Hallo Leute,
Seit neuestem gibt es die Hoffnung, dass zu früh geschwächte Bleibatterien durch Ladung mit sehr hohem Strom wieder regeneriert werden können.
Mir kommt diese Aussage etwas sehr seltsam vor, da ich solche Schnelladungen nur von Lithiumbatterien und von nassen Blei-Säure Batterien kenne.
Aktuell habe ich mit einer alten Bleisäurebatterie den Versuch gemacht, eine 45 Ah Batterie aus dem Kleinwagen mal mit einen 20 A Schnell-Ladegerät geladen. Das sind nicht mal 0,5 C.
Die Stopfen waren geschlossen, was sich als Fehler herausgestellt hat.
Ergebnis: Batterie blubbert sehr stark, Säure tritt durch die Entlüftung aus, Ladespannung geht auf 16 Volt! Ist natürlich bei der nassen Batterie kein Fiasko, ich habe den Test abgebrochen und nachgefüllt.
Bei einer AGM, Gel, oder BK Batterie könnte diese hohe Spannung zur Zerstörung führen, da dort das Gasen unbedingt vermieden werden muss.
Nun lese ich aber vermehrt, dass manche Händler und Promoter das Laden mit 1C sogar vorschreiben und sich Foristen mit der eventuellen Beschaffung von hierzu nötiger teurer Ladetechnik mit Kennlinienladung auseinandersetzen. Dazu siehe auch meinen anderen Thread mit preisgünstiger Ladetechnik (mit Strombegrenzung und Spannungsregelung bis max.14,7V).
Meine Frage: wer hat das Laden mit 1C in der Praxis ausprobiert? Nehmen die angesprochenen Batterien überhaupt den Strom an, solange die maximale Spannung nicht überschritten wird?
Könnte ja sein, dass es der nächste Hype in die Fehlinvestition ist...
Grüße, Alf

