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Ukraine Sommer 2018


XGO22P am 03 Sep 2018 21:22:08

Unsere Ukraine Reise im Sommer 2018

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Unter dem folgenden Link kann die Route mit Google Maps aufgerufen werden --> Link

In den nächsten Tagen möchte ich hier über unsere Reise berichten. Unsere das sind wir beide meine Frau Bettina und ich.

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Jetzt sind wir bereits wieder zu Hause, wir waren die ersten beiden August Wochen vom 27.07.2018 bis zum 11.08.2018 unterwegs.

Schaut also ab und an in den nächsten Tagen mal rein. Ich versuche auch alle Fragen zeitnah zu beantworten.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

FastFood44 am 03 Sep 2018 22:00:49

Schön, da freue ich mich schon drauf. :ja:
Meine Tochter geht demnächst zum Schüleraustausch nach Dnipro und offensichtlich lag das auch auf euer Strecke.
Mal sehen was man von eurem interessanten Wohnmobil dabei auch noch zu sehen bekommt?!

RichyG am 03 Sep 2018 22:05:58

Wow, eine gewaltige Strecke für zwei Wochen!
Bin sehr interessiert an Eurem Bericht!

Gogolo am 04 Sep 2018 00:19:43

Dieser Reisebericht wird sicher hochinteressant! Bin schon sehr neugierig und freue mich auf den Bericht.


Habe die Ehre

Gogolo

MoniPerRufus am 04 Sep 2018 08:31:37

Hallo!

Wir wollen im Oktober ebenfalls in die Ukraine bzw durch die Ukraine fahren. Dementsprechend bin ich sehr auf euren Bericht bzw Erfahrungen gespannt.

VG Per

Flatus am 04 Sep 2018 08:48:30

Hallo

Ich freue mich auf eure Ukraine-Berichte. Denn ich kenne nämlich bis jetzt erst die Westukraine...

Gruss Flatus

HeikeD am 04 Sep 2018 14:28:02

da hänge ich mich doch mal dran!

Gewaltige Tour für zwei Wochen!

XGO22P am 04 Sep 2018 16:29:47

Reisevorbereitung für Mensch und Maschine

Wir haben uns natürlich nicht ganz ohne Vorbereitung auf die Reise begeben.

Ganz weit vorne ist, wer die russische Sprache in Wort und Schrift beherrscht. Als Freunde der Sowjetunion und Kinder des Sozialismus hatten wir beide das Glück 5 Jahre lang die russische Sprache als erste Fremdsprache in der Schule zu lernen. Das war allerdings Anfang der 80er des letzten Jahrhundert. Also habe ich uns beide im letzten Frühjahr bei der Volkshochschule für einen Auffrischungskurs und dann noch einen darauf aufbauenden weiteren Sprachkurs für russisch angemeldet. Das hat sich dann im Verlauf der Reise als goldrichtige Investition bewiesen, denn im ländlichen Raum (inbesondere im Osten des Landes) kommt man mit englisch nicht sehr weit.

Ohne unsere schulische Vorbelastung in Jugendzeiten ist es aber so gut wie unmöglich die Sprache und Schrift in den ca. 20 Unterrichtseinheiten zu erlernen. Wir hatten zwei Neueinsteiger dabei welche keine Vorkenntnisse hatten. Diese taten sich natürlich besonders schwer, einer gab auf und ist dann nicht mehr gekommen.

Nun noch das Womi klar machen. Unser Womi ist ein Renault Master, Erstzulassung 2015 und nun nach dem Urlaub mit einem Kilometerstand von ca 55000km. Da wir auch im Winter skrupellos damit unterwegs sind...

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(Oberwiesenthal im Januar 2018)

...ist es natürlich immer mal möglich daß hier und da der Verschleiß etwas größer ist.

Also vorher noch einmal alles überprüfen. Da ich zum Glück vom Fach bin und wir eine eigene Werkstatt haben wird natürlich im Prinzip kontinuierlich alles überprüft. Für diese Reise habe ich mich aber dazu entschlossen, neben den Bremsbelägen der Hinterachse welche durch Straßensalz in den Führungen festgerostet waren auch die Sommerreifen zu erneuern.

Die Straßen in der Ukraine sind im Westen ja noch ganz gut im Osten allerdings wird es dann immer schlechter. Bis jetzt habe ich kein wirkliche treffendes Wort für diese schlechten Straßen gefunden, es sind teilweise keine Straßen mehr vorhanden sondern nur Sand und Löcher (auch auf Europastraßen). Unsere alten Sommerreifen hatten zwar noch gut 50% Profiltiefe aber ich wollte welche haben mit einem deutlich höheren Tragfähigkeitsindex. Wir haben also von Coninental VancoCamper 225/65 R16 CP 112 R auf Nokian Cline Cargo 235/65 R16 C 121R gewechselt. UND ES KEINE SEKUNDE BEREUT.

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(Tragfähigkeit 121 = 1450kg pro Reifen)

Unser Womi hat auf der Hinterachse je 980kg und 1010kg. Mit dem Tragfähigkeitsindex der Coninental von 112 = 1120kg sind wir (und natürlich auch viele andere Wohnmobilreisende) immer an der Leistungsgrenze des Reifen unterwegs. Auch ein Grund für immer mal wieder hier im Forum besprochene Reifenplatzer. Jetzt haben wir eine deutlich höhere Reserve. Gerade für schlechte Straßen mit tiefen Schlaglöchern (wir haben dem einen oder anderen auf unserer Reise nicht ausweichen können) gibt das ein gutes Gefühl.

Da ich immer sehr genau auf das Gewicht achte habe ich auch noch die alten kompletten Räder und die neuen gewogen. Der Reifen ist ja nun ein klein wenig breiter. Wobei das nicht so viel ausmachen muß, je nach Hersteller kann man an leichte oder auch schwerer Reifen kommen. Leichter ist natürlich günstiger. Ich habe festgestellt, daß es bei gleicher Reifengröße bei Reifen dieser Dimension je nach Hersteller auch schon mal bis zu 5kg schwerere Reifen geben kann.

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(Der gelaufene Conti (inkl. Stahlfelge) ist geringfügig leichter als der neue Nokian. Der Conti hat aber auch nur noch 50% Profil und ist nur ein 225er statt 235er wie der Nokian)

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(Vorbildlich, das Gewicht des Nokian (inkl. Stahlfelge).

Ach ja, fast vergessen. Bitte achtet darauf entsprechende Ventile in eure Wohnmobilreifen montieren zu lassen.

ZWEITE Wahl aber durchaus in Ordnung sind hier die Alligator CVV --> Link

ERSTE Wahl sind Metallfußventile, vorzugsweise auch Alligator, ich benutze hier nur noch die ASC-HT --> Link

NEIN, NEIN ich bekomme kein Geld von Alligator, es ist mir nur wichtig diese Information in den Köpfen der Fahrer von schweren Fahrzeugen dauerhaft zu etablieren. Sprecht also eure Reifenmonteure darauf an.

So nun aber genug Technik. Im nächsten Beitag geht die Reise dann los.

ToniPETER am 04 Sep 2018 17:01:13

Servus!

Freue mich auch schon auf Eure Reiseberichte.
Vielen Dank für die technischen Infos.

XGO22P am 04 Sep 2018 21:08:05

2018-07-27 von Treuenbrietzen nach Klein Partwitz in die Lausitz mit BLUTMOND

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(interaktive Karte anklicken und mit Google Maps anschauen)

Es ist Freitag, heute soll es losgehen. Wir müssen aber noch bis zum Mittag Arbeiten. Also aufstehen und ein Blick vor die Tür werfen, nach dem Wetter schauen.

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Das fängt ja gut an. Wer die Nachrichten verfolgt hat, hat bestimmt von den Waldbränden im brandenburgischen gehört. Der Blick vor unserem Haus Richtung Wald.

Ach übrigens wir wohnen in Treuenbrietzen / Klausdorf. Wohl eine der bekanntesten Gemeinden im brandenburgischen in den letzten Wochen.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, keine 4 Wochen später stand das Dorf voll mit Feuerwehr und wir mussten für 3 Tage das Dorf verlassen. Aber das hat sicherlich jeder in den Medien verfolgt. In diesem Zusammenhang noch mal besten Dank an alle Einsatzkräfte, RUHM UND EHRE allen Helfern die im Zusammenhang mit dem Großfeuer Ihr BESTES gegeben haben.

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(360° StreetView Photosphäre anklicken und RUNDUMBLICK nutzen)

Studentendusche vor der Kirche und Hubschrauber im Garten, was für eine Aufregung.

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Alles noch mal gut gegangen, jetzt aber weiter mit dem Urlaub.

Ab Richtung Osten. Die Farben der Ukraine sind schon am Womi befestigt. Es geht los.

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Da wir heute noch bis zum Mittag arbeiten mussten, haben wir uns nur eine Kleine Etappe vorgenommen. Am Abend noch in der Lausitz baden und den anstehenden Blutmond beobachten.

Das Wasser war super erfrischend. Noch die Badesachen trocknen. Hierfür haben wir uns einen handelsüblichen Wäschetrockner mit einem Alu Winkelprofil an den Fahrradträger montiert. Funktioniert prima.

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Gleich gibt es Bratwurst.

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Und als es dunkel wurde der BLUTMOND.

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Hier noch ein paar Informationen zur Übernachtungsstelle. Unter dem Link geht es zu Google Maps. --> Link

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(360° StreetView Photosphäre anklicken und RUNDUMBLICK nutzen)

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(360° StreetView Photosphäre anklicken und RUNDUMBLICK nutzen)

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Auf dem Parkplatz schläft es sich sehr gut. Am Tage sind nur wenige Badegäste vor Ort gewesen. Der Parkplatz ist zwar mit dem PKW Schild gekennzeichnet, jedoch (wir waren schon oft hier) ist die Gemeinde tolerant. Jeder Gast der etwas Geld in die tourismusschwache Region bringt ist willkommen.

Und morgen geht es weiter durch Polen bis kurz vor die Ukrainische Grenze.

XGO22P am 05 Sep 2018 20:48:16

2018-07-28 von Klein Partwitz nach Tornow in Polen ca. 600km

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(interaktive Karte anklicken und mit Google Maps anschauen)

Die Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Also früh aufstehen über Görlitz nach Polen. Polen haben wir schon oft besucht. In den letzten Jahren haben wir schöne Urlaube in den Masuren bis hoch zum Kaliningrader Gebiet und an der polnischen Ostseeküste verlebt. Es ist dort deutlich ruhiger als an der deutschen Küste. Inbesondere Wohnmobile werden hier nicht so militant reglementiert wie an der deutschen Küste, wo allein das reine Parken bei einer Durchreise (ich meine nicht das übernachten, sondern nur zum Beispiel 3-4 Stunden am Strand Baden) schon als Camping betrachtet wird, oder es durch diverse Höhenbeschränkungen gar kein Zugang zu Parkplätzen gibt. Aber dafür gibt es sicherlich eigene Forum Themen.

Also los geht es. Leider nicht sehr weit! In Hoyerswerda eine Umleitung die es in sich hat. Oben in der Karte gut zu sehen. Na ja es sollte die LETZTE Umleitung in diesem Urlaub werden.

Was kann ich interessantes von diesem Fahrtag berichten. Meine Pilotin ist nach dem Umleitungschaos wieder gut drauf und wir fahren über die sehr gute polnische Autobahn.

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(So sieht es fast immer bei uns aus, Bettina als Pilot und ich als Navigator.)

Die komplette Tour wird übrigens von meiner liebsten gefahren. Das hat sich irgendwie so eingebürgert. Das heißt natürlich nicht, daß ich nicht auch mal fahre. Zu Ostern waren wir in Hamburg, da war ich der Pilot. Im Juni nach Italien aber wieder Bettina. Habe ich etwa keinen internationalen Führerschein?

So die erste Mautstelle liegt an. Auch in Polen gibt es ja mautpflichtige Strecken. Zum Glück deutlich günstiger als wie in vielen anderen europäischen Staaten. Um von Görlitz bis an die Ukrainische Grenze zu kommen mussten wir zusammen 36,20 Zloty (ca. 9,00 Euro) bezahlen.

1x 16,20 Zloty (geschlossene Mautstrecke)
2x 10,00 Zloty (offene Mautstrecke)

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(Typische polnische Mautstelle, die sehen wohl überall gleich aus.)

Bei hohen Verkehrsaufkommen braucht kein Knopf für das Ticket gedrückt werden. Bei Einfahrt in den geschlossenen Mautbereich wird das Ticket per Hand gereicht. Geht auch deutlich schneller. Hier ein kleines Video.

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(Video-Datei bitte einfach auf das Bild klicken und im neuen Fenster dann auf Play.)

Hier die Preisliste für den auf der Strecke liegenden geschlossenen Mautbereich zwischen Wroclaw und Gliwice.

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Bei den zur Zeit betriebenen offenen Mautbereichen (kurz vor und nach Krakau) muß jeweils bei Einfahrt in bezahlt werden. Es sind je 10 Zloty fällig. Das ist insofern schon etwas ärgerlich weil hier wirklich nur eine Autobahnabfahrt bezahlt werden muß. Danach kann die Autobahn dann wieder kostenfrei befahren und verlassen werden. Hochgerechnet pro Kilometer ist die Maut dann natürlich echt hoch, aber bei 10 Zloty natürlich auch kein Grund die Autobahn in diesen Bereich zu verlassen um sich durch den Innenstadtverkehr von Krakau zu schlängeln.

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(Maut Preistafel vor und hinter Krakau für den Bereich einer Autobahnabfahrt.)

Die Autobahn ist in sehr guten Zustand. Kein wunder wurde ja auch erst vor wenigen Jahren mit EU Unterstützung gebaut und / oder modernisiert. So weit ich informiert bin, müssen die so finanzierten Strecken eine gewisse anzahl von Jahren Mautfrei betrieben werden. Danach darf der betreibenden Staat dann Maut erheben. Diese Zeitspanne schein jetzt bald in einigen Streckenabschnitten dem Ende entgegen gehen, denn wir haben mehrere im Bau befindliche Mautstellen gesehen welche in den nächsten Monaten und Jahren wohl ihre Arbeit aufnehmen werden.

Wir haben dann auf einem der wirklich sehr gut ausgestatteten Parkplätze pause gemacht und was gegessen. Rechts im Bild ganz gut zu sehen, das Schild der EU, damit jeder weiß wer die Strasse bezahlt hat. Die Parkplätze sind sehr oft mit Abwasser und Frischwasser für Busse (natürlich auch nutzbar für Wohnmobile) ausgestattet. Wir haben auf einem der Plätze Frischwasser genommen, natürlich kostenlos (obwohl der Platz im mautfreien Bereich war). So eine Ausstattung würde ich mir in Deutschland auch wünschen.

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(Super Parkplätze auf der Autobahn.)

Überall wird vor der Schweinepest gewarnt.

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(Schweinepest Warnschilder entlang der Strecke.)

In Tornow sind wir dann schnell noch einkaufen gewesen, etwas zum Grillen. Endlich das Tagesziel erreicht. Jetzt wird erst einmal in den tollen See gesprungen. Für die Koordinaten einfach auf das Bild klicken.

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(GPS Daten / interaktive Karte anklicken und mit Google Maps anschauen)

Der Platz ist wirklich toll. Zum Abend haben alle Tagesgäste den See verlassen. Hier und da wird am Strand gegrillt. Wenn wir nicht weiter wollen würden, könnte man es hier auch ein paar Tage aushalten. Aber seht selbst.

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(360° StreetView Photosphäre anklicken und RUNDUMBLICK nutzen)

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(360° StreetView Photosphäre anklicken und RUNDUMBLICK nutzen)

Morgen fahren wir weiter Richtung Kiev.

FastFood44 am 05 Sep 2018 21:51:48

Wir sind von Baden-Württemberg und waren zur gleichen Zeit unterwegs. Jedoch in Polen.
ABER den Blutmond sahen wir in der gleichen Ecke. Wir verbrachten die 3. Nacht unseres Urlaubes bei Lauchhammer!

XGO22P am 11 Sep 2018 21:08:07

2018-07-29 von Tornow in Polen in die Ukraine über Liwiw (Lemberg) weiter Richtung Kiev ca. 450km

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(interaktive Karte anklicken und mit Google Maps anschauen)

So heute wollen wir aber nun die Grenze zur Ukraine passieren. Wir haben noch ca. 180km vor uns. Es läuft ganz wunderbar. Die Autobahn Richtung Ukraine ist nahezu Menschenleer. Aber seht selber:

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(Die Polnische Autobahn in Richtung Ukraine. LEER.)

Als grenzenlose EU-Bürger sind wir natürlich Novizen beim Gebrauch eines handelsüblichen Grenzübergang. Es kommt also wie es kommen muß. Wir stellen und glatt (falsch) an.

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(Aufgeregter Pilot an der Ukrainischen Grenze.)

Wir stellen uns also in die Reihe für Fahrzeuge die mit "TAX FREE" gekennzeichnet ist. Ist natürlich falsch meint der freundliche polnische Grenzer und weist uns an auf der in das Landesinnere führende Spur zurückzufahren und dann einen erneuten Anlauf auf die Grenze zu starten. Also zurück bis zur nächsten Abfahrt und wieder Retoure zur Grenze.

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(Autobahn unmittelbar vor der Grenze zur Ukraine.)

Zum Glück ist so gut wie keine Verkehr und so haben wir nur zwei Fahrzeuge mehr vor uns als vor unserem ersten Anlauf.

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(Video-Datei bitte einfach auf das Bild klicken und im neuen Fenster dann auf Play.)

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(Warteschlange vor der Abfertigung.)

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(Für den Fall das es mal länger dauert sind auch Toiletten vorhanden.)

Nun heißt es also warten.

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(Es sollen wohl keine offenen / angebrochenen Lebensmittel ein- bzw. ausgeführt werden. Na ja, kontrolliert wurde das nicht. Weder bei der Einreise noch bei der Ausreise.)

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(Anleitung zum ausfüllen der Imigrationskarte. Auch hier fand keine Kontrolle statt. Weder bei der Einreise noch bei der Ausreise. Es wurden auch keine Dokumente zum ausfüllen übergeben.)

Unterm Strich dauerte es dann durch beide Grenzkontrollen ziemlich genau zwei Stunden bis wir dann endlich ukrainischen Boden befahren können.

Der Ablauf war recht unspektakulär.

polnische Seite:

- Fahrzeug röntgen.
- Fahrzeugkontrolle durch Grenzbeamtin. Alle Klappen auf, kurz reinschauen. Fahrzeugpapiere und Reisepässe abgeben. Warten und weiter zu den Ukrainern.

ukrainische Seite:

- Fahrzeug röntgen.
- Fahrzeugkontrolle durch Grenzbeamten und LAUFZETTEL entgegennehmen. Alle Klappen auf, kurz reinschauen. LAUFZETTEL sowie Fahrzeugpapiere und Reisepässe abgeben. Warten. Grenzbeamter geht mit den LAUFZETTEL sowie Reisepässen und Fahrzeugpapiere los und kommt nach ein paar Minuten zurück mit eingestempelten Visa.
-LAUFZETTEL mit notierten Kennzeichen, Anzahl der mitfahrenden Personen und Stempel für Fahrzeugkontrolle sowie Stempel für Personenkontrolle zurück erhalten.
-Weiter fahren durch die Grenzstation bis zu einem letzten Tor. Dort wird nur durchgelassen wenn der LAUFZETTEL komplett ist. Zettel wird abgegeben und ein Grenzer öffnet das Tor welches unmittelbar danach wieder geschlossen wird.

Also im großen und ganzen auf beiden Seiten ähnlich, bis auf den LAUFZETTEL. Ohne den es nicht weiter geht. Bei der Ausreise werden wir dann aber eines besseren belehrt. Aber darüber dann später mehr.

Juhu wird sind in der Ukraine. Sieht für das erste nicht viel anders aus als woanders.

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(E40 zwischen Grenze und Liwiw / Lemberg)

Leider waren die Strassen dann nicht dauerhaft so gut wie oben zu sehen.

Meine Empfehlung, gleich hinter der Grenze an einen Bankomat Geld holen! Haben wir leider nicht gemacht. Dann haben wir keinen mehr direkt an der Strasse auf die schnelle gefunden. Suchen wollten wir dann auch nicht und sind halt weiter gefahren. Sehr ärgerlich, da wir so viele kleine Händler an der Straße gesehen haben welche die leckersten landwirtschaftlichen Erzeugnisse verkauft haben.

Unser erstes Ziel in der Ukraine soll ja Kiew sein, also weiter ostwärts. Wir haben dann auch Liwiw umfahren da wir die damalige galizische Region der Ukraine in dieser Reise nicht auf unserer Agenda hatten.

Wir haben uns dazu entschlossen für den Urlaub ukrainische SIM-Karten zu benutze. Unsere Wahl viel auf MTS Ukraine (Vodafone), alternativ gibt es noch andere Anbieter z.B. Kievstar Ukraine. Beide haben in etwa die gleiche Netzabdeckung. Für unglaubliche ca. 3,50 Euro gibt es Unlimited-Internet + Freiminuten ins nationale sowie internationale Netz. Das aktivieren der Karte ging dann nach einem kleinen Verständnis-Problem meinerseits ganz gut. Wir haben dann den ganzen Urlaub nur noch per Videotelefon mit Deutschland gesprochen. EINFACH SUPER. Die Karten können an Automaten gekauft werden. Wir haben uns schon vor dem Urlaub welche online bestellt. Drei Stück, je eine für meine Frau und mich sowie eine für den Internet-Router. Am Ende des Urlaub hatten wir dann ca. 30Gb an Daten verbraucht. In Deutschland undenkbar.

Nach gefahrenen ca. 450km sind wir dann am Abend einfach rechts abgebogen. Erst 300m Nebenstrasse dann Feldweg. Feierabend dachten wir.

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(GPS Daten / interaktive Karte anklicken und mit Google Maps anschauen)

In der Nebenstrasse war es deutlich ruhiger als an der E40.

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(Richtig lauschig, unser Schlafplatz auf dem Weg nach Kiew.)

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(360° StreetView Photosphäre anklicken und RUNDUMBLICK nutzen)

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(360° StreetView Photosphäre anklicken und RUNDUMBLICK nutzen)

So und dann mitten aus dem NICHTS. Blaulicht, Sirene Polizei! Leider habe keine Fotos gemacht.

Aber zum Glück kam dann alles ganz anders und viel besser als gedacht.

Die Bewohner des nächsten Dorfes haben uns wohl bemerkt und die Polizei angerufen um das mal zu prüfen. Na ja, war aber dann ganz easy. Die beiden Beamten (ein junger und ein älterer) fragten uns, ob wir Probleme hätten oder Hilfe brauchen. Wir erklärten ,daß wir auf dem Weg nach Kiew sind und nur schlafen wollten um dann morgen weiter zu fahren. Und dann kam es, der jüngere der beiden Polizisten gab uns seine Handynummer (noch eben mit einem kurzen Anruf geprüft, ob die Nummer auch funktioniert) und meinte, wenn wir Probleme irgendwelcher Art in der Nacht haben sollten, sollen wir nur kurz per Kurzwahl anklingeln. Er kommt dann sofort und sorgt für Ordnung. Auch dann morgen auf der Fahrt Richtung Kiew können wir anrufen und er würde uns helfen wenn was ist.

Da haben wir uns natürlich sicher gefühlt und absolut entspannt geschlafen.

Morgen geht es dann weiter nach Kiew.

vs11 am 23 Sep 2018 14:10:57

Super Bericht !
Danke !
Wann gehts weiter ??? :oops:

trevor2 am 02 Okt 2018 21:46:53

Hallo zusammen,

schöner Bericht. :) Bin schon gespannt auf die Fortsetzung...

Пока, Anne

Ungar am 30 Okt 2018 13:41:48

Es ist schade,daß ich jetzt erst von Eurer schönen Reise erfahren habe.
Wenn ich es früher erfahren hätte,hätte ich Euch gerne mit unserer
Erfahrung zur Seite gestanden,denn wir fahren seit 10 Jahren in die
Ukraine und zwar ans Asowsche Meer,weiles dort einen schwarzen Schlamm
gibt,der ungeheuere Heilkräfte besitzt,der meiner Frau,die an Entzündungsrheume leidet,
sehr hilft.Wir übernachten immer auf LKW -Parkplätzen (TIR )und die Strecke Ternopil,Chmelnizki,Winiza und Uman
kann man nicht fahren,weil sie furchtbar schlecht ist.Wir fahren immer von Ungarn aus (wir leben in Ungarn)
Mukatschewo,Lwow,Kiew,Odessa,Mikolaew und Cherson nach Grigoriwka (kleines Dorf am Asowschen Meer )
Euren Bericht lese ich mit besonderem Interesse.da wir alles gut kennen,worüber Ihr sprecht.
Viele Grüße von Traudel und Günter !!!

FastFood44 am 30 Okt 2018 14:52:55

Bin auf die Fortsetzung gespannt!
Ungar - da hättest du aber auch viel zu berichten.
Unsere Tochter kommt morgen nach 14 Tagen Schüleraustausch in der Ukraine zurück und bin gespannt was sie alles zu erzählen hat.
In mir wächst der Wunsch dieses Ziel demnächst mit dem Womo anzusteuern!

Ungar am 31 Okt 2018 10:42:29

Hallo Fast food,wenn Deine Tochter aus der Ukraine
zurück kommt,dann hat sie sicher viel zu erzählen,denn
dort hat sich für sie eine vollkommen andere Welt eröffnet.
Aber ich bin überzeugt,daß es Ihr bestimmt gut gefallen hat.
Gruß Günter !!

Alexissimo am 30 Mär 2019 12:49:10

Gibt es eigentlich irgendwo eine Fortsetzung dieses Reiseberichts? Wir wollen im Sommer in die Ukraine und die ersten Texte und Bilder hier klingen so vielversprechend...

Liebe Grüße an die Ersteller

shoe1 am 30 Mär 2019 23:55:23

Alexissimo hat geschrieben:Gibt es eigentlich irgendwo eine Fortsetzung dieses Reiseberichts? Wir wollen im Sommer in die Ukraine und die ersten Texte und Bilder hier klingen so vielversprechend...

Liebe Grüße an die Ersteller


Laut meiner Anfrage an den Ersteller, könnte es möglich sein, dass er in den nächsten Wochen den Bericht fertig stellt …

Ich würde mich ebenfalls darüber freuen.
mfg Rupert

Lagerfeld am 31 Mär 2019 19:16:55

Bin auch sehr daran interessiert. - Plane, evtll eine Tour nach Sotschi, da bietet sich ein Transit durch die UA an, es sei denn, man will KM schinden u. nimmt die Route über Litauen, Lettland usw.
Aber jetzt warte ich erst mal, was die Wahlen heute ergeben.
Gruß vom Karl L.

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