aqua
cw

Irland zum ersten Mal - Erfahrungen, kein Reisebericht 1, 2


goldfinger am 04 Sep 2018 11:38:40

Wir waren mit Mitte Mai bis Mitte Juni 2018 auf der irischen Insel. Nachdem nun ein paar Wochen verstrichen sind, ziehe ich ein persönliches Fazit.

Vorab möchte ich anmerken, dass Irland nie unser Traumziel war. Da wir aufgrund unserer Hunde keine langen Fährfahrten machen, können wir nur über England anreisen. Wie sich die Einreisebedingungen nach dem Brexit verändern, weiß niemand. Für uns hieß die Entscheidung, "Wenn überhaupt Irland, dann jetzt".

Nach unserer Umrundung der Insel haben wir folgende Erfahrungen gemacht:

- Die Dichte und Qualität der Sehenswürdigkeiten empfanden wir als mittelmäßig. Das ist natürlich unseren Vorlieben geschuldet. Wir mögen beeindruckende Landschaften, Küsten und Natur, gepflegte Dörfer mit einladender Gastronomie, sowie Schloss-u. Kirchenruinen.

- Die Anreise ist aufwendig und teuer

- Durch die festen Fährtermine ist man in der Planungsfreiheit immer etwas eingeschränkt.

- Der Irische Dialekt ist schwer zu verstehen

- Eintrittspreise teilw. unverschämt hoch.

- Die irischen Frauen sind meist unattraktiv und unvorteilhaft gekleidet. (Ist natürlich Geschmacksache)

- Lebensmittel und insbesondere Alkohol sind sehr teuer.

- Die Hauptstraße an der Westküste, der "Wild Atlantic Way" ist meist schmal, uneben und voller Schlaglöcher. Manche der Einheimischen sichern ihre Radkappen mit Kabelbindern. Selbst kürzlich neu asphaltierte Straßen sind meist uneben. In "Nord-Irland" und der Ostküste Irlands sind die Straßen besser.

- Die Autofahrer sind i.d.R. sehr zuvorkommend, wenn es darum geht, an den Rand zu fahren oder ein paar Meter zurück zu setzen.

- In den Touristengegenden war das Essen in den Pubs nicht zu empfehlen und dazu noch recht teuer (Fish'n Chips 14,50) Wegen unserer Hunde essen wir nur in Pubs die draussen Tische haben. Bessere Restaurants fallen da meist raus.

- Bei wenig Wind kommen morgens und am Abend die 3mm große Fliegen (Mitches), die fiese beißen.

- Auf den Campingplätzen wird zwar meistens freies WLAN angeboten, funktionierte aber ausschließlich an der Rezeption.

- Die Sanitäranlagen auf den CPs sind meist unterdurchschnittlich

- Hunde sind auf geschätzt einem Drittel der Campingplätze nicht erlaubt.

- Auf den folgenden 3 Campingplätze haben wir uns am wohlsten gefühlt:

a) Ballinacourty House Caravan & Camping Park
Im Süden, auf der Mitte zwischen Rosslare und dem Ring of Kerry

b) Wave Crest Caravan Park
Am Ring of Kerry

c) Clifden Eco Beach Camping
Westküste bei Galway?


Andreas

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

landmesser am 17 Sep 2018 22:45:55

Moin Goldfinger,

irgendwie haben wir Irland unterschiedlich erlebt - oder trotz WoMo sind wir unterschiedlich gereist :mrgreen:

>>>>>>>>>>>Nach unserer Umrundung der Insel haben wir folgende Erfahrungen gemacht:
Wir haben in den ersten zwei Wochen gerade mal ein knappes Viertel geschafft.

>>>>>>>>>>>Die Dichte und Qualität der Sehenswürdigkeiten empfanden wir als mittelmäßig. Das ist natürlich unseren Vorlieben geschuldet. Wir mögen beeindruckende Landschaften, Küsten und Natur, gepflegte Dörfer mit einladender Gastronomie, sowie Schloss-u. Kirchenruinen.

Bis auf die Gastronomie gabs das alles massenhaft

- Die Anreise ist aufwendig und teuer
- Durch die festen Fährtermine ist man in der Planungsfreiheit immer etwas eingeschränkt.


Das wusstet ihr aber doch vorher, oder?

- Der Irische Dialekt ist schwer zu verstehen

Das Englisch konnte ich gut verstehen. Irish verstehe ich kein Wort :mrgreen:

- Eintrittspreise teilw. unverschämt hoch.
- Die irischen Frauen sind meist unattraktiv und unvorteilhaft gekleidet. (Ist natürlich Geschmacksache)


Das kommentiere ich jetzt mal nicht.

- Lebensmittel und insbesondere Alkohol sind sehr teuer.
Du rauchst nicht, nehme ich an :mrgreen: :mrgreen:

- Die Hauptstraße an der Westküste, der "Wild Atlantic Way" ist meist schmal, uneben und voller Schlaglöcher. Manche der Einheimischen sichern ihre Radkappen mit Kabelbindern. Selbst kürzlich neu asphaltierte Straßen sind meist uneben. In "Nord-Irland" und der Ostküste Irlands sind die Straßen besser.

Stimmt. Dafür waren im Westen aufregende Landschaften, Küsten und Natur. Kaum Touristen. Wir haben da die meiste Zeit verbracht, für den Rest blieb nur ein Schnelldurchgang. Einmal der ganze Ring von Beara ist ein echtes Erlebnis.

- Die Autofahrer sind i.d.R. sehr zuvorkommend, wenn es darum geht, an den Rand zu fahren oder ein paar Meter zurück zu setzen.

Stimmt.

- In den Touristengegenden war das Essen in den Pubs nicht zu empfehlen und dazu noch recht teuer (Fish'n Chips 14,50) Wegen unserer Hunde essen wir nur in Pubs die draussen Tische haben. Bessere Restaurants fallen da meist raus.

Tja, das haben Touristengegenden so an sich. Die Hunde würde ich besser erziehen :evil:

- Bei wenig Wind kommen morgens und am Abend die 3mm große Fliegen (Mitches), die fiese beißen.

Hatten wir zum Glück nicht.

- Auf den Campingplätzen wird zwar meistens freies WLAN angeboten, funktionierte aber ausschließlich an der Rezeption.
- Die Sanitäranlagen auf den CPs sind meist unterdurchschnittlich
- Hunde sind auf geschätzt einem Drittel der Campingplätze nicht erlaubt.


In Irland haben wir desöfteren an der Küste und auf Marktplätzen gestanden. Die Campingplätze waren für die Preise in Ordnung. Das es Plätze mit Hundeverbot gibt, ist durchaus zu begrüßen .... :evil:

Zusammenfassung: Bis auf das schlechte Essen haben wir Irland ziemlich unterschiedlich erlebt. Jetzt gehts erstmal richtig in die Toscana zum Schlemmen :D


Viele Grüße und schöne Touren
landmesser

quilti am 23 Okt 2018 17:33:54

...

backspin am 23 Okt 2018 17:54:53

...Die Hunde würde ich besser erziehen :evil:

Meines Wissens nach dürfen in Irland Hunde i.d.R. nicht in ein Pub oder Restaurant... Man hat leider keine andere Chance als draussen zu sitzen, wenn man seinen Wuff nicht im Mobil zurücklassen möchte... Auch in Bus (gar nicht) und Bahn (nur in Transportbox) sind Hunde nicht erlaubt!

Das war der Grund warum wir Irland als "Familienziel" erst einmal gestrichen haben...

quilti am 23 Okt 2018 18:28:01

Hallo, wir waren in diesem Jahr von Mitte Juni bis Ende Juli 6 Wochen erstmals in Irland. Wegen der langen Fährfahrten haben wir aus Rücksicht auf unseren jungen Hund den Umweg von Norddeutschland über Frankreich nach Schottland genommen und sind von Cairnryan nach Larne zur Insel übergesetzt. Die An-und Abfahrt waren schon sehr lang, aber das wussten wir ja vorher.
Wir sind einmal um die Insel gefahren und es hat uns sehr gut gefallen. Die Vegetation erstaunte uns, überall Palmen und Clematis rangelt sich wie Unkraut um Zäune und Abgrenzungen. Blümchen mit denen wir den ganzen Sommer rumhühnern wachsen dort in grossen Teppichen ...
Wir haben fast immer wild übernachtet an wunderschönen einsamen Stränden, in den Bergen oder kleinen Häfen. In den Häfen konnten wir auch V/E . Mit dem Müll war es etwas komplizierter, Einheimische haben uns dann erklärt, dass man einen Müllsack an bestimmte Stellen deponieren kann, der wird dann mitgenommen.
Wir haben uns überwiegend selbstversorgt mit leckeren Steaks, Lachs und weiteren Fischsorten, sehr günstig. Einkaufen ist preismässig ungefähr so wie bei uns, ausser Spirituosen, das kann man aber ausreichend mitnehmen von zu Hause. Ab und an haben wir Bier gekauft, 2 € die Dose. Aldiwein habe ich im Supermarkt zum Sonderpreis von 18 € gesehen. Da hätten wir noch Geschäfte machen können.
Essen gehen war auch immer lecker und in den Badeorten an der Ostküste zeitlich auch kein Problem.
Wir mussten nirgendwo lange warten um Sehenswürdigkeiten anzusehen, Cliffs of Moher zahlen, parken, raufgehen, geniessen. Das mag an der Zeit gelegen haben, die Hauptsaison ist glaube ich im August. Wir hatten auch nicht mit viel Tourismusanhäufung zu tun.
Wir haben nette Iren und deutsche Auswanderer kennengelernt, allerdings fand ich die Autofahrer gewöhnungsbedürftig.
Die zum Teil bunten größeren und kleineren Orte fanden wir schön zum bummeln und aufgefallen ist uns, Orte mit 10 Häusern haben auch einen Pup, zum WE geöffnet.
Wir haben Irland in schöner Erinnerung, einzig die Strassen haben einfach nur genervt. Die Straßenmitte wird durch Streifen gekennzeichnet, alle 2 Streifen ein Metallhubbel, manchmal links und rechts. Im Womo rumst es nur so, da nützt bestes Verstauen nichts, es rappelt innen und außen und wir sind sehhhr langsam unterwegs gewesen.
Die Grenzpassierung nach Nordirland wurde sofort spürbar, super Strassen, gute Infrastruktur.
Wir haben viel gesehen, gelernt, genossen, Irland ist eine Reise wert.

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Irland - Pubs mit Livemusik Parkplatz fürs WoMo
Irland WAW Sind diese Straßen o k für großes Womo?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt