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normaler Reifendruck maximaler Druck 1, 2


dieterk am 10 Jul 2018 19:31:03

guennid hat geschrieben:Auf den Reifen ist ein maximaler Druck von 65psi angegeben. Das entspricht knapp 4,5bar, wenn ich nicht irre.
Geht man davon aus, dass die meisten 195er Reifen mit maximal 4,5bar/65psi belastet werden dürfen...,
Grüße, Günther


Hallo,

das Thema hat mich auch mal interessiert.
Hier die Antwort von Conti bzgl. PSI:

Laut ECE-R54 gibt die „PSI“-Kennzahl den Reifendruck an, der bei den Belastungs/Geschwindigkeits
Dauerprüfungen anzuwenden ist. Diese hat also nichts mit dem Fahrluftdruck zu tun.

Also hat Psi nix mit Maximal zu tun.

Gruß
Dieter

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guennid am 11 Jul 2018 12:36:36

dieterk hat geschrieben:Also hat Psi nix mit Maximal zu tun.


Und diese Schlussfolgerung nix mit Logik. :)

Grüße, guennid

rkopka am 11 Jul 2018 14:11:47

dieterk hat geschrieben:Laut ECE-R54 gibt die „PSI“-Kennzahl den Reifendruck an, der bei den Belastungs/Geschwindigkeits
Dauerprüfungen anzuwenden ist. Diese hat also nichts mit dem Fahrluftdruck zu tun.

Also hat Psi nix mit Maximal zu tun.

PSI ist einfach eine Druckeinheit.

Es gibt Reifen, die nur angeben x kg bei y PSI.

Meine dagegen geben an:
Max Load x kg
Max Pressure y PSI

D.h. es ist eine klare Grenze bei diesem Reifen.

RK

dieterk am 11 Jul 2018 16:55:26

guennid hat geschrieben:Und diese Schlussfolgerung nix mit Logik. :)

Grüße, guennid


Ich habe extra mit Conti telefoniert, da mein Vanco Camper 69 Psi aufgedruckt hat, in der Tür jedoch hinten 5,5 und für vorn 5,0 steht.
69 Psi sind jedoch nur 4,7. Obige Antwort habe ich von Conti bekommen und die Auskunft, die lt. Hersteller 5,5 bzw. 5,0 hätte mit dem Maximaldruck nix zu tun.
War die Auskunft von Conti, nicht von mir.

Mir ist das ziemlich wurscht :roll:

guennid am 15 Jul 2018 10:41:41

dieterk hat geschrieben:Mir ist das ziemlich wurscht
Ich dachte, es interessiert dich. :)

dieterk hat geschrieben:Ich habe extra mit Conti telefoniert, da mein Vanco Camper 69 Psi aufgedruckt hat, in der Tür jedoch hinten 5,5 und für vorn 5,0 steht.
69 Psi sind jedoch nur 4,7. Obige Antwort habe ich von Conti bekommen und die Auskunft, die lt. Hersteller 5,5 bzw. 5,0 hätte mit dem Maximaldruck nix zu tun.
Abgesehen davon, dass ich den letzten Satz grammatisch nicht auf die Reihe kriege, würde ich meinen, es kommt darauf an, was du jetzt machst. Ich jedenfalls würde eines nicht tun: Den Reifen mit mehr als 4,7bar, respektive 69psi aufpumpen.
Änliche Erfahrungen mache ich gerade mit Pirelli: Auf dem Reifen steht max. 70psi (ziemlich verklausuliert, aber ich finde keine andere schlüssige Interpretation für den Aufdruck), der Händler (Amazon) schreibt "bis 5,5bar"). Der Reifen geht zurück. Ich will einen, der unabhängig vom Fahrzeug und seiner Beladung 5,5bar, respektive 80psi aushält, ein Michelin wird's wohl werden, wenn die mündliche Auskunft von Michelin hält, was sie verspricht.

dieterk am 15 Jul 2018 11:46:35

guennid hat geschrieben:Abgesehen davon, dass ich den letzten Satz grammatisch nicht auf die Reihe kriege, würde ich meinen, es kommt darauf an, was du jetzt machst. Ich jedenfalls würde eines nicht tun: Den Reifen mit mehr als 4,7bar, respektive 69psi aufpumpen.


Ich war da wohl etwas zu schnell mit den Fingern aufgrund einer leichten Verärgerung wegen Deines Beitrages weiter oben.
Es sollte heißen, die 69 PSI, d.h. rd. 4,7 bar hätten mit dem Maximaldruck und dem vom Hersteller angegebenen Fahrdruck bei Achslast 1850/2000 nix zu tun.
Ich hoffe, dass war jetzt verständlicher.

Abgesehen davon habe ich das Problem ganz einfach gelöst: umgerüstet auf 225/70 R15 mit 112 Traglastindex, dadurch nur noch 4,1 vorn und 4,4 hinten :)

Gruß
Dieter

ManfredK am 15 Jul 2018 12:19:34

Auszug aus der ECE 54 Reifenkennzeichnung

...die „PSI“-Kennzahl nach Anhang VII Anlage 2, durch die der Reifendruck angegeben wird, der bei den Belastungs-/Geschwindigkeits-Dauerprüfungen anzuwenden ist. .....

Quelle: --> Link

Soweit hat "dieterk" erst mal recht.

Es gibt aber bei Reifen auch die Angabe "max inflation pressure", die aus den USA stammt und tatsächlich den maximalen Fülldruck des Reifens (kalt) darstellt. Dieser maximale Fülldruck hat aber natürlich nichts mit einem technischen Limit zu tun, der Berstdruck des Reifens liegt um ein mehrfaches höher.

Soweit liegt also "guennid" mit seinem Hinweis richtig.

guennid am 15 Jul 2018 12:38:48

Auszug aus der ECE 54 Reifenkennzeichnung

...die „PSI“-Kennzahl nach Anhang VII Anlage 2, durch die der Reifendruck angegeben wird, der bei den Belastungs-/Geschwindigkeits-Dauerprüfungen anzuwenden ist. .....


Hatte ich mir angesehen. Aber ich finde beim besten Willen keinen anderen Sinn in diesem Verfahren, als den, dass dieser Druck der vom Hersteller garantierte Maximaldruck ist.

Offenbar wird in Ami-Land verlangt, dass der Hersteller einen solchen für den Kunden klar und deutlich formuliert. (Ob das des "Pudels Kern" in Reudelsterz' Telefonaten war? :) ). Ob das hierzulande so ist, frage ich mich mittlerweile. In Online-Händler-Angaben habe ich ihn bisher so gut wie nie gefunden, auf verschiedenen Reifen eigentlich immer - aber die sollen ja u.a. auch nach Ami-Land verkauft werden :) .

Grüße, guennid

ManfredK am 15 Jul 2018 13:16:04

Bei der ECE Angabe wäre deine Schlussfolgerung falsch, bei der US Angabe korrekt. Die Frage ist auf welche der Angaben beziehst du dich?

guennid am 15 Jul 2018 17:07:09

Ich beziehe mich schon auf die ECE-Regelung - falls das deine Frage ist.

Und wie gesagt, ich sehe in diesem Prüfverfahren keinen anderen Sinn, als den, zu gewährleisten, dass der Reifen diesen Druck sicher aushält, so verstehe ich "Maximaldruck" - aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Offenbar sind die Hersteller hierzulande aber nicht gehalten, dieses Prüfverfahren durchzuführen und/oder seine Ergenbnisse mitzuteilen.
Inwieweit es in den USA eine Rolle spielt, weiß ich nicht. Immerhin handelt es sich offensichtlich um eine mit der UN abgestimmte Regelung (nicht zu toppendes Juristendeutsch auf wikipedia :D ).

Der "Berstdruck" muss natürlich höher sein, oder anders ausgedrückt, der von mir so bezeichnete "Maximaldruck" muss niedriger sein, wobei ich bezweifle, ob man einen solchen "Berstdruck" überhaupt zweifelsfrei angeben kann. Pumpt man einen Reifen auf, bis er tatsächlich platzt, dann dürfte das bei keinem realen Reifen aus der gleichen Fertigung/Serie beim exakt genau gleichen Druck passieren.

Grüße, Günther

guennid am 21 Jul 2018 10:25:36

Nachdem ich mich nun tage-, vielleicht sogar schon wochenlang mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich hier (1) eine Gleichung gefunden, die, angewendet auf einen Conti-Reifen, im Ergebnis den in der Conti-Tabelle (2) angegebenen Werten erstaunlich nahe kommt. Nichtsdestotrotz zeigt diese Anwendung, wenn sie denn korrekt ist, wie dicht zumindest dieser Reifenhersteller am Limit arbeitet, und wie wichtig dieses Limit (der lediglich am Reifen angegebene, ergo vor Reifenkauf meistens unbekannte, Maximaldruck) ist. (Ich habe die Formel der besseren Verständlichkeit halber um einige Klammernpaare ergänzt. Mathematisch gesehen ist das äußere Klammernpaar eigentlich überflüssig. Sollten die inneren Klammerpaare mathematisch falsch sein, habe ich die Gleichung wohl falsch verstanden.)

((Max. Druck / max. Belastung) x (Tatsächl. Gewicht / Anzahl der Reifen)) + 0,1 bar = anzuwendender Reifendruck

„Max. Druck“: der – wenn überhaupt - lediglich auf dem Reifen angegebene kpa/bar/psi-Wert.

„max. Belastung“: Maximale Belastbarkeit eines REIFENS (NICHT der Achse), Lässt sich aus der allgemeinen Tabelle der Lastindizes (3) (die nach meiner Wahrnehmung in den Reifenangeboten immer angegeben werden) ablesen. Inwieweit der Wert – unter „max.load“ auch zuverlässig auf dem Reifen zu finden sein sollte (wie im Link (1) behauptet), weiß ich nicht.

„Tatsächliches Gewicht“: Fahrzeuggewicht einschließlich Zuladung

So, angewendet auf einen Conti Vanco Camper in den Dimensionen 215/70/R15 109R und unter Annahme des maximal zulässigen Gesamtgewichtes (angegeben im Fahrzeugschein) als tatsächliches Gewicht ergibt das:
(4,7 bar / 1030kg) x (3200kg/4)+0,1bar=3,75…bar

Und das ist genau der Wert, den Conti für den Luftdruck für eine ACHSlast von 1780 kg in seiner Tabelle nennt. Im Fahrzeugschein meines Ducato ist als max. hintere ACHSlast 1750 kg angegeben.

Würde die Achslast 2060 kg betragen (eine höhere zulässige Achslast findet sich nicht in der Conti-Tabelle für den Lastindex 109), würde Conti einen Druck von 4,5bar empfehlen. Der läge dann nur knapp unter dem Limit von 4,7bar.

Erläuterung zur Beispielgleichung:
„4,7bar“: Den bereits von dieterk erwähnten psi-Wert von 69 für diesen Reifen hat mirConti auch telefonisch bestätigt, das sind umgerechnet ca. 4,7bar. Ohne Eigeninitiviative erfährt man diesen Wert vor dem Reifenkauf seltenst.
„1030kg“ =“max. REIFEN-Belastung“ bei Lastindex 109
„3200kg“: angenommene tatsächliche Gesamtlast des Fahrzeuges


Ich bitte um Kommentare zu meiner Rechnung.

Obwohl ich ja anhand der Werte im Ducato-Handbuch eigentlich einen Reifen kaufen wollte, der mind. 5,5bar abkann, werde ich, vorausgesetzt die Gleichung und meine Rechnung ist belastbar, den Conti und nicht den Michelin kaufen. Einen 225er Reifen nehme ich nicht, weil ich dann zusätzlich andere Felgen kaufen müsste (Dank an dieterk für den Hinweis!).

(1) den Link darf ich hier leider nicht angeben, weil er einen "unerwünschten" Inhalt enthält. Werde ich mich wohl mal schlau machen müssen.
(2)--> Link
(3) --> Link


Grüße, guennid

RETourer am 21 Jul 2018 13:55:58

3200/4 damit nimmst du an, dass das Gewicht gleich auf alle Räder verteilt ist. Dem ist aber nicht so.
Rechne Achsweise, dann passt es.
In der Regel ist die Hinterachse nahe der zul. Achslast und an der Vorderachse ist etwas noch etwas Luft.

nkag16 am 21 Jul 2018 14:29:22

Weil Kommentare gewünscht sind:
Ich habe das mal mit meinen Michelins und Gewichten nachgerechnet. Die errechneten Drücke liegen 0.5 Bar unter den mir von Hersteller empfohlenen.
Also denke, soweit nachvollziehbar, aber ohne Gewähr.

guennid am 21 Jul 2018 16:10:58

RETourer hat geschrieben:Rechne Achsweise, dann passt es.
Ich sehe da keinen großen Sinn drin. Der Lastindex bezieht sich nun mal auf das auf dem einzelnen Reifen lastende Gewicht. Ob ich da nun diesen Wert verdoppele und dann statt durch 4 (Reifen) durch 2 dividiere oder ich den LI-Wert nehme und mit 4 Rädern rechne, würde rechnerisch keinen Unterschied machen. Dass die Lasten nie genau gleich verteilt sind ist wohl klar. Nur, diesen Unterschied hast du in der Praxis eh, z.B. auch je nach Gelände und ich denke, das kann man in der Praxis mit Reifendruck nicht ausgleichen, sondern sich nur bemühen, die Lasten möglichst gleichmäßig im WoMo zu verteilen oder andersherum (falls das Gewicht vor allem auf der Hinterachse lastet - wovon ich ausgehe, diese jedenfalls nicht überzustrapazieren, was abzuschätzen Pi mal Daumen (zusammen mit Erwiegen des Gesamtgewichtes) reichen muss. Ich habe bei meinen Recherchen selbst beim öffentlich rechtlichen TÜV keine Adresse genannt bekommen, die ein achsweises Wiegen eines Wohnmobils bewerkstelligen könnte. Den Tipp, mit nur einer Achse auf eine Fahrzeugwaage zu fahren, fand ich nicht besonders plausibel.

Grüße, Günther

RETourer am 21 Jul 2018 16:30:32

Bei meinem Fahrzeug habe ich tatsächlich auf der Hinterachse 2150kg, auf der Vorderachse aber nur 1600kg. Das sind 3750kg bei erlaubten 3850kg und einer zul. Hinterachslast von 2240kg.

Wenn ich die Gewichte mittele, dann komme ich auf Durchschnittlich 1875kg. Lege ich den Druck mit diesem Gewicht fest, wäre auf den Vorderreifen mehr Druck als nötig und die Hinterreifen könnten überhitzen und platzen.

Der Unterschied zwischen rechts und links ist vernachlässigbar. Wenn der Unterschied sehr groß ist, steht das Fahrzeug schief.
Um den optimalen Reifendruck zu ermitteln, muss Vorder- und Hinterachse einzeln gewogen werden.
Schau mal auf den Aufkleber im Fahrzeug. Der Hersteller gibt immer den Maximaldruck zur Achslast an, da der Hersteller davon ausgeht, das die Achslasten ausgereitzt werden. Das entspricht aber häufig nicht der Wirklichkeit.

guennid am 21 Jul 2018 16:46:11

RETourer hat geschrieben:Um den optimalen Reifendruck zu ermitteln, muss Vorder- und Hinterachse einzeln gewogen werden.
Das leuchtet sehr ein, aber da wüsste ich gerne, wie du das ausreichend präzise machst.
RETourer hat geschrieben:Schau mal auf den Aufkleber im Fahrzeug. Der Hersteller gibt immer den Maximaldruck zur Achslast an
Genau der interessiert mich nach unserer Diskussion überhaupt nicht mehr (der Herstelleraufdruck) - vorausgesetzt meine Gleichung ist in Ordnung! :) Die mit Hilfe dieser Gleichung gefundenen Werte sind deutlich niedriger als die Herstellerangaben.

A propos: Der günstigste Reifen, und noch dazu besser getestet als Conti, wäre für mich Apollo Alltrust (in den genannten Dimensionen). Besitzt jemand diesen Reifen und/oder kennt seinen "max-load-psi"-Wert? Ich habe ihn bei keinem Internet-Händler in Erfahrung bringen können.

Grüße, guennid

RETourer am 21 Jul 2018 17:00:19

guennid hat geschrieben:Das leuchtet sehr ein, aber da wüsste ich gerne, wie du das ausreichend präzise machst.


Ich war auf einem Bremsprüfstand mit Achslastwaage. (Sitze ja an der Quelle)

guennid am 21 Jul 2018 17:12:22

Hmmm. Einen Bremsprüftstand sollte der TÜV wohl haben. Ob mit Achslastwaage? Keine Ahnung. Vielleicht wissen die in meiner Gegend selber nicht, was sie alles können? :(

Grüße, guennid

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