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Fahrwerksproblem mit neuen Rädern gelöst 17 Zoll


Hesse am 14 Jul 2018 12:37:05

Hallo,

wir waren von dem Fahrwerk des KNAUS Sun TI nicht angetan, Schlaglöcher und besonders Querrillen wurden als laute Schläge weitergegeben, es war einfach nicht schön. Als dann absehbar die Reifen erneuert werden mussten hab ich mich umgehört was am Fahrwerk evtl. verbessert werden könnte. Neben den üblichen Lösungen wie Luftfederung und überhaut Eingriffen am Fahrwerk bin ich auf die Firma Jenkeweitz gestoßen, die 17er Ronalfelgen (Ronal 7x17 LK 118) mit Reifen der Größe 235/60RC17 Conti anbietet. Der telefonische Kontakt war sehr gut und ich hab mich entschlossen das zu machen. Der Gesamtaufwand belief sich auf knapp unter 2.000 Euro, also Felgen, Reifen, Kleinteile und TÜV-Abnahme.

Jetzt haben wir unsere erste Reise dieses Jahr hinter uns. Was soll ich sagen, ich bin mehr als begeistert. Sogar die Querrillen italienischer Autobahnen haben ihre Schrecken verloren. Es fühlt sich an wie ein komplett neues Auto, erheblich leiser, weniger windanfällig und sogar der Größenunterschied macht sich positiv bemerkbar. Der Tacho stimmt jetzt mit dem Navi überein, der erste Gang macht jetzt Sinn und der sechste ist ein guter Overdrive (wir haben die 3-Liter-Maschine).

Es sieht sogar gut aus, obwohl mir das völlig egal ist. Ein bißchen blöd ist dass man eine Kotflügelverbreiterung benötigt. Ist nur eine Gummilippe zum Ankleben, hab ich bisher nicht gemacht, mal sehen was der nächste TÜV dazu sagt.

OK, fertig.

Liebe Grüße und schöne Touren,

Micha

coachdriver66 am 14 Jul 2018 14:09:15

Hallo ich habe mein Womo
Carado 447 vor einen Jahr auch umgerüstet auf Borbet Alufelgen 7.5 X 17 auf 235/60/17 Reifen . Ich muss dir recht geben ein ganz anderes Fahrverhalten und viel mehr
Fahrkomfort. Den Reifendruck den ich fahre (vorn 3.6 ) (hinten 4.0 ) Mein Tipp Zusatzluftfederung bring ein wenig besseres Kurfenverhalten vor allem mehr Federungskomfort. Habe von Goldschnitt die 8 Zoll großen Luftbalg montiert . Bei einen Druck von 0.7 Bar kommt das Fahrzeug bereits 2 cm höher und so fahr ich . Das heißt die ersten 2 cm Straßen Unebenheiten macht die Luftfederung weg , bringt wirklich sehr viel .Weitere Vorteile ! Bei 4 Bar kommt er 10 cm hoch
Und man kann die Hinterachse auf 2240 Kg verhöhen .
Grüße von der Schwäbischen Alb
Und allzeit gutes und gesundes Nachhause kommen

rje am 26 Feb 2019 16:09:38

Moin,

wir fahren einen Sunlight T66 (Bj 2018) und sind mit Fahrverhalten auf den 215/70 R15CP unzufrieden.
Daher möchte ich auf die Borbet CH mit 235/60 R17C umrüsten. Das muss ja anscheinend möglich sein, denn das haben ja schon mehrere aus dem Forum hier getan.
Da ich mit den Gutachten der Felgenhersteller etc. überfordert war, habe ich einen Bekannten in einem Autohaus (der wiederum Kontakt zu einem großen Reifenhaus hat) gebeten, mich dabei zu unterstützen.
Nun haben die sich mit dem Felgenhersteller in Verbindung gesetzt, das Teilegutachten studiert und alles einem TÜV-Prüfer vorgelegt.
Das Ergebnis: Grundsätzlich ist das möglich, aber man müsste die Radkästen bördeln ... :eek: Anscheinend hat der Prüfer Bedenken, dass das Rad innen an den Radkasten stößt, wenn das Fahrzeug einfedert.

Kann das jemand, der diese Umrüstung hinter sich hat, bestätigen? Ich dachte, es würden Radkastenverbreiterungen reichen?
Ist bei Lenkeinschlag ggf. zu wenig Spiel zwischen Reifen und Radkasten?
Bevor ich irgendetwas bördeln lassen würde, würde ich ggf. über andere Federn an der Vorderachse nachdenken. Das Fahrzeug steht ja vorn sowieso etwas tiefer. Wäre das eine Alternative?
An der Hinterachse kann man nix bördeln, das ist Plastik.

Ich hoffe, mir kann jemand von Euch Tipps geben.

Vielen Dank
Beste Grüße
Ralf

Hesse am 26 Feb 2019 17:10:08

Bei mir war der TÜV-Prüfer mit einer anklebbaren Kotflügelverbreiterung (einfache Gummidinger) zufrieden. Hab sie noch in der Garage liegen.

Hesse am 26 Feb 2019 17:12:05

Nachtrag : die Firma Jenkewitz kann da sicher Auskunft geben. Die sind bei Augsburg.

rodiet am 26 Feb 2019 18:26:02

rje hat geschrieben:Bevor ich irgendetwas bördeln lassen würde, würde ich ggf. über andere Federn an der Vorderachse nachdenken. Das Fahrzeug steht ja vorn sowieso etwas tiefer. Wäre das eine Alternative?
Ich habe von 215er auf 225 umgerüstet sowie 30mm Spurplatten eingebaut. Beim Einfedern kratzten die vorderen Reifen an der Kotflügelkante. Nach Einbau von stärkeren Federn war alles im Lot.
Angenehme Nebenwirkung: Das Fahrverhalten hat sich durch die stärkeren Federn wesentlich verbessert. Die Neigung bei schneller Kurvenfahrt wurde geringer.

rje am 27 Feb 2019 08:30:44

Vielen Dank für die Infos.

ät Hesse: Hast Du einen Link für die anklebbare Kotflügelverbreiterung?

ät Dieter: Was für Federn hast Du eingebaut?

Viele Grüße
Ralf

Thoddie am 27 Feb 2019 09:18:27

rje hat geschrieben:...Grundsätzlich ist das möglich, aber man müsste die Radkästen bördeln ... Anscheinend hat der Prüfer Bedenken, dass das Rad innen an den Radkasten stößt, wenn das Fahrzeug einfedert.
Kann das jemand, der diese Umrüstung hinter sich hat, bestätigen? Ich dachte, es würden Radkastenverbreiterungen reichen?...

Vielen Dank
Beste Grüße
Ralf

Moin Ralf,
vielleicht solltest du den TÜV-Gutachter wechseln. Ich vermute, du hast ein Ducato-Fahrgestell?
Wenn er "Bedenken" hat, wäre mir das zu schwammig. Entweder er kann es belegen oder er kann es nicht belegen.
Ich habe 18" Felgen nachrüsten lassen und der DEKRA-Gutachter war mit der Kotflügelverbreiterung zufrieden. Nix bördeln:
25847

Hesse am 27 Feb 2019 09:27:07

rje hat geschrieben:Vielen Dank für die Infos.

ät Hesse: Hast Du einen Link für die anklebbare Kotflügelverbreiterung?



Sorry, hab ich nicht. Die wurden mir einfach so gegeben, da ich mich geweigert hatte die sofort anzukleben. Der TÜV-Prüfer sah das auch nicht so eng, bei der nächsten HU versuch ich es mal ohne.

Ansonsten kann ich nur empfehlen mal dort anzurufen:
--> Link
Herr Jenkewitz hat sich wirklich Mühe gegeben, sowohl vor dem Verkauf als auch danach. Die haben da wohl Erfahrung (und ich bekomme keine Provision).

Gruß Micha

rodiet am 27 Feb 2019 11:56:32

rje hat geschrieben:Dieter: Was für Federn hast Du eingebaut?
Die Federn sind von Goldschmitt, Farbe gelb, Drahtdurchmesser 22 Millimeter (Original sind es 18 mm).

kapewo am 27 Feb 2019 12:08:34

Es kommt auch ersteinmal auf die Felge bzw. die Felgenbreite und die Einpresstiefe der Felge an. Die sind ja nicht bei allen Herstellern bzw. jeder Felge identisch.
Felgenbreite, aber besonders die Einpresstiefe -ET- der Felge haben Einfluss darauf wie weit die Felge im Radkasten steht oder herauskommt, was dann u.U. ein Bördeln (Umlegen) der Radhauskante nötig macht. Das sollte aber alles im jeweiligen Gutachten der Felge stehen.

rje am 27 Feb 2019 12:23:11

Danke für die vielen Antworten und Hinweise.

Bei der Felge handelt es sich um die Borbet CH 7,5 x 17 Zoll ET64 (im Fahrzeugschein eingetragen ist die 6,5x15 ET68).
Laut Borbet-Gutachten ist eine Radhausverbreiterung anzubringen, das wäre ja auch ok.
Hier im Forum habe ich bereits von unterschiedlichen Auslegungen der Prüfingenieure gelesen, insofern werde ich Thoddies Rat befolgen und mal einen anderen Gutachter aufsuchen.
Ich bin ja nicht der erste oder einzige, der diese Felge auf einem Ducato (light) aufziehen möchte.

Beste Grüße
Ralf

skysegel am 27 Feb 2019 12:36:06

Zu berücksichtigen ist, wer rechtlich als Hersteller des Fahrzeugs gilt. Das ist der Hersteller der letzten Herstellungsstufe. Nicht alles, wo Fiat Ducato drauf steht, ist auch einer. Daher kommt ein Teil der Unterschiede in der Zulassungspraxis. Die Gutachten der Felgen-Hersteller gelten nämlich idR nur für die ursprünglichen Originalfahrzeuge.

kapewo am 27 Feb 2019 13:02:55

Ich habe die Borbet 7.5x17 ET64 mit der eingetragenen Felge 6.5x15 ET68 berechnet/verglichen. Bei der Borbet verringert sich der Platz auf der Innenseite um 9mm und die Außenseite des Rades steht um 17mm weiter nach außen.

rje am 27 Feb 2019 15:18:31

Danke Peter, da werde ich nachher mal einen Zollstock bemühen und sehen, welche Auswirkungen das am Fahrzeug hat :top:

kapewo am 27 Feb 2019 18:40:03

Ralf, hinzu kommen noch die mm die der Reifen über dem Felgenhorn steht. Daher dann wohl auch die "geforderte" Radhausverbreiterung um das Profil abzudecken.
Die 17" Räder haben gegenüber den 15" Rädern einen um 3,2cm größeren Durchmesser. Das Rad ist somit 1,6cm näher am oberen Radkasten. Da kommt es dann darauf an wie der Federweg ist und ob beim Einfedern die Radhauskante an den Reifen schlägt. Die Bodenfreiheit wird auch um die 1,6cm größer.
Interessant ist bei einigen WoMo´s auch ob die im Durchmesser größeren Räder problemlos auf die Hinterachse passen. Die Radhausausschnitte sind da manchmal sehr knapp bemessen.

kapewo am 27 Feb 2019 20:13:20

Ich habe nochmal den Reifenrechner bemüht.
Ich fahre auf dem Eura die optionalen und eingetragenen 225/75R16 auf Alu 6J16 ET68 und habe die mal mit den 235/60R17 auf 7.5x17 ET64 verglichen. Der Reifendurchmesser bei mir ist 3cm größer als bei Deinem gewünschten Radsatz. Da sollte also jede Menge Platz sein was den Federweg angeht. da sehe ich keine Probleme.

rje am 27 Feb 2019 20:15:22

Hallo Peter,

ich habe mal ein paar Messungen vorgenommen, das sieht gar nicht so schlecht aus:

Vorderachse:
Zwischen Reifen (215/70 R15) und Unterkante Radhaus (Außenkante) liegen rd. 12 cm, d.h. es sind mit dem 235/60 R17 immer noch mehr als 10 cm.
In der Breite ist der 15 Zöller bereits fast bündig mit dem Radhaus, d.h. wenn der 17 Zöller ca 1,7 cm weiter nach außen ragt, wird eine Verbreiterung benötigt (so ja auch lt. Gutachten gefordert). Ich dachte da z.B. an diese --> Link

Hinterachse
Zwischen Reifen und Unterkante Radhaus (Außenkante) liegen ca. 11 cm, weiter innen sind es über 20 cm.
In der Breite sind zwischen Außenseite Reifen und Radhausabschluss sogar 6 cm Platz, d.h. auch der 17 Zöller wird nicht an die Radhauskante gelangen.

Aus meiner (laienhaften) Sicht sollten die Räder problemlos passen, sofern der Federweg an der Vorderachse nicht mehr als 10 cm beträgt und eine Kotflügelverbreiterung von 2 cm angebaut/angeklebt wird. An der Hinterachse wären über 20 cm Federweg möglich.

Jetzt muss ich nur noch einen Prüfer finden, der diese Ansicht teilt :D

Beste Grüße
Ralf

rje am 14 Mär 2019 16:42:33

Moin,

vielleicht ist es für jemanden interessant, daher gebe ich mal einen Zwischenstand zu meiner Umrüstungs-Arie :roll:

Ich habe mit Hilfe eines Bekannten - der ist Kfz-Sachverständiger - einen TÜV-Prüfer gefunden, der die 17-Zoll-Räder unter einigen Bedingungen abnimmt:

- die Reifen müssen den korrekten Traglast- und Geschwindigkeitsindex haben (ok)
- es muss eine Kotflügelverbreiterung an den Radkasten (ok - Link siehe oben)
- das Vorderrad darf beim Einfedern nicht an den Radkasten stoßen - das wird getestet, indem er das Vorderrad bei vollem Lenkeinschlag hochdrückt (vermutlich auch ok, es sind 10 cm Platz)
- es muss eine Bescheinigung vorliegen, dass die Tachoanzeige nicht geringer als die tatsächliche Geschwindigkeit ist (da der Tacho derzeit bei 100 km/h ca. 8 km/h mehr anzeigt und die Umfangdifferenz 4,7% beträgt, sollte das auch ok sein; das Problem ist derzeit eher, jemanden zu finden, der mir eine solche Bescheinigung ausstellt).

Also, ich befinde mich quasi auf der Zielgeraden.

Beste Grüße
Ralf

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