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Knaus Stauklappe verklebt - wie raus und rein?


LowCostDriver am 08 Jul 2018 22:16:01

Hallo zusammen,

ich muss bei einem Knaus Freizeitfahrzeug die Serviceklappe tauschen. Ich kenne mich mit den Thetford- Klappen aus, die sind geschraubt, das wäre schön einfach. Bei Knaus aber scheint es so, als sei die Serviceklappe verklebt! Und nicht nur das, sie ist offenbar NUR verklebt und nicht geschraubt! Was bei der Montage natürlich weniger Zeit kostet, fällt mir jetzt auf die Butterseite. Naja.

Ich hab von einem Profi schon den Tipp bekommen, es mit einem Cutter und Silikonöl zu versuchen. Allerdings macht er mir wenig Hoffnung, dass dabei die Klappe zerstörungsfrei bleibt. Das wäre dann doppelt ärgerlich. Aus dem Rahmen im Wohnwagen bekomme ich sie raus. Irgendwie. Aber wie soll ich dann bitte das Wandteil, welches ja als Inlay der Klappe dient, aus selbiger heraus bekommen, wenn ich wirklich eine komplett neue Klappe brauche?!
Jemand eine Idee oder so etwas schonmal gemacht?

Von außen:
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und so sieht es von innen aus:
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hier ist die Klappe noch in der Totalen:
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Vielen Dank für alle Tipps und Tricks.

Gruß
Björn

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turbokurtla am 09 Jul 2018 07:17:10

Tag Björn
Die bringst schon im Ganzen raus.
Mit Heißluftfön ringsrum schön erwärmen. Ganz langsam und nur ans Blech blasen.
Du musst über das Blech das, wahrscheinlich, Sikaflex unter dem Überstand erwärmen.
Dann mit einem langen Cuttermesser zwischen Klappe und Blech reinschneiden.
Fang hierbei an einem oberen Eck an und dann immer wieder erwärmen, an der Klappe ziehen und weiter reinschneiden.
Gruß Kurt

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Gast am 09 Jul 2018 07:42:50

Als Ergänzung zu meinem Vorredner:

Nimm kleine Hokzkeile zur Hilfe, also an eine Ecke beginnen mit Heißluftföhn (aufpassen, dass du den Lack am Aufbau nicht zerstörst) und mit dem Cuttermesser einschneiden, sobald du die Klappe auch nur ein kleines Stück frei hast schlage dort vorsichtig einen Keil rein (nimm weiches Holz, Fichte z.B. und Keile mit unterschiedlichen Steigungen). Damit spannst du den weiteren Verlauf des Klebers vor und tust dir leichter. Sobald wieder ein Stück frei ist den nächsten Keil nachsetzen.

Was auch sehr gut funktioniert sind diverse Zubehör Teile aus dem Werkstattbedarf um Verkleidungsteile zu demontieren, Plastikstemmeisen, Plastikkeile u.ä.

So arbeitest du dich langsam und vorsichtig um die Klappe rum.

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cbra am 10 Jul 2018 09:48:12

mit dem fein und schneidklinge ist das in 10 min leicht ausgebaut

Jonah am 10 Jul 2018 11:06:02

LowCostDriver hat geschrieben:Aber wie soll ich dann bitte das Wandteil, welches ja als Inlay der Klappe dient, aus selbiger heraus bekommen, wenn ich wirklich eine komplett neue Klappe brauche?!


Gar nicht, mir wurde in der Werkstatt gesagt, dass die dann ein neues Innenteil machen müssen incl. neu lackieren (ca. 250 Euro mit neuer Tür). Bei mir war die WC-Serviceklappe undicht und ich wollte die getauscht haben. Allerdings halt von einer Werkstatt. Bei 2 Werkstätten habe ich nach Preis und Procedere gefragt und bei beiden die gleiche Auskunft, dass das Innenteil fest verklebt ist. War dann bei Werkstatt 2, damit die sich das mal vor Ort ansehen können und dann bin ich mit dem Werkstattleiter rausgelaufen und bei einer Zigarette hat er mir dann erzählt, dass er sich das Geld sparen würde und er empfahl mir innen eine Fensterdichtung anzukleben. Also ab in den Baumarkt und so eine Dichtung gekauft, zurechtgeschnitten und angeklebt. Und es ist wirklich dicht. :ja:

LowCostDriver am 10 Jul 2018 21:43:57

Ja, erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Also lich habe heute mal im Baumarkt ein Feinschneideset geholt. Das hat schon optisch große Ähnlichkeit mit einem Arztbesteck mit Skalpell und so.
:D
Dazu dann noch Klemmen, um nach dem möglichen Aus- und Wiedereinbau den Rahmen natürlich auch wieder zu verwenden.
Angenommen mir gelingt dies, was würdet ihr eher vorschlagen? Sika 221 oder MS 1 von Deka?
Ich bin ja eher ein Freund von Deka, habe bestimmt schon locker ein Dutzend Kartuschen Dekaseal 8936 verbraucht. Aber nur kleben? Das ist mein "erstes Mal"... :oops:

Ja und mit der KLappe und dem Holz- Innenteil, also das ist frech! Sollte die Klappe, also der Rahmen, beim Ausbau kaputt gehen, würde ich immer irgendwie versuchen das Einlegeelement zu retten. Mal sehen. Ich werde wieder berichten, diese Woche probiere ich mich da dran...

Gruß
Björn

turbokurtla am 11 Jul 2018 07:41:11

... arbeite nie mit Maschinen zwischen Klappe und Blech.
Hier ist feinfühlige Handarbeit gefragt um Schäden zu verhindern.

cbra am 11 Jul 2018 07:58:19

falls du dich auf fein vs cutter beziehst sehe ich das genau andersrum - mit dem fein kann man sehr dosiert arbeiten, mit viel mehr gefühl und weniger druck als mit einem cutter. nicht zu inrechet verwendet der gipser die gleiche technologie um dier nach der heilung den gips wieder abzunehmen

zumindest ist das meine erfahrung

und zwischen klappe und blech gibt es sowieso "beschädigungen" weil da der alte klebe weg muss, für den neuen vorbereitet, und da es nicht sichtbereich ist isses auch kein problem

turbokurtla am 11 Jul 2018 12:31:04

So eine, mit Sika verklebte, Klappe raus machen dauert ungefähr eine Stunde.
Ne dreiviertel Stunde davon heizt man Blech und Kleber auf.
Die verbleibenden 15 min. schneidet man das Sika langsam auf.
Ob man da jetzt 5 oder 10 min. schneller ist spielt keine Rolle.
Eine Maschine verführt immer dazu recht schnell zu schneiden, man geht aber das Risiko ein
Blech oder Klappe zu verletzen.
Ein Ungeübter schaut dann recht dumm wenn die Klappe gerissen ist oder im sichtbaren Blech tiefe Schrammen sind.
Aber er war 5 Minuten schneller.

cbra am 11 Jul 2018 14:29:38

es geht ja nicht umbedingt um schneller, sondern genauer, vorsichtiger etc.

ein fein ist keine "maschine" sondern "nur" ein angetriebenes exaktes messer.

da sehe ich bei einem normalen guten messer eher die gefahr abzurutschen, und bei einem cutter noch zusätzlich die gefahr des klingenbruchs

der TE erscheint mir nicht so ungeübt

warum die klappe aufgewärmt werden soll kann ich nicht nachvollziehen

ich hab schon einige (seitz) fenster und diverse klappen ein, aus und umgebaut - auch beim ersten mal war das keine hexerei

turbokurtla am 12 Jul 2018 07:33:03

Du willst mir jetzt aber nicht weißmachen,
dass man mit einem "angetriebenen Messer" :gruebel:
feiner und genauer schneiden kann als von Hand. ;D
Da du ja aber scheinbar auch nicht weißt warum man sowas erwärmt,
erschließt sich mir jetzt einiges. :idea:

cbra am 12 Jul 2018 07:43:10

oje - jetzt machen wir den thread kaputt - sorry.

klar schneidet man mit einem fein an bauteilen wesentlich kontrollierter und genauer als mit einem cutter (das war ja der ausgangspunkt) - ist auch logisch.

und was es bringen soll ein bauteil mit sika - klebenaht aufzuwärmen um diese dann zu zu schneiden erschliesst sich wirklich nicht - erklär mal ;)

Kajakus am 12 Jul 2018 14:58:57

Moin moin zusammen,
Sikaflex gibt bei ca. 150°C auf, der Lack drumherum meist leider auch !
Wenn das Sikaflex (alle PU-Kleber) auf ca 80 °C erwärmt wird, schneidet es sich leichter,
Einen Fein Multimaster habe ich zwar auch, benutze ihn aber nur, wenn ich wirklich sicher bin , keine größeren Schäden anzurichten.
Für den Schnitt zwischen Hauben und Deckeln benutze ich ein stabiles, einseitig angeschliffenes "Filetiermesser". Das hat sich bei mir am Besten bewährt.
Flache Keile sind natürlich auch sehr hilfreich, etwas Luft zu schaffen, damit das Messer nicht so stark "gebremst" wird.
Schöne Grüße,
Kajakus.

cbra am 12 Jul 2018 15:59:10

Kajakus hat geschrieben:Moin moin zusammen,
Sikaflex gibt bei ca. 150°C auf, der Lack drumherum meist leider auch !
Wenn das Sikaflex (alle PU-Kleber) auf ca 80 °C erwärmt wird, schneidet es sich leichter,
....


das verstehe ich schon - aber man hat ja in dem bereich auch verklebungen und materialien denen die 80°C in verbindung mit spannungen auch nicht gut tun, z.b. die verklung vom alu am untergrund. weiters ist es ziemlich schwierig bei den unterschiedlichen wärmeleiteigenschaften und mit einem einfachen heissluftfön das ganze nicht zu überhitzen, so ein schaden ist schwer zu sehen und ggf zu reparieren.

da schneid ich lieber kalt mit ordentlichem werkzeug. ein scharfes (filetier)messer ist sicher auch ok wenn schliff und griff passen, mir ist der fein am liebsten. da gibts kein abrutschen, kein ausrutschen, man muss nicht andrücken wie blöd - und wenn man sich nicht extra ungeschickt anstellt kann man kaum was kaputt machen. - wenn du weiches schneiden willst die scharfe klinge, die kommt kaum in den harten kunststoff, da musst du ein sägezahnprofil nehmen - das wieder macht nix weiches kaputt.
wenn du dir dann noch mit einem marker die gewunschte schneidetiefe auf der klinge markierst kann wirklich nix kaputt oder schief gehen.

turbokurtla am 14 Jul 2018 21:39:38

cbra hat geschrieben:und was es bringen soll ein bauteil mit sika - klebenaht aufzuwärmen um diese dann zu zu schneiden erschliesst sich wirklich nicht - erklär mal ;)

O.K.
Alle, mit Kleber oder Dichtmittel, angebauten Teile erwärmt man vorm abmachen. Fenster, Luken, Dachluken, Türen oder auch alle Leisten.
Klar natürlich nicht auf 180 Grad, sondern so warm/heiß wie es eben das Material zulässt ohne zu schmelzen. Das ist mit einem Heißluftfön meist schnell gemacht und hat den großen Vorteil das Kleber oder Dichtmittel weich und elastisch werden. So gehen z. B. Aluprofile ganz leicht ab ohne sie zu verbiegen.
Hier bei einer Kunststoffklappe ists natürlich schwieriger. Aber es hilft trotzdem ungemein. Nachdem alles ringsrum erwärmt ist fängt man an einem Eck an und kann die Klappe etwas auf Abstand drücken und gleichzeitig mit einem Cuttermesser vorsichtig das Sika aufschneiden. So hat man immer genug "Platz" um immer weiter zu schneiden und die Klappe langsam und zerstörungsfrei raus zu bekommen. Ohne einen Kratzer an Blech oder Klappe.
Gerade hier bei Hammerschlagblech hat man an den hohen Stellen allerhöchstens 1 mm Sika zwischen Blech und Klappe. Wie soll das gehen wenn man da einfach mit einer Maschine, mit einem z. B. 2 mm dicken Schneideblatt, reinschneidet ohne das Sika dehnen und die Klappe auf Abstand bringen zu können ? Unmöglich ohne Schrammen !
Hätte ich in meiner profesionellen Zeit, in der ich regelmäßig sehr viele hunderte solcher Anbauteile abgemacht hab, so mit Maschinen gearbeitet,
wäre ich nach einem Vierteljahr entlassen worden.
Gruß Kurt

turbokurtla am 14 Jul 2018 21:43:03

So und das wars jetzt von meiner Seite.
Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Sorry Björn

pippifax am 15 Jul 2018 15:44:55

Harte Kleber verlangen nach harten Antworten. Ich fühle mit Dir, Kurtla

cbra am 15 Jul 2018 17:20:45

turbokurtla hat geschrieben:So und das wars jetzt von meiner Seite.
Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Sorry Björn
....
Hätte ich in meiner profesionellen Zeit, .... so mit Maschinen gearbeitet,


wie ist dieser satz zu verstehen ?hast du überhaupt schon mal mit dem genannten werkzeug gearbeitet?

warum fokussierst du dich ausschleiesslich auf mögliche schäden die man - wenn man sehr ungeschickt ist - mit dem fein anrichten kann, ignorierst den hinweis von kajakus wenigestens ein ordentliches messer zu verwenden und ignorierst die möglichen schäden die die unsachgemässe handhabung von einem heissluft (,al schnell gemacht) entstehen können.

jeder hat seine lieblings - arbeitsweise, aber man sollte so offen sein auch mal was anderes anzuerkennen oder wenigstens zu akzeptieren.

ich brauch weder was zu verstehen noch deine hilfe, weil ich kann meine fugen wunderbar schneiden - ohne hitze, spannungen oder sonstiges brimborium.

habe gestern gerade pads von einem surfboard geholt - mit dem fein - und musste an den thread denken...


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