren Vorstellungen, der Platz liegt auch direkt am Meer, ein kleiner Supermarkt ist gegenüber auf der anderen Straßenseite (wichtig wegen der Brotversorgung) und der herrliche Pool ist auch in Betrieb. Auf dem vorhergetesteten Platz gähnte uns da nur ein leeres blaues Loch an. 19 €uro/Nacht sind ein akzeptabler Preis und wir beschließen, hier ein paar Tage Urlaub vom Urlaub zu machen. Auch hier sind die Nächte wunderbar ruhig.



Dienstag, der 1.5.18 Maifeiertag 20. Reisetag
Der Tag steht komplett im Zeichen des Nichtstuns. Abgesehen von einer Maschine voll Schmutzwäsche tut sich nichts. Wir ruhen uns einfach nur aus, gehen im Pool und Meer schwimmen, lesen und genießen die Ruhe hier auf dem Platz. Er ist nur sehr mäßig belegt. Die meisten sind Wohnmobilisten, die via Fähre über Patras hier angereist sind und nur wenige Caravanbesitzer sind in Griechenland unterwegs. Ich bin einer der wenigen, welche über den langen Landweg ins Land der Helenen kamen. Also ein echter „Griechenlandfahrer“! Das Wetter ist wieder von Hitze geprägt und die Temperaturen erreichen bis 32°C im Schatten. Nur abends wird es nach Sonnenuntergang sehr schnell, aber angenehm frisch. Nach der Hitze am Tag sind die Nachttemperaturen von um die 18-20°C jedoch ideal zum Schlafen.
Mittwoch, der 2.5.18 21. Reisetag
Wir sind heute schon um 9:30 Uhr abfahrbereit, denn wir wollen die Halbinsel Mani umrunden. Über kleinste und zum Teil sehr enge Nebensträßchen dringen wir Richtung Süden der nur sehr schwach besiedelten Halbinsel vor. Kleine Buchten überraschen uns mit schönen Ausblicken und die Straße schwingt sich oft in kühnen Serpentinen in die Berge und wieder hinab zum Meer. Wir brauchen viel Zeit zum Fahren, da uns immer wieder neue Aussichten anhalten lassen oder die Sträßchen einfach kein schnelleres Tempo erlauben. Ziemlich genau um 13 Uhr erreichen wir das Bergdorf Lagia mit seinen für die Gegend charakteristischen Wohntürmen. Diese wurden in fernen Zeiten gebaut um sich zum einen gegen die immer wieder kehrenden Überfälle von Piraten zu schützen und sollten zum anderen den Familien Schutz vor der Blutrache bieten, welche bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein das Land auf schreckliche Weise überzog. Hier in Lagia finden wir nach einem Rundgang durch den beschaulichen Ort, der zur Vielzahl nur noch aus Ruinen von Wohntürmen besteht, in der Taverne am kleinen Marktplatz ein schönes Plätzchen. Und weil es hier gar so schön und klischeehaft ist, wird aus dem ursprünglich angedachten Kaffee schnell ein frisch gepresster Orangensaft, kaltes Wasser und eine Vorspeisenplatte mit verschiedenen gegrillten Gemüsen, Zaziki, Brot usw. Im Hintergrund dudelt Bouzouki Musik, Alexis Sorbas repariert einen Stuhl und außer uns scheinen sich nur wenige Menschen im Ort zu befinden.







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Julia10 am 05 Jul 2018 11:44:35

Super, hab schon drauf gewartet, wie es weitergeht :) und lese von nun an gerne mit :)

RichyG am 05 Jul 2018 11:50:46

Eine Stunde später kurven wir wieder weiter durch eine einsame, archaisch abweisend anmutende Landschaft. Die wenigen Dörfer bestehen ausschließlich aus den ebenso abweisenden Wohntürmen und Menschen sind so gut wie keine zu sehen. Wenn möglich wollen wir noch zum unterirdischen Höhlensystem von Pirgos Dirou welches ich noch in vager Erinnerung von vor dreißig Jahren habe. Wir erreichen die Höhlen um 16:10 Uhr und erfahren, die letzte Führung würde um 16:15 stattfinden. Also schnell die Karten gekauft, das BobbyCar flott geparkt und über Treppen hinab in die Tiefe gestiegen. Dort warten schon die Kähne, welche uns durch die mit Wasser gefüllten Gänge und Säle schippern werden. Eine gute halbe Stunde dauert die Kahnfahrt durch das Tropfsteinlabyrinth. Kommentiert in ausschließlich griechisch. Mehr darf man wahrscheinlich für 13 T€uros/Person auch nicht erwarten :eek: . Na ja, schön ist es auf jeden Fall und außerdem gut klimatisiert :wink: ! Da ist die Hitze und blendende Helligkeit beim späteren Verlassen der Höhle fast schmerzhaft. Von Pirgos nehmen wir die kürzeste Route zurück zum Campingplatz bei Githio. Ein kurzer Einkauf im Supermarkt sichert uns das Fleisch zum Abendessen und wir sitzen nach dem köstlichen Mahl noch länger draußen und genießen die Kühle der Nacht.






Donnerstag, 3.5.18 22. Reisetag
Es hat doch tatsächlich in der Nacht einige Tropfen geregnet! Ich bin nun schon seit genau drei Wochen unterwegs und die Zeit vergeht wie im Flug. Wir wollen uns heute mal wieder dem süßen Nichtstun hingeben und trotzdem finden sich immer wieder ein paar „Arbeiten“. Gabi wäscht nochmal eine Trommel Wäsche weg und ich packe den Werkzeugkoffer aus. Die Dachluke im Schlafzimmer ist defekt und ich kann sie unter Einsatz meiner Leiter (erster Einsatz), Sekundenkleber und Gefummel wieder in Stand setzen. Und weil sie denn schon mal abgebaut ist, zerlege ich sie gleich komplett zur Reinigung. Das viele Geschaukel hat auch einen Klebehaken im Bad abreisen lassen. Auch dieser muss ersetzt werden. Dann warten noch die Bilder von der Kamera auf Sicherung, uns so vergehen die Stunden.
Für das heutige Abendessen plant die Chefin einen Nudelauflauf. Werde wohl später unseren Kocher draußen aufbauen. Im WoMo hat es gerade (15:00 Uhr) 31,2°C. Da muss nicht unbedingt zusätzliche Hitze durch den Küchenherd hinzugeführt werden. Wann wir hier unsere Markise einfahren und wieder „On the Road“ sein werden wissen wir im Moment noch nicht. Für morgen ist jedenfalls eine kleine Fahrradtour ins ca. fünf Kilometer entfernte Githio geplant, da dort Freitags Markt ist und wir uns außerdem ein wenig im Städtchen umsehen wollen. Schon vor dem Frühstück soll es hier losgehen. Wir wollen dieses dann in Githio einnehmen um der großen Hitze zu entgehen. Ob das angekündigte ausgedehnte Tief uns dabei tangiert, werden wir sehen und lassen das einfach auf uns zukommen.

Freitag, der 4.5.2018 23. Reisetag
schon vor dem Frühstück sind wir heute los um die fast 6 Kilometer nach Githeo zu radeln. Markttag! Da verspricht sich der deutsche Tourist eine Menge interessante Stände, Fressangebote und und und.
Nein, in Griechenland ist eine Straße gesperrt. Es gibt Gemüse, Obst, Gemüse, Obst, Gemüse und … richtig – Obst. Toll! So haben wir halt ein wenig Gemüse und Obst gekauft, Cappuccino getrunken, Geld gezogen und sind wieder heimgeradelt. Zwischen dem Campingplatz und Githeo liegt ein Berg, der natürlich in jeder Richtung bezwungen werden muss. Da ist der Rückweg schon etwas schweißtreibend. Allerdings liegen die Temperaturen seit heute etwas unter 30°C und es weht ein stetiger Wind, der auch immer wieder böig auffrischt. Für den gesamten griechischen Raum ist ein ausgedehntes Tief gemeldet und es kann sein, dass dies schon die ersten Vorboten sind. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Morgen wollen wir von hier weiter nach Sparti, Mistras und nach der Überquerung des Taigetogebirges letztendlich erstmal nach Finikounda. Der Gebirgszug trennt Lakonien von Messenien und ist mit seinen fast 2.500 Metern noch immer schneebedeckt. Wird bestimmt wieder eine interessante Fahrt.

Samstag, der 5.5.2018 24. Reisetag
nach einem ausführlichen Samstagsfrühstück mit Toast und Rührei verlassen wir gegen 10:30 Uhr den Campingplatz „Githion Bay“ in Richtung Sparti. Die 46 Kilometer legen wir auf der gutausgebauten E65 zurück, die sich kurvenreich, wie stets in Griechenland, durch die hügelige und sehr grüne Landschaft schlängelt. Kurz vor der Stadt wirft sich uns mal wieder ein Supermarkt mit der gelben Schrift auf blauem Logo in den Weg. Klar, dass wir an keinem LIDL vorbeifahren. Also auf den Parkplatz, dessen schattenspende Mattendächer leider zu niedrig fürs BobbyCar sind, neben einen anderen WoMo-Kollegen. Und hinein ins klimatisierte Einkaufsparadies. Das Thermometer kratzt inzwischen schon wieder an der 30°-Marke. Außer Lebensmitteln und Retsina gibt´s diesmal für mich auch Werkzeug für den Campereinsatz! Weiter geht´s 9 Kilometer an den Rand des Taigetosgebirges, welches sich vor uns mächtig erhebt. Gleich ist Mistras erreicht, unser Zwischenziel auf der heutigen Route. Die Geschichte der byzantinischen Ruinenstadt beginnt 1206. Unterhalb der inzwischen zerstörten und als Ruine erhaltenen Festung lebten einst mehrere zehntausend Menschen. Mistras avancierte zum kulturellen Zentrum der Region. Im Jahr 1770 während des russisch-türkischen Krieges, begann der Glanz der Stadt zu erlöschen. Im griechischen Freiheitskampf 1825 gegen die Türken wurde die Stadt dann derart zerstört, dass man unter den damaligen Verhältnissen auf einen Wiederaufbau verzichten musste. Stattdessen baute man wenig später das Jahrhunderte zuvor zerstörte Sparta wieder neu auf. Zwei Stunden nehmen wir uns Zeit, durch die Ruinen am steilen Berghang zu klettern und den Spuren der Vergangenheit nachzuspüren. Die Mittagssonne brennt dabei auf unsere Häupter und weit und breit kein Biergarten, keine Bratwurstbude, keine Eisdiele :cry:






Es ist schon nach 14 Uhr, bis wir unser zugeparktes BobbyCar befreien und uns auf engen und natürlich sehr, sehr, sehr kurvigen Straßen in die Höhe des Taigetos schrauben. Schier endlose Serpentinen führen in die Bergwelt hinein. Bald hat die Natur um uns alpinen Charakter. Wir sind ganz alleine unterwegs. Auf den kommenden 50 Kilometern werden uns keine zwanzig Autos begegnen. Dann senkt sich die Straße in eine gewaltige Schlucht mit steil abfallenden Felswänden bis wir schließlich entlang eines kleinen Flusses auf Kalamata zu fahren. Noch eine Bergkette ist zu überwinden und wir sehen die Stadt im beginnenden Abendlicht vor uns. Die vielen Wassertanks auf den Häusern lassen die Stadtsilhouette im Licht der niedrigstehenden Sonne vor uns blinken wie Diamanten. Doch der Schein trügt, wie so oft. Wie wir kurz darauf beim Durchfahren feststellen können, besteht die Stadt größtenteils aus gesichtslosen Betonbauten. Erst 1986 wurde Kalamata, die Hauptstadt des Bezirks Messenien, bei einem schweren Erdbeben größtenteils zerstört.




Auf einer Umgehungsstraße sind wir schnell vorbei, lassen einen weiteren LIDL schweren Herzen rechts liegen (wir haben tatsächlich nach wenigen Stunden noch keinen Bedarf feststellen können!) und sind über Messini auf dem direkten Weg nach Süden. Entlang des Golfs von Messini führt uns die Straße durch tatsächlich blühende Landschaften. Gelbblühender Ginster begleitet uns kilometerlang. Olivenhaine ohne Ende ziehen am Fenster vorbei und bei Koroni erreichen wir das nächste kleinere Gebirge. Nachdem die Hinweisschilder nunmehr nur noch in griechischer Schrift zu finden sind bekommen Probleme mit der Richtung unseres Weges. Aber auch die Einheimischen sind sich nicht ganz einig. Der Eine meint auf Nachfrage „zurück und links“ der Nächste meint „nein, nein“ immer weiter hier lang“. Der Einfachheit halber und wegen des Problems des Wendens glauben wir dem „Nächsten“ und fahren auf dem schmalen Sträßchen weiter. Es führt uns in ein winziges Bergdorf, welches steil am Berghang klebt. Das ficht die Kinder jedoch nicht an, mit ihren offensichtlich ganz neuen Fahrrädlein herumzukurven. Bei Hrissokeleria senkt sich die Straße endlich hinunter nach Finikounda unserem heutigen Ziel. Eine wunderschöne Bucht im Abendlicht tut sich vor uns auf


...und schnell erreichen wir den Campingplatz „Anemomilos“. Nach dem Abendessen frischt der Wind wieder auf und wir verziehen uns ins WoMo um nochmal die Bildausbeute des heutigen Tages zu begutachten. 20°C erscheinen uns inzwischen als ziemlich kühl. Dafür schlafen wir in dieser Nacht mal wieder super. Es ist ausgesprochen ruhig hier, frische Luft und eine angenehme Temperatur.



Sonntag, 6.5.2018 25. Reisetag
Ein strahlend blauer Himmel lässt uns mit Genuss draußen frühstücken. Ein richtiges Sonntagswetter begleitet uns in den ruhigen Vormittag. Gabi erledigt ein wenig Handwäsche und ich ein paar Elektroarbeiten, bei denen mein neues Werkzeug zum Einsatz kommt. Sonst passiert nix. Am Nachmittag spazieren wir in den Ort Finikoundas. Ein schmuckes kleines Fischerdorf, welches sich gerade auf den Ansturm der Touristen vorbereitet. Überall wird gehämmert, gesägt und gestrichen. Sonntag hin oder her. Nach dem „Genuss“ eines griechischen Kaffees, der zur Hälfte aus Kaffeesatz besteht, machen wir uns auf den 20-minütigen Rückweg und verbringen den Nachmittag mit Lesen, einer Tasse guten Nescafè und dem Warten aufs Abendessen. Das wollen wir uns heute - von hoffentlich kundigen Händen - fremdzubereiten lassen.
Ja, das mit dem Essen hat wunderbar geklappt. Gabi wollte unbedingt am Abend nochmals ins Dörfle zum Essen. Sind wir also losmarschiert. Die Wolken haben sich schon sehr dunkel gefärbt und der Wind hat wieder aufgefrischt als wir in Finikounda eintreffen. Erstes Lokal war nicht genehm, zweites war „na ja“ und im dritten saß kein Mensch, hatte aber „Fresh Fish“ auf der Karte. Wir also ins Dritte. Ein Fischer saß da und hat seine Netze sortiert, ein anderes männliches Wesen saß in einer Ecke und hat nur geglotzt. Trotzdem wurden wir von einem Dritten sehr nett nach unseren Wünschen befragt (um 19 Uhr in einem Restaurant – was kann da der Wunsch sein???) Nein, wir bekamen Essensvorschläge in gebrochenem Griechisch-Englisch, was sich ungefähr so anhört wie mein Deutsch-Englisch! Gabi wurde aufgefordert sich ihren Fisch selbst zu – nein nicht fangen! Auszusuchen! Ich habe mich für Kartoffeln mit Gemüse entschieden und sie bekam ihren Fisch. Vorspeise Bauernsalat und Zaziki. Hauswein für die Dame und Retsina für den abgebrühten Griechenlandfahrer. Hat alles hervorragend gemundet und preislich angenehm überrascht. Hat sie gut ausgesucht, die Meine. Auf dem Heimweg schnell noch um 21 Uhr in den kleinen Supermarkt hinein wegen Schafskäse, was Süßem und nen Ouzo als Absacker daheim. Der war dann kaum ausgetrunken, als es auch schon zu regnen anfing. Das hat es auch ausgiebig bis zum nächsten Morgen getan.




Montag, 7.5.2018 26. Reisetag
Der Dauerregen der Nacht hält an und schläfert so richtig schön ein. Um acht Uhr öffne ich die Augen und denke mir, wenn ich jetzt zum Duschen gehe kann ich am Waschhaus gleich wieder umdrehen. Da bin ich schon geduscht. Also Wäsche daheim. Als der Kaffee brodelt wacht auch Gabi auf. Bei strömendem Regen frühstücken wir heute inside. Aber auch schön gemütlich. Wir beratschlagen, was wir mit dem heutigen (Regen-)Tag anfangen werden. Kaum ist der Plan fertig, hört es auf zu regnen, die Sonne kommt heraus und es wird sofort warm. Also Abreise. Gabi geht zum Duschen und ich stelle fest, dass beim nächtlichen Gewitter der Strom am ganzen Platz ausgefallen ist. Zunächst ist das nicht schlimm. Ich packe zusammen, Gabi spült ab und bezahlt und dann gehe ich duschen. Ohne Strom wärmt kein Boiler warmes Wasser! Gabi (vielleicht auch jemand anderes) hatte das warme Restwasser verbraucht. Für mich bleibt nur kaltes übrig. Was bin ich frisch und munter nach dem Duschen!!!!
Um 10:30 Uhr rollen wir aus dem Tor und fahren Richtung Methoni. Schnell ist die Stadt mit der gigantischen Festung erreicht. Das aufgewühlte Meer brandet gegen die Felsen und das Tor zum Eingang ist so fest verschlossen, als würden wieder feindliche Truppen erwartet. „Monday closed“!!!! Klasse!!!!! Trotzdem sind wir beeindruckt von der Anlage





...und fahren weiter nach Pylos. Zentimeter – nein Millimeter – links und rechts Platz. Und wir durch! Die enge Stadt erfordert auch von mir wirklich alles. Fast wäre ich noch in eine Einbahnstraße gefahren. Mittendrin: Ein Bäcker!!!! Gabi erzwingt einen Stopp. Da ich mich heute behindert fühle, bleibe ich auf dem einzigen Platz stehen, der möglich ist. Ja, es ist ein Behindertenparkplatz. Dafür bringt aber Gabi das beste Brot dieser Reise und wir lassen es uns viele Kilometer Küstenstraße weiter nördlich an einer Hafenmole schmecken. In Kalo Nero biegen wir in östlicher Richtung ins Innenland ab. Wieder verändert sich die Landschaft auf dem Weg nach Megalopoli mehrmals und faszinierend. Die heutige Route führt uns in die Berge Arkadiens. Auf ganz kleinen und schmalen Sträßchen sind wir einmal mehr unterwegs um einen Wanderparkplatz zu erreichen, der unser heutiges Ziel sein soll. Zuvor entdecke ich aber linker Hand eine Käserei in einem Weiler. Wir erstehen dort geräucherten und normalen Schafskäse für unser Abendessen. Gegen 17 Uhr sind wir am Ziel und die Straße endet an einer alten Steinbrücke in der Lousios-Schlucht. Ein Bus, der wandernde Schüler aufnimmt ist bald weg und wir stehen gaaaaanz alleine auf dem kleinen Parkplatz fernab der Zivilisation. Von hier wollen wir morgen nach dem zeitigen Frühstück eine dreistündige Wanderung unternehmen. Wir sind hier vollkommen abgeschnitten von der Außenwelt. Kein Handyempfang, kein Internet! Ja das gibt´s, aber wir werden das überstehen und freuen uns auf eine weitere sehr ruhige Nacht in unserem BobbyCar.





RichyG am 05 Jul 2018 12:19:16

Dienstag, 8.5.18 27. Reisetag
Heute ist ausnahmsweise schon um 6:30 Uhr die Nacht vorbei. Während Gabi noch schläft, bereite ich schon das Frühstück. Um 8 Uhr war geplanter Abmarsch zu unserer Wanderung, es wird aber doch wieder 8.30 Uhr bis wir endlich unterwegs sind. Die Luft ist frisch und klar am sonnigen Morgen in den Bergen, aber schon nach kurzem Weg wird uns warm. Der gut ausgeschilderte Wanderweg führt uns direkt in die Schlucht. Uns begleiten das Wasserrauschen des Gebirgsbaches und viele Vogelstimmen. Sonst ist nix zu hören. Über längere Zeit verläuft der Weg meist auf gleicher Höhe durch den Beginn der Schlucht. Dann steigen die Felswände schroff an und auch unser Weg bekommt anständig Steigung. Nach ungefähr einer guten Stunde steil bergauf erreichen wir das Kloster, welches wie ein Schwalbennest in der Felswand hängt. Es wird von einigen Mönchen bewirtschaftet und wir werden freundlich begrüßt. Ungehindert können wir uns in den Räumen bewegen, sowie fotografieren und filmen. Außerdem sind wir zu Wasser, griechischem Kaffee, Gebäck und Loccum eingeladen. Da die Mönche dafür nichts nehmen, erstehen wir einige Andenken für die Enkelinnen, bedanken uns freundlich und gehen nach einer Stunde Aufenthalt unseres Weges. Dieser führt uns weiter bergauf zu einer kleinen Kirche, die leider abgeschlossen ist. Von der Terrasse jedoch bietet sich uns ein grandioser Rundblick in das Gebirge um uns und hinunter in die Schlucht, durch welche wir heraufgestiegen sind. Nach drei Stunden dreißig sind wir wieder an unserem rollenden Zuhause angekommen und beginnen unseren Weg, zurück an die Küste.












Es ist wieder so ein Fahrtag, der uns unendlich schöne, abwechslungsreiche und grandiose Ausblicke beschert. Kaum verlassen wir ein Tal, beginnt die nächste Schlucht, schraubt sich die schmale Straße steil hinauf um nach dem folgenden Pass ebenso steil abzufallen. Dabei sieht jedes Tal von der Vegetation anders aus. Mal glaubt man sich in den Alpen, dann wieder wird es mediterran, um sich eine halbe Stunde später in eine afrikanische Landschaft zu verwandeln. (Gabi: ich kann‘s kaum glauben: hier hängen schon Kirschen an den Bäumen!) Wir passieren bildschöne Bergdörfer und verlassene Weiler. Am Wegesrand kilometerlang gelbblühender Ginster. Begegnungen mit anderen Fahrzeugen und Menschen finden kaum statt. Meist sind wir ganz alleine mit unserem treuen BobbyCar unterwegs.




Die letzten 30 Kilometer sind wir auf einer gutausgebauten, breiten Fernstraße Richtung Pirgos am Ionischen Meer unterwegs. Eine Wohltat, nach tausenden Kurven einfach den Tempomaten einzustellen und das WoMo entspannt ziehen zu lassen. Schnell erreichen wir so Pirgos und gleich darauf Amaliada und unseren angepeilten Campingplatz „Andriopoulos“ direkt am Meer. Hinter dem WoMo fließt ein Flüsschen, an dessen Ufer sich 4 Schildkröten sonnen. Von Zeit zu Zeit ertönt ein lautes Froschkonzert, welches uns wohl auch in den Schlaf singen wird. In kurzer Zeit ist alles aufgebaut, was nach dem 13. Mal in den letzten Wochen auch kein Wunder ist. Der Platz liegt an einem großen Sandstrand und wir werden nach dem Abendessen noch mit einem wunderbaren Sonnenuntergang belohnt. Der morgige Tag wird wieder ein Ausruhtag.





RichyG am 05 Jul 2018 12:55:56

11.5.18 Freitag 30. Reisetag
wir sind heute Morgen gegen 10 Uhr in Amaliada bei Pirgos aufgebrochen um ein Stück weiter Richtung Norden und damit ein Stück weiter Richtung Heimat zu fahren. Der Himmel ist nach dem gestrigen kühlen und windigen Tag wie blankgeputzt. Gestern Abend waren wir noch hier am Campingplatz zum Abendessen. Ein Tisch mit Blick direkt in den Sonnenuntergang und ein wunderbares Essen mit einem prima Rosèwein gut gekühlt. Bei mäßigen Temperaturen schläft es sich dann auch entsprechend gut.
Nach einem Stopp beim LIDL sind wir dann heute zunächst östlich in die Berge gefahren. Gabi hat dort einen sehr großen und künstlich angelegten Eichenwald ausfindig gemacht, indem sie gerne einen Spaziergang unternehmen möchte. Nach gut 30 Kilometern ist das Ziel erreicht und wir machen einen ca. einstündigen Rundgang. Plötzlich ist Griechenland ganz weit weg und man fühlt sich nach Thüringen versetzt. Die Landschaft ist hier so gar nicht griechisch. Die Luft sauber und gut und außer Vogelstimmen die nächste stunde nix zu hören







Die Weiterfahrt führt uns westlich um das Erimathosgebirge herum und auf Patras zu. Die Stadt ist sehr groß und das Navi führt uns mitten hindurch zum Ufer des Golfs von Korinth und zum Fähranleger. Natürlich könnten wir auch die große Brücke hinüber zum Festland nutzen. Aber erstens ist diese wesentlich teurer als die 11€ für die Fähre und zweitens würden wir die Brücke in ihrer ganzen Eleganz ja nicht sehen. So setzen wir in 20 Minuten parallel zur Brücke über und bekommen bei Ankunft das Wetter ab, welches wir schon vom Peloponnes aus über dem Festland sehen können. Dicke fette Gewitterwolken und erstes Donnergrollen rollen über den Golf herüber. Kaum sind wir vom Schiff gießt es auch schon in Strömen.



Die ersten zwanzig Kilometer fahren wir im strömenden Regen auf der Küstenstraße Richtung Osten. Dann wird es langsam heller und es tun sich wieder schöne Ausblicke vor uns auf. Endlich kommen wir gegen 18 Uhr auf dem Campingplatz „Apollon“ in Delphi an, den ich schon von meiner Reise Richtung Athen kenne. Ich hatte Gabi so von Delphi vorgeschwärmt, dass sie es nun auch selbst sehen möchte. Kaum haben wir auf dem gut gefüllten Campingplatz eingeparkt, den Strom eingestöpselt und die Markise ausgefahren, fängt es auch hier an zu regnen was herunterkann. Ergo ist heute Essen im Wohnmobil angesagt. Das erste Abendessen seit Wochen, welches wir drinnen einnehmen. Die Außentemperatur hat sich nun um 21 Uhr bei 15 Grad eingepegelt und der Regen aufgehört auf das Dach zu prasseln. Mal sehen, ob wir morgen zu den Ausgrabungsstätten trockenen Fußes kommen. Der Plan ist, erst nachmittags hier die ca. zwei Kilometer abzumarschieren um den größten Besucheransturm zu umgehen. Wir werden berichten!

12.5.18 Samstag 31. Reisetag
natürlich sind wir, wie meist, wieder einmal in der großen Mittagshitze unterwegs gewesen um die antiken Stätten zu besuchen.
Vom Campingplatz ein kleiner Fußmarsch von einer guten halben Stunde zum Eingang der Ausgrabungsstätten von Delphi. Dann hinauf und an allen Sehenswürdigkeiten vorbei, welche ich euch ja schon vor einigen Wochen beschrieben habe. In der Mittagshitze büßt der Ort jedoch an Beschaulichkeit gegenüber den Morgenstunden mit seinem weichen Licht deutlich ein. Aber egal, auch Gabi hat der Tempel, das Theater, die Arena usw. gut gefallen (Bilder im ersten Teil des Reiseberichtes!).
Ziemlich ausgetrocknet (wir hatten keinen Tropfen Wasser dabei) sind wir am Nachmittag wieder bei unserem BobbyCar am Campingplatz eingetroffen. Nach dem Ausruhen gab es dann zum Abendessen gegrillte Cevapcici. Die Sonne schien heute bei 27°C.




13.5.18 Sonntag 32. Reisetag
Der Sonntag ist zum Ruhen da. Und genau das tun wir auch. Nachdem wir vormittags unser rollendes Heim mal wieder ein wenig aufgeräumt und innen geputzt haben, tun wir einfach nix mehr. Herumdösen, lesen. Das war es schon für heute. Das Wetter benötigte scheinbar auch einen Ruhetag. Mehr als 21°C ist es heute nicht geworden. Der Wind ist zurzeit frisch hier oben in den Bergen.

14.5.18 Montag 33. Reisetag
Die Nacht ist kühl gewesen. Und auch am Morgen um 7 Uhr beim Frühstück sind es erst 14°C. Da wir gestern schon alles reisefertig gemacht haben, frühstücken wir heute drinnen und rollen gegen 8:30 Uhr durch das Tor von Camping Apollon. Nordwärts führt uns die Straße durchs Gebirge


...und nach den Thermophylen neigt sich die Passstraße hinunter nach Lamia. Leider müssen wir in die Stadt, da die Geldvorräte sich dem Ende neigen und auch unser Lebensmittelvorrat einen kleinen Aufschwung benötigt. Der Supermarkt war schnell ausgemacht und der Einkauf flott erledigt. Dann ging es mit dem Mobil in die engen Straßen der Stadt um eine Bank zu finden. Trotz schauen nach links, rechts, oben und unten entdecke ich doch tatsächlich eine Piräusbank, von der mir Gabi noch kurz zuvor berichtete, hier könnten wir Geld abheben. Ich parke an einer unmöglichen Stelle und Gabi springt wie bei einem Banküberfall in die Bank um Geld zu beschaffen. Derweil drängt sich ein Linienbus millimeterweise am BobbyCar vorbei und weiter hinten kommt auch schon ein größerer LKW. Doch Gabi ist etwas schneller und wir geben die Straße wieder für den Verkehr frei. Bis wir Kastraki bei Meteora erreichen, werden wir heute 230 Kilometer abspulen. Die Landschaft ist vor allem geprägt von einer sehr großen Tiefebene, in der in erster Linie Landwirtschaft betrieben wird. Zum Teil befahren wir Straßen, welche wie mit dem Lineal gezogen über viele Kilometer durch die Ebene führen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist heute relativ hoch bei 52 km/h. Selten, dass wir in Griechenland dieses Tempo fahren können. Es ist 13 Uhr vorüber, als wir in Kastraki eintreffen. Schon von weitem fallen die markanten Felsen von Meteora auf. In Kalambaka ragen sie schon hoch vor uns auf und nur einen Kilometer weiter liegt dann das Städtchen Kastraki unmittelbar am Fuße des Steinwaldes der Meteorafelsen. Überwältigend!


Der Campingplatz „Vrachos“ liegt mitten im Ort und hält schöne Stellflächen für uns bereit. Wir parken ein, mit direkter Sicht auf die Felsen. Über 230 Kilometer waren wir heute unterwegs gewesen und sind froh, den Nachmittag ausspannen zu können. Nur am Spätnachmittag lockt uns der kleine Ort doch noch zu einem kleinen Spaziergang heraus, der uns schon mal wunderschöne Ausblicke auf die Klöster in den Felsen beschert und Vorfreude auf die morgige Wanderung aufkommen lässt. Der Abend wird dann überraschend einer der wärmsten auf unserer bisherigen Reise. Noch um 18 Uhr zeigt das Thermometer knapp 25 Grad an.





RichyG am 05 Jul 2018 13:41:19

15.5.18 Dienstag 34. Reisetag
Nach einem frühen Frühstück wandern wir schon um 8:30 Uhr in einen sonnigen Tag hinein. Unser Weg führt uns aus dem Dorf heraus und auf einem kühlen und schattigen Weg stetig und ziemlich steil hinein in die Bergwelt von Meteora. Durch den steilen Aufstieg gewinnen wir recht schnell an Höhe und erreichen nach circa 1,5 Stunden das Kloster „Varlaam“. Die ersten Busse mit Asiaten waren jedoch leider schneller. So hören wir schon das Geschnatter, bevor wir das Kloster erreichen. Es ist auf die Spitze einer Felsnadel gebaut und war vor dreißig Jahren nur durch einen beschwerlichen Aufstieg erreichbar, den auch wir heute genommen haben. Heute kann es auch bequem mit dem Auto oder Bus erreicht werden. Die Besucher müssen dazu nur eine Brücke vom Parkplatz aus überqueren und haben ihr Ziel erreicht. Wir dagegen kommen ein wenig außer Atem und verschwitzt oben an. Gleichwohl ist das Kloster unseren Besuch wert.











Nach einem Rundgang und einer kleinen Vesper machen wir uns an den Abstieg.
Sogleich versiegt auch das Geschrei und Gemurmel der Touristen und der Wald verschluckt uns wieder. Die Temperaturen haben inzwischen die 25 Gradmarke erreicht und noch immer ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Nach zwei Dritteln unseres Abstieges erreichen wir den Weg zum Kloster „Agios Nikolaos Anapafsas“. Über unzählige Stufen erreichen wir schließlich das Kloster. Da dieses nur zu Fuß erobert werden kann, sind wir fast alleine als Besucher in diesem Adlernest auf einer Bergspitze. Der Ausblick ist auch hier gigantisch und man möchte sich nicht sattsehen. Durch einen stetigen Wind ist auch die Sonne nicht mehr unangenehm. Sehr ruhig ist es hier oben und es gefällt uns gut.



Nach einer Besichtigungstour durch die erstaunliche Räumlichkeit des mehrstöckigen Klosters steigen wir wieder ab und sind im Nu wieder in Kastraki, wo wir an einer Bäckerei mit köstlichem Eis einfach nicht mehr widerstehen können.
Nach insgesamt 5 Stunden Fußmarsch erreichen wir ziemlich verschwitzt wieder unseren Campingplatz, der uns mit einer erfrischenden Dusche lockt. Der restliche Nachmittag gehört unseren Büchern und der Abend einem Restaurantbesuch hier am Platz. Seit 16 Uhr durchziehen immer wieder kleine feine Regenschauer das Land. Dann scheint aber auch wieder die Sonne kräftig. Um 21 Uhr wird alles draußen reisefertig für den morgigen Fahrtag gemacht, der uns ein großes Stück weiter Richtung Grenze und damit dem Ende unseres Griechenlandaufenthaltes näherbringt. Einen Stopp haben wir jedoch noch eingeplant. Davon werden wir euch berichten. Hier sind inzwischen dunkle Gewitterwolken aufgezogen, welche sich schwarz über die Berge wälzen. Mal sehen, ob die Nacht trocken bleibt.

schneegie am 05 Jul 2018 13:51:26

Vielen Dank für den tollen Bericht und den bezaubernden Bildern. Da bekommt man direkt wieder FERNWEH !!

RichyG am 05 Jul 2018 14:05:47

17.5.18 Mittwoch 35. Reisetag
Nun, die Gewitterwolken haben in der Nacht dann doch nur ein paar Tropfen Regen gebracht. Der Morgen war jedoch wolkenlos und wunderschön zwischen den Meteorafelsen. Nach einem schnellen Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Norden. Wir wollen heute die Ausgrabungen von Vergina besichtigen. Es wird wahrscheinlich schon fast langweilig von einer wunderschönen Route zu erzählen, denn alle unsere bisher gefahrenen Routen waren einmalig schön. Jede anders und auf ihre ganz besondere Weise.




In Vergina angekommen stellen wir fest, dass es dort weder einen Campingplatz noch einen für uns zumutbaren Stellplatz gibt. Einmütig und spontan beschließen wir, nach einer Kaffeepause mit lecker Gebäck, diese Ausgrabungen auf die Liste des nächsten Besuches in Griechenland zu setzen. Anhand der Karte stellen wir fest, dass die Küste nur noch 30 Kilometer entfernt ist und wir quasi schon das Meeresrauschen hören könnten. Außerdem haben wir uns vom Meer noch nicht verabschiedet. Also auf nach Magrigialos. Dort hat es Meer und einen Campingplatz. Eine gute halbe Stunde später bauen wir schon Tisch und Stühle auf und genießen die Nachmittagssonne und den anschließenden Sundowner. Wider Erwarten, wird es einer der wärmsten Abende in Griechenland. Trotz der allabendlich drohenden Gewitterwolken packen wir den Grill aus und werfen noch einmal ein paar Kottelets aufs Feuer. So nehmen wir nun endgültig Abschied vom Meer und von Griechenland. Die Nacht wird sehr mild und kurz.

18.5.18 Donnerstag 36. Reisetag
Um 6 Uhr ist die Nacht heute für uns vorbei. Ein gemütliches Frühstück wird es trotzdem und um 7:45 Uhr verlassen wir den Campingplatz um nur 20 Minuten später schon auf die Autobahn nach Thessaloniki einzubiegen. Nach einigen Zahlstellen (Man langt ganz schön hin für die Autobahn) biegen wir auf die Schnellstraße nach Evzoni ab. Fast schnurgerade zieht sich die Straße nach Norden auf die Grenze zu.

Um 9 Uhr werden wir von einer sehr freundlichen griechischen Grenzbeamtin verabschiedet und von ihrem sehr unfreundlichen mazedonischen Kollegen „empfangen“. Von wegen „Welcome in Mezedonia“. Ha, ha!
Wegen irgendwas hat er herumgepflaumt, konnte sich aber auf Englisch nicht verständlich machen. Ging dann auch so. Die Gegend jedoch wirklich schön. Habe ich ja schon auf der Herfahrt beschrieben. Wenn alle mazedonischen Beamten mal weg sind, könnte man hier auch interessante Tage verbringen ;D Zwei Stunden später sind wir schon in Serbien. Bzw. an dessen Grenze mit seinen ganz eigenen Regularien. Alle 4 Ampeln stehen auf Rot. Kein Mensch zu sehen. Am Kontrollpunkt mit defekter Ampel ist plötzlich ein gestikulierender Arm zu sehen. Nur ein Arm :eek: ! Die Kopie des mazedonischen Beamten verlangt unwillig unsere Pässe und schickt uns mit einer Kopfbewegung weiter zum Kollegen vom Zoll. Der sagt was, was ich nicht verstehen kann. Also auch hier die seitliche Kopfbewegung und er spricht plötzlich in fließendem Englisch ein ganzes Wort: „Go!“. Nichts lieber als das!!!! Schnell sind wir weg. Ca. 250 Kilometer vor Belgrad übernimmt Gabi das Steuer des BobbyCar. Sie bringt uns fehlerfrei bis kurz vor die imposant hässliche, serbische Hauptstadt. Diese Stadt passt wie die Faust aufs Auge zu seinen Beamten. Durch die Stadt darf ich wieder ran und bringe unser Gefährt mit Hilfe von „Frau Navi“ auf direktem Weg zum schon bekannten Camp Dunav. Hier verbringen wir noch ein paar ruhige Stunden in der Sonne. Die nun aber langsam hinter unserem BobbyCar verschwindet. Gabi ist schon in der Küche und bereitet unser Abendessen. Spaghetti mit Pilzrahmsoße steht auf dem Speiseplan.
Die Fahrt von Belgrad nach Bled in Slowenien verläuft ohne Zwischenfälle.
An unserem 36sten Reisetag treffen wir dort gegen 16:30 Uhr ein. Die Sonne scheint und essen gemütlich draußen zu abend. Und weil es hier so schön ist, bleiben wir spontan auch noch den nächsten Tag, machen eine kleine Fahrradtour und speisen abends im Restaurant.
An unserem 38sten Reisetag treffen wir schließlich wieder in Nürnberg ein.
Ein wenig Futter noch für die Statistiker:
- insgesamt haben wir 6.382 Kilometer zurückgelegt.
- der Durchschnittsverbrauch lag bei 9.9l/100 km
- die Duchschnittsgeschwindigkeit lag bei 56 km/h
- die reine Fahrzeit betrug 113,09 Stunden
- es war einer unserer günstigsten Urlaube. Der Flug meiner Frau Nürnberg/Athen ist hier schon includiert.
Griechenland ist äußerst vielschichtig. Uns hat es besonders abseits der Küsten gut gefallen. Die Gebirge sind einfach umwerfend schön. Die Städte haben uns persönlich weniger gefallen.
Ich hoffe, mein Bericht kann etwas Appetit auf Griechenland machen. Auch die Menschen dort haben es verdient, besucht zu werden. Und landschaftlich ist Griechenland in unseren Augen, eines der schönsten Länder Europas. Man sollte nur vermeiden, das Land in den Sommermonaten zu bereisen.

RichyG am 05 Jul 2018 14:07:07

Danke für die Blumen Schneegie!

RichyG am 05 Jul 2018 14:12:41

Ach ja - eines ist mit noch wichtig zu erwähnen:
Alle Bilder sind unbearbeitet - so, wie vor Ort geschossen :ja:
Und die gute Hälfte davon hat meine Frau geknippst :!:

Aretousa am 05 Jul 2018 14:45:59

Danke Richy und auch danke an deine Frau für die herrlichen Bilder.
Appetit war schon da, jetzt ist's Hunger.
Wir fahren Anfang September.

Dein Bericht war sehr informativ, schön geschrieben und es hat Spaß gemacht, mit euch zu reisen.
Nochmal vielen Dank.

RichyG am 05 Jul 2018 14:52:09

Danke für die Rückmeldung Lena!
Solltet ihr noch Tipps benötigen, melde Dich einfach :ja:

Julia10 am 05 Jul 2018 15:05:21

Griechenland kenne ich bislang nur per Flug und mit Leihwagen.

Danke für den Bericht und die gut getroffenen, fotografischen Eindrücke (toller Satz :D )

Der Waschtag der Höhlenbewohner und die Klöster fand ist super :)

Machen Lust auf eine Reise mit dem Womo dorhin.

RichyG am 05 Jul 2018 15:32:21

Julia10 hat geschrieben:...und die gut getroffenen, fotografischen Eindrücke (toller Satz :D )

Mönsch JuMo :daumen2: :daumen2: :daumen2: :wink:
Griechenland würde Dir gut gefallen :ja: Da bin ich mir ganz sicher!!!!!

Julia10 am 05 Jul 2018 15:51:32

RichyG hat geschrieben:Mönsch JuMo :daumen2: :daumen2: :daumen2: :wink:
Griechenland würde Dir gut gefallen :ja: Da bin ich mir ganz sicher!!!!!


Du könntest recht haben :) :D :D Wenn`s nur nich sooooo weit wäre.

RichyG am 05 Jul 2018 16:52:38

Wenn´s näher wäre, wäre es dort nicht mehr schön :wink:

Micha1958 am 05 Jul 2018 19:55:52

Richy, da hast Du echt einen Reiseknaller hingelegt. :daumen2:
Tolle Fotos und eine wirklich ausführliche Beschreibung die beim Lesen immer mehr Spaß macht.
Danke für Deine Mühe und diese klasse Mitfahrgelegenheit.

Jetzt will meine Frau unbedingt da hin und ich auch. :ja:

Gruß Micha

RichyG am 05 Jul 2018 20:12:36

:mrgreen: Ja ja, kaum angemahnt und schon feddich der Bericht :wink:
Sie hat Geschmack, Deine Frau. Erfüll ihr den Wunsch :ja:

Micha1958 am 05 Jul 2018 20:18:26

Geschmack hat sie ja schon bei der Partnerwahl bewiesen. :mrgreen:
Und ihr Wunsch ist ja auch immer mein Wunsch , und nach den Fotos ganz sicher.

Haste uns jetzt angefiebert, Richy. :ja:

Gruß Micha

tztz2000 am 05 Jul 2018 20:25:32

Richy, sehr schön geschrieben und tolle Fotos! :top:

Dein Bericht macht Lust auf Griechenland! :ja:

Roman am 05 Jul 2018 20:47:51

Hallo Richy,

auch vom mir Glückwunsch zu dem sehr gelungenen Reisebericht.

Vor allem der letzte Teil rund um Meteora hat mich sehr interessiert. Ich musste zuerst mal rechnen, und kam dann auf die erstaunliche Zahl 35....So viele Jahre ist es her, dass ich mit einem Freund mit Rucksack und Zelt dort war... :eek:

Wir waren damals im Februar unterwegs. Touristen....keine...doch wir... :lach: Aber wir waren wirklich praktisch alleine. Wie alle unsere Touren damals war es in erster Linie eine Foto-Tour. Also jagten wir, für die damaligen Verhältnisse unglaubliche 4-5 Diafilme in der Ecke pro Nase durch unsere Minolta´s.
Ein Objekt unserer Begierde war natürlich das "Agios Triada". Da spielte auch ein "007". Also haben wir das Kloster natürlich auch erklettert. Wir verhielten uns so unauffällig wie möglich. Doch plötzlich öffnete sich eine Tür und ich rechnete schon mit einer gründlichen Abfuhr....doch der Mönch bat uns einzutreten. Er führte uns in eine Art Gastraum, wo wir griechischen Kaffee und Gebäck (Baklava und andere Köstlichkeiten) serviert bekamen.

Die Mönche interessierten sich sehr für unseren Urlaub und die Fotografie. Wir erfuhren auch einiges von ihrem Leben im Kloster. Zum Schluss erlaubten sie uns sogar auf dem Klostergelände Bilder zu machen...

Das sind so Erlebnisse, die vergisst du dein ganzes Leben lang nicht. Ich glaube auch nicht, dass sowas heute noch möglich wäre...

Danke Richy, dass du mit Deinem Bericht, meine Erinnerung daran wieder geweckt hast...

Viele Grüße
Roman

RichyG am 05 Jul 2018 22:07:14

Roman und Thomas,
danke für Eure Rückmeldungen.
Wir haben übrigens in kleineren Klöstern noch immer große Gastfreundschaft erlebt. Auch wir waren vor dreißig Jahren das letzte Mal im Land. Kommst Du im Frühling, kannst Du eine Zeitreise machen :wink: . Sooo viel hat sich nicht verändert.
Aber im Spätfrühling kommen schon viele mit der Fähre, die früher den Autoput gemieden hätten. Das hat meiner Meinung nach schon viel verändert.

Aretousa am 05 Jul 2018 22:28:01

Mit Auto und Zelt und über den Put waren wir das erste Mal ungef. 1980 da.
Und haben in Magrigialos mit unseren Luftmatratzen im leergeräumten Haus von griechischen Bekannten gehaust. Wir waren die Attraktion des Dorfes. Jeder kam an unseren Balkon vorbei und wollte sich unterhalten. Das war sehr kompliziert, denn die Gastarbeiter waren noch nicht zurück in ihrem Land und die Dorfbevölkerung sprach nur Griechisch. Wir aber nicht.
Es war im März eisig kalt und jedes Schulkind nahm morgens ein Scheit Holz mit zur Schule.
Die nächste Tour ging mit Wohnmobil und Fähre dorthin. Der Balkankrieg hatte gerade begonnen. Seitdem waren wir mindestens 15 mal dort, eher häufiger. Und jetzt im September wieder. Aber den Put fahren wir nicht wieder. Geht mit der Fähre entspannter.

RichyG am 06 Jul 2018 05:47:57

Der Put war Entspannung pur Lena.
Kaum jemals zuvor bin ich eine so lange Strecke so entspannt gefahren. Er ist durchweg sehr gut zu befahren. Die Autobahn ist in allen durchfahrenen Ländern auf europäisch hohem Standard. Und die Preise sind überschaubar, wenn Du durch unser südliches Nachbarland mal durch bist. Das Verkehrsaufkommen ist sehr gering. Die Rastplätze unterwegs sind alle mindestens so sauber wie in Deutschland. Ich würde sofort wieder diese Strecke fahren.

Roman am 06 Jul 2018 07:22:12

Interessante Infos von Euch beiden zur Anreise....
Man weiß ja nie... :wink:

Wie sieht es denn aus, wenn man die Kosten einander gegenüberstellt, bzw. mit welchen Kosten muss man bei der Fähre rechnen. Den Put kann man sich ja selbst recht leicht ausrechnen.

Gruß
Roman

walin am 07 Jul 2018 15:44:51

RichyG hat geschrieben:Der Put war Entspannung pur Lena.
Kaum jemals zuvor bin ich eine so lange Strecke so entspannt gefahren. Er ist durchweg sehr gut zu befahren. Die Autobahn ist in allen durchfahrenen Ländern auf europäisch hohem Standard. Und die Preise sind überschaubar, wenn Du durch unser südliches Nachbarland mal durch bist. Das Verkehrsaufkommen ist sehr gering. Die Rastplätze unterwegs sind alle mindestens so sauber wie in Deutschland. Ich würde sofort wieder diese Strecke fahren.


Kann ich nur zustimmen. Fahren nur mehr auf dem Landweg und meiden die Fähre.

Solthi am 09 Jul 2018 13:32:41

Roman hat geschrieben:Interessante Infos von Euch beiden zur Anreise....
Man weiß ja nie... :wink:

Wie sieht es denn aus, wenn man die Kosten einander gegenüberstellt, bzw. mit welchen Kosten muss man bei der Fähre rechnen. Den Put kann man sich ja selbst recht leicht ausrechnen.

Gruß
Roman


Hallo Roman,

wir fahren im Sept. 1x Venedig Patras und zurück von Igo nach Ancona. 8m lang, 4,5t. und kostet mit Camping in Board 650,-- für drei Personen hin und zurück...

Ralf

scharamer am 29 Sep 2018 00:11:03

Hallo Richy,

ich habe Deinen Reisebericht mit Interesse und Freude gelesen und die zahlreichen schönen Fotos, die Ihr gemacht habt, genossen. Vielen Dank für Deine Mühe. Ich bin zuletzt 1979 mit einem Wohnwagengespann in Griechenland gewesen und fahre am 1. Oktober für -leider nur drei Wochen- noch einmal dorthin und bin sehr gespannt auf all die Veränderungen, die inzwischen eingetreten sind.
Die Stationen meiner geplanten Route durch Griechenland decken sich weitgehend mit den Orten, die Ihr besucht habt. Allerdings werde ich entlang der dalmatinischen Küste über Dubrovnik, Tirana und den Ohrid See nach Kalambaka fahren, dann ihn umgekehrter Reihenfolge den Peloponnes abfahren und über Patras, Igoumenitsa und Albanien zurück in die oberbayerische Heimat kehren.
Den Autoput habe ich noch von damals in sehr unangenehmer Erinnerung. Auch landschaftlich reizt mich Mazedonien und Serbien nicht besonders.
Ich wünsche mir ein vergleichbar gutes Wetter -Ihr hattet es ja sehr gut getroffen- und hoffe, dass der Urlaubsverkehr in dieser Zeit ruhiger sein wird als im Hochsommer.

RichyG am 30 Sep 2018 16:06:18

Hallo Dieter,
danke für Deine Rückmeldung!
Die von Dir geplante Strecke in nur drei Wochen, wäre mir persönlich zu stressig. Da würde ich lieber entweder den Peloponnes weglassen oder über den Autoput anreisen.
Die Anreise über die kroatisch-,mazedonisch-,albanische Küste nimmt ziemlich Zeit in Anspruch.
Ich wünsche jedenfalls schon mal gute Reise und interessante Eindrücke!

Inselmann am 30 Sep 2018 20:39:26

Meteora fand ich persönlich etwas enttäuschend. Nicht die Landschaft und Lage der Klöster, das ist schon sehenswert. Aber die haben da ne nette Touristenfalle draus gemacht. "Das letzte noch arbeitende Kloster" ja ja und wenn man genau hinschaut kann man die Spaxschrauben im Fachwerk sehen und von unten das Muster der Schalbretter womit die Betondecke gegossen wurde. 3 Euro Eintritt, ca 2 Mio Besucher macht so ca 18 Mios Euro im Jahr für die UNESCO.

Fand ich etwas schade.

xbmcg am 01 Okt 2018 09:28:16

Coole tour, haben wir vor 15 Jahren mit Motorrad und Zelt absolviert, allerdings
Anreise über Ancona und dann mit der Fähre nach Igomenitsa.

RichyG am 01 Okt 2018 12:02:16

Inselmann hat geschrieben:Meteora ...aber die haben da ne nette Touristenfalle draus gemacht.

Du musst zu den Klöstern wandern, die keine Zufahrt für Fahrzeuge haben. Und schon ist es authentisch und absolut ruhig :wink: !

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