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Seit nunmehr 50 Jahren fahre ich immer wieder einmal nach Großbritannien. Schottland ist meine zweite Heimat, da ich dort in meiner Jugend ein Jahr gearbeitet habe, meine Hochzeitsreise führte nach Schottland, wir kennen den Süden, wir waren in Wales, wir kennen Nordengland, wir kennen Irland. In den vielen Jahren haben sich die Einreisebestimmungen immer wieder geändert, auch die Bedingungen, Haustiere mitzubringen. Es ist auch bis zum heutigen Tag üblich, stichprobenartig Wohnmobile nach unangemeldeten Personen zu durchsuchen. In den letzten Jahren haben diese Kontrollen auf Grund der Flüchtlingssituation in Calais zu genommen. Alles verständlich, und immer wurden wir freundlich und rücksichtsvoll behandelt. Was dieses Jahr passiert ist, muss ich hier schildern. Wir sind am 11. Juni gegen Mittag in den Fährterminal Calais eingefahren, freundliche Prüfung unserer Personalien und der Buchung, Weiterfahrt zur Personen- und Hundekontrolle, alles ok. Auf der Fahrt zu den Parkreihen, wenige Meter nach dieser Kontrollstation wurden wir aufgefordert, rechts raus zu fahren. Ein Beamter riss ohne Ankündigung an unserem Kastenwagen die Hintertüren auf, riss an den Eurokästen rum, raste wie von der Tarantel gestochen zur Seitentüre, riss sie auf, unser Hund war völlig verdutzt. Spätestens hier, hätte es bei einem anderen Hund zu einem gefährlichen Zwischenfall kommen können. Die Rollotüre zum Raumbad wurde aufgerissen und zum Schluss riss er die Matratzen mit Untergestellen ohne Rücksicht auf Verluste nach oben. Alles lag kreuz und quer, die Lattenroste waren aus ihren Halterungen gerissen. Und nun rannte er laut lachend etwa 50 m zum Begrenzungszaun. Keine Ahnung was dies zu bedeuten hatte. Seine Kollegen, die das Ganze beobachteten, lachten verlegen. Ich habe mich fürchterlich aufgeregt und laut meine Meinung von mir gegeben. Ich vermute, der Knabe hatte ein Drogen- oder Alkoholproblem oder litt an einer psychischen Störung. Wie auch immer, der Urlaubsanfang war nachhaltig gestört. Im Nachhinein haben wir natürlich überlegt, uns zu beschweren, aber an wen wendet man sich und wenn, dann hätten wir dies gleich tun sollen. Und wenn die Fähre wartet, hat man natürlich keine Lust, sich auch noch damit zu beschäftigen. Schwamm drüber, wir hatten bei Traumwetter 4 herrliche Wochen in Irland und die Rückfahrt mit den damit verbundenen Kontrollen verlief wie gewohnt freundlich und zuvorkommend. Grüße aus Coburg Gerd Ein unschöner urlaubsbeginn! Ein paar Bilder von dem "Chaos"machen, von den Kollegen den Namen einfordern und dann gibt´s ne schöne Dienstaufsichtsbeschwerde. Ich hätte wohl auch an fotografieren gedacht, aber wenn das im Grenzbereich ist, noch dazu ein Beamter, wäre dann wohl erst Recht mit Ärger zu rechnen. Blöde Sache jedenfalls.
Eine Dienstaufsichtsbeschwerde (wie heisst das in GB?) eines Deutschen wg. irgendwelcher Maßnahmen eines britischen Grenzbeamten bei der Einreise nach England? Von dessen Kollegen was fordern? Viel Spaß. Gruß Frank PS: Ich bin ab und zu mal mit dem PKW in GB und reise mit der Fähre und habe die Erfahrung gemacht, daß die Briten an der Grenze zwar pingelig, aber korrekt sind. Ich halte das auch für übertrieben aber was willst Du machen? Beschweren und die nächsten 2 Fähren verpassen? Abhaken und das Land genießen. Genau richtig gemacht. Gruß Micha Da wollte wohl einer seinen Kollegen zeigen wie bei ihm eine Durchsuchung aussieht. Hätte er das bei mir gemacht, hätte ich meine beiden Schäferhunde vermutlich nicht schnell genug greifen können. Andreas "disciplinary complaint" heisst Dienstaufsichtsbeschwerde in Englisch (so als Tip für diejenigen, die sich gern an der britischen Grenze durchsetzen möchten). Gruß Frank Na siehst du Frank, du kennst dich ja aus!!!!! Ich allerdings auch, bin früher jede Woche bei den Insela..... :stumm: gewesen. Und auch dort ist man nicht jeder Willkür ausgeliefert. ... das bedeutet für mich erst einmal, zukünftig vorsorglich alle Türen abzuschließen bzw. zu verriegeln und dann zuvorkommend freundlich und mit der gebührenden Ruhe (und Langsamkeit) mit dem "Rumpelstilzchen" zusammen um das Fahrzeug herum zu gehen und eine Tür nach der anderen auf- und wieder zuzuschließen, bevor ich an die nächste Tür gehe. 8) Ich würde mich mit einem Bericht an die Deutsche Botschaft wenden und um Klärung des Sachverhaltes bitten,so was geht gar nicht.Auch Beamte haben sich an Recht und Gesetz zu halten,für Willkür ist da kein Platz. Gruß Bernd
...dann wären die Beiden jetzt vermutlich im Hundehimmel :( Gruß Ronald ...oder ne Planstelle beim Zoll wäre neu zu besetzen. ;D
Ja vermutlich. Das wäre ein Drama gewordnen. Andreas
Alles klar! Nun einfach online das zugehörige "complaint form" runterladen und das "complaints committee for ethnic equal treatment" der "customs authorities" über den "abuse" informieren. Grüße, Alf
Für den weltläufigen Wohnmobilisten kein Problem. Das ist sozusagen das "tägliche Brot" des Border Battle-erprobten Grenzgängers. Gruß Frank Oh man, was für ein Drama, ich wäre auch sauer gewesen, danke für deinen Bericht. Ich finde die Idee mit den abgeschlossenen Türen gut. Ansonsten vielleicht nächstes mal ab Dünkirchen buchen, es ist meist ein paar Euro billiger, die Fähre fährt eine halbe Stunde länger und die Grenzer sind recht entspannt, weil da nicht direkt vorm Fährhafen die Flüchtlinge campen... Merkwürdig war dort nur, dass da direkt im Kontrollbereich ein total ausgebranntes Womo-Wrack lag, von dem nur noch die Metallteile übrig waren. Vielleicht hatte der ja bei der Kontrolle seinen Hund nicht im Griff? :D bis denn, Uwe
Die Engländer sind große Fans der Kameraüberwachung. Sicherlich ist der Vorfall aufgezeichnet worden. Andreas Hallo Andreas, na ja, ein Druck auf den "falschen" Knopf und schon ist alles gelöscht. ![]()
Is klar, ne offizielle Entschuldigung wirst Du nie bekommen. Aber ich denke, intern würde der Beamte sein Verhalten erklären müssen. Andreas Ja eben, und dann wird er sich überlegen wie er den nächsten "Kunden" behandelt. Euch allen ganz herzlichen Dank für die verständnisvollen Antworten und guten Tipps. Ja, man sollte diesen Vorfall wirklich melden, denn dieser Beamte, oder was auch immer er auch ist, war völlig von der Rolle und möglicherweise nicht nur ein Ärgernis sondern vielleicht auch eine Gefahr für sich und andere. Ich will nur hoffen, dass dies auch von den Kollegen so gesehen wird, bei denen ich mich ja sehr deutlich beschwert habe. Ich denke die waren genauso perplex wie ich und wussten gar nicht was sie in diesem Moment machen sollten. Ich lasse mir die Insel nicht verderben und hoffe nur, der Brexit führt nicht zu Grenzabfertigungen wie 1967. Damals wurde man überprüft, ob alle Zähne in Ordnung sind und es wurden sehr genaue Untersuchungen bei jungen Frauen auf eine eventuelle Schwangerschaft vorgenommen um zu vermeiden, dass Europäer das damals gerade neue Gesundheitssystem ausnutzen, um sich aufwändig die Zähne richten zu lassen oder eine Abtreibung durchführen zu lassen. Was für Zeiten! Das Pfund war 12 DM wert, hatte 20 Schilling, ein Schilling waren 12 Pence. Die Schrauben wurden gegen den Uhrzeigersinn gedreht, Benzin bekam man in Gallonen und wenn man auf die Personenwaage stieg wog man, wie ich damals, 10 Stone (ungefähr 62 kg) Ich liebe die Insel!!!! In diesem Sinne, Gruß Gerd |
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