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Knaus - Sky Traveller 600 dkg


carsten_lgz am 25 Jul 2018 22:21:19

Hersteller: Knaus
Modellbezeichnung: Sky Traveller 600 dkg
Modelljahr: 2017

[youtube]https://youtu.be/ZJdSs3uNwhc[/youtube]

Fahrzeugdaten:

Motorleistung150 PS
Hubraum2,3l
MotorartDiesel
AntriebFront
AufbauartAlkoven
Länge6,49
Breite2,34
Höhe3,18
Leergewicht2790
Zuladung545
Tankinhalt Kraftstoff90l
Tankinhalt Frischwasser124
Schlafplätze6
Sitzplätze mit Gurt6
Grundpreis52490,00

Basisfahrzeug:

Die Basis ist der branchenübliche Fiat Ducato – ein anderes Basis Fahrzeug ist für das Modell nicht erhältlich. Wir haben uns für die 150 PS Version entschieden, damit sich der Alkoven mit dem cw-Wert einer Schrankwand halbwegs zügig voran bewegen lässt.

Im Vergleich zu unserem lange gefahrenen, aber 21 Jahre alten Vorgänger Mobil – ein 230 Ducato mit 2,5 tdi – ist von dem Motor erstaunlich wenig zu hören. Selbst bei Tempo 100 kmh kann man sich im Fahrerhaus noch unterhalten und hört sogar die Musik aus der Anlage. Am Basis Fahrzeug merkt man die Entwicklung der letzten 20 Jahre am meisten.

Viel schneller, als der alte Ducato ist der neue aber auch nicht. Da setzt der Windwiderstand einfach Grenzen. Eine Reisegeschwindigkeit von 110 kmh lässt sich gut halten und mittels Tempomat einstellen. Dabei pendelt sich der Verbrauch bei um die 12 Liter ein. Das Schlagen des Schaltknaufs im 6ten Gang ist gewöhnungsbedürftig, aber wohl typisch für den Ducato.

Wir konnten beim Händler zwischen zwei vorhandenen Mietfahrzeugen aus 2017 wählen: entweder mit Iso-Fix Sitzbefestigung für Kindersitze, oder mit Bergabfahrhilfe und Tractionskontrolle. Ich habe mich für die Tractionskontrolle entschieden, da ich mich mit dem alten Ducato schon im nassen Gras festgefahren habe.

Wendekreis, Rangierbarkeit und Fahrverhalten sind, bedingt durch die kurze Länge und den mittleren Radstand gut und Ducato typisch.
Montiert sind 16 Zoll Räder mit nachgerüsteten Allwetter Reifen. Ein Navi (Pioneer Avic 980 dab c) mit Rückfahrkamera wurde verbaut. Fahrerhausverdunklung und Pilotensitze sind Serie. Eine Drehkonsole haben wir einbauen lassen.

Unser Ducato hat nur das einfache Kunststoff Lenkrad ohne Fernbedienung, da nicht alle Pakete verbaut sind. Ein Lederlenkrad und einen Unterfahrschutz aus Kunststoff rüste ich nach. Den Unterboden und die Hohlräume werde ich vorsorglich mit Mike Sanders konservieren lassen.

Aufbau:

In der näheren Auswahl waren die Modelle von Euramobil 650 VB, von Carado/Sunlight 361 oder eben der Knaus 600dkg. Meiner Meinung ist der Eura technisch (bis auf die Tuma Combi 4) am Besten und Umfangreichsten ausgestattet, allerdings hat er uns vom Raumgefühl (kleines Bad, weniger gemütlicher Alkoven + Stockbetten) nicht so gut gefallen. Der Carado ist meiner Meinung nach, nicht ganz so gut beim Möbelbau verarbeitet, wie Knaus und Euramobil - wird aber zum (fast) gleichen Preis gehandelt. Nachdem wir mit unserem alten Knaus Traveller 545 sehr zufrieden waren, uns der neue ganz gut gefallen hat, der Preis okay war und sich der Händler in der Nähe befindet, wurde es also der 600 dkg.

Der Aufbau ist traditionell gefertigt aus Alu Glattblech mit Styropor. Das Dach ist aus Gfk. Der Boden ist einfach und besteht aus einer Siebdruck Platte. Allerdings sind die Wasser-Tanks isoliert + beheizt unter dem Fahrzeug angebracht und durch einen Bodenluke zu erreichen. Besonderen Wert legt Knaus auf die geklebten Kanten „Pro Tec.Frame“ und gewährt eine Dichtigkeitsgarantie von 5 bzw. ab Modelljahr 2018 10 Jahren. Der 600 dkg ist etwas besser (= schwerer) ausgestattet, als der 650 dg, da dieser aufgrund der Größe besonders Gewicht (superlight) sparen muss.

Wichtig für uns waren: vollwertige Dinette mit Möglichkeit im Winter das Fahrerhaus abtrennen zu können, beheizter Alkoven, große Stockbetten bis 100 kg, viele Fenster, isolierter+beheizter Frisch- und Abwassertank

Besonders gut ist: hell und freundlich, große Truma 6 Heizung, versteckbare Alkovenleiter, klappbarer Alkoven, Heckgarage, Servicebox, unempfindliche Materialien, riesiger 190 l Kühlschrank, Herd mit Piezo Zündung, Alu Schürzen ringsum,

Nicht so toll ist: wenig 12v Steckdosen (EINE! Das Nachrüsten war aber einfach), Dachluken von mpk, vorgehängte Fenster, im Alkoven kommt von der Heizungsluft aufgrund des langen Rohr-Weges wenig an, Waschbecken läuft schlecht ab (Garantie), Wassertank Entleerung schwergängig (Garantie), Küchenwaschbecken vorne neben der Tür und Herd hinten (da verliert man Stellfläche), merkwürdiges „Design Gläserfach“ ohne Klappe oder Deckel (für die Bleikristall Sektgläser?), Rollos schließen nicht 100 prozentig (nicht wie Rahmenfenster) ,

Nachgerüstet haben wir (z.T. lassen): truma duo control mit Fernanzeige + EisEx, truma cp plus, Solaranlage 100 Watt, mppt Regler, Standby Charger, 2tes Seitenfenster im Alkoven (damit 3 Fenster), zusätzliches Seitenfenster am oberen Stockbett, SOG, Micro Hekis statt mpk, elektrische Trittstufe, Drehkonsole, Auszüge unten in den Schränken (Danke ans Forum!), div. Klebehaken, Steckdosen, LED Leuchtmittel (wo noch nicht vorhanden), seitliche Klappe in der Sitzbank

Raumaufteilung:

Perfekt! Wir sind absolute Alkoven Fans und finden: für Familien gibt es nichts Besseres! Die Betten sind groß + gemütlich und am Kopfende befinden sich Fenster. Das Raumgefühl ist aufgrund der großen Kopffreiheit und dank der Drehkonsole groß.

Bei 4 Personen muss man keine Betten bauen und ich kann beispielsweise bequem in der komfortablen Dinette sitzen, während der Rest der Familie schon schläft. Auch können die Kinder zusammen im Alkoven toben, lesen, spielen, Musik hören, etc. während die Eltern sich unten aufhalten. Andererseits kann sich auch jede/r in seine eigene Ecke verziehen. Zum Essen und für den Spieleabend ist genug Platz für 4 Personen.

In der kalten Jahreszeit lässt sich das Fahrerhaus schnell mit einem Iso-Vorhang abtrennen und der Aufbau bleibt schön warm. Der richtige Winterurlaub steht noch bevor.

Ich finde, auf den kompakten 6.49m kann man nicht viel mehr unterbringen.

Sonstiges:

Ich würde das Fahrzeug wieder kaufen und hoffe, dass es mindestens so lange fährt, wie das alte (21 Jahre). Dieser Test ist meine persönliche Meinung nach einem ½ Jahr Nutzung mit ca. 20 Übernachtungen.

Einen ausführlichen Test findet man auch kostenlos beim ADAC. Für genauere technische Informationen bitte den Prospekt von Knaus downloaden. Dieser ist wesentlich ausführlicher, als die Homepage von Knaus.

Eine informative, private Homepage zum großen Bruder 650 dg betreibt der alkoven-camper.de.

Zum Preis: Der oben genannte Preis ist - branchenüblich - der Basispreis für ein Neufahrzeug, zudem sich niemand das Fahrzeug zulegen wird, da noch nichtmal ein Beifahrer Airbag mit einkalkuliert ist. Am besten funktioniert der Preisvergleich über die bekannten Auto Börsen. Wir konnten mit unserem Händler gut über den Einbau von Zubehör verhandeln.

Falls der Test / Erfahrungsbericht zu subjektiv ist um an dieser Stelle stehen zu können, bitte ich die Admins um ein Verschieben z. B. in die Datenbank.

Für Rückfragen zu diesem Erfahrungsbericht im Forum, Ergänzungen und Korrekturen stehe ich gerne zur Verfügung.

Grüße und Danke für dieses Forum,
Carsten

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carsten_lgz am 14 Mär 2019 22:55:24

Update nach 1 Jahr Nutzung

Wir sind in dem Jahr ca. 7 tkm Kilometer gefahren und waren ca. 50 Nächte damit unterwegs. Dabei musste das Fahrzeug sowohl der sommerlichen Hitze Deutschlands und Süditalien trotzen, wie auch den Schneesturm im Balderschwang wegstecken.
Ich werde die einzelnen Punkte nach Bereichen gliedern.
Bitte beachten: dies ist meine eigene, persönliche Meinung, die ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen schildere. Ich kann nur für dieses eine Fahrzeug sprechen. Und: es ist Jammern auf hohem Niveau! Also bitte auch die Kritik Punkte in dem Kontext sehen, dass wir insgesamt sehr zufrieden sind.

1. Basis
Der Spritverbrauch liegt seit Beginn bei 12/13 Liter. Nach - wie vor bin ich mit dem Basis Fahrzeug sehr zufrieden. Durch die lange, rüttelnde Fahrt mit Schneeketten (von Balderschwang bis auf die Autobahn) hat sich wohl der Ölfilter gelöst und das Fahrzeug hatte einen Ölverlust, der auf Garantie vom Fiat Camper Service behoben wurde. (Der Ölfilter war vorher 6 tkm dicht.)
Die Allwetterreifen "Vanco Four Season" haben sich bewährt und waren auch auf Schnee eine gute Wahl.
Ich habe das Fahrzeug mit Mike Sanders Fett im Nachbarort Hohlraum versiegeln lassen. Ich halte die 700 Euro für eine sehr gute Investition.
Am hinteren Radlauf rechts war eine Plastikverkleidung eingerissen. Dem Plastikteil fehlte eine Haltenase und ich vermute, hier wird wohl ein Mieter irgendwie hängen geblieben sein. Austausch erfolgte auf Garantie.
Unser Fiat Ducato steht immer im Freien. Die Abdichtung des Motorraums gegen Wasser scheint sehr gut zu funktionieren. Bisher war noch kein Wasser im Motorraum.
Leider steht mein Fahrzeug unter einem Baum, der im Sommer ein wenig harzt. Die etwas angetrockneten Flecken lassen sich bisher nicht restlos von der schwarzen, nicht lackierten Stoßstange entfernen.

2. Bad/WC
So richtig glücklich sind wir mit dem Schiebewaschbecken und der räumlichen Nähe zum Klo nicht. Das ist schon sehr dicht nebeneinander. In der aktuellen Baureihe hat Knaus das geändert. Allerdings ist das Bad lange Jahre Standard bei Knaus gewesen (und ist es bei Weinsberg noch), wurde in allen Fahrzeugen verbaut (z.B. Pepper) und ist damit erprobt und bewährt. Irgendwo muss der Platz ja auch eingespart werden. Besonders störend empfinden wir die Bedienung des Cassetten Schiebers unterhalb der Klobrille.
Anfänglich hat das Klo an der Cassette immerzu gekleckert. Obwohl an der Dichtung keine offensichtliche Beschädigung zu sehen war, brachte erst der Austausch (kostenfreie Zusendung auf Garantie) die erhoffte Besserung. Das Waschbecken lief anfänglich kaum ab. Die Nachbesserung auf Garantie löste das Problem weitestgehend. Die Dusche läuft ab – könnte etwas besser sein. Allerdings sind – meiner Meinung nach – bedingt durch den flachen Funktionsdoppelboden im Bad, dem Ganzen Grenzen gesetzt.
Das Magentventil für die Toilettenspülung war im Winterurlaub undicht. Dreck, Kalk oder Frost? Ich weiß es nicht. Der Ausbau ging einfach und das Bad in Essigessenz und eine kräftige Spülung lösten das Problem. Dank dem Tipp aus dem Forum habe ich mir für den nächsten Ausfall ein Ersatzteil für 12 Euro über die Bucht besorgt, das absolut baugleich ist.
SOG hat sich bewährt. Nicht nur, weil man auf Chemie verzichten kann (bzw. weniger braucht), sondern weil durch die Absaugung der „Abgase“ die Geruchsbelästigung für die Bewohner im Fahrzeug deutlich geringer ausfällt.

3. Wohnen und Schlafen
Wir sind immer noch sehr zufrieden mit dem Alkoven. Natürlich leidet die Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn – aber dafür hat man einfach viel Platz und ein super Raumgefühl.
Die Betten sind dank Lattenrost sehr bequem und bieten viel Platz. Jedes Bett hat eine eigene Beleuchtung und ein Fenster. Die Unterlüftung hat auch im Winter gut funktioniert.
Der Austausch der kleinen MPK Dachluken ohne vernünftigen Rollo und der Einbau eines zusätzlichen Fensters beim oberen Stockbett, macht dieses zum Lieblingsplatz für die Kinder. Auch die drei Fenster im Alkoven sind toll und meine Empfehlung für die Fahrzeug Konfiguration. Im heißen Sommer lässt sich gut lüften und beim Schlafen bei offenen Fenstern weht immer ein leichtes Lüftchen. Den Klappalkoven (also die Funktion des Klappens) bräuchten wir eigentlich nicht.
Leider platzt am Sitzpolster der Dinette die Naht eines Polsters auf. Hier ist bei dem einen Polster der Stoff für die Naht etwas knapp und man bleibt beim Durchstieg zum Fahrerhaus immer an der Ecke des Polsters hängen. Die Belastung durch das Hängen-Bleiben (auch in der Vermietung vorher – vermute ich) und die knappe Naht führen zum Aufplatzen(Garantie Antrag abgelehnt).
Den Stauraum, der Sitztruhe gegen die Fahrtrichtung, habe ich mit einer Tür versehen lassen. Hier ist der optimale Platz für ein Schuhfach. In der anderen Hälfte der Truhe, die ich einfach mit einem Brett abgetrennt habe, transportieren wir unseren Getränkenachschub.
Die Aufbautüre war leicht verzogen, verdellt und der Lack warf fast unsichtbare Blasen. Der Austausch erfolgte auf Garantie.

Technik und Heizung
Der Fußboden ist deutlich besser isoliert, als beim Vorgänger Mobil vor 20 Jahren. Gerade der beheizte Abwasser- Frischwassertank unter dem Fahrzeug und der Funktionsboden im Bad machen den Boden warm. Im alten Mobil hatten wir einen Heizteppich in der Dinette liegen. Den brauchen wir hier nicht mehr.
Die Verklebung der Isolierung des Wassertanks hat die sommerliche Hitze in Italien nicht vertragen und der Kleber hat sich gelöst. Die Isolierhaube hing dadurch einseitig locker unter dem Fahrzeug. Mit einem Spanngurt war das Problem unterwegs leicht zu beheben und die Verklebung wurde auf Garantie erneuert.
Die Hähne zum Ablassen der Tanks waren anfänglich (1/2 Jahr alt) ziemlich schwergängig. Auf Garantie wurden diese gangbar gemacht. Scheinbar kann dies aber nach einiger Zeit immer wieder auftreten. Beim nächsten Auftreten außerhalb der Garantie Zeit werde ich eine verschließbare „Service-Öffnung“ in die Isolation schneiden.
Der Grundriss der Baureihe mit der Dinette im „Zugabteil-Design“ hat den großen Vorteil, dass das Fahrerhaus im Winter sehr einfach abzutrennen ist. Den Trennvorhang habe ich selber zugeschnitten, einfassen lassen und mit Klettverschlüssen befestigt.
In der Heckgarage gibt es einen Ausströmer für die Heizung, der einerseits das untere Stockbett schön erwärmt und andererseits Kondenswasser in der Garage wirksam verhindert. Trotzdem erachte ich es als sinnvoll, die Ecken am Boden der Heckgarage von innen mit einer Naht Silikon abzudichten, damit z.B. das Schmelzwasser der nassen Ski nicht in die Wand laufen kann.
Die Truma 6 macht das Fahrzeug auch im Winter schön warm. Wir haben im Winterurlaub ca. 1 Flasche Gas für 3 Tage verbraucht. Die Verteilung der Warmluft ist in Ordnung, hat aber durchaus noch Potential für Optimierungen. Im Schrank über der Spüle habe ich im Heizungsrohr einen Rohrlüfter von Comet verbaut, der die warme Luft in den Alkoven „schaufelt“. Von dem langen Heizrohr zum Alkoven zweigt Knaus leider auch den Ausströmer unter der Bad Türe für den Heckbereich ab. Das finde ich ziemlich unglücklich, denn der Alkoven ist trotz Lüfter immer noch ziemlich kühl. Aufgrund der direkten Nähe zur Heizung ist das Bad dafür ordentlich überheizt.
Die Truma App für das nachträglich von mir installierte CP Plus mit Inet Zugang und Level Control funktioniert erst seit dem letzten Update vernünftig.
Die 100 Watt Solar Anlage funktioniert tadellos. Allerdings ist die Leistung bei schlechtem Wetter logischerweise nicht ausreichend. Ich werde im Sommer ein 2tes Panel ergänzen. Für die Ergänzung muss ich aber keine Löcher bohren o.ä. und verliere dadurch die Feuchtigkeitsgarantie nicht.
Das Navi von Pioneer AVIC 980 überzeugt mich nur halb. Es funktioniert ziemlich tadellos, hat allerdings keine Anbindung an Android und die Bedienung ist oftmals kompliziert. Google Maps auf dem Smartphone ist meiner Meinung einfach besser. Dafür zeigt das Pioneer Durchfahrtshöhen an. Meistens lasse ich also beide Navis parallel laufen. Es integriert sich halt gut und auch die Rückfahrkamera funktioniert bei mir einwandfrei. Vielleicht würde ich beim nächsten Mal nur die Kamera verlegen lassen und dann selber ein Pumpkin Android Radio o.ä. einbauen.

Händler
Mit dem Händler bin ich zufrieden. In Franken sagt man „passt scho“ und meint das positiv. Er ist ziemlich nahe, hat eine große Auswahl, ist auf die meisten, meiner Wünsche eingegangen und hat die Garantie Arbeiten zuverlässig und entgegenkommend durchgeführt. Die vereinbarten Termine wurden immer eingehalten. Auch für mein vorheriges – 21 Jahre altes Wohnmobil – habe ich problemlos Ersatzteile bekommen.

Beste Grüße,
Carsten

arjenh am 16 Okt 2019 13:06:45

Hallo Carsten,
Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Sehr interessant zu lesen!
Wir haben das Wohnmobil auch, allerdings aus 2015.
Was mich sehr interessiert ist, wie du das Fenster oben im Etagenbett gemacht hast. Hast Du da ein Seitenfenster einbauen lassen? Hast du ein Bild?
Liebe Grüße von Mainau, gerade auf Tour
Arjen

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carsten_lgz am 16 Okt 2019 23:43:10

Danke für das positive Feedback! Im Anhang das Bild der linken Seite mit Fenster am Stockbett.
Hat der Händler eingebaut."

carsten_lgz am 02 Aug 2020 17:37:14

Update - im 3ten Jahr

Bisher funktioniert das Fahrzeug überwiegend einwandfrei (ca. 30 tkm Laufleistung - davon 13tkm wir). TÜV, Gasprüfung und Dichtigkeitsprüfung ohne Probleme bestanden.
(das Fahrzeug ist ja auch noch ziemlich neu - alles andere wäre merkwürdig)

Defekte / nicht optimal:
Die 230 Volt Heizpatrone des Dometic Kühlschranks war defekt. Diese wurde nur noch lauwarm. Den Austausch habe ich selber vorgenommen.
Das Trennrelais (CBE) hat merkwürdig geklackert und die Aufbau-Batterie wurde nicht richtig geladen. Ich habe sowieso einen Ladebooster verbaut und das Relais deaktiviert.
Die Markise schließt nicht richtig (von Anfang an) und es läuft immer Wasser in das eingerollte Tuch. Leider wird das Tuch dadurch schwarz. Da hätte ich früher darauf achten sollen, dann hätte sich evtl. der Händler darum gekümmert? Ist halt auch ein Ex-Vermieter.
Das untere Stockbett war locker. Hier habe ich die Auflage verstärkt.

Verbesserungen:
Ich habe den Heizungsschlauch zum Alkoven (siehe auch die Tests oben) begradigt. Sowohl unter dem Bad im doppelten Boden, wie auch im Schrank. Damit verliert man leider Platz im Schrank und es bringt auch nicht viel. (bei der aktuellen Generation 2020 hat Knaus das Heizungsrohr auf kurzem Weg über die Fahrerseite verlegt)
Die bestehende Solaranlage habe ich um eine weitere Platte erweitert. Das war einfach und effektiv. Jetzt können wir auch bei schlechterem Wetter gut autark stehen. (= 200 Watt)
Dann habe ich noch einen Batterie-Computer unter dem Fahrersitz verbaut. Das hätte ich tatsächlich früher machen sollen. Da wäre mir der Fehler mit dem Trennrelais deutlich zeitiger aufgefallen.
Die Heckgarage ist in dieser Preisklasse nicht isoliert und besteht aus Siebdruckplatten. Das ist besonders im Winter für die Menschen im Stockbett etwas kühl. (Heizung ist vorhanden). Ich habe die Garage mit selbstklebendem Armaflex isoliert und mit einer dünnen Holzplatte verkleidet. Nachdem hier eh kein Motorroller (o.ä. Schweres) reinpasst, ist das optimal.
Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch in der Wand der Garage innen (wo das Heizungs- und Wasserrohr verläuft) eine Außendusche eingebaut. Das war einfach und ist praktisch. Damit gibt es auch eine Entleerung der Wasserleitung zur Küche, am tiefsten Punkt.

Als doch nicht so praktisch, wie am Anfang empfunden, hat sich nun der Schacht für die Alkovenleiter herausgestellt. Hinter den Beifahrersitz stellen wir immer den Hundenapf, Schuhe, Hundeleine, ... . Um die Leiter aus dem Schacht zu holen oder wieder zu verstauen, muss immer das ganze "Gerümpel" weg.

Wir sind immer noch zufrieden und verreisen gerne mit unserem Womo.
Beste Grüße,
Carsten

karemart74 am 24 Feb 2023 17:38:35

Hello Carsten,

Mir ist aufgefallen, dass du das vor ein paar Jahren geschrieben hast:
“Ich habe den Heizungsschlauch zum Alkoven (siehe auch die Tests oben) begradigt. Sowohl unter dem Bad im doppelten Boden, wie auch im Schrank. Damit verliert man leider Platz im Schrank und es bringt auch nicht viel. (bei der aktuellen Generation 2020 hat Knaus das Heizungsrohr auf kurzem Weg über die Fahrerseite verlegt)”

Wie haben Sie Zugang zum Doppelbodenbereich im Badezimmer bekommen? Ich versuche, darauf zuzugreifen, um ein Kabel darunter zu verlegen, kann es aber nicht herausfinden. Danke schön. Karen

PhilP am 16 Mär 2023 21:36:58

Hallo Carsten,

fährst du den Sky Traveller immer noch. Dein letzter Eintrag ist schon eine Weile her. Würde mich interessieren, wie das Fahrzeug die letzten Jahre gelaufen ist. War es sehr reparaturanfällig? was waren die wesentlichen Probleme? Bin am überlegen, ein gebrauchtes Womo anzuschaffen.

Danke!

LG
Phil

carsten_lgz am 02 Sep 2024 21:16:43

Update 2024

Vielen Dank für das Lesen meines Berichts und die Rückfragen. Sorry, dass ich erst jetzt antworte - dafür auch mit neuem Update, denn wir fahren das Fahrzeug immer noch:

1. Zur Frage nach der Verlegung des Heizungsrohrs / Kabel verlegen: an das Rohr im Kleiderschrank komm man sehr einfach. Das liegt einfach offen im hinteren Bereich an der Wand. Tatsächlich bringt aber der Rohr-Lüfter im Schrank oberhalb der Spüle deutlich mehr. An das Heizungsrohr im Doppelboden des Bades kommt man entweder über die Lüftungsdüse unterhalb der Badtür oder über das Gitter in der Heckgarage, welches unter den Waschtisch/ Dusche führt. Mit reichlich Mehraufwand und handwerklichem Geschick (und Mut zur möglichen Zerstörung) kann man auch das weiße Plastikteil unter der Waschtisch entfernen (das bringt nicht richtig viel - reicht aber zum Kabel verlegen völlig - zur Seite der Heizung hin ist der Boden offen). An das Heizungsrohr selbst kam ich im Doppelboden nur, indem ich das Klo ausbaute und ein (verschließbares) Loch unter dem Klo-Sockel schnitt. Das war meiner Meinung nach den Aufwand nicht wert, ist aber notwendig, denn in den Knaus-Videos sieht man, dass die Teile bereits vormontiert werden, bevor die Seitenwände angebracht werden. Deshalb kommt man da nachträglich so schwer dran.

2. Zur Frage der Qualtiät: Hier konnte ich in den bisher 53 tkm keine Problem feststellen. Ich fahre mit dem Basisfahrzeug alle 2 Jahre zum Kundendienst und TÜV. Bisher musste nur die Fahrzeug-Batterie getauscht werden.
Im Aufbau ist mir aufgefallen: Manche Möbel fangen nun leicht zu knarzen an. Der Magnet am Sonnenrollo in der Frontscheibe musste neu mit Sekundenkleber angeklebt werden. Und die Dehnungsfugen an der Decke reagieren auf Temperaturschwankungen. Die stehen manchmal leicht auf, lassen sich dann aber wieder mit der Hand zurückdrücken.

3. Allgemeinde Bemerkungen: Wir sind als 4köpfige Familie immer noch sehr zufrieden mit dem Fahrzeug. Meine nun fast erwachsenen Kinder fahren immer noch gerne und freiwillig mit, da jede/r seinen eigenen Raum (mit USB Lade-Anschluss ;) hat. (wenn es nicht zulange dauert und die Eltern den Urlaub zahlen ;) Natürlich wird das weniger.
Allerdings sind wir immer noch - in unterschiedlicher Besetzung - zwischen 40 und 50 Tagen im Jahr unterwegs. Jetzt wieder problemlos 3500km nach Norwegen und zurück. Die Hohlraumversiegelung mit Mike Sanders hat sich top bewährt. So hat das Auto keinen Rost, trotz Ganzjahresnutzung.
Seit den anfänglichen Änderungen habe ich nicht mehr viel gebastelt. Nur noch die Frontscheinwerfer Halogen Lampen durch LED ersetzt. Das ist günstig und effektiv.
Die Dachluke im Gang will ich evtl. noch mit einem Lüfter tauschen. Allerdings sind mir hier durch die Solarplatten auf dem Dach Grenzen gesetzt. So bringe ich einen Maxxfan aufgrund der Außenmaße nicht mehr unter.

Beste Grüße,
Carsten

Nobbi369 am 18 Jul 2025 15:50:06

Hallo Carsten,

erst einmal Lob für den Super Beitrag. Ich habe mir das gleiche Fahrzeug vor einem halben Jahr gebraucht gekauft und freue mich sehr darüber. Das einzige, was meinen Eindruck gerade trübt, ist, dass ich letzte Woche auf der Waage war. Und mit ein wenig Gepäck und vollem Tank ohne Fahrräder war ich mit mir als Fahrer bei 3400 kg. Warst du mal auf der Waage oder hast du ihn aufgelastet? War, in diesem Fall, die Auflastung ohne Umbauten möglich. Ich würde mich sehr freuen, wenn du noch aktiv bist und mir antwortest.

Liebe Grüße aus Nürnberg
Norbert

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