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Sat-Antenne Nur kleben oder auch schrauben?


shubunkin10 am 26 Jul 2018 17:26:07

Hallo an alle self-maker,

ich habe mir eine automatische Sat-Antenne gekauft und will sie nun aufs Dach montieren.
Die Befestigungsplatte (2mm Alu-blech) ist ca. 40 x 50 cm groß.

Und nun die große Frage: Nur kleben oder auch schrauben???
Ich habe öfters schon gelesen, dass meistens nur geklebt wird, weil die Schrauben in der Dämmung ohnehin nicht viel brächten (was ich nachvollziehen kann). Aber irgendwie bin ich doch etwas unsicher.

Wer hat hierzu Erfahrung? Ist das richtig , nur zu kleben?
Danke für Eure Meinungen im Voraus.

Viele Grüße
Karl aus dem Frankenland :oops:


FreeLiving2018 am 26 Jul 2018 17:49:32

shubunkin10 hat geschrieben:Ist das richtig , nur zu kleben?

Wenn es richtig/sorgfältig gemacht ist.. JA!

Hast Du eine Snipe? Ein älterer Beitrag dazu hier --> Link

Zufällig kenne ich den Ersteller des damaligen Beitrags. Seit gut 40Tkm hält die nur geklebte Antenne bombenfest.

Also sorgfältige Reinigung des Untergrunds, fein anschleifen(auch die Grundplatte natürlich) und danach nochmal gründlichst reinigen und dann verkleben.
Für den Kleber eine wirklich gute Kartuschenpistole verwenden. Sonst bekommst Du evtl. ein Problem.

Gruss Thomas

luketappe am 26 Jul 2018 17:52:24

Also ich konnte auch nicht widerstehen und habe wie in der Anleitung beschrieben die kleinen Schrauben reigemacht.Was das hält? Nichts :wink: Aber durch die Schrauben wird die Platte gleichmäßig angedrückt und der Kleber verbindet sich breitflächig. Nun, kann man auch beschweren, aber für mich war das einfacher.Nur wirklich sehr gut den Untergrund vorbereiten.Ich habe Sat und Solarzellen aufgeklebt, hält alles wenn der Untergrund passt.

Anzeige vom Forum


shubunkin10 am 26 Jul 2018 18:04:04

Ergänzung zum Thema: Es ist eine "Megasat Countryman". Die ist baugleich mit der Snipe. Es soll aber der Service besser sein.
Gruß Karl

HobiTobi79 am 26 Jul 2018 18:19:16

Hi,
ich habe unsere auch nur geklebt. Sauber Arbeiten dabei wurde schon erwähnt, dann kann nichts schief gehen.

Gruß
(Sir) Tobi

Gast am 26 Jul 2018 18:22:51

Viel interessanter als der Typ der Antenne ist der Dachaufbau. Leider steht dazu nichts im TE.

Auf eine schwimmende Gfk-Haut geklebt, (z.B.) das mach keinen Sinn.

Grüße, Alf

Gast am 26 Jul 2018 18:53:11

Hallo Karl aus dem Frankenland,
einmal mit Sikaflex geklebt und die Materialien verschmelzen regelrecht. Deshalb werden gebrauchte SAT-Anlagen ohne Grundplatten angeboten, die gehen nämlich nicht mehr ab ohne das Wohnmobildach aufzureißen.
Nicht eine einzige Schraube würde ich reindrehen!
Gruß Holger

kroppie am 26 Jul 2018 22:27:01

und VOR das aufsetzen der grundplatte, en paar streichholzer zahnstocher) in der leimschicht drucken , damit die minimale leimschicht dicke von ungefahr 2mm gewahrleistet ist, und lange genug trocknen lassen!!

jos

spechtinator am 26 Jul 2018 22:47:56

Ich behaupte mal das Kleben völlig reicht. Ich hatte mein flexibles Solarmodul geklebt und am Anfang auch Bedenken, daß es nicht hält. Als es jetzt defekt war und es abbauen mußte, war ich völlig von der Klebekraft überzeugt. Man mußte es förmlich mit dem Messer runterschneiden. Durch Ziehen hätte ich eher die GFK-Platte vom Dach gezogen, als das Modul gelöst. Beim neuen Modul habe ich deutlich weniger Kleber verwendet.

Bye Christian

NewXGO am 27 Jul 2018 08:48:41

KudlWackerl hat geschrieben:Viel interessanter als der Typ der Antenne ist der Dachaufbau. Leider steht dazu nichts im TE.

Auf eine schwimmende Gfk-Haut geklebt, (z.B.) das mach keinen Sinn.

Grüße, Alf



Da muss ich Nachfragen.

Ist es nicht gerade bei schwimmenden Dach eher unsinnig (oder sogar schädlich) zu schrauben?

Inselmann am 27 Jul 2018 08:54:42

kroppie hat geschrieben:und VOR das aufsetzen der grundplatte, en paar streichholzer zahnstocher) in der leimschicht drucken , damit die minimale leimschicht dicke von ungefahr 2mm gewahrleistet ist, und lange genug trocknen lassen!!

jos


Ich habe 3mm dicke O-Ringe untergelegt (Solar Panels).
Wuerde auch keine Schrauben reindrehen.

rkopka am 27 Jul 2018 09:47:15

FreeLiving2018 hat geschrieben:Zufällig kenne ich den Ersteller des damaligen Beitrags. Seit gut 40Tkm hält die nur geklebte Antenne bombenfest.

Ich bin nicht der, aber mit der gleichen Erfahrung (Aludach), >40.000km und 5 Jahre und alles OK. Ordentlich beschweren und in Ruhe aushärten(so hart wird das nicht) lassen. Entsprechende Vorbehandlung des Untergrunds je nach Kleber.

RK

Menkehorstbecker am 29 Jul 2018 15:19:36

Hallo,
da diese Antennen locker 10kg wiegen und damit bei Loslösung zum tödlichen Geschoß werden können, sollte man sie gemäß Vorschrift befestigen. Im Normalbetrieb würde ich auch vermuten, dass die Klebung vollkommen ausreicht. Aber im Falle eines Unfalls können sehr hohe Scherkräfte parallel zur Dachoberfläche auftreten, und da geben die Schrauben zusätzliche Sicherheit. Und ein Gutachter wird im Falle des Falles sicherlich schauen, ob eine vorgeschriebene Verschraubung erfolgt ist oder nicht.

Ich habe mich beim Verschrauben zunächst auch nicht besonders wohl gefühlt, aber auch gemerkt, dass dies den Verklebungsprozess durch gleichmäßiges und dauerhaftes Andrücken sehr gut unterstützt hat.

Viele Grüße
Thomas

rkopka am 29 Jul 2018 15:39:58

Menkehorstbecker hat geschrieben:Aber im Falle eines Unfalls können sehr hohe Scherkräfte parallel zur Dachoberfläche auftreten, und da geben die Schrauben zusätzliche Sicherheit.

Da der Schwerpunkt deutlich über der Klebestelle ist, dürfte gar nicht soviel reine Scherung auftreten, sondern mehr ein Drehmoment, das senkrecht an der Klebung zieht.

Ich habe mich beim Verschrauben zunächst auch nicht besonders wohl gefühlt, aber auch gemerkt, dass dies den Verklebungsprozess durch gleichmäßiges und dauerhaftes Andrücken sehr gut unterstützt hat.

Das kriegst du aber auch mit entsprechender Beschwerung hin. Man könnte gegensätzlich argumentieren, daß du mit den Löchern im Dach dessen Struktur geschwächt hast. Außerdem bestehen die meisten Dächer doch nur aus einer dünnen Alu oder GfK Schicht, darunter Schaumstoff. D.h. die Schrauben haben nicht wirklich viel Halt, außer sie gehen wirklich durch bis ins Innere oder es gibt eine Verstärkung unter der obersten Schicht.

RK

Inselmann am 29 Jul 2018 16:03:00

fuer alle die nicht glauben das kleben alleine nicht reicht.

Klebt mal nur so zum Spass eine 300x300 3mm Aluplatte mit einem 500mm langen Stueck Besenstiel (oder was auch immer als Hebel geht) von hinten aufgeschraubt auf einen FESTEN Wohnmobil aehnlichen Untergrund. 2 Wochen stehen lassen und dann mal versuchen per Hand abzureissen. Viel Spass dabei.

Setze aber voraus das geeignete Kleber und Reininger und so gearbeitet wird als ob da ne teure SAT Antenne drauf waer. Aber ich glaube selbst mit weniger gut ausgefuehrten Verklebungen wirds halten :lach:

Menkehorstbecker am 29 Jul 2018 16:35:19

rkopka hat geschrieben:Da der Schwerpunkt deutlich über der Klebestelle ist, dürfte gar nicht soviel reine Scherung auftreten, sondern mehr ein Drehmoment, das senkrecht an der Klebung zieht.

Drehmoment gibt es natürlich auch nach den Gesetzen der Mechanik, und dieses hängt von der Position des Schwerpunktes ab. Bei der Snipe liegt der Schwerpunkt der Masse aber ziemlich niedrig im unteren Gehäuse, die drehbare Antenne oben ist leicht.

rkopka hat geschrieben:Das kriegst du aber auch mit entsprechender Beschwerung hin.

Mit wieviel Zusatzgewicht soll man denn da in >3m Höhe über Leiter und Dach jonglieren, um den gleichen Anpressdruck von 7 Schrauben M4 zu erzeugen?

Was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte: Ein nach eigenem Gutdünken und nicht der Herstellervorschrift entsprechend angebrachtes schweres Zusatzteil stellt ein technisches und rechtliches Risiko dar. Damit machen sich Halter und die Person, die montiert, haftbar. Geht tausend mal gut, einmal nicht.

Viele Grüße
Thomas

rkopka am 29 Jul 2018 17:07:25

Menkehorstbecker hat geschrieben:Mit wieviel Zusatzgewicht soll man denn da in >3m Höhe über Leiter und Dach jonglieren, um den gleichen Anpressdruck von 7 Schrauben M4 zu erzeugen?

Ich weiß nicht mehr genau, was ich genommen habe, aber 10-20kg hochzubringen ist jetzt wirklich nicht der Aufwand.
M4 Schrauben bräuchten aber ein Gewindegegenstück, das man normalerweise nicht hat, die Bezeichnung in der Anleitung ist also falsch oder die Schrauben so nicht verwendbar. Außerdem finde ich da kein Wort zur Montage. Also wird man Blech- oder Holzschrauben nehmen (die kleinen Schrauben der Anleitung. Glaubst du, die halten bei dem Untergrund so toll ?

RK

mafrige am 29 Jul 2018 17:22:06

Ich glaube der Anpressdruck ist bei Polymerkleber egal.
Die Schichtdicke sollte mindestens 2 mm, aber 3 -5 mm wären für den Geldbeutel schlecht, aber nach der Polymerisierung der Klebestelle fester. :lol:

Menkehorstbecker am 29 Jul 2018 18:24:28

rkopka hat geschrieben:M4 Schrauben bräuchten aber ein Gewindegegenstück, das man normalerweise nicht hat, die Bezeichnung in der Anleitung ist also falsch .... Außerdem finde ich da kein Wort zur Montage. Also wird man Blech- oder Holzschrauben nehmen (die kleinen Schrauben der Anleitung. Glaubst du, die halten bei dem Untergrund so toll ?
RK

M4 bzeichnet lediglich den Nenndurchmesser des Gewindes, nicht die Schraubenart. Die Schraubenart wird jeweils zusätzlich durch eine ISO Norm gekennzeichnet. Es werden bei der Snipe natürlich Blechschrauben mitgeliefert.
Infos zur Montage findet man z.B. unter --> Link.

Dächer sind meistens recht stabil aufgrund notwendiger Hagelfestigkeit bzw. Begehbarkeit. In Kombination mit der Zahl der Schrauben (z.B. 7 Stück bei der Snipe) ergibt sich hier natürlich schon eine entsprechende Belastbarkeit. Wenn man aufgrund Alter und Zustand des Daches kein Vertrauen hat, würde ich da auch nichts Zusätzliches montieren.

Aber wir können die Diskussion hier endlos weiterführen und mit technischen Details 2. Semester Maschinenbaustudium um uns werfen.
Fakt ist: Nicht vorschriftsmäßig montiert - Hersteller ist aus der Produkthaftung raus - Halter und Monteur sind verantwortlich, wenn die schwere Antenne bei einem Unfall jemanden erschlägt. Und jeder Gutachter hat ein einfaches Spiel.

Wer keine Löcher im Dach will, soll eine Satantenne mit Stativ nutzen, oder eine VU Cube.

Viele Grüße
Thomas

MountainBiker am 29 Jul 2018 18:47:35

Hallo,

M4 = metrisches Gewinde 4mm Außendurchmesser bei Außengewinde. Ohne Zusatz ist das ein Normalgewinde mit einer Steigung von 1 Gewindegang pro Umdrehung. MIt Entsprechenden Zusatzbezeichnungen auch Feingewinde ....

--> Link

Nix Holzschrauben oder Blechschrauben :?

Bodimobil am 30 Jul 2018 10:23:27

Menkehorstbecker hat geschrieben:Ich habe mich beim Verschrauben zunächst auch nicht besonders wohl gefühlt, aber auch gemerkt, dass dies den Verklebungsprozess durch gleichmäßiges und dauerhaftes Andrücken sehr gut unterstützt hat.


was hast du gemerkt? Ach du hast das im "Gefühl"? Lies doch einfach mal die Verarbeitungshinweise auf dem Kleber.

DEKASYL MS-5 ist ein MS-Polymer-basierter Klebstoff mit hoher Haftwirkung und hoher Anfangsfestigkeit
für die strukturelle Verklebung von Haltern, Abdeckungen und Bauteilen.
Aufgrund seiner hohen Festigkeit können Fixierzeiten reduziert oder auf Klemmen nahezu gänzlich verzichtet werden.
--> Link

Die Fläche muss anständig vorbehandelt werden! Dann drückt man die Grundplatte mit dem Polymerkleber versehen vorsichtig an, bis die Schichtdicke von 2-3mm erreicht ist. Keine weiteren Gewichte damit die Schichtdicke erhalten bleibt!
Wer dafür kein Gefühl hat kann auch Gummischeiben/O-Ringe o.ä. verwenden.
Dann lässt man das ganze 24 Stunden ruhen bevor der Rest montiert wird. So eine Klebung hält ein vielfaches von dem was Blechschrauben in einem Aludach halten. Wenn bei einem Unfall die Schüssel vom Dach fliegt, hängt garantiert noch das Stück Aluhaut an der Satanlage. In so einem Fall sorgt das Loch der Blechschraube wahrscheinlich nur dafür, dass das Aluminium an der Stelle noch eher reißt.

Wer schon mal wie ich etwas mit Polymerkleber geklebtes vom Dach holen musste hat ein ganz anderes "Gefühl" dafür.
Das viele seit vielen Jahren nur mit geklebten Schüsseln und Solaranlagen ohne Probleme durch die Gegend fahren sagt ein übriges.

Gruß Andreas

Trashy am 30 Jul 2018 11:07:03

Hab ich überlesen um was für ein Fahrzeug es geht.
Bei mir ist das Dach 32mm starkes Holz mit aufgelegtem GFK. Unsere Sat Anlage kam mit aus dem Werk.
Der Unterbau ist eine Aluplatte die mit Deka verklebt und verschraubt wurde, genau wie die Dachdurchführung.
Wenn man vorher keine Einschlagmuttern verwendet hat werden es kaum M4 Schrauben sein. Tippe auf Holzschrauben.

Inselmann am 30 Jul 2018 12:29:05

Trashy hat geschrieben:.
Bei mir ist das Dach 32mm starkes Holz mit aufgelegtem GFK. Unsere Sat Anlage kam mit aus dem Werk.
Der Unterbau ist eine Aluplatte die mit Deka verklebt und verschraubt wurde, genau wie die Dachdurchführung.
Wenn man vorher keine Einschlagmuttern verwendet hat werden es kaum M4 Schrauben sein. Tippe auf Holzschrauben.


das ganze Dach aus 32mm dicken Holz? Wirklich?

Rockerbox am 30 Jul 2018 12:50:14

Never .... 32 mm Isolation und Holzfachwerk!

Trashy am 30 Jul 2018 13:02:15

Vorne zumindest nicht.
Konnte durch das Loch der Solardurchführung spähen....habs ja selbst gebohrt. Kunstoff, Holz und dann die Deckenverkleidung.
Eine Isolierschicht wäre mir aufgefallen, denke ich.
Beim Bohren kam auch kein Styro o.ä. mit heraus.
Hm...kann man sich so täuschen?
Auf jeden Fall ist die Holzplatte aus Pressspan ziemlich dick.

Rockerbox am 30 Jul 2018 13:54:22

Da dürftest du zufällig einen Träger erwischt haben. Als ich die Hekis in Bad + Dusche eingebaut hab ist zweifelsfrei der Aufbau mit Deckenverkleidung / Styropor / GFK-Dach zu sehen gewesen.

Stell dir mal vor, wie schwer ein Dach aus Massivholz wäre ....... ;D

Trashy am 30 Jul 2018 14:13:01

Dach aus Massivholz.....mmmmmmmmh
Ok...10t Zulassung.....
Ein Träger wäre denkbar. Ich hätte aber nicht gedacht das die auch aus Pressspan sind.
Hätte eher auf mehrfach verleimtes Irgendwas oder Multiplex getippt.

Bodimobil am 30 Jul 2018 14:58:27

Dann doch eher aus Wellpappe ähnlich günstiger Zimmertüren
--> Link

Das kommt noch, da bin ich mir sicher :cry:

Gruß Andreas


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