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Österr Tourist stirbt am Gletscher in Norwegen


shoe1 am 10 Aug 2018 10:10:12

Der Nigardsbreengletscher und andere Gletscher sind beliebte Ausflugsziele in Norwegen. Auch wir besuchten vor drei Wochen dieses beeindruckende Naturschauspiel:


Ein Einheimischer berichtete uns bei diesem Besuch, dass immer wieder Touristen die Absperrung missachten und dabei ihr Leben riskieren ...

Ein Pressebericht vom vergangenen Montag bestätigt dies leider:
Österreichischer Tourist stirbt am kalbendem Gletscher
Der Mann sei am Sonntag mit mehreren anderen Touristen am Nigards-Gletscher in der Fjordregion nördlich von Bergen über die Absperrungen geklettert, sagte ein Bergführer am Montag dem norwegischen Fernsehen.
Dann sei plötzlich ein großer Eisbrocken abgebrochen und in die Tiefe gerast. Drei Menschen fielen laut Polizei ins Wasser, zwei überlebten verletzt, der 38-jährige Österreicher wurde mitgerissen.
Der Gletscher sei den ganzen Sommer über recht aktiv gewesen, sagte ein lokaler Experte dem norwegischen Fernsehen. Viele Touristen ignorierten trotzdem die Warnschilder und Absperrungen.
Vor vier Jahren war ein deutsches Paar vor den Augen seiner beiden Kinder auf demselben Gletscher ums Leben gekommen. Bei einer Wanderung ohne Wanderführer wurden sie von abbrechenden Eisblöcken erschlagen


Also Vorsicht und bitte die Warnhinweise beachten!



lg Rupert

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babenhausen am 10 Aug 2018 10:26:58

Das ist doch leider nichts besonderes,wenn auch traurig genug.
Solche Unfälle hat es in den Alpen ständig Sommer wie Winter.
Lawienentote weil Absperrungen nicht beachtet werden ,Ungesicherte Wanderer und Bergsteiger die abstürzen und, ,und


Am schlimmste ist es für die Angehörigen dafür mein volles Mitgefühl und Beileid.


Und Hut ab für die Retter die sich oft selbstlos in höchste Lebensgefahr begeben müssen für die Bergung solcher Ignoranten.
Denen kann man nicht genug Danken

skysegel am 10 Aug 2018 11:17:21

Ich kenne kein Land in Europa, in dem derart auf Eigenverantwortung gesetzt wird, wie in Norwegen. Wenn die dann tatsächlich mal Schilder aufstellen, sollte eigentlich jedem klar sein, dass man die auch wirklich ernst nehmen muss. Das ist ein überaus tragischer Fall, verursacht durch bodenlose Dummheit.

Ulli

Heimdall am 10 Aug 2018 11:48:02

Am "Wilden Kaiser" in Tirol sind am verg. Mittwoch 2 Kletterer (deutsches Paar) tödlich abgestürzt.
Warum ich das erzähle? Die Bergretter stellten bei der Bergung der Toten dann fest, dass beide seilfrei am Kopftörlgrat unterwegs waren und sogar ihre Klettergurte in ihren Rucksäcken hatten. :?

© --> Link Die beiden hatten zwar Klettergurte dabei, waren zum Unfallzeitpunkt aber seilfrei unterwegs. Die Unglücksursache wird laut Polizei wohl niemals endgültig geklärt werden, da es keine direkten Zeugen gab. Die Ermittler vermuten aber, dass einer der beiden abgerutscht ist und den anderen mitgerissen hat.

Canadier am 10 Aug 2018 11:51:11

Immer und überall ließt mal leider von solchen Unfällen.
Ich kann die Leute nicht verstehen, die da sich und auch andere( Retter) in Lebensgefahr bringen.

lonsome am 11 Aug 2018 10:31:40

Hallo,

ich denke, dass das oft von einer falschen Einschätzung her kommt: "WIe soll mich denn hier ein Eisbrocken erwischen?" - aber dass die Gefahr nicht das Eis, sondern die Wasserwelle ist, daran denken wohl nur wenige. Darum sollte man vielleicht doch öfter auf Warnungen vertrauen.

Aber wenn ich schaue, wie sonst mit "Warnungen" umgegangen wird: Geschwindigkeitsbegrenzungen, Abstand, Gewicht, Alter von Reifen etc., dann wundert mich das alles nicht mehr. Sehr oft ist da zu hören: Ich kann das besser einschätzen ... Vielleicht müssten wir uns auch immer wieder an die eigene Nase fassen?

Gruß
Klaus

T4Wohnmobil am 11 Aug 2018 10:49:45

lonsome hat geschrieben:Hallo,



Aber wenn ich schaue, wie sonst mit "Warnungen" umgegangen wird: Geschwindigkeitsbegrenzungen, Abstand, Gewicht, Alter von Reifen etc., dann wundert mich das alles nicht mehr. Sehr oft ist da zu hören: Ich kann das besser einschätzen ... Vielleicht müssten wir uns auch immer wieder an die eigene Nase fassen?

Gruß
Klaus


gleiche Meinung !!!
z.B.
Gastankflaschen die nicht zugelassen und eingetragen sind an LPG-Tankstellen befüllen,
an der 230V Verkabelung basteln als Elektro- Laie und diese "guten Radschläge" werden dann noch im Forum weiterverbreitet.

Gruß
Erik

wolfherm am 11 Aug 2018 10:52:37

Moderation:Bitte beim Thema bleiben. Für die Gefahren beim Fahren mit dem Wohnmobil oder für andere Lebensprobleme bitte ein neues Thema aufmachen. Vielen Dank.


shoe1 am 11 Aug 2018 10:53:24

lonsome hat geschrieben: ... Vielleicht müssten wir uns auch immer wieder an die eigene Nase fassen?

Gruß
Klaus


Da gebe ich dir vollkommen recht: Als wir vor drei Wochen an diesem Gletscher waren, muss ich ehrlich und zu meiner Schande gestehen, dass die Verlockung doch relativ hoch war, die Absperrung zu umgehen, um bessere Bilder zu machen. Gott sei Dank hat die Vernunft gesiegt …
mfg Rupert

Canadier am 11 Aug 2018 11:20:35

shoe1 hat geschrieben:
Als wir vor drei Wochen an diesem Gletscher waren, muss ich ehrlich und zu meiner Schande gestehen, dass die Verlockung doch relativ hoch war, die Absperrung zu umgehen, um bessere Bilder zu machen. Gott sei Dank hat die Vernunft gesiegt …
mfg Rupert

Dies haben wir bei unserem letzten Besuch am Columbia Icefield in Kanada auch beobachtet.Immer wieder gehen Leute über die Absperrung um bessere Bilder zu machen.Der Oberhammer waren drei Leute mit Flip Flops, diese gingen sogar an eine geführte Gruppe, die grade eingewiesen wurde , vorbei.
Da wurd es aber mal kurz laut von Seiten "des Führeres"!

andreas-tec am 11 Aug 2018 13:01:58

Moin,

seit Jahren besuche ich u.a. den Nigardsbreen mehrere Tage, um dort meine Eiswanderungen zu unternehmen. Ich habe meine intensive Alpinausbildung in Norwegen in den frühen 80ern absolviert, entsprechende Erfahrung gesammelt und auch das entsprechende Equipment, um solche Touren mit meiner Frau als 2er-Seilschaft durchzuführen.

Auf Grund der ungewöhnlich hohen Temperaturen und der damit hohen Fließgeschwindigkeit der Gletscherzunge waren die Eiskante und das Gletschertor dieses Jahr besonders brüchig, so dass auch ein völliger Laie erkennen musste, dass hier JEDERZEIT mit Eisabbrüchen zu rechnen war. Es sind dort nicht nur Warnschilder aufgestellt, sondern der Gefahrenbereich ist auch mit einer Kette abgespannt, die man erst überklettern muss, um in den Gefahrenbereich zu gelangen. Wie jedes Jahr wurden auch dieses Jahr diese massenhaft überklettert. Auf Warnrufe der ortsansässigen Guides der geführten Touren wurde nicht reagiert oder diese wurden deshalb auch noch beschimpft. Mir ist es jedesmal ähnlich ergangen, ich lasse Warnungen daher nun sein. Es war wie jedes Jahr. Besonders schlimm finde ich immer wieder, dass Eltern für ein Foto zusammen mit ihren Kindern am Gletschertor das Leben ihrer Kinder riskieren. Selbst als vor 4 Jahren dort ein deutsches Ehepaar im Beisein ihrer Kinder von Eisblöcken erschlagen wurde konnte ich dieses Verhalten bereits am nächsten Tag wieder beobachten. Die Bergung der Leichen fand dann unter sehr großer Lebensgefahr für die Bergenden statt. Hier war dann für einige Tage die Polizei anwesend, da es nicht anders möglich war, viele Unbelehrbare vom Überklettern der Absperrungen abzuhalten.

Die geführten Touren starten übrigens in einem vom Gletschertor weit abgelegenen flachen Einstieg in die Gletscherzunge.

Gruß
Andreas

brina1510 am 13 Aug 2018 08:43:41

Wir waren letztes Jahr auch am Nigardsbreen und konnten nur den Kopf schütteln bei teilweise so viel Blödheit....

Jetzt ist Norwegen ja wirklich ein Land, dass mit Warnschildern sehr zaghaft umgeht und eigentlcih nirgends eins aufstellt (ich erinnere mich an den Schilderwald in Australien...da stand gefühlt an jedem Strand und an jeder Attraktion ein Warnschild für irgendwas) und wenn die Norweger mal ein Schild aufstellen, dann muss das was heißen und trotzdem gibt es immer wieder Idioten (Entschuldigung) die einfach über eine Absperrung klettern für keine Ahnung....

Bei uns ist damals eine Familie mit ihrem Säugling auch über die Absperrung geklettert um ein Bild näher am Gletscher zu machen...ich hätte ihnen am liebsten das Kind abgenommen und ihnen erklärt, dass sie gerne so blöd sein können, aber doch bitte nicht auch noch einen Säugling in Gefahr bringen sollen....mein Mann hats mir aber verboten....

markgraefin am 13 Aug 2018 08:52:20

An Rügens Steilkanten gibt es überall Warnschilder und Verbote, den Strand zu betreten.

Stört das jemanden? Nein.
Fragt man jemanden, der dort am Strand war, zuckt er bestenfalls noch mit den Schultern.
Kann aber auch sein, dass man überaus aggressiv angemacht wird.

In Deutschland wissen sowieso alle alles besser und keiner will sich in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt sehen.

Bei solchen Vorkommnissen tun mir immer nur die Retter, deren Angehörige und die Familien der Toten schrecklich leid.

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