Zusatzluftfeder
hubstuetzen

WoMo-Tour an der Elbe zwischen Wörlitz und Bad Schandau 1, 2, 3


Grillolli am 10 Jul 2018 08:24:23

Toller Reisebericht mit schönen Bildern - Danke fürs mitnehmen :top:
Die Ecke kennen wir (noch) nicht. Bei den Bildern wird's wohl mal höchste Zeit. Deutschland ist schön :)

Gruß Olli

Asterixwelt am 10 Jul 2018 08:42:08

Hallo Frank,

Danke für Deinen Bericht + Fotos. Verfolge Deine Reise mit Interesse und meinen Geburtsort hast Du auch erreicht (Meißen).

gruß

Michael

Julia10 am 10 Jul 2018 11:00:20

Ja, Frank eine schöne Strecke, so an der Elbe entlang.

Hab sie vor einigen Jahre auch sehr genossen, meinen damaligen Reisebericht noch mal angeschaut und Erinnerungen wieder aufgefrischt.

Ich habs damals bis Königstein geschafft.

Vielen Dank für Deinen Reisebericht.

frankjasper8 am 10 Jul 2018 22:13:44

Da freue ich mich, daß mein Bericht wieder gut ankommt. :)

Und es geht auch schon weiter im Text. Es gibt noch einige Stationen auf dieser Tour, also Alle wieder einsteigen und anschnallen; Vorsicht bei der Abfahrt! :)


Tag 6: Freitag, der 15. Juni 2018


Ich hatte es ja schon verraten, die nächste Station auf der Reise war dann Moritzburg, ein paar Kilometer östlich von Meissen. Der Ducato ist quasi nicht mal richtig warm geworden.



Ich stellte den Ducato auf einem schattigen Waldparkplatz ab, der als P 2 bezeichnet ist. Von Meissen kommend geht es vor dem Schlossteich links in die Kalkreuther Strasse bis zum Parkplatz. Hier fand ich noch ein Plätzchen im Schatten, es war nämlich schon wieder knackig warm und der "gelbe Planet" leuchtete auch wieder mit voller Kraft.
Um zum Schloss zu kommen, muß man den Schlossteich zur Hälfte umrunden. Dabei ist es egal, ob man vom Parkplatz rechts oder links geht. Beide Richtungen führen zum Schloss.



Dann geht man über einen Damm, der den Schlossteich in 2 Bereiche teilt und steht vor dem Eingangstor zum Schloss...





Herzog Moritz von Sachsen ließ um das Jahr 1542 das Schloss errichten, 1723 wurde es zum Jagd- und Lustschloss umbebaut. einst gab es auch Tiergehege mit Löwen, Geparden und Wisenten. Im Innern des schlosses befinden sich 7 Säle und über 200 Zimmer.

Auch diese drei Gesellen schauten sich das Schloss mal an:



Das Schloss und die Insel ist Mittelpunkt des Schlossteiches. Man kann das Gebäude einmal ganz umrunden. Auch eine Besichtigung von innen ist gegen Gebühr möglich, habe ich aber drauf verzichtet.
Zurück über den Damm



erreicht man den Ort Moritzburg, zuerst die Haltestelle der Pferdekutschen:



Es gibt diverse Ausflüge mit den Kutschen durch die waldreiche Umgebung von Moritzburg. Der Ort selbst, na ja, da gibt es ein Gestüt, es gibt diverse Geschäfte und Restaurantbetriebe und es gibt den Bahnhof der Lößnitztalbahn. Man könnte Moritzburg auch mit der Schmalspurbahn von Radebeul aus erreichen.

Es gibt in Moritzburg auch einen Wohnmobilstellplatz



aber der war bei meinem Besuch dort mit Flatterband teilweise abgesperrt und es stand auch dort kein Fahrzeug.

Ich ging dann zurück zum Waldparkplatz und mußte mich da fragen, ob diese Verkehrsteilnehmer auch die Parkgebühr ( 3,- € Tagesticket ) bezahlt hatten.







Die Tierchen ließen sich gar nicht stören und machte da ihre Siesta.
Ich hatte noch einige Zeit auf dem Parkschein übrig und nahm noch das Fahrrad vom Heckträger. Auf schönen schattigen Waldwegen fuhr ich noch ein bisschen durch die Gegend.
Nie hätte ich beispielsweise in dieser Region einen Leuchtturm vermutet.



Der steht am Großteich bei Bärnsdorf --> Link , ganz in der Nähe des Fasanenschlösschens



Dann wurde es für mich aber Zeit, ein Plätzchen für das Wohnmobil und für mich für die Nacht zu finden. Deshalb fuhr ich die paar Kilometerchen Richtung Dresden, wo ich im Stadtteil Kaditz auf den schönen Stellplatz bei der Fa. Schaffer-Mobil fuhr.



Hat man die Einfahrt passiert und ist an den ausgestellten Neufahrzeugen von Hymer oder Carado neidvoll vorbei gefahren, steht man im hinteren Bereich des Firmengeländes vor der Einfahrtsschranke zu einem Stellplatz für etwa 100 Fahrzeuge:



Großzügig bemessene Stellflächen, mit Hecken oder kleinen Büschen parzelliert laden zum verweilen ein.



Es gibt saubere Sanitäranlagen mit WC und Dusche ( Duschen kostet 1,- €-Münzchip für 4 Min. Duschzeit ).
Stromsäulen sind an den Stellplätzen vorhanden, ebenfalls mit Münzchips zu füttern.

Der Stellplatz kostet 15,- € pro Nacht incl WC und Entsorgungsmöglichkeit, zahlbar am Kassenautomaten bei Abreise. Man bekommt an der Einfahrtsschranke eine Parkkarte und muß bei Ausfahrt dann zahlen.
Im Zubehörshop gibt es diverse Getränke und Brötchenservice.
Während der Geschäftszeiten kann man sich auch die Ausstellungsfahrzeuge anschauen und diverse Zubehörartikel kaufen.

Mit einem Bummel über den Stellplatz und neidischem Blick in und um die ausgestellten Fahrzeuge ging dann dieser Tag in Dresden-Kaditz zuende


Tagesetappe Meissen -> Dresden = 47 Kilometer
Gesamtstrecke bisher = 547 Kilometer.

Fortsetzung folgt, dann geht es u.a. in die Dresdener Innenstadt; also dranbleiben! :)

PittiC am 10 Jul 2018 23:26:19

Wieder mal schön und kurzweilig erzählt.
Du hast vergessen zu erwähnen warum Schloss Moritzburg heutzutage eine wahre Pilgerstätte ist. :D

vosu99 am 10 Jul 2018 23:48:23

Lieber Frank,

wie immer ein toller Reisebericht von Dir.
Da kommen Erinnerungen an unsere Tour in 2015 hoch.
Vielen lieben Dank für den Bericht.

frankjasper8 am 11 Jul 2018 22:24:41

PittiC hat geschrieben:Wieder mal schön und kurzweilig erzählt.
Du hast vergessen zu erwähnen warum Schloss Moritzburg heutzutage eine wahre Pilgerstätte ist. :D


Du meinst sicherlich, daß das alljährliche Weihnachtsmärchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" auf Schloss Moritzburg gedreht wurde.
Das habe ich aber gerade erst ergugelt, war mir gar nicht so im Sinn. Danke!

Ja, das ist dann ja auch bald wieder so weit; noch etwas mehr als 5 Monate, dann ist schon wieder Weihnachten! :eek:

So, dann kommen wir jetzt zum nächsten Teil:


Tag 7: Samstag, 16. Juni 2018

Es steht schon in der Bibel: Am 7. Tage sollst Du ruh´n...

... oder etwas leichtes tun! :D

Ein Ruhetag für das Mobil, das sich zwischen den Artgenossen auf dem Dresdener Stellplatz bei Fa. Schaffer-Mobil ganz wohl fühlte. Na, mein rollendes Hotel ist ja inzwischen auch schon ca 12 Jahre alt, da kann ich verstehen, wenn es auch mal einen Ruhetag machen möchte. :D Ich möchte an dieser Stelle das Wohnmobil auch mal loben; es hat mich auch auf dieser Reise wieder zuverlässig durch die Lande geschaukelt. Seit mehreren Urlauben schaue ich immer mal wieder nach dem Ölstand und kann nur ganz minimalen Ölverbrauch feststellen. Der letzte Ölwechsel ist schon 2 Jahre her, aber das Mobil muß zum Oktober zum Tüv und dann werde ich auch wieder Inspektion und Ölwechsel machen lassen. ansonsten sind bisher keine großen Reparaturen angefallen, neue Räder in 2014 waren die letzte große Investition. Ich glaube, da kann man wirklich nicht meckern.

Aber zurück zum Reisebericht und zurück nach Dresden-Kaditz...
Während ich dem Bürstner die Ruhepause gönnte, trieb es mich voran auf dem Fahrrad. Nur ein paar hundert Meter sind es vom Stellplatz zum Elberadweg. Am Elbe-Ufer radelte ich dann Richtung Radebeul, auf der Elbe schipperte der Raddampfer "Diesbar", der im Jahr 1884 gebaut wurde. Es ist übrigens das einzige Schiff der Sächsischen Dampfschifffahrt, das mit Kohle befeuert wird. Immer wieder schön anzusehen, diese alten Schiffe.



Radebeul war bald erreicht, ist ja nicht weit entfernt. Ich radelte eine Runde durch den Ort, entdeckte die Luther-Kirche



die im Jahr 1892 eingeweiht wurde. Weiter ging es zum Bahnhofsgebäude der Lößnitzgrundbahn --> Link.



Die Schmalspurbahn wurde 1884 eingeweiht und verkehrt zwischen Radebeul und Radeberg. Einige Waggons und Geräte sind als Museumsstücke auf dem Bahngelände ausgestellt.


^Dieser Schneepflug wirkte bei etwa 28 Grad Aussentemperatur an diesem Tag etwas belustigend auf mich. Na ja, er stand aber auch ganz eingebaut am Ende des Gleises vor dem Prellbock und kann sich noch ein paar Monate ausruhen, bevor er vielleicht mal wieder zum Einsatz kommt.


^Im Wagenpark stehen auch diese Huckepack-Wagen; hier stehen Waggons der "Normalspur" der Bundesbahn ( oder Bahn AG ) auf Rollböcken der Schmalspurbahn.


^Ein Güterwaggon der Königlich Sächsischen Staatseinbahn


^Personenwaggons der Schmalspurbahn



Leider konnte ich keine rollenden Fahrzeuge begutachten; ich wollte auch nicht noch ´ne Stunde warten, bis der nächste Zug eintraf.
Ich radelte weiter, kam noch an der Karl-May-Strasse vorbei. Karl May, der berühmte Schriftsteller z.B. der Winnetou-Romane, wurde am 25. Februar 1842 in Hohenstein-Ernstthal geboren und starb am 30. März 1912 hier in Radebeul. Sein Grab befindet sich auf dem Ostfriedhof in Radebeul. Zur Erinnerung an sein Werk wurde hier in Radebeul ein Karl-May-Museum gestaltet. --> Link
Ich hab mir das aber nicht näher angesehen.
Meine Radtour ging dann zurück nach Kaditz zum Mittagsessen und Mittagspause im und am Wohnmobil. Anschließend radelte ich noch an der Elbe entlang nach Dresden.


^ Am gegenüberliegenden Ufer sah ich die Synagoge















So, das waren schon mal ein paar Apetithäppchen aus Dresden. Damit soll es für heute erst mal wieder genug sein, aber keine Angst, es kommen schon bald weitere Fotos aus Dresden und Umland.

Fortsetzung folgt! :)

PittiC am 12 Jul 2018 00:10:37

Sehr schön, bleibe weiter an Bord.

marny am 12 Jul 2018 08:19:14

Dresden - :love:

...bin gespannt, wie es weiter geht....

Asterixwelt am 12 Jul 2018 08:45:14

Hallo Frank.

ich hoffe Ihr habt Euch in Dresden auch malz. B. den Zwinger u. oder das Grüne Gewölbe angeschaut.

gruß

Michael

frankjasper8 am 12 Jul 2018 22:25:56

Richtigstellung

Leider ist mir im letzten Teilbericht ein Fehler unterlaufen, auf den mich Lena ("Aretousa") heute mittels PN aufmerksam gemacht hat.
Ich hatte dieses Foto



mit der Erklärung "Synagoge am gegenüber liegenden Ufer" untertitelt. Das ist leider nicht die Synagoge, sondern es handelt sich hier um eine alte Tabakfabrik der Fa. Yenidze.
Mehr dazu hier im --> Link
Ich bitte, den Fehler zu entschuldigen! So ist das, wenn man sich sicher ist und sein Geschreibsel nicht kontrolliert und nachschlägt.


So, damit geht es jetzt aber weiter in meinem Reisebericht.


Tag 8: Sonntag, 17. Juni 2018

Nach dem Ruhetag gestern mußte der Ducato nun heute wieder ackern. Ich verließ den Stellplatz in Dresden-Kaditz und arbeitete mich durch den Dresdener Stadtverkehr vorwärts.
Ich wollte mir noch das Schloss Pillnitz zwischen Dresden und Pirna anschauen.



Das Wohnmobil parkte ich auf dem großen Parkplatz vor den Parkgärten. Das Schild, das den Platz auf 2,8 t begrenzte, hatte ich wegen der starken Sonnenstrahlen nicht gesehen. :D
Hat aber auch niemand kontrolliert, es war noch ganz viel freier Parkraum vorhanden, ich habe niemandem einen Platz weggenommen. Vom Parkplatz führt ein Fußweg durch eine schöne Allee mit altem Baumbestand zum Schlosspark.



Durch eine gepflegte Gartenanlage, den Lustgarten, geht man direkt auf das "Neue Pallais" zu...



Blickt man dann nach rechts, schaut man auf dieses schöne Gebäude...



das Wasserpalais.

Direkt gegenüber, auf der linken Flanke des Lustgartens steht dann das Bergpalais:



Sinnigerweise steht das Wasserpalais direkt an der Elbseite des Gartens, das Bergpalais an der Seite zum Hang.


^ein Blick über den sogenannten Fliederhof, den Innenhof des Pillnitzer Schlosses.

Ein Teil des Schlossgeländes grenzt direkt an die Elbe, daher auch die Bezeichnung "Wasserpalais":



Eine Freitreppe führt direkt in die Elbe hinein:




^und ganz in der Nähe pendelt die Fähre zwischen Pillnitz und dem Dresdener Ortsteil Meusslitz

So, jetzt bring ich Euch auf die Palme! :D



In den Wintermonaten übersiedeln die empfindlichen Pflanzen ins Glashaus:



Nach einer Besichtigung des schönen Gartenparks fuhr ich zurück nach Dresden, diesmal schlug ich mein Lager auf dem Stellplatz in der Wiesentorstrasse, gegenüber vom Terrassenufer, direkt an den Elbewiesen auf.



Unter dichten, hohen Bäumen steht man hier sehr stadtnah. Nur etwa 10 Minuten benötigt man über die Augustusbrücke auf die andere Flussseite mit den Touristischen Zielen, der Semperoper, dem Zwinger, Schlosskirche und Schloss usw.
Die Parkgebühr beträgt incl. Stromanschluß 23,- € für 24 Std. Während der Anwesenheit des Parkplatzwartes (etwa 8:00 bis 18:00 Uhr) ist eine V+E-Anlage zugänglich ( je Vorgang kostet es 2,- € ) Ohne Stromabnahme zahlt man 18,- € pro 24 Std.

Ich radelte an diesem Tag dann noch ein paar Kilometer an der Elbe entlang und konnte von Weitem noch das "Blaue Wunder" erleben.



Dichter konnte ich leider nicht mehr heran, der Radweg war auf dieser Elbeseite wegen Bauarbeiten gesperrt.

Tagesetappe Dresden-Kaditz -> Pillnitz -> Dresden: 72 Kilometer ( mit Umwegen!)
Gesamtstrecke bisher: 619 Kilometer


So, im nächsten Teil nehme ich Euch dann aber endlich mit auf Stadtbummel in Dresden; das wohl aber erst am Samstag, Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 14 Jul 2018 14:01:30

So, dann macht Euch mal stadtfein, zieht die Wanderschuhe an und dann auf in die Dresdener City.



Tag 9: Montag, 18. Juni 2018

Vom Stellplatz in der Wiesentorstraße ist man zu fuß über die Augustusbrücke in wenigen Minuten über die Elbe gegangen und steht dann unmittelbar vor den ersten historischen Sehenswürdigkeiten...



Die Brücke ist z.Zt. wegen Bauarbeiten gesperrt für den Auto- und Sraßenbahnverkehr, von daher war es für Fußgänger und Radler ungefährlich die Brücke zu überqueren und die Stadtansicht zu genießen. Der Blick fällt direkt auf die mächtige Kathedrale, in den Jahren 1739 bis 1755 errichtet. Mit einer Grundfläche von 4800 qm ist sie zugleich die größte Kirche in Sachsen. Hier --> Link könnt Ihr noch ein paar Eckdaten zur Kathedrale nachlesen.

Links davon steht das Dresdener Residenzschloss, im 14. Jahrhundert zunächst als Burg errichtet und dann im 15. Jahrhundert zum vierflügeligen Schloss ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss mit seinen rund 500 Zimmern fast bis auf die Grundmauern zerstört. Ab 1985 wurde dann der Wiederaufbau durchgeführt. Auch hier noch ein paar Daten, wenn Ihr wollt: --> Link



Noch ein Stück weiter links an der Aussenwand des sogenannten Stallhofes wurde in den Jahren 1872 bis 1876 ein großflächiges Gemälde, der sogenannte "Fürstenzug", mit einer Länge von 101 Metern angebracht. Zwischen 1904 und 1907 wurde dieses Gemälde zum Schutz vor Witterungseinflüssen auf rund 24 000 Fliesen aus Meissener Porzellan übertragen. --> Link




^Hier noch einmal die Kathedrale St. Trinitatis an der Längsseite fotografiert.

Rechts neben der Kathedrale fällt dann der Blick des Besuchers auf die bekannte Semperoper und das vielleicht weniger bekannte "Italienische Dörfchen.



Die Semperoper ist das wohl bekannteste Opernhaus Deutschlands. Zwischen 1839 und 1841 durch Gottfried Semper errichtet, 1945 durch einen Luftangriff zerstört. 40 Jahre später, 1985 , fand die Wiedereinweihung statt.





Auf dem "Theaterplatz" vor der Semperoper wurde ab 1882 ein Reiterstandbild als Denkmal für König "Johann von Sachsen" erschaffen, das 1892 eingeweiht wurde.



Leider hatte ich es versäumt, die Semperoper innen zu besichtigen. Als dort die Tore offen standen, wollte ich erst noch die anderen Sehenswürdigkeiten anschauen und später waren die Tore für Besucherverkehr leider verschlossen.

Weiter ging es dann durch den Zwinger...



... der in den Jahren 1710 bis 1728 erbaut wurde als Orangerie und Festspielstatt des königlichen Hofes. Mit dem Kronentor gilt der Zwinger als Wahrzeichen Dresdens.



Ich schlenderte weiter durch die Straßen und unter diesem schönen Torbogen...



... hindurch, kam bald darauf zur Kreuzkirche --> Link ...



Als ich hier ein Foto des Innenraums machen wollte, kam ein Ordner und wies auf ein Schild, daß fotografieren im Innenbereich der Kirche verbot. Hatte ich doch glatt übersehen! :D



Das Dresdener Rathaus aus dem Jahr 1910 ...



wurde im Februar 1945 ebenfalls im Krieg stark beschädigt und 1952 in heutiger einfacher Form fertiggestellt. Davor wurde die Skulptur "Trümmerfrau" ebenfalls 1952 aufgestellt, zur Erinnerung an die vielen Frauen, die nach 1945 die Schuttberge in der Stadt halfen abzutragen.



In den Jahren 1895 bis 1905 wurde dieses Gebäude erbaut: Das Polizeipräsidium



Und dann näherte ich mich einem der wohl bekanntesten Gebäude der Dresdener Innenstadt, aber das erzähle ich dann heut abend im nächsten Teil. Jetzt muß ich erst mal draußen Rasen mähen und frische Luft tanken. Bis später! :)

frankjasper8 am 14 Jul 2018 21:05:11

Dann kommt sie in den Sichtbereich: die Frauenkirche...



Lange Zeit war dieses prächtige Gebäude ein Opfer der Kriegstage gewesen. Wurde sie in einer Zeit von 1726 bis 1743 errichtet, genügte im Februar 1945 ein einziger Tag, sie dem Erdboden gleich zu machen. Der Angriff erfolgte am 13. Februar, genau einen Tag später stürzte die Frauenkirche damals ein. Nach dem Wiederaufbau nach der Wende erfolgte die Wiedereröffnung im Jahr 2005. Ich kann mich noch an einen früheren Besuch in Dresden in den 90ern erinnern, da lagen die Trümmerteile noch fein säuberlich aufgereiht auf dem Marktplatz.



Hier war von Fotoverbot nix zu sehen, die Kameras blitzten im Sekundentakt:









Es zog mich dann wieder an die Elbe, auf den Brühlschen Terrassen am Elbufer genoß ich die Aussicht. In dem Prachtgebäude düben am Ufer ist das Kultur- und das Finanzministerium des Landes Sachsen untergebracht...



... in dem Wäldchen links davon befindet sich der WoMo-Stellplatz in der Wiesentorstraße. In den Uferwiesen wurde gerade Aufbauarbeit für die Filmnächte am Elbufer geleistet.



^Hier blicke ich auf die Elbe, flussaufwärts Richtung Pillnitz. Die Carolabrücke überspannt die Elbe, dahinter die Sächsische Staatskanzlei. auch an den Brühlschen Terrassen befindet sich das Albertinum, eine Kunstgallerie...



Das Gebäude entstand um das Jahr 1560 als Zeughaus ( Waffenarsenal ), König Albert von Sachsen war der Namensgeber dieses Gebäudes.

Direkt an der Elbe liegt das Terrassenufer mit den Brühlschen Terrassen...



... dort kann man durch eine kleine Parkanlage flanieren und vom "Balkon" das Treiben auf der Elbe gut beobachten. Hier am Terrassenufer liegen auch die Anlegestellen für die Schiffe der Dresdener Dampfschiffahrt --> Link



Hier legt gerade eines der modernen Passagierschiffe an, es ist "August der Starke" mit ca. 570 Plätzen. Aber auch die anderen historischen Dampfer legen hier zu ihren planmäßigen Touren z.B. ins Elbsandsteingebirge an und ab.

Mit einem letzten Blick vom Vorplatz der Semperoper auf die Kathedrale und das Schloss ...



verabschiedete ich mich dann von der Dresdener Innenstadt. zurück über die Augustusbrücke ging ich zum Wohnmobil. Nach kurzer Erholungsrast verließ ich den Stellplatz in der Wiesentorstraße, auf zu neuen Erlebnissen.

Richtung Pirna wollte ich noch fahren, lies mich dabei von der netten Dame aus dem Navi dirigieren. Naja, die Routenführung hätte ich bei Fahrt "frei Schnauze", also nach meinem Ermessen, sicher anders gewählt. Aber es führen ja bekanntlich viele Wege nach Rom und so kam ich auch irgendwie nach Pirna. Schnell noch auf den Stellplatz am Ufer der Elbe im Ortsteil Cobitz gefahren...



und das rollende Hotel auf dem Parkstreifen aufgestellt. Dann noch das warme Wetter in der Sonne genossen, mit der schönen Aussicht auf das Schloss Pirna.



Der Platz liegt auf einem Parkplatz für PKW und Wohnmobile, etwa 10 bis 12 Mobile finden hier einen kostenfreien Stellplatz... allerdings ohne V+E und Strom.
Aber für eine Nacht kein Problem, ein ruhiger Platz, eine ruhige Nacht dort verbracht.


Tagesetappe Dresden -> Pirna: 40 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 659 Kilometer

Weiter geht es dann in Richtung Elbsandsteingebirge - Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 15 Jul 2018 13:16:59

Tag 10: Dienstag, 19. Juni 2018

Weiter geht´s in Richtung Elbsandsteingebirge. Zuerst aber hieß es im nahen NETTO-Markt ein paar Lebensmittel zu kaufen, anschließend fuhr ich ins Müglitztal. Hier gibt es den Ort und das Schloss Weesenstein.



Der kleine Ort Weesenstein erlangte im Jahr 2002 traurige Bekanntheit, als eine Flutkatastrophe den Ort überraschte und zwei Menschen das Leben kostete. --> Link
--> Link
Fährt man heute durch das Müglitztal, kann man sich das gar nicht vorstellen.


Ganz sanft plätschert das Bächlein dahin...



aber das Tal verengt sich hier ganz stark und da hatten sich damals die Wassermassen so hoch aufgestaut, daß es zu der Katastrophe kam.
Aber wenden wir uns wieder der Gegenwart zu.



Im Jahr 1318 wurde Weesenstein zum ersten Mal urkundlich erwähnt, damals als mittelalterliche Wehranlage. Zum Schloss gehört heute auch ein kleiner Schlossgarten:



Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort, fuhr ich noch weiter das Müglitztal hinauf über Glashütte bis Bärenstein. Da ist man dann schon fast an der tschechischen Grenze. Über eine andere Strecke gelangte ich dann zurück nach Pirna und fuhr auf der B 172 dann zur Festung Königstein. --> Link

Hier findet ihr zur besseren Orientierung den Plan der Festung: --> Link

Das Wohnmobil musste ich auf einem Parkplatz im Seitenbereich des Parkhauses parken...



... wobei die Längsparkbuchten doch sehr eng sind, wenn man sich zwischen zwei Fahrzeuge dazwischen quetschen muß.



Da hat man für die PKW eine bessere Parklösung gefunden, ein modernes Parkhaus:



Der Platz für die Wohnmobile befindet sich rechts vom Parkhaus. Vom Parkplatz aus bringen Bimmelbahnen die Besucher hinauf zur Festung. Ich bin mal auf eigenen Füßen hochgewandert.



Zunächst an der Fahrstraße, kommt man dann auf steilem Fußweg hinauf zum Fuß der Festung...


^hier stehe ich an der Festung, das Tor unten an der Mauer ist der Fahrstuhl für Fahrzeuge. Es können aber auch Personen mitfahren.

Bessere Aussicht hat man allerdings von diesem Personenaufzug aus, der an der Wand der Festung hoch und runter fährt. ..



Ich aber stieg weiter zu fuß hinauf auf die Festung,



stand dann vor dem Eingangstor...



... dann ging es im Inneren der Festung einen steilen, dunklen Weg hinauf, die dunkle Appareille





Von oben hat man dann eine sehr gute Aussicht in die Landschaft des östlichen Erzgebirges und auf das Elbsandsteingebirge.











Tief unten liegt die Elbe und der Ort Königstein. Es gibt auf der Festung einen Brunnen, der in diesem Brunnenhaus verbaut ist...



... der obere Brunnenrand liegt 354 m über dem Meeresspiegel und immerhin 240,50 m über dem Wasserspiegel der Elbe. Das Festungsplateau besteht aus diversen Gebäuden, vornehmlich Kasernenbauten, die der Unterbringung der Streitkräfte in damaliger Zeit dienten. Weiter findet man verschiedene Munitionsdepots, sogenannte Zeughäuser, diverse Stallungen für die Unterbringung von Pferden und sogar eine Garnisonskirche.



Und es gab sogar eine eigene Bäckerei damals auf der Festung. Die Tradition lebt bis heute fort; auch heute noch wird auf der Festung Königstein gebacken. Gut gebacken, wie ich mich gleich bei einem Stück Apfelkuchen überzeugen konnte...



Man erfährt in diversen Ausstellungen viel über das damalige Leben auf der Festung Königstein, u.a. werden diverse Waffen und Kanonen gezeigt. Ist schon sehenswert und der Besucher sollte ausreichend Zeit für den Aufenthalt auf der Festung einplanen. Ich war nun etwa 5 Std oben, langsam wurde es Zeit für die Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Also zurück zum Wohnmobil und nur wenige Kilometer von der Festung entfernt fand ich im Ort Struppen einen Stellplatz.





Die Kosten hier am Stellplatz betragen 14,50 € pro Mobil incl. 2 Personen je Nacht. Duschen kostet hier 1,- € pro 4 Minuten

In dieser ländlichen Umgebung, nur wenige Kilometer von der Festung Königstein entfernt, verlebte ich dann die nächste Nacht.


Tagesetappe Pirna -> Müglitztal -> Festung Königstein -> Struppen: 95 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 754 Kilometer

Von Struppen ging es dann weiter, noch ein paar Kilometer elbaufwärts. Davon mehr in der nächsten Episode. Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 15 Jul 2018 22:38:11

Die nächste Etappe meiner Reise:

Tag 11: Mittwoch, 20. Juni 2018

Ich verließ den Stellplatz in Struppen, über kleine enge Sträßchen ging es runter an die Elbe. Unterwegs ein schöner Blick auf die am Vortag besuchte Festung Königstein...



Die Strasse hier war eng und kurvenreich, erinnert an eine Passtrasse in den Alpen. Einmal kam mir an unübersichtlicher Stelle ein großer Reisebus entgegen, sodaß ich kurz ein Stück rückwärts setzen mußte, bis die Strasse breit genug war, daß der Bus vorbei fahren konnte. Bald aber war die Elbe erreicht, der Kurort Rathen unterhalb der sogenannten "Bastei", einer Felsformation im Elbsandsteingebirge.



Irgendwie malerisch liegt der Ort beiderseits des Elbufers, eine Fähre verbindet beide Ortsteile.



Und dann kam mal wieder ein Schiff der Sächsischen Damfschiff-Flotte die Elbe herauf, das Damfschiff "Pirna":



Dann kam ich in Rathen in den Genuss, mir eine Gartenmodellbahn-Anlage anzusehen: --> Link

Die "Eisenbahnwelten Rathen" sind die weltweit wohl größte Gartenbahn-Anlage, schaut Euch ruhig mal auf der Homepage um.



Hier nur ein paar Eindrücke in Bildform:






















^Na, wenigstens hier sind WIR Weltmeister! :D

Ja, da gibt es nicht nur für die kleinen Wohnmobilisten etwas zu sehen, durchaus auch für Erwachsene geeignet! :)
Nach etwa 2-stündigem Aufenthalt in Rathen, ging die Tour weiter. Dazu mußte ich wieder über die enge, kurvige Strasse zurück nach Struppen. Dann gelangte ich über den Ort Königstein und durch Bad Schandau auf der Bundesstrasse 172 bis an die Landesgrenze nach Tschechien ( oder Tschechische Republik, wie der richtige Name wohl ist ) bei Schmilka.





Irgendwo dort hinten befindet sich die Landesgrenze, dort kommt die Elbe auf deutschen Boden. Ich bin dann, nachdem ich diese Fotos geschossen hatte gleich umgedreht.
Zurück, wieder durch Bad Schandau. Ich fand keinen Parkplatz auf dem Platz an der Elbe, aber ich war ja auch früher, Anfang der 90er Jahre schon einmal hier. Der Parkplatz war wegen Bauarbeiten nicht in vollem Umfang nutzbar. Sicher hätte ich noch irgendwo ein Plätzchen in Bad Schandau gefunden, hätte den Ort, hätte auch die urige Kirnitzschtalbahn noch anschauen können, diese Strassenbahn durch das Kirnitzschtal. Das kannte ich aber alles noch von damals. Ich fuhr deshalb gleich weiter und es ging steil bergauf. Über Rathmannsdorf kletterte der Bürstner mit mir am Steuer hinauf zur Bastei.
Das Wohnmobil fand einen Platz auf dem Parkplatz an der Bastei, der Platz ist gebührenpflichtig und kostet für Wohnmobile 11,- €/Tag
Pferdefuhrwerke pendeln zwischen Parkplatz und der Bastei, ich jedoch ging mal wieder auf eigenen Füßen, es war nicht weit, vielleicht 800 m. Die wunderbare Aussicht dort auf der Bastei belohnte mich für den Spazierweg.









Die letzten Meter der Aussichtskanzel, rechts im Bild, sind wegen Abbruchgefahr der Sandsteinfelsen nicht mehr begehbar.


^die Brücke der Bastei


^Bizarre Felsformationen kommen da in das Blickfeld


^über die Basteibrücke erreicht man die einstige Felsenburg Neurathen --> Link


^von der Felsenburg hat man gute Sicht auf die Basteibrücke, die im Jahr 1851 aus Sandstein erbaut wurde. Die Länge beträgt 76,50 m. Auf 7 Bögen überspannt sie eine 40 m hohe Schlucht.

Die Aussicht hier auf der Bastei, rund 194 m über dem Wasserspiegel der Elbe, war bei dem super Sommerwetter grandios. Trotzdem mußte ich mich nach etwa 2 Std. dann von der Bastei verabschieden. Es ging mit dem Wohnmobil wieder zurück über Bad Schandau und Königstein und ich fuhr kurzentschlossen nochmals nach Rathen. also noch einmal diese enge und kurvige Strasse von Struppen hinunter an die Elbe. Es gibt da nur diese eine Verbindung.
In Rathen fuhr ich dann unten am Bahnübergang rechts herum und gelangte zu einem kleinen Stellplatz an einem Bauernhof. Davon erzähle ich dann im nächsten Bericht.

Tagesetappe Struppen -> Bastei -> Rathen: 90 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 844 Kilometer

Fortsetzung folgt! :)

womopark
  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Stellplatz am Ammersee
Mit dem Wohnmobil zum Oktoberfest nach München
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt