Caravan
motorradtraeger

Neukauf Teil integrierter - Kein Durchblick


tomima am 04 Aug 2018 11:14:42

Guten Tag zusammen,

ich habe mich im Forum angemeldet um eventuell ein paar Tipps zum Kauf eines Wohnmobils zu erhalten. Folgende Rahmenbedingungen sind gegeben:
Teilintegrierter (evtl. Integrierter)
Etat max. 80.000 € (Listenpris - ich denke, dass dann Rabatte noch verhandelbar sind)
Wir reisen überwiegend zu zweit
Brauchen aber Platz, weil wir später das WoMo auch schon mal mehrere Monate am Stück nutzen werden. Deshalb: relativ hoch ausgestattet
Was sind die absoluten "must have"?
Welche Unterbaufahrzeuge sind gut und mit welchem Motor empfehlenswert, wenn man Lasten bis 2000 kg ziehen möchte?
Länge: mindestens/ungefähr 7,4 Meter
Kein Holzaufbau
Mit Anhängerkupplung (Boot/kleines Fahrzeug)
Evtl. Wintertauglich
Zusatzinfo: Meine Frau und ich sind beide um die 60, werden neben Campingplätzen und WoMo-Stellplätzen auch schon mal "in der Natur" übernachten (so, wie wir es bisher auch mit unserem Bulli T3 gemacht haben)

Mein Problem ist: Es gibt eine für mich unüberschaubare Fülle an Herstellern und Modellen. Da stehe ich vor einem Berg von Fragen:
Wer bietet denn ein wirklich gutesn Preis-Leistungsverhältnis?
Können auch ausländische Hersteller (z.B. Challanger) mit Bürstner und Co mithalten?
Wie hoch sind die maximalen Rabatte (wenn ich ein Fahrzeug auf der Messe in Düsseldorf) kaufe?
Gibt es Zubehörteile (z.B. Solaranlage, Fahrradgepäckträger, Markise), die ich nachrüsten lassen sollte, weil ich sie so günstiger und eventuell auch in einer besseren Qualität bekomme?
Was sollte ich beim Kauf unbedingt beachten?
Wo sitzen Händler, die wirklich gute Preise machen?
Lohnt es ein EU-Fahrzeug zu kaufen?

Fragen über Fragen,... und ich wäre dankbar, wenn ihr euch da die eine oder andere Frage zur Beantwortung rauspicken könnten

Liebe Grüße
Thomas

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

rtiker am 04 Aug 2018 11:27:33

Hallo, das Wichtigste beim Wohnmobil-Kauf ist es den "richtigen" Händler zu finden. Der kann dir auch bei der Beantwortung deiner Fragen hilfreich zur Seite stehen.

Nachfolgend 10 Punkte, auf die man bei der Suche achten sollte.

Zitat

"1. Nähe
Das wohl am meisten unterschätzte Kriterium bei der Suche. Auf die Strecke zum Händler kommt es nicht nur bei der Abholung des Fahrzeugs an. Später folgen womöglich Reparaturen innerhalb der Gewährleistungsfrist von zwei Jahren, für die der Händler geradestehen muss. Und wenn alles glattgeht, wären da immer noch jährliche Dichtigkeitsinspektionen. Bei einer Entfernung von mehr als 100 Kilometern können Routinetermine stressig werden.
2. Auswahl
Die Größe eines Betriebs ist für die Qualität nicht entscheidend. Wie soll man aber eine Kaufentscheidung treffen, wenn man Grundrisse und Polsterfarben nur auf dem Papier sieht? Ein guter Händler sollte genügend Ausstellungsfahrzeuge haben, damit man sich ein genaues Bild vom gewünschten Modell machen kann und auch einmal in Ruhe Probe liegen darf.
3. Werkstatt
Als Käufer sieht man meist nur die Schaufensterseite, dabei wäre ein Blick hinter die Kulissen ebenso wichtig. Dort könnte man schnell sehen, ob ein Betrieb über eine professionelle Wohnmobilwerkstatt verfügt. Die erkennt man beispielsweise an großen überdachten Hebebühnen. Nur wenn es mehrere witterungsunabhängige Wartungsplätze gibt, klappt es später mit gewünschten Terminen für eventuelle Zubehörnachrüstungen oder Reparaturen.
4. Mietangebote
Vor dem Kauf erst einmal ausprobieren: Im Idealfall kann man das Wunschmodell für den großen Urlaub mieten und dann entscheiden. Oft lässt sich das ausgiebig getestete Fahrzeug am Ende der Mietsaison übernehmen. Mit einem seriösen Händler spricht man offen über die eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten, kann risikolos probieren und zu vorher abgesprochenen Konditionen kaufen.
5. Markentreue
Seit wann hat der Händler die gewünschte Marke schon im Angebot? Ein langjähriges gutes Verhältnis zum Hersteller zahlt sich bei der Abwicklung von Gewährleistungsfällen und eventueller Kulanz aus. Umgekehrt kann es Probleme geben, wenn der Händler seine Marken oft auswechselt. Dann darf man sich nicht wundern, dass man sich später bei der Ersatzteilbeschaffung woanders umsehen muss.
6. Vertrauen
Ob die Chemie stimmt, merkt man oft schon beim ersten längeren Gespräch. Ein guter Händler kann zuhören und berät kompetent über die zahlreichen Möglichkeiten bei der Fahrzeugwahl. Hinweise auf die Qualität eines Betriebs geben außerdem Auszeichnungen des Händlerverbands. Urkunden weisen darauf hin, ob geprüfte Fachkräfte für Wohnmobil-Technik in der Werkstatt arbeiten.
7. Preise
Selbstverständlich spielt Geld beim Kauf eine Rolle. Unter den hier genannten Kriterien ist der Preis aber keinesfalls die Hauptsache, im Gegenteil. Bietet ein Händler deutlich unter marktüblichen Konditionen an oder wirbt mit Discountpreisen, ist Skepsis angebracht, denn jeder Betrieb muss am Ende seine Kosten decken. In solchen Fällen liegt die Vermutung nahe, dass woanders gespart wird, beispielsweise am Service nach der Unterschrift des Kaufvertrags.
8. Probefahrt
Beim Pkw-Kauf erscheint eine Testrunde selbstverständlich, beim Erwerb eines Wohnmobils ist sie immer noch die Ausnahme. Man sollte sich nicht durch irgendwelche Ausflüchte des Verkäufers von einer Probefahrt abbringen lassen. Nur so kann man ein Gefühl dafür entwickeln, ob das Wohnmobil wirklich passt. Ein professionell aufgestellter Betrieb sollte das möglich machen.
9. Fahrzeugservice
Beim Wohnmobilkauf kommt es nicht nur auf den Auf- und Ausbau an. Man erwirbt schließlich auch ein Basisfahrzeug. Gute Händler haben eine passende Lösung, wenn es um den Service fürs Chassis geht – sei es im eigenen Haus oder bei einem Partnerbetrieb. Wer diesen Punkt übersieht, dem kann es passieren, dass der Händler bei Fahrgestellproblemen mit den Schultern zuckt.
10. Zubehör
Fast alle Fahrzeuge werden nachträglich mit Zubehör vom Fahrradhalter bis zur TV-Anlage versehen. Der Händler sollte hier eine gute Auswahl und die fachgerechte Montage anbieten können. Theoretisch sind Nachrüstungen auch in anderen Betrieben möglich, das kann aber wiederum Schwierigkeiten in Gewährleistungsfällen mit sich bringen."

peter1130 am 04 Aug 2018 11:41:45

Ich würde mir erstmal einen Grundriss aussuchen der dir am meisten passt. Alles hat Vor und Nachteile. Es gilt den besten Kompromiss für dich zu finden.

Willst du Festbetten oder Hubbett? Großes Bad wichtig? Richtig Wintertauglich sind nur Fahrzeuge mit beheiztem Doppelboden. Bei der Fahrzeuggröße würde ich auf jeden Fall ein Maxichassis nehmen mit mehr als 3,5T. Motor mindestens 150PS.

Wenn du das hast würde ich mir das Modell mieten und mal 2 Wochen damit fahren.

kapewo am 04 Aug 2018 12:02:11

Hallo tomima und herzlich Willkommen,
alle eure genannten Kriterien und Anforderungen treffen auch auf uns zu. Dementsprechend haben wir auch lange gesucht und sind mit unserem momentanen Fahrzeug, das nicht unser erstes war/ist, glücklich geworden.
Auch unser Händler, auf den wir durch Zufall getroffen sind, erfüllt alle von rtiker genannten (zitierten) Kriterien.

Aus welcher Ecke des Landes kommt ihr denn?

eaglesandhorses am 04 Aug 2018 12:11:54

nach Fahrzeugen mit Doppelboden und Heckantrieb Ausschau halten. Teilintegrierte sind meiner Ansicht nach im Winter ungeeignet .

Wokdi am 04 Aug 2018 13:09:08

Moin,

meiner bescheidenen Meinung nach ist der einzige und einsame Vorteil eines TI (Teilintegrierten) der geringste Windwiderstand.
In ALLEN anderen Punkten sind Alkoven oder VI (Vollintegrierte) überlegen: Platzangebot, Stauraum, Anzahl Schlafplätze, Kältetauglichkeit. Gerade bei längeren Ausfahrten sind "Auslauf" und "Stauraum" nicht zu überschätzen.

Wenn ich mir dein Anforderungsprofil so anschaue, werdet ihr mit einem TI IMHO nicht glücklich.

Andere mögen andere Schwerpunkte setzen... :wink:

mafrige am 04 Aug 2018 13:35:06

Hallo Thomas,

herzlich willkommen.
Mit 7,40 m Länge habt ihr euch entschieden über 3,5 t zu fahren, was mit der höheren Maut, Go-Box Benutzung und Geschwindigkeitsbegrenzung einher geht.
Das ist nicht schlimm, es sollte nur bewusst sein.
Ihr fahrt überwiegen allein, wieviel und wer (1 oder 2 Enkel?) fahren eventuell auch mal mit?
Richtig Winterfest zum Winterurlaub machen, oder nur mal gelegentlich Weihnachtsmärkte besuchen?
Einfach die Wünsche schreiben, da wird euch in diesem Forum auch geholfen … :lol:

markgraefin am 04 Aug 2018 13:48:19

Hallo Thomas,

aus eigener und leider sehr teuren Erfahrung kann ich euch nur empfehlen, erstmal verschiedene Wohnmobile zu mieten.

Wir haben uns, nachdem uns der T4 zu eng wurde und wir auf ein Bad nicht mehr verzichten wollten,
sehr spontan einen gebrauchten ADRIA Alkoven gekauft.
Ein wirklich tolles Auto und mit 7m auf 3,85 t aufgelastet und eigentlich super.

Was wir völlig außer acht gelassen haben, war, dass ich nicht in den Alkoven klettern konnte und das
Querbett hinten sich als absolut unpraktisch erwies, weil man immer über den vorne Liegenden krabbeln musste,
wenn man aus dem Bett wollte.

Das zweite Wohnmobil war ein neuer Sunlight mit 7,50m.
Tolle Aufteilung mit Abtrennung vom Schlaf/Badbereich vom Rest des Wohnmobiles.

Leider war das Auto schon mit minimalausstattung ohne Sat und Solar, ständig überladen und von der
Qualität im Innenbereich traurig verarbeitet.
Außerdem hatt es als Neuwagen Kinderkrankheiten ohne Ende.

Jetzt fahren wir einen 6,50 Dethleffs VI und sind sehr zufreiden.
Klar, Stauraum haben wir eigentlich zu wenig und das Gewicht ist auch ein Problem,
aber dieses Wohnmobil fahren wir, bis wir aus Altersgründen auf einen Wohnwagen - Dauerplatz
umsteigen.

Bei allen Käufen habe ich eine Menge Geld verbrannt.
Ich kann eigentlich nur dringend empfehlen, erstmal zu mieten um das richtige
Wohnmobil zu finden.

Viel Glück und Erfolg.

Gruß von der Ostesse
Markgräfin

Gast am 04 Aug 2018 18:04:13

Hallo,
sinnvoller Ansatz:
Messen, Händler besuchen und probeweises Mieten. Alles andere ist für mich Kaffeesatzleserei. Der veranschlagte Kaufpreis eignet sich wenig zum Ausprobieren, es sei denn es kommt auf tausende Euro Wertverlust nicht an.
D a s Wohnmobil gibt es nicht und es gilt auszuprobieren und abzuwägen.
Wer soll hier das passende Reisemobil empfehlen?
Zu zwei Personen reisen hier vermutlich die meisten Leser. Jedes Mobil hat Vor- und Nachteile.
Erst mal Durchblick verschaffen. Differenzierte Fragen werden sicherlich von den Forumsteilnehmern beantwortet.
Wie schon mehrfach gepostet: "Die Eier legende Wollmilchsau gibt es nicht!"
Gruß Holger

Wokdi am 04 Aug 2018 18:09:44

ät Anhängerkupplung: bei ALKO-Chassis problemlose Nachrüstung möglich und vglweise günstig :wink:

Bodimobil am 04 Aug 2018 19:01:04

Wokdi hat geschrieben:ät Anhängerkupplung: bei ALKO-Chassis problemlose Nachrüstung möglich und vglweise günstig :wink:


Auch bis 2000kg ?

Ich hätte bei 2000kg Anhängelast eher an Hinterradantrieb gedacht. Nur mit Doppelboden und Vollausstattung wird es dann aber mit dem Budget zumindest bei Neufahrzeugen knapp.
Wäre ein wenige Jahre Alter fasst Neuwertiger für euch auch Ok ?

Gruß Andreas

Sprinterklasi am 04 Aug 2018 21:30:06

Hallo,
ich schreibe hier einfach mal auf, was für uns beim dritten Womo wichtig war. Letztlich habe ich nicht alles bei einem Hersteller gefunden und mich dann zu einem Selbstbau entschlossen. Man muß also eine Prioritätenliste anlegen und dann schauen, welcher Hersteller die meisten, bzw. wichtigsten Punkte erfüllt.
- Ich wollte seinerzeit unbedingt das Sprinter-Tiefrahmenfahrgestell, aber kaum ein Hersteller verwendet es. Das Sprinterfahrerhaus ist leider arg schmal, sodaß keine zwei Armlehnen angeboten werden, jedenfalls nicht bei den Seriensitzen. Aus heutiger Sicht würde ich keinen Mercedeszuschlag mehr bezahlen, aber das ist Ansichtssache. Ein weiterer Nachteil ist der deutlich höhere Dieselverbrauch bei einem in der Praxis schwächerem Motor(trotz 163PS) gegenüber dem nominell schwächeren Ducato mit 150 PS. (liegt das am größeren Hubraum???) Wir liegen bei einer BAB-Geschwindigkeit von ca. 110-115 km/h bei fast 12l/100km über einen Zeitraum von 5 Jahren und 74 000km. Allerdings ohne jede Panne, das kann ein gleich alter Rapido-Kollege von seinem Duc nicht sagen. Wenn das noch einmal 5 Jahr so bleibt, hat sich der Stern-Aufpreis doch gelohnt.
- Bei 2 Pers. kommt für mich nur noch ein Längsbettwagen mit echten 2m-Betten infrage.
- Ein riesiger Kühlschrank ist weniger wichtig als eine ordentliche Arbeitsfläche in der Küche.
- Der Wohnteil sollte ohne Sitze zu drehen zwei Sitze haben, z.B. für Essenspausen unterwegs. (Seitensitz)
- Doppelboden ist im Winter unerläßlich. Das weiter oben geäußerte Vorurteil gegen TIs im Winter ist zumindest bei uns völlig unbegründet. Unser TI ist viel gleichmäßiger beheizt, als der Vorgängeralkoven. Unsere Luftstränge sind allerdings auch mit Köpfchen verlegt. So habe ich 1. die Heizung vorne unter dem Seitensitz; 2. zwei Luftstränge durch die Sitzkästen nach vorne verlegt.(dadurch Warmluftvorhang an der Windschutzscheibe); 3. die restliche zwei Luftstränge laufen direkt unter dem Doppelboden nach hinten. Fußbodenbelag ist aus Kork. So haben wir eine exzellente Fußbodenheizung.
- eine ordentliche Stehhöhe(bei z.B. 185 cm in der Dusche bekomme ich Platzangst.
-ordentliche bequeme hintere Sitze (z.B.bei Carthago) und nicht einfach zwei Polster rechtwinklig auf Holzbretter geknallt. Besonders abschreckend war für mich die Sitzgruppe bei Bimobil
Die Zubehörauswahl ist riesig und sehr personenbezogen. Hier kann man wenig raten.
Für mich war Stromautarkie wichtig, wir haben daher einen sehr leistungsfähigen und trotzdem kleinen 100AH-Lithium-Akku mit einem 1500 W-Wechselrichter. Dazu paßt gut eine 100W-Solarzelle. Damit braucht man im Sommerhalbjahr keinen Landstrom, höchstens für den Kühlschrank.
Noch ein Wort zum TI: Meine Frau vermißte beim VI die eigene Tür und die verminderte Crash-Sicherheit. Damit war der VI gestorben.
Mein Vorschlag bei der angedachten Länge von ca.7,4m:
Ein Heavy-Duc mit dem stärksten Motor(177PS) und mind. 4250kg.
So, ich hoffe die wichtigsten Dinge erwähnt zu haben. Vielleicht konnte ich etwas helfen.
Schöne Grüße, klasi

kapewo am 04 Aug 2018 21:42:18

Wir haben bei unserem TI auch keine Probleme mit beschlagenen Scheiben im Fahrerhaus. Die Heizung sitzt unter dem "Schwiegermuttersitz"/Seitensitz und hat auch beidseitig Ausströmer nach vorn.
Weiterer Vorteil, die Heizung sitzt nicht unter den/dem Bett(en). Also hinten im Schlafbereich kühler als vorn im Bereich Fahrerhaus und Dinette. Der beheizte, durchgehend warme Doppelboden zwingt einen auch im Winter bei Minusgraden nicht in die warmen Pantoffel. Es kommt eben immer darauf an wie durchdacht das Ganze ist und ob die planenden Ingenieure schonmal ein Wohnmobil realitätsnah und nicht nur auf dem Reißbrett erlebt haben.

peter1130 am 04 Aug 2018 21:57:50

Die für mich entscheidenen Nachteile einens Vi gegenüber einem TI sind:

A) die Windschutzscheibe ( erheblich teuerer im Schadensfall ( Versicherung) )
B) nur Plastik anstatt Blech vorne rum. Chrashsicherheit bzw. Reparaturaufwand erheblich und damit teuer.
C) Anschaffung ca. 10000€ teurer als ein vergleichbarer TI



Wir haben uns für den Ixeo TL680G entschieden weil ich hinten keinen riesen Überhang spazieren fahren wollte. Deshalb das Längshubbett unterm Dach und ein schönes großes Bad wo man sich nicht verbiegen muss um aufs WC zu kommen.

Das Hubbett hat natürlich den Haken das man nirgendwo sitzen kann wenns unten ist. Uns stört das nicht.

Unserer hat ein 4250kg Maxichassis mit dem 150Ps Motor. Der reicht völlig um zügig und sparsam voranzukommen.

eaglesandhorses am 05 Aug 2018 00:12:29

Wenn du da länger drin leben möchtest , ist genau so ein Hubbett Shit. Das ganze Fahrzeug ist lahmgelegt wenn einer schläft.

Bodimobil am 05 Aug 2018 00:15:39

Meine Frau war mal 4 Tage "Bettlägerig". Nicht auszudenken wenn wir da nur so ein Klappbett gehabt hätten.

kapewo am 05 Aug 2018 00:24:15

Unser Vorgänger hatte auch ein Hubbett über der Dinette und hinten ein großes Raumbad. Vom Platzgefühl ja ideal....aber aus kleinen Urlauben und Wochenendfahrten wurden dann über 100 Tage im Jahr die wir unterwegs sind. Wenn da nicht beide zeitgleich aufstehen und ins Bett gehen ist das auf Dauer unerträglich. Vorallem in den Wintermonaten.

peter1130 am 05 Aug 2018 11:01:14

eaglesandhorses hat geschrieben:Wenn du da länger drin leben möchtest , ist genau so ein Hubbett Shit. Das ganze Fahrzeug ist lahmgelegt wenn einer schläft.




Stimmt das erwähnte ich als Nachteil. Wie gesagt uns stört das nicht. Wir möchten dafür keine Betten spazieren fahren die wir Tagsüber nicht brauchen und Länge benötigen.

So verschieden sind halt die Bedürfnisse.

gerhardo am 05 Aug 2018 13:07:26

Hallo Thomas,
fast alles ist schon gesagt. Ich empfehle auch zunächst zu mieten, um Erfahrungen zu sammeln.
Wenn ich den Anforderungsprofil sehe, ist das Budget mit 80 TEUR Liste eher knapp.
Wir haben 2012 einen Hymer Exsis i (integriert) gekauft. 7,2 m lang, Garage, Einzelbetten hinten, Hubbett vorne, Maxi-Fahrwerk (4,25t), 3 l Maschine, Anhängerkupplung und gut ausgestattet. Liste Basis ca. 68 TEUR, Liste mit Ausstattung ca. 93 TEUR. Netto nach Rabatt
ca. 84 TEUR. Dazu kamen später noch: 100 Wp Solaranlage, Fernsehgerät, Dachklimaanlage.
Dabei ist der Exsis i bei Hymer der Einstieg in die Welt der Integrierten.
Gerhard

kawabenemsi am 05 Aug 2018 17:08:22

Hallo ,

man möge es mir nachsehen , aber das Wichtigste ist nach meiner Erfahrung ähnlich wie beim Immobilienkauf die LAGE !

Nämlich die Lage zu einem guten Händler mit gutem Service in (für mich max.) ca. 50km Radius um den eigenen Wohnort.
Was nützt ein tolles "Angebot" oder ein tolles"Wohnmobil" , wenn der Service 700 km weit entfernt ist .Hier im Forum oft schon darüber Klagen gelesen.

Und man soll sich keiner zu grossen Illusionen hingeben , wenn man bei einem "Fremdhändler" heutzutage und der derzeitigen Marktlage mit Problemen erscheint.

Mich kennt bei meinem Händler jeder Mitarbeiter und ist genauso servicebereit , wie ich deren Leistung stets honoriere.

Ergo : Händler/Service im Umfeld erspart viel Zeit und Nerven .

VG Ben

Piet77 am 06 Aug 2018 10:40:28

Die Nähe zum Händler hilft sicherlich bei Zeit und Fahrtkosten. Aber umsonst gibt es da ja wohl auch nichts, oder?

kapewo am 06 Aug 2018 12:07:41

Vorallem nützt mir der Händler in der Nähe nichts wenn er nicht das Objekt meiner Begierde vertreibt. Da muß man schon Kompromisse eingehen. Mein Händler ist 110 km entfernt, liegt aber auf dem Weg zu einem oft besuchten Kurzurlaubsziel. Da kann immer schnell mal vorbeihuschen wenn mal Kleinigkeiten sind. Bisher war aber noch nichts zu bemängeln nach 8 Monaten und 9tkm (Neufahrzeug).

Grandeur am 06 Aug 2018 12:18:19

Hallo Thomas,
das Optimum gibt es nicht. Wir haben jetzt auch seit ca. 2 Jahren rumgemacht und abgewogen was uns wichtig ist, d.h. Fahrzeug nicht zu groß (breit), wintertauglich, Fahrräder innen, Längsbetten (gegen blaue Flecken), ausgereifte Technik und ordentliche Qualität. Eigentlich wollten wir einen Kastenwagen...

Nach früher T4 California Coach: 10 Jahre, viele Urlaube, guter 2,5 TDI,... sollte doch ein Ducato eine gute Entwicklung sein. Mehr Komfort durch Toilette und Dusche.
Nachdem wir letztes Jahr einen Querschläfer (Knauss Box Star 5,99) gemietet hatten, war der raus. Querbett und das auch noch für mich mit 1,91m wirklich nicht ausreichend. Das Wetter war gut, daß man nur zum Schlafen und Frühstücken im WoMo war, aber bei Regen ist mir der KaWa einfach zu eng. Vom Fahren her: das Fahrwerk war sehr hart, und die Klappergeräusche heftig. (Fahrzeug war 2 Wochen alt und war 2500km gelaufen!)

Also weitergeschaut bei Karmann, Vantourer, Pössl, Bavaria, Malibu, Hymervan. Bei den 5,99 Versionen gibt's überall zu wenig Schränke bei Längsbetten, also 6,30m. Betten meist o.K., aber die Duschen verdienen nicht den Namen. Sitzgruppen und die Küchenblöcke sind zu klein um Töpfe, Geschirr und wenige Vorräte unterzubringen. Und der Platz ist einfach durch das Blech eingeschränkt.

Also weiter zu den TI´s von P.L.M., Knauss, Chausson, Hymer, Euramobil, Carado. Die ersten 3 sind schon wegen der Qualität rausgefallen, d.h. Möbelbau (abgefallene Kantumleimer bei Knauss-Mobilen im Schauraum, Verkabelung einfach in die Hohlräume reingeworfen bei Chausson). Ich fragte mich wie die Fahrzeuge wohl klappern, wenn man fährt, wenn es im Stand schon unsauber verarbeitet ist? Die Zukaufteile kommen doch sowieso alle von ein paar wenigen Zulieferern, aber die kann man auch besser oder schlechter verbauen. Manche Hersteller haben zudem für mich furchtbare Bezugstoffe oder Farbkombinationen.

Schließlich sind wir beim Hymer ML-T 580 (altes Modell wird gerade günstig abverkauft) gelandet: Ausgereiftes Basisfahrzeug mit Heckantrieb, komfortabler und millionenfach gebaute 7-Gang Wandlerautomatik und inzwischen ausgereiftem OM651-Motor mit EURO 6 und AdBlue (hoffentlich wird man da mal auch nicht enteignet), ordentlich verarbeiteter Aufbau (Kabel in Kabelkanälen, solide Scharniere, ordentlich eingepaßte Klappen, saubere Silikonfugen im Bad, Mineralguß Waschbecken,...), für uns großzügige Stauräume und das Design geht auch i.O.. Optionen wie SAT, Markise,… sind ab Werk verbaut und nicht in der Werkstatt durch z.T. einfache Bauteile auf „Vollausstattung“ gepimpt.

Mankos hei Hymer: Heftige Aufpreisliste, bei der Zuladung müssen wir bzgl. 3,5to-Zulassung aufpassen um nicht zu überladen (können wir notfalls noch auflasten, wenn doch der Roller mit in den Urlaub soll), zu wenige Steckdosen, wenig Platz für Photovoltaik. Einfache Dachfenster in Bad und Schlafbereich.

Da kommen bestimmt auch noch weitere Nachteile raus.

Mal schauen, ob er im Winter beim Skifahren was taugt? (Doppelboden ist schön, macht aber das Fahrzeug nochmals schwerer)

Das Optimum ließe sich bestimmt bei einem Nobelhersteller bauen, aber leider ist das für mich unbezahlbar.

Macht Euch Gedanken über die über 7m Klasse mit 2,35m Breite: braucht Ihr den Platz wirklich? Eine 3,5 to sind fast unmöglich. Hubbett finde ich nur als Gästebett interessant, sonst ist es unpraktisch, wenn die Schlafgewohnheiten etwas unterschiedlich sind.

Rabatte gibt’s gerade wenig. Die Branche boomt! Wieso sollte ein knappes (teilweise künstlich verknapptes) gut hoch rabattiert werden? Auf der CMT in Stuttgart wurden 2018 meist 10% angeboten. Besser geht i.d.R. Naturalien und Änderungen rauszuhandeln.

Sucht zuerst das für Euch passende Fahrzeug, probiert es aus, sucht den Händler, der Euch den besten Eindruck macht und sprecht dann über den Preis bzw. Rabatte. Wer als Händler gleich mit Rabatt und super Finanzierungskonditionen kommt, muß über den Preis verkaufen.
Schließlich hilft nur Fahrzeuge besichtigen, ausprobieren, Foren lesen (kritisch betrachten!) und dann hoffentlich die richtige Entscheidung treffen.

Viel Erfolg.

Gruß Grandeur

tomima am 15 Aug 2018 20:23:29

Danke nochmals für all die wertvollen Tipps. Manchmal geht es dann doch schneller, als man selbst denkt. Gestern haben wir uns einen Sunlight T67 bestellt. Den haben wir ziemlich voll ausgestattet und ihm einen 150 PS-Motor verpasst (wegen der Anhängerkupplung). Auch wenn er einen Holzaufbau hat und der Bürstner im Detail und hinsichtlich der Sicherheit bestimmt mehr zu bieten hat: Wenn ich aber bei besserer Ausstattung des T67 dann 20.000 € günstiger bin als bei Bürstner, ist das zumindest für mich ein wichtiges Argument. Der Händler sitzt rund 50 km entfernt und ist somit auch recht gut zu erreichen.
Hier mal die Ausstattung, für die, die es interessiert:

Basic-Paket T/A
Chassis-Paket T/A
Chassis-Komfort-Paket T/A
Sunlight-Active-Paket
Anhängerkupplung
Fenster in T-Haube
2. Außenstauraumklappe
Heckstützen
Hubbett
Bettenumbau Einzelbett zum Doppelbett
Zweite Aufbaubatterie 95AH
Paket All-In-One mit:
Markise 4,5 Meter Thule
Fahrradträger 3-fach
22 Flachbildschirm + Halter, Teleco Flatset Classic 66
Kabelvorbereitung Rückfahrkamera
Backofen im Küchenblock
Großer Kühlschrank 167 l mit separatem Frostfach 29 l
Solaranlage 200 W
Duo Control CS mit Gasfilter und Fernanzeige
Außenwasseranschluss mit Warm/Kaltregler
Truma iNetBox inkl. Einbau

Viele Grüße
Thomas

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Kaufberatung absolute Neulinge Winterfest
Hymer Eriba - Unterstützung - Kaufberatung
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt