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anhaengerkupplung

Ist das Betrug? 1, 2


McKira am 02 Aug 2018 13:08:19

Hallo Ihr Lieben,
wir haben uns ein gebrauchtes Wohnmobil gekauft, dann festgestellt, dass Etagenbetten für uns doch nicht das Richtige sind und wollten ihn verkaufen, was wir letztendlich auch getan haben. Wir haben ihn inseriert und es hat sich ein Händler gemeldet der ihn haben wollte. Schön u. gut der Händler schickt 'nen Sachverständigen und der hat uns geschockt. Das WoMo ist nass, das Dach wellt sich, das Fahrzeug ist höchstens zum ausschlachten zu nehmen. Der Käufer hat den Preis um 6000€ gedrückt u.wir haben zugestimmt, weil wir das WoMo nicht mehr an Privatkäufer geben wollten, um niemanden zu schädigen. Die nehmen das WoMo mit, versprechen es binnen 7 Tahen abzumelden, die jetzt auch rum sind, es ist nicht abgemeldet. Dafür sehe ich es heute auf Mobile für mehr als das Doppelte angeboten. Mein Mann hat angerufen wegen der Abmeldung u. da wurde ihm gesagt, dass an dem Fahrzeug nichts gemacht wurde. Was sagt ihr dazu?
Gibt es eine Seite wo man vor Betrügern warnen kann?

Danke schon mal für Eure Antworten.

Marion

Anzeige vom Forum


peter1130 am 02 Aug 2018 13:22:18

Bei nur 6000€ weniger für nen angeblichen Totalschaden wäre ich schon stutzig geworden. Wie hat der denn festegstellt das der feucht ist?

Ob das den Tatbestand des Betrugs erfüllt kann dir nur ein Anwalt sagen.

Das ein Händler versucht den Kaufpreis zu drücken in dem er Mängel findet ist ja durchaus normal. Ihr hättet ja nicht verkaufen müssen.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

jochen-muc am 02 Aug 2018 13:26:01

Nein Marion, das ist (sorry) einfach die Dummheit oder Naivität der Verkäufer ausgenutzt

Es wird wohl in dem Ankaufvertrag bei euch nicht von einem Wasserschaden gesprochen ?

Wenn doch wäre es evtl ein Betrug des Händlers, wenn er beim jetzigen Verkauf diesen Mangel verschweigt. Was aber nichts an dem Verkauf von Euch ändert

Meiner Meinung nach

Anzeige vom Forum


Jagstcamp-Widdern am 02 Aug 2018 13:33:06

... und wenn das teil gar keinen wasserschaden hat, ist es nichtmal gegenüber dem "neuen" käufer unseriös...
von wegen nicht erfolgter abmeldung: wenn die abmeldefrist schriftlich festgehalten ist, ab zur polizei und parallel die versicherung / zulastelle informieren!

allesbleibtgut
hartmut

kheinz am 02 Aug 2018 13:34:35

Wer ist den Betrogen worden?
Wenn der Händler an deinem Fahrzeug Mängel feststellt die keine sind, nur um den Preis zu drücken, hat er dich mit deinem Wissen / Unwissen (über dein Fahrzeug) über den Tisch gezogen. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist die, das der Händler der jetzt dein Fahrzeug erworben, anscheinend ohne Mängel, zum doppelten Einkaufspreis weiter verkaufen will.
Wenn der Händler, einen gleichen naiven Käufer wie dich als Verkäufer findet .........ist das Betrug?
Richtig wäre gewessen dein Fahrzeug einem Händler anzubieten, mit der Option ein neues Fahrzeug zu kaufen.
Der Händler hätte dich sehr schnell über bestehende Mänge informiert. Und mit dieser Information hättet ihr das Fahrzeug verkaufen können

MfG kheinz

Gast am 02 Aug 2018 13:35:19

Genau solche Beispiele sind der Grund, weshalb ich bei Verkaufsanzeigen gewerbliche Käufer ausschließe. Wenn ich gewerblich verkaufen will, gehe ich zum Händler meines Vertrauens, ansonsten wird nur an Privat verkauft. Trotzdem rufen immer wieder gewerliche Händler an, die bekommen dann eine freundliche, aber bestimmte Absage :)

Ich denke auch, Ihr seid der "üblichen Masche" einiger Fahrzeugaufkäufer aufgesessen, die am Telefon das Blaue vom Himmel versprechen und bei der ersten Besichtigung das Objekt der Begierde richtig madig machen, um den Preis zu drücken. Sollte in Euren Verkaufsunterlagen ein Hinweis auf Feuchtigkeit und Totalschaden sein und die Kiste jetzt ohne derartige Mängel angeboten werden, könntet Ihr evtl. was machen, sonst habt Ihr einfach Lehrgeld bezahlt und passt beim nächsten mal besser auf.

mv4 am 02 Aug 2018 13:43:14

und wenn sie nicht schriftlich festgehalten ist ...dann auch zur Polizei !! Anzeige wegen Unterschlagung ...auch mündliche Vereinbarungen gelten...
und solche sachen wie kennzeichen drannlassen...das kann man nur bei jemanden machen dem man sehr gut kennt...das fahrzeug ist noch auf euch angemeldet..und somit alle Schäden die damit verursacht werden laufen auch auf ihre Rechnung.

McKira am 02 Aug 2018 13:48:38

Also, dass ich mich betrogen fühle ist ja klar, aber meine eigene Blödheit, dass ist mir klar. Deshalb gibt es nächstes Jahr auch ein Neues o gut gebrauchtes vom Händler. Der, der das Fahrzeug begutachtet hat ist ein freier Sachverständiger gewesen, der meinem Mann z. B. das Dach gezeigt, wo es wirklich undicht war. Aber egal dieser Sachverständige hat gesagt, dass es nur eine Frage kürzester Zeit wäre, bis sich das Dach lösen kann. Jetzt meine Sorge, wenn der das Teil verkauft, vielleicht an so ein Naivchen wie mich, und es passiert was.
Wie gesagt es geht nicht um mich, ich hab mein Lehrgeld bezahlt.

topolino666 am 02 Aug 2018 13:51:30

Das Forum ist voll von dieser Masche, hier EIN BEISPIEL:

--> Link

kartjule am 02 Aug 2018 13:58:33

Es stellt sich ja immer noch die Frage ob das was der angebliche Sachverständige bemängelt hat, auch der Wahrheit entspricht. Oder ob er sich nur mit guten Auftreten euch gegenüber gut verkauft hat. Mein Dach hat bei dieser Hitze auch Wellen ist dewegen aber lange noch nicht undicht. Wenn es nun ein Händler zum Verkauf anbietet hat der Verkäufer doch eine Gewährleistung zu übernehmen. Oder steht er als Vermittungsvertrag in der Anzeige. Verlink doch mal die Anzeige... MfG

McKira am 02 Aug 2018 14:11:15

Ne er gibt sogar ein Jahr Gewährleistung. Leider steht der Wasserschaden nicht im Kaufvertrag u. ob der SV einen Bericht darüber hat wage ich zu bezweifeln.
Die haben "einfach" ihren Reibach gemacht

Jagstcamp-Widdern am 02 Aug 2018 14:13:48

aber abmeldedatum und fahrzeugübergabe/uhrzeit steht im vertrag?
und du hast die kohle cash?

allesbleibtgut
hartmut

McKira am 02 Aug 2018 14:14:57

Jepp

LG

McKira am 02 Aug 2018 14:17:15

Ich würde halt gerne irgendwie auf den aufmerksam machen, um potenzielle Käufer zu warnen, ich weiß ja nicht wer gelogen hat, der SV o.lügt der Käufer im Angebot

Liebe Grüße

McKira am 02 Aug 2018 14:21:21

Jepp, ich hab ihm jetzt ein Einschreiben geschickt, mit der Aufforderung es unverzüglich abzumelden und dass ich überlege die Angelegentheit meinem Rechtsanwalt zu übergeben.
Zumal er das Fz ohne Mängel anbietet

LG

topolino666 am 02 Aug 2018 15:05:11

.... wieso habt Ihr dem HÄNDLER eigentlich das Fahrzeug angemeldet mitgegeben?
Der hat doch eine rote Nummer?!

peter1130 am 02 Aug 2018 16:29:29

McKira hat geschrieben:Ich würde halt gerne irgendwie auf den aufmerksam machen, um potenzielle Käufer zu warnen, ich weiß ja nicht wer gelogen hat, der SV o.lügt der Käufer im Angebot

Liebe Grüße



Dann setze doch mal nen Link zu der Anzeige hier rein.

hampshire am 02 Aug 2018 16:58:26

McKira hat geschrieben:Was sagt ihr dazu?

Gibt es eine Seite wo man vor Betrügern warnen kann?


Hallo Marion,
schade, dass Ihr so eine schlechte Erfahrung machen musstet.
Die Masche ist recht weit verbreitet: Am Telefon einen guten Preis versprechen und dann vor Ort das Fahrzeug schlecht machen, Druck ausüben und billig kaufen.

Ob der Tatbestand des Betrugs vorliegt kann ich nicht einschätzen. Der Sachverständige ist ja nicht der Händler. Sagt der Schverständige “Wasserschaden” kann der Händler ja mit einem “Gegengutachten” diese Diagnose wieder ausschließen. Jedenfalls seid Ihr mies behandelt worden.

Das Auto müsst Ihr wohl selbst abmelden - beim Straßenverkehrsamt könnte es etwas Diskussion geben, da ihr die Schilder nicht dabei habt. Als Ultima Ratio die Schilder gestohlen melden.

Die effektivste Art und Weise den Schverhalt zu schildern und damit andere zu warnen ist das Bewerten auf Google. Ihr müsst bei der Schilderung bei den Fakten bleiben und dürft keine Namen nennen. Dann geht das. Etwa so:

Wir wollten unser Wohnmobil verkaufen. Fa. XY schickte einen Sachverständigen. Dieser stellte einen verdeckten Wasserschaden fest. Wir glaubten dem Sachverständigen und nahmen ein erheblich niedrigeres Preisangebot an. Später stellten wir fest, dass unser Fahrzeug beim Händler XY ohne eine Angabe zum Wasserschaden zu einem fast doppelt so hohen Preis inseriert wurde.
Wir werden keine Geschäfte mehr mit Firma XY tätigen.

Damit bist Du in der Darstellung sauber und der geneigte Leser bekommt ein Bild vomm Ablauf.

Gast am 02 Aug 2018 17:17:22

hampshire hat geschrieben:Das Auto müsst Ihr wohl selbst abmelden - beim Straßenverkehrsamt könnte es etwas Diskussion geben, da ihr die Schilder nicht dabei habt. Als Ultima Ratio die Schilder gestohlen melden....

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Fahrzeug verkauft, also auch die Fahrzeugpapiere nicht mehr im Besitz der TE. Da dürfte es bei dem Versuch der Abmeldung mit dem Straßenverkehrsamt noch mehr Probleme geben. Ich würde aber mal die eigene Versicherung über den Sachverhalt informieren, denn im Falle eines Schadens müsste die Versicherung noch haften. Vielleicht hat eine Versicherungsgesellschaft noch andere Möglichkeiten, so ein Fahrzeug stillzulegen :nixweiss:

Matze665 am 02 Aug 2018 17:43:10

Schick Deiner Versicherung den Kaufvertrag mit Datum und Uhrzeit. Die ADAC Verträge haben sogar eine Extra Karte für die Versicherung . Dann wissen die Bescheid und kämmern sich.

Heli1 am 02 Aug 2018 17:50:09

Ich habe mein Wohnmobil Carado T348 auch Ende Mai verkauft, Fahrzeug nicht abgemeldet allerdings ohne Zulassungsbescheinigung Teil II mitgegeben, Übergabedatum und Uhrzeit steht im Vertrag. Die Versicherung hat uns gesagt (KRAVAG) das nutzt alles nicht, es muss abgemeldet sein.
Die Zulassungsstelle hat gesagt, das hätten Sie nicht tun dürfen, ihre Möglichkeiten sind jetzt sehr begrenzt. Die Zulassungsstelle hatte uns auch angeboten, den Käufer mal anzuschreiben um Druck zu erzeugen. Es gibt hier wohl keine Möglichkeit, eine Zwangsabmeldung zu veranlassen. Zum Glück was es ein Privatverkauf an jemand seriöses, er hatte es halt aus Zeitmangel nicht geschafft. Ich wünsche euch, dass es noch klappt, ich weiß wie das nervt.

wolfherm am 02 Aug 2018 18:02:36

Es hilft auch immer, in den Vertrag aufzunehmen, dass das Womo am nächsten Werktag abgemeldet wird oder mit genauem Datum. Für einen Verstoß gegen diese Vertragsvereinbarung kann man dann eine Vertragsstrafe von 1000 Euro in den Vertrag aufnehmen. Das macht den Vertragspartner flott, denn es ist egal, aus welchem Grund er den Wagen nicht abmeldet. Ist der Termin rum, muss er zahlen.

topolino666 am 02 Aug 2018 18:07:58

Wenn man dem Händler das schlechteste unterstellen möchte könnte sein Plan sogar so gewesen sein die Kiste innerhalb der 7 (oder 8 oder 10) Tage weiterzuverkaufen, er bietet dem neuen Käufer eine problemlose Mitnahme an und der soll halt irgendwann ummelden.

Gast am 02 Aug 2018 18:20:09

Hallo Marion,

ähnliches ist mir auch schon passiert, Käufer meldet nicht ab/um. Eine sehr schwierige Sache...

Das einzige was du machen kannst, geh zu deinem Versicherungsvertreter. Wenn die Versicherung der Zulassungsbehörde mitteilt dass das Fahrzeug nicht versichert ist, wird es zwangsabgemeldet. Das ist nur eine kleine Formsache für die Versicherung.
Wenn bekannt ist, wo das Fahrzeug steht, fährt sogar die Polizei hin und entstempelt die Kennzeichen.

Viel Glück!

Wegen der Behauptung mit dem Wasserschaden solltest du dich sofort rechtlich beraten lassen. Wenn der Käufer gewerblich ist (Vollkaufmann) hat er dir gegenüber eine besondere Beratungspflicht. Kann sein, der Kaufvertrag ist nichtig.

Grüße, Alf

Trashy am 02 Aug 2018 18:48:10

wolfherm hat geschrieben: Vertragsvereinbarung kann man dann eine Vertragsstrafe von 1000 Euro in den Vertrag aufnehmen. Das macht den Vertragspartner flott, denn es ist egal, aus welchem Grund er den Wagen nicht abmeldet. Ist der Termin rum, muss er zahlen.


Besser ist es eine andere Klausel in den Vertrag aufzunehmen. Das der Käufer die Pflicht hat innerhalb eines Tages das Fz. abzumelden. Entsteht ein Schaden für den Verkäufer so muss der Käufer ihn von diesen freihalten. Versicherung, Steuer, Tickets etc.
1000 EUR sind u.U. schnell erreicht

Gast am 02 Aug 2018 19:32:15

wir haben uns ein gebrauchtes Wohnmobil gekauft, dann festgestellt, dass Etagenbetten für uns doch nicht das Richtige sind...


Hallo Marion,

habt Ihr eigentlich den Vorbesitzer mal mit dem Gutachten konfrontiert oder liegt euer Erwerb des Womo's schon ewig zurück?

Das spielt zwar nun keine Rolle mehr aber mich hätte schon mal interessiert was der dazu sagt.

Hast Du ein Gutachten von einem zugelassenen Gutachter vorliegen?
Und, Du bezweifelst seine Angaben nicht, obwohl ihr selbst bis dahin nichts von den Mängeln bemerkt hattet?

jochen-muc am 02 Aug 2018 19:40:45

KudlWackerl hat geschrieben:Wenn der Käufer gewerblich ist (Vollkaufmann) hat er dir gegenüber eine besondere Beratungspflicht. K
Grüße, Alf



Das begründet sich wo ?

Labrador am 02 Aug 2018 19:44:59

jochen-muc hat geschrieben:

Das begründet sich wo ?



Mit arglister Täuschung und das verjährt erst nach 30 Jahren :wink:

mcdudel am 02 Aug 2018 22:42:17

hier ist schon vieles gesagt, nur noch zum Dach, das muss sich wellen, denn in der Hitze verzieht sich Metall, damit kein Schaden am Dach entsteht wenn das Blech angeklebt wäre wird es nur an den Rändern geklebt.

jochen-muc am 02 Aug 2018 22:53:40

Labrador hat geschrieben:
Mit arglister Täuschung und das verjährt erst nach 30 Jahren :wink:


Reden wir jetzt vom Ankauf oder vom Verlauf ?

Außerdem würde ich gerne weiterhin wissen, wo steht, das ein "Vollkaufmann" wie immer sich dieser Titel begründet, den beim Ankauf den Verkäufer beraten "muss" ?

wolfherm am 03 Aug 2018 01:04:08

Trashy,

lies dir meinen Text doch mal ganz durch. Du hast nicht alles zitiert.

kintzi am 03 Aug 2018 05:52:59

Bezgl. Betrug ist m.E. der Sachverständige/Gutachter? (vereidigt ?, wie qualifiziert ?) u. sein schriftl. Gutachten Dreh-u. Angelpunkt. An letzeres, wenn eines existiert, wird man nicht herankommen, weil er u. d. Händler unter einer Decke stecken. In solchen Fällen benutze ich die Formulierung: "werde ich evtl. den Staatsanwalt dafür interessieren".
Wenn man nichts Schriftliches hat, hat man immer noch den Partner als Zeugen. Somit dürfte eine Anzeige Erfolg haben.
Warum strafrechtl. vorgehen? Evtl., wenn Betrugsurteil erfolgt, kann man über Zivilprozess die 6000.-€ oder Teile davon
zurückholen.
Weiter kann man dem Händler etwas die Tour vermasseln, da das Fahrzeug Beweismittel wird u. solange nicht verkauft werden darf. Auch die Idee von Info an Zulassungsstelle(n) ist nicht schlecht.
Bzgl. Abmeldung: Sprich mit der Versicherung u. kündige sie fristlos, dann wird das Fhrzg. zwangsabgemeldet (Polizei beim Händler macht sich für diesen auch nicht gut). Gr. Richi

Lancelot am 03 Aug 2018 07:52:29

kintzi hat geschrieben: Warum strafrechtl. vorgehen?

Frag ich mich auch ... :gruebel: . Da hätten die Staatsanwälte aber viel zu tun :?

Der TE ist auf einen Aufkäufer reingefallen, der "die Ware" (das Auto) nach bester Roßtäuschermasche beim Ankauf schlecht redet und jede Menge Macken findet - nur um den Preis zu drücken. DAS ist sicher kein Betrug ! Warum auch ?

Das Fahrzeug jetzt zum doppelten Preis auszuloben ist für den TE zwar ärgerlich, aber auch weit entfernt von Betrug. Nirgendwo steht, wie hoch die Wunsch-Marge eines Händlers sein darf.

Wenn schon, dann war der ursprüngliche Verkauf an den TE nicht korrekt - FALLS das erstellte Gutachten (?) seriös einen verschwiegenen Schaden feststellt. Allerdings ist das Fahrzeug ja nicht mehr im Besitz des TE ... wird sehr schwierig sein, da was nachzuweisen.

Fazit : Reingefallen, Lehrgeld bezahlt, nächstes Mal besser machen und nicht dem erstbesten Aufkäufer zum Schundpreis verkaufen.

Lancelot am 03 Aug 2018 07:57:41

Labrador hat geschrieben: Mit arglister Täuschung und das verjährt erst nach 30 Jahren :wink:

Da ist wohl eine "Null" zu viel .. :) : verjährt nach DREI Jahren !
UND
maximal 10 Jahre nach Kenntniserlangung über eine Täuschungsabsicht.

Lancelot am 03 Aug 2018 07:59:28

jochen-muc hat geschrieben: Außerdem würde ich gerne weiterhin wissen, wo steht, das ein "Vollkaufmann" wie immer sich dieser Titel begründet, den beim Ankauf den Verkäufer beraten "muss" ?

Schließe mich der Frage an :ja:
Beratungspflicht kenn ich nur bei Finanz- und Versicherungsgeschäften, für Wohnmobile eher nicht :)

Gast am 03 Aug 2018 09:25:57

Alle, die da von keinem Betrug sprechen, ich denke, dass die Punkte des Tatbildes erfüllt sind:

Täuschung? Wenn sich derSachverhalt so abgespielt hat, wie geschildert wurde, ja.
Irrtumshandlung durch den Getäuschten? Ditto.
Hat der Getäuschte eine Vermögensverfügung getroffen? Ja.
Ist dem Geschädigten ein Schaden entstanden? Ja.

Ich persönlich würde eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft schicken, die dann vermutlich einleitet oder stilllegt.

Diesen windigen Praktiken gehört das Handwerk gelegt.

Gast am 03 Aug 2018 09:45:03

Lancelot hat geschrieben:Schließe mich der Frage an :ja:
Beratungspflicht kenn ich nur bei Finanz- und Versicherungsgeschäften, für Wohnmobile eher nicht :)


Wenn du so grundlegende Verständnisprobleme hast, schau mal die einzelnen unbekannten Begriffe in Wikipedia nach oder google nach "Bedeutung der Kaufmannseigenschaft".

Hier im Thread würde die Beantwortung von off-topic Fragen den TE stören.

Grüße, Alf

alexg am 03 Aug 2018 09:48:55

Hallo Marion,
stell doch bitte mal einen Link zu dem Fahrzeug ein

Lancelot am 03 Aug 2018 10:17:17

KudlWackerl hat geschrieben: Wenn du so grundlegende Verständnisprobleme hast, ...

:wall:
... hatte auf DICH gehofft !
Findest auch nix zur "Beratungspflicht" ? Warum behauptest Du dann sowas .. :?

KudlWackerl hat geschrieben: Wenn der Käufer gewerblich ist (Vollkaufmann) hat er dir gegenüber eine besondere Beratungspflicht.


Warum sollte ein Käufer den Verkäufer beraten müssen ?
Wozu ? Zur Preisfindung ?

Na ja .. :roll:

schnecke0815 am 03 Aug 2018 12:16:20

Ich finde das die Diskussion etwas aus dem Ruder läuft.
Die Frage war ob es sich um Betrug handelt und die Antwort ist aus folgenden Gründen ein klares NEIN:

Wir leben in einem kapitalistischen System. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, ebenso wie Verhandlungsgeschick und Unwissenheit (habe extra nicht Dummheit geschrieben)
Die heutige Zeit hat uns neben unserem zumeist gesunden Menschenverstand verschiedene Hilfsmittel an die Hand gegeben als da wären das www, Gebrauchtwagenpreise, das Forum hier (welches man dann aber vorher fragen muß), ADAC Schätzung, Sachverständige, andere Händler etc.
Vor keinem Gericht wirst du wegen Unwissenheit freigesprochen und wenn der TE sein Fahrzeug an den erstbesten Aufkäufer verhökert ist das ganz allein sein Problem.
Wo kämen wir hin wenn wir unsere Fahrzeuge nur zu festgelegten Preisen kaufen/verkaufen dürften?
Wo kämen wir hin wenn die max. Gewinnmarge reglementiert wird? Wahrscheinlich zu einem Staat mit Mauern oder?

goldfinger am 03 Aug 2018 12:46:19

Ich halte dagegen :D

Wenn ich das alles richtig verstehe, hat der Käufer sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, einen finanziellen Vorteil verschafft. Wenn das vorsätzlich geschehen ist, stellt das für mich Betrug dar. Der Vorsatz müsste natürlich nachgewiesen werden. Aber wenn dieser Händler öfters so vorgeht, sollte das kein Problem sein.
Ein Problem ist allerdings, dass der Wasserschaden nicht schriftlich festgehalten wurde. Aber auch hier könnten andere Geschädigte hilfreich sein.


Andreas

eiger99 am 03 Aug 2018 12:59:51

Hallo zusammen...

Das sind ja alles schöne Spekulationen...

Aber wer weiß

- um was für ein Auto es sich handelt?
- wie hoch der ursprünglich angesetzte Verkaufspreis war?
- ob tatsächlich ein Wasserschaden vorlag?
- ob der Wagen vielleicht noch weitere Mängel hatte?
- ob der Käufer den möglichen Kunden vor Ort über den Wasserschaden aufklärt?

Für mich zu viele offene Fragen.

Sonnige Grüße

Thomas

Gast am 03 Aug 2018 13:45:54

Richtig, Angebot und Nachfrage regeln den Markt, Händler sagt: „Ich gebe dir nur 10.000,— statt 16.000,— .“, und der Verkäufer akzeptiert, dann ist das das Problem des Verkäufers.

Wenn aber bewusst Täuschungshandlungen gesetzt werden, dann ist das keine Frage mehr von Angebot und Nachfrage, sondern eine der bewussten Täuschung mit Schädigungsvorsatz. immer vorausgesetzt, es hat keinen Wasserschaden gegeben, denn wenn es den gegeben hat, dann wurde der Verkäufer ja nicht getäuscht, somit alle Spekulationen hinfällig.

Eine Verpflichtung zur umfangreichen Informationsgewinnung, um Dritte von einer gerichtlich strafbaren Handlung abzuhalten, besteht, obwohl hier anders behauptet, grundsätzlich einmal nicht, wird aber wahrscheinlich in jedem Fall einzeln zu beurteilen sein. Streng genommen wäre ja schon der Versuch strafbar, weil Betrug und seine qualifizierten Formen keine Vollendungsdelikte darstellen.

Beim Verkauf sieht die Sache ganz anders aus......

udob am 03 Aug 2018 14:02:44

Nun in der Regel sind Vermutungen, oder Glaubensfragen in der deutschen Rechtsprechung eher unnütz.

wie sagt es sich so schön,
Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung.

§ 263 StGB
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
1.gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
2.einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
3.eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
4.seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger mißbraucht oder
5.einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.

so nun fleißig subsumieren.

schnecke0815 am 03 Aug 2018 14:42:11

Mag sein das dieser Paragraph greifen könnte Udo aber die Faktenlage ist folgende:

McKira hat geschrieben:....der Händler schickt 'nen Sachverständigen und der hat uns geschockt. Das WoMo ist nass, das Dach wellt sich, das Fahrzeug ist höchstens zum ausschlachten zu nehmen. Der Käufer hat den Preis um 6000€ gedrückt u.wir haben zugestimmt....


Das ein Dach wellig sein kann werden aufmerksame Foristen wissen. Ob das Womo nass war/ist kann, muß nicht sein oder der TE wußte es nicht.
Löblich ist die Absicht keinen privaten Käufer zu beschubsen wenn denn Mängel vorlagen.

Frage ist z.B. auch, ob der ausgelobte Preis marktüblich war oder vielleicht schon € 5.000 über anderen Angeboten lag.
Die nächste Frage wäre wie der TE alles gemäß dem Paragraphen beweisen will?
Meiner Meinung schädige ich keinen Dritten gemäß dieses Paragraphen wenn ich mein Fahrzeug € 10.000 über den vergleichbaren Angeboten anbiete und tatsächlich
eines Tages jemand kommt und mir diesen bezahlt. Wäre dem so dürften alle Verträge über den Marktpreisen ungültig sein und den Tatbestand des Betruges erfüllen.




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