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WoMo-Tour an der Elbe zwischen Wörlitz und Bad Schandau


frankjasper8 am 07 Jul 2018 13:03:26

Meine Sommerreise führt mich in diesem Jahr noch einmal in die östlichen Bundesländer und ist quasi eine Fortsetzung der Reise im April diesen Jahres. Ich folge dem Lauf der Elbe und fahre "gegen den Strom" flussaufwärts von Wörlitz bis zum Elbsandsteingebirge. Dabei gibt es links und rechts des Flusses in Sachsen und Sachsen-Anhalt immer wieder neue Dinge zu entdecken.
Urlaubswetter in Deutschland, schon wochenlang bestimmt warmes Klima das Wetter hier bei uns in Südniedersachsen. Die Sonne scheint von Früh bis Spät und die Temperaturen kratzen sogar an der 30-Grad-Marke. Da braucht man eigentlich gar nicht in Urlaub fahren; bestes Wetter vor der Haustür. Aber wozu hat man dann das Wohnmobil? Das Fahrzeug muß bewegt werden und ich muß auch den Arbeitsstress mal wieder abbauen und dem Alltag entfliehen. Also einsteigen, anschnallen und ab geht die Luzie! :)

Hier die ungefähr gefahrene Strecke: --> Link



Tag 1: Sonntag, 10 Juni 2018

Ich komme erst nach dem Mittagessen von zuhause los, mußte morgens erst noch packen und einladen, weil die letzten Arbeitstage immer so lange dauerten. Nun war ich aber unterwegs. Die Fahrt ging in die gleiche Richtung, in der ich im April unterwegs war. Zunächst über Goslar und Bad Harzburg am nördlichen Harzrand entlang über Wernigerode, Quedlinburg und Aschersleben. Die Bundesstraße B 6 ist hier gut ausgebaut und läßt sich zügig fahren. So kam ich gut voran und erreichte am frühen Nachmittag meinen ersten Etappenort: Bernburg an der Saale.
Ich fand einen Großparkplatz am Ufer der Saale an der Brunnenstraße. Hier gibt es auch eine kleine Personenfähre über die Saale und am gegenüberliegenden Ufer liegt die "Saalefee", ein Personenschiff, das zu Rundfahrten auf dem Fluss einläd. Auch der örtliche Tierpark und die Parkeisenbahn im Krumbholz befinden sich dort in der Nähe. Hoch über der Saale steht auf einer Anhöhe das Schloss Bernburg.



Ich spaziere an der Saale entlang, die Kraft des Wassers wird hier zur Stromerzeugung genutzt...



und es gibt sogar eine Schiffsschleuse...



Ansonsten habe ich mich noch etwas im Ort umgesehen, da gibt es aber nicht viel zu berichten. Im Tierpark war ich nicht, die Parkeisenbahn habe ich auch nicht genutzt. An der Saale unweit der Fährstelle entdeckte ich einen Biergarten und erfrischte mich zur Feier meines ersten Urlaubstages mit eine "kühlen Blonden", das muß auch mal sein. Bernburg besteht aus zwei Teilen, einer Talstadt und einer Bergstadt. Die Talstadt hatte ich gesehen, die Bergstadt steht dann nach dem Bierchen auf dem Plan. Der Weg dorthin führte dann über fußmassierendes Kopfsteinpflaster und das, wo mir in letzter Zeit die Füße dermaßen weh taten. Ich schaute mir auf dem Berg dann das Schloss an.



Der Turm stand wohl auch zur Besichtigung offen, aber ich hatte keine Lust auf Treppenlaufen, so blieb ich auf dem Boden der Tatsachen. Bernburg, das hatte ich auf der Anfahrt schon gesehen, ist umgeben von Industriebetrieben. Große Salzwerke sind sowohl im Umland, als auch in Bernburg selbst zu finden.

Für den ersten Urlaubstag hatte ich genug gesehen, genug getan und kehrte gegen 18 Uhr zum Wohnmobil zurück. Ich blieb auf dem großen Parkplatz am Saaleufer stehen, ungestört und mutterseelenallein. Auf dem Parkplatz unterhalb des Schlosses sah ich später noch zwei Mobile stehen, aber "mein" Platz lag doch etwas ruhiger.

Tagesetappe: 150 Kilometer



Tag 2: Montag, 11. Juni 2018

Zunächst steuerte ich an diesem Morgen einen Lidl-Markt in Bernburg an, um die Lebensmittelvorräte für die nächsten Tage zu kaufen. Ich war vorher zuhause nicht zum Einkaufen gekommen.
Dann ging es auf der B 185 nach Köthen und auf einer Umleitungsstrecke durch kleine Dörfer und weite Felder nach Dessau. Über Vockerode gelangte ich dann nach Wörlitz und parkte das Wohnmobil auf dem Stellplatz am "Gartenreich Wörlitz".



Hier finden etwa 30 Mobile Platz am hinteren Rand des Großparkplatzes für PKW, Busse und auch Reisemobile. Immer zwei Mobile müssen sich einen Platz zwischen zwei Hecken teilen. Stromsäulen sind am Platz vorhanden. Der platz war recht gut besucht; eine belgische Campergruppe war mit etwa 10 oder mehr Fahrzeugen zu Besuch. Ich ergatterte aber noch einen Platz und auch ein Stromanschluß war noch verfügbar. Bezahlt wird im Kiosk an der Platzzufahrt, 13,- €/Nacht je Mobil incl. Strom. WC-Nutzung am Kiosk möglich für jeweils 0,50 €, Duschmöglichkeit für 1,50 €/Person ebenfalls möglich. Diverse Getränke und kleine Speisen gibt es da auch, Brötchenservice weiß ich jetzt nicht mehr genau.

Nachdem ich mich hier häuslich eingerichtet hatte, machte ich mich bei wieder warmem Wetter zu fuß auf den Weg, das Gartenreich Wörlitz zu erkunden. --> Link
Eine weitläufige Gartenanlage, die im Übrigen zum Gartenreich Dessau/Wörlitz/Oranienbaum gehört.



Das kleine Wörlitzer Schloss --> Link aus dem Jahr 1769 ist dabei ein attraktives Fotomodell im Park. Schloss und Park waren schon im 18. Jahrhundert für die Öffentlichkeit zugänglich.
Bald hinter dem Schloss beginnt der Wörlitzer See...



Hier am rechten Bildrand sind übrigens zwei Pendelfähren zu sehen. Diese Fähren liegen an drei Stellen im Park verteilt und werden an einem Seil hängend mittels einer Kurbel fortbewegt. Und man kann sich auch mit einem Ruderkahn über die weitläufige Wasserfläche des Wörlitzer Sees rudern lassen.



Der "Kahnhafen" liegt gleich am Anfang der Parkanlage, bevor man vom Stellplatz aus auf dem Fußweg in den kleinen Ort Wörlitz gelangt. Hier mal ein Link zum Plan des Parks und des Ortes Wörlitz: --> Link In den Parkanlagen ist das Radfahren nicht gestattet, man kann es aber zu fuß ganz gut erwandern. Die Wege sind gut und man geht meist an irgendwelchen Wäldchen entlang, die bei so warmem Wetter, wie ich es hatte, ersehnten Schatten spenden.





Die Anlagen, die Wege und auch einige Brücken über schmale Wassergräben wurden mit einigem technischem und gärtnerischem Geschick angelegt.




^der Blick auf die Grotte auf der Insel Stein --> Link

Ja, man kann sich da im Wörlitzer Park schon eine Weile aufhalten, ich hatte irgendwann genug gesehen und belohnte mich in einem Cafegarten mit einer Köstlichkeit:


^ein Eisbecher "Dänemark" mit einem "falschen Kaffee", bestehend aus halb Kaffee/halb Kakao

Langsam ging ich zum Wohnmobil zurück und nahm noch das Fahrrad vom Heckträger herunter und radelte noch etwa 4 Kilometer bis zur Elbefähre bei Coswig.





Der Radweg ist ganz gut zu fahren, die Straße allerdings in schlechtem Zustand; grobes Kopfsteinpflaster macht aus der vier Kilometer langen Strecke sicherlich eine "never-ending-story".
Da ist man sicherlich froh, wenn dann die Fähre erreicht ist...



Die Stammleser meiner Reiseberichte erinnern sich sicherlich, daß ich im April erst an dieser Fähre war, da aber auf der anderen Seite der Elbe in Coswig.



Dort drüben hatte ich damals gestanden an dieser Gierseilfähre, die an einem Drahtseil im Fluss befestigt ist und nur durch ein Ruder durch die Strömung des Wassers gesteuert wird.
Hier am Ufer befindet sich die "Elbterrasse", ein Restaurant, auf dessen Parkplatz auch Wohnmobile stehen können, ohne Strom und ohne V+E-Möglichkeit.

So, nun musste ich nur wieder zurück zum Wohnmobil und verbrachte dann auch die Nacht auf dem Stellplatz am Wörlitzer Gartenreich.

Tagesetappe von Bernburg nach Wörlitz -> 75 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 225 Kilometer


Das war der Anfang meines Reiseberichtes, wie gewohnt geht es bald Stück für Stück hier weiter!

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

frankjasper8 am 07 Jul 2018 22:06:19

Weiter geht´s! :)

Tag 3: Dienstag, 12. Juni 2018

Vom Stellplatz in Wörlitz ging es am Morgen gegen 9:30 Uhr weiter. Wenige Kilometer südlich von Wörlitz liegt der Ort Oranienbaum; hier legte ich einen Stop ein. Auf dem Marktplatz des Ortes parkte ich das Wohnmobil...



... und machte einen Spaziergang durch den schönen Ort. Oranienbaum, der Ortsname stammt aus dem Jahr 1673, benannt nach der Fürstin Henriette Katharina von Nassau-Oranien, die im Jahr 1659 mit Johann Georg II. von Anhalt-Dessau vermählt worden war. Im Jahre 1708 und 1709 wurde das Schloss Oranienbaum fertiggestellt.
Der holländische Baumeister Cornelius Ryckwaert begann im Jahr 1683 mit der Planung des Ortes in holländischem Stil. Oranienbaum wird daher auch als Holländerstadt bezeichnet.
Die rasterförmig angelegten Strassen verlaufen vom zentralen Marktplatz aus in vier Richtungen kerzengerade.



Der Brunnen auf dem Marktplatz mit dem Orangenbaum, dieser Orangenbaum ist das Wappensymbol der Oranier. Der Blick auf die ev. Stadtkirche aus dem Jahr 1712...



Zum Schloss Oranienbaum gehört ein weitläufiger Park mit einer quadratischen Wiesenfläche und einem Waldgebiet im hinteren Bereich.





Wie schon im Gartenreich in Wörlitz, so wurde auch hier viel Wert auf die Gestaltung des Parkes gelegt...





Nach einem Aufenthalt in Oranienbaum setzte ich die Fahrt dann fort, wollte mir die Baggerstadt Ferropolis bei Gräfenhainichen anschauen. --> Link
Leider ist dieses verlinkte Bild auch schon das Einzige, was ich hier von Ferropolis zeigen kann. Mein Vorhaben, mir diese Stadt aus Stahl anzuschauen scheiterte nämlich schon an der Zufahrtsstrasse an einer resoluten Sekurity-Mitarbeiterin. Die Zufahrt war wegen Aufbauarbeiten zu einem Festival leider für den Besucherverkehr gesperrt. So scheiterte dann auch mein Versuch, mir diese Attraktion anzusehen. es handelt sich jedenfalls wohl um diverse Bagger und Fördertechnik auf einer Halbinsel in einem gefluteten ehemaligen Tagebau. Also, wer sich diese Attraktion gern ansehen möchte, sollte vorher schauen, ob nicht gerade irgendwelche Veranstaltungen dort laufen. --> Link

Ich zog unverrichteter Dinge weiter, musste halt Ferropolis ohne mich weiter existieren. Doch wohin nun? Es war schon wieder so warm und die Sonne brannte vom Himmel herunter. Ich wollte nicht mehr so viel machen heute und entschied mich, noch einmal nach Coswig zum Stellplatz "Marina Coswig" zu fahren. Ich nahm Kurs auf die Lutherstadt Wittenberg, überquerte dort die Elbe und gelangte über die B 187 dann nach Coswig. Noch schnell an einem "Thüringer Bratwurst-Stand" zwei Bratwürstchen gegessen, dann war ich auch schon am Ziel dieses Tages. Die Marina Coswig liegt außerhalb des Ortes direkt an der Elbe. Der Stellplatz ist schön angelegt, ich war ja etwa 6 Wochen zuvor erst dort gewesen. Es war noch ausreichend Platz und ich erwischte noch ein Plätzchen auf der Terrasse mit Blick auf die Elbe und den Ort Coswig mit dem Schloss im Hintergrund. Ich hatte Coswig ja im April schon angeschaut, deshalb blieb ich auch auf dem Stellplatz und genoß das superschöne Wetter.



Ja, die Hitze der vergangenen Wochen hatte das Grün der Wiese hier auf dem Platz schon in ein trauriges gelb wechseln lassen. Trockenheit.

Der Platz kostet für ein Wohnmobil incl Fahrer 12,- €, WC und V+E-Nutzung inclusive
Duschen in den ansprechend gestalteten Sanitärbereich kostet 1,- € für 4 Min. Duschzeit.
Hier noch der --> Link auf die Internet-Site des Platzes.


Tagesetappe Wörlitz -> Coswig: 64 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 289 Kilometer

Fortsetzung folgt! :)

leoline am 08 Jul 2018 06:44:54

Hallo Frank,
ich bin auch diesmal wieder gerne mit dabei, wenn du weitere Stationen unseres schönen Heimatlandes erkundest. Der Bericht bisher ist schon sehr ansprechend, der Park in Wörlitz steht auch noch auf unserer Liste, von Oranienbaum habe ich jetzt erst von dir gehört und das kommt natürlich auch auf die Liste. Für uns ist das auch mal ein Tagesausflug mit dem Auto, in Wittenberg sind wir ja öfter (dort im Kartoffelhaus lecker essen gehen :mrgreen: ).

kukeulke am 08 Jul 2018 07:51:14

Hallo Frank,

auch ich lese sehr interessiert, was Du über diese Gegend "erfahren" hast. Ich bin ein treuer
Leser Deiner Reiseberichte und bin sehr gespannt wie es weitergeht, zumal Du von einer
Gegend schreibst, in der wir uns letztes Jahr sehr gut erholt haben: --> Link
(und vielen Dank noch einmal für den Tipp mit dem Vogelpark Walsrode, den haben
wir nämlich aus Deinen Reisebericht:Deutschland Lüneburger Heide und Ostseeküste (--> Link))

Für den schon mal gelungenen Anfang eines schönen Berichtes erst mal ein Positiv von mir.

RichyG am 08 Jul 2018 08:03:15

Auch von mir ein Positiv! Ich kenne die Gegend gut, da wir dort früher Verwandtschaft hatten. Sehr schöne Fahrradgegend. Und das Kopfsteinpflaster gehört nun mal dazu :wink:
Eine Stunde Fahrradfahren ohne einem Menschen zu begegnen, gelingt dort spielend!
Und ein gefederter Fahrradsitz spielt dort seine Stärken aus :ja:

marny am 08 Jul 2018 08:14:01

Ach ist das schön - Du fährst genau die Strecke bis Wörlitz, die auch ich im Sinn habe für eine unserer ersten Reisen...Wörlitz kennen wir schon - haben das Gartenreich schon 2x besucht...Aber das kann man gar nicht oft genug sehen. Für Fotofreunde bieten sich immer neue, wunderschöne Motive...

Jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht....

PittiC am 08 Jul 2018 08:27:24

Bin natürlich auch wieder mit an Bord, waren gerade in deinem Zielgebiet.

frankjasper8 am 08 Jul 2018 09:15:49

Guten Morgen, liebe Reisebegleiter! :)
Ich freue mich natürlich, daß Ihr wieder mit mir durch die Lande reist, dann bin ich nicht so allein. :eek:
Sucht Euch ein Plätzchen, macht´s Euch gemütlich; es geht auch sofort weiter! :)
Ihr braucht auch nicht viel Kleidung einpacken, die Regenschirme könnt Ihr getrost zuhause lassen; Jacken, lange Hosen und Pullover braucht es auch nicht. Es ist Sommer und es ist super, super warm. Tauwetter!

frankjasper8 am 08 Jul 2018 12:13:12

Tag 4: Mittwoch, der 13. Juni 2018

Und auf geht´s zur nächsten Etappe. Schön ist der Stellplatz an der Marina in Coswig, direkt an der Elbe liegt er. Mich hat nur gewundert, daß hier so wenig Schiffsverkehr ist. Schon im April hatte ich während meines 2-tägigen Gastspiels dort kein Lastschiff gesehen, mein Stellplatznachbar hatte nur mal ein Flusskreuzfahrtschiff gesehen. Und auch diesmal war nur ein einziges kleines Frachtschiff auf dem Fluss unterwegs gewesen. Nun, die Elbe wird die nächsten Tage so mein Leitfaden sein; ich werde den Fluss entgegen den Strom entlangfahren. Vielleicht erhasche ich ja noch das ein oder andere Schiffchen.
Nach dem Ablassen des angesammelten Grauwassers und der Entsorgung des Inhalts der WC-Cassette ( das gehört nun mal zum Camperalltag dazu! ) stand dann der Weiterfahrt nichts mehr im Wege. Ich steuerte das Bürstner-Wohnmobil über die mir nun schon recht bekannte B 187 nach Lutherstadt Wittenberg. Nein, anhalten wollte ich nicht diesmal, es ging gleich weiter in südlicher Richtung auf der B 182 nach Torgau an der Elbe. Dabei kam ich durch einige kleine Ortschaften, die Region wird zumeist landwirtschaftlich genutzt. Ich erreichte gegen 11 Uhr die Stadt Torgau. Auf einem für Wohnmobile ausgewiesenen Stellplatz an der Elbe parkte ich mein Womo und ging zu fuß in den Ort.


^der Parkplatz in Torgau am Elbufer.

Eine aufgeräumte, saubere Fußgängerzone erwartete mich ...



... und führte auf den Marktplatz mit dem großen Rathaus zu...







In der evangelischen Stadtkirche St. Marien fand die Ehefrau von Reformator Martin Luther, Katharina Luther, geb. von Bora, ihre letzte Ruhestätte. ..





nachdem sie am 20. Dezember 1552 ganz in der Nähe in diesem Haus verstarb.



Das Torgauer Schloss Hartenfels stand dann als nächster Anlaufpunkt auf meinem Besichtigungsprogramm.



Um in das Schlossgelände zu kommen, muß man über eine Brücke gehen. Unten im Graben wartet auch schon die nächste Attraktion auf mich:



Dieser Kamerad macht gerade Siesta, dem ist ganz Schnuppe, wer ihm da gerade auf dem Kopf herum tanzt.
Okay, dann ist der Weg ja frei und ich kann mir den Innenhof des Schlosses ansehen:



Im Innenhof ist auch der Zugang zur Schlosskirche...



die im Jahre 1544 durch Martin Luther eingeweiht wurde. Nach einer Runde durch den Innenhof schaute ich noch den Bären etwas über die Schulter:





Die Bären haben auf Schloss Hartenfels schon sehr lange ein Zuhause gefunden: --> Link

Ich kehrte allmählich zu meinem Wohnmobil zurück, das ja auf dem Parkplatz am Elbufer wartete. Dieser Parkpklatz ist auch ein Stellplatz, auch in unserer Forums-Datenbank aufgeführt, aber zur Zeit ist da eine Baustelle und der Platz ist nur eingeschränkt befahrbar.





Da es noch viel zu früh ist, die Zelte aufzubauen, fahre ich noch ein Stückchen weiter, überquere die Elbe auf der Torgauer Elbbrücke und gelange über schmale Landstrassen zu einem weiteren Schloss in der Region um Torgau. Ich fand erst da vor Ort heraus, das es sich um eine Gedenkstätte handelte. Ich meine Schloss Lichtenburg







Nach einem Rundgang auf diesem geschichtsträchtigen Boden, kurvte ich noch ein bisschen durch die Region, kam über Annaburg zurück nach Torgau und erreichte dann mein Nachtlager auf dem Stellplatz am Wasserwanderzentrum in Mühlberg/Elbe:



Ein schöner Platz an einem (Bade-)See in Mühlberg an der Elbe. Der See ist das ehemalige Flussbett der Elbe, bevor die begradigt und verlegt wurde. Die Kosten belaufen sich hier auf 7,- € pro Mobil pro Nacht und 5,- € pro Person pro Nacht ( jeweils ab 12 Uhr bis 12 Uhr am Folgetag ). Darin ist die Nutzung von Dusche und WC inclusive. Eine V+E-Anlage ist ebenfalls
vorhanden, die Nutzung für je 1,- €. Ich denke, daß hier so etwa 8 bis 10 Wohnmobile einen ruhigen Stellplatz finden können.



Die Sanitäranlage war bei meinem Besuch aüßerst sauber. Der Betreiber schaute mehrmals vorbei und kassierte am Abend die Platzgebühr. Für Strom zahlte ich pauschal 2,- €
die angrenzende Strasse ist wenig befahren, der Ort Mühlberg bietet nichts besonderes zu sehen, ist aber auch wert, mal durchzulaufen.

Tagesetappe von Coswig nach Mühlberg: 155 Kilometer
Gesamtsrecke bisher: 444 Kilometer

iwoi am 08 Jul 2018 12:23:45

Klasse! Diese Tour steht auch auf meiner Wunschliste!
Hallo Frank, da kann ich mir einige Anregungen "klauen".
Du hast Dir ja wieder viel Mühe gegeben. Die Beschriftung der Bilder gefällt mir.
Ist doch bestimmt noch ein Plätzchen für mich frei, mach mich auch ganz dünne :D

frankjasper8 am 08 Jul 2018 12:37:34

Hallo Ines!

Komm rein und such Dir auch ein gemütliches Plätzchen! :)
Aber "geklaut" wird hier nicht! Nur gucken, nix anfassen! :prosit::

Nein, natürlich darfst Du dir Anregungen abgucken. Dafür mache ich mir ja hier die Mühe und möchte die Reise vorstellen.

An dieser Stelle bedanke ich mich schon mal für die Rückantworten und bereits 9 positive Bewertungen. Dabei hat es doch noch nicht mal richtig angefangen. :eek:

So, Mittagspause, heut abend geht es ein Stückchen weiter! Dranbleiben, Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 08 Jul 2018 21:59:20

Tag 5: Donnerstag, 14. Juni 2018

Mühlberg an der Elbe, gelegen zwischen Torgau und Riesa, diesen Namen hatte ich vorher noch nie gehört, den Ort kannte ich bisher nicht. Und dennoch ist dieses Mühlberg ein Ort, der einst in die Geschichte einging. "Es war am 25. April des Jahres 1547 als Kaiser Karl V. den im Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossenen Reichsständen um Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen eine vernichtende Niederlage beibrachte". Man spricht später von der "Schlacht bei Mühlberg", diese Schlacht bereitete den Augsburger Religionsfrieden vor, welcher das gleichberechtigte Nebeneinander der Konfessionen regelte. --> Link Ein Gedenkstein erinnert an der Straße am hafen des Ortes an diese Schlacht, an der Stelle, wo Kaiser Karl V. damals campierte. Unweit dieser Stelle befindet sich heutzutage der Wasserwanderrastplatz, der Ort, wo ich die letzte Nacht verbracht hatte.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Geschichte, wende ich mich nun wieder der Gegenwart zu. Ein kleiner Rundgang durch den Ort Mühlberg.


Hier ist zunächst einmal der Badesee, der direkt am Stellplatz liegt, ein ehemaliges Flussbett der Elbe.


Das schmucke Rathaus stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, später mehrmals baulich verändert.


^ die Frauenkirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet


Um 1500 wurde das Abteigebäude erbaut, die Kirche folgte im Jahr 1565. 200 Jahre später, um 1717 erfolgte der Umbau der Abtei zum Herrenhaus


^um 1900 wurde diese Villa, die Villa Güldenstern, als Wohn- und Verwaltungsgebäude des ehem. Rittergutes "Güldenstern" erbaut, heute in Privatbesitz


^das ehemalige Hospiz stammt aus dem 13. Jahrhundert, diente ursprünglich als Unterkunft des Klosters für reisende Händler und Fuhrleute


^fast wäre ich dran vorbei gelaufen: das Schloss in Mühlberg. Um 1272 errichtet als Wasserburg, seit 1999 in Privatbesitz. Und vielmehr als hier auf meinem Foto zu sehen ist, kann man vom Gebäude auch nicht erkennen. Es ist total zugewachsen und es liegt nur 100 Meter vom Stellplatz entfernt, genau an der anderen Strassenseite.

Damit geht mein kleiner Ortsrundgang zuende und ich mache mich am späten Vormittag wieder auf den Weg. Ich war schon auf der Anfahrt von Torgau auf der rechtselbischen Seite nach Mühlberg gefahren und da war die Strasse teils in schlechtem Zustand; schmale Strasse, größtenteils mein "geliebtes" Kopfsteinpflaster. Erst in Mühlberg sah ich, daß es eine Brücke über die Elbe gab und die Reise auf der linken Flussseite durchaus bequemer gewesen wäre. Nun, ich fuhr jetzt auch wieder auf der rechten Seite weiter über eine kleine Strasse und kam durch kleine Ortschaften meinem nächsten Besichtigungsobjekt entgegen. Ich hielt an am Schloss Seußlitz.





Hier, bei Diesbar-Seußlitz ändert sich allmählich die Landschaft an den Ufern der Elbe. Es erheben sich Weinhänge und die Landschaft wird einfach hügeliger.






^Auf dem Parkplatz am Schloss Seußlitz wurde im hinteren Bereich eine Stellfläche für 6 Wohnmobile abgeteilt. Stromanschluss ist vorhanden.

Ich bin noch nicht am Ziel dieser Tagesetappe, aber ich mache dann im nächsten Teil hier weiter. :)
Fortsetzung folgt Morgen! :)

frankjasper8 am 09 Jul 2018 21:57:25

Fortsetzung...

Vom Schloss Seußlitz ging meine Fahrt dann weiter nach Meissen. das war nicht mehr weit und ich war ruck-zuck dort. Unterhalb der Albrechtsburg parkte ich das Wohnmobil auf einem Parkplatz direkt am Ufer der Elbe.



Die Zufahrt zu diesem Parkplatz erfolgt von der B 6 ( Hochuferstraße ) in Höhe Altstadtbrücke. Zunächst an den PKW-Parkplätzen vorbei bis zum Ende des Parkplatzes fahren. Etwa 8 Fahrzeuge haben direkt am Fluss eine Parkspur, sonst weitere Plätze je nach Verfügbarkeit und wie die Fahrzeuge gestellt sind, es gibt keine Markierungen der Parkflächen.





Für 5,- € kann man hier 24 Std bleiben. weil die Anlegestelle der Dampferflotte in der Nähe ist, parken teilweise tagsüber auch Reisebusse auf dem Platz. Trotzdem ist da genug Platz für die "Landyachten" vorhanden.
Ich machte dann einen Spaziergang; es ging zunächst steil bergauf zur Albrechtsburg. Von einem Rundweg um das Burggelände hat man gute Sicht auf das Umland.



Hier liegt der Stellplatz zu Füßen der Burg, im Hintergrund erheben sich die Weinberge, auf der Elbe schippert gerade einer der historischen Raddampfer flussaufwärts Richtung Dresden. Es ist der Raddampfer "Krippen", der im Jahr 1892 in Dienst gestellt worden ist und seit 1999 nach wechselnden Eigentümern zur Dresdener Raddampferflotte gehört. Die verschiedenen Schiffe der Flotte werden mir im weiteren Verlauf meiner Reise noch mehrmals über den Weg schwimmen.





^der Blick von der Albrechtsburg auf die gegenüberliegende Elbseite


^Blick auf die Altstadtbrücke und dahinter die Bahnbrücke


^nochmal ein Blick zum Stellplatz mit den Weinbergen im Hintergrund. Schön ist es da in Meissen.


^im Hof der Albrechtsburg


^Blick auf die Türme vom Dom


^die Zufahrtsstrasse zur Albrechtsburg.

Wer sich den doch ziemlich steilen Aufstieg zur Burg und Dom ersparen möchte, hat die Möglichkeit mit einem Schrägaufzug in ca. 40 Sekunden die 33 Höhenmeter zu überwinden. --> Link Die Fahrtkosten für die Bergfahrt betragen 1,- €.
Ich ging dann gemächlich hinunter in die Altstadt durch schmale Gassen




^am Marktplatz; mit der Pferdedroschke kann man unterschiedliche Touren fahren, z,B. in die Altstadt, zur Burg hinauf oder in die Weinberge.


^Geschäftshäuser am Marktplatz


^das Meissener Rathaus aus dem Jahr 1470, Ende des 20. Jahrhunderts grundlegend saniert. --> Link

Ja, das war ein kleiner Auszug meines Rundgangs durch Meissen und damit war dann auch mein Tagespensum für diesen Donnerstag erfüllt. Ich verbrachte eine ruhige Nacht auf dem Stellplatz unterhalb der Albrechtsburg


Tagesstrecke von Mühlberg nach Meissen -> 56 Kilometer
Gesamtsrecke bisher -> 500 Kilometer

Die nächste Etappe führte dann über Moritzburg nach Dresden, davon aber mehr im nächsten Teil und der folgt Morgen. :)

marny am 10 Jul 2018 07:49:15

Meissen - was für ein wunderschöner Ort - und Du hast sehr schöne Fotomotive eingestellt... auf Moritzburg bin ich schon gespannt, kenne ich noch gar nicht -

Schade, dass ich nicht bewerten darf...von mir trotzdem ein dickes Positiv.... :kette:

Micha1958 am 10 Jul 2018 07:55:20

War wirklich schön mitzufahren bei Dir, Frank, danke.

Meissen ist eine tolle Stadt, hat mir sehr gefallen dort.

Gruß Micha

Grillolli am 10 Jul 2018 08:24:23

Toller Reisebericht mit schönen Bildern - Danke fürs mitnehmen :top:
Die Ecke kennen wir (noch) nicht. Bei den Bildern wird's wohl mal höchste Zeit. Deutschland ist schön :)

Gruß Olli

Asterixwelt am 10 Jul 2018 08:42:08

Hallo Frank,

Danke für Deinen Bericht + Fotos. Verfolge Deine Reise mit Interesse und meinen Geburtsort hast Du auch erreicht (Meißen).

gruß

Michael

Julia10 am 10 Jul 2018 11:00:20

Ja, Frank eine schöne Strecke, so an der Elbe entlang.

Hab sie vor einigen Jahre auch sehr genossen, meinen damaligen Reisebericht noch mal angeschaut und Erinnerungen wieder aufgefrischt.

Ich habs damals bis Königstein geschafft.

Vielen Dank für Deinen Reisebericht.

frankjasper8 am 10 Jul 2018 22:13:44

Da freue ich mich, daß mein Bericht wieder gut ankommt. :)

Und es geht auch schon weiter im Text. Es gibt noch einige Stationen auf dieser Tour, also Alle wieder einsteigen und anschnallen; Vorsicht bei der Abfahrt! :)


Tag 6: Freitag, der 15. Juni 2018


Ich hatte es ja schon verraten, die nächste Station auf der Reise war dann Moritzburg, ein paar Kilometer östlich von Meissen. Der Ducato ist quasi nicht mal richtig warm geworden.



Ich stellte den Ducato auf einem schattigen Waldparkplatz ab, der als P 2 bezeichnet ist. Von Meissen kommend geht es vor dem Schlossteich links in die Kalkreuther Strasse bis zum Parkplatz. Hier fand ich noch ein Plätzchen im Schatten, es war nämlich schon wieder knackig warm und der "gelbe Planet" leuchtete auch wieder mit voller Kraft.
Um zum Schloss zu kommen, muß man den Schlossteich zur Hälfte umrunden. Dabei ist es egal, ob man vom Parkplatz rechts oder links geht. Beide Richtungen führen zum Schloss.



Dann geht man über einen Damm, der den Schlossteich in 2 Bereiche teilt und steht vor dem Eingangstor zum Schloss...





Herzog Moritz von Sachsen ließ um das Jahr 1542 das Schloss errichten, 1723 wurde es zum Jagd- und Lustschloss umbebaut. einst gab es auch Tiergehege mit Löwen, Geparden und Wisenten. Im Innern des schlosses befinden sich 7 Säle und über 200 Zimmer.

Auch diese drei Gesellen schauten sich das Schloss mal an:



Das Schloss und die Insel ist Mittelpunkt des Schlossteiches. Man kann das Gebäude einmal ganz umrunden. Auch eine Besichtigung von innen ist gegen Gebühr möglich, habe ich aber drauf verzichtet.
Zurück über den Damm



erreicht man den Ort Moritzburg, zuerst die Haltestelle der Pferdekutschen:



Es gibt diverse Ausflüge mit den Kutschen durch die waldreiche Umgebung von Moritzburg. Der Ort selbst, na ja, da gibt es ein Gestüt, es gibt diverse Geschäfte und Restaurantbetriebe und es gibt den Bahnhof der Lößnitztalbahn. Man könnte Moritzburg auch mit der Schmalspurbahn von Radebeul aus erreichen.

Es gibt in Moritzburg auch einen Wohnmobilstellplatz



aber der war bei meinem Besuch dort mit Flatterband teilweise abgesperrt und es stand auch dort kein Fahrzeug.

Ich ging dann zurück zum Waldparkplatz und mußte mich da fragen, ob diese Verkehrsteilnehmer auch die Parkgebühr ( 3,- € Tagesticket ) bezahlt hatten.







Die Tierchen ließen sich gar nicht stören und machte da ihre Siesta.
Ich hatte noch einige Zeit auf dem Parkschein übrig und nahm noch das Fahrrad vom Heckträger. Auf schönen schattigen Waldwegen fuhr ich noch ein bisschen durch die Gegend.
Nie hätte ich beispielsweise in dieser Region einen Leuchtturm vermutet.



Der steht am Großteich bei Bärnsdorf --> Link , ganz in der Nähe des Fasanenschlösschens



Dann wurde es für mich aber Zeit, ein Plätzchen für das Wohnmobil und für mich für die Nacht zu finden. Deshalb fuhr ich die paar Kilometerchen Richtung Dresden, wo ich im Stadtteil Kaditz auf den schönen Stellplatz bei der Fa. Schaffer-Mobil fuhr.



Hat man die Einfahrt passiert und ist an den ausgestellten Neufahrzeugen von Hymer oder Carado neidvoll vorbei gefahren, steht man im hinteren Bereich des Firmengeländes vor der Einfahrtsschranke zu einem Stellplatz für etwa 100 Fahrzeuge:



Großzügig bemessene Stellflächen, mit Hecken oder kleinen Büschen parzelliert laden zum verweilen ein.



Es gibt saubere Sanitäranlagen mit WC und Dusche ( Duschen kostet 1,- €-Münzchip für 4 Min. Duschzeit ).
Stromsäulen sind an den Stellplätzen vorhanden, ebenfalls mit Münzchips zu füttern.

Der Stellplatz kostet 15,- € pro Nacht incl WC und Entsorgungsmöglichkeit, zahlbar am Kassenautomaten bei Abreise. Man bekommt an der Einfahrtsschranke eine Parkkarte und muß bei Ausfahrt dann zahlen.
Im Zubehörshop gibt es diverse Getränke und Brötchenservice.
Während der Geschäftszeiten kann man sich auch die Ausstellungsfahrzeuge anschauen und diverse Zubehörartikel kaufen.

Mit einem Bummel über den Stellplatz und neidischem Blick in und um die ausgestellten Fahrzeuge ging dann dieser Tag in Dresden-Kaditz zuende


Tagesetappe Meissen -> Dresden = 47 Kilometer
Gesamtstrecke bisher = 547 Kilometer.

Fortsetzung folgt, dann geht es u.a. in die Dresdener Innenstadt; also dranbleiben! :)

PittiC am 10 Jul 2018 23:26:19

Wieder mal schön und kurzweilig erzählt.
Du hast vergessen zu erwähnen warum Schloss Moritzburg heutzutage eine wahre Pilgerstätte ist. :D

vosu99 am 10 Jul 2018 23:48:23

Lieber Frank,

wie immer ein toller Reisebericht von Dir.
Da kommen Erinnerungen an unsere Tour in 2015 hoch.
Vielen lieben Dank für den Bericht.

frankjasper8 am 11 Jul 2018 22:24:41

PittiC hat geschrieben:Wieder mal schön und kurzweilig erzählt.
Du hast vergessen zu erwähnen warum Schloss Moritzburg heutzutage eine wahre Pilgerstätte ist. :D


Du meinst sicherlich, daß das alljährliche Weihnachtsmärchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" auf Schloss Moritzburg gedreht wurde.
Das habe ich aber gerade erst ergugelt, war mir gar nicht so im Sinn. Danke!

Ja, das ist dann ja auch bald wieder so weit; noch etwas mehr als 5 Monate, dann ist schon wieder Weihnachten! :eek:

So, dann kommen wir jetzt zum nächsten Teil:


Tag 7: Samstag, 16. Juni 2018

Es steht schon in der Bibel: Am 7. Tage sollst Du ruh´n...

... oder etwas leichtes tun! :D

Ein Ruhetag für das Mobil, das sich zwischen den Artgenossen auf dem Dresdener Stellplatz bei Fa. Schaffer-Mobil ganz wohl fühlte. Na, mein rollendes Hotel ist ja inzwischen auch schon ca 12 Jahre alt, da kann ich verstehen, wenn es auch mal einen Ruhetag machen möchte. :D Ich möchte an dieser Stelle das Wohnmobil auch mal loben; es hat mich auch auf dieser Reise wieder zuverlässig durch die Lande geschaukelt. Seit mehreren Urlauben schaue ich immer mal wieder nach dem Ölstand und kann nur ganz minimalen Ölverbrauch feststellen. Der letzte Ölwechsel ist schon 2 Jahre her, aber das Mobil muß zum Oktober zum Tüv und dann werde ich auch wieder Inspektion und Ölwechsel machen lassen. ansonsten sind bisher keine großen Reparaturen angefallen, neue Räder in 2014 waren die letzte große Investition. Ich glaube, da kann man wirklich nicht meckern.

Aber zurück zum Reisebericht und zurück nach Dresden-Kaditz...
Während ich dem Bürstner die Ruhepause gönnte, trieb es mich voran auf dem Fahrrad. Nur ein paar hundert Meter sind es vom Stellplatz zum Elberadweg. Am Elbe-Ufer radelte ich dann Richtung Radebeul, auf der Elbe schipperte der Raddampfer "Diesbar", der im Jahr 1884 gebaut wurde. Es ist übrigens das einzige Schiff der Sächsischen Dampfschifffahrt, das mit Kohle befeuert wird. Immer wieder schön anzusehen, diese alten Schiffe.



Radebeul war bald erreicht, ist ja nicht weit entfernt. Ich radelte eine Runde durch den Ort, entdeckte die Luther-Kirche



die im Jahr 1892 eingeweiht wurde. Weiter ging es zum Bahnhofsgebäude der Lößnitzgrundbahn --> Link.



Die Schmalspurbahn wurde 1884 eingeweiht und verkehrt zwischen Radebeul und Radeberg. Einige Waggons und Geräte sind als Museumsstücke auf dem Bahngelände ausgestellt.


^Dieser Schneepflug wirkte bei etwa 28 Grad Aussentemperatur an diesem Tag etwas belustigend auf mich. Na ja, er stand aber auch ganz eingebaut am Ende des Gleises vor dem Prellbock und kann sich noch ein paar Monate ausruhen, bevor er vielleicht mal wieder zum Einsatz kommt.


^Im Wagenpark stehen auch diese Huckepack-Wagen; hier stehen Waggons der "Normalspur" der Bundesbahn ( oder Bahn AG ) auf Rollböcken der Schmalspurbahn.


^Ein Güterwaggon der Königlich Sächsischen Staatseinbahn


^Personenwaggons der Schmalspurbahn



Leider konnte ich keine rollenden Fahrzeuge begutachten; ich wollte auch nicht noch ´ne Stunde warten, bis der nächste Zug eintraf.
Ich radelte weiter, kam noch an der Karl-May-Strasse vorbei. Karl May, der berühmte Schriftsteller z.B. der Winnetou-Romane, wurde am 25. Februar 1842 in Hohenstein-Ernstthal geboren und starb am 30. März 1912 hier in Radebeul. Sein Grab befindet sich auf dem Ostfriedhof in Radebeul. Zur Erinnerung an sein Werk wurde hier in Radebeul ein Karl-May-Museum gestaltet. --> Link
Ich hab mir das aber nicht näher angesehen.
Meine Radtour ging dann zurück nach Kaditz zum Mittagsessen und Mittagspause im und am Wohnmobil. Anschließend radelte ich noch an der Elbe entlang nach Dresden.


^ Am gegenüberliegenden Ufer sah ich die Synagoge















So, das waren schon mal ein paar Apetithäppchen aus Dresden. Damit soll es für heute erst mal wieder genug sein, aber keine Angst, es kommen schon bald weitere Fotos aus Dresden und Umland.

Fortsetzung folgt! :)

PittiC am 12 Jul 2018 00:10:37

Sehr schön, bleibe weiter an Bord.

marny am 12 Jul 2018 08:19:14

Dresden - :love:

...bin gespannt, wie es weiter geht....

Asterixwelt am 12 Jul 2018 08:45:14

Hallo Frank.

ich hoffe Ihr habt Euch in Dresden auch malz. B. den Zwinger u. oder das Grüne Gewölbe angeschaut.

gruß

Michael

frankjasper8 am 12 Jul 2018 22:25:56

Richtigstellung

Leider ist mir im letzten Teilbericht ein Fehler unterlaufen, auf den mich Lena ("Aretousa") heute mittels PN aufmerksam gemacht hat.
Ich hatte dieses Foto



mit der Erklärung "Synagoge am gegenüber liegenden Ufer" untertitelt. Das ist leider nicht die Synagoge, sondern es handelt sich hier um eine alte Tabakfabrik der Fa. Yenidze.
Mehr dazu hier im --> Link
Ich bitte, den Fehler zu entschuldigen! So ist das, wenn man sich sicher ist und sein Geschreibsel nicht kontrolliert und nachschlägt.


So, damit geht es jetzt aber weiter in meinem Reisebericht.


Tag 8: Sonntag, 17. Juni 2018

Nach dem Ruhetag gestern mußte der Ducato nun heute wieder ackern. Ich verließ den Stellplatz in Dresden-Kaditz und arbeitete mich durch den Dresdener Stadtverkehr vorwärts.
Ich wollte mir noch das Schloss Pillnitz zwischen Dresden und Pirna anschauen.



Das Wohnmobil parkte ich auf dem großen Parkplatz vor den Parkgärten. Das Schild, das den Platz auf 2,8 t begrenzte, hatte ich wegen der starken Sonnenstrahlen nicht gesehen. :D
Hat aber auch niemand kontrolliert, es war noch ganz viel freier Parkraum vorhanden, ich habe niemandem einen Platz weggenommen. Vom Parkplatz führt ein Fußweg durch eine schöne Allee mit altem Baumbestand zum Schlosspark.



Durch eine gepflegte Gartenanlage, den Lustgarten, geht man direkt auf das "Neue Pallais" zu...



Blickt man dann nach rechts, schaut man auf dieses schöne Gebäude...



das Wasserpalais.

Direkt gegenüber, auf der linken Flanke des Lustgartens steht dann das Bergpalais:



Sinnigerweise steht das Wasserpalais direkt an der Elbseite des Gartens, das Bergpalais an der Seite zum Hang.


^ein Blick über den sogenannten Fliederhof, den Innenhof des Pillnitzer Schlosses.

Ein Teil des Schlossgeländes grenzt direkt an die Elbe, daher auch die Bezeichnung "Wasserpalais":



Eine Freitreppe führt direkt in die Elbe hinein:




^und ganz in der Nähe pendelt die Fähre zwischen Pillnitz und dem Dresdener Ortsteil Meusslitz

So, jetzt bring ich Euch auf die Palme! :D



In den Wintermonaten übersiedeln die empfindlichen Pflanzen ins Glashaus:



Nach einer Besichtigung des schönen Gartenparks fuhr ich zurück nach Dresden, diesmal schlug ich mein Lager auf dem Stellplatz in der Wiesentorstrasse, gegenüber vom Terrassenufer, direkt an den Elbewiesen auf.



Unter dichten, hohen Bäumen steht man hier sehr stadtnah. Nur etwa 10 Minuten benötigt man über die Augustusbrücke auf die andere Flussseite mit den Touristischen Zielen, der Semperoper, dem Zwinger, Schlosskirche und Schloss usw.
Die Parkgebühr beträgt incl. Stromanschluß 23,- € für 24 Std. Während der Anwesenheit des Parkplatzwartes (etwa 8:00 bis 18:00 Uhr) ist eine V+E-Anlage zugänglich ( je Vorgang kostet es 2,- € ) Ohne Stromabnahme zahlt man 18,- € pro 24 Std.

Ich radelte an diesem Tag dann noch ein paar Kilometer an der Elbe entlang und konnte von Weitem noch das "Blaue Wunder" erleben.



Dichter konnte ich leider nicht mehr heran, der Radweg war auf dieser Elbeseite wegen Bauarbeiten gesperrt.

Tagesetappe Dresden-Kaditz -> Pillnitz -> Dresden: 72 Kilometer ( mit Umwegen!)
Gesamtstrecke bisher: 619 Kilometer


So, im nächsten Teil nehme ich Euch dann aber endlich mit auf Stadtbummel in Dresden; das wohl aber erst am Samstag, Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 14 Jul 2018 14:01:30

So, dann macht Euch mal stadtfein, zieht die Wanderschuhe an und dann auf in die Dresdener City.



Tag 9: Montag, 18. Juni 2018

Vom Stellplatz in der Wiesentorstraße ist man zu fuß über die Augustusbrücke in wenigen Minuten über die Elbe gegangen und steht dann unmittelbar vor den ersten historischen Sehenswürdigkeiten...



Die Brücke ist z.Zt. wegen Bauarbeiten gesperrt für den Auto- und Sraßenbahnverkehr, von daher war es für Fußgänger und Radler ungefährlich die Brücke zu überqueren und die Stadtansicht zu genießen. Der Blick fällt direkt auf die mächtige Kathedrale, in den Jahren 1739 bis 1755 errichtet. Mit einer Grundfläche von 4800 qm ist sie zugleich die größte Kirche in Sachsen. Hier --> Link könnt Ihr noch ein paar Eckdaten zur Kathedrale nachlesen.

Links davon steht das Dresdener Residenzschloss, im 14. Jahrhundert zunächst als Burg errichtet und dann im 15. Jahrhundert zum vierflügeligen Schloss ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss mit seinen rund 500 Zimmern fast bis auf die Grundmauern zerstört. Ab 1985 wurde dann der Wiederaufbau durchgeführt. Auch hier noch ein paar Daten, wenn Ihr wollt: --> Link



Noch ein Stück weiter links an der Aussenwand des sogenannten Stallhofes wurde in den Jahren 1872 bis 1876 ein großflächiges Gemälde, der sogenannte "Fürstenzug", mit einer Länge von 101 Metern angebracht. Zwischen 1904 und 1907 wurde dieses Gemälde zum Schutz vor Witterungseinflüssen auf rund 24 000 Fliesen aus Meissener Porzellan übertragen. --> Link




^Hier noch einmal die Kathedrale St. Trinitatis an der Längsseite fotografiert.

Rechts neben der Kathedrale fällt dann der Blick des Besuchers auf die bekannte Semperoper und das vielleicht weniger bekannte "Italienische Dörfchen.



Die Semperoper ist das wohl bekannteste Opernhaus Deutschlands. Zwischen 1839 und 1841 durch Gottfried Semper errichtet, 1945 durch einen Luftangriff zerstört. 40 Jahre später, 1985 , fand die Wiedereinweihung statt.





Auf dem "Theaterplatz" vor der Semperoper wurde ab 1882 ein Reiterstandbild als Denkmal für König "Johann von Sachsen" erschaffen, das 1892 eingeweiht wurde.



Leider hatte ich es versäumt, die Semperoper innen zu besichtigen. Als dort die Tore offen standen, wollte ich erst noch die anderen Sehenswürdigkeiten anschauen und später waren die Tore für Besucherverkehr leider verschlossen.

Weiter ging es dann durch den Zwinger...



... der in den Jahren 1710 bis 1728 erbaut wurde als Orangerie und Festspielstatt des königlichen Hofes. Mit dem Kronentor gilt der Zwinger als Wahrzeichen Dresdens.



Ich schlenderte weiter durch die Straßen und unter diesem schönen Torbogen...



... hindurch, kam bald darauf zur Kreuzkirche --> Link ...



Als ich hier ein Foto des Innenraums machen wollte, kam ein Ordner und wies auf ein Schild, daß fotografieren im Innenbereich der Kirche verbot. Hatte ich doch glatt übersehen! :D



Das Dresdener Rathaus aus dem Jahr 1910 ...



wurde im Februar 1945 ebenfalls im Krieg stark beschädigt und 1952 in heutiger einfacher Form fertiggestellt. Davor wurde die Skulptur "Trümmerfrau" ebenfalls 1952 aufgestellt, zur Erinnerung an die vielen Frauen, die nach 1945 die Schuttberge in der Stadt halfen abzutragen.



In den Jahren 1895 bis 1905 wurde dieses Gebäude erbaut: Das Polizeipräsidium



Und dann näherte ich mich einem der wohl bekanntesten Gebäude der Dresdener Innenstadt, aber das erzähle ich dann heut abend im nächsten Teil. Jetzt muß ich erst mal draußen Rasen mähen und frische Luft tanken. Bis später! :)

frankjasper8 am 14 Jul 2018 21:05:11

Dann kommt sie in den Sichtbereich: die Frauenkirche...



Lange Zeit war dieses prächtige Gebäude ein Opfer der Kriegstage gewesen. Wurde sie in einer Zeit von 1726 bis 1743 errichtet, genügte im Februar 1945 ein einziger Tag, sie dem Erdboden gleich zu machen. Der Angriff erfolgte am 13. Februar, genau einen Tag später stürzte die Frauenkirche damals ein. Nach dem Wiederaufbau nach der Wende erfolgte die Wiedereröffnung im Jahr 2005. Ich kann mich noch an einen früheren Besuch in Dresden in den 90ern erinnern, da lagen die Trümmerteile noch fein säuberlich aufgereiht auf dem Marktplatz.



Hier war von Fotoverbot nix zu sehen, die Kameras blitzten im Sekundentakt:









Es zog mich dann wieder an die Elbe, auf den Brühlschen Terrassen am Elbufer genoß ich die Aussicht. In dem Prachtgebäude düben am Ufer ist das Kultur- und das Finanzministerium des Landes Sachsen untergebracht...



... in dem Wäldchen links davon befindet sich der WoMo-Stellplatz in der Wiesentorstraße. In den Uferwiesen wurde gerade Aufbauarbeit für die Filmnächte am Elbufer geleistet.



^Hier blicke ich auf die Elbe, flussaufwärts Richtung Pillnitz. Die Carolabrücke überspannt die Elbe, dahinter die Sächsische Staatskanzlei. auch an den Brühlschen Terrassen befindet sich das Albertinum, eine Kunstgallerie...



Das Gebäude entstand um das Jahr 1560 als Zeughaus ( Waffenarsenal ), König Albert von Sachsen war der Namensgeber dieses Gebäudes.

Direkt an der Elbe liegt das Terrassenufer mit den Brühlschen Terrassen...



... dort kann man durch eine kleine Parkanlage flanieren und vom "Balkon" das Treiben auf der Elbe gut beobachten. Hier am Terrassenufer liegen auch die Anlegestellen für die Schiffe der Dresdener Dampfschiffahrt --> Link



Hier legt gerade eines der modernen Passagierschiffe an, es ist "August der Starke" mit ca. 570 Plätzen. Aber auch die anderen historischen Dampfer legen hier zu ihren planmäßigen Touren z.B. ins Elbsandsteingebirge an und ab.

Mit einem letzten Blick vom Vorplatz der Semperoper auf die Kathedrale und das Schloss ...



verabschiedete ich mich dann von der Dresdener Innenstadt. zurück über die Augustusbrücke ging ich zum Wohnmobil. Nach kurzer Erholungsrast verließ ich den Stellplatz in der Wiesentorstraße, auf zu neuen Erlebnissen.

Richtung Pirna wollte ich noch fahren, lies mich dabei von der netten Dame aus dem Navi dirigieren. Naja, die Routenführung hätte ich bei Fahrt "frei Schnauze", also nach meinem Ermessen, sicher anders gewählt. Aber es führen ja bekanntlich viele Wege nach Rom und so kam ich auch irgendwie nach Pirna. Schnell noch auf den Stellplatz am Ufer der Elbe im Ortsteil Cobitz gefahren...



und das rollende Hotel auf dem Parkstreifen aufgestellt. Dann noch das warme Wetter in der Sonne genossen, mit der schönen Aussicht auf das Schloss Pirna.



Der Platz liegt auf einem Parkplatz für PKW und Wohnmobile, etwa 10 bis 12 Mobile finden hier einen kostenfreien Stellplatz... allerdings ohne V+E und Strom.
Aber für eine Nacht kein Problem, ein ruhiger Platz, eine ruhige Nacht dort verbracht.


Tagesetappe Dresden -> Pirna: 40 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 659 Kilometer

Weiter geht es dann in Richtung Elbsandsteingebirge - Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 15 Jul 2018 13:16:59

Tag 10: Dienstag, 19. Juni 2018

Weiter geht´s in Richtung Elbsandsteingebirge. Zuerst aber hieß es im nahen NETTO-Markt ein paar Lebensmittel zu kaufen, anschließend fuhr ich ins Müglitztal. Hier gibt es den Ort und das Schloss Weesenstein.



Der kleine Ort Weesenstein erlangte im Jahr 2002 traurige Bekanntheit, als eine Flutkatastrophe den Ort überraschte und zwei Menschen das Leben kostete. --> Link
--> Link
Fährt man heute durch das Müglitztal, kann man sich das gar nicht vorstellen.


Ganz sanft plätschert das Bächlein dahin...



aber das Tal verengt sich hier ganz stark und da hatten sich damals die Wassermassen so hoch aufgestaut, daß es zu der Katastrophe kam.
Aber wenden wir uns wieder der Gegenwart zu.



Im Jahr 1318 wurde Weesenstein zum ersten Mal urkundlich erwähnt, damals als mittelalterliche Wehranlage. Zum Schloss gehört heute auch ein kleiner Schlossgarten:



Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort, fuhr ich noch weiter das Müglitztal hinauf über Glashütte bis Bärenstein. Da ist man dann schon fast an der tschechischen Grenze. Über eine andere Strecke gelangte ich dann zurück nach Pirna und fuhr auf der B 172 dann zur Festung Königstein. --> Link

Hier findet ihr zur besseren Orientierung den Plan der Festung: --> Link

Das Wohnmobil musste ich auf einem Parkplatz im Seitenbereich des Parkhauses parken...



... wobei die Längsparkbuchten doch sehr eng sind, wenn man sich zwischen zwei Fahrzeuge dazwischen quetschen muß.



Da hat man für die PKW eine bessere Parklösung gefunden, ein modernes Parkhaus:



Der Platz für die Wohnmobile befindet sich rechts vom Parkhaus. Vom Parkplatz aus bringen Bimmelbahnen die Besucher hinauf zur Festung. Ich bin mal auf eigenen Füßen hochgewandert.



Zunächst an der Fahrstraße, kommt man dann auf steilem Fußweg hinauf zum Fuß der Festung...


^hier stehe ich an der Festung, das Tor unten an der Mauer ist der Fahrstuhl für Fahrzeuge. Es können aber auch Personen mitfahren.

Bessere Aussicht hat man allerdings von diesem Personenaufzug aus, der an der Wand der Festung hoch und runter fährt. ..



Ich aber stieg weiter zu fuß hinauf auf die Festung,



stand dann vor dem Eingangstor...



... dann ging es im Inneren der Festung einen steilen, dunklen Weg hinauf, die dunkle Appareille





Von oben hat man dann eine sehr gute Aussicht in die Landschaft des östlichen Erzgebirges und auf das Elbsandsteingebirge.











Tief unten liegt die Elbe und der Ort Königstein. Es gibt auf der Festung einen Brunnen, der in diesem Brunnenhaus verbaut ist...



... der obere Brunnenrand liegt 354 m über dem Meeresspiegel und immerhin 240,50 m über dem Wasserspiegel der Elbe. Das Festungsplateau besteht aus diversen Gebäuden, vornehmlich Kasernenbauten, die der Unterbringung der Streitkräfte in damaliger Zeit dienten. Weiter findet man verschiedene Munitionsdepots, sogenannte Zeughäuser, diverse Stallungen für die Unterbringung von Pferden und sogar eine Garnisonskirche.



Und es gab sogar eine eigene Bäckerei damals auf der Festung. Die Tradition lebt bis heute fort; auch heute noch wird auf der Festung Königstein gebacken. Gut gebacken, wie ich mich gleich bei einem Stück Apfelkuchen überzeugen konnte...



Man erfährt in diversen Ausstellungen viel über das damalige Leben auf der Festung Königstein, u.a. werden diverse Waffen und Kanonen gezeigt. Ist schon sehenswert und der Besucher sollte ausreichend Zeit für den Aufenthalt auf der Festung einplanen. Ich war nun etwa 5 Std oben, langsam wurde es Zeit für die Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Also zurück zum Wohnmobil und nur wenige Kilometer von der Festung entfernt fand ich im Ort Struppen einen Stellplatz.





Die Kosten hier am Stellplatz betragen 14,50 € pro Mobil incl. 2 Personen je Nacht. Duschen kostet hier 1,- € pro 4 Minuten

In dieser ländlichen Umgebung, nur wenige Kilometer von der Festung Königstein entfernt, verlebte ich dann die nächste Nacht.


Tagesetappe Pirna -> Müglitztal -> Festung Königstein -> Struppen: 95 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 754 Kilometer

Von Struppen ging es dann weiter, noch ein paar Kilometer elbaufwärts. Davon mehr in der nächsten Episode. Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 15 Jul 2018 22:38:11

Die nächste Etappe meiner Reise:

Tag 11: Mittwoch, 20. Juni 2018

Ich verließ den Stellplatz in Struppen, über kleine enge Sträßchen ging es runter an die Elbe. Unterwegs ein schöner Blick auf die am Vortag besuchte Festung Königstein...



Die Strasse hier war eng und kurvenreich, erinnert an eine Passtrasse in den Alpen. Einmal kam mir an unübersichtlicher Stelle ein großer Reisebus entgegen, sodaß ich kurz ein Stück rückwärts setzen mußte, bis die Strasse breit genug war, daß der Bus vorbei fahren konnte. Bald aber war die Elbe erreicht, der Kurort Rathen unterhalb der sogenannten "Bastei", einer Felsformation im Elbsandsteingebirge.



Irgendwie malerisch liegt der Ort beiderseits des Elbufers, eine Fähre verbindet beide Ortsteile.



Und dann kam mal wieder ein Schiff der Sächsischen Damfschiff-Flotte die Elbe herauf, das Damfschiff "Pirna":



Dann kam ich in Rathen in den Genuss, mir eine Gartenmodellbahn-Anlage anzusehen: --> Link

Die "Eisenbahnwelten Rathen" sind die weltweit wohl größte Gartenbahn-Anlage, schaut Euch ruhig mal auf der Homepage um.



Hier nur ein paar Eindrücke in Bildform:






















^Na, wenigstens hier sind WIR Weltmeister! :D

Ja, da gibt es nicht nur für die kleinen Wohnmobilisten etwas zu sehen, durchaus auch für Erwachsene geeignet! :)
Nach etwa 2-stündigem Aufenthalt in Rathen, ging die Tour weiter. Dazu mußte ich wieder über die enge, kurvige Strasse zurück nach Struppen. Dann gelangte ich über den Ort Königstein und durch Bad Schandau auf der Bundesstrasse 172 bis an die Landesgrenze nach Tschechien ( oder Tschechische Republik, wie der richtige Name wohl ist ) bei Schmilka.





Irgendwo dort hinten befindet sich die Landesgrenze, dort kommt die Elbe auf deutschen Boden. Ich bin dann, nachdem ich diese Fotos geschossen hatte gleich umgedreht.
Zurück, wieder durch Bad Schandau. Ich fand keinen Parkplatz auf dem Platz an der Elbe, aber ich war ja auch früher, Anfang der 90er Jahre schon einmal hier. Der Parkplatz war wegen Bauarbeiten nicht in vollem Umfang nutzbar. Sicher hätte ich noch irgendwo ein Plätzchen in Bad Schandau gefunden, hätte den Ort, hätte auch die urige Kirnitzschtalbahn noch anschauen können, diese Strassenbahn durch das Kirnitzschtal. Das kannte ich aber alles noch von damals. Ich fuhr deshalb gleich weiter und es ging steil bergauf. Über Rathmannsdorf kletterte der Bürstner mit mir am Steuer hinauf zur Bastei.
Das Wohnmobil fand einen Platz auf dem Parkplatz an der Bastei, der Platz ist gebührenpflichtig und kostet für Wohnmobile 11,- €/Tag
Pferdefuhrwerke pendeln zwischen Parkplatz und der Bastei, ich jedoch ging mal wieder auf eigenen Füßen, es war nicht weit, vielleicht 800 m. Die wunderbare Aussicht dort auf der Bastei belohnte mich für den Spazierweg.









Die letzten Meter der Aussichtskanzel, rechts im Bild, sind wegen Abbruchgefahr der Sandsteinfelsen nicht mehr begehbar.


^die Brücke der Bastei


^Bizarre Felsformationen kommen da in das Blickfeld


^über die Basteibrücke erreicht man die einstige Felsenburg Neurathen --> Link


^von der Felsenburg hat man gute Sicht auf die Basteibrücke, die im Jahr 1851 aus Sandstein erbaut wurde. Die Länge beträgt 76,50 m. Auf 7 Bögen überspannt sie eine 40 m hohe Schlucht.

Die Aussicht hier auf der Bastei, rund 194 m über dem Wasserspiegel der Elbe, war bei dem super Sommerwetter grandios. Trotzdem mußte ich mich nach etwa 2 Std. dann von der Bastei verabschieden. Es ging mit dem Wohnmobil wieder zurück über Bad Schandau und Königstein und ich fuhr kurzentschlossen nochmals nach Rathen. also noch einmal diese enge und kurvige Strasse von Struppen hinunter an die Elbe. Es gibt da nur diese eine Verbindung.
In Rathen fuhr ich dann unten am Bahnübergang rechts herum und gelangte zu einem kleinen Stellplatz an einem Bauernhof. Davon erzähle ich dann im nächsten Bericht.

Tagesetappe Struppen -> Bastei -> Rathen: 90 Kilometer
Gesamtstrecke bisher: 844 Kilometer

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 16 Jul 2018 21:57:08

Langsam ging dann mein Urlaub dem Ende entgegen, der vorletzte Tag der Reise bricht an:

Tag 12: Donnerstag, 21. Juni 2018

Ja, es naht der Tag der Rückfahrt in die Heimat, noch ein Tag bleibt mir hier im Elbsandsteingebirge und ich beginne diesen Tag mal etwas gemütlicher. Die Sonne macht schon wieder mit aller Kraft die Gegend warm. Mal eine oder zwei Stunden Chillen, in der Sonne sitzen vor dem Wohnmobil.
Ich machte mich noch einmal mit dem Fahrrad auf Erkundungstour elbabwärts; Rathen kannte ich ja schon, machte aber dort auch noch eine Rast auf einer schönen Bank an der Fährstelle. Von Rathen ging es dann immer in Elbnähe - mal auf Waldwegen, mal direkt am Flussufer - zum nächsten Ort am Ufer des Flusses. Ich erreichte die Stadt Wehlen.



Nach einer Mittagspause in einer Imbissbude radelte ich dann noch weiter bis Pirna, der Radweg führte immer am Elbufer entlang...



... noch eines der Dampfschiffe , diesmal "Stadt Wehlen". Es ist das älteste Schiff der Flotte, wurde im Jahr 1879 gebaut und wird noch immer von der originalen Dampfmaschine angetrieben:



und etwas später noch die "Kurort Rathen", Baujahr 1896



fotografiert in der Nähe von Pirna. Nach rund 12 Kilometern war Pirna erreicht, eine Wendeschleife und den gleichen Weg wieder zurück

Es war ein schöner Tag, zumindest bis dahin, als ich in Rathen noch eine Pause einlegte. Aus heiterem Himmel machte sich der Wind auf. Ich sah zu, daß ich zum Stellplatz zurück kam.
Es bewölkte sich zusehends, der Wind wurde zum Sturm und ein Regenschauer zog über das Elbtal hinweg. Der erste Regen auf dieser Reise. Regen war dringend nötig, es war alles so staubtrocken. Aber dies hier war "Mücken-Pipi". Es hatte sich allerdings innerhalb nur weniger Minuten um etwa 10 Grad abgekühlt, nur noch etwa 18 Grad statt 28. Man konnte mal wieder durchatmen. Ich ließ dann den Tag gemütlich auf dem Stellplatz ausklingen.

+







Tag 13: Freitag, 22. Juni 2018

Ja, und dann war er da, der letzte Urlaubstag. Heute ging es zurück in die Heimat.

--> Link

Und der Rückweg führte mich zunächst zur Autobahn A 17 bei Heidenau. Am Dreieck "Dresden-West" wechselte ich für ein kurzes Stück auf die A 4 und am Dreieck "Nossen" dann auf die A 14. Es regnete, mal mehr, mal weniger. Wo war doch gleich der Hebel für den Scheibenwischer? :eek: Bei Leipzig war dann die Sonne wieder mein Begleiter. Tankpause in Höhe "Leipzig-Nord", kurz vor dem Kreuz Schkeuditz und auch gleich noch Mittagessen am Autohof. Dann die letze Phase der Reise über Halle nach Bernburg, wo ich von der Autobahn abfuhr. Hier schloss sich der Kreis. Die Bundesstrasse B 6 brachte mich dann über Aschersleben, Quedlinburg und Wernigerode in Richtung Goslar. Eine letzte Rast noch bei Wernigerode, dann ging es nonstop nach Hause ins Leinetal. Gegen 16 Uhr kam ich zuhause an, wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck. Das Wohnmobil hat die Tour unfallfrei überstanden und kann sich jetzt bis zur nächsten Tour Ende August erst einmal von den Strapazen erholen.


Tagesetappe Elbsandsteingebirge in die Heimat: 322 Kilometer
Gesamtstrecke dieser Reise: 1226 Kilometer


E N D E

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Ich möchte an dieser Stelle noch auf den Reisebericht von Julia ( Reisebericht Wörlitz Elbe bis Königstein" ) aus dem Jahr 2014 hinweisen --> Link , da sind noch einige weitere gute Anregungen aus der Region nachzulesen.

Lancelot am 16 Jul 2018 22:19:14

Toller Bericht, Frank ... :gut:

vielen Dank dafür .... :dankeschoen:

Aretousa am 17 Jul 2018 07:16:12

Sehr schön, lieber Frank. Ich danke dir für deinen wundervollen Reisebericht über uns teilweise unbekanntes Deutschland. Wenn wir nicht im nächsten Frühjahr unbedingt wieder in die Provence müssten :lol: , wäre die Elbe ein bevorzugtes Reiseziel.

iwoi am 17 Jul 2018 11:44:24

Danke fürs "mitnehmen" ! Auch ich war gerne dabei. Deine Reiseberichte lese ich immer wieder gerne und auch die Bilder sind
gut gewählt.

kleibeeke am 20 Jul 2018 09:49:52

Hallo Frank, toller Bericht und schöne Bilder. Lese immer gerne deine Reiseerlebnisse.
Gruß Walter

frankjasper8 am 28 Jul 2018 13:06:32

Oh, ich habe mich noch gar nicht bei Euch bedankt, Sorry!



Hallo Ines, Lena, Walter und Wolfgang und auch all die anderen Stammgäste auf meinen Reisen,
schön, daß Euch meine Abenteuer an der Elbe und im Elbsandsteingebirge wieder so gut gefallen haben.

Puh, ist das ein Wetterchen dieses Jahr. Sommerzeit, der Name ist dieses Jahr Programm. 8)
Ich hatte in beiden Urlauben so richtig gutes Reisewetter. Schon im April hatte ich warme Tage und jetzt bei der Juni-Reise ging das schöne Wetter weiter.
Habe viele neue Eindrücke aufnehmen können und konnte auch wieder feststellen, daß es in unserem Land noch ganz viel Neues zu entdecken gibt.

Vielen Dank an Alle, die mich auf dieser Tour begleitet haben!

Bakerman am 28 Jul 2018 16:52:53

Hallo Frank, hier Frank
vielen Dank für Deinen Bericht , hat uns so insperiert , dass wir gleich hier her sind nach Rathen und das Wochenende hier verbringen ! Leider sehen wir keine Schiffe, da das Wasser zu niedrig ist !
Gruß Frank

frankjasper8 am 28 Jul 2018 20:52:04

Bakerman hat geschrieben:Hallo Frank, ...
vielen Dank für Deinen Bericht , hat uns so insperiert , dass wir gleich hier her sind nach Rathen und das Wochenende hier verbringen !


Hallo Namensvetter!

Das finde ich ja ganz toll! :)
Dann bitte schöne Grüße an Rathen, wart Ihr schon in den Modellbahnwelten? Lohnt auch für die "Großen". Und auf den Bänken am Fähranleger läßt es sich prima "träumen".

Ich wünsche einen schönen Aufenthalt und eine gute Fahrt!

Und als Fernsehtipp:
Heute im HR-Fernsehen um 21:45 Uhr "Die Elbe" Teil 1 - Vom Riesengebirge nach Dresden und anschließend 22:30 Uhr der 2. Teil - Vom sächsischen Elbtal bis zum Wattenmeer

oder im MDR um 23:30 Uhr: "Legendäre Raddampfer": Mit der "Diesbar" auf der Elbe und für Nachtschwärmer anschl. noch 00:15 - 1:55 Uhr "Elbaufwärts - eine Saison mit dem Raddampfer"

gnarz18 am 02 Aug 2018 16:54:49

Ganz hervorragend! Vielen Dank für den sehr informativen Bericht.

Viele Grüße
Michael

Canadier am 02 Aug 2018 17:10:05

Hallo Frank,
so auch ich bin nun in einem Rutsch hinterher.
Danke für diesen kurzweiligen Reisebericht.
Wenn ich so die Bilder ansehe hat sich seit unserem letzten Besuch, (Anfang den 90er) in der Gegend viel verändert
Somit steht bei uns diese Ecke auch mal wieder auf der Agenda.

frankjasper8 am 03 Aug 2018 20:49:48

Hallo Michael, hallo "canadier"!

Auch euch beiden ein liebes



für die Rückmeldungen zu meinem Reisebericht. Freut mich immer sehr, wenn meine Berichte so eine Welle der Begeisterung auslösen und jetzt teilweise sogar auch nachgefahren werden. :)

Canadier hat geschrieben:Wenn ich so die Bilder ansehe hat sich seit unserem letzten Besuch, (Anfang den 90er) in der Gegend viel verändert


Ja, auch ich war in den 90ern schon einmal in Dresden und auch im Elbsandsteingebirge. Gerade in der Innenstadt Dresdens hat sich viel verändert, nur mal die Frauenkirche als Beispiel. Damals lag da noch alles in Trümmern und es war sicherlich ein großes Puzzlespiel, all diese Steine wieder zur heutigen Form der Kirche zu errichten.
Okay, jede Region (nicht nur in Deutschland) hat sicher ihre eigenen Reize und lohnen auch einen Besuch, aber warum nicht mal eine Tour hier an die Elbe. Es gibt viel zu sehen, schaut es Euch an! :)

willlife1949 am 23 Sep 2018 21:43:53

Dein ausführlicher Reisebericht ist gelungen. Danke schön dafür.
Und ja , man sollte unbedingt bald in die "Sächsiche Schweiz" als ein Wandergebiet erster Klasse fahren,
denn die Umweltverschmutzung nagt doch sehr an den schönen Felsformationen. Einige Felsen sind schon gesperrt.

Also dann Frank, hat echt Spass gemacht .

Rainer

bonjourelfie am 24 Sep 2018 11:17:34

Hallo Frank,
gut dass noch jemand einen Kommentar geschrieben hat, sonst hätte ich deinen tollen Reisebericht möglicherweise verpasst. So habe ich ihn mir in einem Rutsch reingezogen, vielen Dank. Eine schöne Reise hast du da gemacht, vieles kannte ich schon, seit meinem letzten Besuch in Rathen und co. sind aber schon wieder über 20 Jahre vergangen und es hat sich so viel verändert, besonders was Stellplätze betrifft. Wird Zeit mal wieder hinzufahren.

LGElfie

frankjasper8 am 24 Sep 2018 20:58:04

Hallo Rainer und Elfie,

Euch noch ein liebes "Dankeschön!" für die Kommentare zu meiner Reise.

willlife1949 hat geschrieben: die Umweltverschmutzung nagt doch sehr an den schönen Felsformationen. Einige Felsen sind schon gesperrt.


Ja, so ist das wohl. Ich habe selbst die abgesperrte Spitze der Aussichtsplatte an der Bastei gesehen. Die letzten zwei oder drei Meter der Aussichtsstelle hoch über der Elbe sind wegen Steinabbrüchen schon nicht mehr zugänglich.

bonjourelfie hat geschrieben:... vieles kannte ich schon, seit meinem letzten Besuch in Rathen und co. sind aber schon wieder über 20 Jahre vergangen und es hat sich so viel verändert, besonders was Stellplätze betrifft. Wird Zeit mal wieder hinzufahren.


Ja, Elfie, auch ich war bereits kurz nach der "Wende" einmal in der Region Elbsandsteingebirge/Dresden und ich habe auch einige (nicht immer gute) Veränderungen bemerkt, z.B. wurde an der Festung Königstein ein Parkhaus erbaut und ein Aussenaufzug an der hohen Festungsmauer installiert. Das passt eigentlich beides nicht so dahin, aber es fördert natürlich den Besucherandrang. Ich finde die Dampfschiffflotte so interessant und die urige Straßenbahn durch das Kirnitzschtal. Aber wie lange können diese "Dinosaurier" noch am Leben erhalten werden. Auch an diesen Attraktionen nagt der "Zahn der Zeit" und womöglich werden in einigen Jahren diese Zeitzeugen von der Bildflächer verschwunden sein.
Die Situation der Stellplätze hat sich meiner Meinung nach sehr verbessert, obwohl auch z.B. der "freie" Platz in Bad Schandau am Schiffsanleger wohl nicht mehr nutzbar war. Ist vielleicht auch ein "Verdienst" des Betreibers des Campingplatzes im Kirnitzschtal. aber ein (Wieder-)Besuch in dieser schönen Region lohnt eben allemal, also nix wie hin! :D

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